Kann auch bei Minijobbern ein Arbeitszeitkonto geführt werden? (Nachgefragt #29)

Kann auch bei Minijobbern ein Arbeitszeitkonto geführt werden?

Steffen aus Cottbus fragt, ob er einen 450-Euro-Minijobber flexibel einsetzen kann. Er beabsichtigt, seinen Minijobber je nach Bedarf und Auftragslage in einem Monat mehr, im nächsten wieder weniger zu beschäftigen. Dies soll aber gegen einen festen Monatsverdienst erfolgen. Geht das?

Beantwortet von Robin aus dem Service-Center:

Hallo Steffen,

ja, das geht! Sie beabsichtigen quasi nichts anderes, als ein klassisches Arbeitszeitkonto zu führen. Wichtig hierbei ist, dass Sie dem Minijobber unabhängig von den geleisteten Arbeitsstunden jeden Monat denselben Verdienst zahlen wollen. Dies ist auch zwingend erforderlich, um die Voraussetzungen zu erfüllen, die die Sozialversicherung in diesem Zusammenhang vorsieht.

Die Sozialversicherung spricht von der sogenannten „sonstigen flexiblen Arbeitszeitregelung“. Darunter versteht man Arbeitszeitkonten, die in Form von Gleitzeit- oder Jahreszeitkonten geführt werden. Sie erleichtern es Ihnen als Arbeitgeber, die Einhaltung der Verdienstgrenze von Minijobs zu gewährleisten und gleichzeitig eine flexible Personaleinsatzplanung vorzunehmen. Das Führen eines Arbeitszeitkontos muss schriftlich zwischen Ihnen und Ihrem Minijobber vereinbart werden.

Weiterlesen

Minijobber kurbeln die Konjunktur mit an – Neue Studie des IW Köln über ihre Wirtschaftsleistung

Den folgenden Radiobeitrag finden Sie auch hier im Audio-Format:

Ob Putzfrauen, Babysitter oder Gärtner – die Arbeit von Minijobbern wird eher belächelt als gewürdigt. Aber ist die Arbeit der helfenden Hände in Haus und Garten wirklich so unwichtig? Eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln hat genau das untersucht – und ist zu überraschenden Ergebnissen gekommen. Über die Resultate der Studie spreche ich jetzt mit dem Leiter der Minijob-Zentrale, Dr. Erik Thomsen.

Weiterlesen

Besonderheiten bei Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen

Arbeitsrecht - © Photographee.eu / Fotolia.comMenschen, deren körperliche Funktionen, geistige Fähigkeiten oder seelische Gesundheit eingeschränkt sind, gelten als Schwerbehinderte, wenn die Versorgungsverwaltung einen Grad der Behinderung von wenigstens 50 festgestellt hat. Den Schwerbehinderten gleichgestellt sind Personen mit einem Grad der Behinderung von weniger als 50, aber mindestens 30, wenn sie wegen ihrer Einschränkungen ohne Gleichstellung keinen geeigneten Arbeitsplatz erhalten können. Weiterlesen