Lesezeit: 3 Minuten

Zuletzt aktualisiert am 20. Mai 2020

Mit einem Minijob mehr als 450 Euro verdienen – Wie geht das?

Dass man in einem 450-Euro-Minijob monatlich bis zu 450 Euro verdienen kann, ist klar. Aber geht auch mehr? Was passiert beispielsweise, wenn neben dem Monatsverdienst auch Weihnachtsgeld gezahlt wird? Welche Einnahmen zählen nicht zum Verdienst und was ist zu beachten, wenn mehrere Beschäftigungen gleichzeitig ausgeübt werden – Antworten auf diese Fragen gibt es hier:

Wann liegt ein 450-Euro-Minijob vor?

Bei einem 450-Euro-Minijob kann ein Minijobber durchschnittlich im Monat bis zu 450 Euro verdienen. Arbeitet er ein Jahr lang durchgehend, darf er also 5.400 Euro verdienen (12 Monate x 450 Euro = 5.400 Euro). Wird diese Verdienstgrenze überschritten, liegt kein 450-Euro-Minijob mehr vor.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=sGhZSOdAgbs&w=560&h=315&cc_load_policy=1]

 Wie sind Sonderzahlungen zu berücksichtigen?

Viele Arbeitgeber zahlen ihren Minijobbern Weihnachts- oder Urlaubsgeld. Einmalige Zahlungen dieser Art müssen zum Verdienst des Minijobbers hinzugerechnet werden. Ergibt sich unter Berücksichtigung aller laufenden und einmaligen Zahlungen an den Arbeitnehmer ein Gesamtverdienst von mehr als 5.400 Euro für 12 Monate, ist die Beschäftigung von Anfang an kein 450-Euro-Minijob.

Damit Arbeitgeber sicher sein können, dass tatsächlich ein 450-Euro-Minijob vorliegt, ist der voraussichtliche Jahresverdienst des Minijobbers somit bereits zu Beginn der Beschäftigung zu berechnen.

Beispiel:

Eine Arbeitnehmerin verdient 430 Euro im Monat und erhält jedes Jahr im Dezember ein vertraglich zugesichertes Weihnachtsgeld in Höhe von 300 Euro. Sie erzielt somit im Jahr 5.160 Euro plus 300 Euro Weihnachtsgeld. Zusammen sind das 5.460 Euro im Jahr. Ihr durchschnittlicher monatlicher Verdienst beträgt somit 455 Euro (5.460 Euro : 12 Monate). Sie liegt mit ihrem Verdienst über der 450-Euro-Grenze und ist keine 450-Euro-Minijobberin.
Bei einem Weihnachtsgeld in Höhe von lediglich 240 Euro würde die 450-Euro-Grenze (12 x 430 Euro = 5.160 Euro + 240 Euro = 5.400 Euro : 12 = 450 Euro) nicht überschritten und die Arbeitnehmerin wäre eine 450-Euro-Minijobberin.

Welche Einnahmen gehören nicht zum Verdienst?

Erhalten Minijobber zusätzlich zum Verdienst steuerfreie Einnahmen, bleiben diese in der Sozialversicherung unberücksichtigt. Das Arbeitsentgelt in der Sozialversicherung orientiert sich in der Regel am Steuerrecht. Dies bedeutet, dass steuerfreie Bezüge grundsätzlich auch sozialversicherungsfrei sind. Dazu gehören beispielsweise Sonn-, Feiertags- und Nachtarbeitszuschläge.

Auch können Einnahmen aus nebenberuflichen Tätigkeiten, beispielsweise als Übungsleiter in Sportvereinen oder als Ausbilder, Erzieher und Betreuer, bis zu 2.400 Euro im Kalenderjahr steuerfrei sein. Gleiches gilt auch für die Pflege alter, kranker oder behinderter Menschen. Hier spricht man von der sogenannten Übungsleiterpauschale.

Ebenfalls steuerfrei sind nebenberufliche Einnahmen bis zu 720 Euro im Kalenderjahr, die im Dienst oder Auftrag einer inländischen juristischen Person des öffentlichen Rechts oder einer Einrichtung zur Förderung gemeinnütziger, mildtätiger und kirchlicher Zwecke erzielt werden. Diese Aufwandsentschädigung wird auch Ehrenamtspauschale genannt.

Sowohl der Übungsleiterfreibetrag als auch die Ehrenamtspauschale zählen somit ebenfalls nicht zum Arbeitsentgelt im Sinne der Sozialversicherung.

Beispiel:

Eine Hausfrau übt im Rahmen einer abhängigen Beschäftigung eine nebenberufliche Übungsleitertätigkeit im Sportverein aus. Zusätzlich ist sie dort noch als Kassiererin tätig. Sie verdient monatlich 550 Euro als Übungsleiterin und der Aufwand für die ehrenamtliche Tätigkeit wird mit 80 Euro entschädigt. Von ihrem monatlichen Gesamtverdienst werden als Aufwandsentschädigung die Übungsleiterpauschale von monatlich 200 Euro und die Ehrenamtspauschale von monatlich 60 Euro abgezogen. Ihr regelmäßiges Arbeitsentgelt beträgt somit 370 Euro (630 Euro – 260 Euro).

Es handelt sich um einen 450-Euro-Minijob, weil ihr durchschnittlicher monatlicher Verdienst im Sinne der Sozialversicherung 450 Euro nicht übersteigt.

Wie ist der Verdienst aus mehreren Beschäftigungen zu berücksichtigen?

Arbeitnehmer können mehrere Minijobs gleichzeitig ausüben. Allerdings dürfen sie insgesamt aus diesen Beschäftigungen nicht mehr als durchschnittlich 450 Euro im Monat verdienen. Verdienen sie mehr, sind sie in allen Beschäftigungen kein Minijobber.

Beispiel:

Ein Arbeitnehmer arbeitet seit dem 1. Januar beim Arbeitgeber A und verdient monatlich 300 Euro. Einen Monat später, am 1. Februar, nimmt er beim Arbeitgeber B einen weiteren Minijob auf und erhält dort monatlich 200 Euro. Im Januar liegt noch ein Minijob vor, weil der Monatsverdienst nicht über 450 Euro liegt. Mit dem zweiten Minijob übersteigt der Verdienst jedoch die 450-Euro-Grenze, so dass ab Februar in beiden Beschäftigungen keine Minijob vorliegt. Mit einem Verdienst von max. 150 Euro beim Arbeitgeber B wären beide Beschäftigungen Minijobs.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=26aJvzCj4rY&w=560&h=315&cc_load_policy=1]

Es ist zusätzlich darauf zu achten, dass neben einer Hauptbeschäftigung lediglich eine einzige Beschäftigung als 450-Euro-Minijob ausgeübt werden darf. Jede weitere Beschäftigung ist unabhängig vom Verdienst kein 450-Euro-Minijob und bei der Krankenkasse zu melden.

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MS
MS
1 Monat zuvor

Hallo,

ich bin Student, familienversichert und übe seit Anfang November bis Ende Dezember eine geringfügige Beschäftigung mit Stundenlohn (Mindestlohn) aus. Es besteht die Möglichkeit, dass ich leicht über 450€ im Monat Dezember komme. Stellt das einmalige Überschreiten dann irgendeiner Weise ein Problem dar? Über die 5.400€ im Kalenderjahr würde ich keinesfalls kommen, weil ich in diesem Jahr vorher keine andere Beschäftigung hatte.

LG
Danke im Voraus!

K Wutz
K Wutz
1 Monat zuvor

Ich bin gelernte Kinderpflegerin und arbeite in der Hausaufgabenbetreuung bei der AWO Bayern. Meine derzeitige Bezahlung setzt sich aus einem Minijob (450 €) & eine Übungsleiterpauschale (200 €) zusammen. Die Leitern behauptet nun, dies ist nicht möglich. Stimmt dies?

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Antwort auf  K Wutz
1 Monat zuvor

Hallo Frau Wutz,

diese Aussage können wir nicht ganz nachvollziehen. Aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht spricht nichts dagegen, die Übungsleiterpauschale z. B. mit einem Verdienst im Minijob zu kombinieren. Der Übungsleiterfreibetrag wird in diesem Fall “pro rata” angesetzt. Vielleicht interessiert Sie in diesem Zusammenhang auch unser Blogbeitrag “Auch bei Minijobs: Übungsleiterpauschale und Ehrenamtspauschale”: https://t1p.de/Blogbeitrag-Uebungsleiter-Ehrenamtspauschale

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Marc
Marc
2 Monate zuvor

Hallo, ich hätte folgende Frage.
Ich arbeite momentan an meiner Hochschule für 400€ im Monat.
Da ich meinen Bachelorabschluss nun habe, soll ein neuer Vertrag aufgesetzt werden bei dem ich einen höheren Stundenlohn bekomme.
Damit würde mein Verdienst auf 468 Euro pro Monat kommen( ich würde zwar lieber etwas weniger arbeiten, aber Wochenstunden können nur gestaffelt im Vertrag festgehalten werden, daher wäre ich sonst bei 312 Euro bei weniger Stunden).
Der neue Vertag wäre befristet von Dezemeber 2020 bis Juli 2021.
Ich bin momentan in der Übergangsphase zwischen Bachelor und Master und kann daher nicht das Werkstudentenprivileg in Anspruch nehmen.
Nun wäre meine Frage, ob ich bei einem Verdienst von 468€ über diese 8 Monate noch in die Kategorie 450 Eurojob bzw. befristetes Arbeitsverhältnis fallen würde und ob ich meinen Lohn in diesem Fall versteuern müsste?
Anzumerken wäre noch, dass ich bereits nicht mehr familienversichert bin.
Mein momentan laufender Vertrag besteht seit August 2020.
Freunliche Grüße und vielen Dank im voraus,
Marc

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Antwort auf  Marc
2 Monate zuvor

Hallo Marc,

mit einem monatlichen Verdienst von mehr als 450 Euro sind Sie kein Minijobber mehr. Da Ihre Beschäftigung augenscheinlich auch nicht als kurzfristiger Minijob abgerechnet werden kann, werden Sie durch den Arbeitgeber sicher sozialversicherungs- und steuerpflichtig zu Ihrer Krankenkasse angemeldet. Der Vorteil hierbei ist, dass Sie über Ihre Beschäftigung auch selbst krankenversichert sind, was bei einem Minijob nicht der Fall wäre.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Anonym
Anonym
3 Monate zuvor

Hallo,
ich bin Schüler und habe 2 Minijobs mit immer unterschiedlichen Einkommen. D.h. es werden Monate unter 450€ (zusammen) sein, aber auch Monate über 450€. Wird dies wegen den Steuern monatlich betrachtet oder ist nur entscheidend, dass ich nicht über die 5400€ jährlich komme?
Vielen Dank!

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Antwort auf  Anonym
3 Monate zuvor

Hallo,

die Verdienstgrenze von 450 Euro pro Monat ist ein Durchschnittswert. Arbeiten Sie also volle 12 Monate in beiden 450-Euro-Minijobs und verdienen in dieser Zeit nicht mehr als 5.400 Euro, können beide Beschäftigungen für Sie sozialversicherungsfrei bleiben und pauschal versteuert werden. Das gilt auch dann, wenn Sie in einigen Monaten mehr als 450 Euro erhalten.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Hammer Heidi
Hammer Heidi
4 Monate zuvor

hallo, arbeite seit 8 jahren im Minijob, 12 x 450 € – höre jetzt im Sept. 2020 auf – habe dann diese Jahr 9 Monat, kann ich dann mahr als 4050 verdienen ?

