Unfall im Minijob – So hilft die Unfallversicherung

Schon ein kleiner Unfall kann auch bei Minijobs große Auswirkungen haben. Gegen die Folgen von Unfällen bei der Arbeit und Berufskrankheiten sind auch Minijobber versichert. Doch wann springt die gesetzliche Unfallversicherung ein und welche Leistungen können in Anspruch genommen werden? Weiterlesen

Nachgefragt (15): Unfallversicherung bei Minijobbern

Unfallversicherung bei Minijobbern

In der Rubrik „Nachgefragt!“ beantwortet unser Service-Center heute eine Frage zur Unfallversicherung bei Minijobbern.

Nachgefragt! von Carola aus Düsseldorf:

Ich putze einmal wöchentlich in einem Privathaushalt und bin als Minijobberin bei der Minijob-Zentrale angemeldet.
Leider bin ich beim Fenster putzen durch eine Unachtsamkeit von der Leiter gefallen und habe mir den Arm gebrochen. Für voraussichtlich fünf Wochen bin ich erst einmal krankgeschrieben. Ich mache mir Sorgen. Wie geht es denn jetzt für mich weiter?

Weiterlesen

So funktioniert die Anmeldung: Minijob-Filme klären auf

Zwei neue animierte Kurzfilme der Minijob-Zentrale erklären, warum sich die Anmeldung von Haushaltshilfen lohnt und wie sie funktioniert.

„Mit unseren Kurzfilmen möchten wir die gängigen Klischees widerlegen. In 120 Sekunden kann sich jeder überzeugen: Die Anmeldung ist kinderleicht und lohnt sich auch finanziell“, erklärt Dr. Erik Thomsen, Leiter der Minijob-Zentrale in Essen.

Die zweiminütigen Videos sind ab sofort auf der Website und auf dem YouTube-Kanal der Minijob-Zentrale verfügbar.

Vorteile auf einen Blick:
Nur angemeldete Haushaltshilfen haben Anspruch auf Urlaub und Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Außerdem sind sie offiziell unfallversichert. Das kann die Arbeitgeber im schlimmsten Fall vor wuchernden Krankenhausrechnungen bei Arbeitsunfällen bewahren. Zusätzlich winken dem Arbeitgeber Steuervorteile: 20 Prozent der Kosten – bis zu 510 Euro im Jahr – lassen sich von der Steuer absetzen. Wer anmeldet, entgeht außerdem einem möglichen Bußgeld von bis zu 5.000 Euro.

Was leistet die gesetzliche Unfallversicherung?

Unfall - © ufotopixl10 / Fotolia.comAktualisiert am 11.02.2016

Minijobber müssen nicht nur bei der Minijob-Zentrale angemeldet werden – es besteht auch eine Melde- und Beitragspflicht zur gesetzlichen Unfallversicherung. Eine wacklige Leiter, ein rutschiger Boden, schnell ist ein Arbeitsunfall passiert. Bei einem Arbeitsunfall, einem Arbeitswegeunfall oder einer Berufskrankheit übernimmt die gesetzliche Unfallversicherung unter anderem die Kosten für

  • die Behandlung beim Arzt oder Zahnarzt, im Krankenhaus oder in Rehabilitationseinrichtungen sowie die notwendigen Fahrt- und Transportkosten
  • Arznei-, Verband-, Heil- und Hilfsmittel
  • die Pflege zu Hause und in Heimen
  • Leistungen zur beruflichen und sozialen Teilhabe bei einer krankheitsbedingten Berufsunfähigkeit, wie die Sicherung des Arbeitsplatzes oder berufliche Anpassung und Arbeitsplatzvermittlung, Wohnungshilfen und Hilfen zur Teilnahme am gesellschaftlichen Leben

Außerdem zahlt die Unfallversicherung zum Beispiel

  • Verletztengeld bei Verdienstausfall
  • Übergangsgeld bei Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben
  • Renten an Versicherte bei bleibenden Gesundheitsschäden
  • Renten an Hinterbliebene (z.B. Waisenrenten)

Weitere Informationen rund um die gesetzliche Unfallversicherung finden Sie auf der Website der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung

Hinweis: Bei Minijobs in Privathaushalten sind die Minijobber automatisch mit der Anmeldung bei der Minijob-Zentrale unfallversichert, da die Minijob-Zentrale den zuständigen Unfallversicherungsträger informiert, sobald der Haushaltsscheck für die Haushaltshilfe eingeht.