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Versicherungspflicht in der Rente – So profitieren Minijobber

Absicherung im Alter ist wichtig. Wer von dem vollen Leistungspaket der Rentenversicherung profitieren möchte, sollte seinen Minijob rentenversicherungspflichtig ausüben. Wie Minijobber profitieren und welche Leistungen diese Absicherung in der Rentenversicherung umfasst, erklären wir in diesem Beitrag.

Rentenversicherungspflicht – was bedeutet das?

Zu Beginn einer Beschäftigung sind Minijobber generell rentenversicherungspflichtig. Das heißt, sie zahlen einen eigenen Beitrag zur Rentenversicherung, den der Arbeitgeber monatlich vom Verdienst einbehält. Lässt der Minijobber sich aber von der Versicherungspflicht befreien, entfällt dieser Eigenanteil und die Beschäftigung ist nicht mehr rentenversicherungspflichtig. Dadurch verliert der Minijobber allerdings wesentliche Leistungsansprüche in der Rentenversicherung.

Das sind die Leistungen der Rentenversicherung

Abhängig davon, ob der Minijobber rentenversicherungspflichtig ist oder nicht, entstehen unterschiedliche Leistungsansprüche in der gesetzlichen Rentenversicherung:

1. Wartezeitmonate

Mit den Beiträgen zur Rentenversicherung erwerben Minijobber die Anrechnung ihrer Beschäftigungszeiten für spätere Rentenansprüche. Diese sogenannten Wartezeiten sind Voraussetzung für verschiedene Rentenarten. So ist zum Beispiel die Erfüllung der allgemeinen Wartezeit von 5 Jahren (60 Kalendermonate) eine der Voraussetzungen für eine Regelaltersrente oder auch für eine Rente wegen verminderter Erwerbstätigkeit.

Übt ein gewerblicher Minijobber seinen 450-Euro-Minijob rentenversicherungspflichtig aus und zahlt somit den Eigenanteil in Höhe von 3,6 Prozent seines Verdienstes, werden für eine 12-monatige Beschäftigung auch 12 Wartezeitmonate angerechnet. Im Falle der Befreiung erwirbt er Wartezeitmonate nur anteilig. Für eine 12-monatige Beschäftigung werden ihm bei einem monatlichen Verdienst von 450 Euro dann nur 4 Wartezeitmonate im Rentenkonto gutgeschrieben.

2. Rentenhöhe

Ist der Minijobber rentenversicherungspflichtig, wird der Verdienst nicht nur anteilig, sondern in voller Höhe bei der Berechnung der Rente berücksichtigt. So steigert sich die monatliche Rentenhöhe bei einem durchschnittlichen monatlichen Verdienst von 450 Euro pro Beschäftigungsjahr um circa 4,55 Euro.

Bei Minijobbern, die sich von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen, wirkt sich der Verdienst etwas weniger rentensteigernd aus. Hier erhöht sich die spätere Rente bei einem durchschnittlichen monatlichen Verdienst von 450 Euro pro Beschäftigungsjahr nur um circa 3,67 Euro pro Monat.

3. Riester

Rentenversicherungspflichtige Minijobber erfüllen auch die Voraussetzungen für die staatliche Förderung einer Riester-Rente. Das gilt für sie selbst und auch für den Ehepartner. Schon die Zahlung eines jährlichen Eigenbeitrags in Höhe vom 60 Euro in einen Riester-Vertrag kann ausreichen, um die volle staatliche Zulage zu bekommen. Die Grundzulage beträgt 175 Euro. Zusätzlich gibt es für jedes ab 2008 geborene kindergeldberechtigte Kind die staatliche Kinderzulage von 300 Euro im Jahr. Für Kinder, die vor 2008 geboren wurden, sind es 185 Euro im Jahr.

4. Betriebliche Altersvorsorge

Rentenversicherungspflichtige Minijobber haben ebenfalls Anspruch auf Entgeltumwandlung für eine betriebliche Altersvorsorge. Sie können ihre Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung unversteuert und sozialabgabenfrei direkt aus dem Bruttogehalt zahlen. Mehr dazu können Sie in unserem Blog „Minijobs und betriebliche Altersvorsorge – So können Sie die Vorteile nutzen!“ lesen.

5. Reha-Leistungen und Übergangsgeld

Arbeitnehmer haben nicht nur einen Anspruch auf Leistungen zur Rehabilitation, sondern grundsätzlich auch auf Übergangsgeld, wenn unmittelbar vor Beginn der Leistung Pflichtbeiträge zur Rentenversicherung – also auch aus einem rentenversicherungspflichtigen Minijob – gezahlt worden sind.

