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Zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2020

Minijob: Urlaub berechnen leicht gemacht

Vielen ist nicht bekannt, wie viel Urlaub ihnen in ihrem Minijob zusteht. Wir zeigen Ihnen, wie Sie den Urlaub im Minijob richtig berechnen. Ganz egal, ob Ihre Arbeitstage in der Woche gleich oder ungleich verteilt sind.

Dauer des Urlaubs im Minijob

Das Bundesurlaubsgesetz gesteht jedem Arbeitnehmer in Deutschland mindestens 24 Werktage bezahlten Urlaub im Jahr zu. Sehen Arbeitsverträge einen längeren Urlaubsanspruch vor, gilt auch dieser entsprechend für den Minijobber. Einen Anspruch auf 24 Werktage im Jahr haben Beschäftigte, die an sechs Tagen in der Woche arbeiten. Gewöhnlich gilt aber beispielsweise für die meisten Minijobs, dass diese nicht an 6 Tagen in der Woche ausgeübt werden. Daher wird der jährliche Urlaubsanspruch abhängig von den Arbeitstagen pro Woche anteilig berechnet. Hierbei ist egal, wie viele Stunden der Mitarbeiter an den einzelnen Tagen arbeitet.

Lesetipp: Welche Voraussetzungen für den Urlaubsanspruch genau gelten, erläutern wir in unserem Blog „Urlaub bei Minijobs“.

Mindesturlaub bei immer gleicher Anzahl von Arbeitstagen in der Woche

Die Berechnung des gesetzlichen Urlaubsanspruchs ist einfach. Hierbei hilft Ihnen auch unser Online-Rechner.

Arbeitet ein Mitarbeiter jeden Werktag (also von Montag bis Samstag), hat er einen Urlaubsanspruch von mindestens 24 Werktagen im Jahr. Bei einer 5-Tage-Arbeitswoche ergeben sich 20 Urlaubstage im Jahr. Meistens haben Minijobber wegen der Verdienstgrenze von 450 Euro im Monat jedoch eine kürzere Arbeitswoche als ihre Kollegen in Vollzeit. Arbeiten Minijobber in jeder Woche die gleiche Anzahl von Arbeitstagen,  gilt folgende Formel für den Mindesturlaub:

Beispiel
Lukas übt an 2 Tagen in der Woche einen Minijob aus. Seine Kollegen in Vollzeit haben Anspruch auf den Mindesturlaub.
Berechnung: 2 Arbeitstage pro Woche x 24 : 6 = 8
Lösung: Lukas stehen mindestens 8 Urlaubstage im Jahr zu.

Höherer vertraglicher Urlaubsanspruch

Ist die Zahl der Arbeitstage vertraglich geregelt und besteht beispielsweise für die Vollzeitbeschäftigten ein höherer Urlaubsanspruch, so haben Minijobber ebenfalls einen höheren Anspruch auf Urlaub. Dieser berechnet sich, vorbehaltlich anderer vertraglicher Regelungen, in der Regel so:

Beispiel
Petra übt an 3 Tagen in der Woche einen Minijob aus. Ihre Kollegen in Vollzeit arbeiten in einer 5-Tage-Woche und haben einen Anspruch auf 30 Urlaubstage im Jahr. Sowohl die Arbeitstage pro Woche als auch die Zahl der Urlaubstage sind tarifvertraglich geregelt.
Berechnung: 3 Arbeitstage pro Woche x 30 : 5 = 18
Lösung: Petra stehen 18 Urlaubstage im Jahr zu.

Lesetipp: Ein weiteres Beispiel finden Sie in unserem Blog: „Nachgefragt (7): Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub“.

Urlaub bei ungleicher Anzahl von Arbeitstagen in der Woche

Ist die Anzahl von Arbeitstagen in der Woche regelmäßig ungleich, also z. B. mal zwei oder drei Tage in der Woche, bezieht sich die Berechnung des Urlaubs auf das Jahr und nicht auf die Woche. Die auf 52 Wochen (= 1 Jahr) bezogenen Werte ergeben dann die Jahresarbeitstage. Das Bundesarbeitsgericht hat festgelegt, dass die Arbeitsverpflichtung in einem Jahr bei einer 5-Tage-Woche 260 Arbeitstage beträgt und 312 Werktage bei einer 6-Tage-Woche.

Die Formel lautet dann:

Beispiel
Andrea übt an 90 Tagen im Jahr einen Minijob aus. Mitarbeiter in Vollzeit arbeiten in einer 5-Tage-Woche und haben einen Anspruch auf 20 Urlaubstage im Jahr.
Berechnung:
20 Urlaubstage  x 90 Tage = 6,92 Tage
260 Jahresarbeitstage
Lösung: Andrea hat einen Anspruch auf 7 Urlaubstage im Jahr. Das Ergebnis 6,92 wird kaufmännisch auf 7 gerundet.

Nachtrag:

Mit unserem neuen Urlaubsrechner stellen wir Ihnen eine einfache und praktische Hilfe bei der Berechnung des Mindesturlaubsanspruchs zur Verfügung.

Urlaub im Minijob: natürlich bezahlt

Minijobber haben ein gesetzliches Recht auf bezahlten Urlaub. In der Regel richtet sich die Höhe des Urlaubsentgelts nach dem durchschnittlichen Gehalt des Arbeitnehmers in den letzten 13 Wochen vor Beginn seines Urlaubs. Zahlungen für Überstunden bleiben bei der Berechnung unberücksichtigt.

Wichtig: Bezahlter Urlaub bedeutet,  dass der Mitarbeiter für jeden Tag sein Gehalt erhält, an dem er sonst gearbeitet hätte. Der Minijobber muss den Urlaubstag weder vor- noch nacharbeiten.

