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Minijobs 2019: Das ändert sich für Arbeitgeber und Minijobber im neuen Jahr

Der Mindestlohn steigt, der kurzfristige Minijob wird attraktiver und die Termine für Beitragsfälligkeiten stehen fest. Wir informieren darüber, was sich im Jahr 2019 alles ändert.

Das sollten Arbeitgeber und Minijobber beachten:

1. Die neuen Geringfügigkeits-Richtlinien sind da
2. Zeitgrenze für kurzfristige Minijobs dauerhaft erhöht
3. Der Mindestlohn steigt
4. So werden Steuerfreibeträge für Trainer und Ehrenamtliche genutzt
5. Das sind die neuen Fälligkeitstermine
6. Das muss für Minijobs in 2019 gezahlt werden

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Nachgefragt (16): Was passiert, wenn ein Beitragsnachweis zu spät übermittelt wird?

Was müssen Arbeitgeber tun, wenn sie vergessen haben, einen Beitragsnachweis zu übermitteln und die Höhe der Beiträge von der Minijob-Zentrale geschätzt werden?

Mit dieser Frage hat sich Michael aus Erfurt an uns gewandt. Er hat den Beitragsnachweis für den Monat Januar nicht übermittelt. Die Beitragssumme wurde daraufhin von der Minijob-Zentrale geschätzt und von seinem Konto eingezogen. Was muss er jetzt tun?

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Was passiert mit den Beiträgen, die von der Minijob-Zentrale eingezogen werden?

BeitragszahlungDie Minijob-Zentrale behält die eingezogenen Beiträge und Abgaben nicht für sich, sondern leitet diese arbeitstäglich weiter an die Träger der Gesetzlichen Rentenversicherung, den Gesundheitsfonds, das Bundeszentralamt für Steuern und die Bundesagentur für Arbeit. Für diese Dienstleistung erhält die Minijob-Zentrale wiederum von den Sozialversicherungsträgern eine Vergütung und vom Bundesministerium der Finanzen einen jährlichen Zuschuss. Die Bestimmungen hierfür sind geregelt in § 28 I Sozialgesetzbuch Viertes Buch.

Renten- und Krankenversicherungsbeiträge

Die Rentenversicherungsbeiträge werden aufgeteilt zwischen der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV Bund), der Knappschaft-Bahn-See (Bundesanteil) sowie der DRV Mitteldeutschland (Ost) und der DRV Westfalen (West). Das Bundesversicherungsamt verwaltet den Gesundheitsfonds, dem die Pauschalbeiträge zur Krankenversicherung zugeführt werden. Aus dem Gesundheitsfonds erhalten die Krankenkassen Zuweisungen, mit denen sie ihre Leistungen finanzieren und ihre Verwaltungskosten bestreiten. Auf dem Beitragsnachweis müssen die Arbeitgeber jeweils den Rechtskreis angeben, also ob die Beschäftigung im Ost- oder Westteil unseres Landes ausgeübt wird. Dementsprechend werden die Beiträge entweder dem Ost- oder Westteil unseres Landes zugeordnet und aufgeteilt.

Pauschsteuer

Das Bundeszentralamt für Steuern erhält die vereinnahmten Pauschsteuern. Aus der Gesamtsumme der Pauschsteuer entfallen grundsätzlich 90 Prozent auf die Einkommensteuer, sowie jeweils 5 Prozent auf den Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer. Anhand der übermittelten Entgeltmeldungen errechnet die Minijob-Zentrale den Verteilungsschlüssel des Einkommensteueranteils auf die einzelnen Bundesländer. Grundlage hierfür ist der gemeldete Wohnort der Minijobber.

Umlagen

Auch Minijobber haben im Falle einer Insolvenz ihres Arbeitgebers Anspruch auf die Zahlung von Insolvenzgeld durch die Agentur für Arbeit. Deshalb wird auch für Minijobber die Insolvenzgeldumlage erhoben und von der Minijob-Zentrale an die Bundesagentur für Arbeit weitergeleitet. Im Falle einer Erkrankung oder während des Mutterschutzes haben Minijobber – genau wie jeder andere Beschäftigte – Anspruch auf die Fortzahlung ihres Arbeitsentgeltes. Damit die Arbeitgeber nicht übermäßig belastet werden, haben die sie die Möglichkeit, eine Erstattung ihrer Aufwendungen zu erlangen. Die finanziellen Mittel hierfür werden über die Arbeitgeberversicherung in Form der Umlage 1 für Aufwendungen im Krankheitsfall und der Umlage 2 für Aufwendungen bei Schwangerschaft/Mutterschaft aufgebracht.

Säumniszuschläge und Zinsen

Als zuständige Einzugsstelle überwacht die Minijob-Zentrale die pünktliche Beitragszahlung. Gehen die Beiträge nicht bis zum Ablauf des Fälligkeitstages ein, gibt es für die Minijob-Zentrale eine gesetzliche Verpflichtung zur Erhebung von Säumniszuschlägen. Auch diese Säumniszuschläge und Zinsen für Beiträge, etwa im Falle von Stundungen, führen wir an unsere Auftraggeber ab.