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Zuletzt aktualisiert am 4. August 2020

Unterbrechung eines Minijobs ohne Verdienst – So müssen Arbeitgeber melden

Verschiedene Gründe können zur Unterbrechung der Zahlung des Verdienstes im Minijob führen. Wenn ein Minijobber länger als einen Monat keinen Anspruch auf Verdienst hat, muss der Arbeitgeber dies melden. Wir erklären, wann und wie die Meldung zu erstellen ist.

Bei einer Unterbrechung von länger als einem Monat ist der Minijob abzumelden

Wird ein Minijob unterbrochen und hat der Beschäftigte länger als einen Monat keinen Anspruch auf seinen Verdienst, muss der Arbeitgeber grundsätzlich eine Abmeldung, auch Unterbrechungsmeldung genannt, mit dem Meldegrund „34“ zum Ende der Monatsfrist erstellen. Die Abmeldung ist erforderlich, da ohne Verdienst spätestens nach einem Monat keine meldepflichtige Beschäftigung im Sinne der Sozialversicherung mehr vorliegt. Dauert die Unterbrechung ohne Zahlung eines Verdienstes nicht länger als einen Monat, ist keine Meldung abzugeben.

Bei Wiederaufnahme der Beschäftigung gegen Arbeitsentgelt ist eine Anmeldung mit Meldegrund „13“ zu erstellen. Die Abmeldung mit dem Meldegrund „34“ und die Anmeldung mit Meldegrund „13“ muss spätestens innerhalb von 6 Wochen nach dem meldepflichtigen Beschäftigungsende bzw. -beginn erfolgen.

Gründe für eine Unterbrechung des Minijobs ohne Verdienst

Gründe, die zu einer längeren Unterbrechung der Verdienstzahlung im Minijob führen können, sind z. B. ein unbezahlter Urlaub oder wenn ein Minijobber über die sechswöchige Dauer der Entgeltfortzahlung hinaus arbeitsunfähig ist. Da aufgrund des Minijobs kein eigener Krankenversicherungsschutz als Arbeitnehmer besteht, hat der Minijobber im Anschluss an die Entgeltfortzahlung auch keinen Anspruch auf Krankengeld. Deshalb ist der Minijobber auch nicht, wie bei versicherungspflichtigen Arbeitnehmern üblich, wegen des Krankengeldbezuges mit dem letzten Tag der Entgeltzahlung abzumelden, sondern erst, wenn weitere Arbeitsunfähigkeit ohne Zahlung eines Verdienstes länger als einen Monat andauert.

So wird die Monatsfrist berechnet

Nur wenn die Unterbrechung eines Minijobs ohne Verdienst länger als einen Monat anhält, hat der Arbeitgeber eine Abmeldung zu erstellen. Die Monatsfrist beginnt mit dem ersten Tag der Arbeitsunterbrechung, für den kein Verdienst gezahlt wird und endet nach Ablauf eines Monats:

  • Wenn die Monatsfrist am 1. Tag eines Kalendermonats beginnt, endet sie am letzten Tag dieses Kalendermonats.
  • Beginnt die Frist im Laufe eines Kalendermonats, dann endet sie einen Monat später mit dem Tag des Datums vor Beginn der Frist.

Beispiel – Beginn am 1. Tag eines Kalendermonats

Ein Minijobber hat vom 01.06. bis 15.07 unbezahlten Urlaub.

So wird die Monatsfrist berechnet:

31.05. Letzter Tag mit Verdienst vor der Arbeitsunterbrechung

01.06. Beginn der Monatsfrist

30.06. Ende der Monatsfrist

Der Arbeitgeber hat zum 30.06. eine Abmeldung mit Meldegrund „34“ zu erstellen.

Der unbezahlte Urlaub endet am 15.07. Der Arbeitgeber hat eine Anmeldung ab dem 16.07 mit Meldegrund „13“ zu erstellen.

Beispiel – Beginn im laufenden Kalendermonat

Ein Minijobber ist vom 27.04. bis 31.07. arbeitsunfähig erkrankt. Für die Zeit vom 27.04. bis 07.06. wird sechs Wochen der Verdienst fortgezahlt. Ab dem 08.06 ist der Minijob ohne Verdienst.

So wird die Monatsfrist berechnet:

07.06. Letzter Tag mit Verdienst (Entgeltfortzahlung)

08.06. Beginn der Monatsfrist

07.07. Ende der Monatsfrist

Der Arbeitgeber hat zum 07.07. eine Abmeldung mit Meldegrund „34“ und zum 01.08. eine Anmeldung mit Meldegrund „13“ zu erstellen.

Arbeitsrechtlich besteht der Minijob weiterhin

Auch wenn für einen Minijob eine Abmeldung mit Meldegrund „34“ erstellt wurde, liegt arbeitsrechtlich weiterhin ein Arbeitsverhältnis vor. Eine länger als einen Monat andauernde Unterbrechung ohne Verdienst hat nur sozialversicherungsrechtliche Auswirkungen.

Weitere Informationen zur Meldung von Minijobbern finden Sie auf der Internetseite der Minijob-Zentrale.

Was ist bei nur einem Minijobber zu beachten?

So lange zumindest noch ein Minijobber bei der Minijob-Zentrale angemeldet ist, besteht für den Arbeitgeber die Pflicht, monatlich einen Beitragsnachweis an die Minijob-Zentrale zu übermitteln. Unterbleibt die fristgerechte Übermittlung des Beitragsnachweises, schätzt die Minijob-Zentrale aufgrund bestehender gesetzlicher Regelungen den jeweiligen Monatsbeitrag und zieht diesen bei vorliegendem SEPA-Mandat gegebenenfalls auch vom Bankkonto des Arbeitgebers ein. Dies gilt selbst dann, wenn der Minijobber nicht den ganzen Monat, sondern im Extremfall nur (noch) an einem Tag des betreffenden Monats angemeldet war. 

Im Falle der unbezahlten Freistellung von der Arbeit besteht das Beschäftigungsverhältnis für einen Monat fort. Dasselbe gilt, wenn der Minijobber im Fall der krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit seinen Entgeltfortzahlungsanspruch ausgeschöpft hat und weiterhin arbeitsunfähig ist. In beiden Fällen ist die Beschäftigung nach Ablauf eines Monats  mit dem Meldegrund 34 abzumelden. 

Arbeitgeber sollten also für den Monat, der mit einer meldepflichtigen Beschäftigung ohne Anspruch auf Verdienst belegt ist, einen Null-Beitragsnachweis an die Minijob-Zentrale übermitteln. So verhindert er, dass der Monat mit einer Schätzung belegt wird.

Beispiel – Null-Beitragsnachweis

Ein Arbeitgeber beschäftigt nur einen Minijobber. Dieser ist vom 27.06. bis 30.09. arbeitsunfähig erkrankt. Für die Zeit vom 27.06. bis 07.08. wird sechs Wochen der Verdienst fortgezahlt. Ab dem 08.08. ist der Minijob ohne Verdienst.

07.08. Letzter Tag mit Verdienst vor der Arbeitsunterbrechung

08.08. Beginn der Monatsfrist

07.09. Ende der Monatsfrist

Der Arbeitgeber hat zum 07.09. eine Abmeldung mit Meldegrund „34“ und zum 01.10. eine Anmeldung mit Meldegrund „13“ zu erstellen.

Für den Monat August erhält der Minijobber seinen anteiligen Verdienst (für den Zeitraum vom 01.08. bis 07.08.) und der Arbeitgeber übermittelt der Minijob-Zentrale wie gewohnt einen Beitragsnachweis.

Im Monat September besteht die meldepflichtige Beschäftigung zwar in der Zeit vom 01.09. bis zum 07.09. fort, der Minijobber erhält allerdings für den gesamten Monat September keinen Verdienst. Daher sind für diesen Monat auch keine Abgaben an die Minijob-Zentrale zu zahlen, so dass der Arbeitgeber für den Monat September einen Null-Beitragsnachweis übermitteln muss.

Weitere Informationen zum Thema Null-Beitragsnachweise erhalten Sie in unserem Blog „Keine Beschäftigung von Minijobbern wegen der Corona-Krise – Gewerbliche Arbeitgeber sollten Null-Beitragsnachweis übermitteln“.

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Anika
Anika
29 Tage zuvor

Hallo, ich habe eine Frage zu folgendem Sachverhalt: Ein Mitarbeiter ist seit dem Frühjahr erkrankt. Eine Abmeldung nach Unterbrechung erfolgte im Mai. Jetzt kann der Arbeitnehmer die Tätigkeit wieder aufnehmen, ist die Jahresgrenze von 5.400 Euro auf die Beschäftigungsmonate zu kürzen und könnte der AN im Nov und Dezember überschreiten? Vielen Dank im Voraus.

Romy
Romy
2 Monate zuvor

Liebes Team der Minijobzentrale,
wir haben einen Mandanten der Corona bedingt, seine Aushilfen nun schon über 1,5 Jahre nicht mehr beschäftigt hat. Eine Abmeldung erfolgte mit Meldegrund 34.
Nun stellt sich immer wieder die Frage für die Aushilfen die eine Leistung beziehen, nach dem Nebenverdienst und der dazugehörigen Bescheinigung. Da sie keinen Verdienst haben, wird auch nichts bescheinigt. Die BfA war nun der Meinung die Aushilfen müssen abgemeldet werden.
Muss nach einer bestimmten Zeit eine Abmeldung mit Meldegrund 30 erfolgen?
Vielen Dank für die Info.

Andrea
Andrea
4 Monate zuvor

Liebes Team der Minijobzentrale,
folgender Sachverhalt: Minijobberin ab 15.04.2017 in Mutterschutz, im Anschluss
ab 19.07.2017 in Elternzeit. Mein System hat zum 14.04.2021 eine Unterbrechungsmeldung
mit Meldegrund 51 erstellt. Nun hat sich herausgestellt, dass die Minijobberin zum 30.10.2020 offiziell ausgeschieden ist. Welche Meldung muss ich nun erstellen,
die Abmeldung mit Meldegrund 30 wurde von Ihnen abgelehnt.
Vielen Dank

Chris
Chris
5 Monate zuvor

Liebes Team der Minijob Zentrale, wir müssen eine Unterbrechungsmeldung (34) aufgrund von unbezahltem Urlaub machen. Was muss in das Feld “beitragspflichtiges Bruttoentgelt” eingetragen werden? Der Mitarbeiter hat für diesen Zeitraum ja keinen Verdienst. Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung. VG

Herbert
Herbert
5 Monate zuvor

Liebes Team der Minijob-Zentrale
wir mussten unseren Betrieb in 2020 und 2021 für insgesamt 10 Monate
wegen Corona schließen. Habe aber leider keine Meldung (Meldegrund 34)
gemacht, jetzt fangen wir wieder an. Was muss ich machen, kann ich das
rückwirkend melden ?
Danke für ihre Antwort.

