Lesezeit: 3 Minuten

Zuletzt aktualisiert am 7. Oktober 2021

Mit einem Minijob mehr als 450 Euro verdienen – Wie geht das?

Dass man in einem 450-Euro-Minijob monatlich bis zu 450 Euro verdienen kann, ist klar. Aber geht auch mehr? Was passiert beispielsweise, wenn neben dem Monatsverdienst auch Weihnachtsgeld gezahlt wird? Welche Einnahmen zählen nicht zum Verdienst und was ist zu beachten, wenn mehrere Beschäftigungen gleichzeitig ausgeübt werden – Antworten auf diese Fragen gibt es hier:

Wann liegt ein 450-Euro-Minijob vor?

Bei einem 450-Euro-Minijob kann ein Minijobber durchschnittlich im Monat bis zu 450 Euro verdienen. Arbeitet er ein Jahr lang durchgehend, darf er also 5.400 Euro verdienen (12 Monate x 450 Euro = 5.400 Euro). Wird diese Verdienstgrenze überschritten, liegt kein 450-Euro-Minijob mehr vor.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=sGhZSOdAgbs&w=560&h=315&cc_load_policy=1]

 Wie sind Sonderzahlungen zu berücksichtigen?

Viele Arbeitgeber zahlen ihren Minijobbern Weihnachts- oder Urlaubsgeld. Einmalige Zahlungen dieser Art müssen zum Verdienst des Minijobbers hinzugerechnet werden. Ergibt sich unter Berücksichtigung aller laufenden und einmaligen Zahlungen an den Arbeitnehmer ein Gesamtverdienst von mehr als 5.400 Euro für 12 Monate, ist die Beschäftigung von Anfang an kein 450-Euro-Minijob.

Damit Arbeitgeber sicher sein können, dass tatsächlich ein 450-Euro-Minijob vorliegt, ist der voraussichtliche Jahresverdienst des Minijobbers somit bereits zu Beginn der Beschäftigung zu berechnen.

Beispiel:

Eine Arbeitnehmerin verdient 430 Euro im Monat und erhält jedes Jahr im Dezember ein vertraglich zugesichertes Weihnachtsgeld in Höhe von 300 Euro. Sie erzielt somit im Jahr 5.160 Euro plus 300 Euro Weihnachtsgeld. Zusammen sind das 5.460 Euro im Jahr. Ihr durchschnittlicher monatlicher Verdienst beträgt somit 455 Euro (5.460 Euro : 12 Monate). Sie liegt mit ihrem Verdienst über der 450-Euro-Grenze und ist keine 450-Euro-Minijobberin.
Bei einem Weihnachtsgeld in Höhe von lediglich 240 Euro würde die 450-Euro-Grenze (12 x 430 Euro = 5.160 Euro + 240 Euro = 5.400 Euro : 12 = 450 Euro) nicht überschritten und die Arbeitnehmerin wäre eine 450-Euro-Minijobberin.

Welche Einnahmen gehören nicht zum Verdienst?

Erhalten Minijobber zusätzlich zum Verdienst steuerfreie Einnahmen, bleiben diese in der Sozialversicherung unberücksichtigt. Das Arbeitsentgelt in der Sozialversicherung orientiert sich in der Regel am Steuerrecht. Dies bedeutet, dass steuerfreie Bezüge grundsätzlich auch sozialversicherungsfrei sind. Dazu gehören beispielsweise Sonn-, Feiertags- und Nachtarbeitszuschläge.

Auch können Einnahmen aus nebenberuflichen Tätigkeiten, beispielsweise als Übungsleiter in Sportvereinen oder als Ausbilder, Erzieher und Betreuer, bis zu 2.400 Euro im Kalenderjahr steuerfrei sein. Gleiches gilt auch für die Pflege alter, kranker oder behinderter Menschen. Hier spricht man von der sogenannten Übungsleiterpauschale.

Ebenfalls steuerfrei sind nebenberufliche Einnahmen bis zu 720 Euro im Kalenderjahr, die im Dienst oder Auftrag einer inländischen juristischen Person des öffentlichen Rechts oder einer Einrichtung zur Förderung gemeinnütziger, mildtätiger und kirchlicher Zwecke erzielt werden. Diese Aufwandsentschädigung wird auch Ehrenamtspauschale genannt.

Sowohl der Übungsleiterfreibetrag als auch die Ehrenamtspauschale zählen somit ebenfalls nicht zum Arbeitsentgelt im Sinne der Sozialversicherung.

Beispiel:

Eine Hausfrau übt im Rahmen einer abhängigen Beschäftigung eine nebenberufliche Übungsleitertätigkeit im Sportverein aus. Zusätzlich ist sie dort noch als Kassiererin tätig. Sie verdient monatlich 550 Euro als Übungsleiterin und der Aufwand für die ehrenamtliche Tätigkeit wird mit 80 Euro entschädigt. Von ihrem monatlichen Gesamtverdienst werden als Aufwandsentschädigung die Übungsleiterpauschale von monatlich 200 Euro und die Ehrenamtspauschale von monatlich 60 Euro abgezogen. Ihr regelmäßiges Arbeitsentgelt beträgt somit 370 Euro (630 Euro – 260 Euro).

Es handelt sich um einen 450-Euro-Minijob, weil ihr durchschnittlicher monatlicher Verdienst im Sinne der Sozialversicherung 450 Euro nicht übersteigt.

Wie ist der Verdienst aus mehreren Beschäftigungen zu berücksichtigen?

Arbeitnehmer können mehrere Minijobs gleichzeitig ausüben. Allerdings dürfen sie insgesamt aus diesen Beschäftigungen nicht mehr als durchschnittlich 450 Euro im Monat verdienen. Verdienen sie mehr, sind sie in allen Beschäftigungen kein Minijobber.

Beispiel:

Ein Arbeitnehmer arbeitet seit dem 1. Januar beim Arbeitgeber A und verdient monatlich 300 Euro. Einen Monat später, am 1. Februar, nimmt er beim Arbeitgeber B einen weiteren Minijob auf und erhält dort monatlich 200 Euro. Im Januar liegt noch ein Minijob vor, weil der Monatsverdienst nicht über 450 Euro liegt. Mit dem zweiten Minijob übersteigt der Verdienst jedoch die 450-Euro-Grenze, so dass ab Februar in beiden Beschäftigungen keine Minijob vorliegt. Mit einem Verdienst von max. 150 Euro beim Arbeitgeber B wären beide Beschäftigungen Minijobs.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=26aJvzCj4rY&w=560&h=315&cc_load_policy=1]

Es ist zusätzlich darauf zu achten, dass neben einer Hauptbeschäftigung lediglich eine einzige Beschäftigung als 450-Euro-Minijob ausgeübt werden darf. Jede weitere Beschäftigung ist unabhängig vom Verdienst kein 450-Euro-Minijob und bei der Krankenkasse zu melden.

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Zondern Auch
Zondern Auch
17 Tage zuvor

450€ ist mir etwas zu wenig. Auch wenn es sich um ein Nebeneinkommen handelt. Meine Miete in Berlin ist viel zu hoch, also kann ich es mir einfach nicht leisten. Also habe ich mich für folgendes entschieden. Ich finde zwei Minijobs und investiere hier 10% meines Gehaltsschecks und warte, bis der richtige Moment kommt, um die Krypto zu verkaufen, dann reinvestiere ich sie. Ich hoffe also, bald ein Kaptal zu haben und es später zu erweitern.