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Antwort auf  Hammer Heidi
4 Monate zuvor

Hallo Heidi,

sind Sie nur in 9 Monaten beschäftigt, liegt Ihre anteilige Verdienstgrenze bei 4.050 Euro. Diese darf nicht überschritten werden, um Ihren Minijob nicht zu gefährden. Überschreiten Sie diese Grenze muss geschaut werden, ob die Überschreitung ggf. aus unvorhersehbaren Gründen geschah. Das gelegentliche und unvorhersehbare Überschreiten der Verdienstgrenze von 450 Euro führt Zusammenhang nicht zur Beendigung des Minijobs.
Als gelegentlich galt bisher ein Zeitraum von bis zu 3 Monaten innerhalb der vergangenen 12 Monate. Handelt es sich um ein gelegentliches unvorhersehbares Überschreiten, darf auch die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro überschritten werden – der Minijob bleibt weiterhin bestehen.
Aufgrund der Corona-Pandemie gilt für die Zeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 übergangsweise ein bis zu 5-maliges unvorhersehbares Überschreiten der Verdienstgrenze innerhalb der letzten 12 Monate als gelegentlich.
Vielleicht interessiert Sie in diesem Zusammenhang auch unser Blogbeitrag „Mehrarbeit wegen Corona: 450-Euro-Grenze darf im Minijob überschritten werden“.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Holger
Holger
4 Monate zuvor

Hallo, ich beziehe als Minijobber regelmäßig 450€ pro Monat. Kann ich vom Arbeitgeber zusätzlich steuerfreie Sachbezüge (max 44€ z.B. Jobticket) oder (vom AG mit 15% pauschal versteuerte) Fahrtkostenzuschüsse erhalten?

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Antwort auf  Holger
4 Monate zuvor

Hallo Holger,

steuerfreie Leistungen – z. B. Sachbezüge in Höhe von bis zu 44 Euro monatlich – können Sie zusätzlich zum Verdienst von 450 Euro erhalten, ohne dass sie bei der Prüfung der Einhaltung der Verdienstgrenze berücksichtigt werden.
Ob eine geplante Leistung tatsächlich steuerfrei bleibt erfahren Sie bei Ihrem zuständigen Finanzamt.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Alberè
Alberè
6 Monate zuvor

Hallo ,

1. Wenn ich im Jahr 2020 im April einen langfristigen Minijob anfange , darf ich dann den Rest des Jahres mehr verdienen , da ich erst im April gestartet habe mit der Arbeit oder beziehen sich die 12 Monate auf das Datum ab Vertragsunterzeichnung?

2. Da bei mir das Gehalt schwankt , mal 300 , mal 150 , darf ich dann für die übrigen Monate über 450 kommen , unabhängig von den gesetzlich gegebenen Ausnahmen?

Amanda
Amanda
7 Monate zuvor

Hallo,
ich möchte für die nächsten knappen drei Monate einen Minijob ausführen. Ich bin über meine Eltern privat versichert und musste in der Vergangenheit schon einmal wegen eines anderen Jobs, bei dem ich mehr als 450 Euro pro Monat verdient habe, in die gesetzliche Krankenkasse wechseln. Da ich aber jetzt schon weiß, dass ich nur eine kurze Beschäftigung suche, ist mir der Aufwand zu groß schon wieder einen Krankenversicherungswechsel durchzuführen.
Wenn ich das richtig verstanden habe, dann kann man bei einem Minijob, den man 12 Monate ausübt in einigen Monaten mehr als 450 Euro verdienen, wenn man am Ende des Jahres insgesamt trotzdem nur auf 5400 Euro kommt. Wenn ich jetzt aber einen Job nur für drei Monate mache und das vorher auch schon weiß, kann ich dann trotzdem mehr als 450 Euro verdienen? Und wenn das geht, muss ich dann im restlichem Jahr darauf achten, dass ich mit anderen Minijobs nicht die Grenze von 5400 Euro überschreite?

Viele Grüße,
Amanda

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Antwort auf  Amanda
7 Monate zuvor

Hallo Amanda,

es gibt zwei Arten von Minijobs. Zum einen den 450-Euro-Minijob und zum anderen den kurzfristigen Minijob. Die Beurteilung, um was für eine Beschäftigung es sich handelt, trifft der Arbeitgeber.

450-Euro-Minijobs sind geringfügig entlohnte Beschäftigungen. Sie werden meist regelmäßig ausgeübt und es kommt dabei auf die wöchentliche Arbeitszeit und die monatlichen Einsätze nicht an. Wichtig ist, dass Sie als Minijobberin regelmäßig nicht mehr als 450 Euro im Monat verdienen dürfen. Bei einer ununterbrochen in 12 Monaten ausgeübten Beschäftigung ergibt sich somit eine Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro. Sind Sie in weniger als 12 Monaten beschäftigt, reduziert sich diese Grenze anteilig. Grundlagen 450-Euro-Minijob: https://t1p.de/MJZE-450-Euro-Minijobs-gewerblich

Daneben gibt es noch die kurzfristigen Minijobs.
Kurzfristige Minijobs heißen auch kurzfristige Beschäftigungen. Sie werden meist nicht regelmäßig, sondern nur gelegentlich ausgeübt. Ein kurzfristiger Minijobber hat generell keine Verdienstbeschränkung. Nur, wenn Sie über 450 Euro monatlich verdienen, muss Ihr Arbeitgeber prüfen, ob Sie berufsmäßig arbeiten. Wer berufsmäßig arbeitet, darf mit einem Entgelt über 450 Euro im Monat nicht kurzfristig beschäftigt werden und hat damit keinen Minijob. Berufsmäßigkeit heißt: Die Beschäftigung ist für Sie nicht von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung, sondern Sie sichern damit Ihren Lebensunterhalt.

Wichtig ist weiterhin, dass Sie als kurzfristige Minijobberin im Laufe eines Kalenderjahres nicht mehr als drei Monate oder insgesamt 70 Arbeitstage arbeiten dürfen. Aufgrund der Corona-Pandemie sind die Zeitgrenzen für kurzfristige Beschäftigungen übergangsweise neu geregelt worden. Für die Zeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 gelten die Zeitgrenzen von fünf Monaten oder 115 Arbeitstagen. Grundlagen kurzfristiger Minijob: http://t1p.de/MJZE-kurzfristig-gewerbliche-Minijobs
Möglich ist auch einen 450-Euro-Minijob und einen kurzfristigen Minijob gleichzeitig auszuüben. Es erfolgt in diesem Fall keine Zusammenrechnung der Arbeitsentgelte.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Kira
Kira
7 Monate zuvor

Hallo,

ich arbeite in einem Supermarkt und verdiene monatlich normalerweise circa 410€, durch die Corona Pandemie musste jeder allerdings viele Extraschichten schieben wodurch ich im April, Mai und auch nun im Juni mehr verdienen werde. Ich habe allerdings gelesen, dass in nicht vorhersehbaren Fällen die Grenze von 450€ monatlich bis zu 5 mal zwischen dem 1.3. und 31.10. überschritten werden darf, wäre dies bei mir gegeben oder nicht?

Lg Kira

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Antwort auf  Kira
7 Monate zuvor

Hallo Kira,

der erhöhte zeitliche Aufwand im Zusammenhang mit der Corona-Krise war für Ihren Arbeitgeber sicher nicht vorhersehbar. Das gelegentliche und unvorhersehbare Überschreiten der Verdienstgrenze von 450 Euro führt in diesem Zusammenhang nicht zur Beendigung des Minijobs.

Als gelegentlich galt bisher ein Zeitraum von bis zu 3 Monaten innerhalb der vergangenen 12 Monate. Handelt es sich um ein gelegentliches unvorhersehbares Überschreiten, darf auch die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro überschritten werden – der Minijob bleibt weiterhin bestehen.

Aufgrund der Corona-Pandemie gilt für die Zeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 übergangsweise ein bis zu 5-maliges unvorhersehbares Überschreiten der Verdienstgrenze innerhalb der letzten 12 Monate als gelegentlich. Vielleicht interessiert Sie in diesem Zusammenhang auch unser Blogbeitrag „Mehrarbeit wegen Corona: 450-Euro-Grenze darf im Minijob überschritten werden“.

Die abschließende sozialversicherungsrechtliche Beurteilung trifft jedoch Ihr Arbeitgeber.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Mayka
Mayka
8 Monate zuvor

Hallo,
Ich konnte aufgrund der Schließung der Gastro meinen Minijob nicht mehr ausführen und habe in der Zeit mir einen anderen im Supermarkt gesucht. Jetzt kann ich ab morgen wieder in meinem alten Job starten. Wäre es jetzt von Nachteil wenn sich die Einnahmen vom Supermarkt mit denen der Gastro überschneiden und man kommt nun einmalig drüber , gibt es dafür jetzt auch eine Coronaausnahme ?
Lg

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Antwort auf  Mayka
8 Monate zuvor

Hallo Mayka,

das kommt ganz darauf an, ob Sie noch eine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung haben.

Üben Sie keine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung aus, können Sie mehrere 450-Euro-Minijobs nebeneinander ausüben. Der gesamte monatliche Verdienst darf jedoch durchschnittlich 450 Euro nicht überschreiten.

Neben einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis können Sie hingegen nur einen Minijob sozialversicherungsfrei ausüben. Das bedeutet, dass Ihr zweiter Minijob versicherungspflichtig zu Ihrer Krankenkasse gemeldet wird.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Nicolé Effertz
Nicolé Effertz
Antwort auf  Mayka
7 Monate zuvor

Hallo,
ich übe z.Z.eine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung sowie eine 360,-€ Stelle(auch versichert) aus.Meine Frage:Kann ich noch eine 450,-€ Stelle annehmen?
Vielen Dank im Voraus…
LG Nicolé

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Antwort auf  Nicolé Effertz
7 Monate zuvor

Hallo Nicolé,

bei Ihren Nebenbeschäftigungen handelt es sich mit einem Verdienst bis maximal 450 Euro im Monat um zwei Minijobs.

Neben Ihrer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung dürfen Sie genau einen 450-Euro-Minijob sozialversicherungsfrei ausüben. Hierbei ist die zeitliche Reihenfolge maßgebend, in welcher beide Minijobs aufgenommen werden. Der zeitlich zuerst gemeldete 450-Euro-Minijob bleibt für Sie sozialversicherungsfrei.

Jeder weitere – ggf. auch höher entlohnte – 450-Euro-Minijob wird zusammen mit der Hauptbeschäftigung sozialversicherungs- und steuerpflichtig an Ihre Krankenkasse gemeldet. Hierbei spielt es auch keine Rolle, ob die Verdienste aus beiden Minijobs zusammen 450 Euro überschreiten. Mit Ausnahme der Arbeitslosenversicherung fallen dann auch für Sie als Arbeitnehmer Sozialversicherungsbeiträge in diesem zweiten Minijob an.

Neben Ihrer Hauptbeschäftigung und dem 450-Euro-Minijob könnten Sie jedoch parallel noch einen kurzfristigen Minijob sozialversicherungsfrei ausüben. Vielleicht interessiert Sie hierzu auch unser Blogbeitrag: Hauptjob, 450-Euro-Minijob und kurzfristiger Minijob! Geht das? http://t1p.de/Blogbeitrag-Hauptjob-Minijob-kurzfristig

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Maike
Maike
9 Monate zuvor

Hallo,
ich habe von September 2019 bis Februar 2020 eine kurzfristige Beschäftigung gehabt und habe in diesem Zeitraum 4 Mal mehr als 450€ verdient. Ende Februar habe ich zu einem anderen Arbeitgeber gewechselt und bin dort auf 450€ Basis eingestellt. Nun habe ich diesen Monat jedoch wegen Corona (also unvorhersehbar) ca 1000€ verdient und plötzlich muss ich Sozialversicherung zahlen. Ist das so richtig? Im Kalenderjahr 2019 habe ich die 5400€ nicht überschritten und ich verstehe den Grund für die plötzlich anfallenden Sozialabgaben nicht und hierüber wurde ich auch von meinem Arbeitgeber nicht informiert. Es ist auch nicht geplant, dass ich in Zukunft erneut über 450€ verdiene, diesen Monat war das lediglich der Krise geschuldet. Ich dachte, dass die Verdienste von der kurzfristigen Beschäftigung beim alten Arbeitgeber nicht mit reinzählen. Können Sie mir erklären, weshalb ich jetzt Sozialabgaben zahlen muss?
Beste Grüße und vielen Dank im Voraus!

