Ferienjobs und Saisonarbeit! Bundessozialgericht kippt anteilige Verdienstgrenze

Ferienjobs und Saisonarbeit! Bundessozialgericht kippt anteilige Verdienstgrenze

Kurzfristige Minijobs sind heiß begehrt: Im Sommer nutzen beispielsweise viele Schüler die freie Zeit für einen Ferienjob. Auch in der Landwirtschaft helfen sogenannte Saisonarbeiter zum Beispiel bei der Spargelernte.

Das Bundessozialgericht (BSG) hat sich mit Aushilfsjobs, die weniger als einen Monat andauern, näher beschäftigt. Wann liegt generell ein kurzfristiger Minijob vor und was bedeutet das BSG-Urteil für die Arbeitgeber und Beschäftigten?

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Warum sich kurzfristige Minijobs in der Weihnachtszeit besonders lohnen

Weihnachtszeit

Weihnachtszeit

Gerade in der Weihnachtszeit sind kurzfristige Minijobs so begehrt wie nie. Anders als bei einem 450-Euro-Minijob können Aushilfen bei einem kurzfristigen Minijob so viel verdienen, wie sie möchten. Auch Arbeitgeber profitieren von geringen Sozialabgaben für kurzfristige Minijobber.

Wann liegt ein kurzfristiger Minijob vor?

  • Entscheidend ist ausschließlich die zeitliche Befristung. Ein kurzfristiger Minijob liegt vor, wenn dieser von Beginn an für längstens drei Monate oder 70 Arbeitstage im Kalenderjahr vereinbart wird.
  • Die Höhe des monatlichen Verdienstes spielt keine Rolle und ist nach oben nicht begrenzt. Es gelten natürlich auch hier die Regelungen zum Mindestlohn.

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Von der Schulbank in die Berufswelt

Kellnerin bereitet Kaffee in einer Maschine vor.

Mit dem Ausstellungstag des Abschluss-Zeugnisses ist es soweit:
Die Schulzeit hat ein Ende, es dauert aber noch einige Zeit bis die Ausbildung anfängt. Häufig überbrücken Schulabgänger diese freie Zeit mit Auhilfsjobs.

Folgende Regeln entscheiden darüber, ob für den Aushilfsjob Sozialversicherungsbeiträge gezahlt werden:

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Kurzfristige Beschäftigung – Lukrativ für Landwirte und Erntehelfer

Im Frühjahr beginnt in vielen Regionen die Spargelzeit. Die Landwirte beschäftigen dann oft Erntehelfer, die sie als sogenannte kurzfristige Minijobber einstellen. Für diese Beschäftigungen sind keine Beiträge zur Kranken- und Rentenversicherung zu zahlen.

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Um von diesen Regelungen profitieren zu können, muss der Arbeitgeber zunächst prüfen, ob die Voraussetzungen für eine kurzfristige Beschäftigung vorliegen. Hierbei ist zunächst die Dauer der Beschäftigung entscheidend.

Kurzfristigkeit liegt vor, wenn die Beschäftigung

  • nicht mehr als 70 Arbeitstage oder drei Monate innerhalb eines Kalenderjahres besteht
  • nach ihrer Eigenart oder im Voraus vertraglich begrenzt ist.

Wichtig: Die Höhe des Verdienstes ist dabei unerheblich!

Wann genau bei einer Beurteilung der Beschäftigung die 70 Arbeitstage oder die drei Monate anzuwenden sind, hängt von der Anzahl der wöchentlichen Arbeitstage ab. Die Drei-Monats-Frist ist nur dann anzuwenden, wenn der kurzfristige Minijob an mindestens fünf Tagen in der Woche ausgeübt wird. Liegt die wöchentliche Arbeitszeit regelmäßig unter fünf Tagen, so kann an maximal 70 Tagen im Kalenderjahr gearbeitet werden. Weiterlesen

Vier Schritte zur erstmaligen Anmeldung eines Minijobbers – eine Anleitung für frisch gebackene Arbeitgeber und Existenzgründer

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Jetzt auch online möglich: Der Antrag auf Erteilung einer Betriebnummer

Jeden Monat stehen insbesondere Existenzgründer und andere Arbeitgeber zum ersten Mal vor der Aufgabe, einen Minijobber bei der Minijob-Zentrale anzumelden. Die Anmeldung ist in nur vier Schritten möglich:

Schritt 1: Wo wird eine Betriebsnummer beantragt?

Zur Teilnahme am Beitrags- und Meldeverfahren benötigen Arbeitgeber eine Betriebsnummer. Wenn Arbeitgeber erstmalig einen Arbeitnehmer beschäftigen, muss die Betriebsnummer beim Betriebsnummern-Service der Bundesagentur für Arbeit in Saarbrücken beantragt werden.

Neu seit 1. Januar 2017: Gesetzliche Regelungen sehen vor, dass der Antrag elektronisch zu stellen ist. Dies geht ganz einfach mit dem Online-Antrag auf Erteilung einer Betriebsnummer.

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