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Unbedenklichkeitsbescheinigung für Minijob-Arbeitgeber

Wollen sich Arbeitgeber für einen öffentlichen Auftrag bewerben, müssen sie häufig eine Unbedenklichkeitsbescheinigung einreichen. Damit weisen sie nach, dass sie ein zuverlässiger Arbeitgeber sind und die Beiträge zur Sozialversicherung ordnungsgemäß gezahlt haben. Was genau eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ist und wie Minijob-Arbeitgeber diese erhalten, erklären wir in diesem Beitrag.

Das beinhaltet eine Unbedenklichkeitsbescheinigung

Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung bescheinigt Arbeitgebern die gewerberechtliche Zuverlässigkeit. Ein Arbeitgeber gilt als zuverlässig, wenn er zum Beispiel die Sozialabgaben für seine Arbeitnehmer pünktlich und in voller Höhe zahlt. 

Auf Grundlage des Beitragskontos stellen die Einzugsstellen der Sozialversicherung solche Unbedenklichkeitsbescheinigungen aus. Bei sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen sind das in der Regel die Krankenkassen. Für die Arbeitgeber von Minijobbern erledigt das die Minijob-Zentrale, die auf Antrag des Arbeitgebers die Ausstellung der Unbedenklichkeitsbescheinigung prüft. 

Neben den Informationen über die Zahlung der Sozialabgaben, enthält eine Unbedenklichkeitsbescheinigung auch Angaben über die Anzahl der bei der Minijob-Zentrale gemeldeten Minijobber. Die Minijobber werden in der Aufstellung allerdings aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht namentlich genannt. 

Dann wird eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ausgestellt

Weist das Beitragskonto eines Arbeitgebers aktuell keine Rückstände auf, stellt die Minijob-Zentrale eine Bescheinigung aus.  

Auch wenn der Arbeitgeber eine Stundung der Beiträge mit der Minijob-Zentrale vereinbart hat, kann ihm eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ausgestellt werden. Die Stundungsvereinbarung muss er dann aber einhalten. 

Gut zu wissen: Sind Arbeitgeber aufgrund der Corona-Pandemie in Zahlungsschwierigkeiten geraten, können sie trotzdem eine Unbedenklichkeitsbescheinigung erhalten. Sie müssen aber bis zum Beginn der Corona-Krise im März 2020 ihren Zahlungspflichten ordnungsgemäß nachgekommen sein.

Gültigkeit der Unbedenklichkeitsbescheinigung

Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung wird Arbeitgebern zeitnah zur Verfügung gestellt. Sie ist jedoch nur bis zum Ablauf von drei Kalendermonaten nach dem Tag der Ausstellung gültig. 

Beispiel:

Ein Unternehmen beschäftigt mehrere Minijobber. In dem Unternehmen werden 450-Euro-Minijobs und kurzfristige Minijobs ausgeübt. Für ein Ausschreibungsverfahren wird eine Bescheinigung über die ordnungsgemäße Zahlung der Abgaben benötigt. Der Arbeitgeber beantragt daher am 15. September 2020 eine Unbedenklichkeitsbescheinigung bei der Minijob-Zentrale.

Da das Beitragskonto des Arbeitgebers keine offenen Forderungen oder Rückstände aufweist, stellt die Minijob-Zentrale am 16. September 2020 eine Unbedenklichkeitsbescheinigung aus und übersendet diese dem Arbeitgeber. 

Die Bescheinigung ist dann bis zum 31. Dezember 2020 gültig.

So erhalten Minijob-Arbeitgeber eine Unbedenklichkeitsbescheinigung von der Minijob-Zentrale

Minijob-Arbeitgeber können eine Unbedenklichkeitsbescheinigung bei der Minijob-Zentrale online über den Arbeitgeber-Service auf unserer Internetseite beantragen. Arbeitgeber geben im Formular einfach ihre Daten wie zum Beispiel den Firmennamen oder die Betriebsnummer an. Sie erhalten dann innerhalb weniger Tage die Unbedenklichkeitsbescheinigung per Post. Sollten sich Daten geändert haben, können die Antragsteller uns einen Hinweis im Feld „Ihre Nachricht“ geben.

Benötigt ein Arbeitgeber eine Unbedenklichkeitsbescheinigung für Aufträge aus dem Ausland, ist eine Ausstellung in englischer Sprache ebenfalls möglich.

Gut zu wissen: In dringenden Fällen kann dem Arbeitgeber die Unbedenklichkeitsbescheinigung auch per Fax zugestellt werden.

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4 Kommentare zu “Unbedenklichkeitsbescheinigung für Minijob-Arbeitgeber”

  1. Einfach die Druckfunktion des Browsers verwenden. Bei Firefox z.B. Speichern in Datei auswählen. Bei Windows 10 auch der systemseitig vorhandene PDF-Drucker verwendet werden.

  2. Ich kann Hr. Herrmann sehr gut verstehen, denn ich habe das gleiche Problem. Meine Hilfslösung: Text kopieren und in eine Word-Datei einfügen. Es wäre allerdings schön, wenn die Beiträge über eine Druckansicht als pdf-Datei dann druck-und speicherfähig wären.

  3. Bitte machen Sie mir einen praktikablen Vorschlag, wie ein guter Artikel, dessen Hinweise ich aktuell nicht umsetze, der aber zu einem späteren Zeitpunkt wieder schnell aufgefunden werden soll, gespeichert werden kann. Wir haben hier ein leistungsfähiges DMS, Ihr Artikel hat aber keinen Druckbutton :(
    Was nützen die Möglichkeiten, den Artikel zu teilen, wenn ich ihn selbst nicht aufbewahren kann.

    1. Hallo Arno und hallo Nadine,

      in der mobilen Version haben Sie neben dem Share Button die Möglichkeit den Beitrag in Ihrem Pocket (getpocket.com) zu speichern. In der Desktop-Version geht das leider nicht. Sie haben aber die Möglichkeit sich ein Lesezeichen mit unserem Beitrag anzulegen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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