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522 Kommentare zu “Minijob: Urlaub berechnen leicht gemacht”

  1. Hallo, ich arbeite auf 450-Euro-Basis zweimal die Woche, einmal fünf, einmal sechs Stunden. Ich habe 8 Urlaubstage. Ich arbeite seit Mitte Mai 2020 und habe zum 30.09.20 gekündigt. Wieviele Urlaubstage habe ich?Angenommen, ich habe vier Urlaubstage, wie kann ich die nehmen?Ich meine, rechnet sich das nicht auf die Arbeitstage in der Woche?Also wenn ich zwei Mal in der Woche arbeite, müsste ich doch dann zwei Wochen frei haben, oder??

    Danke!Gruß

    1. Hallo Sade,

      bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir an dieser Stelle keine umfassende rechtliche Beurteilung vornehmen können. Die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs. In diesem Zusammenhang informieren wir zu allgemeinen Fragen zum Thema Arbeitsrecht. Allgemeine Informationen zu diesem Thema finden Sie auf unserer Homepage. Ausführliche Informationen zum Thema Arbeitsrecht erhalten Sie bei dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales, im Internet auf http://www.bmas.de/Arbeitsrecht und telefonisch unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  2. Hallo liebes Blog-Team der Minijobzentrale!

    Ich arbeite Hauptberuftlich (also steuerpflichtig) in einem Krankenhaus und an 7 Tagen in der Woche seit bereits 10 Jahren für ein Internetreisebüro im Homeoffice. Die tägliche Arbeitszeit beträgt 1 Stunde und 35 Minuten und ist zeitlich zwischen 17 und 22 Uhr zu leisten (auch am Samstag und am Sonntag). Laut Arbeitgeber habe ich den gesetzlichen Aspruch von 24 Tagen, muss aber für jeden Urlaub auch für jeden Tag einen Urlaubstag einsetzen. Heißt: Samstag bis Samstag = 8 Tage = 1 Woche frei.

    Kann mir jemand sagen, ob das rechtlich so korrekt ist? Ja, ich arbeite für den Mnijob jeden Tag und NUR 1 Stunde 35 Min. – aber es gibt keinen freien Tag in der Woche, es sei denn, es ist ein Feiertag.

    Ich freue mich über ein Feedback – herzlichen Dank dafür
    Vanessa

    1. Hallo Vanessa,

      wir empfehlen Ihnen, sich mit dieser arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zu wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004. Als Minijob-Zentrale können wir Sie nur allgemein zu arbeitsrechtlichen Sachverhalten informieren.

      Grundsätzlich ist eine dauerhafte Beschäftigung an 7 Tagen pro Woche ohne Ruhetag nicht zulässig. Das Arbeitszeitgesetzt regelt hierzu beispielsweise: “Werden Arbeitnehmer an einem Sonntag beschäftigt, müssen sie einen Ersatzruhetag haben, der innerhalb eines den Beschäftigungstag einschließenden Zeitraums von zwei Wochen zu gewähren ist.”

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  3. Guten Tag

    Folgendes Anliegen im Detail.zu den 115 Tagen Sonderregellungen durch Corona.
    Hauptberuflich bin ich Selbstständig. Ab August bin ich bei zwei Unternehmen in der Landwirtschaftsbranche kurzfristig stundenweise Beschäftigt(auch wenn ich nur 3 Stunden Arbeite so wird das ja als ganzer Tag gezählt?).
    Die Beschäftigungen Enden Vorraussichtlich 31.12.2020.
    Da die Sonderregelung von 115 Tagen am 31.10.2020 endet jetzt die Frage, wie es in dieser Konstellation mit Arbeitstagen ist.
    Gemäß dem Fall ich würde bis 31.10. 55 Tage Arbeiten und von 1.11. bis Ende des Jahres nochmal 35., dann ergäbe das im Jahr 2020 insgesamt 90 Tage. Unter normalen Gegebenheiten 20 Tage zuviel. Wie sieht es hier mit den Corona Sonderregeln aus?
    Herzlichen Dank
    Mit freundlichen Grüßen

    1. Hallo Jan,

      die versicherungsrechtliche Beurteilung nimmt Ihr Arbeitgeber immer zu Beginn der Beschäftigung und bei jeder dauerhaften Veränderung vor. Zu Beginn der Beschäftigung – im August 2020 – gelten für die kurzfristige Beschäftigung noch die erweiterten Zeitgrenzen von 5 Monaten oder 115 Arbeitstagen. Haben Sie in diesem Kalenderjahr noch keine weiteren kurzfristigen Beschäftigungen ausgeübt, können Sie bis zum 31. Oktober 2020 noch 115 Arbeitstage im Rahmen einer kurzfristigen Beschäftigung nutzen. Wie viele Stunden Sie an den einzelnen Tagen beschäftigt sind spielt dabei keine Rolle.
      Ab dem 1. November 2020 tritt durch den Wegfall der Sonderregelung zur Zeitgrenze eine dauerhafte Veränderung ein. Ab diesem Zeitpunkt gelten dann wieder 3 Monate oder 70 Arbeitstage und Ihr Arbeitgeber muss eine neue vorausschauende Beurteilung der Beschäftigung vornehmen. Werden Sie ab November erneut im Rahmen einer kurzfristigen Beschäftigung eingesetzt, sind die bereits ab August 2020 geleisteten Arbeitstage anzurechnen.
      Wurden Sie bereits an 55 Tagen beschäftigt, stehen Ihnen ab November noch 15 Arbeitstage zur Verfügung (70 Tage – 55 Tage), damit die Beschäftigung sozialversicherungsfrei bleibt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  4. Wenn sich eine Aushilfe in einer unbezahlten Fehlzeit befindet (Unterbrechungsmeldung 34), hat die Aushilfe für diese Monate Urlaubsanspruch oder werden diese Monate bei der Berechnung des Urlaubsanspruchs nicht berücksichtigt?
    Gibt es eine Begrenzung, wie lange sich eine Aushilfe in einer unbezahlten Fehlzeit befinden kann (Unterbrechungsmeldung 34)?

