Minijob-Zentrale rüttelt wach: „Lassen Sie Ihre Haushaltshilfe nicht hängen“

„Lassen Sie Ihre Haushaltshilfe nicht hängen“Ungläubiges Staunen und aufgeschreckte Gesichter sind seit heute Morgen am S-Bahnhof Warschauer Straße in Berlin zu beobachten. Seit neun Uhr morgens hängt an der Hausfassade des dominanten Rundgebäudes vor der Warschauer Brücke (Warschauer Straße Nr. 33) eine lebensechte Puppe aus dem Fenster. Gehalten wird sie allein von einem Wischmop, an dem sie sich festklammert. Daneben ein Banner mit der klaren Botschaft: „Lassen Sie Ihre Haushaltshilfe nicht hängen!“ Der kurze Schockeffekt bei den Passanten ist eingeplant:

Dr. Erik Thomsen, Leiter der Minijob-Zentrale„Mit der Aktion möchten wir aufrütteln und ein  Zeichen gegen Schwarzarbeit  in Privathaushalten setzen, die bei vielen immer noch als Kavaliersdelikt gilt“, sagt Dr. Erik Thomsen, Leiter der Minijob-Zentrale in Essen. „Diese Einstellung muss sich in Deutschland ändern. Zu viele Arbeitgeber lassen ihre Hilfen hängen, denn in Haushalten, die Minijobber schwarz beschäftigen, sind Sicherheit und Arbeitnehmerrechte Fremdwörter.“

So funktioniert die Anmeldung: Minijob-Filme klären auf

Zwei neue animierte Kurzfilme der Minijob-Zentrale erklären, warum sich die Anmeldung von Haushaltshilfen lohnt und wie sie funktioniert.

„Mit unseren Kurzfilmen möchten wir die gängigen Klischees widerlegen. In 120 Sekunden kann sich jeder überzeugen: Die Anmeldung ist kinderleicht und lohnt sich auch finanziell“, erklärt Dr. Erik Thomsen, Leiter der Minijob-Zentrale in Essen.

Die zweiminütigen Videos sind ab sofort auf der Website und auf dem YouTube-Kanal der Minijob-Zentrale verfügbar.

Vorteile auf einen Blick:
Nur angemeldete Haushaltshilfen haben Anspruch auf Urlaub und Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Außerdem sind sie offiziell unfallversichert. Das kann die Arbeitgeber im schlimmsten Fall vor wuchernden Krankenhausrechnungen bei Arbeitsunfällen bewahren. Zusätzlich winken dem Arbeitgeber Steuervorteile: 20 Prozent der Kosten – bis zu 510 Euro im Jahr – lassen sich von der Steuer absetzen. Wer anmeldet, entgeht außerdem einem möglichen Bußgeld von bis zu 5.000 Euro.