Von der Schulbank in die Berufswelt

Kellnerin bereitet Kaffee in einer Maschine vor.

Mit dem Ausstellungstag des Abschluss-Zeugnisses ist es soweit:
Die Schulzeit hat ein Ende, es dauert aber noch einige Zeit bis die Ausbildung anfängt. Häufig überbrücken Schulabgänger diese freie Zeit mit Auhilfsjobs.

Folgende Regeln entscheiden darüber, ob für den Aushilfsjob Sozialversicherungsbeiträge gezahlt werden:

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Kurzfristige Beschäftigung – Lukrativ für Landwirte und Erntehelfer

Im Frühjahr beginnt in vielen Regionen die Spargelzeit. Die Landwirte beschäftigen dann oft Erntehelfer, die sie als sogenannte kurzfristige Minijobber einstellen. Für diese Beschäftigungen sind keine Beiträge zur Kranken- und Rentenversicherung zu zahlen.

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Um von diesen Regelungen profitieren zu können, muss der Arbeitgeber zunächst prüfen, ob die Voraussetzungen für eine kurzfristige Beschäftigung vorliegen. Hierbei ist zunächst die Dauer der Beschäftigung entscheidend.

Kurzfristigkeit liegt vor, wenn die Beschäftigung

  • nicht mehr als 70 Arbeitstage oder drei Monate innerhalb eines Kalenderjahres besteht
  • nach ihrer Eigenart oder im Voraus vertraglich begrenzt ist.

Wichtig: Die Höhe des Verdienstes ist dabei unerheblich!

Wann genau bei einer Beurteilung der Beschäftigung die 70 Arbeitstage oder die drei Monate anzuwenden sind, hängt von der Anzahl der wöchentlichen Arbeitstage ab. Die Drei-Monats-Frist ist nur dann anzuwenden, wenn der kurzfristige Minijob an mindestens fünf Tagen in der Woche ausgeübt wird. Liegt die wöchentliche Arbeitszeit regelmäßig unter fünf Tagen, so kann an maximal 70 Tagen im Kalenderjahr gearbeitet werden. Weiterlesen

Vier Schritte zur erstmaligen Anmeldung eines Minijobbers – eine Anleitung für frisch gebackene Arbeitgeber und Existenzgründer

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Jetzt auch online möglich: Der Antrag auf Erteilung einer Betriebnummer

Jeden Monat stehen insbesondere Existenzgründer und andere Arbeitgeber zum ersten Mal vor der Aufgabe, einen Minijobber bei der Minijob-Zentrale anzumelden. Die Anmeldung ist in nur vier Schritten möglich:

Schritt 1: Wo wird eine Betriebsnummer beantragt?

Zur Teilnahme am Beitrags- und Meldeverfahren benötigen Arbeitgeber eine Betriebsnummer. Wenn Arbeitgeber erstmalig einen Arbeitnehmer beschäftigen, muss die Betriebsnummer beim Betriebsnummern-Service der Bundesagentur für Arbeit in Saarbrücken beantragt werden.

Neu seit 1. Januar 2017: Gesetzliche Regelungen sehen vor, dass der Antrag elektronisch zu stellen ist. Dies geht ganz einfach mit dem Online-Antrag auf Erteilung einer Betriebsnummer.

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Der Weihnachtsmann – Minijobber oder selbständig?

Weihnachtsmann - © Milles Studio / Fotolia.com

Ist der Weihnachtsmann ein Minijobber?

Jetzt ist wieder Hochsaison für Nikoläuse und Weihnachtsmänner. In Scharen bevölkern die rotbefrackten Herren mit ihren mehr oder weniger imposanten Rauschebärten Einkaufspassagen, Kaufhäuser und Weihnachtsmärkte. Auch wenn es zu Glühweinduft und Vorfreude aufs schönste Fest des Jahres nicht so recht passen mag: Hinter (fast) jedem Weihnachtsmann steckt ein Auftraggeber, der den beliebten Kinderfreund bezahlt. Ist der Weihnachtsmann also in Wirklichkeit ein Minijobber? Die Antwort auf diese Frage hängt davon ab, ob ein Beschäftigungsverhältnis vorliegt oder der Weihnachtsmann selbständig tätig ist.

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Auch bei Minijobs gilt der Mindestlohn

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Auch für Minijobber, die im gewerblichen Bereich oder in Privathaushalten über das Haushaltsscheck-Verfahren beschäftigt sind, gilt ab dem 1. Januar 2015  der Mindestlohn.

Sonderregelungen beim Mindestlohn für kurzfristig Beschäftigte

Mit Einführung des Mindestlohns ab dem 1. Januar 2015 werden auch die Höchstgrenzen für kurzfristige Beschäftigungen ausgeweitet.

Neben der Einführung des Mindestlohns hat das Gesetz zur Stärkung der Tarifautonomie (Tarifautonomiestärkungsgesetz) die Höchstgrenzen bei kurzfristigen Beschäftigungen angehoben.

Die bis zum 31. Dezember 2014 geltenden Zeitgrenzen für kurzfristige Beschäftigungen von zwei Monaten oder 50 Arbeitstagen innerhalb eines Kalenderjahres, werden für einen Zeitraum von vier Jahren auf drei Monate oder 70 Arbeitstage angehoben. Nach Ablauf der Begrenzung zum 31. Dezember 2018 gelten ab dem 1. Januar 2019 wieder die vorherigen Höchstgrenzen von zwei Monaten oder 50 Arbeitstagen.

Ziel dieser Übergangsregelung ist es, die Einführung des Mindestlohns bei Saisonkräften zu erleichtern.

Kurzfristiger Minijob

Eine kurzfristige Beschäftigung liegt ab Januar 2015 vor, wenn sie von vornherein auf nicht mehr als drei Monate oder insgesamt 70 Arbeitstage im Kalenderjahr begrenzt ist. Die Beschäftigung darf dabei nicht berufsmäßig ausgeübt werden. Die Höhe des Verdienstes ist unerheblich.

Vom Drei-Monats-Zeitraum ist auszugehen, wenn der Minijob an mindestens fünf Tagen in der Woche ausgeübt wird. Beträgt die wöchentliche Arbeitszeit regelmäßig weniger als fünf Tage, so ist vom Zeitraum von 70 Arbeitstagen auszugehen.