Die unsichtbare Wirtschaftskraft der Minijobber – Privathaushalte gewinnen an ökonomischer Bedeutung

Neun Prozent der deutschen Haushalte beschäftigen Haushaltshilfen. Davon sind rund 300.000 als Minijobber angemeldet und somit legal beschäftigt. Eine aktuelle Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) zeigt, dass der Privathaushalt sich immer mehr zu einem regulären Arbeitsplatz entwickelt. Die Zahl der schwarz arbeitenden Haushaltshilfen ist rückläufig und die Anmeldungen bei der Minijob-Zentrale steigen.

Was Minijobber im Privathaushalt leisten: Verdopplung der Bruttowertschöpfung in den vergangenen zehn Jahren

Was Minijobber im Privathaushalt leisten: Verdopplung der Bruttowertschöpfung in den vergangenen zehn Jahren

Minijobs im Privathaushalt stärken die Wirtschaft

Die Bruttowertschöpfung der in Privathaushalten beschäftigten Minijobber ist im Jahr 2016 auf über 757 Millionen Euro angestiegen und hat sich somit in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt. Dies hängt damit zusammen, dass Millionen an Sozialabgaben und Steuern durch die Anmeldung von Haushaltshilfen in die Staatskassen fließen. Prof. Dr. Friedrich Schneider von der Universität Linz bewertet diesen Effekt positiv. Laut dem Experten werden zwei Drittel bis drei Viertel der Summe sofort wieder ausgegeben. Dies trage letztlich zur Stärkung der deutschen Wirtschaft bei.

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Petra Brockhusen ist die 300.000. Minijobberin im Privathaushalt

300.000ste Minijoberin im PrivathaushaltBrandenburgerin ist die heimliche Heldin der Familie Jank

Petra Brockhusen aus Zerre bei Cottbus ist die 300.000. angemeldete Minijobberin im Privathaushalt. Für Familie Jank ist sie ein echter Glücksgriff. Sie bringt die Wohnung auf Vordermann und schenkt der Familie etwas Grundlegendes: mehr Zeit füreinander.

„Ich kümmere mich gerne um den Haushalt, das ist sozusagen mein Spezialgebiet. Hier kann ich mein eigener Chef sein und mir den Arbeitstag nach Belieben einteilen“, erklärt Petra Brockhusen die Vorteile ihres Minijobs. Die 58-Jährige ist die gute Seele im Hause Jank. Regelmäßig sorgt sie in den vier Wänden der jungen Familie für Hochglanz und hält insbesondere auch die Kinderzimmer der dreiköpfigen Rasselbande in Schach. „Dieser Job ist ideal für mich, denn durch die flexiblen Arbeitszeiten bekomme ich meinen Beruf und mein Privatleben perfekt unter einen Hut.“ Weiterlesen

Steuerermäßigung bei Aufwendungen für Minijobs im Privathaushalt

Einkommensteuererklärung - © M. Schuppich / Fotolia.comBei Minijobs in privaten Haushalten gelten für Arbeitgeber besonders günstige Bedingungen. Sie können nicht nur Steuern sparen, sondern zahlen für Minijobs in Privathaushalten auch niedrigere Pauschalbeiträge zur Sozialversicherung als bei vergleichbaren Beschäftigungen im gewerblichen Bereich.

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Haushaltsjob-Börse: Hilfe zur Winterzeit anbieten und finden

Schneeschaufeln © Edler von RabensteinDie kalte Jahreszeit ist da und für Grundstückbesitzer heißt es wieder, in aller Frühe Schneeschippen und die Gehwege vom Eis befreien. Hinzu kommt das Großreine-machen vor dem Weihnachtsfest. Kurzum: In der kalten Jahreszeit suchen viele Menschen „helfende Hände“, die ihnen im Haushalt unter die Arme greifen.

Wie aber finden private Arbeitgeber und -nehmer zusammen? Dank der neuen, offiziellen Haushaltsjob-Börse der Minijob-Zentrale wird das Suchen und Finden zum Kinderspiel.