    1. Hallo,

      bei dieser Frage handelt es sich um einen arbeitsrechtlichen Sachverhalt. Als Minijob-Zentrale informieren wir zu allgemeinen Fragen zum Thema Arbeitsrecht. Wir bitten daher um Ihr Verständnis, dass wir Ihre konkrete Frage nicht beantworten können. Allgemeine Informationen zu diesem Thema finden Sie auf unserer Homepage.

      Ausführliche Informationen erhalten Sie bei dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales, im Internet auf http://www.bmas.de/Arbeitsrecht und telefonisch unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  5. Guten Tag,
    ich habe eine Frage in Bezug auf den Urlaubsanspruch bei einer variablen Anzahl an Tagen in der Woche.
    Wie sie ja hier schildern bezieht sich in diesem Fall der Urlaubsanspruch auf die im gesamten Jahr geleisteten Arbeitstage.
    Wenn ich nun im Sommer Urlaub machen möchte, kann ich ja zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen wieviele Tage ich im gesamten Jahr arbeiten werde, da die Tage ja variieren.
    Wie ermittle ich also in diesem Fall meinen Urlaubsanspruch?
    Vielen Dank für die Antwort,
    Jonas

    1. Hallo Jonas,

      der Urlaubsanspruch bei ungleicher Anzahl von Arbeitstagen lässt sich im Vorfeld nicht eindeutig berechnen. Um dennoch einen Urlaubsanspruch zu ermitteln, gibt es zwei Möglichkeiten. Sie versuchen die anfallenden Arbeitstage gewissenhaft zu schätzen oder Sie orientieren sich mit den Arbeitstagen an Mitarbeitern, die diese Arbeiten ebenfalls verrichten oder verrichtet haben. Erst am Jahresende ist dann eine endgültige Berechnung möglich.

      Abschließend empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      1. Meine Frage bezieht sich auf die Aussage “Erst am Jahresende ist dann eine endgültige Berechnung möglich”.
        Heißt das, dass am Jahresende retrograd berechnet wird und, falls der Urlaubsanspruch ursprünglich zu niedrig angesetzt war, der Urlaubsanspruch für das abgelaufene Jahr nachträglich erhöht wird? Oder gilt der zum Jahresende festgestellt Urlaubsanspruch erst für das neu beginnende Jahr?

        1. Hallo Hans,

          bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir an dieser Stelle keine umfassende rechtliche Beurteilung vornehmen können. Die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs. In diesem Zusammenhang informieren wir zu allgemeinen Fragen zum Thema Urlaubsanspruch/Urlaubsberechnung. Allgemeine Informationen zu diesem Thema finden Sie auf unserer Homepage: http://t1p.de/MJZE-Arbeitsrecht. Ausführliche Informationen zum Thema Arbeitsrecht (Urlaubsanspruch) erhalten Sie bei dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales telefonisch unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  6. Hallo,

    Ich habe am 18.07.2020 einen Minijob begonnen (Gastronomie), in dem ich an zwei Abenden in der Woche mit variabler Stundenzahl arbeite. Der Urlaubsanspruch für Vollzeitbeschäftigte dort beträgt 20 Tage.

    Folgende Fragen:

    – Zählt zur anteiligen Berechnung meines Urlaubsanspruchs für das Jahr 2020 der Juli als ganzer Monat? Dann müsste ich für 2020 einen Anspruch auf vier Tage Urlaub haben – korrekt?

    – Ab 05.10.2020 werde ich zwei Wochen in Urlaub sein (lange vor Antritt des Minijobs geplant). Da die Wartezeit für den gesamten Urlaubsanspruch ja noch nicht erfüllt ist, sondern nur zwei volle Monate bis dahin, ergibt sich für diese zwei Wochen ein Urlaubsanspruch von 0,66 = 1 Tag – stimmt das so? Wie lange müsste ich warten, um die restlichen drei Tage nehmen zu können?

    – Entgelt für Urlaub: zum Zeitpunkt meines geplanten Urlaubs werde ich erst 12 Wochen beschäftigt sein, d.h. ein Durchschnittsverdienst der letzten 13 Wochen kann (noch) nicht errechnet werden. Wie löst man das? Einfach den Urlaub eine Woche später machen ist leider nicht möglich, da schon letztes Jahr fest gebucht!

    Vielen Dank!
    Cecilia

    1. Hallo Cecilia,

      die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs. In diesem Zusammenhang informieren wir zu allgemeinen Fragen zum Thema Arbeitsrecht. Wir bitten daher um Ihr Verständnis, dass wir Ihren konkreten Einzelfall nicht verbindlich beantworten können.

      Wir empfehlen Ihnen sich mit Ihren arbeitsrechtlichen Fragen an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zu wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  7. Liebes Blog-Team,

    ich habe ein grundsätzliches Verständnisproblem.
    Meine Kolleginnen sind der Meinung, dass ein Urlaubsanspruch nur für Tage, an denen gearbeitet wurde, entstehen.

    Ich hingegen würde sagen, dass auch der Urlaubstag als “gearbeiteter Tag” zählen müsste und sich somit der Urlaubsanspruch nicht verringert, bloß weil ein Mini-Jobber Urlaub nimmt.