Kyra
Kyra
1 Monat zuvor

Selbständig und 450 Euro Job? Geht das?
Ich bin für ein Unternehmen seit kurzem selbständig auf Provisionsbasis im Außendienst Vertrieb. Nun soll ich noch ein wenig Buchhaltung übernehmen und der Chef hat angeboten mich mit einem 450 Euro Job einzustellen…
Allerdings wird die Provision deutlich über dem Minijobgehalt liegen. Geht das überhaupt?
Dankeschön für eure Hilfe

Veronika
Veronika
2 Monate zuvor

Hallo,

ich habe folgendes pdf bei euch gefunden: https://www.minijob-zentrale.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/gewerblich/13_SummaSummarum_Beitraege.html

Kurz zu mir: Regelmäßg 450€ Einkommen seit über 4 Jahren. Da ich meine Stunden nicht reduzieren kann, sind mein Arbeitgeber und ich auf der Suche nach neuen Möglichkeiten einer Gehaltserhöhung. Dabei bin ich eben auf das obige pdf gestoßen.

Ab Seite 59 werden verschieden Entgeltarten beschrieben. Habe ich es richtig verstanden, dass z.B. Urlaubs-/Weihnachtsgeld NICHT zum steuer- und sozialversicherungspflichtigen Arbeitsentgelt gezählt werden, wenn sie monatlich ausgezahlt werden? Ist das korrekt? Zählt dieses Geld dann wirklich nicht zu den 5400€ / Jahr dazu? Aus dem angegebenen §14 SGB IV kann ich dies nicht rauslesen.

Was habe ich hier falsch verstanden?

Ähnlich interessant wären für uns folgende Themen:

  • einmalige Prämien mit Bezug auf bestimmten Abrechnungszeitraum
  • einmalige Provisionen mit Bezug auf bestimmten Abrechnungszeitraum
  • einmalige Überstundenvergütung
  • laufende Jubiläumszuwendungen
  • laufende oder einmalige Heimarbeiterzuschläge
  • einmalige Erholungsbeihilfen
  • monatliche rein arbeitgeberfinanzierte Direktversicherung

In eurem Blog “Mit einem Minijob mehr als 450 Euro verdienen – Wie geht das?” habe ich leider keine Aussagen zu diesen Dingen gefunden.
Liebe Grüße

Veronika

Marion
Marion
3 Monate zuvor

Hallo ich bin Hausfrau und habe einen Gewerbeschein für Kleinunternehmen damit bin ich auf Märkten unterwegs die leider immer noch nicht stattfinden.
ich habe einen Vertrag über 3 Monate befristet unterschrieben für Spargelverkauf. Mein Mann gibt mich bei der Steuererklärung als Hausfrau an.
wieviel darf ich in den 3 Monaten verdienen.
Ich bedanke mich schon im voraus für eine Antwort

Carola
Carola
3 Monate zuvor

Hallo,
eine Frage zum 450,00 Job.
ich bin Selbständig. Meine Firma läuft allerdings nur in den Sommermonaten, max. 6 Monate.
Wie viele Minijobs darf ich haben?

Anita M.
Anita M.
3 Monate zuvor

Zwei kurze Fragen zu steuerfreien Lohnbestandteilen im Minijob:
Kann ein mtl. Tankgutschein über 50 Euro (Sonstiger Sachbezug steuerfrei 50,00 Euro Freigrenze) zusätzlich zu den 450 Euro gewährt werden?
Wie verhält es sich mit Vermögenswirksamen Leistungen? Müssen die in den 450 Euro enthalten sein oder dürfen die zusätzlich gewährt werden.
Vielen Dank schon mal im Voraus für die Auskunft.

Anita M.
Anita M.
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
3 Monate zuvor

Vielen Dank für die schnelle Antwort.

Ibrahim
Ibrahim
3 Monate zuvor

Hallo ich bin 16 und wollte fragen ob ein Arbeitgeber dem minijober trotz der 450 € Grenze einen von sich aus bestimmten zusätzlichen Freibetrag auszahlen kann der steuerfrei ist .

Tanja
Tanja
4 Monate zuvor

Hallo, mein Sohn hat einen Minijob, der im Sommer 2/3 Monate paussiert und dann wieder mit einem neuen Arbeitsvertrag beginnt. Der Verdienst ist immer schwankend. Ist diese Unterbrechung des Arbeitsvertrags schädlich für die durschnittliche Verdiensthöhe?

Marcel
Marcel
4 Monate zuvor

Guten Tag,

Ich bin dereit am Überlegen einen befirsteten Job über 3 Wochen während meiner freien Zeit anzunehmen. Ich werde voraussichtlich 1200€ verdienen. Gilt es dann trzd als steuerfrei und Minijob? Ich verdiene zwar im monat mehr als 450€, würde aber da ich in dem restlichen Jahr kaum arbeiten werde unter den 5400€ bleiben?

Mfg

Susan
Susan
5 Monate zuvor

Guten Tag,
ich habe einen auf 6 Monate befristeten Minijob. Die Probezeit beträgt ebenfalls 6 Monate. Habe ich einen gesetzlichen Urlaubsanspruch für diese Zeit und wann darf ich den Urlaub nehmen?

Vielen Dank!

Anita
Anita
5 Monate zuvor

Guten Tag,
ich hätte zu dem Verdienstgrenze paar spezielle Frage.

  1. Wenn ein geringfügigen Mitarbeiter zwei Monate lang nur als geringfügige Mitarbeiter gemeldet ist, darf trotzdem in einem Monat die Stelle eine TZ Mitarbeiter mit ca. 1500€ übernehmen? In dem nächsten Monat würde sie unter 450€ bleiben. Ab dem dritten Monat ist der ohne hin VZ eingestellt. Geht es?
  2. Ein Rentner hat bereit zwei Sonderzahlungen jeweils ca. 400€ zusätzlich aufgrund unvorhersehbaren Grund erhalten. Kann der in dem 12 Monaten Zeitraum noch eine VZ für einen Monat ca. 2000€ übernehmen?

Herzlichen Dank für die Rückmeldung!

Taya
Taya
5 Monate zuvor

Guten Tag , ich habe In April angefangen einen Mini Job auszuüben steht mir trotzdem die Grenze 5400 Euro ?

Johann
Johann
6 Monate zuvor

Hallo,
ich übe bereits seit dem 1. Oktober 2019 ununterbrochen einen Minijob aus. Von 2021 Januar bis einschließlich September belief sich mein Monatliches Gehalt auf 429 Euro. Seit dem 1. Oktober nur noch auf 339€. Ich fange jetzt seit dem 1. Dezember einen weiteren Minijob an. Wäre es möglich in diesem Job dann im Dezember 500 euro dazu zu verdienen, wenn ich bei meinem ersten Job 339 €verdienen würde? Also insgesamt 739 €, da ich ja aufs Jahr gerechnet und im Durchschnitt trotzdem unter 5400 kommen würde.

Johann
Johann
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
6 Monate zuvor

Danke erstmal für die Antwort. Eventuell habe ich mich etwas unkonkret ausgedrückt. Meine Annahme war, dass ich im Dezember im ersten Job 339€ verdiene. In welchem ich mit dem Dezember dazugerechnet auf eine Jahressumme von 4897€ käme. Bei einer dauerhaften Beschäftigung ab dem 1. Januar 2021. Das wäre eine Differenz von gut 500€ aufs Jahr gerechnet zur Verdienstgrenze von 5400€. Jetzt dachte ich mir wäre es möglich einen weiteren Job anzufangen, in welchem ich ab dem 1. Dezember zusätzlich 450 Euro zu den 339€ verdienen würde. Wo ich rein rechnerisch immer noch unter 5400€ liegen würde. Ab dem 1 Januar würde den Zweitjob dann nur noch auf 100€ im Monat ausführen, womit ich unter 450€ bleiben würde. Was spricht dagegen?

