Lesezeit: 1 Minute

Nachgefragt (13): Krankenversicherung für Minijobber

Heute beantworten wir eine Frage, die uns immer wieder von Minijobbern gestellt wird. Es geht um den Krankenversicherungsschutz.

Nachgefragt! von Bärbel aus Bielefeld:

Ich habe seit 1. August einen 450-Euro-Minijob. Jetzt bin ich mir nicht sicher, ob ich dadurch auch automatisch gesetzlich krankenversichert bin. Können Sie mich bitte schlau machen?

Beantwortet! von Robin aus unserem Service-Center:

Hallo Bärbel,

aufgrund Ihres Minijobs werden Sie nicht gesetzlich krankenversichert. Es entsteht also kein eigenes Krankenversicherungsverhältnis. Dafür müssten Sie mehr als 450 Euro im Monat verdienen.

Normalerweise sind Minijobber aber auch anderweitig gesetzlich krankenversichert, in der Regel im Rahmen der beitragsfreien Familienversicherung über den Ehepartner oder die Eltern. In den wenigen Ausnahmen, in denen das nicht der Fall ist, müssen sich die Minijobber selbst freiwillig bei einer Krankenkasse oder einem privaten Krankenversicherungsunternehmen gegen Krankheit absichern.

Der vom Arbeitgeber für einen 450-Euro-Minijob zu zahlende Pauschalbeitrag zur Krankenversicherung von 13 Prozent fällt übrigens auch nur an, wenn der Minijobber bereits gesetzlich krankenversichert ist. Ist er privat krankenversichert, muss der Arbeitgeber diesen Pauschalbeitrag nicht zahlen.

Weitere Infos zu den Leistungsansprüchen, die aus einem Minijob entstehen, können Sie auch in unserer Broschüre “Das sollten Sie wissen – Minijobs im gewerblichen Bereich” (ab Seite 39) nachlesen.

Viele Grüße nach Bielefeld!

Weitere Beiträge aus unserer Rubrik “Nachgefragt”:

Nachgefragt (16): Was passiert, wenn ein Beitragsnachweis zu spät übermittelt wird?

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Nachgefragt (13): Krankenversicherung für Minijobber

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Nachgefragt (11): Einfache Anmeldung einer Haushaltshilfe

Nachgefragt (10): Mehrere Minijobs neben einer Hauptbeschäftigung

Nachgefragt (9): Lohnfortzahlung auch für Minijobber

Nachgefragt (8): Kosten einer Haushaltshilfe

Nachgefragt (7): Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub

Nachgefragt (6): Vollständigkeit von Meldungen

Nachgefragt (5): Studenten mit mehreren Jobs

Nachgefragt (4): Änderung der Geschäftsadresse

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Nachgefragt (2): Studenten und Minijobs

Nachgefragt (1): Anmeldung eines Minijobbers

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Simone Messinger
Simone Messinger
1 Jahr zuvor

Ich habe ab August einen Midijob, kann ich meine Familie darüber mit familienversichern?

P.K.
P.K.
1 Jahr zuvor

Hallo,

also…, wenn ich richtig gelesen habe ist es so, dass man bis 450 Euro Verdienst als Mini-Job nicht automatisch Krankenversichert ist und man sich (z.B., ohne Ehepartner) dann selbst Pflicht- Krankenversichern muss, entweder gesetzlich o. privat….?!

Aber…, ab einem Verdienst von 451 Euro die Midi-Job Regelung mit einer regulären Pflicht- Krankenversicherung dann – voll – gegeben ist?! Muss man hierbei dann je nach Verdiensthöhe bei den Leistungen Abstriche machen?

Danke für die Hilfe

PK

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Reply to  P.K.
1 Jahr zuvor

Hallo,

dass ist richtig. Bei einem 450-Euro-Minijob besteht allein über die Beschäftigung kein Krankenversicherungsschutz.

Bei einer Beschäftigung mit einem durchschnittlichen Verdienst über 450 Euro besteht ein Krankenversicherungsschutz. Da es sich um eine versicherungspflichtige Beschäftigung handelt, ist diese bei der zuständigen Krankenkasse des Arbeitnehmers durch den Arbeitgeber anzumelden.

Wir empfehlen Ihnen daher, sich für ausführliche Informationen zum Leistungspaket der gesetzlichen Krankenversicherung an die zuständige gesetzliche Krankenkasse zu wenden.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Matthias Freichel
Matthias Freichel
1 Jahr zuvor

Hallo,
ich möchte einen rumänischen Staatsbürger als Minijobber einstellen. Er arbeitet Teilzeit auf einem Bauernhof in Belgien und möchte auf diesem Weg sein Einkommen verbessern. Für mich besteht keine Aussicht in der hiesigen Gegend (deutsch-belgisches Grenzgebiet) anderweitig eine Arbeitskraft zu finden.
Meine Fragen:
Ist dies rechtlich möglich wenn sein Wohnsitz in Belgien bleibt.
Muss er eine deutsche Krankenkasse o. Rentenvers.Nr. nachweisen bezüglich der
Sozialvers.Beiträge?

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Reply to  Matthias Freichel
1 Jahr zuvor

Hallo Herr Freichel,

nicht für jeden Arbeitnehmer, der in Deutschland eine Beschäftigung ausübt, gilt automatisch auch das deutsche Sozialversicherungsrecht. Arbeiten Personen aus anderen Staaten in Deutschland, gelten für diese Personen entweder die deutschen Vorschriften über die soziale Sicherheit oder die entsprechenden ausländischen Regelungen.

Vor der Beschäftigungsaufnahme müssen Sie klären, ob Ihr zukünftiger Arbeitnehmer im Ausland sozialversichert ist und er die Entsendebescheinigung A1 des ausländischen Sozialversicherungsträgers vorlegen kann. Die Bescheinigung „A1“ bestätigt, dass für den Arbeitnehmer im Ausland eine Sozialversicherung besteht und welche Rechtsvorschrift Anwendung findet.

Bitte beachten Sie, dass Ihr Arbeitnehmer vor Aufnahme der Beschäftigung bei Ihnen seinen belgischen Sozialversicherungsträger über sein Vorhaben informieren in Deutschland zu arbeiten informieren muss.

Ausführliche Informationen zum Thema “Minijobber aus dem Ausland” erhalten Sie unter folgendem Link: https://t1p.de/MJZE-Minijobber-aus-dem-Ausland

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Friederike
Friederike
2 Jahre zuvor

Hallo,

Muss man sich bei euch Rückmelden wenn die Krankenkasse gewecheslt wurde? Oder läuft das alles intern weiter?

Lg

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Friederike
2 Jahre zuvor

Hallo Friederike,

nein, Sie müssen die Minijob-Zentrale bei einem Wechsel Ihrer gesetzlichen Krankenkasse nicht informieren.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Helmut Straub
Helmut Straub
2 Jahre zuvor

Hallo ;
Ich bin seit ca2,5 Jahren Zeitungszusteller als Vollalters-Rentner.
Ich habe nun ein künstliches Kniegelenk bekommen und bin dadurch 8 Wochen
ausgefallen. Mein Arbeitgeber hat mir 6 Wochen bezahlt. Habe ich für die verbleibenden Wochen irgend welchen Anspruch gegen eine Kasse oderandere
wie das bei Vollzeitbeschäftigten vorkommt- Krankengeld!
Ich bitte um Aufklärung, da ein Bemessungsentgeld Gleitzone ausgewiesen ist.

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Helmut Straub
2 Jahre zuvor

Hallo Herr Straub,

Sie genießen einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung bei Krankheit durch Ihren Arbeitgeber bis zu sechs Wochen.

Sofern Sie als Beschäftigter eine Vollrente beziehen, besteht im Falle einer längeren Arbeitsunfähigkeit kein Anspruch auf Krankengeld.

Sollten Sie weitere Fragen zum Krankengeld haben, empfehlen wir Ihnen sich an Ihre gesetzliche Krankenkasse zu wenden.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Aldona Berger
Aldona Berger
3 Jahre zuvor

Sehr geehrter Robin,
Mein Sohn 40 Jahre lebt in einer Partnerschaft. Bisher war er arbeitslos. Jetzt hat er einen Minijob angenommen.verdient aber nur 250Euro .vom Arbeitgeber ist er nicht krankenversichert.Er möchte sich jetzt selbst kranken versichern, um nicht mehr zum Amt gehen zu müssen. Welche Krankenversicherung ist geeignet und wie hochfahren sind die Kosten

Danke für die Hilfe.
Mit freundlichen Grüßen Berger

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Aldona Berger
3 Jahre zuvor

Hallo Frau Berger,

bezieht Ihr Sohn Leistungen von der Arbeitsagentur, so ist er dadurch automatisch gesetzlich krankenversichert. Erhält er keine Leistungen mehr, so prüft seine gesetzliche Krankenversicherung, wie Ihr Sohn weiter versichert ist.

Der 450-Euro-Minijob begründet keinen eigenen Versicherungsschutz in der Krankenversicherung. Erst ab einem regelmäßigen monatlichen Verdienst von 450,01 Euro besteht Versicherungspflicht in allen Zeigen der Sozialversicherung.

Weitere Fragen zum Krankenversicherungsschutz klären Sie bitte mit der Krankenkasse Ihres Sohnes.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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