    Ein Beispiel:
    Ein Minijobber ist vom 01.01. – 31.12. eines Jahres beschäftigt.
    Er arbeitet an drei Tagen in der Woche und hat somit einen Mindesturlaubsanspruch von 12 Tagen im Jahr. Er nimmt im Oktober 12 Tage Urlaub und geht keinen Tag arbeiten.

    Erwirbt er für den Monat Oktober Urlaubsanspruch oder verringert sich dieser um den einen Monat, in dem er keinen Arbeitstag hatte? Hätte der Arbeitnehmer dann also nur 11 Urlaubstage im Jahr statt 12? Oder zählen die Urlaubstage wie Arbeitstage?

    Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort.
    MB

    1. Hallo,

      jeder Minijobber hat Anspruch auf 4 Wochen bezahlten Erholungsurlaub im Jahr. Wie Sie bereits geschildert haben, besteht ein Mindesturlaubsanspruch von 12 Tagen im Jahr, wenn an 3 Tagen in der Woche arbeitet wird. Hierbei bleibt unbeachtet, ob die Urlaubstage zusammenhängend in einem Monat genommen oder auf mehrere Monate verteilt werden.

      Urlaubsanspruch wird nur dann anteilig berechnet, wenn die Beschäftigung nicht ununterbrochen 12 Monate andauert.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  8. Hallo liebe Minijobzentrale,

    ich bin als Werkstudentin angestellt und habe sehr flexible Arbeitszeiten.
    Während der Vorlesungszeit arbeite ich an zwei Tagen und zusätzlich ab und zu aus dem Mobile Office. Für die vorlesungsfreie Zeit ist geplant, dass ich je nach Bedarf ein bisschen mehr arbeite. Laut Vertrag habe ich einen Urlaubsanspruch von 25 Tagen, ausgehend von einer 5-Tage-Woche.
    Durch die Flexibilität der Arbeitstage und Arbeitsstunden gestaltet sich die korrekte Berechnung des Urlaubsanspruches ziemlich kompliziert.

    Durch die Flexibilität und die Möglichkeit zusätzlicher Arbeitstage und -stunden erhöht sich der Anspruch ja logischerweise. Mein Arbeitgeber und ich hatten nun die Idee, dass wir den realen Urlaubsanspruch einfach am Ende des Jahres berechnen und entsprechend auszahlen. Die Frage ist nur, ob das so arbeitsrechtlich durchführbar ist, da der Urlaubsanspruch ja primär auf die Erholung abzielt und nicht auf die finanzielle Leistung.

    Wie können mein Arbeitgeber und ich für den Fall einer behördlichen Prüfung nachweisen, dass mir der gesetzliche Urlaub in vollem Maße gewährt worden ist?

    Also wenn im obigen Beispiel Andrea spontan in den letzten Wochen des Jahres noch einmal ordentlich mehr arbeitet, erhöht sich ja auch wieder ihr Anspruch auf Erholungsurlaub. Wie ist damit umzugehen?

    1. Hallo Mali,

      wir bitten zu berücksichtigen, dass wir ein Sozialversicherungsträger sind und unsere Kernkompetenz somit im Bereich des Sozialversicherungsrechts liegt. Ihr Anliegen betrifft das Arbeitsrecht. Unsere Auskünfte zum Arbeitsrecht beschränken sich nur darauf, über die gesetzlichen Regelungen zu informieren, nicht hingegen hierzu zu beraten oder vorzugeben, wie diese in der Praxis umzusetzen sind. In diesem Sinne verstehen Sie bitte auch unsere Ausführungen in unserem Blog-Beitrag.

      Zu arbeitsrechtlichen Fragen informiert das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  9. Guten Tag,
    wir möchten den Urlaubsanspruch unserer Mitarbeiter errechnen. Eine Mitarbeiterin arbeitet zwei halbe Freitage und zwei ganze Samstage im Monat bei uns. Diese können pro Woche variieren. Wir haben eine 5 Tage Woche. Wir würden die Formel, “für ungleiche Anzahl an Arbeitstagen” anwenden. Wie viele Arbeitstage im Jahr ergeben sich daraus für unserer Mitarbeiterin? Sind es 4 Tage im Monat (48 Tage) oder wird mit einem Tag in der Woche (52 Tage) im Jahr gerechnet?

    Für uns ist es nicht klar, wie wir die Anzahl der Arbeitstage im Jahr errechnen sollen. Da die Monate nicht die gleiche Anzahl an Wochen haben? Soweit wir es richtig verstanden haben werden auch halbe Tage als ganze gesehen, oder?

    Viele Grüße
    Susanne

    1. Hallo Susanne,

      ist die Anzahl von Arbeitstagen in der Woche nicht regelmäßig gleich, also z. B. mal zwei oder drei Tage in der Woche, bezieht sich die Berechnung des Urlaubs auf das Jahr und nicht auf die Woche. Hierbei ist auch nicht von Bedeutung, wie viele Stunden der Beschäftigte an seinem Arbeitstag leistet. Die auf 52 Wochen (= 1 Jahr) bezogenen Werte ergeben dann die Jahresarbeitstage. Das Bundesarbeitsgericht hat festgelegt, dass die Arbeitsverpflichtung in einem Jahr bei einer 5-Tage-Woche 260 Arbeitstage beträgt.
      Die Formel lautet dann:
      Gesetzliche oder tarifvertragliche Urlaubstage x eigene Arbeitstage ./. Jahresarbeitstage (260)
      Beispiel:
      Lisa übt an 90 Tagen im Jahr einen Minijob aus. Mitarbeiter in Vollzeit arbeiten in einer 5-Tage-Woche und haben einen Anspruch auf 20 Urlaubstage im Jahr.
      Berechnung:
      20 Urlaubstage x 90 Tage ./. 260 Jahresarbeitstage = 6,92 Tage
      Lösung: Lisa hat einen Anspruch auf 7 Urlaubstage im Jahr. Das Ergebnis 6,92 wird kaufmännisch auf 7 gerundet. Bei der Berechnung Ihres individuellen Urlaubsanspruches hilft Ihnen sicher auch unser Urlaubsrechner für Minijobber: http://t1p.de/MJZE-Urlaubsrechner

      Freundliche Grüße
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      1. Hallo Minijob-Zentrale Team,
        ich hab hier noch ein Frage zu den Stunden bei nicht regelmäßigen Arbeitstagen. Wenn ich die Urlaubstage nach Ihrer Berechnung ermittle habe ich die Tage die ich meinen Minijobber als Urlaub gewähre. Aber wenn der Arbeitnehmer nicht immer gleiche Stundenanzahl arbeitet, ich ihn aber mit Stunden bezahle, wie ermittele ich dann den Wert der Stunden für einen Tag Urlaub? Nehme ich die gleiche Berechnungsart nur mit den Stunden?
        VG
        Karin

  10. Hallo,

    mein Arbeitgeber ist tarifvertraglich nicht gebunden. Er gewährt seinen Vollarbeitskräften laut Arbeitsvertrag (mindestens) 26 Urlaubstage/Jahr bei einer 5-Tage-Woche. Ich arbeite 2 Tage in der Woche. In meinem eigenen Arbeitsvertrag wird der Urlaubsanspruch nicht geregelt.

    Mein AG besteht auch auf direkte Nachfrage darauf, dass ich Urlaubsanspruch lediglich nach dem Mindesturlaubsgesetz habe. Meine Einwände in Bezug auf das Gleichbehandlungsgesetz wehrt mein Arbeitgeber mit den Hinweisen ab, dass dieses Gesetz für Minijobber keine Gültigkeit hat bzw. er ja alle Minijobber gleich (…mit dem Mindesturlaubsanspruch) behandelt.

    Bis 2019 hatte mein Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern auf geringfügiger Basis überhaupt keinen Urlaubsanspruch zugestanden. Freie Arbeitstage wurden mit Mehrarbeit verdient.

    Gilt der höhere Urlaubsanspruch in Abhängigkeit der Vollzeitbeschäftigten nur bei tarifgebundenen Unternehmen? Oder führt das Gleichbehandlungsgesetz auch bei tariflich nicht gebundenen Unternehmen zu einem höheren Urlaubsanspruch der geringfügig Beschäftigten?

    Vielen Dank schon vorab für Ihre Hilfe.
    Gerd

    1. Hallo Gerd,

      Arbeitnehmer, die einen Minijob ausüben, gelten nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) als Teilzeitbeschäftigte. Sie haben im Arbeitsrecht grundsätzlich die gleichen Rechte wie Vollzeitbeschäftigte. Arbeitgeber müssen daher insbesondere arbeitsrechtlichen Grundsätze beachten, wie z.B. bezahlten Erholungsurlaub.

      Gewährt der Arbeitgeber vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmern höhere Urlaubsansprüche als den Mindesturlaub, dürfen Minijobber aufgrund des Grundsatzes der Gleichbehandlung (§ 4 TzBfG) ohne sachlichen Grund nicht benachteiligt werden. Ihnen steht dann ebenfalls ein entsprechend höherer Urlaubsanspruch zu.

      Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir an dieser Stelle keine umfassende rechtliche Beurteilung vornehmen können. Die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs. In diesem Zusammenhang informieren wir zu allgemeinen Fragen zum Thema Arbeitsrecht. Ausführliche Informationen zum Thema Arbeitsrecht erhalten Sie beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales telefonisch unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 8.00 bis 20.00 Uhr.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  11. Hallo Blog-Team der Minijob-Zentrale,

    ich habe folgenden Sachverhalt:

    ich habe zwei Mitarbeiterinen.
    Eine arbeitet für einen fixen Lohn von 450€ im Monat (entspricht 45 Stunden).
    Die andere Mitarbeiterin arbeitet für einen fixen Lohn von 300€ im Monat (entspricht 30 Stunden).

    Beide haben Anspruch auf 20 Arbeitstage Urlaub.

    Wie hoch wäre hier die Bezahlung der Urlaubstage für die jeweilige Mitarbeiterin im Jahr?

    Mit freundlichen Grüßen

    Toni

    1. Hallo Toni,

      im Hinblick auf das Urlaubsentgelt gilt das Lohnausfallprinzip. Das bedeutet, dass dem Arbeitnehmer durch den Urlaub kein unmittelbarer finanzieller Nachteil entstehen darf. Um dies zu gewährleisten, soll das Urlaubsentgelt so hoch ausfallen wie das Arbeitsentgelt, das er erhalten würde, wenn er normal zur Arbeit erscheinen würde, statt Urlaub zu nehmen.

      Die Höhe des Urlaubsentgelts richtet sich daher nach dem durchschnittlichen Verdienst des Arbeitnehmers in den letzten 13 Wochen vor Beginn seines Urlaubs. Zahlungen für Überstunden bleiben bei der Berechnung unberücksichtigt. Hat der Beschäftigte noch keine 13 Wochen bei diesem Arbeitgeber gearbeitet, dienen die tatsächlichen Arbeitswochen als Berechnungsgrundlage. Von dieser Regelung kann jedoch beispielsweise in Tarifverträgen abgewichen werden.

