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Minijob: Urlaub berechnen leicht gemacht

Vielen ist nicht bekannt, wie viel Urlaub ihnen in ihrem Minijob zusteht. Wir zeigen Ihnen, wie Sie den Urlaub im Minijob richtig berechnen. Ganz egal, ob Ihre Arbeitstage in der Woche gleich oder ungleich verteilt sind.

Dauer des Urlaubs im Minijob

Das Bundesurlaubsgesetz gesteht jedem Arbeitnehmer in Deutschland mindestens 24 Werktage bezahlten Urlaub im Jahr zu. Sehen Arbeitsverträge einen längeren Urlaubsanspruch vor, gilt auch dieser entsprechend für den Minijobber. Einen Anspruch auf 24 Werktage im Jahr haben Beschäftigte, die an sechs Tagen in der Woche arbeiten. Gewöhnlich gilt aber beispielsweise für die meisten Minijobs, dass diese nicht an 6 Tagen in der Woche ausgeübt werden. Daher wird der jährliche Urlaubsanspruch abhängig von den Arbeitstagen pro Woche anteilig berechnet. Hierbei ist egal, wie viele Stunden der Mitarbeiter an den einzelnen Tagen arbeitet.

Lesetipp: Welche Voraussetzungen für den Urlaubsanspruch genau gelten, erläutern wir in unserem Blog „Urlaub bei Minijobs“.

Mindesturlaub bei immer gleicher Anzahl von Arbeitstagen in der Woche

Die Berechnung des gesetzlichen Urlaubsanspruchs ist einfach. Hierbei hilft Ihnen auch unser Online-Rechner.

Arbeitet ein Mitarbeiter jeden Werktag (also von Montag bis Samstag), hat er einen Urlaubsanspruch von mindestens 24 Werktagen im Jahr. Bei einer 5-Tage-Arbeitswoche ergeben sich 20 Urlaubstage im Jahr. Meistens haben Minijobber wegen der Verdienstgrenze von 450 Euro im Monat jedoch eine kürzere Arbeitswoche als ihre Kollegen in Vollzeit. Arbeiten Minijobber in jeder Woche die gleiche Anzahl von Arbeitstagen,  gilt folgende Formel für den Mindesturlaub:

Beispiel
Lukas übt an 2 Tagen in der Woche einen Minijob aus. Seine Kollegen in Vollzeit haben Anspruch auf den Mindesturlaub.
Berechnung: 2 Arbeitstage pro Woche x 24 : 6 = 8
Lösung: Lukas stehen mindestens 8 Urlaubstage im Jahr zu.

Höherer vertraglicher Urlaubsanspruch

Ist die Zahl der Arbeitstage vertraglich geregelt und besteht beispielsweise für die Vollzeitbeschäftigten ein höherer Urlaubsanspruch, so haben Minijobber ebenfalls einen höheren Anspruch auf Urlaub. Dieser berechnet sich, vorbehaltlich anderer vertraglicher Regelungen, in der Regel so:

Beispiel
Petra übt an 3 Tagen in der Woche einen Minijob aus. Ihre Kollegen in Vollzeit arbeiten in einer 5-Tage-Woche und haben einen Anspruch auf 30 Urlaubstage im Jahr. Sowohl die Arbeitstage pro Woche als auch die Zahl der Urlaubstage sind tarifvertraglich geregelt.
Berechnung: 3 Arbeitstage pro Woche x 30 : 5 = 18
Lösung: Petra stehen 18 Urlaubstage im Jahr zu.

Lesetipp: Ein weiteres Beispiel finden Sie in unserem Blog: „Nachgefragt (7): Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub“.

Urlaub bei ungleicher Anzahl von Arbeitstagen in der Woche

Ist die Anzahl von Arbeitstagen in der Woche regelmäßig ungleich, also z. B. mal zwei oder drei Tage in der Woche, bezieht sich die Berechnung des Urlaubs auf das Jahr und nicht auf die Woche. Die auf 52 Wochen (= 1 Jahr) bezogenen Werte ergeben dann die Jahresarbeitstage. Das Bundesarbeitsgericht hat festgelegt, dass die Arbeitsverpflichtung in einem Jahr bei einer 5-Tage-Woche 260 Arbeitstage beträgt und 312 Werktage bei einer 6-Tage-Woche.

Die Formel lautet dann:

Beispiel
Andrea übt an 90 Tagen im Jahr einen Minijob aus. Mitarbeiter in Vollzeit arbeiten in einer 5-Tage-Woche und haben einen Anspruch auf 20 Urlaubstage im Jahr.
Berechnung:
20 Urlaubstage  x 90 Tage = 6,92 Tage
260 Jahresarbeitstage
Lösung: Andrea hat einen Anspruch auf 7 Urlaubstage im Jahr. Das Ergebnis 6,92 wird kaufmännisch auf 7 gerundet.

Nachtrag:

Mit unserem neuen Urlaubsrechner stellen wir Ihnen eine einfache und praktische Hilfe bei der Berechnung des Mindesturlaubsanspruchs zur Verfügung.

Urlaub im Minijob: natürlich bezahlt

Minijobber haben ein gesetzliches Recht auf bezahlten Urlaub. In der Regel richtet sich die Höhe des Urlaubsentgelts nach dem durchschnittlichen Gehalt des Arbeitnehmers in den letzten 13 Wochen vor Beginn seines Urlaubs. Zahlungen für Überstunden bleiben bei der Berechnung unberücksichtigt.

Wichtig: Bezahlter Urlaub bedeutet,  dass der Mitarbeiter für jeden Tag sein Gehalt erhält, an dem er sonst gearbeitet hätte. Der Minijobber muss den Urlaubstag weder vor- noch nacharbeiten.

500 Kommentare zu “Minijob: Urlaub berechnen leicht gemacht”

  1. Hallo,

    mein Arbeitgeber ist tarifvertraglich nicht gebunden. Er gewährt seinen Vollarbeitskräften laut Arbeitsvertrag (mindestens) 26 Urlaubstage/Jahr bei einer 5-Tage-Woche. Ich arbeite 2 Tage in der Woche. In meinem eigenen Arbeitsvertrag wird der Urlaubsanspruch nicht geregelt.

    Mein AG besteht auch auf direkte Nachfrage darauf, dass ich Urlaubsanspruch lediglich nach dem Mindesturlaubsgesetz habe. Meine Einwände in Bezug auf das Gleichbehandlungsgesetz wehrt mein Arbeitgeber mit den Hinweisen ab, dass dieses Gesetz für Minijobber keine Gültigkeit hat bzw. er ja alle Minijobber gleich (…mit dem Mindesturlaubsanspruch) behandelt.

    Bis 2019 hatte mein Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern auf geringfügiger Basis überhaupt keinen Urlaubsanspruch zugestanden. Freie Arbeitstage wurden mit Mehrarbeit verdient.

    Gilt der höhere Urlaubsanspruch in Abhängigkeit der Vollzeitbeschäftigten nur bei tarifgebundenen Unternehmen? Oder führt das Gleichbehandlungsgesetz auch bei tariflich nicht gebundenen Unternehmen zu einem höheren Urlaubsanspruch der geringfügig Beschäftigten?

    Vielen Dank schon vorab für Ihre Hilfe.
    Gerd

    1. Hallo Gerd,

      Arbeitnehmer, die einen Minijob ausüben, gelten nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) als Teilzeitbeschäftigte. Sie haben im Arbeitsrecht grundsätzlich die gleichen Rechte wie Vollzeitbeschäftigte. Arbeitgeber müssen daher insbesondere arbeitsrechtlichen Grundsätze beachten, wie z.B. bezahlten Erholungsurlaub.

      Gewährt der Arbeitgeber vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmern höhere Urlaubsansprüche als den Mindesturlaub, dürfen Minijobber aufgrund des Grundsatzes der Gleichbehandlung (§ 4 TzBfG) ohne sachlichen Grund nicht benachteiligt werden. Ihnen steht dann ebenfalls ein entsprechend höherer Urlaubsanspruch zu.

      Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir an dieser Stelle keine umfassende rechtliche Beurteilung vornehmen können. Die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs. In diesem Zusammenhang informieren wir zu allgemeinen Fragen zum Thema Arbeitsrecht. Ausführliche Informationen zum Thema Arbeitsrecht erhalten Sie beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales telefonisch unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 8.00 bis 20.00 Uhr.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  2. Hallo Blog-Team der Minijob-Zentrale,

    ich habe folgenden Sachverhalt:

    ich habe zwei Mitarbeiterinen.
    Eine arbeitet für einen fixen Lohn von 450€ im Monat (entspricht 45 Stunden).
    Die andere Mitarbeiterin arbeitet für einen fixen Lohn von 300€ im Monat (entspricht 30 Stunden).

    Beide haben Anspruch auf 20 Arbeitstage Urlaub.

    Wie hoch wäre hier die Bezahlung der Urlaubstage für die jeweilige Mitarbeiterin im Jahr?

    Mit freundlichen Grüßen

    Toni

    1. Hallo Toni,

      im Hinblick auf das Urlaubsentgelt gilt das Lohnausfallprinzip. Das bedeutet, dass dem Arbeitnehmer durch den Urlaub kein unmittelbarer finanzieller Nachteil entstehen darf. Um dies zu gewährleisten, soll das Urlaubsentgelt so hoch ausfallen wie das Arbeitsentgelt, das er erhalten würde, wenn er normal zur Arbeit erscheinen würde, statt Urlaub zu nehmen.

      Die Höhe des Urlaubsentgelts richtet sich daher nach dem durchschnittlichen Verdienst des Arbeitnehmers in den letzten 13 Wochen vor Beginn seines Urlaubs. Zahlungen für Überstunden bleiben bei der Berechnung unberücksichtigt. Hat der Beschäftigte noch keine 13 Wochen bei diesem Arbeitgeber gearbeitet, dienen die tatsächlichen Arbeitswochen als Berechnungsgrundlage. Von dieser Regelung kann jedoch beispielsweise in Tarifverträgen abgewichen werden.

      Abschließend empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  3. Hallo liebes Team
    Ich habe einen minijob. Ich arbeite an unterschiedlich vielen tagen in der woche und habe dazu auch unterschiedliche Arbeitsstunden. Wie kann ich meinen urlaubsanspruch in stunden berechnen?
    Vielen Dank im voraus
    Sandra

    1. Hallo Sandra,

      ist die Anzahl von Arbeitstagen in der Woche nicht regelmäßig gleich, also z. B. mal zwei oder drei Tage in der Woche, bezieht sich die Berechnung des Urlaubs auf das Jahr und nicht auf die Woche. Wie viele Stunden Sie an den einzelnen Tagen arbeiten ist für die Urlaubsberechnung nicht relevant. Die auf 52 Wochen (= 1 Jahr) bezogenen Werte ergeben dann die Jahresarbeitstage. Das Bundesarbeitsgericht hat festgelegt, dass die Arbeitsverpflichtung in einem Jahr bei einer 5-Tage-Woche 260 Arbeitstage beträgt und 312 Werktage bei einer 6-Tage-Woche.
      Die Formel lautet dann: Gesetzliche oder tarifvertragliche Urlaubstage x eigene Arbeitstage ./.Jahreswerktage (312)/Jahresarbeitstage (260)
      Im Ergebnis erhalte Sie Ihren jährlichen Urlaubsanspruch.

      Bei der Berechnung Ihres individuellen Urlaubsanspruches hilft Ihnen sicher auch unser Urlaubsrechner für Minijobber.: http://t1p.de/MJZE-Urlaubsrechner

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  4. Hallo liebes Minijob-Team,
    wie muss ich das Urlaubsgeld berechnen, wenn lt. Arbeitsvertrag Urlaubsgeld wie folgt gezahlt wird:
    „Der Arbeitgeber zahlt dem Arbeitnehmer eine jährliche Sonderzahlung in Höhe eines Bruttomonatsgehalts gem. Absatz 1 (hier: Stundenlohn 10,00 €), zahlbar je zur Hälfte am 30.06. bzw. 30.11 eines Kalenderjahres.“?
    Der Minijobber arbeitet nur sporadisch. Seit dem 06.03. (Beschäftigungsbeginn) hat er an insgesamt 14 Tagen gearbeitet und dafür ein Gehalt von insgesamt 850,00 € erhalten. Laut Arbeitsvertrag beträgt die wöchentliche Arbeitszeit ca. 10 Stunden.
    Lieben Dank und beste Grüße
    Nicole

    1. Hallo Nicole,

      bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir an dieser Stelle keine umfassende rechtliche Beurteilung vornehmen können. Die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs. In diesem Zusammenhang informieren wir zu allgemeinen Fragen zum Thema Arbeitsrecht. Allgemeine Informationen zu diesem Thema finden Sie auf unserer Homepage. Ausführliche Informationen zum Thema Arbeitsrecht erhalten Sie bei dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales, im Internet auf http://www.bmas.de/Arbeitsrecht und telefonisch unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  5. Hallo liebes Blog Team,

    wenn eine Mitarbeiterin über Microprojekt 8Stunden( 2 Einsatztage in der Woche /2 Stunden ) arbeitet, wieviel Urlaub steht der Mitarbeiterin zu

    1. Guten Tag,

      sind Minijobber in jeder Woche für die gleiche Anzahl von Arbeitstagen beschäftigt, gilt folgende Formel für den Mindesturlaub:

      eigene Arbeitstage pro Woche x 24 (gesetzliche Urlaubstage) ÷ 6

      Ist die Zahl der Arbeitstage tarifvertraglich geregelt und besteht beispielsweise für die Vollzeitbeschäftigten ein höherer Urlaubsanspruch, so haben Minijobber ebenfalls einen höheren Anspruch auf Urlaub. Dieser berechnet sich dann so:

      eigene Arbeitstage pro Woche x tarifvertraglich geregelter Urlaubsanspruch ÷ tarifvertraglich geregelte Arbeitstage pro Woche

      Unerheblich bei dieser Berechnung ist, wie viele Stunden Minijobber an den betreffenden Arbeitstagen beschäftigt sind.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  6. Ich habe am 15.6 einen Minijob begonnen. Arbeite 2 Tage die Woche a 4 Stunden. Laut ihrem Rechner habe ich Anspruch auf 8 Tage Urlaub im Jahr. Nun ist es so das ich bereits im August und im September Urlaub bräuchte. Ich verstehe die Regelung mit 1/12 aber nicht. Können Sie mir bitte sagen wie viel Urlaubstage ich bis September als Anspruch hätte?

    1. Hallo Sandra,

      grundsätzlich gilt für den Urlaubsanspruch Folgendes:
      Als Arbeitnehmerin haben Sie einen gesetzlichen Grundanspruch auf mindestens vier Wochen bezahlten Urlaub im Kalenderjahr.

      Grundsätzlich darf ein Arbeitnehmer, welcher schon längere Zeit im Unternehmen beschäftigt ist, diesen vollen Urlaubsanspruch – in Abhängigkeit der betrieblichen Belange – auch bereits zu Beginn des Kalenderjahres voll ausschöpfen. Wird die Beschäftigung jedoch neu aufgenommenen, sieht das Bundesurlaubsgesetz eine Wartezeit von 6 Monaten vor. Hier heißt es „Der volle Urlaubsanspruch wird erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses erworben“. Volle vier Wochen bezahlten Urlaub können Sie also erst nach 6-monatigem Bestehen des Beschäftigungsverhältnisses beanspruchen. Bis zur Erfüllung der Wartezeit haben Sie lediglich Anspruch auf 1/12 des vollen Jahresurlaubsanspruchs.

      1/12 bedeutet, Sie teilen Ihren jährlichen Urlaubsanspruch (z. B. 8 Tage) durch 12 (Anzahl der Monate im Kalenderjahr). Der Wert den Sie erhalten ist dann Ihr Anspruch pro Kalendermonat des Bestehens der Beschäftigung. Sind Sie zum Urlaubsbeginn beispielsweise bereits 3 Monate beschäftigt, multiplizieren Sie mit dem Faktor 3. So erhalten Sie den bisher entstandenen Urlaubsanspruch.

      Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass wir Sie zu arbeitsrechtlichen Einzelanfragen im Detail nicht beraten können. Als Minijob-Zentrale erteilen wir lediglich allgemeine Auskünfte zum Thema Arbeitsrecht. Für eine individuelle Beratung zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  7. Liebes Blog-Team der Minijob-Zentrale,
    Ich mache seit März einen Mini-Job und plane, Ende August zu kündigen (insgesamt 6 Monate Arbeit). Ich habe kürzlich eine E-Mail von meinem Chef erhalten, dass ich einen Urlaubsantrag senden soll. Dieses Jahr habe ich 20 Tage bezahlten Urlaub. Die Frage ist, kann ich im August einen Urlaub (Teil- oder Vollurlaub) beantragen und meinen Job nach dem Urlaub kündigen? Oder bekomme ich einen Urlaubsanspruch ausgezahlt, wenn ich bis meiner Kündigung keinen Urlaub beantrage? Ich freue mich auf Ihre Empfehlungen. Danke.
    Freundliche Grüße
    Zulu

    1. Hallo Zulu,

      wir empfehlen Ihnen in jedem Fall offen mit Ihrem Arbeitgeber zu sprechen.

      Darüber hinaus bitten wir um Ihr Verständnis, dass wir an dieser Stelle keine umfassende rechtliche Beurteilung vornehmen können. Die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs. In diesem Zusammenhang informieren wir zu allgemeinen Fragen zum Thema Arbeitsrecht. Allgemeine Informationen zu diesem Thema finden Sie auf unserer Homepage. Ausführliche Informationen zum Thema Arbeitsrecht erhalten Sie bei dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales, im Internet auf http://www.bmas.de/Arbeitsrecht und telefonisch unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  8. Liebes Blog-Team der Minijobzentrale, ich bin 16 Jahre und möchte für 2 Monate als Minijobber arbeiten. Die meisten Kollegen arbeiten in einer 6-Tage/Woche und haben 28 Tage Urlaub, andere in einer 5-Tage/Woche mit 24 Tagen Urlaub. Ich würde für 2 Monate in einer 5-Tage/Woche arbeiten, aber unregelmäßig, mal mehr, mal weniger Tage pro Woche. Laut Jugendschutzgesetz stehen mir 27 Tage Urlaub im Jahr zu. Wie kann ich meinen Urlaubsanspruch für diese 2 Monate berechnen? Vielen Dank im Voraus. Eva

    1. Hallo Eva,

      für Ihre konkrete Berechnung des Urlaubsanspruches sind die Vereinbarung im Arbeitsvertrag und die tatsächlich geleisteten Arbeitstage pro Woche maßgeblich.

      Haben Sie keine konkrete (schriftliche) Vereinbarung zu den wöchentlichen Arbeitstagen oder weicht Ihr Arbeitgeber von einer Vereinbarung ab, so handelt es sich um ein individuelles arbeitsrechtliches Problem, zu dem wir leider keine Stellung beziehen dürfen.

      Wir können Ihnen daher nur empfehlen den Sachverhalt der Urlaubsgewährung direkt mit Ihrem Arbeitgeber als Vertragspartner zu sprechen, um etwaige offene Fragen zur Ausgestaltung des Arbeitsvertrage zu klären.

      Zusätzlich können Sie sich an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zum Thema Arbeitsrecht wenden. Diese erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  9. Hallo zusammen,
    ich habe für meinen 450 € Job mtl. 21,5 Std. zu erbringen. Die Zeit kann ich mir größtenteils selbst einteilen, da ich überwiegend von zuhause aus arbeite. Was habe ich in einer solchen Konstellation an Urlaubsanspruch p. a.? Meine Kollegen im „normalen“ Angestelltenverhältnis haben eine 5 Tage / 40 Std. Woche und 30 Tage Urlaub pro Jahr. Über ein kurzes Feedback würde ich mich freuen.
    Besten Dank und viele Grüße
    Dominik

    1. Hallo Dominik,

      ist die Anzahl von Arbeitstagen in der Woche regelmäßig ungleich, also z. B. mal zwei oder drei Tage in der Woche, bezieht sich die Berechnung des Urlaubs auf das Jahr und nicht auf die Woche. Die auf 52 Wochen (= 1 Jahr) bezogenen Werte ergeben dann die Jahresarbeitstage. Das Bundesarbeitsgericht hat festgelegt, dass die Arbeitsverpflichtung in einem Jahr bei einer 5-Tage-Woche 260 Arbeitstage beträgt und 312 Werktage bei einer 6-Tage-Woche.

      Die Formel lautet dann:
      Gesetzliche oder tarifvertragliche Urlaubstage x eigene Arbeitstage / Jahreswerktage (312)/Jahresarbeitstage (260)

      Abschließend empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  10. Liebes Minijob Team,

    mein Minijob läuft bis zum bis zum 31. Juli 2020.
    Ich habe unregelmäßige Arbeitszeiten. Hinzu kommt, dass ich 1 Monat (wegen Corona) in der Praxis nicht eingesetzt wurde, aber noch keine Kurzarbeit lief. Das Gehalt habe ich normal für letztes Monat bekommen. Die Frage ist jetzt, ob ich für letzten Monat auch Urlaubsanspruch habe?

    Ganz liebe Grüße

    Steffi

    1. Hallo Steffi,

      wir bitten Sie zu berücksichtigen, dass wir ein Sozialversicherungsträger sind und unsere Kernkompetenz somit im Bereich des Sozialversicherungsrechts liegt. Ihr Anliegen betrifft aber das Arbeitsrecht. Unsere Auskünfte zum Arbeitsrecht beschränken sich nur darauf, über die gesetzlichen Regelungen zu informieren, nicht hingegen hierzu zu beraten oder vorzugeben, wie diese in der Praxis umzusetzen sind. In diesem Sinne verstehen Sie bitte auch unsere Ausführungen in unserem Blog-Beitrag.

      Zu arbeitsrechtlichen Fragen informiert das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  11. Hallo,
    Meine Frage ist folgende:
    Für das Urlaubsentgelt eines Moinijobbers der nur sporadisch ein bis zweimal in der Woche oder manchmal auch nur drei mal im Monat für ein paar Stunden arbeitet, müsste ich das Urlaubsentgeld aus den Zahlungen der letzten 13 Wochen berechnen. Allerdings lande ich da weit unter dem eigentlichen Mindestlohn. Wie kann ich es also richtig berechnen?

    1. Hallo Tola,

      der Verdienst richtet sich unter anderem nach der vertraglich vereinbarten Wochenarbeitszeit und dem Stundenlohn. Grundsätzlich hat der Arbeitnehmer Anspruch auf den Verdienst, den er erhalten hätte, wenn er zur Arbeit gekommen wäre. Verdienstkürzungen, die im Berechnungszeitraum infolge von Arbeitsausfällen oder unverschuldeter Arbeitsversäumnis eintreten, bleiben für die Berechnung des Urlaubsentgelts außer Betracht.

      Abschließend empfehlen wir Ihnen, sich mit arbeitsrechtlichen Fragen an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zu wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  12. Hallo, ich wurde zum 30.5 gekündigt wegen Krankheit im Minijob.Mein Anwalt sagt, ich soll trotzdem immer die Krankmeldung zum Arbeitgeber hinschicken , was ich auch gemacht habe bis jetzt.Nun meint mein Arbeitgeber, die können damit nichts anfangen?Soll ich mich trotzdem noch krankschreiben lassen und wie lange muss AG dann noch bezahlen..über den 30 hinaus?Freundliche Grüße Heinz

    1. Hallo Heinz,

      ob sie weiterhin arbeitsunfähig krankgeschrieben werden kann allein Ihr Arzt entscheiden. Ihr Arbeitgeber ist für maximal 6 Wochen zur Lohnfortzahlung verpflichtet. Endet die Beschäftigung am 30. Mai 2020 erfolgt darüber hinaus auch keine Zahlung vom Arbeitgeber.

      Abschließend empfehlen wir Ihnen, sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zu wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  13. Hallo,

    Ich bin seit November 2019 einmal in der Woche für 3 Stunden als

    Reinigungskraft im Privathaushalt tätig. Stdlohn 14 Euro

    Bekomme ich auch Urlaub und Feiertag bezahlt?

    Lg Mona

    1. Hallo Mona,

      für Minijobber gilt der Grundsatz der Gleichbehandlung. So dürfen Minijobber nicht schlechter behandelt werden als vergleichbare vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer.

      Dies gilt im Arbeitsverhältnis für alle Maßnahmen und Vereinbarungen, die Ihr Arbeitgeber mit Ihnen als Minijobberin trifft.

      Wenn Sie krank sind muss Ihnen Ihr Arbeitgeber Ihren Lohn (Entgeltfortzahlung) weiterzahlen. Sie haben Anspruch auf den Lohn, den Sie bekommenen hätten, wenn Sie nicht krank gewesen wären.

      Genauso ist dies bei Feiertagen. Fällt der reguläre Arbeitstag (z.B. der Arbeitnehmer arbeitet immer freitags) auf einen Feiertag, so haben Sie Anspruch auf Feiertagsbezahlung.

      Darüberhinaus haben Sie als Minijobber selbstverständlich auch einen Anspruch auf bezahlten Urlaub. Bei der Berechnung Ihres individuellen Urlaubsanspruches hilft Ihnen sicher unser Urlaubsrechner: http://t1p.de/MJZE-Urlaubsrechner
      Ihr Urlaubsanspruch berechnet sich anhand Ihrer wöchentlichen Arbeitstage. Hierbei ist egal, wie viele Stunden Sie an den einzelnen Tagen arbeiten.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  14. Liebes Blog-Team der Minijob-Zentrale,

    besteht auch nach Beendigung eines Arbeitsverhältnisses das Anrecht auf Ausbezahlung von Urlaubstagen. Natürlich vorausgesetzt, dass der Arbeitgeber über Jahre behauptet hat der Arbeitnehmer hat als Minijobber kein Anrecht auf Urlaubstage.

    Lieben Gruß und vielen Dank
    trickynicky488

    1. Hallo trickynicky488,

      Minijobber haben ein gesetzliches Recht auf bezahlten Urlaub. Die Regelung der Urlaubstage im Arbeitsverhältnis richtet sich grundsätzlich nach den Vorschriften des Bundesurlaubsgesetzes (BUrlG). Der Urlaubsanspruch verfällt auch nicht automatisch, Arbeitgeber müssen grundsätzlich auf den drohenden Urlaubsverfall hinweisen.

      Bei Ihrer Anfrage handelt es sich jedoch um eine arbeitsrechtliche Frage. Das Arbeitsrecht regelt die Beziehungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Arbeitsbedingungen werden im Besonderen im Individual-Arbeitsrecht geklärt. Dazu gehören zum Beispiel Urlaubsregelungen, Arbeitszeit, Kündigungsfristen, Entgeltfortzahlung. Die zuständige Stelle ist das Arbeitsgericht. Da das Arbeitsrecht ein Individualrecht ist, kann es behördlich nicht geregelt werden. Das heißt, Sie müssen Ihre Ansprüche selbst durchsetzen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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