Nachgefragt (17): 2 Minijobs bei einem Arbeitgeber – geht das?

Kann derselbe Arbeitgeber einen Minijobber gleichzeitig in seiner Einzelfirma und in seinem privaten Haushalt beschäftigen?

Mit dieser Frage hat sich Gerd aus Karlsruhe an uns gewandt.

Michaela

Michaela aus unserem Service-Center

Er ist Zahnarzt und hat eine 450-Euro-Minijobberin als Raumpflegerin beschäftigt. Jetzt möchte Gerd sie auch auf 450-Euro-Basis in seinem privaten Haushalt als Haushaltshilfe einstellen. Die Beschäftigung als Haushaltshilfe möchte er über das Haushaltsscheck-Verfahren abrechnen.

Beantwortet! von Michaela aus dem Service-Center:

Hallo Gerd,

Sie können die Minijobberin sowohl in Ihrer Praxis als auch in Ihrem Privathaushalt beschäftigen. Jedoch handelt es sich hierbei um ein einheitliches Beschäftigungsverhältnis, weil Sie für beide Tätigkeiten der Arbeitgeber sind. Das bedeutet, Sie können die Beschäftigung in Ihrem Privathaushalt daher nicht gesondert über das Haushaltsscheck-Verfahren abrechnen. Weiterlesen

Umweltschutz vs. Haushaltsschmutz: Neue Umfrage belegt Nachholbedarf bei der umweltfreundlichen Haushaltsführung

Unser aktuelles Radio-Interview mit Herrn Gast vom Umweltbundesamt können Sie unten nachlesen oder hier im Audio-Format anhören:

 

Anmoderation:

Von der eigenen Solaranlage auf dem Dach bis hin zum Dinkel-Vollkornbrot vom Bäcker ihres Vertrauens: Die meisten Deutschen sind Öko-Fans. Das bestätigt auch eine aktuelle forsa-Umfrage, die die Minijob-Zentrale in Auftrag gegeben hat. So sagen 96 Prozent der Deutschen: Umweltschutz ist wichtig. Und fast 80 Prozent sind der Meinung, dass jeder einzelne etwas gegen die Umweltverschmutzung tun kann. Die Einstellung ist gut. Doch die Umfrage zeigt auch, dass es an einigen Stellen noch an der Umsetzung hapert. Wie „öko“ die Deutschen wirklich sind, und warum viele Haushalte weniger umweltfreundlich leben als es ihre Überzeugungen vermuten lassen, darüber spreche ich jetzt mit Marcus Gast vom Umweltbundesamt.

  1. Guten Tag, Herr Gast!Pressefoto_Marcus_Gast_Quelle_Umweltbundesamt

Einen wunderschönen guten Tag!

  1. Herr Gast, ist Deutschland tatsächlich so ein umweltfreundliches Land? Oder gibt es noch Verbesserungsbedarf?

Nein, Deutschland ist definitiv kein umweltfreundliches Land. Es ist allerdings auf dem besten Weg, eins zu werden, denn viele Menschen setzen sich sehr dafür ein, dass die Verhältnisse hier umweltfreundlicher werden.

  1. In der Praxis scheitert umweltfreundliches Verhalten oft an alten Gewohnheiten, Unwissenheit oder dem Aufwand, der damit verbunden ist. Insbesondere beim Putzen gibt es Nachholbedarf. Nur 12 Prozent achten beim Kauf auf umweltverträgliche Reinigungsmittel. Wie kommt das?

Wir sind in vielen Bereichen sehr darauf sensibilisiert worden, darauf zu achten, dass wir umweltfreundlich handeln. Wir machen das Licht aus und lassen es nicht länger brennen. All diese Dinge sind immer mit Kosten verbunden. Bei Reinigungsmitteln ist es so, dass umweltfreundliche Haushaltsreinigung mit keinerlei Kosten verbunden ist. Ein Produkt mit einem Umweltzeichen ist nicht billiger oder teurer als ein Produkt, das ich konventionell erwerben kann. Also es handelt sich dabei immer um Produkte im mittleren Preissegment. Da macht sich das monetär im Jahr nicht großartig bemerkbar. Weiterlesen

Umfrage der Minijob-Zentrale – So ökologisch haushalten die Deutschen wirklich

Viele Deutsche sind Öko-Fans – und der Umweltschutz scheint ihnen am Herzen zu liegen. Doch wie ökologisch geht es in deutschen Haushalten wirklich zu? Dieser und anderen Fragen sind wir gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut forsa nachgegangen. Von 1.500 befragten Bundesbürgern sind zwar 94 Prozent der Meinung, dass Umweltschutz die Lebensqualität verbessert. Im eigenen Haushalt besteht aber noch deutlicher Nachholbedarf. Nur 12 Prozent verwenden etwa umweltverträgliche Reinigungsprodukte, und bei immerhin 30 Prozent landet der Bioabfall in der Restmülltonne. Nachholbedarf besteht auch bei der Anmeldung der Haushaltshilfen. Die komplette forsa-Umfrage haben wir für Sie als Lektüre zusammen gefasst.

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„Der Putzteufel ist männlich“ – Interview mit Haushaltsexpertin Silvia Frank

Silvia FrabjWelches Mittel reinigt am besten? Wie lassen sich Böden und Fenster am effizientesten putzen? Was hilft bei anhaltender Unordnung? Haushaltsprofi Silvia Frank weiß es. Im Interview erklärt die TV-Expertin und Dozentin für Biochemie der Ernährung, warum Frauen öfter sauber machen und welche goldenen Haushaltsregeln jeder beachten sollte.

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So funktioniert die Anmeldung: Minijob-Filme klären auf

Zwei neue animierte Kurzfilme der Minijob-Zentrale erklären, warum sich die Anmeldung von Haushaltshilfen lohnt und wie sie funktioniert.

„Mit unseren Kurzfilmen möchten wir die gängigen Klischees widerlegen. In 120 Sekunden kann sich jeder überzeugen: Die Anmeldung ist kinderleicht und lohnt sich auch finanziell“, erklärt Dr. Erik Thomsen, Leiter der Minijob-Zentrale in Essen.

Die zweiminütigen Videos sind ab sofort auf der Website und auf dem YouTube-Kanal der Minijob-Zentrale verfügbar.

Vorteile auf einen Blick:
Nur angemeldete Haushaltshilfen haben Anspruch auf Urlaub und Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Außerdem sind sie offiziell unfallversichert. Das kann die Arbeitgeber im schlimmsten Fall vor wuchernden Krankenhausrechnungen bei Arbeitsunfällen bewahren. Zusätzlich winken dem Arbeitgeber Steuervorteile: 20 Prozent der Kosten – bis zu 510 Euro im Jahr – lassen sich von der Steuer absetzen. Wer anmeldet, entgeht außerdem einem möglichen Bußgeld von bis zu 5.000 Euro.