Neue Broschüre: Wie können Minijobber ihre Rente verbessern?

450-Euro-Minijobber sind versicherungspflichtig in der Rentenversicherung. Auch Minijobber haben damit einen Anspruch auf das volle Leistungspaket der Rentenversicherung.

Unsere neu aufgelegte Broschüre „Mit Minijobs die Rente sichern“ informiert darüber

  • welche Vorteile sich aus der Rentenversicherungspflicht für die Minijobber ergeben,
  • was Arbeitgeber beachten müssen und
  • welche Besonderheiten es für bestimmte Personengruppen gibt.

Ganz aktuell werden die Neuerungen erörtert, die sich durch das neue Flexirentengesetz für Altersrentner ergeben, die nebenbei einen Minijob ausüben.

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Wie Arbeitgeber für die Rente ihrer Minijobber sorgen

Unabhängig davon, ob im 450-Euro-Minijob Rentenversicherungspflicht besteht oder nicht – die Arbeitgeber sorgen mit ihren Beitragszahlungen auch immer für die spätere Rente der Minijobber. Mit Zahlung der Pauschalbeiträge zur Rentenversicherung wird einerseits die spätere Rente erhöht. Außerdem wird die Dauer des Minijobs auch anteilig zur Sicherung von Mindestversicherungszeiten angerechnet.

Was zahlen die Arbeitgeber für die Rente ein?

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Anders als bei einer Vollzeitstelle – bei der sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer den Beitrag jeweils zur Hälfte teilen – zahlt der Minijob-Arbeitgeber einen gesetzlich festgelegten Prozentsatz als Pauschalbeitrag. Dieser ist bei Minijobs im gewerblichen Bereich und bei Minijobs in Privathaushalten unterschiedlich hoch.

  •  Im gewerblichen Bereich zahlt der Arbeitgeber einen pauschalen Beitrag zur Rentenversicherung in Höhe von 15 % des Arbeitsentgelts.
  • Bei Minijobs in Privathaushalten liegt der pauschale Rentenversicherungsbeitrag bei 5 % des Arbeitsentgelts.

Durch eine mögliche Befreiung des Minijobbers von der Rentenversicherungspflicht entfällt nur die Zahlung des Arbeitnehmeranteils am Rentenbeitrag. Der Arbeitgeber zahlt weiterhin den Pauschalbeitrag von 5 bzw. 15 %. Hierdurch wird sichergestellt, dass auch Minijobber Ansprüche in der Rentenversicherung erwerben.

Wie profitieren Minijobber vom vollen Schutz in der Rentenversicherung?

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Nachgefragt (12): Mit Rentenversicherungspflicht volle Ansprüche sichern

 

Welche Ansprüche die Minijobber mit einem relativ kleinen Eigenanteil in der Rentenversicherung erzielen können, erklären wir in unserer Rubrik „Nachgefragt!“.

Nachgefragt! von Sabrina aus Speyer:

Nächste Woche werde ich als Kassiererin einen 450-Euro-Minijob anfangen. Jetzt hat mich mein zukünftiger Arbeitgeber gefragt, ob ich Beiträge zur Rentenversicherung bezahlen will. Nun bin ich mir aber nicht sicher, ob mir das was bringt?

Beantwortet! von Susan aus dem Service-Center:

Hallo Sabrina,Susan

als Minijobberin sind Sie grundsätzlich rentenversicherungspflichtig. Im gewerblichen Bereich haben Sie mit einem kleinen Eigenanteil von derzeit 3,7 Prozent somit Anspruch auf das volle Leistungspaket der Rentenversicherung.

Mit Ihren Beiträgen zur Rentenversicherung ist jeder Beschäftigungsmonat auch ein Wartezeitmonat für Ihr Rentenkonto. Die Wartezeitmonate sind wichtig, wenn Sie zum Beispiel mal eine Rehabilitationsmaßnahme der Rentenversicherung benötigen oder vor dem Regelaltersrentenbeginn vorzeitig in Rente gehen möchten. Außerdem können Sie selbst und auch Ihr Ehepartner die staatliche Förderung für Ihre private Altersvorsorge nutzen, beispielsweise die Riester-Rente.

Die Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung informieren umfassend über Auswirkungen der Rentenversicherungspflicht unter Berücksichtigung aller persönlichen Umstände. Wir empfehlen Ihnen zur Klärung der Frage, welche konkreten Auswirkungen die Rentenversicherungspflicht in einem Minijob für Sie haben, eine individuelle Beratung bei Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger.

Deutsche Rentenversicherung

Falls Sie diese Vorteile nicht nutzen wollen, können Sie bei Ihrem Arbeitgeber die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht beantragen. Sie zahlen dann keinen Eigenanteil in Höhe von 3,7 Prozent und erhalten Ihren Verdienst ohne Abzüge.

Viel Spaß in Ihrem neuen Job!

 

Weitere Beiträge aus unserer Rubrik „Nachgefragt“:

Nachgefragt (16): Was passiert, wenn ein Beitragsnachweis zu spät übermittelt wird?

Nachgefragt (15): Unfallversicherung bei Minijobbern

Nachgefragt (14): Weihnachtsgeld für Minijobber

Nachgefragt (13): Krankenversicherung für Minijobber

Nachgefragt (12): Mit Rentenversicherungspflicht volle Ansprüche sichern

Nachgefragt (11): Einfache Anmeldung einer Haushaltshilfe

Nachgefragt (10): Mehrere Minijobs neben einer Hauptbeschäftigung

Nachgefragt (9): Lohnfortzahlung auch für Minijobber

Nachgefragt (8): Kosten einer Haushaltshilfe

Nachgefragt (7): Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub

Nachgefragt (6): Vollständigkeit von Meldungen

Nachgefragt (5): Studenten mit mehreren Jobs

Nachgefragt (4): Änderung der Geschäftsadresse

Nachgefragt (3): Rente und Hinzuverdienstgrenze

Nachgefragt (2): Studenten und Minijobs

Nachgefragt (1): Anmeldung eines Minijobbers

Nachgefragt (3): Rente und Hinzuverdienstgrenze

Im dritten Teil unserer neuen Rubrik „Nachgefragt“ erklärt Maik aus unserem Service-Center den Unterschied zwischen der Hinzuverdienstgrenze für Rentner und der Verdienstgrenze von Minijobs.

Nachgefragt von Hildegard aus Emden:

Ich bekomme eine Rente und verdiene mir als Kinderbetreuerin mit einem Minijob etwas dazu. In meinem Rentenbescheid wurde ich jetzt über meine Hinzuverdienstgrenze informiert. Gibt es hier eigentlich einen Unterschied zur üblichen Verdienstgrenze bei Minijobs?

Beantwortet von Maik aus unserem Service-Center:Maik_1

Ja, es gibt einen Unterschied zwischen der Verdienstgrenze bei Minijobs und der Hinzuverdienstgrenze für Rentenbezieher.

  • Verdienstgrenze für Minijobs

Ein 450-Euro-Minijob liegt vor, wenn das Arbeitsentgelt durchschnittlich im Monat 450 Euro nicht überschreitet. Das entspricht einer jährlichen Verdienstgrenze von 5.400 Euro. Zu berücksichtigen sind auch einmalige Einahmen wie z. B. Urlaubs- oder Weihnachtsgeld.

Wird diese Grenze überschritten, handelt es sich in der Regel nicht mehr um einen Minijob, sondern um eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.

Ausführliche Informationen zur Verdienstgrenze für Minijobs finden Sie hier.

  • Hinzuverdienstgrenze für Rentenbezieher

Die Hinzuverdienstgrenze regelt dagegen, wie viel ein Rentner zu seiner gesetzlichen Rente hinzuverdienen darf. Abhängig von der Rentenart existieren unterschiedlich hohe Hinzuverdienstgrenzen, die bei Nichtbeachtung zur Kürzung bzw. zum Wegfall der Rente führen können. Ihre individuelle Hinzuverdienstgrenze wurde Ihnen in Ihrem Rentenbescheid mitgeteilt.

Allgemeine Informationen zu den Hinzuverdienstgrenzen finden Sie hier.

 

Weitere Beiträge aus unserer Rubrik „Nachgefragt“:

Nachgefragt (16): Was passiert, wenn ein Beitragsnachweis zu spät übermittelt wird?

Nachgefragt (15): Unfallversicherung bei Minijobbern

Nachgefragt (14): Weihnachtsgeld für Minijobber

Nachgefragt (13): Krankenversicherung für Minijobber

Nachgefragt (12): Mit Rentenversicherungspflicht volle Ansprüche sichern

Nachgefragt (11): Einfache Anmeldung einer Haushaltshilfe

Nachgefragt (10): Mehrere Minijobs neben einer Hauptbeschäftigung

Nachgefragt (9): Lohnfortzahlung auch für Minijobber

Nachgefragt (8): Kosten einer Haushaltshilfe

Nachgefragt (7): Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub

Nachgefragt (6): Vollständigkeit von Meldungen

Nachgefragt (5): Studenten mit mehreren Jobs

Nachgefragt (4): Änderung der Geschäftsadresse

Nachgefragt (3): Rente und Hinzuverdienstgrenze

Nachgefragt (2): Studenten und Minijobs

Nachgefragt (1): Anmeldung eines Minijobbers

Nachgefragt (2): Studenten und Minijobs

In unserer neuen Rubrik “Nachgefragt” beantwortet unser Service-Center regelmäßig Ihre Fragen zum Thema Minijobs. In der zweiten Ausgabe geht es um Studenten und Minijobs.

Nachgefragt von Tom aus Heidelberg:

Ich bin Student und habe die Möglichkeit in einer Kneipe nebenher zu kellnern. Ich werde monatlich 420 Euro verdienen. Bekomme ich diese voll ausbezahlt oder muss ich noch irgendwelche Abgaben leisten?

Beantwortet von Robin aus unserem Service-Center:Robin

Hallo Tom,

da Sie nicht mehr als 450 Euro im Monat verdienen, handelt es sich bei Ihrer Beschäftigung um einen 450-Euro Minijob.

Ein Minijob ist für Sie versicherungs- und beitragsfrei in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung.

In der Rentenversicherung jedoch sind Sie versicherungspflichtig. Der aktuelle Beitrag zur Rentenversicherung beträgt 18,7 Prozent. Ihr Arbeitgeber zahlt einen Pauschalbeitrag in Höhe von 15 Prozent. Den Differenzbetrag zahlen Sie als Minijobber selbst. Von Ihrem Verdienst behält ihr Arbeitgeber also 3,7 Prozent ein.

Von der Rentenversicherungspflicht können Sie sich jedoch auf Antrag befreien lassen. Hierzu müssen Sie sich an Ihren Arbeitgeber wenden. Nutzen Sie diese Möglichkeit, entfällt auch der Abzug Ihres Eigenanteils von 3,7 Prozent . Sie erhalten dann aber auch nicht mehr die vollen Leistungen der Rentenversicherung. Weiterlesen