Privat
Privat
7 Monate zuvor

Hallo,
Ich arbeite seit ungefähr 2 Jahren in einem Minijob und verdiene zwischen 290€-315€ monatlich. 1-2 mal im Jahr mache ich Vertretung und verdiene ausnahmsweise auch mal um die 500€. Dieses Jahr im September habe ich zusätzlich angefangen im Testzentrum zu arbeiten. Dort ergänze ich die 450€, also arbeite ich dort nur für 150€, damit ich am Ende des Monats insgesamt 450€ bekomme. Im Testzentrum habe ich die 150€ 2 mal überschritten und habe insgesamt zwei Monate hintereinander ca.470€ verdient. Ist das jetzt schlimm? Am Ende des Jahres überschreite ich die 5400€ ja trotzdem nicht.

ChiSho13
ChiSho13
7 Monate zuvor

Es ist viel einfacher, eine Online-Option mit einem guten Einkommen zu finden und die Zeit, die Sie für den Workflow aufwenden, praktisch zu reduzieren. Haben Sie jemals einen Kryptowechsel gehandelt? Wenn nicht, empfehle ich Ihnen, zu versuchen und den Handel auf Quantum AI erfahrungen starten. Auf dieser Seite können Sie mehr Informationen über diese Handelsplattform lesen und entscheiden, ob es zu Ihnen passt oder nicht.

Pite
Pite
7 Monate zuvor

Kann ich einmalig einen tankgutschein von 44 Euro als Bonus bekommen ? Oder liege ich dann auch schon über der Grenze wenn ich jeden Monat 450 Euro verdiene ?

Pit
Pit
8 Monate zuvor

hallo , kann ich in einem Monat 2500 nette verdienen ? , da ich ein vertrag als Minijob nur für ein Monat machen möchte . der Chef meinte dass ich 5400Euro im Jahr verdienen darf abgesehen davon wie viele Monate arbeite ich , es wäre nett wenn ich das geklärt bekomme . ( ich bin Elektriker ) Danke im Voraus

Marion
Marion
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
3 Monate zuvor

Ich als Hausfrau lebe von dem Einkommen meines Mannes gilt dann die berufsmäßigkeit?

Peter
Peter
8 Monate zuvor

Hallo,

ich habe einen Mini-job, bei dem von Juni – November (6 Monate) eingestellt bin, jedoch monatlich 470€ erhalte. Zählt dies als Minijob, da ich im Jahr weniger als 5400€ verdiene aber monantlich mehr als 450?

Helena Fröhlich
Helena Fröhlich
8 Monate zuvor

Hallo,
ich habe eine Mitarbeiterin auf Minijobbasis angestellt.
Sie verdient 5400 Euro pro Jahr.
Darf ich ihr zusätzlich steuerfreie Sachbezüge, wie z.B. Tankgutscheine geben?
Gruss H.Fröhlich

Melanie
Melanie
1 Jahr zuvor

Hallo, wie verhält es sich bei der Corona Situation, da 4 Monate komplett geschlossen war. Ich habe 2 Minijobs und beide Einrichtungen hatten diese 4 Monate zu. Darf ich dann ab jetzt von beiden Minijobs im Monat 450 Euro verdienen, also insgesamt 900 Euro für 4 Monate, das die 4 Monate in denen ich nichts verdient habe ausgeglichen sind und ich am Ende des Jahres bei 5400 Euro insgesamt rauskomme?
Bei einer Einrichtung weiß ich schon, dass ich durchgehend angemeldet war, hätte es einen Einfluss darauf wenn ich bei der anderen angemeldet war?
Danke im voraus für die Antwort!

Linda
Linda
1 Jahr zuvor

Hallo, wie ist es wenn ich einen 450€ Minijob habe bei dem ich knapp bisschen mehr als 100€ verdiene und nebenbei eine ehrenamtliche Tätigkeit im Impfzentrum ausführe, die pro Stunde vergütet wird und ich gleichzeitig Schülerin bin?

Karina
Karina
1 Jahr zuvor

Hallo ,
Ich arbeite seit 3 Jahre als Basis Job . Mein Jahreverdienst immer circa 4700 Euro.Ich bekomme immer unterschiedlich im Monat, ein mal kann ich nur 200 Euro ,300 Euro oder 450 Euro .Aber jetzt 2 mal für März und April habe mehr als 450 Euro verdient. Januar habe ich nur 250 Euro .Diesen Monat Mai wird auch bestimmt über 450 Euro ,da ich in der Quarantäne war .Ist das nicht schlimm wenn ich 3 Mal über 450 Euro verdine ?
Kann sein ,dass ich nächste Monate viel weniger als 450 Euro verdienen werde.

Philipp Stemmle
Philipp Stemmle
1 Jahr zuvor

Hallo,
darf ich einen 450€ Job haben, in dem ich über das ganze Jahr 290€ im Monat verdiene, sowie einen zweiten Nebenjob in dem ich 4 Monate im Jahr 450€ verdiene? Oder werde ich dann Sozialversicherungspflichtig?
lg

Beate
Beate
1 Jahr zuvor

Hallo.
Seit Februar 2021 darf man im Impfzentrum ehrenamtlich dazuverdienen. Wie ist es, wenn man sich hauptberuflich in Kurzarbeit befindet, im Impfzentrum die Übungsleiterpauschale bekommt und zusätzlich einen Minijob ausüben möchte. ( Selber Arbeitgeber, andere Tätigkeiten).
Es gibt so viele widersprüchliche Aussagen. Wir würden gerne die Impfkampagne unterstützen und so viel wie möglich helfen….
Viele Grüße

Polly
Polly
1 Jahr zuvor

Hallo. Ich habe einen Minijob als Zeitungsausträger. Dabei verdiene ich ca. 300€ im Monat. Ich habe im Februar einmalig die Möglichkeit zusätzlich einen Job anzunehmen bei dem ich 400€ verdiene. Ist dies einmalig möglich?

MS
MS
1 Jahr zuvor

Hallo,

ich bin Student, familienversichert und übe seit Anfang November bis Ende Dezember eine geringfügige Beschäftigung mit Stundenlohn (Mindestlohn) aus. Es besteht die Möglichkeit, dass ich leicht über 450€ im Monat Dezember komme. Stellt das einmalige Überschreiten dann irgendeiner Weise ein Problem dar? Über die 5.400€ im Kalenderjahr würde ich keinesfalls kommen, weil ich in diesem Jahr vorher keine andere Beschäftigung hatte.

LG
Danke im Voraus!

K Wutz
K Wutz
1 Jahr zuvor

Ich bin gelernte Kinderpflegerin und arbeite in der Hausaufgabenbetreuung bei der AWO Bayern. Meine derzeitige Bezahlung setzt sich aus einem Minijob (450 €) & eine Übungsleiterpauschale (200 €) zusammen. Die Leitern behauptet nun, dies ist nicht möglich. Stimmt dies?