      Abschließend empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  12. Hallo liebes Team
    Ich habe einen minijob. Ich arbeite an unterschiedlich vielen tagen in der woche und habe dazu auch unterschiedliche Arbeitsstunden. Wie kann ich meinen urlaubsanspruch in stunden berechnen?
    Vielen Dank im voraus
    Sandra

    1. Hallo Sandra,

      ist die Anzahl von Arbeitstagen in der Woche nicht regelmäßig gleich, also z. B. mal zwei oder drei Tage in der Woche, bezieht sich die Berechnung des Urlaubs auf das Jahr und nicht auf die Woche. Wie viele Stunden Sie an den einzelnen Tagen arbeiten ist für die Urlaubsberechnung nicht relevant. Die auf 52 Wochen (= 1 Jahr) bezogenen Werte ergeben dann die Jahresarbeitstage. Das Bundesarbeitsgericht hat festgelegt, dass die Arbeitsverpflichtung in einem Jahr bei einer 5-Tage-Woche 260 Arbeitstage beträgt und 312 Werktage bei einer 6-Tage-Woche.
      Die Formel lautet dann: Gesetzliche oder tarifvertragliche Urlaubstage x eigene Arbeitstage ./.Jahreswerktage (312)/Jahresarbeitstage (260)
      Im Ergebnis erhalte Sie Ihren jährlichen Urlaubsanspruch.

      Bei der Berechnung Ihres individuellen Urlaubsanspruches hilft Ihnen sicher auch unser Urlaubsrechner für Minijobber.: http://t1p.de/MJZE-Urlaubsrechner

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  13. Hallo liebes Minijob-Team,
    wie muss ich das Urlaubsgeld berechnen, wenn lt. Arbeitsvertrag Urlaubsgeld wie folgt gezahlt wird:
    “Der Arbeitgeber zahlt dem Arbeitnehmer eine jährliche Sonderzahlung in Höhe eines Bruttomonatsgehalts gem. Absatz 1 (hier: Stundenlohn 10,00 €), zahlbar je zur Hälfte am 30.06. bzw. 30.11 eines Kalenderjahres.”?
    Der Minijobber arbeitet nur sporadisch. Seit dem 06.03. (Beschäftigungsbeginn) hat er an insgesamt 14 Tagen gearbeitet und dafür ein Gehalt von insgesamt 850,00 € erhalten. Laut Arbeitsvertrag beträgt die wöchentliche Arbeitszeit ca. 10 Stunden.
    Lieben Dank und beste Grüße
    Nicole

    1. Hallo Nicole,

      bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir an dieser Stelle keine umfassende rechtliche Beurteilung vornehmen können. Die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs. In diesem Zusammenhang informieren wir zu allgemeinen Fragen zum Thema Arbeitsrecht. Allgemeine Informationen zu diesem Thema finden Sie auf unserer Homepage. Ausführliche Informationen zum Thema Arbeitsrecht erhalten Sie bei dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales, im Internet auf http://www.bmas.de/Arbeitsrecht und telefonisch unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  14. Hallo liebes Blog Team,

    wenn eine Mitarbeiterin über Microprojekt 8Stunden( 2 Einsatztage in der Woche /2 Stunden ) arbeitet, wieviel Urlaub steht der Mitarbeiterin zu

    1. Guten Tag,

      sind Minijobber in jeder Woche für die gleiche Anzahl von Arbeitstagen beschäftigt, gilt folgende Formel für den Mindesturlaub:

      eigene Arbeitstage pro Woche x 24 (gesetzliche Urlaubstage) ÷ 6

      Ist die Zahl der Arbeitstage tarifvertraglich geregelt und besteht beispielsweise für die Vollzeitbeschäftigten ein höherer Urlaubsanspruch, so haben Minijobber ebenfalls einen höheren Anspruch auf Urlaub. Dieser berechnet sich dann so:

      eigene Arbeitstage pro Woche x tarifvertraglich geregelter Urlaubsanspruch ÷ tarifvertraglich geregelte Arbeitstage pro Woche

      Unerheblich bei dieser Berechnung ist, wie viele Stunden Minijobber an den betreffenden Arbeitstagen beschäftigt sind.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  15. Ich habe am 15.6 einen Minijob begonnen. Arbeite 2 Tage die Woche a 4 Stunden. Laut ihrem Rechner habe ich Anspruch auf 8 Tage Urlaub im Jahr. Nun ist es so das ich bereits im August und im September Urlaub bräuchte. Ich verstehe die Regelung mit 1/12 aber nicht. Können Sie mir bitte sagen wie viel Urlaubstage ich bis September als Anspruch hätte?

    1. Hallo Sandra,

      grundsätzlich gilt für den Urlaubsanspruch Folgendes:
      Als Arbeitnehmerin haben Sie einen gesetzlichen Grundanspruch auf mindestens vier Wochen bezahlten Urlaub im Kalenderjahr.

      Grundsätzlich darf ein Arbeitnehmer, welcher schon längere Zeit im Unternehmen beschäftigt ist, diesen vollen Urlaubsanspruch – in Abhängigkeit der betrieblichen Belange – auch bereits zu Beginn des Kalenderjahres voll ausschöpfen. Wird die Beschäftigung jedoch neu aufgenommenen, sieht das Bundesurlaubsgesetz eine Wartezeit von 6 Monaten vor. Hier heißt es “Der volle Urlaubsanspruch wird erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses erworben”. Volle vier Wochen bezahlten Urlaub können Sie also erst nach 6-monatigem Bestehen des Beschäftigungsverhältnisses beanspruchen. Bis zur Erfüllung der Wartezeit haben Sie lediglich Anspruch auf 1/12 des vollen Jahresurlaubsanspruchs.

      1/12 bedeutet, Sie teilen Ihren jährlichen Urlaubsanspruch (z. B. 8 Tage) durch 12 (Anzahl der Monate im Kalenderjahr). Der Wert den Sie erhalten ist dann Ihr Anspruch pro Kalendermonat des Bestehens der Beschäftigung. Sind Sie zum Urlaubsbeginn beispielsweise bereits 3 Monate beschäftigt, multiplizieren Sie mit dem Faktor 3. So erhalten Sie den bisher entstandenen Urlaubsanspruch.

      Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass wir Sie zu arbeitsrechtlichen Einzelanfragen im Detail nicht beraten können. Als Minijob-Zentrale erteilen wir lediglich allgemeine Auskünfte zum Thema Arbeitsrecht. Für eine individuelle Beratung zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  16. Liebes Blog-Team der Minijob-Zentrale,
    Ich mache seit März einen Mini-Job und plane, Ende August zu kündigen (insgesamt 6 Monate Arbeit). Ich habe kürzlich eine E-Mail von meinem Chef erhalten, dass ich einen Urlaubsantrag senden soll. Dieses Jahr habe ich 20 Tage bezahlten Urlaub. Die Frage ist, kann ich im August einen Urlaub (Teil- oder Vollurlaub) beantragen und meinen Job nach dem Urlaub kündigen? Oder bekomme ich einen Urlaubsanspruch ausgezahlt, wenn ich bis meiner Kündigung keinen Urlaub beantrage? Ich freue mich auf Ihre Empfehlungen. Danke.
    Freundliche Grüße
    Zulu

    1. Hallo Zulu,

      wir empfehlen Ihnen in jedem Fall offen mit Ihrem Arbeitgeber zu sprechen.

      Darüber hinaus bitten wir um Ihr Verständnis, dass wir an dieser Stelle keine umfassende rechtliche Beurteilung vornehmen können. Die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs. In diesem Zusammenhang informieren wir zu allgemeinen Fragen zum Thema Arbeitsrecht. Allgemeine Informationen zu diesem Thema finden Sie auf unserer Homepage. Ausführliche Informationen zum Thema Arbeitsrecht erhalten Sie bei dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales, im Internet auf http://www.bmas.de/Arbeitsrecht und telefonisch unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  17. Liebes Blog-Team der Minijobzentrale, ich bin 16 Jahre und möchte für 2 Monate als Minijobber arbeiten. Die meisten Kollegen arbeiten in einer 6-Tage/Woche und haben 28 Tage Urlaub, andere in einer 5-Tage/Woche mit 24 Tagen Urlaub. Ich würde für 2 Monate in einer 5-Tage/Woche arbeiten, aber unregelmäßig, mal mehr, mal weniger Tage pro Woche. Laut Jugendschutzgesetz stehen mir 27 Tage Urlaub im Jahr zu. Wie kann ich meinen Urlaubsanspruch für diese 2 Monate berechnen? Vielen Dank im Voraus. Eva

    1. Hallo Eva,

      für Ihre konkrete Berechnung des Urlaubsanspruches sind die Vereinbarung im Arbeitsvertrag und die tatsächlich geleisteten Arbeitstage pro Woche maßgeblich.

      Haben Sie keine konkrete (schriftliche) Vereinbarung zu den wöchentlichen Arbeitstagen oder weicht Ihr Arbeitgeber von einer Vereinbarung ab, so handelt es sich um ein individuelles arbeitsrechtliches Problem, zu dem wir leider keine Stellung beziehen dürfen.

      Wir können Ihnen daher nur empfehlen den Sachverhalt der Urlaubsgewährung direkt mit Ihrem Arbeitgeber als Vertragspartner zu sprechen, um etwaige offene Fragen zur Ausgestaltung des Arbeitsvertrage zu klären.

      Zusätzlich können Sie sich an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zum Thema Arbeitsrecht wenden. Diese erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  18. Hallo zusammen,
    ich habe für meinen 450 € Job mtl. 21,5 Std. zu erbringen. Die Zeit kann ich mir größtenteils selbst einteilen, da ich überwiegend von zuhause aus arbeite. Was habe ich in einer solchen Konstellation an Urlaubsanspruch p. a.? Meine Kollegen im “normalen” Angestelltenverhältnis haben eine 5 Tage / 40 Std. Woche und 30 Tage Urlaub pro Jahr. Über ein kurzes Feedback würde ich mich freuen.
    Besten Dank und viele Grüße
    Dominik

    1. Hallo Dominik,

      ist die Anzahl von Arbeitstagen in der Woche regelmäßig ungleich, also z. B. mal zwei oder drei Tage in der Woche, bezieht sich die Berechnung des Urlaubs auf das Jahr und nicht auf die Woche. Die auf 52 Wochen (= 1 Jahr) bezogenen Werte ergeben dann die Jahresarbeitstage. Das Bundesarbeitsgericht hat festgelegt, dass die Arbeitsverpflichtung in einem Jahr bei einer 5-Tage-Woche 260 Arbeitstage beträgt und 312 Werktage bei einer 6-Tage-Woche.

      Die Formel lautet dann:
      Gesetzliche oder tarifvertragliche Urlaubstage x eigene Arbeitstage / Jahreswerktage (312)/Jahresarbeitstage (260)

      Abschließend empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  19. Liebes Minijob Team,

    mein Minijob läuft bis zum bis zum 31. Juli 2020.
    Ich habe unregelmäßige Arbeitszeiten. Hinzu kommt, dass ich 1 Monat (wegen Corona) in der Praxis nicht eingesetzt wurde, aber noch keine Kurzarbeit lief. Das Gehalt habe ich normal für letztes Monat bekommen. Die Frage ist jetzt, ob ich für letzten Monat auch Urlaubsanspruch habe?

    Ganz liebe Grüße

    Steffi

    1. Hallo Steffi,

      wir bitten Sie zu berücksichtigen, dass wir ein Sozialversicherungsträger sind und unsere Kernkompetenz somit im Bereich des Sozialversicherungsrechts liegt. Ihr Anliegen betrifft aber das Arbeitsrecht. Unsere Auskünfte zum Arbeitsrecht beschränken sich nur darauf, über die gesetzlichen Regelungen zu informieren, nicht hingegen hierzu zu beraten oder vorzugeben, wie diese in der Praxis umzusetzen sind. In diesem Sinne verstehen Sie bitte auch unsere Ausführungen in unserem Blog-Beitrag.

      Zu arbeitsrechtlichen Fragen informiert das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  20. Hallo,
    Meine Frage ist folgende:
    Für das Urlaubsentgelt eines Moinijobbers der nur sporadisch ein bis zweimal in der Woche oder manchmal auch nur drei mal im Monat für ein paar Stunden arbeitet, müsste ich das Urlaubsentgeld aus den Zahlungen der letzten 13 Wochen berechnen. Allerdings lande ich da weit unter dem eigentlichen Mindestlohn. Wie kann ich es also richtig berechnen?

    1. Hallo Tola,

      der Verdienst richtet sich unter anderem nach der vertraglich vereinbarten Wochenarbeitszeit und dem Stundenlohn. Grundsätzlich hat der Arbeitnehmer Anspruch auf den Verdienst, den er erhalten hätte, wenn er zur Arbeit gekommen wäre. Verdienstkürzungen, die im Berechnungszeitraum infolge von Arbeitsausfällen oder unverschuldeter Arbeitsversäumnis eintreten, bleiben für die Berechnung des Urlaubsentgelts außer Betracht.

      Abschließend empfehlen wir Ihnen, sich mit arbeitsrechtlichen Fragen an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zu wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  21. Hallo, ich wurde zum 30.5 gekündigt wegen Krankheit im Minijob.Mein Anwalt sagt, ich soll trotzdem immer die Krankmeldung zum Arbeitgeber hinschicken , was ich auch gemacht habe bis jetzt.Nun meint mein Arbeitgeber, die können damit nichts anfangen?Soll ich mich trotzdem noch krankschreiben lassen und wie lange muss AG dann noch bezahlen..über den 30 hinaus?Freundliche Grüße Heinz

    1. Hallo Heinz,

      ob sie weiterhin arbeitsunfähig krankgeschrieben werden kann allein Ihr Arzt entscheiden. Ihr Arbeitgeber ist für maximal 6 Wochen zur Lohnfortzahlung verpflichtet. Endet die Beschäftigung am 30. Mai 2020 erfolgt darüber hinaus auch keine Zahlung vom Arbeitgeber.

      Abschließend empfehlen wir Ihnen, sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zu wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  22. Hallo,

    Ich bin seit November 2019 einmal in der Woche für 3 Stunden als

    Reinigungskraft im Privathaushalt tätig. Stdlohn 14 Euro

    Bekomme ich auch Urlaub und Feiertag bezahlt?

    Lg Mona

    1. Hallo Mona,

      für Minijobber gilt der Grundsatz der Gleichbehandlung. So dürfen Minijobber nicht schlechter behandelt werden als vergleichbare vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer.

      Dies gilt im Arbeitsverhältnis für alle Maßnahmen und Vereinbarungen, die Ihr Arbeitgeber mit Ihnen als Minijobberin trifft.

      Wenn Sie krank sind muss Ihnen Ihr Arbeitgeber Ihren Lohn (Entgeltfortzahlung) weiterzahlen. Sie haben Anspruch auf den Lohn, den Sie bekommenen hätten, wenn Sie nicht krank gewesen wären.

      Genauso ist dies bei Feiertagen. Fällt der reguläre Arbeitstag (z.B. der Arbeitnehmer arbeitet immer freitags) auf einen Feiertag, so haben Sie Anspruch auf Feiertagsbezahlung.

      Darüberhinaus haben Sie als Minijobber selbstverständlich auch einen Anspruch auf bezahlten Urlaub. Bei der Berechnung Ihres individuellen Urlaubsanspruches hilft Ihnen sicher unser Urlaubsrechner: http://t1p.de/MJZE-Urlaubsrechner
      Ihr Urlaubsanspruch berechnet sich anhand Ihrer wöchentlichen Arbeitstage. Hierbei ist egal, wie viele Stunden Sie an den einzelnen Tagen arbeiten.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  23. Liebes Blog-Team der Minijob-Zentrale,

    besteht auch nach Beendigung eines Arbeitsverhältnisses das Anrecht auf Ausbezahlung von Urlaubstagen. Natürlich vorausgesetzt, dass der Arbeitgeber über Jahre behauptet hat der Arbeitnehmer hat als Minijobber kein Anrecht auf Urlaubstage.

    Lieben Gruß und vielen Dank
    trickynicky488

    1. Hallo trickynicky488,

      Minijobber haben ein gesetzliches Recht auf bezahlten Urlaub. Die Regelung der Urlaubstage im Arbeitsverhältnis richtet sich grundsätzlich nach den Vorschriften des Bundesurlaubsgesetzes (BUrlG). Der Urlaubsanspruch verfällt auch nicht automatisch, Arbeitgeber müssen grundsätzlich auf den drohenden Urlaubsverfall hinweisen.

      Bei Ihrer Anfrage handelt es sich jedoch um eine arbeitsrechtliche Frage. Das Arbeitsrecht regelt die Beziehungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Arbeitsbedingungen werden im Besonderen im Individual-Arbeitsrecht geklärt. Dazu gehören zum Beispiel Urlaubsregelungen, Arbeitszeit, Kündigungsfristen, Entgeltfortzahlung. Die zuständige Stelle ist das Arbeitsgericht. Da das Arbeitsrecht ein Individualrecht ist, kann es behördlich nicht geregelt werden. Das heißt, Sie müssen Ihre Ansprüche selbst durchsetzen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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