Weber
Weber
6 Monate zuvor

wir haben seit Jahren Minijobber im Unternehmen, die Dateneingabe machen. Die letzten fünf Monate ist jedoch nichts angefallen. Nun geht es wieder mit der Dateneingabe weiter.
Folgende Fragen:

  • Hätten die Minijobber abgemeldet werden müssen?
  • Müssen wir eine neue Verzichtserklärung bezüglich Rentenversicherung anfordern?

Vielen Dank.
Frau Weber

Weber
Weber
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
6 Monate zuvor

Vielen Dank fuer Ihre Antwort!

Thomas
Thomas
7 Monate zuvor

Hat man eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, so darf nebenbei nur eine Tätigkeit auf Minijobbasis ausgeführt werden. Wie sieht es aber aus wenn, Corona-bedingt eine Unterbrechung des Minijobs ohne Verdienst stattfindet. Kann übergangsweise ein weiterer zusätzlicher Minijob aufgenommen werden, bis der ursprüngliche Minijob wieder anrollt?
Viele GrüßeThomas

Chiru
Chiru
7 Monate zuvor

Eine frage an minijob zentrale.
ich habe
am 1.2.2021 eine Probearbeit geleistet in ein Betrieb A
die haben mir ein minijobvertrag mitgegeben den ich unter Vorbehalt unterschrieben habe weil ich wollte noch in einen anderen Betrieb B Probearbeiten,
ich habe mich für den zweiten Betrieb entschieden als minijobler zu arbeiten
An Betrieb A habe ich ein Nachricht geschickt das ich habe mich für den Betrieb B
entschieden
telefonisch waren die leider nicht zu erreichen
Problem jetz Mitte April
kommt meldung an Betrieb B wo ich als nebenjobler arbeite von Knapschafft das ich noch ein nebenjob Ausübe
Ich habe in Betrieb A angerufen
die sagen das sie kümmern sie drum
noch zu erwähnen das ich bei Betrieb
A kein Cent verdient habe
nur 3 Stunden Probearbeit

Mike
Mike
7 Monate zuvor

Hallo,
wir haben eine Minijobberin die im Monat Januar kein Verdienst hatte. Jetzt fragt die Mitarbeiterin, ob Sie trotzdem Ihren Beitrag für die Rentenversicherung einzahlen kann. (Der Beitrag würde von den Mindestbeitrag berechnet werden). Wäre dies möglich ?

Josefine
Josefine
8 Monate zuvor

Wir haben einen Arbeitnehmer mit der Meldung 34 aufgrund Kurzarbeit zum 28.02.2021 abgemeldet. Nun möchte der geringf. beschäftigte Arbeitnehmer in der Zeit in der er bei uns keinen Verdienst hat, einen weiteren Minijob aufnehmen. Ist das möglich obwohl der Arbeitnehmer noch eine Hauptbeschäftigung hat?

Monika
Monika
8 Monate zuvor

Ich habe eine Frage zu folgender Konstellation: Der GFB schließt einen Arbeitsvertrag ab 01.12.2020. Dann fällt im Dezember aber keine Arbeit an. Es wird kein Entgelt gezahlt. Wie ist zu melden, wenn ab 01.01.2021 Entgelt bezogen wird?

Renate
Renate
10 Monate zuvor

Hallo,
ich muss einen MJ aufgrund längerer Krankheit abmelden (34). Wann er wieder arbeitsfähig ist, ist noch nicht abzusehen. Wie lange kann ich den MJ mit ’13’ wieder anmelden? Was wäre, wenn er zB ein Vietel Jahr krank wäre, müsste er dann endgültig abgemeldet und wieder ganz neu angemeldet werden?
Danke für die Auskunft und frdl Grüße

Regina Lehmeyer
Regina Lehmeyer
10 Monate zuvor

Hallo!
Ich habe folgenden Fall:
Minijobber in der Gebäudereinigung, länger als 6 Wochen krank.Durch Corona fällt sein Arbeitsplatz weg, da das Unternehmen Insolvenz angemeldet hat und den Vertrag mit der Reinigungsfirma aufgekündigt hat..
Vorsorglich wurde der MJ nach Ablauf der 6 Wochen Frist, bereits gekündigt, ersatzweise natürlich zum nächst zulässigen Termin.
Sammelt der MJ trotzdem noch Urlaubsansprüche?
Das ist alles etwas verworren und ich benötige da mal Hilfe

Jannik
Jannik
10 Monate zuvor

Guten Tag,
Vorneweg schonmal danke für die Antwort.
Es geht darum ob, in der Zeit in der der erste Minijob nicht ausgeübt werden kann, ich einen zweiten ausüben kann und sobald der erste wieder möglich ist, ich dort wieder anfangen kann, natürlich mit Beendigung des zweiten Jobs. In meiner Hauptbeschäftigung habe ich nur kürzere Arbeitszeiten.
Ich hab schon vor der Kurzarbeit in dem angesprochenen ersten Nebenjob gearbeitet, dadurch wird es nicht mit dem Kurzarbeitergeld verrechnet. Momentan ist dieser erste Nebenjob (Gastro) allerdings nicht möglich und ich würde die Zeit gerne mit einem anderen überbrücken, danach aber wieder in den ersten Job, wenn möglich wieder ohne das das Geld mit dem Kurzarbeits Geld verrechnet wird, darum ging es im wesentlichen.

