Minijobs: So können sich Bezieher von Arbeitslosengeld etwas hinzuverdienen

Minijobs: So können sich Bezieher von Arbeitslosengeld etwas hinzuverdienen

Wer Arbeitslosengeld bekommt, kann sich mit einem Minijob etwas hinzuverdienen. Was dabei zu beachten ist und welche Tätigkeiten dafür besonders in Frage kommen, erfahren Sie hier.

Arbeitslosengeld I und Minijob

Arbeitslosengeld I (ALG I) erhalten Arbeitslose von der Agentur für Arbeit. Haben sie neben dem Arbeitslosengeld noch weitere Einkünfte, sind diese der Agentur für Arbeit zu melden. Die Arbeitsagentur prüft dann, ob die zulässige Hinzuverdienstgrenze überschritten wird. Wird diese Grenze überschritten, führt dies zu einer Kürzung der Leistung.

Beim ALG I gilt ein Freibetrag in Höhe von 165 Euro. Solange Arbeitslose in ihrem Minijob nicht mehr verdienen, erhalten sie die Leistung der Arbeitsagentur weiterhin in voller Höhe. Die Freibetragsgrenze kann jedoch vereinzelt auch höher sein. Informationen erhalten Bezieher von ALG I bei der Agentur für Arbeit. Weiterlesen

Maximaler Hinzuverdienst zur Rente: 6.300 Euro nicht im Minijob (Nachgefragt #19)

Gerd aus Döbern ist Altersvollrentner und weiß nicht genau, wie viel er neben seiner Rente mit einem Minijob verdienen darf. Er hat gehört, dass er ab dem 1. Juli 2017 im Minijob 6.300 Euro im Jahr verdienen darf.

Er ist sich nun unsicher, ob diese Information überhaupt stimmt.

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Der Mindestlohn steigt – 5 Punkte, die Minijobber und Arbeitgeber wissen sollten

Mindestlohn

Mindestlohn steigt im Jahr 2017 auf 8,84 €

Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland wird um 34 Cent angehoben. Ab dem 1. Januar 2017 gilt somit eine neue einheitliche Lohnuntergrenze von 8,84 € pro Stunde. Was bedeutet diese Anhebung für Minijobber und deren Arbeitgeber?

Minijobber haben grundsätzlich Anspruch auf den Mindestlohn. Die Erhöhung des Mindestlohnes von 8,50 € auf 8,84 € pro Stunde wirkt sich somit auch auf Minijobber und Arbeitgeber aus: Weiterlesen

Minijobs in den Semesterferien – was Studenten beim Jobben beachten sollten

Studenten - © goodluz / Fotolia.comIn den ersten Bundesländern, so auch in NRW, starten jetzt die Semesterferien. Viele Studenten nutzen die vorlesungsfreie Zeit, um sich etwas Geld zum Studium hinzuzuverdienen. Ob sie für ihre Beschäftigung Beiträge zu den verschiedenen Zweigen der Sozialversicherung zahlen müssen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Hier ein kurzer Überblick, was Studenten beachten sollten, wenn sie in den Ferien einen Minijob ausüben oder eine kurzfristige Beschäftigung annehmen:

Studenten, die einen Minijob ausüben, sind in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung versicherungsfrei, sie selbst müssen keine Beiträge zahlen. Hier führt der Arbeitgeber einen Pauschalbetrag für die Krankenversicherung und Steuer ab.

In der Rentenversicherung sind jedoch Studenten wie auch alle anderen Minijobber, die seit dem 1. Januar 2013 im 450-Euro-Job Geld hinzuverdienen versicherungspflichtig. Der Arbeitgeber zahlt dabei 15 Prozent des Bruttoverdienstes an die Rentenkasse, der Minijobber zahlt die Differenz-von zur Zeit 3,9 Prozent, bis zum vollen Beitragssatz der Rentenversicherung.

Je nachdem, ob Studenten als Minijobber im gewerblichen Bereich arbeiten oder einen Minijob im Privathaushalt ausüben, gelten hier für Arbeitgeber und Minijobber unterschiedliche Beitragsätze: Abgaben für gewerbliche 450-Euro Minijobs

Auf Antrag können sich Studenten auch von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen. Allerdings verliert man hierdurch einige Vorteile. Denn durch die Versicherungspflicht erwirbt der Student vollwertige Beitragszeiten, die u. a. zur Erfüllung der Anspruchsvoraussetzungen für eine Erwerbsminderungsrente erforderlich sind. Die Versicherungspflicht wirkt sich zudem rentensteigernd aus.

Kurzfristiger Minijob – der typische Ferienjob bei Studenten

Beliebt und am häufigsten ausgeübt sind die so genannten Semesterferien-Jobs. Meist sind diese Jobs kurzfristige Beschäftigungen. Das sind Beschäftigungen, die von vornherein auf nicht mehr als zwei Monate oder 50 Arbeitstage innerhalb eines Kalenderjahrs befristet sind und nicht berufsmäßig ausgeübt werden. Sie sind – auch für den Arbeitgeber – völlig frei von Sozialabgaben. Die Höhe des Verdiensts ist ohne Bedeutung. Kurzfristige Beschäftigungen zählen im Übrigen auch zu den Minijobs. Hier ist die Minijob-Zentrale der zentrale Ansprechpartner: Kurzfristiger Minijob

Vorsicht: BAföG-Kürzung droht

Beschäftigte Studenten mit einem Minijob müssen aber noch etwas beachten: Das BAföG wurde zum 1. Januar 2013 nicht angepasst! Bevor Studenten einen Nebenjob annehmen, sollten sie sich vom zuständigen BaföG-Amt ausrechnen lassen welches Einkommen anrechnungsfrei ist.

Geld verdienen in der Ferienzeit. Was Schüler bei Minijobs beachten sollten.

Ferienjob - © Klaus Eppele / Fotolia.comDer Wecker klingelt, es ist 6:15 Uhr. Der 16-jährige Markus steht auf, frühstückt und macht sich auf den Weg zu seinem ersten Job bei einer großen Autowaschstraße. Er nutzt wie viele Jugendliche die Zeit der Ferien, um das Taschengeld aufzubessern und erste Erfahrungen für das Berufsleben zu sammeln. Oft handelt es sich bei den Ferienarbeiten um Minijobs, mit denen monatlich bis zu 450 Euro verdient werden dürfen. Zum Jahresbeginn 2014 gab es rund 1,1 Millionen Minijobber im Alter bis 25 Jahre, das sind ca. 16 Prozent aller Minijobber. Beliebt sind Aushilfstätigkeiten in der Gastronomie, in Supermärkten und anderen Bereichen des Dienstleistungssektors.
Wer in den Schulferien mit einem Ferienjob seine Kasse aufbessern möchte, sollte ein paar Dinge beachten, damit keine finanziellen Nachteile entstehen.

Für Schülerjobs gelten beispielsweise je nach Alter Zeitlimits zum Schutz der Gesundheit und damit die schulischen Leistungen nicht beeinträchtigt werden. So dürfen Jugendliche in der Regel erst ab 15 Jahren – höchstens 8 Stunden am Tag – arbeiten. Bei Schülern unter 15 Jahren und noch vollzeitschulpflichtigen Jugendlichen ist eine Beschäftigung dagegen grundsätzlich verboten. Hier gilt aber die Ausnahme, dass sie ab 13 Jahren mit Einwilligung der Eltern grundsätzlich zwei Stunden am Tag unter altersgerechten Bedingungen arbeiten können. Während der Schulferien ist das Jobben von noch vollzeitschulpflichtigen Jugendlichen darüber hinaus bis zu vier Wochen im Kalenderjahr erlaubt.

Die Vollzeitschulpflicht (gesetzlich vorgeschriebene Schulpflicht) ist in den Bundesländern unterschiedlich geregelt, in Nordrhein-Westfalen beträgt sie beispielsweise zehn Jahre.

Wichtig ist auch, die geltenden Hinzuverdienstgrenzen für Kindergeld  zu beachten, damit es nicht zu ungewollten Kürzungen kommt. Einen Minijob auszuüben ist aber in der Regel unproblematisch. Für die kostenlose Familienversicherung über die Eltern in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung ist der 450-Euro-Job ebenfalls ohne Bedeutung.

Es gibt jedoch auch kurzfristige Beschäftigungen, bei denen Schüler auch wesentlich mehr Einkommen erzielen können. Damit es im Nachhinein keine bösen Überraschungen gibt, sollte man beim jeweiligen Leistungsträger fragen, wie viel Einkommen erlaubt ist.

Wintersemesterbeginn: Neben dem Studium hinzuverdienen

Einige Studenten arbeiten das gesamte Semester hindurch, um sich das Studium zu finanzieren. Andere nutzen nur die vorlesungsfreie Zeit, um sich etwas Geld zum Studium hinzuzuverdienen.

Studenten - © tomazl / istockphoto.com

Studenten, die neben ihrem Studium arbeiten, zahlen unter bestimmten Voraussetzungen keine oder nur geringe Abgaben zur Sozialversicherung. Hier die verschiedenen Varianten:

450-Euro-Minijob
Ein Minijob liegt vor, wenn das Arbeitsentgelt nicht mehr als 450 Euro im Monat beträgt. Von diesem Arbeitsentgelt zahlt der Arbeitgeber einen Pauschalbetrag an die Sozialversicherung. Der Student zahlt darüber hinaus einen Eigenanteil von 3,9 Prozent an die Deutsche Rentenversicherung und erwirbt so vollwertige Pflichtbeitragszeiten. Von der Pflicht, diesen Eigenanteil zu zahlen, kann man sich befreien lassen. Das hat aber auch Nachteile und sollte gut überlegt werden.

Kurzfristiger Minijob
Verdient ein Student mehr als 450 Euro im Monat, ist die Beschäftigung aber im Voraus auf nicht mehr als zwei Monate oder 50 Arbeitstage im Kalenderjahr befristet, fallen keinerlei Sozialversicherungsbeiträge für den Arbeitgeber und den Studenten an. Die Lohnsteuer ist entweder individuell entsprechend der Steuerklasse vom Arbeitnehmer zu zahlen oder wird pauschal vom Arbeitgeber übernommen.

Werkstudent
Ist die Beschäftigung bei einem Verdienst von mehr als 450 Euro im Monat auf Dauer angelegt, sind grundsätzlich Rentenversicherungsbeiträge zu zahlen, die zusammen vom Studenten und seinem Arbeitgeber aufzubringen sind. Eine Befreiung ist hier nicht möglich. Der Student erwirbt vollwertige Rentenansprüche. Zu den übrigen Versicherungszweigen der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung fallen in der Regel weder für den Studenten, noch für seinen Arbeitgeber Beiträge an. Dies setzt allerdings voraus, dass ein sogenanntes ordentliches Studium vorliegt (Werkstudent).

Von einem ordentlichen Studium spricht man in der Regel, wenn der Student nicht mehr als 20 Stunden wöchentlich während der Vorlesungszeit beschäftigt ist. Während der Semesterferien kann die 20-Stunden-Grenze überschritten werden.

Ob Sie als Student für Ihre Beschäftigung Beiträge zu den verschiedenen Zweigen der Sozialversicherung zahlen müssen, hängt von verschiedenen Faktoren ab.  Hier hilft Ihnen das Service-Center der Minijob-Zentrale unter der Rufnummer 0355 290 270799