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Antwort auf  Maike
9 Monate zuvor

Hallo Maike,

bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir an dieser Stelle aufgrund des Datenschutzes keine umfassende sozialversicherungsrechtliche Beurteilung Ihrer Beschäftigung vornehmen können.

Allgemein ist zu Ihrer Anfrage Folgendes zu sagen:
Die sozialversicherungsrechtliche Beurteilung nimmt jeweils der Arbeitgeber vor. Er beurteilt das betreffende Beschäftigungsverhältnis erstmals zu Beginn und später bei jeder dauerhaften Veränderung vorausschauend für ein Jahr. Hierbei werden alle Einkünfte berücksichtigt, die mit Sicherheit zu erwarten sind – inkl. Einmalzahlungen wie beispielsweise Weihnachts- oder Urlaubsgeld. Das gelegentliche und unvorhersehbare Überschreiten der Verdienstgrenze von 450 Euro führt in diesem Zusammenhang nicht zur Beendigung des Minijobs. Aufgrund der Corona-Pandemie gilt für die Zeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 übergangsweise ein bis zu 5-maliges unvorhersehbares Überschreiten der Verdienstgrenze als gelegentlich.

Verdienste aus einem früheren Beschäftigungsverhältnis bei einem anderen Arbeitgeber werden hierbei nicht berücksichtigt.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Anonym
Anonym
9 Monate zuvor

Gilt die 5400€-Grenze auch bei der Ausübung von zwei Minijobs, sprich darf ich einige Monate insgesamt auch mehr als 450€ monatlich verdienen, wenn die jährliche Grenze nicht überschritten wird? Es handele sich um eine vorhersehbare Überschreitung der 450€

Kai
Kai
10 Monate zuvor

Hallo,

ich bin neben meinem Studium in einer geringfügigen Beschäftigung und verdiene zwischen 330 und 380 je nach Diensteinteilung, das ist aber getrennt in Grundentgelt von etwa 140 plus Zuschläge (Feiertage & Nacht) und Geld für Mehrarbeit der Vormonate. Wenn ich jetzt bei einem weiteren Job arbeiten möchte, muss ich dort 350 Euro angeben als Verdienst? Oder 140?
Wenn dieser zweite Job auf 50€ angemeldet wird, dann bleibe ich unterhalb der Verdienstgrenze und kein Job wird sozialversicherungspflichtig?
Grüße,
Kai

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Antwort auf  Kai
10 Monate zuvor

Hallo Kai,

grundsätzlich dürfen Sie mehrere 450-Euro-Minijobs gleichzeitig ausüben. Hierbei ist darauf zu achten, dass der durchschnittliche monatliche Verdienst in Summe nicht über 450 Euro liegt. Als Grundlage bei der Zusammenrechnung der Verdienste zählt der Bruttolohn. Steuerfreie Zuschläge (z.B. Sonn- und Feiertagszuschlag) sind grundsätzlich nicht zu berücksichtigen.

Überschreiten Sie die Summe von 450 Euro nicht, bleiben beide Beschäftigungen 450-Euro-Minijobs.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Cem
Cem
10 Monate zuvor

Hallo,
Ich habe 2 Mini-Jobs. Bei dem einen verdiene ich monatlich 100 Euro fest. und bei der anderen variiert das je nach Arbeitszeit.
Ab Januar habe ich nur 100 Euro verdient weil mein anderer Job den Besitzer gewechselt hat also habe ich erst Februar einen Vertrag beim 2. Jobs.

Da ich jetzt in Januar nicht die restlichen 350 Euro verdient habe, kann ich für Februar 450+350 Euro also 800 verdienen?

Danke im Voraus.

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Antwort auf  Cem
10 Monate zuvor

Hallo Cem,

Ihre Annahme, dass Sie den „Verdienstpuffer“ aus dem bisherigen Monat im Zeitraum der Mehrfachbeschäftigung mehr verdienen dürfen und es sich dann immer noch um 450-Euro-Minijobs handelt, ist nicht korrekt. Die Grenze von 5.400 Euro gilt für das Zeitjahr. Beide Arbeitgeber müssen diese Grenze ab Aufnahme eines zweiten Minijobs für die Zukunft betrachten, um zu entscheiden, ob Minijobs vorliegen. Somit erfolgt die Beurteilung neu ab Februar, Sie dürfen von Februar bis Dezember 2020 mit beiden 450-Euro-Minijobs 4.950 Euro (11 x 450 Euro) verdienen.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Pablo
Pablo
10 Monate zuvor

Moin,

ich arbeite neben der Schule in einer Tankstelle auf 450€ Basis, bekomme dabei noch Sonntagszulage von ca. 150€ und Kindergeld von ca. 200€
Ist das alles so rechtens?

Mit freundlichen Grüßen,

Pablo

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Antwort auf  Pablo
10 Monate zuvor

Hallo Pablo,

für Minijobber gilt der Grundsatz der Gleichbehandlung. So dürfen Minijobber nicht schlechter behandelt werden als vergleichbare vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Tracker
Tracker
11 Monate zuvor

Also, es ist undurchsichtig mit der Berechnung ihrer 5400 € Grenze.
Wenn der gesammte betrag 5400€ betragen kann, warum muss man nur bei einem Arbeitgeber beschäftigt sein….Ich habe mitte des Jahres eine Tätigkeit aufgegeben, und 2 Monate später eine neue Angefangen. Zu diesem Zeitpunkt,( LKW-Fahren) hatte ich erst 2400 € verdient. Also bleiben noch 3000,00€ über. Im Oktober habe ich dann bei einem Anderen Arbeitgeber 450 € verdient, und im Monat November, wegen Krankheitfälle, mehrarbeit in höhe von 700 € geleistet und im Dezember in höhe von 800 € geleistet.
Die Jährliche verdienstgrenze ist hier noch nicht überschritten. Trotzdem musten Steuern und Sozialversicherung im erhöten maße gezahlt werden. Eine Minderung der KAL wurde Angedroht….
MFG

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Antwort auf  Tracker
11 Monate zuvor

Guten Tag,

die Verdienstgrenze von 5.400 Euro gilt für eine in 12 Monaten ununterbrochen ausgeübte Beschäftigung. Ihre Annahme, dass Sie den “Verdienstpuffer” aus den bisherigen Monaten im Zeitraum der Mehrfachbeschäftigung mehr verdienen dürfen und es sich dann immer noch um 450-Euro-Minijobs handelt, ist nicht korrekt.

Gehen Sie keiner sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach, können Sie auch mehrere Minijobs parallel ausüben. Wichtig ist, dass der durchschnittliche monatliche Verdienst dann 450 Euro in Summe nicht überschreiten darf.

Übersteigt der Jahresverdienst 5.400 Euro bei einer (12monatigen Beschäftigung), weil sich Ihr Verdienst in einzelnen Monaten auf mehr als 450 Euro erhöht, kommt es darauf an, ob dies regelmäßig und vorhersehbar oder gelegentlich und nicht vorhersehbar erfolgt.

Passiert das gelegentlich und nicht vorhersehbar, das heißt bis zu drei Mal in einem Zwölf-Monats-Zeitraum, bleibt die Tätigkeit ein Minijob. In solchen Ausnahmefällen darf der Jahresverdienst auch weit mehr als 5.400 Euro betragen.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Marie
Marie
11 Monate zuvor

Ich kenn mich auch nicht so richtig aus, ich bin selbstständig (Kleinunternehmen) und verdiene ca. 350€/Mon. da das Geld nicht reicht, habe ich mich für einen Minijob beworben (450€) muss ich steuern und sozialversicherung zahlen? oder nicht?

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Antwort auf  Marie
11 Monate zuvor

Hallo Marie,

neben Ihrer selbstständigen Tätigkeit dürfen Sie auch mehrere 450-Euro-Minijobs ausüben. Zu beachten ist hierbei, dass der durchschnittliche monatliche Verdienst die Grenze von 450 Euro nicht übersteigt. Ein 450-Euro-Minijob ist – ausgenommen der Rentenversicherung – für den Beschäftigten sozialversicherungsfrei. Als Minijobberin haben Sie die Möglichkeit sich auf Antrag von der Rentenversicherungspflicht befreien zu lassen. Möchten Sie über den 450-Euro-Minijob rentenversichert sein, liegt Ihr Eigenanteil im gewerblichen Bereich bei 3,6%.

Weitere Informationen zur Befreiung von der Rentenversicherungspflicht im 450-Euro-Minijob finden Sie auf unserer Homepage unter folgendem Link: https://t1p.de/MJZE-Befreiung-von-der-Rentenversicherungspflicht

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Geertjan
Geertjan
11 Monate zuvor

Hallo,
Wenn ich in Januar mit einem Minijob angefange, darf ich dann im Januar schon mehr als 450 € verdienen, so lange ich danach mal weniger verdiene, damit ich am Ende des Jahres unter 5400 € bleibe?
Oder gilt dann Ende Januar eine Grenze von 450 €, Ende Februar eine Grenze von 900 €, Ende März 1350 € u.s.w. bis Ende Dezember eine Grenze von 5400 €?
Vielen Dank im Voraus

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Antwort auf  Geertjan
11 Monate zuvor

Hallo Geertjan,

ja, das ist möglich. Ein Minijob liegt vor, wenn der monatliche Verdienst 450 Euro im Durchschnitt nicht überschreitet. Sind Sie für einen Zeitraum von 12 Monaten ununterbrochen beschäftigt, ergibt sich damit eine Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro. Wird dieser Betrag nicht überschritten liegt auch dann noch ein Minijob vor, wenn Sie in einzelnen Monaten mehr als 450 Euro verdienen.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
1 Jahr zuvor

Hallo,

ein 450-Euro-Minijob und ein kurzfristiger Minijob können parallel ausgeübt werden. Die Verdienste aus beiden Beschäftigungen werden nicht zusammen gerechnet. Voraussetzung hierfür ist, das beide Beschäftigungen bei unterschiedlichen Arbeitgebern ausgeübt werden. Beide Arbeitgeber melden die Beschäftigungen bei der Minijob-Zentrale an.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Anonym
Anonym
Antwort auf  dieminijobzentrale
1 Jahr zuvor

Ja, es handelt sich um unterschiedliche Arbeitgeber.
Vielen lieben Dank für die Antwort!

Jost
Jost
1 Jahr zuvor

Hallo,
Ich bin Student und arbeite geringfügig beschäftigt an der Uni. Dabei werde ich im Jahr 2020 4996,80€ verdienen. Ich möchte nun einen weiteren kurzfristigen Minijob für 2 Monate annehmen, mit welchem ich aber etwas über die Grenze von 5400€ im Jahr 2020 komme. Ich habe gelesen dass kurzfristige, ungeplante Überschreitungen der 5400€ Grenze nicht schlimm sind. Wie sieht es mit kurzfrisitger, aber geplanter Überschreitung aus? Vorraussichtlich werde ich die 5400€ Grenze nur leicht überschreiten, und das eben auch nur einmalig. Ist das in Ordnung? und was muss ich tun, wenn das nicht in Ordnung ist?
Besten Dank im Voraus und liebe Grüße!