Mit freundlichen Grüßen

Jannik
Jannik
10 Monate zuvor

Guten Tag,
Ich hab einen Nebenjob in der Gastro, dort ist momentan natürlich geschlossen seit mehreren Monaten. Ich gehe davon aus ich wurde auch mit Grund 34 abgemeldet.
Nun hätte ich die Möglichkeit in der Zeit bis zur Öffnung bei einem Lieferdienst etwas dazu zu verdienen, kann ich diesen „zweiten“ Nebenjob ausführen bis ich wieder mit Grund 13 beim bisherigen Betrieb angemeldet werde?
Es geht hauptsächlich darum dass ich momentan in Kurzarbeit bin, voraussichtlich das ganze Jahr, und den Job in der Gastro schon vor der Kurzarbeit ausgeübt habe (keine Verrechnung mit KA-Geld).
Sobald der Betrieb wieder öffnen kann möchte ich natürlich dort wieder Arbeiten, natürlich am besten ohne Verrechnung mit dem KA-Geld.

Mit freundlichen Grüßen

Ina
Ina
10 Monate zuvor

Hallo liebes Blog-Team,
wir mussten im Frühjahr alle Minijobber wegen Corona mit Meldung “34” abmelden. Als wir im Sommer wieder öffnen durften, haben wir zwei Minijobber wieder aktiviert, sie mit “13” angemeldet. Jetzt kam im November die erneute Schließung des Betriebs, die beiden verbliebenen Mitarbeiter wieder mit “34” abgemeldet. Dass ich für die im Frühjahr abgemeldeten und nicht wieder angemeldeten MA keine Jahresmeldung abgeben muss, habe ich gelesen. Was mache ich mit den beiden erneut an- und abgemeldeten MA vom Herbst? Hätte ich eine korrigierte Meldung “34” mit Januar bis November abgeben müssen oder muss ich für die beiden Fälle eine reguläre Jahresmeldung für Januar bis November abgeben? Wie verhält es sich mit dem UVV-Lohnnachweis? Muss der Meldezeitraum für das ganze Jahr gemeldet werden, oder für die tatsächlich gearbeiteten Monate, z.B. Januar bis März?

Ihre Hotline ist derzeit überlastet, deshalb hoffe ich hier auf Ihre Hilfe, um wirklich alles richtig zu machen. Die Fälle konnte ich leider nirgends nachlesen, hoffentlich fürs Jahr 2020 eine Ausnahme….

Herzlichen Dank und freundliche Grüße
Ina

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Ina
10 Monate zuvor

Hallo Ina,

die Jahresmeldung zur Sozialversicherung erstellen Sie nur für Minijobber, welche über den Jahreswechsel hinaus beschäftigt gemeldet waren. Wurden die beiden Minijobber im November wieder abgemeldet, entfällt auch für sie die Jahresmeldung zur Sozialversicherung. Der Verdienst für den jeweiligen Beschäftigungszeitraum wurde bereits durch die Abmeldung dem Rentenkonto zugeführt.
Anders verhält es sich bei der Jahresmeldung zur Unfallversicherung. Diese ist für jeden Arbeitnehmer zu erstellen, der im betreffenden Kalenderjahr auch nur einen Tag unfallversicherungspflichtig bei Ihnen beschäftigt war. Unabhängig von der tatsächlichen Beschäftigungszeit erstellen Sie diese Jahresmeldung immer mit dem Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember des zurückliegenden Jahres – auch wenn die tatsächliche Beschäftigungsdauer hiervon abweicht. Die UV-Jahresmeldung ist bis zum 16. Februar des Folgejahres zu erstellen. Mit Detailfragen zur Jahresmeldung der Unfallversicherung können Sie sich an den zuständigen Unfallversicherungsträger zu wenden.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Gabriele Kuhn
Gabriele Kuhn
1 Jahr zuvor

Meldegrund 34/13
Wenn ich meine 450€ Kräfte wegen Corona mit Meldegrund 34 abgemeldet habe, so ist in der Meldung ja auch der Jahresverdienst bisher angegeben. Sofern in diesem Jahr keine Anmeldung wegen Corona mehr erfolgen kann, ist dann nochmals eine Jahresmeldung für den einzelnen Ma erforderlich?
Mit welchem Meldegrund melde ich einen mit 34 abgemeldeten Ma wieder an, wenn der Zeitraum bis zur Wiederanmeldung die 6-Wochenfrist (Meldegrund 13) überschritten ist?

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Gabriele Kuhn
1 Jahr zuvor

Hallo Frau Kuhn,

eine Jahresmeldung mit dem Meldegrund “50” ist nur erforderlich, wenn die Beschäftigung über den Jahreswechsel hinaus besteht. Werden Ihre Arbeitnehmer mit dem Meldegrund “34” abgemeldet und die Beschäftigung wird nicht wieder aufgenommen, ist keine Jahresmeldung notwendig..

Sobald der Arbeitnehmer die Beschäftigung wieder aufnimmt, erfolgt eine Anmeldung mit dem Meldegrund “13”.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

SimonSen
SimonSen
1 Jahr zuvor

Hallo liebes Minijob-Zentrale Team!

Wie wäre folgender AN abzumelden?:

– AN ist als Pflegeberater geringfügig beschäftigt (dh. er fährt zu den Versicherten/Patienten nach Hause und berät vor Ort)
– Jetzt aktuell sind diese Hausbesuche (aufgrund von Corona) nicht mehr möglich
– Der Chef übernimmt die Beratungen nun selbst (telefonische Beratungen)
– AN ist also zukünftig ohne Tätigkeit und ohne Entgelt

Ich gehe davon aus, dass mit Meldegrund 34 abgemeldet werden muss.
Aber mit welcher Begründung? Krankheit/ LFZ ist es ja nicht, unbezahlter Urlaub auch nicht, Beschäftigungsverbot nicht.

Danke für Antwort(en)!

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  SimonSen
1 Jahr zuvor

Hallo,

eine Abmeldung mit Grund 34 erfolgt, wenn der der Beschäftigte länger als einen Monat keinen Anspruch auf seinen Verdienst hat. Welcher arbeitsrechtliche Grund für die Unterbrechung vorliegt, ist sicher in jedem Fall individuell zu klären.
Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang auch unsere Anmerkung unter unserem Blogbeitrag “Coronavirus und Minijob – Ihre Fragen an uns”: https://t1p.de/BMAS-FAQ-Corona-Arbeitsrecht

Zu arbeitsrechtlichen Fragen informiert das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat das BMAS auch einen Fragen- und Antwortenkatalog zu arbeitsrechtlichen Fragen veröffentlicht.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Olli
Olli
1 Jahr zuvor

Hallo miteinander,
muss man bei einem Gärtner (privat/mit Rente) im Winter auch abmelden, weil er witterungsbedingt nicht kommt? Er gibt selbst die Stunden, die er arbeiten möchte, vor.
Beste Grüße

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Olli
1 Jahr zuvor

Hallo Olli,

grundsätzlich ja. Die Meldefristen sind nicht an ein bestimmtes Tätigkeitsfeld oder Personengruppen gebunden, sondern gelten generell.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Anonym
Anonym
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
1 Jahr zuvor

Guten Morgen,
darf man dann mit einem Gleitzeitkonto arbeiten um die Stunden ganzjährig zu verteilen?
Er ist nebenberuflich tätig um seine Rente aufzubessern.
Beste Grüße

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Anonym
1 Jahr zuvor

Hallo,

eine flexible Arbeitszeitregelung und damit das Führen eines Gleitzeitkontos ist grundsätzlich auch für Minijobber möglich. Falls erforderlich, können Sie Ihren Minijobber damit sogar bis zu drei Monate ganz von seiner Arbeitsleistung freistellen. Ihre Abgaben an die Minijob-Zentrale richten sich nach dem vereinbarten Monatsverdienst.
Was Sie in diesem Zusammenhang mit Arbeitszeitkonten beachten müssen, lesen Sie unter folgendem Link: http://t1p.de/MJZE-flexible-Arbeitszeitregelungen

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Dani
Dani
1 Jahr zuvor

Hallo zusammen,
wie muss man vorgehen oder was muss der AN zahlen, wenn der/die geringfügig Beschäftigte keine RV-Befreiung beantragt hat und somit in “Leemonaten” den Mindestbeitrag (18,6% von 175 €) selber zahlen muss – aber wegen einer Abmeldung mit Grund 34 für z.B. drei Monate keinen Verdienst erhält. Muss er trotzdem den Beitrag zahlen, obwohl durch die Abmeldung das AV ruht?

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Dani
1 Jahr zuvor

Hallo Dani,

für Kalendermonate, in denen der Minijobber nichts verdient hat, ist kein Mindestbeitrag zu zahlen.
Sind keine weiteren Beiträge zu entrichten – beispielsweise für andere Minijobber -, geben Sie als Arbeitgeber einen Nullnachweis für den Monat ab, in welchem kein Verdienst erzielt wurde. Nach erfolgter Abmeldung mit Grund 34 muss für die Folgemonate auch kein Nullnachweis erstellt werde.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Anonym
Anonym
1 Jahr zuvor

Die ganze Geschichte mit der Versicherungspflicht und Befreiung von der Versicherungspflicht von geringfügig Beschäftigten ist doch sowieso eine einzige Groteske. Überall wird versucht zu digitalisieren und hier arbeitet man mit Papiervordrucken und bürdet die Verwaltungslast noch dazu den Arbeitgebern auf.

Verena
Verena
1 Jahr zuvor

Gilt diese Regelung auch für Minijobs im Privathaushalt? Grundsätzlich wäre es bei den Blogbeiträgen sehr hilfreich, wenn immer konkret benannt wird, ob der Inhalte für gewerbliche Minijobs und/oder Minijobs im Privathaushalt gilt.

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Verena
1 Jahr zuvor

Hallo Verena,

grundsätzlich gelten diese Regelungen auch für Minjiobs im Privathaushalt.

Zu beachten ist hierbei, das wir als Minijob-Zentrale für die Arbeitgeber im Privathaushalt deren Arbeitgeberpflichten übernehmen. Diese beinhalten zum Beispiel die Berechnung der Beiträge, die Erstellung der Meldung zur Sozialversicherung oder die Anmeldung zur gesetzlichen Unfallversicherung.

Erhalten wir vom Arbeitgeber die Mitteilung, dass die Haushaltshilfe länger als 4 Wochen keinen Verdienst erhalten hat, erstellen wir als Einzugsstelle die notwendige Meldung zur Sozialversicherung mit dem Meldegrund 34.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Anonym
Anonym
1 Jahr zuvor

Hallo … wie/was muss ich melden:
Von Mitte März bis Anfang Juli durften wir aufgrund der Corona-Vorschriften unsere Fahrdienstleistungen nicht ausführen. Unsere Aushilfsfahrer werden nach tatsächlichen Stunden bezahlt und stehen seit Mitte März quasi auf Abruf. Zuletzt haben sie für März Aushilfslohn erhalten. Muss ich sie mit Grund 34 abmelden, obwohl sie auf Abruf stehen? Wenn ja, wäre eine Sofortmeldung bei Arbeitsaufnahme ja nicht nötig, den arbeitsrechtlich besteht der Vertrag ja noch?!? Dann nur mit Grund 13 wieder anmelden?Ich habe die letzten Monate stets eine “Null” an die Knappschaft gemeldet.

Armin
Armin
1 Jahr zuvor

hallo, wie ist zu verfahren: Ein Minijobber im Verein erhält lt. einer Vereinbarung z.B. monatlich 200,– Euro – ein Anspruch besteht also. Auf die vereinbarte Zahlung, da er auf Grund Vorona-Vorgaben nicht arbeiten kann, verzichtet er in der “schwierigen Zeit” dann allerdings auch für 2-3 Monate. Ist hier dennoch was zu melden ( Meldegrund 34 !! und dann wieder 13 ) oder läuft die damalige Meldung der Person normal weiter?

Armin
Armin
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
1 Jahr zuvor

hallo liebes Blog-Team, danke für die Info. D.h.: wenn ein Verein auf Grund einer Vereinbarung zahlen will, der MJ aber keine Zahlung “von sich aus will/er verzichtet”, ist dennoch vom AG (=Verein) so zu melden.
Eine sozusagen “Null-Meldung” für die Monate danach, bis wieder bezahlt wird, ist nicht üblich/soll nicht erfolgen..

Werner Meinke
Werner Meinke
1 Jahr zuvor

In einem Kommentar habe ich gelesen, dass nach einer Unterbrechungsmeldung “34” bei Wiederaufnahme der Tätigkeit, auch in Entsendeberufen, keine erneute Sofortmeldung erforderlich ist. Können Sie mir zu einen dazu eine gesicherte Quelle nennen und wie verhält sich das, wenn unser System (warum auch immer) die Unterbrechung mit dem Grund “30” meldet?

Anonym
Anonym
1 Jahr zuvor

Folgender Sachstand: 1. Arbeitslosengeldbezieher:gemeldet bei der Agentur für Arbeit, Krankschreibung Juli bis Ende August 2020, dazu 2. während der Arbeitslosenzeit Minijob über 165 Euro – dieser kann wegen Krankheit nicht ausgeführt werden. Was muss der Arbeitgeber tun?

Jörg
Jörg
1 Jahr zuvor

Hallo! Eine Minijobberin war lange krank, es wurde eine Meldung mit Grund 34 erstellt, nach fast einem Jahr schied sie, ohne die Arbeit wieder aufzunehmen, aus! Bleibt es dann bei der damaligen Abmeldung (34)? Oder muss sie noch “endgültig” abgemeldet werden??

G. N.
G. N.
1 Jahr zuvor

Ich habe eine Arbeitnehmerin zu Beginn der Corona-Krise angestellt (geringfügig), damit diese sich etwas dazu verdienen kann, weil sie in ihrer bisherigen Hauptbeschäftigung in Kurzarbeit musste. Entlohnt wird nach Stunden. Wenn sie Zeit hat kann sie mitarbeiten, wenn nicht, bestehe ich nicht auf eine Arbeitsleistung, weil das dem Charakter des Arbeitsverhältnisses widerspricht. Im Juni hatte die Arbeitnehmerin nun erstmals keine Stunden, weil der Hauptarbeitgeber sie wieder voll braucht. Das kann sich aber jederzeit wieder ändern. Ist hier eine Abmeldung erforderlich und wie ist es mit der RV-Erklärung, wenn sie im nächsten oder übernächsten Monat wieder mitarbeitet? Gibt es hier eine möglichst unbürokratisch Lösung?

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  G. N.
1 Jahr zuvor

Hallo G. N.,

grundsätzlich müssen Sie immer dann eine Abmeldung mit Grund “34” erstellen, wenn der Beschäftigte länger als einen Monat keinen Anspruch auf Lohn hat. Die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht muss in solch einem Fall aber nicht erneut erklärt werden. Der Befreiungsantrag behält seine Wirkung bis zum tatsächlichen Ende der Beschäftigung.
Dauert die Unterbrechung weniger als einen Monat an, ist keine Abmeldung mit Grund 34 erforderlich.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Anonym
Anonym
1 Jahr zuvor

Kann man auch weiterhin einfach mit ‘0’ melden?

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Anonym
1 Jahr zuvor

Hallo,

das ist aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht nicht korrekt.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Suran Fox
Suran Fox
1 Jahr zuvor

Leider wird einem die Sache mit Meldegrund 13 und 34 auf https://standard.gkvnet-ag.de/svnet/ nirgendwo erklärt oder auch nicht darauf hingewiesen (z.B. beim erfolgreichen Melden von 0eur für einen Monat).
Für kleine Arbeitgeber, die nicht Personalwesen studiert haben und nur mal eine Aushilfe anstellen sind die Pflichten als Arbeitgeber absolut untauglich dokumentiert.

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Suran Fox
1 Jahr zuvor

Hallo Suran,

haben Sie Fragen zum Ausfüllen der Meldung zur Sozialversicherung oder des Beitragsnachweises? Wir helfen Ihnen gern. Unsere Mitarbeiter im Service-Center sind montags bis freitags von 07:00 bis 17:00 Uhr unter der Telefonnummer 0355 2902-70799 für Sie da.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Suran Fox
Suran Fox
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
1 Jahr zuvor

Ihre Antwort hat nichts mit dem Kommentar zu tun.
Es geht darum, wie ein angehende und kleiner Arbeitgeber die Information hätte erhalten sollen,
DASS eine Bestimmte Art von Meldung erforderlich gewesen wäre.
Die konkreten Pflichten bis hinunter auf das Niveau daß eine Meldung 13 und 34 überhaupt existiert werden angehenden Arbeitgebern einfach nirgendwo einfach verständlich und vollständig dargelegt.
Das schreckt massiv davon ab überhaupt jemals einen Minijobber einzustellen obwohl Arbeit da wäre.

Hoch
Hoch
1 Jahr zuvor

Muss bei Wiederaufnahme nach einer Unterbrechung eine Sofortmeldung (über sv.net) gemacht werden oder reicht die Anmeldung mit Meldegrund 13 aus? Bei dem Betrieb handelt es sich um Branchen mit Sofortmeldepflicht

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Hoch
1 Jahr zuvor

Hallo,

nein, eine Sofortmeldung ist in diesem Fall nicht erforderlich. Diese wird nur zu Beginn der Beschäftigung (Meldegrund 10) erstellt.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Claudia Schlößer
Claudia Schlößer
1 Jahr zuvor

Hallo,
folgender Sachverhalt ergibt sich gerade in unserem Betrieb. Leider mussten wir aufgrund von Corona fast alle Minijobber abmelden, weil wir nicht wissen, wann es weitergeht (Veranstaltungsbereich). Dies geschieht ja dann mit Abmeldegrund 30 “Ende der Beschäftigung”. Nun sind aber einige Mitarbeiter dabei, die mit Meldegrund 34 vorher schon abgemeldet wurden und bei denen über die Datev keine neue Abmeldung mit Grund 30 erstellt wurde. Ich bin der Meinung, das ist nicht richtig so. Unser Steuerberater und auch die Datev meinen, das kann man so lassen. Können Sie mir die richtige Antwort dazu geben?

Thomas M. Geske
Thomas M. Geske
1 Jahr zuvor

Hallo, in meinem Fall hat der Arbeitgeber (AG) mich abgemeldet mit Code “34” ZUM 30.04.2020 . Die Meldung ist rechtens und korrekt, nur wurde ich erst AM 17.06.2020 darüber informiert! Somit entstand mir eine irreparable Lücke in meinem Rentenverlauf!!! Da ich in den nächsten Jahren wohl einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen werde, ist das ein RIESENPROBLEM für mich! Mittlerweile arbeite ich wieder beim AG. FRAGE: WIE KANN DER AG DIESE LÜCKE WIEDER SCHLIESSEN?

Marc
Marc
Reply to  Thomas M. Geske
1 Jahr zuvor

Hi, hab vor einer Woche einen Hauptjob angenommen.
Und nun ein paar Fragen hinsichtlich meines Nebenjobs….

Kurz zur Situation:

Vor einem Jahr habe ich einen Minijob angenommen, den ich kontinuierlich nachgegangen bin.
Zudem habe ich vor dem unterzeichnen meines Hauptjobs einen weiteren Nebenjob angenommen (Vertag unterzeichnet, ca. 2 Wochen vor dem Hauptjob)
Bei dem zweiten Nebenjob wurde bisher keine einzige Stunde Arbeit geleistet.

Nun wurde ich bei meinem alten Nebenjob gekündigt und ein paar Tage später hatte ich bereits Ersatz gefunden, wo ich in den nächsten Tagen angemeldet werde.
Nun habe ich gelesen, dass der erste Nebenjob, zeitlich gesehen, steuerfrei ist. Der zweite jedoch nicht….
Den Nebenjob welchen ich zwei Wochen vor dem Hauptjob unterzeichnet habe steht nun theoretisch an erster Stelle?
Diesen werde ich aber nicht nachgehen, da mir die Arbeit von Job zwei mehr Spaß macht.
Die Kündigungsfrist beträgt jedoch zwei Wochen und der Vertrag läuft noch bis Ende des Jahres von diesem Minijob.

Nun zu meiner Frage:
Hat mich der Arbeitgeber überhaupt registriert, wenn ich keinerlei Arbeit bei Ihm verrichtet habe?
Wenn ja, steht dieser trotzdem an erster Stelle, auch wenn ich keinerlei Stunden bei diesem absolviert habe und dies auch niemals vorhabe?

Etwas kompliziert aber ich hoffe ich habe es verständlich erklärt. :)

Anonym
Anonym
1 Jahr zuvor

Benötigt der AN nach Abmeldung (34)/Anmeldung (13) denn eine neue Erklärung bzgl. der RV-Befreiung? Wäre in diesem Fall evtl. auch wieder eine Rückkehr zur RV möglich?

Rolf
Rolf
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
1 Jahr zuvor

Hallo,

warum verlangen dann die DRV-Prüfer regelmäßig nach einem solchen Sachverhalt eine neu ausgefertigte RV-Befreiung ??

Bitte eine belastbare Quelle für Ihre Aussage hier posten, damit wir das für die nächsten anstehenden Prüfungen zur Hand haben.

