Geld verdienen in der Ferienzeit. Was Schüler bei Minijobs beachten sollten.

Ferienjob - © Klaus Eppele / Fotolia.comDer Wecker klingelt, es ist 6:15 Uhr. Der 16-jährige Markus steht auf, frühstückt und macht sich auf den Weg zu seinem ersten Job bei einer großen Autowaschstraße. Er nutzt wie viele Jugendliche die Zeit der Ferien, um das Taschengeld aufzubessern und erste Erfahrungen für das Berufsleben zu sammeln. Oft handelt es sich bei den Ferienarbeiten um Minijobs, mit denen monatlich bis zu 450 Euro verdient werden dürfen. Zum Jahresbeginn 2014 gab es rund 1,1 Millionen Minijobber im Alter bis 25 Jahre, das sind ca. 16 Prozent aller Minijobber. Beliebt sind Aushilfstätigkeiten in der Gastronomie, in Supermärkten und anderen Bereichen des Dienstleistungssektors.
Wer in den Schulferien mit einem Ferienjob seine Kasse aufbessern möchte, sollte ein paar Dinge beachten, damit keine finanziellen Nachteile entstehen.

Für Schülerjobs gelten beispielsweise je nach Alter Zeitlimits zum Schutz der Gesundheit und damit die schulischen Leistungen nicht beeinträchtigt werden. So dürfen Jugendliche in der Regel erst ab 15 Jahren – höchstens 8 Stunden am Tag – arbeiten. Bei Schülern unter 15 Jahren und noch vollzeitschulpflichtigen Jugendlichen ist eine Beschäftigung dagegen grundsätzlich verboten. Hier gilt aber die Ausnahme, dass sie ab 13 Jahren mit Einwilligung der Eltern grundsätzlich zwei Stunden am Tag unter altersgerechten Bedingungen arbeiten können. Während der Schulferien ist das Jobben von noch vollzeitschulpflichtigen Jugendlichen darüber hinaus bis zu vier Wochen im Kalenderjahr erlaubt.

Die Vollzeitschulpflicht (gesetzlich vorgeschriebene Schulpflicht) ist in den Bundesländern unterschiedlich geregelt, in Nordrhein-Westfalen beträgt sie beispielsweise zehn Jahre.

Wichtig ist auch, die geltenden Hinzuverdienstgrenzen für Kindergeld  zu beachten, damit es nicht zu ungewollten Kürzungen kommt. Einen Minijob auszuüben ist aber in der Regel unproblematisch. Für die kostenlose Familienversicherung über die Eltern in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung ist der 450-Euro-Job ebenfalls ohne Bedeutung.

Es gibt jedoch auch kurzfristige Beschäftigungen, bei denen Schüler auch wesentlich mehr Einkommen erzielen können. Damit es im Nachhinein keine bösen Überraschungen gibt, sollte man beim jeweiligen Leistungsträger fragen, wie viel Einkommen erlaubt ist.