Was ist ein Minijob? Das Wichtigste auf einen Blick

Minijobs bieten eine gute Möglichkeit, sich etwas hinzuzuverdienen. Zudem kann ein Minijob auch für den Einstieg ins Berufsleben hilfreich sein. Aber was genau ist ein Minijob? Und was müssen Arbeitgeber und Minijobber beachten?

Ein Minijob ist eine geringfügige Beschäftigung. Hier wird unterschieden zwischen 450-Euro-Minijobs und kurzfristigen Minijobs. Während bei der einen Beschäftigung die Höhe des Verdienstes begrenzt ist, darf die andere Beschäftigung nur für einen begrenzten Zeitraum ausgeübt werden. Den Unterschied erklären wir in unserem Beitrag.

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Kurzfristige Minijobs – berufsmäßig oder nicht?

Mehr als 200.000 Beschäftigte üben aktuell einen kurzfristigen Minijob aus. Warum es für die zeitlich befristet eingestellten Minijobber wichtig ist, die Beschäftigungen nicht berufsmäßig auszuüben und wie Arbeitgeber die Berufsmäßigkeit einer Beschäftigung prüfen können, erklären wir in diesem Beitrag.

Warum Arbeitgeber die Berufsmäßigkeit prüfen müssen

Kurzfristige Minijobs müssen schon vor Beginn der Beschäftigung zeitlich begrenzt werden. Sie dürfen maximal 3 Monate oder 70 Arbeitstage andauern. Generell besteht bei kurzfristigen Minijobs keine Verdienstbeschränkung.

Wird jedoch mehr als 450 Euro monatlich verdient, müssen Arbeitgeber zusätzlich prüfen, ob der Minijob berufsmäßig ausgeübt wird. Wer berufsmäßig arbeitet, darf nicht im Rahmen eines kurzfristigen Minijobs beschäftigt werden. Diese Beschäftigungen wären dann sozialversicherungspflichtig und bei der zuständigen Krankenkasse zu melden.

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Ferienjobs und Saisonarbeit! Bundessozialgericht kippt anteilige Verdienstgrenze

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Kurzfristige Minijobs sind heiß begehrt: Im Sommer nutzen beispielsweise viele Schüler die freie Zeit für einen Ferienjob. Auch in der Landwirtschaft helfen sogenannte Saisonarbeiter zum Beispiel bei der Spargelernte.

Das Bundessozialgericht (BSG) hat sich mit Aushilfsjobs, die weniger als einen Monat andauern, näher beschäftigt. Wann liegt generell ein kurzfristiger Minijob vor und was bedeutet das BSG-Urteil für die Arbeitgeber und Beschäftigten?

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Kurzfristige Beschäftigung – Lukrativ für Landwirte und Erntehelfer

Im Frühjahr beginnt in vielen Regionen die Spargelzeit. Die Landwirte beschäftigen dann oft Erntehelfer, die sie als sogenannte kurzfristige Minijobber einstellen. Für diese Beschäftigungen sind keine Beiträge zur Kranken- und Rentenversicherung zu zahlen.

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Um von diesen Regelungen profitieren zu können, muss der Arbeitgeber zunächst prüfen, ob die Voraussetzungen für eine kurzfristige Beschäftigung vorliegen. Hierbei ist zunächst die Dauer der Beschäftigung entscheidend.

Kurzfristigkeit liegt vor, wenn die Beschäftigung

  • nicht mehr als 70 Arbeitstage oder drei Monate innerhalb eines Kalenderjahres besteht
  • nach ihrer Eigenart oder im Voraus vertraglich begrenzt ist.

Wichtig: Die Höhe des Verdienstes ist dabei unerheblich!

Wann genau bei einer Beurteilung der Beschäftigung die 70 Arbeitstage oder die drei Monate anzuwenden sind, hängt von der Anzahl der wöchentlichen Arbeitstage ab. Die Drei-Monats-Frist ist nur dann anzuwenden, wenn der kurzfristige Minijob an mindestens fünf Tagen in der Woche ausgeübt wird. Liegt die wöchentliche Arbeitszeit regelmäßig unter fünf Tagen, so kann an maximal 70 Tagen im Kalenderjahr gearbeitet werden. Weiterlesen