Danke und freundliche Grüße

Rolf

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Rolf
1 Jahr zuvor

Hallo Rolf, hallo Michael,

Quelle für diese Regelung ist zum einen die Geringfügigkeitsrichtlinie (S. 51 Punkt 2.2.3.2.1): https://t1p.de/MJZE-Geringfuegigkeits-RL
Dort heißt es:
“… Von derselben Beschäftigung ist ebenfalls auszugehen, wenn die Beschäftigung nur deshalb abgemeldet wird, weil das Arbeitsverhältnis länger als einen Monat ohne Anspruch auf Arbeitsentgelt fortbesteht (§ 7 Abs. 3 Satz 1 SGB IV). …”
Zum Anderen finden Sie diese Regelung auch in unserer Broschüre “FAQ Fragen und Antworten zum 450-Euro-Gesetz”: https://t1p.de/MJZE-FAQ-450-Euro-Gesetz
Hier wird der Sachverhalt in der Frage Nr. 45 aufgenommen (zweiter Absatz der Antwort).

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Michael
Michael
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
1 Jahr zuvor

Geringfügigkeitsrichtlinien 2.2.3.1

…… Folgt hingegen eine erneute geringfügig entlohnte Beschäftigung mit einem regelmäßigen Arbeitsentgelt bis 400 Euro im Monat bei demselben Arbeitgeber, ist von der widerlegbaren Vermutung auszugehen, dass es sich immer noch um dieselbe Beschäftigung handelt, für die die Rentenversicherungsfreiheit aufgrund der Bestandsschutzregelung weiterhin gilt, wenn zwischen dem Ende der ersten Beschäftigung und dem Beginn der neuen Beschäftigung weniger als zwei Monate liegen (Beispiel 54).

Von derselben Beschäftigung ist ebenfalls auszugehen, wenn die Beschäftigung nur deshalb abgemeldet wird, weil das Arbeitsverhältnis länger als einen Monat ohne Anspruch auf Arbeitsentgelt fortbesteht (§ 7 Abs. 3 Satz 1 SGB IV).

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach dem Punkt 2.2.3.1 der Geringfügigkeitsrichtlinien kann bei einer Unterbrechung nach § 7 Abs. 3 Satz 1 SGB IV auf eine neue Befreiung verzichtet werden wenn es sich um weniger als Monate handelt. Beispiel: Januar bis März gearbeitet dann April und Mai nicht und Juni wieder gearbeitet. Meldung 01.01.-30.04. Abmeldung 34; länger als zwei Monate = neuer Antrag.

Ich bitte um nochmalige Stellungnahme der Minijob-Zentrale

Rolf
Rolf
Reply to  Michael
1 Jahr zuvor

Ich kann mich meinem Vorredner Michael nur anschließen und um “Aufklärung”, was denn nun zutrifft, bitten. Denn wir wollen die Sachverhalte korrekt und prüfungssicher abwickeln können. DANKE !!

Rolf
Rolf
Reply to  Michael
1 Jahr zuvor

Hallo Blog-Team,

ganz herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung …

Ich habe Ihre Ausführungen verstanden, muss jetzt aber mal sehen, wie ich das dem nächsten Prüfer der DRV beibringen kann, denn die verlangen bislang bei Unterbrechungen von mehr als zwei Monaten IMMER eine erneute RV-Befreiung.

Wenn die dann nicht vorliegt, werden die Beiträge entsprechend nachgefordert, was Ihren Ausführungen zufolge gar nicht korrekt ist.

Vielleicht kann ja von Seiten der Minijobzentrale gelegentlich diesbezüglich eine Klarstellung in Richtung Prüfdienst der DRV erfolgen, denn sonst müssen wir das bei jedem Prüfer jeweils wieder neu ausfechten.

Freundliche Grüße

Rolf

Wiesheu Georg
Wiesheu Georg
1 Jahr zuvor

Diesen Aufsatz möchte ich gerne ausdrucken. Eine Druckversion steht jedoch nicht zur Verfügung – jedenfalls erkenne ich dies nicht! Können Sie mir helfen?

Anonym
Anonym
Reply to  Wiesheu Georg
1 Jahr zuvor

rechte Maustaste , dann auf drucken gehen

max8944
max8944
Reply to  Wiesheu Georg
1 Jahr zuvor

Die Taste “Strg” mit dem linken Zeigefinger drücken und gedrückt halten. Dann mit dem rechten Zeigefinger die Taste “P” drücken.

Anonym
Anonym
Reply to  Wiesheu Georg
10 Monate zuvor

Guten Tag,
Ich hab einen Nebenjob in der Gastro, dort ist momentan natürlich geschlossen seit mehreren Monaten. Ich gehe davon aus ich wurde auch mit Grund 34 abgemeldet.
Nun hätte ich die Möglichkeit in der Zeit bis zur Öffnung bei einem Lieferdienst etwas dazu zu verdienen, kann ich diesen „zweiten“ Nebenjob ausführen bis ich wieder mit Grund 13 beim bisherigen Betrieb angemeldet werde?
Es geht hauptsächlich darum dass ich momentan in Kurzarbeit bin, voraussichtlich das ganze Jahr, und den Job in der Gastro schon vor der Kurzarbeit ausgeübt habe (keine Verrechnung mit KA-Geld).
Sobald der Betrieb wieder öffnen kann möchte ich natürlich dort wieder Arbeiten, natürlich am besten ohne Verrechnung mit dem KA-Geld.

Mit freundlichen Grüßen

Michael S.
Michael S.
Reply to  Anonym
8 Monate zuvor

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe hier genauso ein Problem und war in der Gastro tätig bis Februar 2020. (>1 jahr)

Hat der Arbeitgeber mich in diesem Fall automatisch abgemeldet?

Und kann ich jetzt einen neuen Minijob ausüben?

Mit freundlichen Grüßen,