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  K Wutz
1 Jahr zuvor

Hallo Frau Wutz,

diese Aussage können wir nicht ganz nachvollziehen. Aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht spricht nichts dagegen, die Übungsleiterpauschale z. B. mit einem Verdienst im Minijob zu kombinieren. Der Übungsleiterfreibetrag wird in diesem Fall “pro rata” angesetzt. Vielleicht interessiert Sie in diesem Zusammenhang auch unser Blogbeitrag “Auch bei Minijobs: Übungsleiterpauschale und Ehrenamtspauschale”: https://t1p.de/Blogbeitrag-Uebungsleiter-Ehrenamtspauschale

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Marc
Marc
1 Jahr zuvor

Hallo, ich hätte folgende Frage.
Ich arbeite momentan an meiner Hochschule für 400€ im Monat.
Da ich meinen Bachelorabschluss nun habe, soll ein neuer Vertrag aufgesetzt werden bei dem ich einen höheren Stundenlohn bekomme.
Damit würde mein Verdienst auf 468 Euro pro Monat kommen( ich würde zwar lieber etwas weniger arbeiten, aber Wochenstunden können nur gestaffelt im Vertrag festgehalten werden, daher wäre ich sonst bei 312 Euro bei weniger Stunden).
Der neue Vertag wäre befristet von Dezemeber 2020 bis Juli 2021.
Ich bin momentan in der Übergangsphase zwischen Bachelor und Master und kann daher nicht das Werkstudentenprivileg in Anspruch nehmen.
Nun wäre meine Frage, ob ich bei einem Verdienst von 468€ über diese 8 Monate noch in die Kategorie 450 Eurojob bzw. befristetes Arbeitsverhältnis fallen würde und ob ich meinen Lohn in diesem Fall versteuern müsste?
Anzumerken wäre noch, dass ich bereits nicht mehr familienversichert bin.
Mein momentan laufender Vertrag besteht seit August 2020.
Freunliche Grüße und vielen Dank im voraus,
Marc

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Marc
1 Jahr zuvor

Hallo Marc,

mit einem monatlichen Verdienst von mehr als 450 Euro sind Sie kein Minijobber mehr. Da Ihre Beschäftigung augenscheinlich auch nicht als kurzfristiger Minijob abgerechnet werden kann, werden Sie durch den Arbeitgeber sicher sozialversicherungs- und steuerpflichtig zu Ihrer Krankenkasse angemeldet. Der Vorteil hierbei ist, dass Sie über Ihre Beschäftigung auch selbst krankenversichert sind, was bei einem Minijob nicht der Fall wäre.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Anonym
Anonym
1 Jahr zuvor

Hallo,
ich bin Schüler und habe 2 Minijobs mit immer unterschiedlichen Einkommen. D.h. es werden Monate unter 450€ (zusammen) sein, aber auch Monate über 450€. Wird dies wegen den Steuern monatlich betrachtet oder ist nur entscheidend, dass ich nicht über die 5400€ jährlich komme?
Vielen Dank!

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Anonym
1 Jahr zuvor

Hallo,

die Verdienstgrenze von 450 Euro pro Monat ist ein Durchschnittswert. Arbeiten Sie also volle 12 Monate in beiden 450-Euro-Minijobs und verdienen in dieser Zeit nicht mehr als 5.400 Euro, können beide Beschäftigungen für Sie sozialversicherungsfrei bleiben und pauschal versteuert werden. Das gilt auch dann, wenn Sie in einigen Monaten mehr als 450 Euro erhalten.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Hammer Heidi
Hammer Heidi
1 Jahr zuvor

hallo, arbeite seit 8 jahren im Minijob, 12 x 450 € – höre jetzt im Sept. 2020 auf – habe dann diese Jahr 9 Monat, kann ich dann mahr als 4050 verdienen ?

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Hammer Heidi
1 Jahr zuvor

Hallo Heidi,

sind Sie nur in 9 Monaten beschäftigt, liegt Ihre anteilige Verdienstgrenze bei 4.050 Euro. Diese darf nicht überschritten werden, um Ihren Minijob nicht zu gefährden. Überschreiten Sie diese Grenze muss geschaut werden, ob die Überschreitung ggf. aus unvorhersehbaren Gründen geschah. Das gelegentliche und unvorhersehbare Überschreiten der Verdienstgrenze von 450 Euro führt Zusammenhang nicht zur Beendigung des Minijobs.
Als gelegentlich galt bisher ein Zeitraum von bis zu 3 Monaten innerhalb der vergangenen 12 Monate. Handelt es sich um ein gelegentliches unvorhersehbares Überschreiten, darf auch die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro überschritten werden – der Minijob bleibt weiterhin bestehen.
Aufgrund der Corona-Pandemie gilt für die Zeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 übergangsweise ein bis zu 5-maliges unvorhersehbares Überschreiten der Verdienstgrenze innerhalb der letzten 12 Monate als gelegentlich.
Vielleicht interessiert Sie in diesem Zusammenhang auch unser Blogbeitrag „Mehrarbeit wegen Corona: 450-Euro-Grenze darf im Minijob überschritten werden“.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Holger
Holger
1 Jahr zuvor

Hallo, ich beziehe als Minijobber regelmäßig 450€ pro Monat. Kann ich vom Arbeitgeber zusätzlich steuerfreie Sachbezüge (max 44€ z.B. Jobticket) oder (vom AG mit 15% pauschal versteuerte) Fahrtkostenzuschüsse erhalten?

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Holger
1 Jahr zuvor

Hallo Holger,

steuerfreie Leistungen – z. B. Sachbezüge in Höhe von bis zu 44 Euro monatlich – können Sie zusätzlich zum Verdienst von 450 Euro erhalten, ohne dass sie bei der Prüfung der Einhaltung der Verdienstgrenze berücksichtigt werden.
Ob eine geplante Leistung tatsächlich steuerfrei bleibt erfahren Sie bei Ihrem zuständigen Finanzamt.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Alberè
Alberè
2 Jahre zuvor

Hallo ,

1. Wenn ich im Jahr 2020 im April einen langfristigen Minijob anfange , darf ich dann den Rest des Jahres mehr verdienen , da ich erst im April gestartet habe mit der Arbeit oder beziehen sich die 12 Monate auf das Datum ab Vertragsunterzeichnung?

2. Da bei mir das Gehalt schwankt , mal 300 , mal 150 , darf ich dann für die übrigen Monate über 450 kommen , unabhängig von den gesetzlich gegebenen Ausnahmen?

Amanda
Amanda
2 Jahre zuvor

Hallo,
ich möchte für die nächsten knappen drei Monate einen Minijob ausführen. Ich bin über meine Eltern privat versichert und musste in der Vergangenheit schon einmal wegen eines anderen Jobs, bei dem ich mehr als 450 Euro pro Monat verdient habe, in die gesetzliche Krankenkasse wechseln. Da ich aber jetzt schon weiß, dass ich nur eine kurze Beschäftigung suche, ist mir der Aufwand zu groß schon wieder einen Krankenversicherungswechsel durchzuführen.
Wenn ich das richtig verstanden habe, dann kann man bei einem Minijob, den man 12 Monate ausübt in einigen Monaten mehr als 450 Euro verdienen, wenn man am Ende des Jahres insgesamt trotzdem nur auf 5400 Euro kommt. Wenn ich jetzt aber einen Job nur für drei Monate mache und das vorher auch schon weiß, kann ich dann trotzdem mehr als 450 Euro verdienen? Und wenn das geht, muss ich dann im restlichem Jahr darauf achten, dass ich mit anderen Minijobs nicht die Grenze von 5400 Euro überschreite?

Viele Grüße,
Amanda

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Amanda
2 Jahre zuvor

Hallo Amanda,

es gibt zwei Arten von Minijobs. Zum einen den 450-Euro-Minijob und zum anderen den kurzfristigen Minijob. Die Beurteilung, um was für eine Beschäftigung es sich handelt, trifft der Arbeitgeber.

450-Euro-Minijobs sind geringfügig entlohnte Beschäftigungen. Sie werden meist regelmäßig ausgeübt und es kommt dabei auf die wöchentliche Arbeitszeit und die monatlichen Einsätze nicht an. Wichtig ist, dass Sie als Minijobberin regelmäßig nicht mehr als 450 Euro im Monat verdienen dürfen. Bei einer ununterbrochen in 12 Monaten ausgeübten Beschäftigung ergibt sich somit eine Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro. Sind Sie in weniger als 12 Monaten beschäftigt, reduziert sich diese Grenze anteilig. Grundlagen 450-Euro-Minijob: https://t1p.de/MJZE-450-Euro-Minijobs-gewerblich

Daneben gibt es noch die kurzfristigen Minijobs.
Kurzfristige Minijobs heißen auch kurzfristige Beschäftigungen. Sie werden meist nicht regelmäßig, sondern nur gelegentlich ausgeübt. Ein kurzfristiger Minijobber hat generell keine Verdienstbeschränkung. Nur, wenn Sie über 450 Euro monatlich verdienen, muss Ihr Arbeitgeber prüfen, ob Sie berufsmäßig arbeiten. Wer berufsmäßig arbeitet, darf mit einem Entgelt über 450 Euro im Monat nicht kurzfristig beschäftigt werden und hat damit keinen Minijob. Berufsmäßigkeit heißt: Die Beschäftigung ist für Sie nicht von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung, sondern Sie sichern damit Ihren Lebensunterhalt.

