Private Pflege durch Angehörige oder Bekannte: Ist das ein Minijob?

Für die Betreuung einer pflegebedürftigen Person ist häufig die Unterstützung durch eine zuverlässige und vertrauensvolle Pflegekraft erforderlich. Oft übernehmen die Angehörigen die Pflege selbst oder diese wird durch einen Freund oder Nachbarn sichergestellt. Zahlt der Pflegebedürftige dafür eine finanzielle Anerkennung, stellt sich die Frage, ob die Pflegetätigkeit ein Beschäftigungsverhältnis ist und angemeldet werden muss.

Pflege durch Familienangehörige ist keine Beschäftigung

Unabhängig von der Höhe der finanziellen Anerkennung, die der Pflegebedürftige zahlt, liegt bei einer Pflege durch folgende Personenkreise kein Beschäftigungsverhältnis vor:

  • Ehegatten/Lebenspartner,
  • Familienangehörige,
  • Verwandte bzw. Verschwägerte oder
  • im selben Haushalt lebende Personen.

Die Pflegetätigkeit muss somit auch nicht angemeldet werden.

Pflege in häuslicher Umgebung ist in der Regel nicht erwerbsmäßig

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Sind Pflegepersonen als Minijobber anzumelden?

Pflege - © Peter Maszlen / Fotolia.com

Als „Pflegeperson“ bezeichnet der Gesetzgeber Menschen, die Pflegebedürftige der Pflegestufen I bis III regelmäßig ehrenamtlich (nicht erwerbsmäßig) in häuslicher Umgebung pflegen, also nicht in einer Pflegeeinrichtung. Nicht nur die Wohnung des Pflegebedürftigen zählt dabei als häusliche Umgebung; der Pflegebedürftige kann zum Zweck der Pflege auch im eigenen Haushalt der Pflegeperson aufgenommen werden. Oft sind es Angehörige, Freunde oder Nachbarn, die ehrenamtlich die häusliche Pflege übernehmen. Das Pflegegeld, das der Pflegebedürftige als Anerkennung an die Pflegeperson weitergeben kann, gilt nicht als Arbeitsentgelt und es besteht kein beitrags- und meldepflichtiges Beschäftigungsverhältnis.

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