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Zuletzt aktualisiert am 21. Mai 2020

Versicherungspflicht in der Rentenversicherung bringt Vorteile für Minijobber

Die Versicherungspflicht in der Rentenversicherung bietet einem Minijobber viele Vorteile. Beispielsweise wird die Beschäftigungszeit in vollem Umfang für die Erfüllung der verschiedenen Wartezeiten (Mindestversicherungszeiten) berücksichtigt. Diese Wartezeiten sind unter anderem Voraussetzung für einen früheren Rentenbeginn oder einen Anspruch auf Rente wegen Erwerbsminderung. Auch kann sich der Minijobber dadurch den Anspruch auf eine Rehabilitationsleistung sichern, oder die Zugangsvoraussetzungen für die staatliche Riester-Förderung einer privaten Altersvorsorge erfüllen.

Minijobber, die nicht der Versicherungspflicht in der Rentenversicherung unterliegen möchten, können sich jederzeit – auch während des laufenden Beschäftigungsverhältnisses – von der Versicherungspflicht in der Rentenversicherung befreien lassen. Ausgenommen von dieser Möglichkeit sind Minijobber, die bereits vor dem 1. Januar 2013 Rentenversicherungsbeiträge aufgestockt haben. In diesem Fall bleibt der Minijobber weiterhin versicherungspflichtig und ihm steht kein Befreiungsrecht zu.

Die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht ist vom Beschäftigten schriftlich beim Arbeitgeber zu beantragen. Der Arbeitgeber zahlt dann weiterhin den Pauschalbeitrag zur Rentenversicherung in Höhe von 15 Prozent bzw. 5 Prozent (bei Minijobs in Privathaushalten). Der Eigenanteil des Minijobbers fällt mit der Befreiung von der Rentenversicherungspflicht weg. Der Minijobber erhält dann nur anteilige Beitragsmonate für die Erfüllung der verschiedenen Wartezeiten und auch das erzielte Arbeitsentgelt wird bei der Berechnung der Rente nur anteilig berücksichtigt.

Hinweis: Die Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung informieren umfassend über Auswirkungen der Rentenversicherungspflicht unter Berücksichtigung aller persönlichen Umstände. Wir empfehlen zur Klärung der Frage zur Rentenversicherungspflicht in einem Minijob oder der Befreiung hiervon, eine individuelle Beratung.

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Amadea
Amadea
1 Jahr zuvor

Leider stimmt es nicht, wenn pauschal behauptet wird, dass Minijobber Vorteile haben, wenn Sie in die Rente einzahlen. Als erstes verdient der Staat daran, dass der Minijobber extrem wenig Geld verdient. Danach wird das eingezahlte Geld weiter versteuert. Leider gilt in Deutschland nur, wer viel verdient, kann auch ein wenig Rente erhalten.

Fine
Fine
4 Jahre zuvor

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich hatte einen Termin bei der Rentenversicherung und dabei hat man festgestellt, dass mein Ex-AG mich falsch angemeldet hat. Anstatt Pflichtversicherung anzugeben hat er Pauschalbeitrag gewählt. Mein Problem ist, dass er mir weder Anmeldung- noch Abmelde-Bescheinigung sowie Lohnabrechnungen zu kommen lässt. Reden hilft leider überhaupt nicht. was kann ich tun?

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Fine
4 Jahre zuvor

Hallo Fine,

aus Gründen des Datenschutzes ist die Klärung Ihres Anliegens im Rahmen eines öffentlichen Blog-Kommentars nicht möglich.

Bitte stellen Sie Ihre Anfrage, mit Angabe Ihrer vollständigen Daten (Name, Vorname, Adresse, Telefonnummer) und den Daten Ihres Arbeitgebers (Firmenname, Abschrift), erneut per E-Mail an minijob@minijob-zentrale.de.

Nach Erhalt Ihrer E-Mail werden wir den Sachverhalt prüfen.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale