Ferienjobs und Saisonarbeit! Bundessozialgericht kippt anteilige Verdienstgrenze

Ferienjobs und Saisonarbeit! Bundessozialgericht kippt anteilige Verdienstgrenze

Kurzfristige Minijobs sind heiß begehrt: Im Sommer nutzen beispielsweise viele Schüler die freie Zeit für einen Ferienjob. Auch in der Landwirtschaft helfen sogenannte Saisonarbeiter zum Beispiel bei der Spargelernte.

Das Bundessozialgericht (BSG) hat sich mit Aushilfsjobs, die weniger als einen Monat andauern, näher beschäftigt. Wann liegt generell ein kurzfristiger Minijob vor und was bedeutet das BSG-Urteil für die Arbeitgeber und Beschäftigten?

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Unsere Blog-Highlights 2016

Best of Blog 2016 – Unsere 5 erfolgreichsten Blogbeiträge

In einem Rückblick stellen wir unsere 5 erfolgreichsten Blogbeiträge aus dem Jahr 2016 vor:

Platz 1: Minijobs für Schüler – Mit Ferienjobs das Taschengeld aufbessern 

Viele Schüler nutzen die Ferien und verdienen sich mit einem Minijob etwas hinzu. Worauf Schüler achten sollten und wie man den passenden Ferienjob findet.

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Minijobs in den Semesterferien – was Studenten beim Jobben beachten sollten

Studenten - © goodluz / Fotolia.comIn den ersten Bundesländern, so auch in NRW, starten jetzt die Semesterferien. Viele Studenten nutzen die vorlesungsfreie Zeit, um sich etwas Geld zum Studium hinzuzuverdienen. Ob sie für ihre Beschäftigung Beiträge zu den verschiedenen Zweigen der Sozialversicherung zahlen müssen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Hier ein kurzer Überblick, was Studenten beachten sollten, wenn sie in den Ferien einen Minijob ausüben oder eine kurzfristige Beschäftigung annehmen:

Studenten, die einen Minijob ausüben, sind in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung versicherungsfrei, sie selbst müssen keine Beiträge zahlen. Hier führt der Arbeitgeber einen Pauschalbetrag für die Krankenversicherung und Steuer ab.

In der Rentenversicherung sind jedoch Studenten wie auch alle anderen Minijobber, die seit dem 1. Januar 2013 im 450-Euro-Job Geld hinzuverdienen versicherungspflichtig. Der Arbeitgeber zahlt dabei 15 Prozent des Bruttoverdienstes an die Rentenkasse, der Minijobber zahlt die Differenz-von zur Zeit 3,9 Prozent, bis zum vollen Beitragssatz der Rentenversicherung.

Je nachdem, ob Studenten als Minijobber im gewerblichen Bereich arbeiten oder einen Minijob im Privathaushalt ausüben, gelten hier für Arbeitgeber und Minijobber unterschiedliche Beitragsätze: Abgaben für gewerbliche 450-Euro Minijobs

Auf Antrag können sich Studenten auch von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen. Allerdings verliert man hierdurch einige Vorteile. Denn durch die Versicherungspflicht erwirbt der Student vollwertige Beitragszeiten, die u. a. zur Erfüllung der Anspruchsvoraussetzungen für eine Erwerbsminderungsrente erforderlich sind. Die Versicherungspflicht wirkt sich zudem rentensteigernd aus.

Kurzfristiger Minijob – der typische Ferienjob bei Studenten

Beliebt und am häufigsten ausgeübt sind die so genannten Semesterferien-Jobs. Meist sind diese Jobs kurzfristige Beschäftigungen. Das sind Beschäftigungen, die von vornherein auf nicht mehr als zwei Monate oder 50 Arbeitstage innerhalb eines Kalenderjahrs befristet sind und nicht berufsmäßig ausgeübt werden. Sie sind – auch für den Arbeitgeber – völlig frei von Sozialabgaben. Die Höhe des Verdiensts ist ohne Bedeutung. Kurzfristige Beschäftigungen zählen im Übrigen auch zu den Minijobs. Hier ist die Minijob-Zentrale der zentrale Ansprechpartner: Kurzfristiger Minijob

Vorsicht: BAföG-Kürzung droht

Beschäftigte Studenten mit einem Minijob müssen aber noch etwas beachten: Das BAföG wurde zum 1. Januar 2013 nicht angepasst! Bevor Studenten einen Nebenjob annehmen, sollten sie sich vom zuständigen BaföG-Amt ausrechnen lassen welches Einkommen anrechnungsfrei ist.

Geld verdienen in der Ferienzeit. Was Schüler bei Minijobs beachten sollten.

Ferienjob - © Klaus Eppele / Fotolia.comDer Wecker klingelt, es ist 6:15 Uhr. Der 16-jährige Markus steht auf, frühstückt und macht sich auf den Weg zu seinem ersten Job bei einer großen Autowaschstraße. Er nutzt wie viele Jugendliche die Zeit der Ferien, um das Taschengeld aufzubessern und erste Erfahrungen für das Berufsleben zu sammeln. Oft handelt es sich bei den Ferienarbeiten um Minijobs, mit denen monatlich bis zu 450 Euro verdient werden dürfen. Zum Jahresbeginn 2014 gab es rund 1,1 Millionen Minijobber im Alter bis 25 Jahre, das sind ca. 16 Prozent aller Minijobber. Beliebt sind Aushilfstätigkeiten in der Gastronomie, in Supermärkten und anderen Bereichen des Dienstleistungssektors.
Wer in den Schulferien mit einem Ferienjob seine Kasse aufbessern möchte, sollte ein paar Dinge beachten, damit keine finanziellen Nachteile entstehen.

Für Schülerjobs gelten beispielsweise je nach Alter Zeitlimits zum Schutz der Gesundheit und damit die schulischen Leistungen nicht beeinträchtigt werden. So dürfen Jugendliche in der Regel erst ab 15 Jahren – höchstens 8 Stunden am Tag – arbeiten. Bei Schülern unter 15 Jahren und noch vollzeitschulpflichtigen Jugendlichen ist eine Beschäftigung dagegen grundsätzlich verboten. Hier gilt aber die Ausnahme, dass sie ab 13 Jahren mit Einwilligung der Eltern grundsätzlich zwei Stunden am Tag unter altersgerechten Bedingungen arbeiten können. Während der Schulferien ist das Jobben von noch vollzeitschulpflichtigen Jugendlichen darüber hinaus bis zu vier Wochen im Kalenderjahr erlaubt.

Die Vollzeitschulpflicht (gesetzlich vorgeschriebene Schulpflicht) ist in den Bundesländern unterschiedlich geregelt, in Nordrhein-Westfalen beträgt sie beispielsweise zehn Jahre.

Wichtig ist auch, die geltenden Hinzuverdienstgrenzen für Kindergeld  zu beachten, damit es nicht zu ungewollten Kürzungen kommt. Einen Minijob auszuüben ist aber in der Regel unproblematisch. Für die kostenlose Familienversicherung über die Eltern in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung ist der 450-Euro-Job ebenfalls ohne Bedeutung.

Es gibt jedoch auch kurzfristige Beschäftigungen, bei denen Schüler auch wesentlich mehr Einkommen erzielen können. Damit es im Nachhinein keine bösen Überraschungen gibt, sollte man beim jeweiligen Leistungsträger fragen, wie viel Einkommen erlaubt ist.