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Gelassen durch den Winter – Haushaltsjob-Börse erleichtert Suche nach Minijobbern

 

schneefegen

Im Winter lässt sich niemand gern aufs Glatteis führen. Wenn die kalte Jahreszeit an die Tür klopft, bleiben die Menschen gern zu Hause auf dem Sofa. Doch leider tragen sich die Gartenmöbel nicht allein in den Schuppen. Und auch die Einfahrt muss bei Schnee regelmäßig geräumt werden. Viele verlassen sich für diese Arbeiten auf Minijobber, auf helfende Hände, die im Haushalt mit anpacken. Doch so eine zuverlässige und vertrauensvolle Hilfe fällt nicht einfach vom Himmel. Abhilfe schafft nun die Haushaltsjob-Börse der Minijob-Zentrale. Hier können private Arbeitgeber kostenlos und deutschlandweit fündig werden. Gleichzeitig können sich alle Haushaltsjobber im Portal anmelden und ihre Dienste mit einem kurzen Anzeigentext anbieten. Also, schauen Sie selbst unter www.haushaltsjob-boerse.de.

Neue Studie: Minijobber sind keine Arbeitnehmer zweiter Klasse

Den folgenden Radiobeitrag finden Sie auch hier im Audio-Format:

Schlecht ausgebildet, unzuverlässig und wählerisch: Dieses negative Bild haben viele vor Augen, wenn Sie an Putzfrauen, Babysitter oder Gartenhilfen denken. Doch sind diese Vorurteile gegen die rund 280.000 Minijobber, die in deutschen Haushalten Familien, Alleinerziehende und Singles unterstützen, berechtigt? Die Minijob-Zentrale wollte es wissen und hat Minijobber erstmals in einer Umfrage nach ihrer Lebenssituation und Motivation befragt. Dr. Erik Thomsen ist der Leiter der Minijob-Zentrale, mit dem ich jetzt über die Ergebnisse spreche.

Dr. Erik Thomsen, Leiter der Minijob-ZentraleHallo Herr Dr. Thomsen!

Guten Tag, ich grüße Sie!

Herr Dr. Thomsen, was ist dran an den Vorurteilen?

An diesen Vorurteilen ist eigentlich rein gar nichts dran. Wir haben bei unseren Befragungen festgestellt, dass über 80 Prozent aller Haushaltsjobber einen Berufsabschluss haben. Und wir haben darüber hinaus auch feststellen dürfen, dass rund 50 Prozent dieser Haushaltsjobber schon länger als fünf Jahre in den Haushalten tätig sind und das ist sicherlich ein großer Vertrauensbeweis der Arbeitgeber.

Und warum nehmen so viele einen Minijob im Privathaushalt an, trotz der negativen Klischees?

Der Hauptpunkt ist sicherlich das Geld, was man damit verdienen kann. Darüber hinaus aber auch die Freude an der Arbeit. Die Freude daran, anderen Familien helfen zu können.

Welches Umfrageergebnis hat Sie besonders überrascht?

Am meisten überrascht hat mich die hohe Arbeitszufriedenheit der Beschäftigten in Privathaushalten, weil fast 95 % mit ihrer Arbeit zufrieden oder sogar sehr zufrieden sind.

Wie ist das zu erklären, denn Fenster putzen und Staub wischen, das macht den Wenigsten Spaß?

Das ist sicherlich richtig. Die genannten Tätigkeiten in der eigenen Wohnung machen sicherlich keinem Spaß. Es ist aber im Zusammenhang mit dem Geld und der Möglichkeit, anderen zu helfen, etwas ganz anderes und deshalb sind die Leute auch zufrieden.

Minijobber haben also Freude an ihrer Arbeit und wollen gebraucht werden. Herr Dr. Thomsen, wo kann ich eine motivierte und vertrauensvolle Haushaltshilfe finden? Haben Sie da einen Tipp für mich?

Da habe ich einen Tipp, nämlich unsere neue Haushaltsjobbörse. Die kann man unter www.haushaltsjob-boerse.de im Internet erreichen. Dort kann man kostenlos und bundesweit Anzeigen aufgeben, und zwar sowohl, wenn man eine Haushaltshilfe sucht als auch, wenn man selber in einem Haushalt arbeiten will.

Vielen Dank, Herr Dr. Thomsen, für das Gespräch!

Ich danke Ihnen auch.