Wichtig ist weiterhin, dass Sie als kurzfristige Minijobberin im Laufe eines Kalenderjahres nicht mehr als drei Monate oder insgesamt 70 Arbeitstage arbeiten dürfen. Aufgrund der Corona-Pandemie sind die Zeitgrenzen für kurzfristige Beschäftigungen übergangsweise neu geregelt worden. Für die Zeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 gelten die Zeitgrenzen von fünf Monaten oder 115 Arbeitstagen. Grundlagen kurzfristiger Minijob: http://t1p.de/MJZE-kurzfristig-gewerbliche-Minijobs
Möglich ist auch einen 450-Euro-Minijob und einen kurzfristigen Minijob gleichzeitig auszuüben. Es erfolgt in diesem Fall keine Zusammenrechnung der Arbeitsentgelte.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Kira
Kira
2 Jahre zuvor

Hallo,

ich arbeite in einem Supermarkt und verdiene monatlich normalerweise circa 410€, durch die Corona Pandemie musste jeder allerdings viele Extraschichten schieben wodurch ich im April, Mai und auch nun im Juni mehr verdienen werde. Ich habe allerdings gelesen, dass in nicht vorhersehbaren Fällen die Grenze von 450€ monatlich bis zu 5 mal zwischen dem 1.3. und 31.10. überschritten werden darf, wäre dies bei mir gegeben oder nicht?

Lg Kira

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Kira
2 Jahre zuvor

Hallo Kira,

der erhöhte zeitliche Aufwand im Zusammenhang mit der Corona-Krise war für Ihren Arbeitgeber sicher nicht vorhersehbar. Das gelegentliche und unvorhersehbare Überschreiten der Verdienstgrenze von 450 Euro führt in diesem Zusammenhang nicht zur Beendigung des Minijobs.

Als gelegentlich galt bisher ein Zeitraum von bis zu 3 Monaten innerhalb der vergangenen 12 Monate. Handelt es sich um ein gelegentliches unvorhersehbares Überschreiten, darf auch die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro überschritten werden – der Minijob bleibt weiterhin bestehen.

Aufgrund der Corona-Pandemie gilt für die Zeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 übergangsweise ein bis zu 5-maliges unvorhersehbares Überschreiten der Verdienstgrenze innerhalb der letzten 12 Monate als gelegentlich. Vielleicht interessiert Sie in diesem Zusammenhang auch unser Blogbeitrag „Mehrarbeit wegen Corona: 450-Euro-Grenze darf im Minijob überschritten werden“.

Die abschließende sozialversicherungsrechtliche Beurteilung trifft jedoch Ihr Arbeitgeber.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Mayka
Mayka
2 Jahre zuvor

Hallo,
Ich konnte aufgrund der Schließung der Gastro meinen Minijob nicht mehr ausführen und habe in der Zeit mir einen anderen im Supermarkt gesucht. Jetzt kann ich ab morgen wieder in meinem alten Job starten. Wäre es jetzt von Nachteil wenn sich die Einnahmen vom Supermarkt mit denen der Gastro überschneiden und man kommt nun einmalig drüber , gibt es dafür jetzt auch eine Coronaausnahme ?
Lg

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Mayka
2 Jahre zuvor

Hallo Mayka,

das kommt ganz darauf an, ob Sie noch eine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung haben.

Üben Sie keine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung aus, können Sie mehrere 450-Euro-Minijobs nebeneinander ausüben. Der gesamte monatliche Verdienst darf jedoch durchschnittlich 450 Euro nicht überschreiten.

Neben einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis können Sie hingegen nur einen Minijob sozialversicherungsfrei ausüben. Das bedeutet, dass Ihr zweiter Minijob versicherungspflichtig zu Ihrer Krankenkasse gemeldet wird.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Nicolé Effertz
Nicolé Effertz
Reply to  Mayka
2 Jahre zuvor

Hallo,
ich übe z.Z.eine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung sowie eine 360,-€ Stelle(auch versichert) aus.Meine Frage:Kann ich noch eine 450,-€ Stelle annehmen?
Vielen Dank im Voraus…
LG Nicolé

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Nicolé Effertz
2 Jahre zuvor

Hallo Nicolé,

bei Ihren Nebenbeschäftigungen handelt es sich mit einem Verdienst bis maximal 450 Euro im Monat um zwei Minijobs.

Neben Ihrer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung dürfen Sie genau einen 450-Euro-Minijob sozialversicherungsfrei ausüben. Hierbei ist die zeitliche Reihenfolge maßgebend, in welcher beide Minijobs aufgenommen werden. Der zeitlich zuerst gemeldete 450-Euro-Minijob bleibt für Sie sozialversicherungsfrei.

Jeder weitere – ggf. auch höher entlohnte – 450-Euro-Minijob wird zusammen mit der Hauptbeschäftigung sozialversicherungs- und steuerpflichtig an Ihre Krankenkasse gemeldet. Hierbei spielt es auch keine Rolle, ob die Verdienste aus beiden Minijobs zusammen 450 Euro überschreiten. Mit Ausnahme der Arbeitslosenversicherung fallen dann auch für Sie als Arbeitnehmer Sozialversicherungsbeiträge in diesem zweiten Minijob an.

Neben Ihrer Hauptbeschäftigung und dem 450-Euro-Minijob könnten Sie jedoch parallel noch einen kurzfristigen Minijob sozialversicherungsfrei ausüben. Vielleicht interessiert Sie hierzu auch unser Blogbeitrag: Hauptjob, 450-Euro-Minijob und kurzfristiger Minijob! Geht das? http://t1p.de/Blogbeitrag-Hauptjob-Minijob-kurzfristig

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Maike
Maike
2 Jahre zuvor

Hallo,
ich habe von September 2019 bis Februar 2020 eine kurzfristige Beschäftigung gehabt und habe in diesem Zeitraum 4 Mal mehr als 450€ verdient. Ende Februar habe ich zu einem anderen Arbeitgeber gewechselt und bin dort auf 450€ Basis eingestellt. Nun habe ich diesen Monat jedoch wegen Corona (also unvorhersehbar) ca 1000€ verdient und plötzlich muss ich Sozialversicherung zahlen. Ist das so richtig? Im Kalenderjahr 2019 habe ich die 5400€ nicht überschritten und ich verstehe den Grund für die plötzlich anfallenden Sozialabgaben nicht und hierüber wurde ich auch von meinem Arbeitgeber nicht informiert. Es ist auch nicht geplant, dass ich in Zukunft erneut über 450€ verdiene, diesen Monat war das lediglich der Krise geschuldet. Ich dachte, dass die Verdienste von der kurzfristigen Beschäftigung beim alten Arbeitgeber nicht mit reinzählen. Können Sie mir erklären, weshalb ich jetzt Sozialabgaben zahlen muss?
Beste Grüße und vielen Dank im Voraus!

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Maike
2 Jahre zuvor

Hallo Maike,

bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir an dieser Stelle aufgrund des Datenschutzes keine umfassende sozialversicherungsrechtliche Beurteilung Ihrer Beschäftigung vornehmen können.

Allgemein ist zu Ihrer Anfrage Folgendes zu sagen:
Die sozialversicherungsrechtliche Beurteilung nimmt jeweils der Arbeitgeber vor. Er beurteilt das betreffende Beschäftigungsverhältnis erstmals zu Beginn und später bei jeder dauerhaften Veränderung vorausschauend für ein Jahr. Hierbei werden alle Einkünfte berücksichtigt, die mit Sicherheit zu erwarten sind – inkl. Einmalzahlungen wie beispielsweise Weihnachts- oder Urlaubsgeld. Das gelegentliche und unvorhersehbare Überschreiten der Verdienstgrenze von 450 Euro führt in diesem Zusammenhang nicht zur Beendigung des Minijobs. Aufgrund der Corona-Pandemie gilt für die Zeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 übergangsweise ein bis zu 5-maliges unvorhersehbares Überschreiten der Verdienstgrenze als gelegentlich.

Verdienste aus einem früheren Beschäftigungsverhältnis bei einem anderen Arbeitgeber werden hierbei nicht berücksichtigt.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Anonym
Anonym
2 Jahre zuvor

Gilt die 5400€-Grenze auch bei der Ausübung von zwei Minijobs, sprich darf ich einige Monate insgesamt auch mehr als 450€ monatlich verdienen, wenn die jährliche Grenze nicht überschritten wird? Es handele sich um eine vorhersehbare Überschreitung der 450€

Kai
Kai
2 Jahre zuvor

Hallo,

ich bin neben meinem Studium in einer geringfügigen Beschäftigung und verdiene zwischen 330 und 380 je nach Diensteinteilung, das ist aber getrennt in Grundentgelt von etwa 140 plus Zuschläge (Feiertage & Nacht) und Geld für Mehrarbeit der Vormonate. Wenn ich jetzt bei einem weiteren Job arbeiten möchte, muss ich dort 350 Euro angeben als Verdienst? Oder 140?
Wenn dieser zweite Job auf 50€ angemeldet wird, dann bleibe ich unterhalb der Verdienstgrenze und kein Job wird sozialversicherungspflichtig?
Grüße,
Kai

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Reply to  Kai
2 Jahre zuvor

Hallo Kai,

grundsätzlich dürfen Sie mehrere 450-Euro-Minijobs gleichzeitig ausüben. Hierbei ist darauf zu achten, dass der durchschnittliche monatliche Verdienst in Summe nicht über 450 Euro liegt. Als Grundlage bei der Zusammenrechnung der Verdienste zählt der Bruttolohn. Steuerfreie Zuschläge (z.B. Sonn- und Feiertagszuschlag) sind grundsätzlich nicht zu berücksichtigen.

Überschreiten Sie die Summe von 450 Euro nicht, bleiben beide Beschäftigungen 450-Euro-Minijobs.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Cem
Cem
2 Jahre zuvor

Hallo,
Ich habe 2 Mini-Jobs. Bei dem einen verdiene ich monatlich 100 Euro fest. und bei der anderen variiert das je nach Arbeitszeit.
Ab Januar habe ich nur 100 Euro verdient weil mein anderer Job den Besitzer gewechselt hat also habe ich erst Februar einen Vertrag beim 2. Jobs.

Da ich jetzt in Januar nicht die restlichen 350 Euro verdient habe, kann ich für Februar 450+350 Euro also 800 verdienen?

Danke im Voraus.

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Reply to  Cem
2 Jahre zuvor

Hallo Cem,

Ihre Annahme, dass Sie den „Verdienstpuffer“ aus dem bisherigen Monat im Zeitraum der Mehrfachbeschäftigung mehr verdienen dürfen und es sich dann immer noch um 450-Euro-Minijobs handelt, ist nicht korrekt. Die Grenze von 5.400 Euro gilt für das Zeitjahr. Beide Arbeitgeber müssen diese Grenze ab Aufnahme eines zweiten Minijobs für die Zukunft betrachten, um zu entscheiden, ob Minijobs vorliegen. Somit erfolgt die Beurteilung neu ab Februar, Sie dürfen von Februar bis Dezember 2020 mit beiden 450-Euro-Minijobs 4.950 Euro (11 x 450 Euro) verdienen.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Pablo
Pablo
2 Jahre zuvor

Moin,

ich arbeite neben der Schule in einer Tankstelle auf 450€ Basis, bekomme dabei noch Sonntagszulage von ca. 150€ und Kindergeld von ca. 200€
Ist das alles so rechtens?

Mit freundlichen Grüßen,

Pablo

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Reply to  Pablo
2 Jahre zuvor

Hallo Pablo,

für Minijobber gilt der Grundsatz der Gleichbehandlung. So dürfen Minijobber nicht schlechter behandelt werden als vergleichbare vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Carlo
Carlo
Reply to  Pablo
8 Monate zuvor

Hallo!
Muß ich auf eine bestimmte Stundenzahl beim Minijob kommen?
Danke

Tracker
Tracker
2 Jahre zuvor

Also, es ist undurchsichtig mit der Berechnung ihrer 5400 € Grenze.
Wenn der gesammte betrag 5400€ betragen kann, warum muss man nur bei einem Arbeitgeber beschäftigt sein….Ich habe mitte des Jahres eine Tätigkeit aufgegeben, und 2 Monate später eine neue Angefangen. Zu diesem Zeitpunkt,( LKW-Fahren) hatte ich erst 2400 € verdient. Also bleiben noch 3000,00€ über. Im Oktober habe ich dann bei einem Anderen Arbeitgeber 450 € verdient, und im Monat November, wegen Krankheitfälle, mehrarbeit in höhe von 700 € geleistet und im Dezember in höhe von 800 € geleistet.
Die Jährliche verdienstgrenze ist hier noch nicht überschritten. Trotzdem musten Steuern und Sozialversicherung im erhöten maße gezahlt werden. Eine Minderung der KAL wurde Angedroht….
MFG

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Tracker
2 Jahre zuvor

Guten Tag,

die Verdienstgrenze von 5.400 Euro gilt für eine in 12 Monaten ununterbrochen ausgeübte Beschäftigung. Ihre Annahme, dass Sie den “Verdienstpuffer” aus den bisherigen Monaten im Zeitraum der Mehrfachbeschäftigung mehr verdienen dürfen und es sich dann immer noch um 450-Euro-Minijobs handelt, ist nicht korrekt.

Gehen Sie keiner sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach, können Sie auch mehrere Minijobs parallel ausüben. Wichtig ist, dass der durchschnittliche monatliche Verdienst dann 450 Euro in Summe nicht überschreiten darf.

Übersteigt der Jahresverdienst 5.400 Euro bei einer (12monatigen Beschäftigung), weil sich Ihr Verdienst in einzelnen Monaten auf mehr als 450 Euro erhöht, kommt es darauf an, ob dies regelmäßig und vorhersehbar oder gelegentlich und nicht vorhersehbar erfolgt.

Passiert das gelegentlich und nicht vorhersehbar, das heißt bis zu drei Mal in einem Zwölf-Monats-Zeitraum, bleibt die Tätigkeit ein Minijob. In solchen Ausnahmefällen darf der Jahresverdienst auch weit mehr als 5.400 Euro betragen.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Marie
Marie
2 Jahre zuvor

Ich kenn mich auch nicht so richtig aus, ich bin selbstständig (Kleinunternehmen) und verdiene ca. 350€/Mon. da das Geld nicht reicht, habe ich mich für einen Minijob beworben (450€) muss ich steuern und sozialversicherung zahlen? oder nicht?