So hoch sind die Beiträge

Der Arbeitgeber eines gewerblichen Minijobbers zahlt immer einen Pauschalbeitrag in Höhe von 15 Prozent des Verdienstes – unabhängig davon, ob sich der Minijobber von der Rentenversicherungspflicht befreien lässt oder nicht.

Bleibt der Minijobber rentenversicherungspflichtig, muss er die Differenz zwischen dem vollen Beitragssatz in der Rentenversicherung von 18,6 Prozent und dem Pauschalbeitrag des Arbeitgebers von 15 Prozent selbst aufbringen. Dieser Eigenanteil liegt momentan also bei 3,6 Prozent des Verdienstes.

Bei einem monatlichen Verdienst vom 450 Euro ergeben sich folgende Beiträge für Arbeitgeber und Arbeitnehmer:

Gesamtbeitrag                          450 Euro           x          18,6 Prozent      =          83,70 Euro       

Arbeitgeber-Beitrag                 450 Euro          x          15 Prozent        =          67,50 Euro       

Arbeitnehmer-Beitrag              83,70 Euro      ./.         67,50 Euro        =          16,20 Euro                   

Schon mit einem monatlichen Eigenanteil von 16,20 Euro erwirbt der Minijobber somit das Recht auf das volle Leistungspaket der gesetzlichen Rentenversicherung.

Der Arbeitgeber zieht den Eigenanteil vom Verdienst des Minijobbers ab und leitet diesen zusammen mit seinen Abgaben an die Minijob-Zentrale weiter. Der Minijobber selbst muss nichts weiter tun.

So klappt die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht

Minijobber haben die Möglichkeit, sich durch schriftliche Erklärung gegenüber ihrem Arbeitgeber von der Rentenversicherungspflicht befreien zu lassen. Diese Befreiung wirkt dann ab dem Monat, in dem die Erklärung beim Arbeitgeber eingereicht wurde und gilt bis zum Ende des Minijobs. Sie  kann also später auch nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Minijobbern, die sich für eine Befreiung von der Rentenversicherungspflicht entscheiden, empfehlen wir eine individuelle Beratung bezüglich der rentenrechtlichen Auswirkungen der Befreiung bei einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung einzuholen. Das Servicetelefon der Deutschen Rentenversicherung ist kostenlos unter der 0800 10004800 zu erreichen. Bitte nach Möglichkeit beim Anruf die Versicherungsnummer der Rentenversicherung bereithalten.

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62 Kommentare zu “Versicherungspflicht in der Rente – So profitieren Minijobber”

  1. Hallo zusammen,
    welche Vor- und Nachteile ergeben sich für den selbstständigen Arbeitgeber, wenn sich sein Arbeitnehmer im Minijob von der Rentenversicherung befreien lässt?
    Viele Grüße
    Marlen

    1. Hallo Marlen,

      der Arbeitgeber hat in diesem Fall weder einen Vor- noch einen Nachteil.
      Die Pauschalabgeben zur Rentenversicherung bleiben für den Minijob-Arbeitgeber unverändert. Er zahlt bei einer Beschäftigung im gewerblichen Bereich immer 15 % zur Rentenversicherung – unabhängig davon, ob der Minijobber einen Befreiungsantrag gestellt hat oder nicht.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  2. Hallo zusammen,

    wenn ein Selbständiger einen 450Euro Job zusätzlich zu seiner selbständigen Tätigkeit ausführt und dort in die Rentenversicherung einzahlt.
    Muss er dann noch zusätzlich freiwillig einzahlen? Wie läuft das mit der Rentenversicherung dann?
    Vielen lieben Dank im Voraus! :)

    1. Hallo,

      ein rentenversicherungspflichtiger Minijob kann Auswirkungen auf Ihre freiwilligen Rentenversicherungsbeiträge haben. Wir empfehlen Ihnen, sich zur individuellen Beratung direkt an Ihren Rentenversicherungsträger zu wenden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  3. Wie unterschiedlich wirkt sich das auf meine Rente aus, wenn ich einen 450 € Job rentenversicherungspflichtig als Hilfe im Privathaushalt oder als Schreibkraft in einem Büro antrete. Das Gehalt beträgt ca. 400,– € in beiden Fällen. Und kann der jeweilige Arbeitgeber mich in beiden Fällen von der Steuer absetzen?

    1. Da der Beitrag zur Rentenversicherung in beiden Fällen gleich ist, nämlich 18,6 Prozent, erwirbst du in beiden Fällen gleiche Rentenansprüche. Nur die Beitragsverteilung ist für den Minijobber im Privathaushalt um 10 Prozent höher. Von daher würde ich jeden Minijobber eher zu einem Job im Büro raten. Nur der Arbeitgeber im Privathaushalt genießt die Steuervorteil der haushaltsnahen Dienstleistung.

  4. Hallo, ich habe meinen Minijob vor 2013 begonnen und dadurch musste ich bei Einführung dieser Regelung nichts unterschrieben bezüglich Befreiung von der Rentenversicherungspflicht – ich war dann wohl automatisch befreit. Kann ich denn jetzt trotzdem einzahlen und mich quasi von der Befreiung “befreien” lassen?
    Ich weiß, dass man normalerweise nicht zurück kann, wenn man sich befreien lassen hat, aber ich habe mich ja nicht bewusst befreien lassen – ich habe ja nichts unterschrieben.

    1. Hallo,

      haben Sie Ihren Minijob vor dem 31. Dezember 2012 begonnen, gelten für Sie noch die alten gesetzlichen Regelungen – vorausgesetzt, Ihr Verdienst liegt nicht über 400 Euro im Monat liegt. So hoch war die Verdienstgrenze für Minijobs, welche vor dem 31. Dezember 2012 aufgenommen wurden.
      Diese Minijobs waren per Gesetz rentenversicherungsfrei. Wünschte der Arbeitnehmer, den vollen Beitrag zur Rentenversicherung zu zahlen, musste er dies dem Arbeitgeber gegenüber schriftlich erklären.
      Aufgrund Ihrer Schilderung gehen wir davon aus, dass es sich bei Ihnen um einen solchen Altfall handelt. Da Sie – wie Sie richtig sagen – nie eine Erklärung zur Befreiung von der Rentenversicherungspflicht abgegeben haben und offensichtlich auch der Verdienst nicht über 400 Euro pro Monat angehoben wurde, können Sie den Verzicht auf die Rentenversicherungsfreiheit in Ihrem Minijob jederzeit noch schriftlich in Ihrer laufenden Beschäftigung erklären. Er wirkt allerdings nur für die Zukunft, nicht rückwirkend.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      1. Danke für die Antwort. Diesen Verzicht adressiere ich an meinen Arbeitgeber? Und dieser gibt dann einfach bei der nächsten Beitragsmeldung meinen Eigenanteil mit an, entrichtet ihn also an die Minijob-Zentrale oder muss er diesen schriftlichen Verzicht irgendwo einreichen?

        1. Hallo,

          ja genau, zum einen erhält Ihr Arbeitgeber den Verzicht und entrichtet den Eigenanteil an uns. Er meldet auch den entsprechenden Beitragsgruppenschlüssel in der Rentenversicherung mittels Meldung zur Sozialversicherung an die Minijob-Zentrale.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  5. Hallo,
    ich habe zwei Fragen und stelle sie hier, da sie in etwa zum Thema passen. Sollte ich ein neues Thema eröffnen müssen, bitte ich um Rückmeldung (ich weiss allerdings im Moment nicht wie/wo man das tut).

    1. Ist es sinnvoll, einen rentenversicherungspflichtigen Minijob auszuüben, wenn man außerdem einen sozialversicherungspflichtigen Hauptjob ausübt?
    Werden dadurch ggf. weitere Beitragszeiten angerechnet?

    2. Ein selbständiger Steuerberater ist Pflichtmitglied in einem Versorgungswerk (zahlt regelmäßig RV-Beiträge) und dadurch von der RV-Pflicht befreit. Er möchte zusätzlich einen angestellten Minijob auszüben. Ist es sinnvoll, diesen Minijob rentenversicherungspflichtig auszuüben? Erhält er dadurch weitere Beitragszeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung, die seine Rente aus der GKV erhöhen? Mit Renteneintritt erhält er eine geringe Rente aus der GKV (aus seiner angestellten Tätigkeit vor Bestellung zum Steuerberater) und eine Rente aus dem Versorgungswerk.

    Vielen Dank für Ihre Antwort

    ARE

    1. Hallo ARE,

      die Frage, ob die Zahlung eigener Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung sinnvoll ist, wird wohl jeder für sich individuell anders beantworten. Ob man etwas als sinnvoll empfindet liegt immer an der persönlichen Erwartung an eine Sache und an persönlichen Gegebenheiten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Sie hierzu nicht beraten können. Vielleicht hilft hierbei ein Gespräch mit Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger, welcher Ihr Rentenkonto einsehen und Sie individuell beraten kann.
      Zusätzliche rentenrechtliche Wartezeiten sammeln Sie durch einen parallel neben einer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung ausgeübten rentenversicherungspflichtigen Minijob nicht. Jedoch ist eine einmal beantragte Befreiung von der Rentenversicherungspflicht auch bis zum Ende des Minijobs gültig und kann nicht widerrufen werden.

      Auch zu Ihrer zweiten Frage empfehlen wir Ihnen das Gespräch mit Ihrem Rentenversicherungsträger, um evtl. Vor- oder Nachteile klären zu können. Allgemein gilt: Mit einem Minijob, in welchem Sie eigene Beiträge zur Rentenversicherung zahlen, haben Sie grundsätzlich – wenn Sie bestimmte Mindestversicherungszeiten erfüllen – Anspruch auf das volle Leistungspaket der gesetzlichen Rentenversicherung. Sie erwerben rentenrechtliche Wartezeiten oder haben ggf. Anspruch auf beispielsweise eine Riester-Förderung. Auch hier: Welche Vor- oder ggf. Nachteile die Rentenversicherungspflicht im Minijob für Sie persönlich bietet sagt Ihnen Ihr zuständiger Rentenversicherungsträger.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  6. Ein Beschäftigungsverhältnis mit Rentenbefreiung wurde beendet und im nächsten Monat ein neuer Arbeitgeber mit Rentenpflicht begonnen. Heisst es, dass monatlich die 16 € Abzug für die Rente nicht voll berücksichtigt werden einschl. der beschäftigten Monate, weil zwischen dem Arbeitgeberwechsel keine zwei Monate liegen?

    1. Hallo,

      beenden Sie einen 450-Euro-Minijob und beginnen direkt im Anschluss einen neuen Minijob bei einem anderen Arbeitgeber, können Sie ab Beginn der neuen Beschäftigung in die Rentenversicherung einzahlen. Eine Pause muss zwischen beiden Beschäftigungsverhältnissen nicht eingehalten werden.
      Die Pause von mindestens 2 Monaten ist nur dann wichtig, wenn das Beschäftigungsverhältnis beim selben Arbeitgeber wieder aufgenommen wird, bei welchem vorher die Befreiung beantragt wurde. Liegen zwischen Ende der Beschäftigung und neuem Beginn bei dem selben Arbeitgeber weniger als 2 Monate, ist grundsätzlich von einem einheitlichen Beschäftigungsverhältnis auszugehen. Der Befreiungsantrag behält dann seine Gültigkeit.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  7. Befreien lassen für die Zukunft kann man sich jederzeit – ganz ohne Wartezeit oder Kündigung. Der Arbeitgeber muss dies nur fristgerecht der Minijob-Zentrale melden.

    Und bei einem Arbeitgeberwechsel ist die Wartezeit von zwei Monaten gar nicht erforderlich.

  8. Eine gute Bekannte hat 2017 drittes Nachzügler-Kind bekommen und 2019 einen Minijob angetreten. Dieser sollte nur ca. 1 Jahr dauern. Aufgrund Rentenversicherungspflicht Kindererziehungszeit hat sie sich befreien lassen. Angedachter Jobwechsel 2020 in ein normales Arbeitsverhältnis ist wegen Corona nicht wie geplant machbar und sie ist froh den Minijob fortsetzen zu können. Um Riesterzulage für die 3 Kinder zu bekommen möchte sie die Rentenversicherungspflicht jetzt lieber (über Ehemann nicht möglich). Hier hießt es aber ein Wechsel von Befreiung zu Rentenversicherungspflicht ist nicht möglich solange dasselbe Minijobverhältnis fortgesetzt wird. Der Staat will Kinder + Riester für Altersvorsorge. Werden solche Bürger bestraft oder gibt es da einen Lösungsweg?

    1. Eine Befreiung von der Versicherungspflicht will immer gut überlegt sein. Im selben Beschäftigungsverhältnis gibt es auf Grund der bestehenden Gesetze keinen Lösungsweg.

      Das Beschäftigungsverhältnis muss definitv beendet werden und für mindestens zwei Monate ruhen, wenn für einen Minijob Versicherungspflicht wieder eintreten soll. Und ganz wichtig: es darf während dieser Überbrückungszeit auch kein anderer Minijob bei einem anderen Arbeitgeber bestehen, da sonst die Versicherungsfreiheit weiter übertragen wird…

      Bei einem nach dieser Zwangspause erfolgten Wiedereintritt kann dann sogar beim bisherigen Arbeitgeber wieder neu entschieden werden.

      1. Der Skandal des ganzen Systems besteht doch darin, dass eine Entscheidung für die Versicherungspflicht oder dagegen NUR durch eine Kündigung mit anschließender Wartezeit möglich ist. Der Minijobber muss also kündigen um einen anderen Status zu erreichen! Unglaublich solch eine Gesetzgebung! Ich wurde hier ja schon aufgefordert eine Petition einzugeben. Fazit die Minijobszentrale ist nicht in der Lage bzw. Willens hier Ihrem Auftraggeber die Änderung anzumahnen. Also viel Blabla keine Wirkung.
        Unser Gesetzgeber hat klein Interesse den Zustand zu ändern ist ja auch nicht so publikumswirksam wie eine Grundrente zu fordern.

    2. Hallo Hans,

      wurde die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht einmal beantragt, gilt sie für die gesamte Dauer des Minijobs und ist nicht widerrufbar.
      Beendet Ihre Bekannte den Minijob und beginnt darauf eine neue Beschäftigung bei einem anderen Arbeitgeber, kann Sie sich hinsichtlich der Rentenversicherungspflicht erneut entscheiden. Gleiches gilt, wenn der zuvor beendete Minijob bei dem gleichen Arbeitgeber nach einer Pause von mindestens 2 Monaten wieder aufgenommen wird.
      Die Wirkung der Befreiung von der Rentenversicherungspflicht endet auch durch den Wechsel in eine voll sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bei demselben Arbeitgeber. Wechselt Ihre Bekannte anschließend erneut in einen 450-Euro-Minijob bei diesem Arbeitgeber, ist die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht unwirksam und muss – wenn gewünscht – neu erklärt werden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  9. Gelten die Wartezeitenmonate zusätzlich zu einer rentenversicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigung?
    Wenn ich also in 2020 ein “normales” Arbeitsverhältnis habe, bekomme ich 12 Wartemonate im Jahr.
    Wenn nun zusätzlich in 2020 ein MiniJob besteht, bei dem ich mich nicht von der Rentenversicherungspflicht befreien lasse, gibt es dann weitere 12 Wartemonate für 2020 hinzu? Ich schätze mal nein! Dies wird leider nirgends thematisiert. Also verschenke ich keine Wartemonate, wenn ich mich im MiniJob von der Versicherungspflicht befreien lasse, sofern ich daneben ein “normales” versicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis habe?

    1. Hallo,

      zusätzliche Wartezeiten sammeln Sie hierbei nicht, wenn Sie parallel zu Ihrer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung einen rentenversicherungspflichtigen 450-Euro-Minijob ausüben.
      Die Wartezeiten in Monaten sammeln Sie dann unabhängig aus der Hauptbeschäftigung.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  10. Wie verhält es sich bei einem nicht vollen 450 €-Job.
    Wird dann quotal umgerechnet?
    Wird z.B. bei 225 € pro Monat die Wartezeit zur Hälfte angerechnet und ergibt die zusätzliche Rente dann einen Mehrbetrag von 2,27 €?

    1. Wenn auf die Versicherungspflicht nicht verzichtet wird, gibt es ebenfalls die volle Anzahl der Monate auf die Wartezeit gut geschrieben.

      Die Berechnung stimmt dann.

      Mindestens muss 165,00 € monatlich verdient werden.

      1. Falls ich weniger als 165 € verdienen und nicht auf die RV-Pflicht verzichtet habe, zahle ich doch den Differenzbetrag alleine. Wirkt sich das dann so aus las hätte ich 165 € verdient?

        1. Hallo,

          der Beitrag in der Rentenversicherung wird mindestens von 175 Euro monatlich berechnet.(Mindestbeitragsbemessungsgrenze)
          Bei einem momentanen Rentenversicherungsbeitrag in Höhe von 18,6 Prozent ergibt sich so ein monatlicher Mindestbeitrag von 32,55 Euro. Verdienen Sie weniger als 175 Euro zahlt der Arbeitgeber im gewerblichen Bereich dennoch seinen pauschalen Beitrag in Höhe von 15 Prozent von Ihrem tatsächlichen Verdienst. Sie als Arbeitnehmer übernehmen die Differenz bis zum Mindestbeitrag.
          Damit wurden rentenrechtlich Beiträge aus einem Betrag von 175 Euro abgeführt, welche auch in diesem Rahmen gewertet werden.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    2. Hallo,

      die Wartezeit wird auch dann erfüllt, wenn Sie die Pflichtbeiträge in der Rentenversicherung nur von der Mindestbeitragsbemessungsgrenze (175 Euro) entrichten. Die Wartezeit berechnet sich in Monaten, nicht in Euro.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  11. Ich war lange bei den Kindern zuhause und habe insgesamt 780 € Beiträge in meinem Minijob bezahlt. Das war die beste Investition meines Leben. Ich bekam dadurch die 35 Jahre zusammen und kann jetzt mit 63 Jahren 1100 € – und 115 € Abzug gibt 985 € Rente bekommen, statt erst mit 66 Jahren. Das sind 36000 € plus. Gut, dass wenn ich länger als 26 Jahre noch lebe, dann ist der Vorteil hin, dass ich aber, wenn ich was soll’s?

  12. zu Punkt 1 – Wartezeiten
    Diesbezüglich schreiben Sie, dass die Rentenversicherungspflicht beim Minijob zur vollen Anrechnung bei den Wartezeiten führt. Beispielhaft führen Sie die 5-Jahre-Wartezeit an. Mich interessiert in dem Zusammenhang, wie es im Zusammenhang mit den anderen Wartezeiten aussieht. Zum Beispiel für die 35-Jahre für Langjährig-Versicherte. Werden hier die Beitragsmonate aus der Geringfügigkeit auch voll, das heißt, jährlich mit 12 Monaten angerechnet?

    1. Vollwertige Beiträge aus einer Beschäftigung zählen Monat für Monat in alle Wartezeitprüfungen hinein….auch bei den 35 Jahren.
      Wenn man keinen versicherungspflichtigen Minijob ausübt, weil man die Befreiung beantragt hat, so zählen auch die Monate bei der Wartezeit von 35 hinein, aber nur in einem kleinen Umfang, abhängig von der Höhe des Entgeltes (§ 52 Abs. 2 SGB VI). Wenn man bespielweise 12x 450 EUR verdient, erwirbt man für die Wartezeit von 35 Jahren ca. 4 Monate.

    2. Hallo Georg,

      auch für andere Rentenleistungen – wie beispielsweise die Altersrente für langjährig Versicherte – gelten diese Wartezeiten. Mit der Zahlung der eigenen Beiträge im 450-Euro-Minijob sichern Sie sich die als Arbeitnehmer Anspruch auf das volle Leistungspaket in der Rentenversicherung.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  13. Hallo, ich finde, die Überschrift ist irreführend … “Versicherungspflicht -in- der Rente”. Es geht nicht um die Versicherungspflicht in der Rente, sondern um Wartezeitgutschrift während man in die Rente einzahlt. Soweit ich es verstehe, hat man als Vollrentner keinerlei Vorteil, weil man sowieso keine Beiträge mehr bezahlen muss, sondern nur der Arbeitgeber 15% Pauschale.

    1. Hallo Hanna,

      vielen Dank für den Hinweis. Wir werden diesen selbstverständlich für folgende Blogbeiträge berücksichtigen.
      Falsch ist die Formulierung “in der Rente” jedoch auch für Bezieher einer Altersrente nicht. Aufgrund des Flexirentengesetzes können auch (Alters-)Rentner, welche einen 450-Euro-Minijob ausüben, Ihre monatliche Rente noch etwas erhöhen. Vielleicht interessiert Sie in diesem Zusammenhang auch unser Blogbeitrag “Wie sich das neue Flexirentengesetz auf Minijobs auswirkt”: https://t1p.de/Blogbeitrag-Flexirente

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  14. Mich würde interessieren, wie es bei einem Rentner ist, der die Frühstmögliche Rente mit Abschlag gewählt hat und einen Minijob ausübt. Könnte dieser mit der RV-Pflicht den Abschlag jährlich minimieren und eine höhere Rentenanpassung als 4,55€ erzielen ?

  15. Hat ein rentenversicherungspflichtiger Minijober bei Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit zusätzlich zu den 6 Wochen Lohnfortzahlung Anspruch auf Übergangsgeld während einer Reha? Also z.B. 6 Wochen Lohnfortzahlung plus Übergangsgeld für die Dauer der Reha?

    1. Hallo,

      ja, auch das Übergangsgeld bei medizinischen Reha-Maßnahmen wird von der Rentenversicherung bezahlt. Ob ein Minijobber Anspruch auf Übergangsgeld hat und wie hoch dieser ausfällt, entscheidet der Rentenversicherungsträger.
      Vielleicht interessieren Sie in diesem Zusammenhang auch die Ausführungen auf unserer Homepage: https://t1p.de/MJZE-Uebergangsgeld

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    1. Hallo Tanja,

      richtig. Lassen Sie sich als Arbeitnehmerin mit einem Antrag von der Rentenversicherungspflicht befreien, gilt diese Befreiung für die gesamte Dauer der Beschäftigung und kann nicht widerrufen werden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  16. Nachdem ich den Artikel gelesen und richtig verstanden habe, kann meines Erachtens von “profitieren” keine Rede mehr sein!

    Ein 450,00 Euro Minijobber, der seinen Verdienst rentenversicherungspflichtig anmeldet, dem wird monatlich der Betrag von € 16,20 von seinen 450-Euro Verdienst abgezogen.
    Auf 12 Monate hochgerechnet sind das
    € 194,40/Jahr.
    Nach Erreichen des Rentenalters, erhält er dann pro Monat, € 4,55 mehr Rente. Auf 12 Monate gerechnet, sind das € 54,60/Jahr.

    Hätte er sich nicht verpflichtet, also befreien lassen, wäre monatlich kein Abzug erfolgt und trotzdem hat er immerhin eine um € 3,67 höhere Rente. Wiederum auf 12 Monate gerechnet, sind das € 44,04/Jahr.

    Setze ich nun die beiden Beträge (€ 16,20 und € 4,55 – jeweils pro Monat) in Relation, sind dies ungefähr nur 28% des monatlich an die Rentenversicherung abgeführten Betrages die dem Minijobber sowieso erst nach Renteneintritt zugute kommen.
    Die meisten Minijobber werden aber auf die vollen 450,00 Euro angewiesen sein!

    1. Ja das stimmt, die Rentenhöhe bei der Versicherungspflicht ist wirklich minimal und daher entscheiden sich auch viele gegen die Versicherungspflicht.
      Was keine sagt, ist das die Anwartschaft also Beitragsmonate/Beitragsjahre bei der Versicherungspflicht voll angerechnet werden. Ohne Versicherungspflicht werden nicht alle Arbeitsministerin/Arbeitsjahre angerechnet. So muss man aufpassen die notwendigen Beitragsjahre zur Berentung zu erreichen.
      Hier fehlt jegliche gesetzliche Beratung.
      Ein Termin vor der Entscheidung ist dringend bei der DRV anzuraten.
      * Korrektur Arbeitsministerin soll Arbeitsmonate heißen

        1. Durch die Anmeldung des Minijob vom Arbeitgeber.
          Sozialversicherungsschlüssel bei Anmeldung 6500 bedeutet RV- Befreiung (kein Abzug).
          6100 bedeutet RV-Pflicht mit Abzug.

        2. Hallo Ulrike,

          der Arbeitgeber erstellt auch für Minijobber die sogenannte Meldung zur Sozialversicherung – konkret die Jahresmeldung – . Diese übermittelt er an die Minijob-Zentrale.
          Die Minijob-Zentrale leitet diese Meldung dann an den Rentenversicherungsträger weiter.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    2. der Zahlenvergleich stimmt so nicht. Pro Arbeistjahr werden 194,40 € abgezogen. Dafür erhält man einen Jahresrentenanteil von 44,04 €. Damit wäre der gezahlte Beitrag nach ca. 4,5 Jahren aufgebraucht. Also nach 4,5 Jahren Rentenzahlung bekommt man trotzdem weiter den erhöhten Rentenbetrag, ohne dafür eingezahlt zu haben. Das hat im großen Ganzen mit unserem solidarischen Rentensystem zu tun und natürlich auch nur, wenn man die Voraussetzungen für den Erhalt der Rente erreicht hat.

    1. Hallo Diana,

      Altersvollrentner, welche die Regelaltersgrenze bereits erreicht haben sind als Minijobber in der Rentenversicherung grundsätzlich versicherungsfrei. In diesem Fall zahlen Sie als Arbeitgeber nur den Pauschalbeitrag zur Rentenversicherung. Ein Verzicht auf die Rentenversicherungsfreiheit ist jedoch möglich.

      Hat der Rentner die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht, unterliegt er in einem Minijob grundsätzlich weiterhin Rentenversicherungspflicht. Von dieser kann er sich auf Antrag befreien lassen. Weitere Informationen zur Befreiung von der Rentenversicherungspflicht erhalten Sie auf unserer Homepage unter folgendem Link: https://t1p.de/MJZE-Befreiung-von-der-Rentenversicherungspflicht

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    1. Hallo,

      unabhängig davon, ob bei Aufnahme eines 450-Euro-Minijobs eine versicherungspflichtige Hauptbeschäftigung besteht oder nicht, ist der Minijobber versicherungspflichtig in der Rentenversicherung. Er hat jederzeit die Möglichkeit sich für die Zukunft auf Antrag von der Rentenversicherungspflicht befreien zu lassen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  17. Tolle Empfehlung!
    NUR ein zurück zur Rentenversicherungspflicht gibt es beim bestehenden Minijob nicht mehr!
    Man muss seinen Minijobvertrag kündigen eine Anwartschaft von 2 Monaten abwarten und dann, sofern man Glück hat,
    stellt einem das Unternehmen erneut als versicherungspflichtiger Minijobber wieder ein!
    Unglaublich ein solches untragbares gebaren unseres Gesetzgebers!
    Es ist völlig unverständlich weshalb ein Wechsel der Versicherungspflicht bei bestehendem Vertragsverhältnis nicht mehr
    möglich ist.

    1. Wenn Sie die monatlich abgeführten Beträge (jeweils € 16,20); bzw. eventuell noch ein paar Euro drauflegen und sich davon einen Ansparfonds bei der Bank Ihres Vertrauens anlegen, werden Sie u. U. beim Renteneintritt mehr Geld zur Verfügung haben, als bei einer Rückkehr zur Versicherungspflicht.

      1. Rechnen ist nicht das Problem, es geht nicht um den Geldbetrag der ist wirklich vernachlässigbar, es geht um die anrechenbaren Beitragsmonate/Beitragsjahre hier ist der Versicherungspflichtige eindeutig besser gestellt, ergo man erreicht schneller die notwendigen Beitragsjahre und dass ist der eigentliche Skandal, dass nicht einmal die Minijobberzentrale darauf aufmerksam macht!

        1. Ergänzung zum oben erwähnten.

          Wartezeiten für Rente erfüllen

          Durch einen rentenversicherungspflichtigen Minijob sammeln Arbeitnehmer auch Wartezeiten für die Rente. Jeder Monat als Minijobber landet dann auch als Wartezeitmonat auf dem Rentenkonto. Für die verschiedenen Altersrenten (Altersrente für langjährig Versicherte, Regelaltersrente etc.) müssen unterschiedlich viele Wartezeitmonate auf dem Konto zusammengekommen sein. 
          Wer sich von der Rentenversicherungspflicht befreien lässt, sammelt zwar auch noch Wartezeiten, aber nicht mehr in vollem Umfang: Je nach Höhe des Verdienstes können Minijobber höchstens ein Drittel der Arbeitsmonate als Wartezeitmonate erwirtschaften. Sie müssten also zum Beispiel bei einem Verdienst von monatlich 450 Euro drei Jahre im Minijob arbeiten, um daraus eine ähnliche Wartezeit zu erhalten wie für ein Jahr mit vollen Rentenversicherungsbeiträgen.

          DAS ist der eigentliche VORTEIL!!!!!

  18. Ob die Differenz von € 0,88 den entscheidenden Ausschlag bei der Rentenhöhe bringt, wage ich zu bezweifeln! Zumal von den 450,– die 16,40 abgehen.

    1. Die 194,40 € (12 x 16,20 €) Eigenanteil pro Jahr für 0,88 € mehr monatliche Rente als ohne Eigenanteil ist eine Wette auf die eigene Lebenserwartung und lässt sich (wenn man die jährlichen Rentenanpassungen außer Acht läßt) ganz einfach ausrechnen:

      194,40 € : 0,88 € = 220,9 Monate

      221 : 12 = 18,4 Jahre

      Nach spätestens 18 Jahren und fünf Monaten Rentenbezug ist alles amortisiert und jeder weitere Monat bringt echte Rendite. Dieser Zinssatz ist das gar nicht so zu verachten:

      0,88 € : 194,40 € = 0,0045267

      Das muss man dann noch mal 100 nehmen, damit man den Prozentsatz hat:

      0,0045267 x 100 = 0,45 %

      und das wohlgemerkt jeden weiteren Monat! Also der jährliche Zinssatz beträgt dann:

      0,45 x 12 = 5,4%

      Und je nach jährlichem Gesamteinkommen des Rentners ggf. steuerfrei.

      P.S.: im Todesfalle wirkt sich das bei Verheirateten Paaren natürlich auch auf eine etwas höhere Anspruchsgrundlage bei der Berechnung der Hinterbliebenen-Rente aus.

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