Herr Pelikan
Herr Pelikan
1 Jahr zuvor

Hallo!
Ich habe eine Frage zur Beurteilung der Verdienstgrenze im Minijob nach dem ersten Beschäftigungsjahr:

Ein Mitarbeiter wird ab 01.07.2019 beschäftigt. Somit darf er von Juli 2019 bis Juni 2020 insgesamt 5400 € verdienen.

Wie erfolgt dann die weitere Bewertung der 5400 € Grenze?
a) von 07/20 bis 06/21, dann von 07/21 bis 06/22 usw. ?
b) von 01/20 bis 12/20, dann von 01/21 bis 12/21 usw. ?
c) von 07/19 bis 12/19 2700 € und weiter mit Möglichkeit b) ?
d) kann ich mir das aussuchen?

Des Weitern interessiert mich, wie bei z.B. krankheitsbedingter Mehrarbeit in einem Monat die Berechnung erfolgt?

07/19 bis 01/20 je 450€
02/20 1000 € wegen Krankheitsvertretung
03/20 bis 06/20 je 450 €

Steigt dann einfach die erlaubte Grenze von 5400 € auf 5950 € für 07/19 bis 06/20?

oder

Beginnt dann ab 03/20 eine neuer 12-Monats-Zeitraum mit Höchstgrenze 450€?

Freue mich auf die Antworten. Vielen Dank im voraus.

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Antwort auf  Herr Pelikan
1 Jahr zuvor

Hallo Herr Pelikan,

bei der Prüfung der Frage, ob das Arbeitsentgelt 450 Euro übersteigt, ist vom regelmäßigen Arbeitsentgelt auszugehen. Das regelmäßige Arbeitsentgelt ermittelt sich abhängig von der Anzahl der Monate, für die eine Beschäftigung gegen Arbeitsentgelt besteht, wobei maximal ein Jahreszeitraum (12 Monate) zugrunde zu legen ist.

Bei einem Beschäftigungsbeginn zum 1. Juli erstreckt sich somit der zu beurteilende Jahreszeitraum bis zum 30. Juni des Folgejahres. Dabei darf das regelmäßige Arbeitsentgelt im Durchschnitt einer Jahresbetrachtung 450 Euro nicht übersteigen (maximal 5.400 Euro pro Jahr bei durchgehender mindestens 12 Monate dauernder Beschäftigung gegen Arbeitsentgelt in jedem Monat).

Es spricht jedoch auch nichts dagegen, wenn der Arbeitgeber aus abrechnungstechnischen Gründen stets zu Beginn eines neuen Kalenderjahres eine erneute vorausschauende Beurteilung vornimmt.

Übersteigt der Jahresverdienst 5.400 Euro, weil sich der Verdienst des Minijobbers in einzelnen Monaten auf mehr als 450 Euro erhöht, kommt es darauf an, ob dies regelmäßig und vorhersehbar oder gelegentlich und nicht vorhersehbar erfolgt.

Passiert das gelegentlich und nicht vorhersehbar, das heißt bis zu drei Mal in einem Zwölf-Monats-Zeitraum, bleibt die Tätigkeit ein Minijob. In solchen Ausnahmefällen darf der Jahresverdienst auch weit mehr als 5.400 Euro betragen.

Eine erneute vorausschauende versicherungsrechtliche Beurteilung ist nur dann erforderlich, wenn es sich um dauerhafte Veränderungen handelt.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Philipp
Philipp
1 Jahr zuvor

Liebes Team,

ich übernehme ab 01.01.20 eine nebenberuflich eine Hausmeistertätigkeit, die mit 340 Euro mtl. vergütet wird. Meine Arbeitszeiten kann ich mir frei einteilen – es gibt ein Aufgabenfeld mit regelmäßigen Tätigkeiten (Treppenhaus reinigen ect.) sowie nach Bedart (z.B. Winterdienst, Rasen mähen, Sträucher zuschneiden)

1) Wie verhält es sich hierbei mit dem Urlaubsanspruch?

2) Da ich mir die Arbeit in Prinzip selbst einteilen kann – bin ich da überhaupt an
Regelungen gebunden, wenn ich mehr Urlaubstage benötige, als mir ggf.
zustehen? Z.B. wenn ich in dieser Zeit eigenständig einen “Ersatzmann” besorge,
der die anfallende Arbeit (auf Freundschaftsbasis) erledigt.
Was gilt es in diesem Fall evtl. noch zu beachten?

Beste Grüße
Philipp
.

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Antwort auf  Philipp
1 Jahr zuvor

Guten Morgen Philipp,

liegt ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis vor, gelten arbeitsrechtliche Ansprüche für Sie als Arbeitnehmer.

Eine abhängige Beschäftigung ist gekennzeichnet durch das Direktions- und Weisungsrecht des Arbeitgebers. Darunter versteht man die Vorgabe des Arbeitsortes, der Arbeitszeit, der Arbeitsdauer und der Art der Arbeit durch den Arbeitgeber. Auch spricht der Abschluss eines Arbeitsvertrages für ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis. Ein Arbeitsvertrag für Minijobber ist nicht zwingend. Allerdings hat Ihr Arbeitgeber Ihnen spätestens einen Monat nach Beginn des Arbeitsverhältnisses einen Nachweis über die wesentlichen Arbeitsbedingungen schriftlich auszuhändigen. Das gilt für alle Minijobber, die nicht nur vorübergehend -höchstens einen Monat- als Aushilfe arbeiten.

Der schriftliche Nachweis muss folgende Angaben enthalten:
– Name und Anschrift der Vertragsparteien
– Beginn – und bei befristeten Arbeitsverhältnissen – auch die voraussichtliche Dauer des Arbeitsverhältnisses
– Arbeitsort
– Art der Tätigkeit
– Zusammensetzung, Höhe und Fälligkeit des Verdienstes – einschließlich Zuschlägen, Zulagen, Prämien, Sonderzahlungen sowie anderen Bestandteilen des Verdienstes
– Arbeitszeit
– Dauer des jährlichen Erholungsurlaubs
– Kündigungsfristen
– Hinweis auf geltende Tarifverträge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen

Arbeitgeber und Arbeitnehmer können vereinbaren, dass der Arbeitnehmer seine Arbeitsleistung entsprechend dem Arbeitsanfall erbringt (Arbeit auf Abruf). Die Vereinbarung muss jedoch eine bestimmte Dauer der wöchentlichen und täglichen Arbeitszeit festlegen.

Probleme wirft dieser Weg auf, wenn die wöchentliche Arbeitszeit schwankt. Hinzu kommen Schwierigkeiten bei der Bestimmung, wann der Urlaubsanspruch erfüllt ist, beispielsweise wenn der Arbeitnehmer nur für einen Tag frei haben möchte. Als Lösung bietet sich an, anhand der festzulegenden Arbeitszeit zu ermitteln, an wie vielen Tagen pro Woche der Arbeitnehmer durchschnittlich zu arbeiten hat.

Abschließend empfehlen wir Ihnen, sich mit Ihrer konkreten arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales zu wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Anonym
Anonym
Antwort auf  dieminijobzentrale
1 Jahr zuvor

Herzlichen Dank, liebes Blog-Team, für die ausführliche Info ………..

Anonym
Anonym
1 Jahr zuvor

Hallo,
Seit mittel Oktober mach ich einen Minijob von 450 Euro Basis. Bis jetzt war der Gehalt immer unterschiedlich aber nicht einmal über 450€ geschritten. Jetzt habe ich aber gerechnet dass der Gehalt für diesen Monat etwa rund 455€ wird. Wie würde das denn gehen?

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Antwort auf  Anonym
1 Jahr zuvor

Hallo,

bei der Prüfung der Frage, ob das Arbeitsentgelt 450 Euro übersteigt, ist vom regelmäßigen Arbeitsentgelt auszugehen. Das regelmäßige Arbeitsentgelt ermittelt sich abhängig von der Anzahl der Monate, für die eine Beschäftigung gegen Arbeitsentgelt besteht, wobei maximal ein Jahreszeitraum (12 Monate) zugrunde zu legen ist.

Bei einem Beschäftigungsbeginn zum 1. Oktober erstreckt sich somit der zu beurteilende Jahreszeitraum bis zum 30. September des Folgejahres. Dabei darf das regelmäßige Arbeitsentgelt im Durchschnitt einer Jahresbetrachtung 450 Euro nicht übersteigen (maximal 5.400 Euro pro Jahr bei durchgehender mindestens 12 Monate dauernder Beschäftigung gegen Arbeitsentgelt in jedem Monat).

Steht bereits zu Beginn der Beschäftigung fest, dass diese nicht durchgehend für mindestens 12 Monate gegen Arbeitsentgelt besteht, ist die zulässige Arbeitsentgeltgrenze für den Gesamtzeitraum entsprechend zu reduzieren.

Somit kann es auch Monate geben, in denen die monatliche Grenze von 450 Euro überschritten wird, solange auf das Jahr gesehen die 5.400 Euro nicht überschritten werden.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Betül Kar
Betül Kar
1 Jahr zuvor

Guten Abend,
Und zwar habe ich folgendes “Problem”..
Ich habe seit April einen 450 Euro Job und jetzt seit November einen zweiten. Damit beschreiten ich meine 450€ pro Monat. Was muss ich nun tun? Wie funktioniert das mit den Steuern muss ich das selber machen, oder macht das mein Arbeitgeber? & muss ich dann beide Jobs versteuern oder nur einen?

Vielen Dank schonmal im voraus
LG

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Antwort auf  Betül Kar
1 Jahr zuvor

Hallo,

die Beurteilung Ihrer Beschäftigungen erfolgt ab Aufnahme des zweiten 450-Euro-Minijob (November 2019) neu für die folgenden 12 Monate. Die Beurteilung obliegt Ihren Arbeitgebern.

Liegen die Verdienste aus beiden 450-Euro-Minijobs in Summe über 450 Euro, besteht Sozialversicherungs- und Steuerpflicht. Beide Beschäftigungen sind durch Ihre Arbeitgeber an Ihre zuständige Krankenkassen zu melden.

Für ausführliche Informationen zur Beitragshöhe in versicherungspflichtigen Beschäftigungen wenden Sie sich bitte an Ihre zuständige Krankenkasse.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Krupke
Krupke
1 Jahr zuvor

Hallo liebes Mini Job Team,

ich arbeite seit Jahren als geringfügige Beschäftige auf 450,oo € Basis, nun soll/könnte ich in diesem Monat, mehr/ doppelt so viel arbeiten(krankheitsbedingt durch eine Kollegin), würde dann 450€ mehr Gehalt bekommen.. wie verhält es sich hier mit der 5400 € Grenze ? Was ist hier mit der Sozialversicherungspflicht bzw Steuerpflicht ?

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Antwort auf  Krupke
1 Jahr zuvor

Hallo,

ein nur gelegentliches und nicht vorhersehbares Überschreiten der Entgeltgrenze führt nicht zur Beendigung des Minijobs. Im Einzelfall kann es daher zum Überschreiten der monatlichen Arbeitsentgeltgrenze von 450 Euro und auch der jährlichen Arbeitsentgeltgrenze von 5.400 Euro kommen. Dabei ist die Höhe des Verdienstes, in dem Monat, in dem die Entgeltgrenze unvorhersehbar überschritten wird, unerheblich.

Unvorhersehbar ist beispielsweise ein erhöhter Arbeitseinsatz wegen des krankheitsbedingten Ausfalls eines anderen Arbeitnehmers. Urlaubsvertretungen sind hingegen vorhersehbar und können somit nicht unter diese Regelung fallen.

Als gelegentlich ist dabei ein Zeitraum von bis zu drei Monaten innerhalb eines Zeitjahres anzusehen.

Haben Sie die Verdienstgrenze in den zurückliegenden 12 Monaten nicht mehr als dreimal überschritten (inklusive der aktuellen Überschreitung) bleibt es grundsätzlich beim Minijob.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Hannah
Hannah
1 Jahr zuvor

Hallo,
ich habe neben der schule einen Minijob, bei welchem ich meine Arbeitstage selbst aussuchen kann und auch wie oft ich arbeite. Somit ist mein Monatseinkommen unterschiedlich. Wie oft darf ich die 450 euro grenze überschreiten damit es noch als Minijob zählt?

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Antwort auf  Hannah
1 Jahr zuvor

Hallo Hannah,

bei einer ununterbrochenen Beschäftigung von 12 Monaten liegt die Jahresverdienstgrenze bei 5.400 Euro. Hierbei darf Ihr monatlicher Verdienst auch schwanken. Liegen Sie in Summe somit bei maximal 5.400 Euro in 12 Monaten, handelt es sich nach wie vor um ein 450-Euro-Minijob.

Lesetipp für Sie: Unser Blogbeitrag vom 24. September 2018 “Schwankender Verdienst im Minijob – Worauf Arbeitgeber achten müssen!” – https://t1p.de/Blogbeitrag-Minijob-schwankender-Verdienst

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Tobias R.
Tobias R.
1 Jahr zuvor

Hallo, ich habe einen Mini-Job, verdiene aber nur rund 350€ im Monat. Der Arbeitgeber gewährt seinen Mitarbeitern Personalrabatt. Mit meinem Einkäufen übersteige ich aber die Grenze von 1080€ pro Jahr (Beschäftigungsbeginn war im September). Bisher habe ich einen Beitrag in Höhe von gut 1400€ in Anspruch genommen. Wie wird mit der Differenz von 1400€ – 1080€ = 310€ umgegangen? Wird diese auf die 350€ im Monat drauf gerechnet? In dem Fall bin ich ja immer noch unter der 450€ Grenze pro Monat oder nicht?

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Antwort auf  Tobias R.
1 Jahr zuvor

Hallo,

wird der Freibetrag überschritten, ist der übersteigende Anteil (in Ihrem Sachverhalt 310 Euro) beitrag-und steuerpflichtig und zählt zum Arbeitsentgelt dazu.

Bei einer ununterbrochenen Beschäftigung von 12 Monaten liegt die Jahresverdienstgrenze bei 5.400 Euro, hierbei darf Ihr Verdienst auch schwanken. Liegen Sie in Summe somit bei maximal 5.400 Euro, handelt es sich nach wie vor um ein 450-Euro-Minijob.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Alexander K
Alexander K
1 Jahr zuvor

Guten Tag,
dürfen Minijobber auch Sachzuwendungen (500 € Jahr / 44 € Monatlich) bekommen und wird dadurch die 450 € Grenze nicht überschritten? Wie ist es in Kombination mit Aufwandentschädigungen?

Beispiel:
MA bekommt jeden Monat 450 € und zusätzlich noch 44 € Einkaufsgutschein jeden Monat.

Beispiel 2:
MA bekommt jeden Monat 450 € und zusätzlich noch 44 € Einkaufsgutschein jeden Monat und 20 € Fahraufwendungen da eigener PKW genutzt.

Vielen Dank
Alexander K.

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Antwort auf  Alexander K
1 Jahr zuvor

Guten Tag Alexander,

Sachbezüge bis zu einer Freigrenze von 44 EUR monatlich, die nicht in Geld bestehen, bleiben lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei. Diese Sachbezüge können dann zusätzlich zu den 450 Euro gewährt werden, ohne den Minijob zu gefährden.

Zuschüsse zu Fahrtkosten mit dem PKW für Fahrten zwischen Wohnort und Arbeitsstätte müssen nur dann nicht in der Verdienstgrenze für den Minijob berücksichtigt werden, wenn sie steuerfrei sind.
Die Möglichkeit der Fahrkostenerstattung für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, stellt bis zur Höhe von 0,30 Euro pro Entfernungskilometer kein Arbeitsentgelt dar, sofern der Arbeitgeber diesen Zuschuss mit 15 % (§ 40 Absatz 2 Einkommenssteuergesetz) pauschal beim Finanzamt versteuert und monatlich zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn zahlt.
Bei der Beurteilung des Minijobs bleibt der Fahrkostenzuschuss dann außer Betracht und zählt nicht zum Arbeitsentgelt hinzu.

Bei Fragen zur Abführung der 15 % Pauschalsteuer wenden Sie sich bitte an das für Sie zuständige Finanzamt.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Auweia
Auweia
1 Jahr zuvor

Ich gehe demnächst in Vollzeitrente. Da ich fit bin und leider Schulden habe, würde ich gerne noch etwas länger arbeiten. Da ich einen Minijob habe-300.- Euro monatlich, den ich auch gerne behalten würde, frage ich mich, ob ich noch einen Job, in gleicher Höhe haben dürfte. Es geht mir jetzt nicht um die Abgaben, die wären sicher höher , auch Steuern, aber dürfte ich überhaupt, mit 2 oder mehr Minijobs, die Jahresarbeitsgrenze so überschreiten.

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Antwort auf  Auweia
1 Jahr zuvor

Hallo,

als Rentner/in dürfen Sie grundsätzlich mehrere 450-Euro-Minijobs parallel ausüben. Liegt die Summe der Verdienste im Durchschnitt über 450 Euro, liegen keine 450-Euro-Minijobs mehr vor. Somit sind alle Beschäftigungen versicherungspflichtig zu Ihrer gesetzlichen Krankenkasse zu melden.
Übersteigt die Summe aller Verdienste die 450 Euro nicht, werden alle Beschäftigungen bei der Minijob-Zentrale angemeldet.

Vielleicht interessiert Sie in diesem Zusammenhang unser Blog-Beitrag vom 15. März 2018: “Können mehrere Minijobs gleichzeitig ausgeübt werden?” https://t1p.de/Blogbeitrag-gleichzeitig-mehrere-Minijobs

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

andersackern
andersackern
1 Jahr zuvor

Hallo liebes Minijobteam,

ich habe folgende Situation:
Als Aushilfe soll eine neue Arbeitnehmerin kurzfristig beschäftigt werden. (Als Vertretung für eine Arbeitskraft wenn diese krank ist oder Urlaub hat)

Sie ist aber zum einen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, und zum anderen schöpft sie die 450,00 Euro-Grenze mit einem geringfügigen Job aus.

Jetzt habe ich gelesen, das man kurzfristig auch noch dazu verdienen kann, wenn man die 450,00 Euro-Grenze schon ausgefüllt hat.
ABER geht das auch wenn man schon eine Hauptbeschäftigung hat?

Mal abgesehend davon, ob das überhaupt als Urlaubsvertretung möglich ist, das das ja vorhersehbar/ planbar ist.

Freue mich über eine Antwort und wünsche einen schönen Tag.

mfg Birkel

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Antwort auf  andersackern
1 Jahr zuvor

Hallo,

das ist möglich. Neben einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung und einem 450-Euro-Minijob können kurzfristige Minijobs parallel ausgeübt werden. Die Verdienste aus den jeweiligen Beschäftigungsarten werden nicht zusammengerechnet.

Vielleich interessiert Sie in diesem Zusammenhang auch unser Blog-Beitrag vom 20. September 2018: “Hauptjob, 450-Euro-Minijob und kurzfristiger Minijob! Geht das?” http://t1p.de/Blogbeitrag-Hauptjob-Minijob-kurzfristig

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

andersackern
andersackern
Antwort auf  dieminijobzentrale
1 Jahr zuvor

vielen Dank für die schnelle Antwort, sie haben mir sehr geholfen.

flieser christine
flieser christine
Antwort auf  dieminijobzentrale
8 Monate zuvor

hallo,ich bin ab 1. mai rentnerin ,arbeite beim gleichen arbeitgeber auf 450 euro,habe den 2 job schon gehabt,liegt im monat bei 55 euro,darf ich die grenze von 5400 euro überschreiten oder nicht,oder muß ich den 2.jop aufgeben mfg

Anonym
Anonym
1 Jahr zuvor

Hallo
Ich habe ab Dezember einen Minijob auf 450 Euro Basis zum Geschenke verpacken angenommen. Dieser Minijob beginnt also am 01.12 und endet am 31.12.!
Gleichzeitig bin ich aber noch Nachhilfelehrerin und verdiene hierbei so ca. 100 Euro im Monat.
Hat das irgendwelche Folgen für mich bezüglich Krankenkasse und komplett Steuerpflichtig? Oder muss ich hier etwas besonderes beachten?
(Von Januar 2019- Oktober 2019 hatte ich keinerlei Einkommen.)
Liebe Grüße

Anna

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Antwort auf  Anonym
1 Jahr zuvor

Hallo,

grundsätzlich dürfen Sie mehrere 450-Euro-Minijobs gleichzeitig ausüben. Die Summe der Verdienste aus allen Beschäftigungen darf jedoch 450 Euro im Monat durchschnittlich nicht überschreiten. Bei einer ununterbrochenen Beschäftigung von 12 Monaten liegt die Jahresverdienstgrenze bei 5.400 Euro. Hierbei darf Ihr Einkommen in einzelnen Monaten auch mehr als 450 Euro betragen.

Üben Sie nur für einen Monat zwei 450-Euro-Minijobs parallel aus, wird die Jahresverdienstgrenze anteilig berechnet. Somit dürften Sie in einem Monat mit beiden Beschäftigungen 450 Euro (1 x 450 Euro) nicht überschreiten. Übersteigt Ihr Einkommen diese Grenze, sind beide Beschäftigungen versicherungspflichtig zu Ihrer gesetzlichen Krankenkasse zu melden.

Erlauben Sie uns einen Hinweis:Neben einem 450-Euro-Minijob, gibt es auch den sogenannten kurzfristigen Minijobs. Diese sind von vorn herein auf 70 Tage oder 3 Monate im Jahr befristet. Neben einem 450-Euro-Minijob dürfen Sie kurzfristige Minijobs ausüben. Insofern die Voraussetzungen bei einer Beschäftigung für einen kurzfristigen Minijob vorliegt, können Sie beide Beschäftigungen ausüben ohne sozialversicherungspflichtig zu werden. Zu beachten ist hierbei, dass sogenannte Vorbeschäftigungszeiten zu prüfen sind. Die Verdienste aus einem 450-Euro-Minijob und einem kurzfristigen Minijob werden nicht zusammengerechnet.

Ausführliche Informationen zum Thema kurzfristige Minijobs erhalten Sie unter folgendem Link: http://t1p.de/MJZE-kurzfristig-gewerbliche-Minijobs

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Frank B.
Frank B.
1 Jahr zuvor

Liebe Minijob-Zentrale,
ich bekomme als Gesellschafter-Geschäftsführer meiner eigenen GmbH 450 Euro im Monat, das wird über einen Minijob abgerechnet. Für mein Kind bezahle ich im Monat 1.000 Euro Kindergartengebühren (westdeutsche Großstadt). Diese können ja steuer- und beitragsfrei erstattet werden, wenn sie zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gezahlt werden. Ist das für den Minijob schädlich?

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Antwort auf  Frank B.
1 Jahr zuvor

Hallo Frank,

eine Tätigkeit von Gesellschaftern bzw. Geschäftsführern einer GmbH im Rahmen eines Minijobs liegt nur dann vor, wenn ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis vorliegt. Die Prüfung übernimmt die Clearingstelle der Deutschen Rentenversicherung. Wir gehen davon aus, dass in Ihrem Fall eine solche Prüfung erfolgt ist.

Kindergartenzuschüsse sind steuerfrei. Voraussetzung ist, dass es sich um Leistungen handelt, die zusätzlich zu dem ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbracht werden. Ist das der Fall, bleiben die Zuschüsse sozialversicherungsfrei und können zusätzlich zum Verdienst gezahlt werden, ohne dass der Minijob gefährdet wird.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
1 Jahr zuvor

Hallo Frau Klesen,

laufende Zulagen, Zuschläge, Zuschüsse oder ähnliche Einnahmen, die zusätzlich zu Löhnen und Gehältern gewährt werden, sind dann nicht dem Arbeitsentgelt zuzurechnen, wenn sie lohnsteuerfrei sind. Sie unterliegen damit auch nicht der Beitragspflicht zur Sozialversicherung und sind dem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsentgelt auch nicht zuzurechnen.

Zuschläge für tatsächlich geleistete Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit sind jedoch Arbeitsentgelt und somit beitragspflichtig, wenn das Arbeitsentgelt, auf dem sie berechnet werden, mehr als 25 Euro für jede Stunde beträgt.

Sofern Sie also einen Stundenlohn bis zu 25 Euro erzielen und die Nachtarbeit auch tatsächlich leisten, zählen die Zuschläge nicht zum Arbeitsentgelt.

In diesem Zusammenhang empfehlen wir Ihnen unseren Blog-Beitrag vom 15. August 2019: “Sonntags-, Feiertags- und Nachtzuschläge – wenn Minijobber aufgrund von Krankheit oder Mutterschutz ausfallen” https://t1p.de/Blogbeitrag-SFN-Zuschlaege

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Klesen Monika
Klesen Monika
1 Jahr zuvor

Hallo habe ein Minijob als Krankenschwester im Pflegeheim, soll 30 Stunden dafür aufbringen. Seit neustem arbeite ich überwiegend Nachts und bekomme Nachtzulage. Habe anstatt 450 Euro 488 bekommen. Ist das erlaubt oder was muss ich machen? Liebe grüße! Moni

Emely
Emely
1 Jahr zuvor

Darf ich zu einem 450€ Job ( + Witwenrente ) noch als Pflegeverhinderungskraft Ca. 10€ pro Std. Tätig sein ? Ca. 3/ 4 Mal im Jahr für jeweils 1 Woche ? MfG

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Antwort auf  Emely
1 Jahr zuvor

Hallo Emely,

grundsätzlich ist das möglich. Vorab ist allerdings zu prüfen, ob es sich bei der Tätigkeit im Rahmen der Verhinderungspflege um eine Beschäftigung im sozialversicherungsrechtlichem Sinne handelt.

Sofern die eigentliche Pflegeperson z.B. wegen Erholungsurlaub, Krankheit oder aus anderen Gründen an der Pflege gehindert ist, übernimmt die Pflegekasse die Kosten einer notwendigen Ersatzpflege (Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI) für längstens sechs Wochen je Kalenderjahr.

Eine Verhinderungspflegeperson, die lediglich eine Entlohnung bis zur Höhe des monatlichen Anerkennungs-Grenzbetrags erhält, steht nicht in einem Beschäftigungsverhältnis im Sinne der Sozialversicherung. Eine entsprechende Meldepflicht zur Minijob-Zentrale entfällt somit. Die zu pflegende Person bzw. der Vertreter informiert jedoch die Pflegekasse zur Person welche die Ersatzpflege wahrnimmt. Mehr zum Thema Pflege finden Sie auch auf unserer Homepage: https://t1p.de/MJZE-HHS-private-Pflege

Insofern es sich nicht um eine meldepflichtige Beschäftigung handelt, werden die Verdienste aus dem 450-Euro-Minijob und der Verhinderungspflege nicht zusammengerechnet.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Geertjan
Geertjan
1 Jahr zuvor

Hallo,
Ab den 6. November 2019 habe ich mit einem Minijob angefangen.
Auf welcher Weise wird die Grenze von durchschnittlich 450 € pro Monat geprüft?
Wird dann am 5. November 2020 geprüft ob ich insgesamt nicht über 5400 € verdient habe?
Oder wird am 31. Dezember 2019 geprüft ob ich nicht mehr als (25/30*450€ + 450€ =) 825 € verdient habe?

Und was passiert wenn ich zum Beispiel die erste sechs Monate eines Jahres 500 € pro Monat verdiene mit der Absicht um die letzte sechs Monate nur 400 € zu verdienen, damit ich in einem Jahr nicht über 5400 € komme, aber nach diesen ersten sechs Monaten mit diesem Minijob leider schon afhören muß. Ist es dann auf einmal kein Minijob mehr?

Vielen Dank im Voraus!

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Antwort auf  Geertjan
1 Jahr zuvor

Hallo Geertjan,

erhalten Sie einen Jahresverdienst von bis zu 5.400 Euro im Zeitraum von 12 Monaten (November 2019 bis Oktober 2020), darf das Einkommen in einzelnen Monaten auch mehr als 450 Euro betragen. Man spricht hier von schwankendem Arbeitsentgelt.

Ihr Arbeitgeber beurteilt Ihre Beschäftigung zu Beginn der Aufnahme, sowie bei jeder dauerhaften Veränderung erneut, vorausschauend für den maximalen Zeitraum von 12 Monaten. Ihr Arbeitgeber darf auch zu Beginn eines Jahres die Beurteilung auf das Kalenderjahr umstellen. In diesem Fall liegt die Verdienstgrenze für 2019 (November und Dezember) bei 900 Euro (2 x 450 Euro).

Die Einhaltung der Verdienstgrenze obliegt sowohl dem Arbeitgeber als auch dem 450-Euro-Minijobber. Im Rahmen der regelmäßigen Betriebsprüfung durch die Deutsche Rentenversicherung wird unter anderem auch diese Verdienstgrenze geprüft.

Wird die Beschäftigung aus unvorhersehbaren Gründen beendet (z.B. durch Kündigung) verbleibt es für den vergangen Zeitraum bei der zu Beginn vorgenommenen Beurteilung.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Martina
Martina
1 Jahr zuvor

Bei uns ist seit 05/2019 ein Altersvollrentner( vorgezogene Altersrente) geb. 06/1955 als geringfügig Beschäftigter angestellt. Das Regelaltersrentenalter ist noch nicht erreicht.
In den Monaten November und Dezember 2019 wird er auf Grund erhöhten Arbeitsanfalls deutlich mehr verdienen. Ab Januar 2020 wird er monatlich nicht über der Minijobentgeltgreze verdienen. Wie ist meldetechnisch vorzugehen? Und hat dieses Überschreiten der monatlichen Entgeltgrenzen von 450,- € in den Monaten Nov. und Dez. 2019 Auswirkungen auf seine Rente?

Mit freundlichen Grüßen

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Antwort auf  Martina
1 Jahr zuvor

Hallo Martina,

erhält Ihr Minijobber einen Jahresverdienst von bis zu 5.400 Euro im Zeitraum von 12 Monaten (Mai 2019 bis April 2020), darf das Einkommen in einzelnen Monaten auch mehr als 450 Euro betragen. Übersteigt der Jahresverdienst 5.400 Euro, weil sich der Verdienst in einzelnen Monaten auf mehr als 450 Euro erhöht, kommt es darauf an, ob dies regelmäßig und vorhersehbar oder gelegentlich und nicht vorhersehbar erfolgt.

Passiert die Überschreitung gelegentlich und nicht vorhersehbar – das heißt bis zu drei Mal in einem Zwölf-Monats-Zeitraum – bleibt die Tätigkeit ein Minijob. In solchen Ausnahmefällen darf der Jahresverdienst auch weit mehr als 5.400 Euro betragen. Verdient Ihr Arbeitnehmer dagegen regelmäßig über 450 Euro im Monat und wird die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro überschritten, liegt kein Minijob mehr vor. Die Beschäftigung wird sozialversicherungspflichtig. Dies gilt ab dem Tag, an dem Sie als Arbeitgeber erkennen, dass Ihr Arbeitnehmer aufgrund des vorhersehbaren höheren Verdienstes mehr als 5.400 Euro im Jahr verdienen werden. In diesem Zusammenhang empfehlen wir Ihnen noch unseren Blog-Beitrag vom 17. Januar 2019: https://t1p.de/Blogbeitrag-Krankheitsvertretung.

Da Ihr Minijobber die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht hat, gilt von Seiten des Rentenbezuges eine Hinzuverdienstgrenze von 6.300 Euro im Jahr. Überschreitet der Verdienst diese Grenze, kann es zu Rentenkürzungen kommen. Ansprechpartner bei Fragen ist in diesem Fall der zuständige Rentenversicherungsträger.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Manuela Dreier
Manuela Dreier
1 Jahr zuvor

Hallo. Ich werde voraussichtlich in diesem Jahr über 5400 Euro verdienen. Ich werde diesen Betrag um ca 200 Euro übertreffen. Was passiert dann? Muss ich nur die Differenz versteuern und wann muss ich das bezahlen?

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Antwort auf  Manuela Dreier
1 Jahr zuvor

Hallo Frau Dreier,

übersteigt der Jahresverdienst 5.400 Euro, weil sich Ihr Verdienst in einzelnen Monaten auf mehr als 450 Euro erhöht, kommt es darauf an, ob dies regelmäßig und vorhersehbar oder gelegentlich und nicht vorhersehbar erfolgt.

Passiert die Überschreitung gelegentlich und nicht vorhersehbar – das heißt bis zu drei Mal in einem Zwölf-Monats-Zeitraum – bleibt die Tätigkeit ein Minijob. In solchen Ausnahmefällen darf der Jahresverdienst auch weit mehr als 5.400 Euro betragen. Verdienen Sie dagegen regelmäßig über 450 Euro im Monat und wird die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro überschritten, liegt kein Minijob mehr vor. Die Beschäftigung wird ab dem Zeitpunkt mit dem gesamten Verdienst sozialversicherungspflichtig. Dies gilt ab dem Tag, an dem Ihr Arbeitgeber erkennt, dass Sie aufgrund des vorhersehbaren höheren Verdienstes mehr als 5.400 Euro im Jahr verdienen werden.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Evi
Evi
1 Jahr zuvor

Hallo,
werden Zuwendungen des Arbeitgebers (freiwillige soziale Aufwendungen) die sich in lohnsteuer- und sozialabgabe freier Höhe befinden, wie Eßengeldzuschuss, Geburtstagsgutscheine, Zuschüsse für Sport, auf den Verdienst vom Minijob angerechnet?

Diana
Diana
1 Jahr zuvor

Hallo, ich habe zum 1. Juni begonnen auf Minijobbasis zu arbeiten. Mein Verdienst lag bis einschließlich Oktober bei 1821,60 €. Also durchschnittlich bei 364,32 €. Im November werde ich den Arbeitgeber wechseln. Für November verdiene ich bei Arbeitgeber A dann noch 174,80 € und bei Arbeitgeber B 450 €. Ab Dezember dann nur noch die 450 € von Arbeitgeber B. Da der neue Arbeitgeber monatlich 450 € bezahlt und von November – Oktober als Grundlage nehmen muss, würde ich im November also über die erlaubte durchschnittliche Verdienstgrenze kommen obwohl ich in den Monaten vorher weniger als 450 € verdient habe (wäre die Berechnung von Juni – Mai würde ich noch unter 5400 € liegen). Ist es also richtig das im November beide Jobs sozialversicherungspflichtig sind und keine Minijobs mehr? Vielen Dank schonmal im Voraus.

dieminijobzentrale
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Editor
Antwort auf  Diana
1 Jahr zuvor

Hallo Diana,

da liegen Sie richtig. Da beide 450-Euro-Minijobs nur im Monat November 2019 parallel laufen, gilt hier die Verdienstgrenze von 450 Euro. Somit sind beide Beschäftigungen im Monat November 2019 versicherungspflichtig- und steuerpflichtig an Ihre gesetzliche Krankenkasse zu melden.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Gerti Schröder-Sedlmeier
Gerti Schröder-Sedlmeier
Antwort auf  Diana
1 Jahr zuvor

Meine Kollegin bekommt monatlich Euro 1350,– !!!! für Ihren Minijob und macht sich
keine Gedanken. Sie bezahlt keine Steuern, da wird ihr alles “schwarz” ausgezahlt.
Und das auch noch ohne Arbeitserlaubnis.
Also warum das alles so streng sehen.
Das ist jetzt alles sehr ironisch, ich weiß. Aber wir seriösen Arbeitnehmer machen
uns Gedanken ob auch alles seine Richtigkeit hat.

Muss mann offensichtlich nicht. Das funktioniert schon über 1 Jahr

dieminijobzentrale
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Editor
Antwort auf  Gerti Schröder-Sedlmeier
1 Jahr zuvor

Hallo Gerti,

wir können Ihre Situation nachvollziehen.

Aus datenschutzrechtlichen Gründen haben wir Ihnen per Email geantwortet.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Petra
Petra
1 Jahr zuvor

Liebes Team,
ich habe seit einigen Monaten einen festen 450-€-Minijob in einem Büro. Als Lehrerin veröffentliche ich aber auch noch seit einiger Zeit auf einer Plattform Materialien und erhalte dort ein Honorar (ca. 30 € im Monat). Also eine Art selbstständige Nebentätigkeit. Laut Internet muss man die aber erst bei der Steuer angeben, wenn die Einkünfte über 410 € im Jahr sind. Gilt das auch, wenn man einen Minijob zusätzlich hat?

Danke für eure Antwort!

dieminijobzentrale
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Antwort auf  Petra
1 Jahr zuvor

Hallo Petra,

neben einer selbstständigen Tätigkeit können Sie einen 450-Euro-Minijob ausüben. Die Verdienste aus beiden Beschäftigungen werden nicht zusammengerechnet.

Als Minijob-Zentrale sind wir zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs. In diesem Zusammenhang informieren wir zu allgemeinen Fragen zum Thema Steuerrecht. Wir bitten daher um Ihr Verständnis, dass wir Ihre konkrete Anfrage nicht beantworten können. Wir bitten Sie daher Ihre Anfrage an Ihr zuständiges Finanzamt zu richten.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Marlene
Marlene
Antwort auf  dieminijobzentrale
1 Jahr zuvor

Hallo.
Ich habe dieses Jahr im Februar mit einem 450 € Job im Krankenhaus in der Pflege angefangen zu arbeiten. Ich komme monatlich auf ein fix Gehalt von 380€ jedoch durch Schicht und Wochenendzuschläge komme ich auch mal bei 500€ -550€ raus. Zusätzlich habe ich noch Weihnachtsgeld erhalten diesen Monat. Alle Löhne seit Februar ergeben ca 5100 € das liegt ja noch für dieses Jahr in der Untergrenze, da im Januar kein Einkommen eingegangen ist. Die Rechnung der 5400€ pro Jahr sind ja unabhängig von Einstellungsdatum oder?
Jetzt bin ich für nächstes Jahr etwas unsicher und habe Angst über die Grenze hinaus zu verdienen. Oder gibt es Sonderreglungen für die Pflege. Hab es zwar im Text gelesen aber leider nicht wirklich verstanden.
Liebe Grüße
Marlin

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
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Antwort auf  Marlene
1 Jahr zuvor

Hallo Marlene,

laufende Zulagen, Zuschläge, Zuschüsse oder ähnliche Einnahmen, die zusätzlich zu Löhnen und Gehältern gewährt werden, sind dann nicht dem Arbeitsentgelt zuzurechnen, wenn sie lohnsteuerfrei sind. Sie unterliegen damit auch nicht der Beitragspflicht zur Sozialversicherung und sind dem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsentgelt auch nicht zuzurechnen.

Zuschläge für tatsächlich geleistete Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit sind jedoch Arbeitsentgelt und somit beitragspflichtig, wenn das Arbeitsentgelt, auf dem sie berechnet werden, mehr als 25 Euro für jede Stunde beträgt.

Sofern Sie also einen Stundenlohn bis zu 25 Euro erzielen und die Nachtarbeit auch tatsächlich leisten, zählen die Zuschläge nicht zum Arbeitsentgelt.

In diesem Zusammenhang empfehlen wir Ihnen unseren Blog-Beitrag vom 15. August 2019: „Sonntags-, Feiertags- und Nachtzuschläge – wenn Minijobber aufgrund von Krankheit oder Mutterschutz ausfallen“ https://t1p.de/Blogbeitrag-SFN-Zuschlaege

Die Verdienstgrenze im 450-Euro-Minijob bezieht sich auf einen Zeitraum von 12 Monaten ununterbrochener Beschäftigung. Das bedeutet für Ihren Sachverhalt, dass Sie von Februar 2019 bis Januar 2020 5.400 Euro verdienen dürfen. Betrachten Sie nur das Jahr 2019, wird die Jahresverdienstgrenze anteilig berechnet. Somit dürfen Sie von Februar 2019 bis Dezember 2019 4.950 Euro verdienen.

Steuerfreie Zuschläge wie beschrieben, zählen nicht zum Arbeitsentgelt. Somit sind in der Prüfung ob die Verdienstgrenze eingehalten wird der laufende Verdienst, Weihnachtsgeld sowie Zuschläge die zum Verdienst zählen zu berücksichtigen.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Anonym
Anonym
Antwort auf  Petra
1 Jahr zuvor

Hallo,
Ich habe einen minijob wo ich normalerweise 280€ im Monat verdiene manchmal auch 370€. Jetzt könnte ich für 2 Wochen einen Job machen wo ich nochmal 300 € verdienen würde. Würde ich dann in diesem Monat komplett aus der Minijob Regelung raus fallen?
Lg

dieminijobzentrale
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Antwort auf  Anonym
1 Jahr zuvor

Hallo,

grundsätzlich dürfen Sie mehrere 450-Euro-Minijobs parallel ausüben – vorausgesetzt, Sie gehen keiner sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung nach. Zu beachten ist hierbei, das die durchschnittliche monatliche Verdienstgrenze von 450 Euro nicht überschritten wird. Üben Sie beide Beschäftigungen in einem Monat gleichzeitig aus, darf Ihr Verdienst in Summe maximal 450 Euro betragen. Liegt der Verdienst über 450 Euro, sind beide Beschäftigungen versicherungspflichtig zu Ihrer gesetzlichen Krankenkasse zu melden.

Neben einem 450-Euro-Minijob, gibt es auch den sogenannten kurzfristigen Minijobs. Diese sind von vorn herein auf 70 Tage oder 3 Monate im Jahr befristet. Neben einem 450-Euro-Minijob dürfen Sie kurzfristige Minijobs ausüben. Insofern die Voraussetzungen bei einer Beschäftigung für einen kurzfristigen Minijob vorliegt, können Sie beide Beschäftigungen ausüben ohne sozialversicherungspflichtig zu werden. Zu beachten ist hierbei, dass sogenannte Vorbeschäftigungszeiten zu prüfen sind.

Ausführliche Informationen zum Thema kurzfristige Minijobs erhalten Sie unter folgendem Link: http://t1p.de/MJZE-kurzfristig-gewerbliche-Minijobs

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Anonym
Anonym
1 Jahr zuvor

Hallo,
habe zwei Aushilfsjobs, jedoch verdiene ich nicht gleichmäßig.
Sprich mal ein Monat nur 200€ bei Job A und 50€ bei Job B.
Könnte ich theoretisch im nächsten Monat nun bei Job A 450€ verdienen uns bei Job B 150€, solange ich in Summe unter den 5400€ im Jahr bleibe? Meine Krankenkasse meinte solange ich unter 5400€ im Jahr bleibe ist kein Problem.
LG

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
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Antwort auf  Anonym
1 Jahr zuvor

Hallo,

bei der versicherungsrechtlichen Beurteilung von Beschäftigungen ist vom durchschnittlichen monatlichen Verdienst auszugehen. Üben Sie beide Beschäftigungen parallel und ununterbrochen für 12 Monate aus, ergibt sich im Minijob eine Verdienstgrenze von 5.400 Euro.

Innerhalb dieses Zeitraums können dabei durchaus mehrere Monate enthalten sein, in welchen der Verdienst über 450 Euro liegt. Überschreiten Sie die Jahresverdienstgrenze nicht, bleiben die 450-Euro-Minijobs bestehen.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Julia Blohm
Julia Blohm
1 Jahr zuvor

Liebes Team der Minijob-Zentrale.

Ich arbeite seit dem 05.07.19 als Aushilfe in einer evangelischen Kinderkrippe.
Monatlich verdiene ich (je nach Einsatz und Bedarf) zwischen 380 € und 450 €.
Nun würde ich gern für zwei Monate zusätzlich als Aushilfe in einem Buchladen arbeiten. “Hauptberuflich” studiere ich an einer Universität.

In dem Buchladen habe ich bereits letztes Jahr (aber ohne den Job in der Kinderkrippe) ausgeholfen und habe ca. 300 € monatlich verdient.

Hierzu habe ich mehrere Fragen:
– Darf ich beide Jobs parallel ausüben, auch wenn es nur für zwei Monate ist?
– Falle ich im Bereich des kirchlichen Krippenjobs unter die Übungsleiterpauschale?
– Wird diese zu meinem Aushilfsjob addiert (also 5.400 €+ zusätzliche 2.400 €)?
– Falls ich in die Übungsleiterpauschale falle, inwieweit kann ich steuerfrei arbeiten, falls der zweite Nebenjob möglich ist? (Wie berechnet sich das?)
– Ist man “automatisch” in der Übungsleiterpauschale oder muss diese erst beantragt werden? Wenn ja, wo?
– Ist mein Arbeitsjahr nun von Juli bis Juni zu rechnen, indem ich 5.400 € verdienen darf?

Es sind zwar sehr viele Fragen, aber ich würde mich über eine rasche Antwort sehr freuen!
Freundliche Grüße,
Julia B.

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
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Antwort auf  Julia Blohm
1 Jahr zuvor

Hallo Julia,

Ihr Studium zählt nicht als sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung. Somit dürften Sie grundsätzlich mehrere 450-Euro-Minijobs parallel ausüben. Laut Ihrem Sachverhalt, überschreiten Sie allerdings mit beiden Beschäftigungen in Summe die 450-Euro-Grenze. Das bedeutet, dass die Beschäftigung im Buchladen im Rahmen eines 450-Euro-Minijobs nicht möglich.

Neben einem 450-Euro-Minijob können Sie jedoch parallel einen kurzfristigen Minijob http://t1p.de/MJZE-kurzfristig-gewerbliche-Minijobs sozialversicherungsfrei ausüben. Ein kurzfristiger Minijob ist auf 70 Tage oder 3 Monate im Jahr befristet und die Verdienste aus beidem Beschäftigungsarten werden nicht zusammengerechnet.

Die Zahlung der steuerfreien Aufwandsentschädigung ist an Voraussetzungen gebunden. Für die Beurteilung, ob diese erfüllt werden, ist das örtliche Finanzamt zuständig. Dieses entscheidet über die Anwendbarkeit der Regelung zum sogenannten Übungsleiterfreibetrag oder der Ehrenamtspauschale.

Wird der Übungsleiterfreibetrag an Sie im Rahmen der steuer- und sozialversicherungsfreien Aufwandsentschädigung gezahlt, bleibt der Verdienst für Sie abgabenfrei – vorausgesetzt die jährliche Grenze von 2.400 Euro wird nicht überschritten. Somit zählt dieser Betrag nicht zum Arbeitsentgelt im Sinne der Sozialversicherung und wird auch bei der Prüfung der monatlich durchschnittlichen Verdienstgrenze von 450 Euro nicht mit berücksichtigt.

Lesetipp: https://t1p.de/Blogbeitrag-Uebungsleiter-Ehrenamtspauschale

Ihr Arbeitgeber beurteilt zu Beginn Ihrer Beschäftigung (Juli 2019) Ihr Beschäftigungsverhältnis vorausschauend für maximal 12 Monate. Beginnen Sie Ihren Minijob im Juli 2019, endet der Zeitraum der vorausschauenden Betrachtung beispielsweise im Juni 2020. Der Arbeitgeber hat zu Beginn eines neuen Kalenderjahres die Möglichkeit, die Beurteilung auf ein Kalenderjahr umzulegen. Dies würde in Ihrem Sachverhalt bedeuten, dass für das Jahr 2019 die Jahresverdienstgrenze anteilig berechnet wird (450 Euro x 6 = 2700 Euro).

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Claudia
Claudia
1 Jahr zuvor

Hallo Minijiob-Zentrale,

Ich arbeite seit 6 Jahren auf Stücklohn/Minijob in Heimarbeit auf 450,00 Euro. Was ich an Stücklohn für welche gefertigten Teile bekomme, wurde in einem Arbeitsvertrag festgehalten. Als vor ein paar Jahren der Mindestlohn eingeführt wurde, hat die Firma die Anzahl der Teile getestet, die man in einer Stunde schaffen kann, damit man den Mindestlohn erreicht. Bei mir ist das mit dem erreichen des Mindestlohnes kein Problem, allerdings bei allen anderen Kollegen schon, da diese nicht die Stückzahlen erreichen. Der Schnitt ist somit nicht wahrheitsgemäß, weil wenn man langsamer arbeitet, verdient man weniger und braucht länger. Jetzt bekamen wir mit der letzten Abrechnung, die Ankündigung das ab 01.10. die Preise für die Teile geändert werden und wir in Zukunft für alle Teile nur noch den gleichen Lohn bekommen.
Vorher: kleines Teil teilbearbeitet, gab es 1,00 Euro / großes Teil teilbearbeitet gab es 2,00 Euro / kleines teil vollbearbeitet gab es 1,30 Euro / großes Teil vollbearbeitet gab es 2,60 Euro
Jetzt sollen wir alle Teile voll bearbeiten und würden je 2,10 bekommen. Bei den Großen gab es somit eine Kürzung von 0,50 Euro und bei den Kleinen eine Erhöhung von 0,80 Euro. Das ganze wurde uns allen in einer schönen Geschichte verpackt, das wir jetzt nicht mehr soviel denken/sortieren müssen, dadurch mehr Zeit gewinnen. Fakt ist jedoch, das der Anteil der kleinen Teile bei monatl. 25% und der Anteil der großen Teile bei 75 % liegt. Somit bekamen wir bei 75% unserer Arbeit eine indirekte Lohnkürzung. Ich arbeite seit 14 Tagen nun mit den neuen Preisen und habe bereits jetzt ein Defizit von über 20,00 Euro zu vorher. Als wir das vor 2 Wochen mitgeteilt bekommen haben, bin ich zur Chefin mit meinen Zahlen und hab ihr erklärt das diese Rechnung leider nicht aufgehen kann und ich jetzt mehr arbeite für weniger Geld und ich jetzt mehr leisten muss um auf meine 450,00 Euro zu kommen. Ich würde gerne wissen, ob diese Änderung überhaupt zulässig ist, da sie auch nicht mehr mit den Inhalt meines Arbeitsvertrages übereinstimmen.
Vielen Dank vorab

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Antwort auf  Claudia
1 Jahr zuvor

Hallo Claudia,

Ihre Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Als Minijob-Zentrale sind wir die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs. In diesem Zusammenhang informieren wir zu allgemeinen Fragen zum Thema Arbeitsrecht oder Mindestlohn. Wir bitten daher um Ihr Verständnis, dass wir Ihre konkrete Frage nicht beantworten können.

Ausführliche Informationen erhalten Sie beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Dieses stellt für jedes Themengebiet eine separate Servicenummer zur Verfügung. Die Arbeitsrechtshotline erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030/ 221 911 004, die Mindestlohnhotline ist unter der Telefonnummer 030/ 60 28 00 28 für Sie erreichbar.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Marie
Marie
1 Jahr zuvor

Hallo minijob-zentrale,
Ich habe einen Minijob (max. 90€) und überlege demnächst einen 450€ Job anzunehmen. Monatlich komme ich dann auf 540€ und überschreite somit die 450€ Grenze.
Was muss ich nun tun?

dieminijobzentrale
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Editor
Antwort auf  Marie
1 Jahr zuvor

Hallo Marie,

gehen Sie keiner versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung nach, können Sie mehrere 450-Euro-Minijobs parallel ausüben. Die Summe der Verdienste aus allen Beschäftigungen darf jedoch 450 Euro im Monat durchschnittlich nicht überschreiten.

Laut Ihrem geschildertem Sachverhalt liegt Ihr Verdienst aus allen Beschäftigungen über 450 Euro. Somit sind beide Beschäftigungen sozialversicherungspflichtig an Ihre gesetzliche Krankenkasse zu melden.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Sabrina
Sabrina
1 Jahr zuvor

Hallo liebes Team der Minijob-Zentrale,
wenn man als Schwimmlehrerin tätig ist, zählt dies dann zur sog. Übungsleiterpauschale? Oder zählt dies nicht dazu?

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Antwort auf  Sabrina
1 Jahr zuvor

Hallo Sabrina,

Ihre Frage kann leider nicht pauschal beantwortet werden. Es kommt darauf an, in welchem Rahmen die Tätigkeit stattfindet.

Einnahmen aus bestimmten nebenberuflichen Tätigkeiten sind steuerfrei. Davon profitieren insbesondere Vereine und deren Übungsleiter, Ausbilder und Betreuer. Steuerfrei sind Einnahmen beispielsweise als nebenberuflicher Übungsleiter, Ausbilder, Erzieher, Betreuer oder aus vergleichbaren nebenberuflichen Tätigkeiten, bis zur Höhe von insgesamt 2.400 Euro im Jahr. Nebenberuflich bedeutet: Der zeitliche Umfang darf nicht mehr als ein Drittel einer vollen Erwerbstätigkeit ausmachen.

Im Zweifelsfall empfehlen wir Ihrem Arbeitgeber, das zuständige Finanzamt um Beurteilung der Tätigkeit zu bitten. Dieses entscheidet, ob die Übungsleiter- oder Ehrenamtspauschale Anwendung finden kann.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Peer
Peer
1 Jahr zuvor

Guten Tag. Mein Mann arbeitet als Rentner noch Teilzeit. Seit Mai hat er zusätzlich einen 450€ Minijob angenommen (Teilzeit schon über ein Jahr, Minijob seit Mai). Zählt die Jahresgrenze bei ihm für ein ganzes Jahr (darf er mit dem Minijob also 5400€ verdienen), oder zählen nur acht Monate (darf er nur 3600€ mit dem Minijob dazu verdienen)? Die Beantwortung dieser Frage ist dringend, da er seine Dienste vorab entsprechend planen muss. Daher wäre ich Ihnen sehr für eine Antwort dankbar.
Herzliche Grüße aus Hamburg

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Antwort auf  Peer
1 Jahr zuvor

Guten Tag,

die Verdienstgrenze von 5.400 Euro gilt für eine in 12 Monaten ununterbrochen ausgeübte Beschäftigung. Hat Ihr Mann seinen Minijob im Mai 2019 aufgenommen, ergibt sich bis Dezember 2019 eine anteilige Verdienstgrenze von 3.600 Euro (8 x 450 Euro).

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Max
Max
1 Jahr zuvor

Hallo liebes minjob-zentrale-Team,

ich habe einen Minijob bei dem ich 400 Euro monatlich verdiene.
Ich möchte einen weiteren Minijob ausüben.
Angenommen in dem zusätzlichen MInijob verdiene ich 200 Euro monatlich, wie wird das Geld dann versteuert?
Werden dann nur 150 Euro versteuert?
Und wenn ja, zu welchem Steuersatz werden die 150 Euro versteuert?

Mit Dank im Voraus und Viele Grüße

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Antwort auf  Max
1 Jahr zuvor

Hallo Max,

gehen Sie keiner versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung nach, können Sie mehrere 450-Euro-Minijobs parallel ausüben. Die Summe der Verdienste aus allen Beschäftigungen darf jedoch 450 Euro im Monat durchschnittlich nicht überschreiten.

Laut Ihrem geschildertem Sachverhalt liegt Ihr Verdienst aus alles Beschäftigungen über 450 Euro, somit sind beide Beschäftigungen sozialversicherungspflichtig an Ihre gesetzliche Krankenkasse zu melden.

Welche Lohnsteuer von Ihren Verdiensten abgezogen wird, hängt von Ihrer Lohnsteuerklasse ab. Ansprechpartner für alle steuerrechtlichen Fragen bei versicherungspflichtigen Beschäftigungen, ist Ihr zuständiges Finanzamt.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Rainer Walgenbach
Rainer Walgenbach
1 Jahr zuvor

hallo,

meine Frau arbeitet im Minijob seit Juni 2019.

In den ersten zwei Monaten war ihr Lohn 214,00€ bzw. 287,00€.
Der dritte Monat wegen notwendiger Mehrstunden 512,00€.

Darf das sein, oder ist sie dadurch aus dem Minijob raus?

freundliche Grüße
Rainer

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Antwort auf  Rainer Walgenbach
1 Jahr zuvor

Hallo Rainer,

bei der versicherungsrechtlichen Beurteilung einer Beschäftigung ist vom durchschnittlichen monatlichen Verdienst auszugehen. Übt Ihre Frau die Beschäftigung ununterbrochen für 12 Monate aus, ergibt sich im Minijob eine Verdienstgrenze von 5.400 Euro.

Innerhalb dieses Zeitraums können dabei durchaus mehrere Monate enthalten sein, in welchen der Verdienst über 450 Euro liegt. Überschreiten Sie die Jahresverdienstgrenze nicht, bleibt der 450-Euro-Minijob bestehen.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Christina Meier
Christina Meier
1 Jahr zuvor

Wenn ich schon mehrere Jahre in einen Minijob arbeite und damals im September angefangen habe ist dann jetzt immer von September-August zu rechnen oder irgendwann von Januar-Dezember?

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Antwort auf  Christina Meier
1 Jahr zuvor

Hallo Frau Meier,

Ihr Arbeitgeber beurteilt die Beschäftigung zu Beginn vorausschauend für den maximalen Zeitraum von 12 Monaten (September bis August). Ihr Verdienst darf in diesem Zeitraum 5.400 Euro nicht überschreiten, um den Minijob nicht zu gefährden.

Nimmt Ihr Arbeitgeber anschließend in einer dauerhaften Beschäftigung stets zu Beginn eines neuen Kalenderjahres eine erneute vorausschauende Beurteilung vor, spricht aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht nichts dagegen.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale