Nachgefragt (3): Rente und Hinzuverdienstgrenze

Im dritten Teil unserer neuen Rubrik „Nachgefragt“ erklärt Maik aus unserem Service-Center den Unterschied zwischen der Hinzuverdienstgrenze für Rentner und der Verdienstgrenze von Minijobs.

Nachgefragt von Hildegard aus Emden:

Ich bekomme eine Rente und verdiene mir als Kinderbetreuerin mit einem Minijob etwas dazu. In meinem Rentenbescheid wurde ich jetzt über meine Hinzuverdienstgrenze informiert. Gibt es hier eigentlich einen Unterschied zur üblichen Verdienstgrenze bei Minijobs?

Beantwortet von Maik aus unserem Service-Center:Maik_1

Ja, es gibt einen Unterschied zwischen der Verdienstgrenze bei Minijobs und der Hinzuverdienstgrenze für Rentenbezieher.

  • Verdienstgrenze für Minijobs

Ein 450-Euro-Minijob liegt vor, wenn das Arbeitsentgelt durchschnittlich im Monat 450 Euro nicht überschreitet. Das entspricht einer jährlichen Verdienstgrenze von 5.400 Euro. Zu berücksichtigen sind auch einmalige Einahmen wie z. B. Urlaubs- oder Weihnachtsgeld.

Wird diese Grenze überschritten, handelt es sich in der Regel nicht mehr um einen Minijob, sondern um eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.

Ausführliche Informationen zur Verdienstgrenze für Minijobs finden Sie hier.

  • Hinzuverdienstgrenze für Rentenbezieher

Die Hinzuverdienstgrenze regelt dagegen, wie viel ein Rentner zu seiner gesetzlichen Rente hinzuverdienen darf. Abhängig von der Rentenart existieren unterschiedlich hohe Hinzuverdienstgrenzen, die bei Nichtbeachtung zur Kürzung bzw. zum Wegfall der Rente führen können. Ihre individuelle Hinzuverdienstgrenze wurde Ihnen in Ihrem Rentenbescheid mitgeteilt.

Allgemeine Informationen zu den Hinzuverdienstgrenzen finden Sie hier.

 

Weitere Beiträge aus unserer Rubrik „Nachgefragt“:

Nachgefragt (16): Was passiert, wenn ein Beitragsnachweis zu spät übermittelt wird?

Nachgefragt (15): Unfallversicherung bei Minijobbern

Nachgefragt (14): Weihnachtsgeld für Minijobber

Nachgefragt (13): Krankenversicherung für Minijobber

Nachgefragt (12): Mit Rentenversicherungspflicht volle Ansprüche sichern

Nachgefragt (11): Einfache Anmeldung einer Haushaltshilfe

Nachgefragt (10): Mehrere Minijobs neben einer Hauptbeschäftigung

Nachgefragt (9): Lohnfortzahlung auch für Minijobber

Nachgefragt (8): Kosten einer Haushaltshilfe

Nachgefragt (7): Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub

Nachgefragt (6): Vollständigkeit von Meldungen

Nachgefragt (5): Studenten mit mehreren Jobs

Nachgefragt (4): Änderung der Geschäftsadresse

Nachgefragt (3): Rente und Hinzuverdienstgrenze

Nachgefragt (2): Studenten und Minijobs

Nachgefragt (1): Anmeldung eines Minijobbers

Vier Schritte zur erstmaligen Anmeldung eines Minijobbers – eine Anleitung für frisch gebackene Arbeitgeber und Existenzgründer

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Jetzt auch online möglich: Der Antrag auf Erteilung einer Betriebnummer

Jeden Monat stehen insbesondere Existenzgründer und andere Arbeitgeber zum ersten Mal vor der Aufgabe, einen Minijobber bei der Minijob-Zentrale anzumelden. Die Anmeldung ist in nur vier Schritten möglich:

Schritt 1: Wo wird eine Betriebsnummer beantragt?

Zur Teilnahme am Beitrags- und Meldeverfahren benötigen Arbeitgeber eine Betriebsnummer. Wenn Arbeitgeber erstmalig einen Arbeitnehmer beschäftigen, muss die Betriebsnummer beim Betriebsnummern-Service der Bundesagentur für Arbeit in Saarbrücken beantragt werden.

Neu seit 1. Januar 2017: Gesetzliche Regelungen sehen vor, dass der Antrag elektronisch zu stellen ist. Dies geht ganz einfach mit dem Online-Antrag auf Erteilung einer Betriebsnummer.

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Arbeitslohnspende zur Förderung der Flüchtlingshilfe

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Viele Bürger und Unternehmen engagieren sich sowohl privat als auch finanziell, um Flüchtlingen zu helfen. Die Finanzverwaltung hat dafür spezielle Regelungen getroffen. Diese sollen die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden für die Flüchtlingshilfe seit dem 1. August 2015 bis zum 31. Dezember 2016 vereinfachen.

Arbeitnehmer haben die Möglichkeit auf die Auszahlung von Teilen des Arbeitslohns zu verzichten.  Diese Arbeitslohnspende behält der Arbeitgeber ein und leitet sie auf ein Spendenkonto weiter. Auch Minijobber können auf diese Weise für die Flüchtlingshilfe spenden. Folgende Regelungen sind für Arbeitgeber von Minijobbern bei der Entgeltabrechnung relevant: Weiterlesen

Kinderbetreuung – Liegt ein Minijob im Privathaushalt vor?

Kinderbetreuung - © HannesEichinger / FotoliaEltern wünschen sich für die Betreuung ihrer Kinder eine Person, die flexibel, zuverlässig und vertrauensvoll ist. Sie können eine Tagesmutter beauftragen, die sich um die Kleinen kümmert, während die Eltern arbeiten, oder auch nur stundenweise, z. B für die Abendstunden, einen Babysitter engagieren.

Dabei stellen sich Eltern häufig die Frage, ob man die Kinderbetreuung bei der Sozialversicherung melden muss. Weiterlesen

Asylsuchende, anerkannte Flüchtlinge und Geduldete – Wer darf in einem Minijob beschäftigt werden?

Aktuelles - © Zerbor / Fotolia.comViele Privatpersonen und Unternehmen haben erkannt, dass sie einen Beitrag für die Integration der nach Deutschland geflüchteten Menschen leisten können. Sie sind bereit diese Menschen zu beschäftigen, damit sie schnell in Deutschland auf eigenen Beinen stehen können.

Bei geflüchteten Menschen wird je nach Stand des Asylverfahrens zwischen folgenden Personenkreisen unterschieden:

  1. Asylsuchende mit noch nicht abgeschlossenen Verfahren (Aufenthaltsgestattung liegt vor)
  2. Geduldete Menschen, deren Asylantrag abgelehnt wurde, welche  aus Gründen von Krankheit o.ä. nicht abgeschoben werden können.
  3. Anerkannte Flüchtlinge mit Aufenthaltserlaubnis

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