Mindestlohn steigt auf 9,19 Euro – Worauf Arbeitgeber und Minijobber jetzt achten müssen

Der gesetzliche Mindestlohn wird zum 1. Januar 2019 auf 9,19 Euro erhöht. Auch Arbeitgeber, die Minijobber beschäftigen, müssen den Mindestlohn oder mehr zahlen.

Für Minijobber, die den Mindestlohn erhalten und deren Verdienst bei 450 Euro im Monat liegt, heißt das, dass die Anzahl der Arbeitsstunden angepasst werden muss. Nur dann bleibt der Minijob ein Minijob. Wird die monatliche Entgeltgrenze von 450 Euro überschritten, liegt kein Minijob mehr vor, sondern eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.

Entwicklung des Mindestlohnes seit 2015:
ab 2015 Mindestlohn = 8,50 Euro
ab 2017 Mindestlohn = 8,84 Euro

Neue Obergrenzen ab 2019:
ab 2019 Mindestlohn = 9,19 Euro
ab 2020 Mindestlohn = 9,35 Euro

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Minijob oder nicht – Wie sich Weihnachtsgeld und Feiertagszuschläge auswirken

Was passiert, wenn durch die Zahlung von Weihnachtsgeld mehr als 450 Euro verdient wird? Und wie müssen Feiertagszuschläge berücksichtigt werden? Zählen diese Einnahmen zum Verdienst? Wir erklären, worauf Arbeitgeber und Minijobber achten müssen.

Wann liegt ein 450-Euro-Minijob vor?

Ein Minijobber darf durchschnittlich im Monat bis zu 450 Euro verdienen. Arbeitet er ein Jahr lang durchgehend, kann er also einen Verdienst von maximal 5.400 Euro erzielen. Überschreitet der Arbeitnehmer mit dem Weihnachtsgeld diese Verdienstgrenze, hat er keinen Minijob, sondern ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis. Um beurteilen zu können, ob ein 450-Euro-Minijob vorliegt, muss der voraussichtliche Jahresverdienst immer gleich bei Beginn der Beschäftigung berechnet werden.

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Worauf Minijobber vor der Arbeitsaufnahme achten sollten

Worauf Minijobber vor der Arbeitsaufnahme achten sollten

Florian S. möchte sich mit einem Minijob etwas hinzuverdienen. Von einem Freund erfährt er, dass seine Lieblingspizzeria einen Fahrer für das Pizzataxi sucht. Florian fragt nach und bekommt den Job. Wolfgang Büser will wissen: Worauf sollten Minijobber generell achten, bevor sie einen Minijob antreten?

Die Minijob-Zentrale antwortet:

Minijob ist nicht gleich Minijob

Zunächst sollte mit dem Arbeitgeber besprochen werden, um welche Art von Beschäftigung es sich handelt. Denn Minijob ist nicht gleich Minijob. Unterschieden wird zwischen

  • einem 450-Euro-Minijob, bei dem der regelmäßige monatliche Verdienst 450 Euro nicht übersteigt, und
  • einem kurzfristigen Minijob, der von vorn herein auf 3 Monate oder 70 Arbeitstage begrenzt ist. Die Höhe des Arbeitsentgelts spielt bei einem kurzfristigen Minijob keine Rolle.

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450 Euro © Fotolia / percy1307

So viel verdienen Minijobber in Deutschland

In einem 450-Euro-Minijob darf man regelmäßig maximal 450 Euro im Monat verdienen. Aber nicht in jedem Minijob wird diese Grenze voll ausgenutzt.

Wir haben ausgewertet, wie viel Minijobber in Deutschland verdienen und wo am meisten verdient wird. Weiterlesen

Wegen Krankheit nicht arbeitsfähig: Haben auch Minijobber einen Anspruch auf Lohnfortzahlung?

Wegen Krankheit nicht arbeitsfähig: Haben auch Minijobber einen Anspruch auf Lohnfortzahlung?

Lohnfortzahlung im Krankheitsfall – für Beate H. ist das derzeit ein wichtiger Aspekt. Die 48-jährige Minijobberin ist am Wochenende bei einer Radtour gestürzt und kann aufgrund einer Verletzung am Knie für ca. 2 Wochen nicht arbeiten gehen. Wolfgang Büser fragt: Hat sie Anspruch auf Weiterzahlung ihres Verdienstes?

Die Minijob-Zentrale antwortet:

Entgeltfortzahlung – selbstverständlich auch für Minijobber

Minijobber stehen arbeitsrechtlich in einem Arbeitsverhältnis wie andere Arbeitnehmer auch. Das bedeutet, dass sie auch im Krankheitsfall Ansprüche auf Fortzahlung des Arbeitsentgelts haben. Weiterlesen

Kann auch bei Minijobbern ein Arbeitszeitkonto geführt werden? (Nachgefragt #29)

Kann auch bei Minijobbern ein Arbeitszeitkonto geführt werden?

Steffen aus Cottbus fragt, ob er einen 450-Euro-Minijobber flexibel einsetzen kann. Er beabsichtigt, seinen Minijobber je nach Bedarf und Auftragslage in einem Monat mehr, im nächsten wieder weniger zu beschäftigen. Dies soll aber gegen einen festen Monatsverdienst erfolgen. Geht das?

Beantwortet von Robin aus dem Service-Center:

Hallo Steffen,

ja, das geht! Sie beabsichtigen quasi nichts anderes, als ein klassisches Arbeitszeitkonto zu führen. Wichtig hierbei ist, dass Sie dem Minijobber unabhängig von den geleisteten Arbeitsstunden jeden Monat denselben Verdienst zahlen wollen. Dies ist auch zwingend erforderlich, um die Voraussetzungen zu erfüllen, die die Sozialversicherung in diesem Zusammenhang vorsieht.

Die Sozialversicherung spricht von der sogenannten „sonstigen flexiblen Arbeitszeitregelung“. Darunter versteht man Arbeitszeitkonten, die in Form von Gleitzeit- oder Jahreszeitkonten geführt werden. Sie erleichtern es Ihnen als Arbeitgeber, die Einhaltung der Verdienstgrenze von Minijobs zu gewährleisten und gleichzeitig eine flexible Personaleinsatzplanung vorzunehmen. Das Führen eines Arbeitszeitkontos muss schriftlich zwischen Ihnen und Ihrem Minijobber vereinbart werden.

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