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Reply to  Marie
2 Jahre zuvor

Hallo Marie,

neben Ihrer selbstständigen Tätigkeit dürfen Sie auch mehrere 450-Euro-Minijobs ausüben. Zu beachten ist hierbei, dass der durchschnittliche monatliche Verdienst die Grenze von 450 Euro nicht übersteigt. Ein 450-Euro-Minijob ist – ausgenommen der Rentenversicherung – für den Beschäftigten sozialversicherungsfrei. Als Minijobberin haben Sie die Möglichkeit sich auf Antrag von der Rentenversicherungspflicht befreien zu lassen. Möchten Sie über den 450-Euro-Minijob rentenversichert sein, liegt Ihr Eigenanteil im gewerblichen Bereich bei 3,6%.

Weitere Informationen zur Befreiung von der Rentenversicherungspflicht im 450-Euro-Minijob finden Sie auf unserer Homepage unter folgendem Link: https://t1p.de/MJZE-Befreiung-von-der-Rentenversicherungspflicht

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Geertjan
Geertjan
2 Jahre zuvor

Hallo,
Wenn ich in Januar mit einem Minijob angefange, darf ich dann im Januar schon mehr als 450 € verdienen, so lange ich danach mal weniger verdiene, damit ich am Ende des Jahres unter 5400 € bleibe?
Oder gilt dann Ende Januar eine Grenze von 450 €, Ende Februar eine Grenze von 900 €, Ende März 1350 € u.s.w. bis Ende Dezember eine Grenze von 5400 €?
Vielen Dank im Voraus

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Reply to  Geertjan
2 Jahre zuvor

Hallo Geertjan,

ja, das ist möglich. Ein Minijob liegt vor, wenn der monatliche Verdienst 450 Euro im Durchschnitt nicht überschreitet. Sind Sie für einen Zeitraum von 12 Monaten ununterbrochen beschäftigt, ergibt sich damit eine Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro. Wird dieser Betrag nicht überschritten liegt auch dann noch ein Minijob vor, wenn Sie in einzelnen Monaten mehr als 450 Euro verdienen.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
2 Jahre zuvor

Hallo,

ein 450-Euro-Minijob und ein kurzfristiger Minijob können parallel ausgeübt werden. Die Verdienste aus beiden Beschäftigungen werden nicht zusammen gerechnet. Voraussetzung hierfür ist, das beide Beschäftigungen bei unterschiedlichen Arbeitgebern ausgeübt werden. Beide Arbeitgeber melden die Beschäftigungen bei der Minijob-Zentrale an.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Anonym
Anonym
Reply to  dieminijobzentrale
2 Jahre zuvor

Ja, es handelt sich um unterschiedliche Arbeitgeber.
Vielen lieben Dank für die Antwort!

Jost
Jost
2 Jahre zuvor

Hallo,
Ich bin Student und arbeite geringfügig beschäftigt an der Uni. Dabei werde ich im Jahr 2020 4996,80€ verdienen. Ich möchte nun einen weiteren kurzfristigen Minijob für 2 Monate annehmen, mit welchem ich aber etwas über die Grenze von 5400€ im Jahr 2020 komme. Ich habe gelesen dass kurzfristige, ungeplante Überschreitungen der 5400€ Grenze nicht schlimm sind. Wie sieht es mit kurzfrisitger, aber geplanter Überschreitung aus? Vorraussichtlich werde ich die 5400€ Grenze nur leicht überschreiten, und das eben auch nur einmalig. Ist das in Ordnung? und was muss ich tun, wenn das nicht in Ordnung ist?
Besten Dank im Voraus und liebe Grüße!

Herr Pelikan
Herr Pelikan
2 Jahre zuvor

Hallo!
Ich habe eine Frage zur Beurteilung der Verdienstgrenze im Minijob nach dem ersten Beschäftigungsjahr:

Ein Mitarbeiter wird ab 01.07.2019 beschäftigt. Somit darf er von Juli 2019 bis Juni 2020 insgesamt 5400 € verdienen.

Wie erfolgt dann die weitere Bewertung der 5400 € Grenze?
a) von 07/20 bis 06/21, dann von 07/21 bis 06/22 usw. ?
b) von 01/20 bis 12/20, dann von 01/21 bis 12/21 usw. ?
c) von 07/19 bis 12/19 2700 € und weiter mit Möglichkeit b) ?
d) kann ich mir das aussuchen?

Des Weitern interessiert mich, wie bei z.B. krankheitsbedingter Mehrarbeit in einem Monat die Berechnung erfolgt?

07/19 bis 01/20 je 450€
02/20 1000 € wegen Krankheitsvertretung
03/20 bis 06/20 je 450 €

Steigt dann einfach die erlaubte Grenze von 5400 € auf 5950 € für 07/19 bis 06/20?

oder

Beginnt dann ab 03/20 eine neuer 12-Monats-Zeitraum mit Höchstgrenze 450€?

Freue mich auf die Antworten. Vielen Dank im voraus.

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Reply to  Herr Pelikan
2 Jahre zuvor

Hallo Herr Pelikan,

bei der Prüfung der Frage, ob das Arbeitsentgelt 450 Euro übersteigt, ist vom regelmäßigen Arbeitsentgelt auszugehen. Das regelmäßige Arbeitsentgelt ermittelt sich abhängig von der Anzahl der Monate, für die eine Beschäftigung gegen Arbeitsentgelt besteht, wobei maximal ein Jahreszeitraum (12 Monate) zugrunde zu legen ist.

Bei einem Beschäftigungsbeginn zum 1. Juli erstreckt sich somit der zu beurteilende Jahreszeitraum bis zum 30. Juni des Folgejahres. Dabei darf das regelmäßige Arbeitsentgelt im Durchschnitt einer Jahresbetrachtung 450 Euro nicht übersteigen (maximal 5.400 Euro pro Jahr bei durchgehender mindestens 12 Monate dauernder Beschäftigung gegen Arbeitsentgelt in jedem Monat).

Es spricht jedoch auch nichts dagegen, wenn der Arbeitgeber aus abrechnungstechnischen Gründen stets zu Beginn eines neuen Kalenderjahres eine erneute vorausschauende Beurteilung vornimmt.

Übersteigt der Jahresverdienst 5.400 Euro, weil sich der Verdienst des Minijobbers in einzelnen Monaten auf mehr als 450 Euro erhöht, kommt es darauf an, ob dies regelmäßig und vorhersehbar oder gelegentlich und nicht vorhersehbar erfolgt.

Passiert das gelegentlich und nicht vorhersehbar, das heißt bis zu drei Mal in einem Zwölf-Monats-Zeitraum, bleibt die Tätigkeit ein Minijob. In solchen Ausnahmefällen darf der Jahresverdienst auch weit mehr als 5.400 Euro betragen.

Eine erneute vorausschauende versicherungsrechtliche Beurteilung ist nur dann erforderlich, wenn es sich um dauerhafte Veränderungen handelt.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Philipp
Philipp
2 Jahre zuvor

Liebes Team,

ich übernehme ab 01.01.20 eine nebenberuflich eine Hausmeistertätigkeit, die mit 340 Euro mtl. vergütet wird. Meine Arbeitszeiten kann ich mir frei einteilen – es gibt ein Aufgabenfeld mit regelmäßigen Tätigkeiten (Treppenhaus reinigen ect.) sowie nach Bedart (z.B. Winterdienst, Rasen mähen, Sträucher zuschneiden)

1) Wie verhält es sich hierbei mit dem Urlaubsanspruch?

2) Da ich mir die Arbeit in Prinzip selbst einteilen kann – bin ich da überhaupt an
Regelungen gebunden, wenn ich mehr Urlaubstage benötige, als mir ggf.
zustehen? Z.B. wenn ich in dieser Zeit eigenständig einen “Ersatzmann” besorge,
der die anfallende Arbeit (auf Freundschaftsbasis) erledigt.
Was gilt es in diesem Fall evtl. noch zu beachten?

