Petra Brockhusen ist die 300.000. Minijobberin im Privathaushalt

300.000ste Minijoberin im PrivathaushaltBrandenburgerin ist die heimliche Heldin der Familie Jank

Petra Brockhusen aus Zerre bei Cottbus ist die 300.000. angemeldete Minijobberin im Privathaushalt. Für Familie Jank ist sie ein echter Glücksgriff. Sie bringt die Wohnung auf Vordermann und schenkt der Familie etwas Grundlegendes: mehr Zeit füreinander.

„Ich kümmere mich gerne um den Haushalt, das ist sozusagen mein Spezialgebiet. Hier kann ich mein eigener Chef sein und mir den Arbeitstag nach Belieben einteilen“, erklärt Petra Brockhusen die Vorteile ihres Minijobs. Die 58-Jährige ist die gute Seele im Hause Jank. Regelmäßig sorgt sie in den vier Wänden der jungen Familie für Hochglanz und hält insbesondere auch die Kinderzimmer der dreiköpfigen Rasselbande in Schach. „Dieser Job ist ideal für mich, denn durch die flexiblen Arbeitszeiten bekomme ich meinen Beruf und mein Privatleben perfekt unter einen Hut.“ Weiterlesen

Zum Tag der Putzfrau: So finden Sie die richtige Haushaltshilfe

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Frühjahrsputz - © Picture-Factory / Fotolia.comSie wischen, staubsaugen, putzen Bäder, Böden und Fenster: Ohne die Hilfe einer Putzfrau würde es in vielen Haushalten drunter und drüber gehen. Aber: Es ist gar nicht so einfach, jemanden zu finden, den man bedenkenlos in der Wohnung alleine lässt. Laut einer forsa-Umfrage suchen 86 Prozent der Deutschen eine Putzfrau, der sie auch wirklich vertrauen können. Wo man eine Haushaltshilfe findet und was man bei der Suche beachten sollte – zum Tag der Putzfrau am 8. November hat sich Ariane Schmidt-Böckeler darüber einmal informiert.

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Minijobber kurbeln die Konjunktur mit an – Neue Studie des IW Köln über ihre Wirtschaftsleistung

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Ob Putzfrauen, Babysitter oder Gärtner – die Arbeit von Minijobbern wird eher belächelt als gewürdigt. Aber ist die Arbeit der helfenden Hände in Haus und Garten wirklich so unwichtig? Eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln hat genau das untersucht – und ist zu überraschenden Ergebnissen gekommen. Über die Resultate der Studie spreche ich jetzt mit dem Leiter der Minijob-Zentrale, Dr. Erik Thomsen.

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Neue Studie: Minijobber sind keine Arbeitnehmer zweiter Klasse

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Schlecht ausgebildet, unzuverlässig und wählerisch: Dieses negative Bild haben viele vor Augen, wenn Sie an Putzfrauen, Babysitter oder Gartenhilfen denken. Doch sind diese Vorurteile gegen die rund 280.000 Minijobber, die in deutschen Haushalten Familien, Alleinerziehende und Singles unterstützen, berechtigt? Die Minijob-Zentrale wollte es wissen und hat Minijobber erstmals in einer Umfrage nach ihrer Lebenssituation und Motivation befragt. Dr. Erik Thomsen ist der Leiter der Minijob-Zentrale, mit dem ich jetzt über die Ergebnisse spreche.

Dr. Erik Thomsen, Leiter der Minijob-ZentraleHallo Herr Dr. Thomsen!

Guten Tag, ich grüße Sie!

Herr Dr. Thomsen, was ist dran an den Vorurteilen?

An diesen Vorurteilen ist eigentlich rein gar nichts dran. Wir haben bei unseren Befragungen festgestellt, dass über 80 Prozent aller Haushaltsjobber einen Berufsabschluss haben. Und wir haben darüber hinaus auch feststellen dürfen, dass rund 50 Prozent dieser Haushaltsjobber schon länger als fünf Jahre in den Haushalten tätig sind und das ist sicherlich ein großer Vertrauensbeweis der Arbeitgeber.

Und warum nehmen so viele einen Minijob im Privathaushalt an, trotz der negativen Klischees?

Der Hauptpunkt ist sicherlich das Geld, was man damit verdienen kann. Darüber hinaus aber auch die Freude an der Arbeit. Die Freude daran, anderen Familien helfen zu können.

Welches Umfrageergebnis hat Sie besonders überrascht?

Am meisten überrascht hat mich die hohe Arbeitszufriedenheit der Beschäftigten in Privathaushalten, weil fast 95 % mit ihrer Arbeit zufrieden oder sogar sehr zufrieden sind.

Wie ist das zu erklären, denn Fenster putzen und Staub wischen, das macht den Wenigsten Spaß?

Das ist sicherlich richtig. Die genannten Tätigkeiten in der eigenen Wohnung machen sicherlich keinem Spaß. Es ist aber im Zusammenhang mit dem Geld und der Möglichkeit, anderen zu helfen, etwas ganz anderes und deshalb sind die Leute auch zufrieden.

Minijobber haben also Freude an ihrer Arbeit und wollen gebraucht werden. Herr Dr. Thomsen, wo kann ich eine motivierte und vertrauensvolle Haushaltshilfe finden? Haben Sie da einen Tipp für mich?

Da habe ich einen Tipp, nämlich unsere neue Haushaltsjobbörse. Die kann man unter www.haushaltsjob-boerse.de im Internet erreichen. Dort kann man kostenlos und bundesweit Anzeigen aufgeben, und zwar sowohl, wenn man eine Haushaltshilfe sucht als auch, wenn man selber in einem Haushalt arbeiten will.

Vielen Dank, Herr Dr. Thomsen, für das Gespräch!

Ich danke Ihnen auch.

Tag der Putzfrau – Wertschätzung und Dank

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Sie sorgen für Glanz in jeder Hütte – und am 8. November wird es Zeit, ihnen einmal Danke zu sagen: den Putzfrauen. Denn Wertschätzung und Dank ist etwas, was Haushaltshilfen in ihrem Job nur selten erfahren. Dabei leisten sie wichtige Arbeit und sind für zahlreiche Familien, alleinerziehende Mütter oder auch Senioren ein echter Rückhalt. Und das sollte häufiger anerkannt werden – nicht nur am Tag der Putzfrau. Iris Mohr hat mit der Erfinderin dieses Gedenktages gesprochen.

Krimiautorin Gesine Schulz und Dr. Erik Thomsen

Krimiautorin Gesine Schulz und Dr. Erik Thomsen

Im Jahr 2004 hat die Kriminalautorin Gesine Schulz den Tag der Putzfrau ins Leben gerufen. Ihre Romanheldin Karo Rutkowsky ist Putzfrau und Privatdetektivin zugleich.

Gesine Schulz: „Ich kam bei einer Recherche für ein Buch zufällig auf eine Liste von Gedenktagen. Einige fand ich recht obskur, so den Tag des Butterbrotes. Und wenn man sich nur vorstellt, was wir ohne Putzfrauen wären – von Krankenhäusern über Privathaushalte bis hin zu Büros. Wenn man da einfach ein bisschen drüber nachdenkt, kann man nur sagen, ja, die verdienen auf jeden Fall einen Tag, an dem sie besondere Anerkennung finden.“

Eine besonders nette Art, seine Anerkennung zu zeigen, ist sie offiziell anzumelden, erklärt Dr. Erik Thomsen, Leiter der Minijob-Zentrale:

„Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Für die Haushaltshilfe dadurch, dass sie unfallversichert ist, dass sie, wenn sie angemeldet ist, Anspruch auf Urlaub und Lohnfortzahlung hat und Ansprüche in der Rentenversicherung erwirbt. Für den Arbeitgeber liegt der weitere Vorteil darin, dass er seine Aufwendungen steuerlich geltend machen kann.“

Aber nicht nur die Putzfrau, sondern auch die Nachbarstocher, die zum Babysitten kommt, muss offiziell angemeldet werden.

Dr. Thomsen: „Eine Haushaltshilfe muss immer dann angemeldet werden, wenn sie regelmäßig kommt und wenn sie kommt, um Geld zu verdienen, also wenn es sich nicht um eine Nachbarschaftsgefälligkeit handelt.“

Eine vertrauensvolle Hilfe zu finden, ist jedoch gar nicht so einfach. Wie kommen Arbeitgeber und Minijobber denn am besten zusammen?

„Ich kann mich bei der Haushaltsjob-Börse informieren. Das ist ein neues Dienstleistungsangebot der Minijob-Zentrale. Hier können Familien, die eine Haushaltshilfe suchen, Stellenanzeigen aufgeben und Menschen, die gerne im Privathaushalt arbeiten, Stellengesuche schalten.“

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter www.minijob-zentrale.de oder www.haushaltsjob-boerse.de.

Interview mit Gesine Schulz, Krimiautorin und Erfinderin des Tages der Putzfrau (8. November)

Gesine Schulz

Krimiautorin Gesine Schulz über den Dächern der Minijob- Zentrale in Essen

Frau Schulz, seit nunmehr zehn Jahren gibt es immer am 8. November den Tag der Putzfrau. Wie kam es dazu, dass Sie den Gedenktag ins Leben gerufen haben?

Daran ist Karo Rutkowsky schuld. Sie ist die Privatdetektivin und Putzfrau, die in zwei Dutzend meiner Kurzkrimis ihre Fälle löst. Auf die Idee, dass sie in ihrem Zweitberuf putzt, war ich nach einem Zufallsgespräch mit einer Putzfrau gekommen, die mir einiges aus ihrem Alltag erzählte.

Mein Putzfrauen-Wissen erweiterte sich von Krimi zu Krimi durch meine Recherchen, aber auch, weil ich, zum Beispiel nach Lesungen, Putzfrauen kennenlernte. Eines Tages stieß ich im Internet zufällig auf eine Liste von Gedenktagen. Manche kannte ich, andere fand ich eher verblüffend, zum Beispiel den Tag des deutschen Butterbrots. Da dachte ich spontan: „Putzfrauen hätten erst recht einen solchen Tag verdient.“

Dieser Gedanke hing mir nach. Und ein paar Tage später rief ich ihn aus, den Internationalen Tag der Putzfrau. Erst vor mich hin murmelnd am Schreibtisch, dann erzählte ich es einer Putzfrau, einer Freundin und trug es in die Wikipedia-Gedenktage-Liste ein, wo er nach fünf Jahren leider gelöscht wurde.

Und ist der 8. November eine zufällige Auswahl Ihrerseits?

Es ist der Geburtstag von Karo Rutkowsky.

Warum, denken Sie, sind Haushaltshilfen eine so wichtige Unterstützung in unserem Alltag?

Man muss sich nur einmal vorstellen, wie es in vielen Haushalten, Ehen, Familien ohne Hilfe aussehen würde…

Wird Ihre Romanheldin Karo Rutkowsky als Putzfrau und Privatdetektivin bald wieder einen neuen Fall lösen?

Sie löst natürlich ständig Fälle ;-) Wann ich wieder einen Karo-Krimi schreiben werde, weiß ich noch nicht; ich sitze zurzeit an zwei anderen Buchprojekten.

Und wird sie als Putzhilfe auch offiziell bei der Minijob-Zentrale angemeldet?

In den Krimis ergibt sich immer wieder Situationskomik aus der Tatsache, dass sie illegal putzt: Ihre Sachbearbeiterin beim Finanzamt ist misstrauisch; Karos Ex-Freund ist bei der Kripo und will sie eigentlich nicht länger decken. Ein Stressfaktor für Karo, der aber beim Lesen unterhält. Außerdem nutzt sie die Putzfrauen-Tätigkeit auch zur Tarnung, um undercover  als Privatdetektivin zu ermitteln.

Aber ich denke, Karos Putz-Kolleginnen, die in manchen der Krimis auftauchen, sind in der Minijob-Zentrale angemeldet. Es sind gestandene Frauen, die darauf Wert legen, versichert zu sein – schließlich passieren im Haushalt mit die meisten Unfälle. Sie kommen in den Haushalten ihren Pflichten nach, fordern aber auch ihre Rechte ein.

Danke für das Interview!

Mehr zu Karo Rutkowsky und Gesine Schulz:
http://www.gesineschulz.com/
Karo ist auf Twitter aktiv: https://twitter.com/KaroRutkowsky – dort kann man ihr folgen und bei Bedarf die Meinung sagen.
Mehr über Karos gesammelte Fälle hier: http://dld.bz/c62nu