Beste Grüße
Philipp
.

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Reply to  Philipp
2 Jahre zuvor

Guten Morgen Philipp,

liegt ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis vor, gelten arbeitsrechtliche Ansprüche für Sie als Arbeitnehmer.

Eine abhängige Beschäftigung ist gekennzeichnet durch das Direktions- und Weisungsrecht des Arbeitgebers. Darunter versteht man die Vorgabe des Arbeitsortes, der Arbeitszeit, der Arbeitsdauer und der Art der Arbeit durch den Arbeitgeber. Auch spricht der Abschluss eines Arbeitsvertrages für ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis. Ein Arbeitsvertrag für Minijobber ist nicht zwingend. Allerdings hat Ihr Arbeitgeber Ihnen spätestens einen Monat nach Beginn des Arbeitsverhältnisses einen Nachweis über die wesentlichen Arbeitsbedingungen schriftlich auszuhändigen. Das gilt für alle Minijobber, die nicht nur vorübergehend -höchstens einen Monat- als Aushilfe arbeiten.

Der schriftliche Nachweis muss folgende Angaben enthalten:
– Name und Anschrift der Vertragsparteien
– Beginn – und bei befristeten Arbeitsverhältnissen – auch die voraussichtliche Dauer des Arbeitsverhältnisses
– Arbeitsort
– Art der Tätigkeit
– Zusammensetzung, Höhe und Fälligkeit des Verdienstes – einschließlich Zuschlägen, Zulagen, Prämien, Sonderzahlungen sowie anderen Bestandteilen des Verdienstes
– Arbeitszeit
– Dauer des jährlichen Erholungsurlaubs
– Kündigungsfristen
– Hinweis auf geltende Tarifverträge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen

Arbeitgeber und Arbeitnehmer können vereinbaren, dass der Arbeitnehmer seine Arbeitsleistung entsprechend dem Arbeitsanfall erbringt (Arbeit auf Abruf). Die Vereinbarung muss jedoch eine bestimmte Dauer der wöchentlichen und täglichen Arbeitszeit festlegen.

Probleme wirft dieser Weg auf, wenn die wöchentliche Arbeitszeit schwankt. Hinzu kommen Schwierigkeiten bei der Bestimmung, wann der Urlaubsanspruch erfüllt ist, beispielsweise wenn der Arbeitnehmer nur für einen Tag frei haben möchte. Als Lösung bietet sich an, anhand der festzulegenden Arbeitszeit zu ermitteln, an wie vielen Tagen pro Woche der Arbeitnehmer durchschnittlich zu arbeiten hat.

Abschließend empfehlen wir Ihnen, sich mit Ihrer konkreten arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales zu wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Anonym
Anonym
Reply to  dieminijobzentrale
2 Jahre zuvor

Herzlichen Dank, liebes Blog-Team, für die ausführliche Info ………..

Anonym
Anonym
2 Jahre zuvor

Hallo,
Seit mittel Oktober mach ich einen Minijob von 450 Euro Basis. Bis jetzt war der Gehalt immer unterschiedlich aber nicht einmal über 450€ geschritten. Jetzt habe ich aber gerechnet dass der Gehalt für diesen Monat etwa rund 455€ wird. Wie würde das denn gehen?

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Reply to  Anonym
2 Jahre zuvor

Hallo,

bei der Prüfung der Frage, ob das Arbeitsentgelt 450 Euro übersteigt, ist vom regelmäßigen Arbeitsentgelt auszugehen. Das regelmäßige Arbeitsentgelt ermittelt sich abhängig von der Anzahl der Monate, für die eine Beschäftigung gegen Arbeitsentgelt besteht, wobei maximal ein Jahreszeitraum (12 Monate) zugrunde zu legen ist.

Bei einem Beschäftigungsbeginn zum 1. Oktober erstreckt sich somit der zu beurteilende Jahreszeitraum bis zum 30. September des Folgejahres. Dabei darf das regelmäßige Arbeitsentgelt im Durchschnitt einer Jahresbetrachtung 450 Euro nicht übersteigen (maximal 5.400 Euro pro Jahr bei durchgehender mindestens 12 Monate dauernder Beschäftigung gegen Arbeitsentgelt in jedem Monat).

Steht bereits zu Beginn der Beschäftigung fest, dass diese nicht durchgehend für mindestens 12 Monate gegen Arbeitsentgelt besteht, ist die zulässige Arbeitsentgeltgrenze für den Gesamtzeitraum entsprechend zu reduzieren.

Somit kann es auch Monate geben, in denen die monatliche Grenze von 450 Euro überschritten wird, solange auf das Jahr gesehen die 5.400 Euro nicht überschritten werden.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Betül Kar
Betül Kar
2 Jahre zuvor

Guten Abend,
Und zwar habe ich folgendes “Problem”..
Ich habe seit April einen 450 Euro Job und jetzt seit November einen zweiten. Damit beschreiten ich meine 450€ pro Monat. Was muss ich nun tun? Wie funktioniert das mit den Steuern muss ich das selber machen, oder macht das mein Arbeitgeber? & muss ich dann beide Jobs versteuern oder nur einen?

Vielen Dank schonmal im voraus
LG

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Reply to  Betül Kar
2 Jahre zuvor

Hallo,

die Beurteilung Ihrer Beschäftigungen erfolgt ab Aufnahme des zweiten 450-Euro-Minijob (November 2019) neu für die folgenden 12 Monate. Die Beurteilung obliegt Ihren Arbeitgebern.

Liegen die Verdienste aus beiden 450-Euro-Minijobs in Summe über 450 Euro, besteht Sozialversicherungs- und Steuerpflicht. Beide Beschäftigungen sind durch Ihre Arbeitgeber an Ihre zuständige Krankenkassen zu melden.

Für ausführliche Informationen zur Beitragshöhe in versicherungspflichtigen Beschäftigungen wenden Sie sich bitte an Ihre zuständige Krankenkasse.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Krupke
Krupke
2 Jahre zuvor

Hallo liebes Mini Job Team,

ich arbeite seit Jahren als geringfügige Beschäftige auf 450,oo € Basis, nun soll/könnte ich in diesem Monat, mehr/ doppelt so viel arbeiten(krankheitsbedingt durch eine Kollegin), würde dann 450€ mehr Gehalt bekommen.. wie verhält es sich hier mit der 5400 € Grenze ? Was ist hier mit der Sozialversicherungspflicht bzw Steuerpflicht ?

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Reply to  Krupke
2 Jahre zuvor

Hallo,

ein nur gelegentliches und nicht vorhersehbares Überschreiten der Entgeltgrenze führt nicht zur Beendigung des Minijobs. Im Einzelfall kann es daher zum Überschreiten der monatlichen Arbeitsentgeltgrenze von 450 Euro und auch der jährlichen Arbeitsentgeltgrenze von 5.400 Euro kommen. Dabei ist die Höhe des Verdienstes, in dem Monat, in dem die Entgeltgrenze unvorhersehbar überschritten wird, unerheblich.

Unvorhersehbar ist beispielsweise ein erhöhter Arbeitseinsatz wegen des krankheitsbedingten Ausfalls eines anderen Arbeitnehmers. Urlaubsvertretungen sind hingegen vorhersehbar und können somit nicht unter diese Regelung fallen.

Als gelegentlich ist dabei ein Zeitraum von bis zu drei Monaten innerhalb eines Zeitjahres anzusehen.

Haben Sie die Verdienstgrenze in den zurückliegenden 12 Monaten nicht mehr als dreimal überschritten (inklusive der aktuellen Überschreitung) bleibt es grundsätzlich beim Minijob.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale