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Zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2020

Minijob und Hauptjob beim gleichen Arbeitgeber. Geht das? (Nachgefragt #25)

Nicht selten haben Arbeitnehmer mit einem versicherungspflichtigen Hauptjob die Möglichkeit, bei dem selben Arbeitgeber noch einen anderen Job anzunehmen. Meist handelt es sich dabei um eine zusätzliche Beschäftigung in einem anderen Arbeitsbereich mit geringer Stundenzahl im Monat.

Lisa aus Traunstein ist in einem Hotel in ihrer Hauptbeschäftigung als Servicekraft beschäftigt. Das Hotel gehört zu einer GmbH, die auch noch eine Diskothek betreibt. Hier kann Sie zusätzlich noch 450 Euro im Monat verdienen. Diesen Job möchte Sie gerne als Minijob ausüben – geht das denn?

Beantwortet von Susan aus dem Service-Center:

Hallo Lisa,

Susan
Susan hilft bei Fragen zu Minijob und Hauptjob

leider nein. Neben einer Hauptbeschäftigung kann zwar jeder zusätzlich einen 450-Euro-Minijob ausüben – jedoch nicht beim selben Arbeitgeber.

Da der Besitzer des Hotels und der Diskothek ein und dieselbe juristische Person ist, liegt in dem von Ihnen geschildertem Fall ein einheitliches Beschäftigungsverhältnis vor. Dass Sie zwei unterschiedliche Tätigkeiten ausüben, ist nicht relevant. Rechtlich gesehen haben Sie einen Arbeitgeber, der Ihnen einen Gesamtverdienst für Ihre Tätigkeiten im Hotel und in der in Diskothek zahlt. Der Job in der Diskothek kann also nicht gesondert auf Minijob-Basis abgerechnet werden.

Genauso verhält es sich auch bei natürlichen Personen, wie zum Beispiel einem Arzt, der neben seiner Praxis noch ein Labor betreibt.

Nur wenn Sie aus rechtlicher Sicht bei verschiedenen Arbeitgebern, also verschiedenen juristischen oder natürlichen Personen arbeiten, wird nicht von einem einheitlichen Beschäftigungsverhältnis ausgegangen. Dann können Sie neben einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung auch einen 450-Euro-Minijob ausüben. Dies wäre auch möglich, wenn die GmbH X und die GmbH Y von ein und demselben Geschäftsführer geführt werden.

Wie ein Arbeitgeber definiert ist, finden Sie hier.

Weitere Informationen zu „Mehreren 450-Euro-Minijobs“ finden Sie auf unserer Internetseite

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Nachgefragt (10): Mehrere Minijobs neben einer Hauptbeschäftigung

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102 Kommentare zu “Minijob und Hauptjob beim gleichen Arbeitgeber. Geht das? (Nachgefragt #25)”

  1. Hallo,
    ist es möglich, dass ich zusätzlich zur sv-pflichtigen Beschäftigung im Mutterunternehmen im Tochterunternehmen (Beteiligungsquote 51%) eine geringfügige Tätigkeit ausübe?
    Beide Tätigkeiten sind identisch und werden in den Räumen des “Haupt”-Arbeitsgebers ausgeübt.
    Bei Unternehmen sind aber separat mit eigener Nummer im Handelsregistester eingetragen, haben eigene Steuer-und Betriebsnummer, so dass dies eigentlich kein Problem sein dürfte. Selbst die Geschäftsführung ist nicht einheitlich.

    1. Hallo Karin,

      Konzernunternehmen im Sinne des § 18 Aktiengesetzes gelten in der Regel nicht als ein Arbeitgeber. Eine Hauptbeschäftigung im Mutterunternehmen und ein parallel ausgeübter Minijob in einer Tochtergesellschaft sind somit nicht ausgeschlossen.
      Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass wir über unseren öffentlichen Blog keine abschließende sozialversicherungsrechtliche Beurteilung Ihrer Beschäftigung vornehmen können. Diese nimmt grundsätzlich Ihr Arbeitgeber für Sie vor.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  2. Sehr geehrtes Team der Minijobzentrale,

    in einem Einzelunternehmen (Ehemann) ist eine Teilzeitkraft über 450 EUR mtl. im Büro tätig. Kann eine Tätigkeit im Privathaushalt (Ehefrau) auf Minijobbasis ausgefürt werden?

    Mit freundlichen Grüßen
    Simone

    1. Hallo Simone,

      ausgeschlossen ist das nicht. Handelt es sich bei beiden Beschäftigungen (Privathaushalt und gewerblich) um zwei unterschiedliche natürliche oder juristische Personen, können beide Tätigkeiten parallel ausgeübt werden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  3. Hallo,

    kann ein Azubi einer KG bei der Tochterfirma der KG, die eine GmbH ist, zusätzlich einen Minijob ausüben? Zusatzinfo: Es handelt sich um eine 100%ige Tochter, mit fast identischer Geschäftsleitung.

    Vielen Dank im Voraus!

    1. Hallo,

      für die Prüfung der Frage, ob ein einheitliches Beschäftigungsverhältnis vorliegt, ist entscheidend, dass es sich rechtlich um ein und denselben Arbeitgeber handelt. Das heißt, um ein und dieselbe natürliche oder juristische Person oder Personengesellschaft.
      Nur wenn aus rechtlicher Sicht verschiedene Arbeitgeber, also verschiedenen juristische oder natürliche Personen vorliegen, wird nicht von einem einheitlichen Beschäftigungsverhältnis ausgegangen. Dann kann neben einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung auch ein 450-Euro-Minijob ausgeübt werden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      1. Hallo,

        Wenn die Muttergesellschaft M-GmbH (Holding) -> 2 Tochterfirmen hat, die T1-GmbH und die T2-GmbH
        Geschäftsführung in allen Firmen identisch, aber mit unterschiedlichen Geschäftsfeldern.

        Kann ich in der T1-GmbH eine Vollzeitanstellung (SV-pflichtig) und in der T2-GmbH einen Mini-Job ausüben
        oder wird von einem einheitlichen Beschäftigungsverhältnis ausgegangen?

        1. Hallo,

          für die Prüfung der Frage, ob ein einheitliches Beschäftigungsverhältnis vorliegt, ist allein entscheidend, dass es sich rechtlich um ein und denselben Arbeitgeber handelt. Das heißt, um ein und dieselbe natürliche oder juristische Person oder Personengesellschaft. Handelt es sich in Ihrem Sachverhalt um zwei unterschiedliche GmbH’s und somit um zwei unterschiedliche juristische Personen, können Arbeitnehmer grundsätzlich in beiden GmbH’s tätig sein.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  4. Hallo,`

    wie sieht es denn aus, wenn beispielsweise bei Arbeitgeber A ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis mit Aufhebungsvertrag zum 20.09.2020 beendet wird. Bei Arbeitgeber B wird zum 21.09.2020 ein neues sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis begonnen.

    Ist es dann möglich, zum 21.09.2020 das Arbeitsverhältnis bei Arbeitgeber A als geringfügiges Arbeitsverhältnis neu zu beginnen?
    Oder darf das geringfügige Arbeitsverhältnis erst zum 01.10.2020 begonnen werden?

    Und wenn das geringfüge Arbeitsverhältnis bereits zum 21.09.2020 beginnen darf, kann dann auch der volle Betrag ausgeschöpft werden, da das geringfügige Arbeitsverhältnis auf Dauer ausgelegt sein soll oder darf das Entgelt nur 10/30tel betragen?

    1. Guten Morgen,
      diese Frage interessiert mich auch. Kann ich in einem Monat geringfügig beschäftig sein und im laufenden Monat das Arbeitsverhältnis in sozialversicherungspflichtig umwandeln? Oder muss dies, wie oben bereits gefragt, per 01. d. Folgemonats geschehen?
      Liebe Minijobzentrale, wie ist die Antwort darauf?

      1. Hallo zusammen,

        wenn ein Beschäftigungsverhältnis bei ein und demselben Arbeitgeber durch eine vertragliche Arbeitszeitreduzierung auf eine Minijob-Beschäftigung umgestellt wird, ist diese auch ab dem Zeitpunkt der Arbeitszeitreduzierung zu beurteilen. Somit ist eine dauerhafte Umstellung des Minijob auch im laufenden Monat möglich, dabei können auch die 450 Euro auch im Teilmonat ausgeschöpft werden.

        Freundliche Grüße

        Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  5. Guten Tag, wie verhält es sich, wenn Arbeitnehmer A bei Unternehmen X das Hauptbeschäftigungsverhältnis hat, Arbeitnehmer A jedoch zusätzlich einen Minijob bei Unternehmen Y annimmt, welches einen Dienstleistungsvertrag bei X hat? X und Y sind vollkommen unabhängige getrennte juristische Einheiten. Y ist mit verschiedenen Dienstleistungen in den Räumlichkeiten bei X beauftragt. Arbeitnehmer A würde also Aufgaben direkt in den Räumlichkeiten des Hauptarbeitgebers X übernehmen. Wäre diese Konstellation rechtlich möglich?

    1. Hallo,

      werden mehrere Beschäftigungen bei unterschiedlichen natürlichen oder juristischen Personen ausgeübt, ist grundsätzlich eine getrennte versicherungsrechtliche Beurteilung vorzunehmen.

      Die von Ihnen geschilderte Konstellation ist möglich.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  6. Guten Tag,

    wir stellen einen Mitarbeiter im Hauptjob aufgrund seiner Meisterschule für 7 Monate frei. Kann er dann bei uns einen 450 € Job annehmen? Das Hauptarbeitsverhältnis ruht dann ja. Vielen Dank für eine Antwort.

    1. Guten Tag,
      eine weitere Frage zu dem Thema, ich hoffe, sie wurde nicht schon beantwortet.
      Kurz gesagt geht es darum, ob man beim selben Arbeitgeber als Minijobber angestellt sein kann und als Honorarkraft als Rechnung.
      Konkret geht es darum, dass wir je nach Bedarf selbständige Grafikerin nutzen, die Flyer und Webseiten etc. layoutet, und dann eine Rechnung stellt.
      Aktuell gibt es zwei Ideen, die Zusammenarbeit zu vertiefen:
      a) Es gibt immer wieder Standardaufgaben im Bereich / Grafik und Layout, wie z.B. Korrespondenz und Verträge zu kontrollieren und zu gestalten. Hier würde es sich anbieten, diesen Bereich (auch Grafik, aber Standard) über einen Minijob abzubilden, und daneben (je nach Bedarf / Umfang) größere Arbeiten weiterhin als Rechnung.
      b) Unabhängig von Grafikdesign bietet die Sebstständige auch Tätigkeiten als Büroassistenz an. Auch hier überlegen wir, sie dafür als Minijobberin zu beschäftigen, hinzu dann wieder (andere Tätigkeit) Grafikdesign auf Rechnung.

      Wir würden nur a) oder b) nutzen wollen, möchten aber bevor wir uns entscheiden, ob das überhaupt möglich ist (gleicher Arbeitgeber, Minijob plus Auftragnehmerin auf Rechnung, mit ähnlicher oder unterschiedlicher Tätigkeit.)

      Vielen Dank für Ihre Hilfe!

      1. Hallo Tobias,

        grundsätzlich besteht rechtlich die Möglichkeit, dass eine natürliche Person für denselben Vertragspartner (Arbeitgeber/Auftraggeber) als abhängig Beschäftigter und daneben selbständig tätig ist. Werden eine abhängige Beschäftigung und eine selbständige Tätigkeit bei demselben Arbeitgeber unabhängig voneinander ausgeübt, liegt eine so genannte gemischte Tätigkeit vor, bei der abhängige Beschäftigung und selbständige Tätigkeit
        nebeneinander stehen und rechtlich getrennt zu beurteilen sind. Allerdings gelten aufgrund der weisungsgebundenen Eingliederung im Rahmen einer Beschäftigung und der erforderlichen weisungsfreien Ausgestaltung einer selbständigen Tätigkeit für denselben Vertragspartner strenge Maßstäbe für das tatsächliche Vorliegen einer selbständigen Tätigkeit.
        Vielleicht helfen Ihnen bei der Beurteilung die Ausführungen unter Punkt 2.1.2 der Geringfügigkeitsrichtlinien: https://t1p.de/MJZE-Geringfuegigkeits-RL

        Freundliche Grüße

        Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  7. Wir beschäftigen derzeit eine Mitarbeiterin als Erzieherin als sozialversicherungspflichtige Beschäftigte (im Bereich TVöD SuE). Diese Mitarbeiterin wird in Kürze ihre Stelle hier kündigen und zu einem anderen AG wechseln, um dort ebenfalls sozialversicherungspflichtig zu arbeiten. Können wir diese Mitarbeiterin dann nach ihrer Kündigung als kurzfristig Beschäftigte zu einem späteren Zeitpunkt wieder beschäftigen (als Aushilfe in Krankheitsfällen, wenn es sich mit ihrer neuen Tätigkeit vereinbaren lässt)? Muss evtl. ein bestimmter Zeitraum zwischen der bisherigen sv-pflichtigen und der neuen kurzfristigen Beschäftigung liegen?

    1. Hallo Clauss,

      grundsätzlich ist das möglich. Zwischen der momentanen sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung und einer erneuten Beschäftigung im Rahmen eines kurzfristigen Minijobs muss jedoch ein Zeitraum von mindestens zwei Monaten liegen. Anderenfalls ist von einer Fortsetzung des vorherigen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisses auszugehen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  8. Hallo, wie sieht es aus, wenn ich während der Elternzeit beim gleichen Arbeitgeber auf 45ü€-basis arbeite? Da das normale Arbeitsverhältnis ruht, geht dieses ja ausnahmsweise. Allerdings hat mein Arbeitgeber dies nicht als geringfügige Beschäftigung einstufen können, da ich ab September in Teilzeit dort wieder einsteigen. Ich verstehe nicht, was das eine mit dem anderen zu tun hat, da das Arbeitsverhältnis ja aktuell ruht. Können Sie mir da weiterhelfen?

  9. Ich arbeite Teilzeit im Home-Office in einem Unternehmen als Web-Designer, jetzt sucht mein Arbeitgeber nach einem Hausmeister für das Büro- auf 450 Euro Basis, der sich nach den Geschäftszeiten um die Geschäftsräume kümmert. Kann ich den Job annehmen?

    1. Hallo Jörg,

      natürlich dürfen Sie diesen Job annehmen – allerdings ist im Fall von mehreren Beschäftigungen bei ein und denselben Arbeitgeber sozialversicherungsrechtlich von einem einheitlichen Beschäftigungsverhältnis auszugehen.
      Der 450-Euro-Minijob und Ihr Hauptjob werden dann als Einheit betrachtet und zusammen sozialversicherungspflichtig an Ihre Krankenkasse gemeldet.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  10. Hallo,

    ich interessiere mich für ein konkreten Fall und hoffe ihr könnt mir hierzu eine Antwort geben.

    Ein Mitarbeiter ist Hauptberuflich (Vollzeit) bei Arbeitgeber A angestellt.

    Der Mitarbeiter übt zudem eine weitere Beschäftigung auf 450€ – Basis bei Arbeitgeber B aus.

    Arbeitgeber A und B sind zwei verschiedene Firmen.

    Arbeitgeber A beauftragt Arbeitgeber B zur Bearbeitung von verschiedenen Aufträgen.

    Infolgedessen wird der Mitarbeiter durch Arbeitgeber B an seinen Hauptarbeitgeber (Arbeitgeber A) verliehen. Die Arbeit findet in einer anderen Abteilung statt und steht nicht in Konkurrenz zur Hauptstelle.

    Ist diese Konstellation rechtens?

    Vielen Dank vorab für die Beantwortung.

    1. Guten Tag Fred,

      Beschäftigungen bei zwei unterschiedlichen juristischen Personen (z. B. GmbH A und GmbH B) sind nicht als einheitliches Beschäftigungsverhältnis zu werten. Eine wie von Ihnen geschilderte Konstellation ist somit grundsätzlich nicht ausgeschlossen.

      Einer kritischen Prüfung zu unterziehen sind jedoch zeitgleich bestehende Arbeits-/Auftragsverhältnisse mit Unternehmen, hinter denen beispielsweise jeweils ein Geschäftsführer bzw. Director als Alleingesellschafter und damit stets ein und dieselbe natürliche Person steht.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      1. Vielen Dank für die schnelle Beantwortung.

        Arbeitgeber A ist in diesem Fall eine öffentliche Verwaltung.
        Arbeitgeber B ist ein Ingenieurbüro.

        Gibt es für diese Konstellation konkrete Punkte die in irgendeiner Weise relavant für die Beschäftigung sein könnten? Auch was bspw. die Dauer der Beauftragung des Arbeitgeber B von Arbeitgeber A?

        Vielen Dank im Voraus.

        1. Hallo Fred,

          wer als Verleiher die Arbeitnehmerüberlassung in Form einer wirtschaftlichen Tätigkeit ausübt, der benötigt dafür eine Erlaubnis von der Bundesagentur für Arbeit. Wir empfehlen Ihnen, sich mit Ihrer Frage an die zuständige Agentur für Arbeit zu wenden.

          Darüber hinaus bitten wir um Verständnis, dass wir in unserem öffentlichen Blog aufgrund des Datenschutzes keine umfassende sozialversicherungsrechtliche Beurteilung der geschilderten Beschäftigung vornehmen können.

          Für individuelle Detailfragen können Sie sich gerne schriftlich an uns wenden. Unser Kontaktformular finden Sie unter minijob-zentrale.de: https://t1p.de/MJZE-Kontakt

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  11. Hallo,

    ist es den möglich bei einem vorgeschriebenen Praktikum während des Studiums beim gleichen Arbeitgeber noch einen Minijob zu haben? Es wären auch andere Tätigkeiten.

    Danke im Vorraus und viele Grüße,
    Marion

    1. Hallo Marion,

      das ist nicht möglich. Handelt es sich rechtlich um ein und denselben Arbeitgeber, liegt ein einheitliches Beschäftigungsverhältnis vor. Dies ist der Fall wenn es sich um ein und dieselbe natürliche oder juristische Person oder Personengesellschaft handelt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      1. Sie fragte aber doch nach einem vorgeschriebenen Praktikum während des Studiums. Also ein Zwischenpraktikum nach Hochschulgesetz. Das unterfällt weder dem § 26 BBiG noch dem MiLoG, ist unbezahlt und sozialversicherungsfrei und ist doch keine Beschäftigung.

        Das sieht man ja schon daran, dass dazu im SGB VII unter § 2 Abs. 1 Nr. 8 c) die Versicherungspflicht extra geregelt ist. Wären solche Zwischenpraktikanten Beschäftigte im Sinne des Sozialversicherungsrechts (§7 SGB IV), dann würden sie ja direkt unter die Versicherungspflicht von Beschäftigten nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 SGB VII fallen, wären auch sonst krankenversicherungspflichtig etc.

        Also wie kann mit einem Hochschul-Zwischen-Praktikum, das keine Beschäftigung ist, und einem Minijob, der eine Beschäftigung ist, ein “einheitliches Beschäftigungsverhältnis” vorliegen?

        1. Hallo Julia,

          Versicherungsfreiheit in der Kranken- Pflege- und Arbeitslosenversicherung nach § 6 Absatz 1 Nr. 3 Sozialgesetzbuch – Fünfte Buch- (SGB V) sowie § 27 Absatz 4 Satz 1 Nr. 2 SGB III gilt auch für Studenten, die ein in einer Studien- oder Prüfungsordnung vorgeschriebenes Praktikum absolvieren.

          Mithin besteht für sie, soweit das Praktikum im Rahmen eines abhängigen Beschäftigungsverhältnisses ausgeübt wird, Versicherungsfreiheit in der Kranken- und Arbeitslosenversicherung und somit auch keine Versicherungspflicht in der Pflegeversicherung. Die Dauer des Praktikums, die wöchentliche Arbeitszeit sowie die Höhe des während des Praktikums erzielten Arbeitsentgelts spielen dabei keine Rolle.

          Die versicherungsrechtliche Beurteilung von Praktikanten, die während der Dauer eines Studiums als ordentliche Studierende einer Fachschule oder Hochschule ein Praktikum ableisten, das in einer Studien- oder Prüfungsordnung vorgeschrieben ist, ergibt sich aus § 5 Absatz 3 SGB VI. Diese Praktika führen unabhängig von der Dauer des Praktikums, der wöchentlichen Arbeitszeit und der Höhe des monatlichen Arbeitsentgelts zur Versicherungsfreiheit in der Rentenversicherung.

          Begibt sich der Student jedoch während des vorgeschriebenen Zwischenpraktikums nicht ausschließlich zur Absolvierung des Praktikums in den Betrieb, sondern wird daneben dort auch als Arbeitnehmer tätig, so liegt ein einheitliches Beschäftigungsverhältnis vor.

          Hier ein Beispiel:

          Ein Student absolviert ein vorgeschriebenes Zwischenpraktikum bei dem Arbeitgeber A und erhält hierfür ein Entgelt in Höhe von 300,00 Euro. Zusätzlich soll er im Rahmen einer geringfügig entlohnten Beschäftigung auch bei Arbeitgeber A aushelfen und einen Verdienst in Höhe von 450,00 Euro erhalten.

          Ergebnis: Da es sich um ein und dieselbe juristische Person (Arbeitgeber A) handelt, liegt ein einheitliches Beschäftigungsverhältnis vor. Der Gesamtverdienst in Höhe von 750,00 Euro unterliegt grundsätzlich der Beitragspflicht in allen Zweigen der Sozialversicherung. Überschreitet die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit des Studenten nicht 20 Stunden, so besteht lediglich Versicherungspflicht in der Rentenversicherung.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

        2. Vielen Dank für die ausführliche Antwort und das anschauliche Beispiel.
          Offen bleibt aus meiner Sicht noch, warum in dem Zwischenpraktikum ein Beschäftigungsverhältnis zu sehen sein soll.

          Die Krankenkassen sehen das komplett anders:
          “Um ein Zwischenpraktikum handelt es sich, wenn ein in der jeweiligen Studien- oder Prüfungsordnung vorgeschriebener praktischer Ausbildungsteil während des Studiums, also bei bestehender Immatrikulation, absolviert wird. Für diese Praktika besteht grundsätzlich Versicherungsfreiheit in der Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung. Die Dauer des Praktikums, die wöchentliche Arbeitszeit sowie die Höhe eines gegebenenfalls gezahlten Entgelts spielen dabei keine Rolle. Grund dafür ist, dass es sich hierbei in der Regel nicht um ein Beschäftigungsverhältnis im sozialversicherungsrechtlichen Sinne handelt, sondern lediglich um eine Verlagerung der Ausbildung von der Hochschule in den Betrieb.”

          Das Praktikum ist also nicht dem Betrieb als Beschäftigung zugeordnet, sondern der Hochschule. Also kann kein “einheitliches Beschäftigungsverhältnis” vorliegen, da es beim Praktium schon an der Beschäftigungseigenschaft fehlt.

          Aber das dahingestellt: Wenn das Zwischenpraktikum nicht vergütet wird, sollte es ja gar kein Problem geben, weil dann keine Verdienste addiert werden können? Dann hätte man einfach nur eine entgeltgeringfügige Beschäftigung über 450 Euro und das Praktikum hat keine Auswirkungen.

        3. Hallo Julia,

          mit einem Verdienst von mehr als 450 Euro im Monat ist die Beschäftigung dem Grunde nach nicht mehr als geringfügig entlohnt. Versicherungsfreiheit könnte sich ggf. im Rahmen eines kurzfristigen Minijobs ergeben.
          Darüber hinaus bitten wir um Verständnis, dass wir in unserem öffentlichen Blog aufgrund des Datenschutzes keine umfassende sozialversicherungsrechtliche Beurteilung im Einzelfall vornehmen können. Für einen konkreten Einzelfall und den daraus resultierenden Detailfragen dürfen Sie sich aber gerne schriftlich an uns wenden. Unser Kontaktformular finden Sie unter minijob-zentrale.de: https://t1p.de/MJZE-Kontakt

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    1. Hoppala, zu früh abgeschickt (Strg + Enter ist nicht gleich Absatz). Die Situation ist, ich möchte eine zweites Beschäftigungsverhältnis unter der selben juristischen/ natürlichen Personen beginnen (Hauptbeschäftigung ist eine Ausbildung). Die Person hat eine Firma X GmbH & Co. KG und Y GmbH & Co. KG. Kann ich dann also wenn ich aktuell bei Firma X arbeite, noch bei der Firma Y beschäftigt werden? Es geht dabei nicht unbedingt um eine geringfügige Beschäftigung an sich, sondern um eine vertragliche Regelung einer Nebentätigkeit. Es ist auch irrelevant, ob diese entgolten wird, es geht rein um die Dokumentation der Tätigkeit (wäre natürlich mit Gehalt noch besser).

      1. Hallo Simon,

        bei einer GmbH handelt es sich um eine juristische Person. Üben Sie Ihre Beschäftigung bei einer GmbH X und bei einer GmbH Y aus – also bei zwei unterschiedlichen GmbH´s – ist nicht von einem einheitlichen Beschäftigungsverhältnis auszugehen. Vielmehr handelt es sich um zwei getrennte Beschäftigungsverhältnisse, welche auch getrennt beurteilt werden.

        Bitte beachten Sie jedoch in diesem Zusammenhang, dass die Zahlung von Entgelt ein wichtiges Kriterium für das Vorliegen einer Beschäftigung ist. Erhalten Sie für eine Tätigkeit keinen Lohn, liegt unter Umständen auch kein Beschäftigungsverhältnis vor.

        Inwieweit eine solche Regelung arbeitsrechtlich korrekt ist können wir in diesem Rahmen jedoch nicht beurteilen. Wir empfehlen Ihnen sich diesbezüglich an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zu wenden. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

        Freundliche Grüße

        Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  12. Guten Morgen

    Ich suche einen Job. In einer Hotelfirma wurde mir ein Arbeitsvertrag in einem Hotel und ein Minijob in einem anderen Hotel der gleichen Firma angeboten. Aber diese beiden Hotels sind eine unterschiedliche GmbH.

    Ist das legal?

    Vielen Dank

    1. Hallo Frau Manzano,

      für die Prüfung der Frage, ob ein einheitliches Beschäftigungsverhältnis vorliegt, ist entscheidend, dass es sich rechtlich um ein und denselben Arbeitgeber handelt. Das heißt, um ein und dieselbe natürliche oder juristische Person oder Personengesellschaft.

      Nur wenn Sie aus rechtlicher Sicht bei verschiedenen Arbeitgebern, also verschiedenen juristischen oder natürlichen Personen arbeiten, wird nicht von einem einheitlichen Beschäftigungsverhältnis ausgegangen. Dann können Sie neben einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung auch einen 450-Euro-Minijob ausüben.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  13. Hallo,

    funktioniert es das ich bei Arbeitgeber A angestellt bin, dieser mich an Arbeitgeber B verleiht und ich bei Arbeitgeber B gleichzeitig noch einen Minijob ausübe? Dies wären grds. 2 vollkommen verschiedene natürliche Personen bei denen ich angestellt bin.

    1. Hallo,

      bei rechtmäßiger Arbeitnehmerüberlassung ist der Arbeitgeber der Verleiher. Der Entleiher kann den überlassenen Arbeitnehmer grundsätzlich immer im Rahmen einer eigenständigen Beschäftigung zusätzlich beschäftigen. Dies kann auch auf Basis eines 450-Euro-Minijobs erfolgen. Ein Verstoß gegen das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) liegt hier nicht vor.

      Ein einheitliches Beschäftigungsverhältnis ist bei einer zusätzlichen Beschäftigung bei dem Entleiher somit grundsätzlich nicht anzunehmen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  14. Hallo,
    anbei eine komplexe Frage.
    Derzeit bin ich Angestellter in einer oHG. Diese wird umfirmiert in eine GmbH & Co. KG, in dieser werde ich weiterhin angestellt sein. Die GmbH ist mit der Geschäftsführung der GmbH & Co. KG beauftragt. Ist es hier möglich einen Minijob in der GmbH zusätzlich zu der Hauptbeschäftigung anzumelden?
    Die GmbH, als juristische Person, ist dabei Gesellschafter der KG, allerdings sind die Gesellschafter der GmbH, zwei natürliche Personen, nicht Gesellschafter der KG.
    Für diesen komplexen Sachverhalt habe ich derzeit noch keine Aussage finden können.

    1. Hallo Marc,

      grundsätzlich sind Fälle denkbar, in welchen eine solche Konstellation möglich wird. Um hierzu jedoch eine fundierte Auskunft geben zu können, benötigen wir mehr Informationen.

      Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir eine so komplexe Fragestellung, auch aus Gründen des Datenschutzes, nicht im Rahmen unseres öffentlichen Blogs beantworten können. Wir empfehlen Ihnen daher eine schriftliche Anfrage zur Klärung des Sachverhaltes.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  15. Hallo, ich mache gerade eine betriebliche Umschulung, die von der Rentenversicherung finanziert wird. Der Betrieb, der mich unentgeltlich ausbildet hat mir nun einen 450 Euro Job für eine andere Tätigkeit am Wochenende angeboten. Die Rentenversicherung meinte, dass ich das machen kann und das dieses Geld nicht auf mein Übergangsgeld angerechnet wird.

    1. Hallo,

      mit denen uns vorliegenden Informationen können wir nicht abschließend beurteilen, ob Sie neben Ihrer betrieblichen Umschulung noch einen 450-Euro-Minijob bei dem gleichen Arbeitgeber ausüben können.

      Ob ein Minijob neben einer Schulungsmaßnahme möglich ist, ist abhängig von den Umständen des Einzelfalls (u.a. die Art der Schulungsmaßnahme). Ihr Arbeitgeber kann sich für eine versicherungsrechtliche Beurteilung, unter Vorlage der entsprechenden Unterlagen, an die Minijob-Zentrale wenden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  16. Hallo,

    Haupt- und Mininijob (450 €) im gleichen Arbeitsplatz bei zwei unterschiedlichen Arbeitgebern möglich z.B. Minijob bei einem Subunternehmen?

    Vielen Dank für die Antwort

    1. Hallo,

      für die Prüfung der Frage, ob ein einheitliches Beschäftigungsverhältnis vorliegt,
      ist entscheidend, dass es sich rechtlich um ein und denselben Arbeitgeber handelt. Das heißt, um ein und dieselbe natürliche oder juristische Person oder Personengesellschaft.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    1. Hallo,

      das ist nicht möglich. Übt ein Arbeitnehmer eine Ausbildung und einen Minijob bei ein und demselben Arbeitgeber aus, geht man von einem einheitlichen Beschäftigungsverhältnis aus. Beide Tätigkeiten sind im Rahmen der Berufsausbildung versicherungspflichtig zur Krankenkasse des Arbeitnehmers zu melden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    1. Hallo,

      das ist nicht möglich. Übt ein Arbeitnehmer eine Ausbildung und einen Minijob bei ein und demselben Arbeitgeber aus, geht man von einem einheitlichen Beschäftigungsverhältnis aus. Beide Tätigkeiten sind im Rahmen der Berufsausbildung versicherungspflichtig zur Krankenkasse des Arbeitnehmers zu melden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  17. Hallo, ist es möglich von einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung für einen Zeitraum von ein paar Monaten in einen Mini-Job zu wechseln und dann wieder zurück zur sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung? Dies alles beim gleichen Arbeitgeber,

    1. Hallo Andreas,

      mit jeder dauerhaften Veränderung im Beschäftigungsverhältnis haben Arbeitgeber dieses sozialversicherungsrechtlich neu zu beurteilen. Die Beurteilung umfasst in der Regel den vorausschauenden Zeitraum von 12 Monaten. Ist dem Arbeitgeber von vornherein bekannt, dass die monatlich durchschnittliche Verdienstgrenze von 450 Euro im Beurteilungszeitraum überschritten wird, liegt in der Regel kein Minijob vor. Treten jedoch Veränderungen im Beschäftigungsverhältnis ein, welche der Arbeitgeber in seiner vorausschauenden Prognose noch nicht berücksichtigen konnte, erfolgt eine erneute vorausschauende Beurteilung.

      Ein Wechsel in eine versicherungspflichtige Beschäftigung oder wieder in einen 450-Euro-Minijob ist daher grundsätzlich möglich, jedoch vom Einzelfall abhängig. Gern stehen wir Ihnen unter der Rufnummer 0355 2902 70799 für eine Beratung im Einzelfall zur Verfügung.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      1. Liebe Minijobzentrale,
        wir haben jetzt einen ähnlichen Fall.
        Die Kollegin hat spontan in der Probezeit ihren Hauptjob bei uns gekündigt.
        Wir würden uns gerne mit ihr einigen, für ein paar Stunden als geringfügig Beschäftige bei uns zu arbeiten.
        Ist das möglich?
        Ich würde mich freuen, bald von Ihnen zu hören.
        Freundliche Grüße

        1. Guten Tag,

          grundsätzlich ist auch dass möglich. Schließen Sie mit der Mitarbeiterin einen neuen Vertrag im Rahmen eines Minijobs, ist von einer neuen dauerhaften Veränderung auszugehen. Die Beurteilung wird ab Vertragsbeginn erneut vorausschauend für den Zeitraum von maximal 12 Monaten vorgenommen. Überschreitet der zu erwartende monatliche Verdienst (inklusive evtl. vereinbarter Einmalzahlungen) die Grenze von 450 Euro im Durchschnitt nicht, liegt ein Minijob vor.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  18. Hallo,

    Personen A und B sind an die GmbH 1 beteiligt. Gleichzeitig sind sie auch an die GmbH 2 beteiligt (gleiche Beteiligungsquote). Beide GmbH´s führen unterschiedliche Tätigkeiten aus.
    5 Mitarbeiter der GmbH 1, die Vollzeit angestellt sind, führen auch Tätigkeiten für die GmbH 2 im geringen Umfang aus (ca. 5-10 Std. Woche).
    Ist es möglich dass die 5 Mitarbeiter, die bei der GmbH 1 Lohnsteuer- und SV-Pflichtig angestellt sind auch gleichzeitig bei der GmbH 2 als 450-Euro Arbeitnehmer angestellt werden?
    Sind beide GmbH`s als zwei unterschiedliche Arbeitgeber zu beurteilen? auch wenn die Gesellschafter und Geschäftsführer gleiche Personen sind?

    1. Hallo,

      für die Prüfung der Frage, ob ein einheitliches Beschäftigungsverhältnis vorliegt, ist allein entscheidend, dass es sich rechtlich um ein und denselben Arbeitgeber handelt. Das heißt, um ein und dieselbe natürliche oder juristische Person oder Personengesellschaft. Da es sich in Ihrem Sachverhalt um zwei unterschiedliche GmbH’s handelt und somit um zwei unterschiedliche juristische Personen, können die Arbeitnehmer in beiden GmbH’s tätig sein.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  19. Der Mitarbeiter ist Vollzeit-Angestellter bei einer GmbH im Baugewerbe, ist es dem Geschäftsführer der GmbH trotzdem möglich diesen Mitarbeiter zusätzlich als private Haushaltshilfe anzumelden?

    1. Hallo Karina,

      für die Prüfung der Frage, ob ein einheitliches Beschäftigungsverhältnis vorliegt, ist allein entscheidend, dass es sich rechtlich um ein und denselben Arbeitgeber handelt. Das heißt, um ein und dieselbe natürliche oder juristische Person oder Personengesellschaft.

      In Ihrem konkreten Fall wird die Hauptbeschäftigung bei einer GmbH ausgeübt. Es handelt sich dabei um eine juristische Person. Stellt der Geschäftsführer der GmbH den gleichen Arbeitnehmer in seinem Privathaushalt ein, tritt er als natürliche Person auf. Demzufolge handelt es sich rechtlich um zwei verschiedene Arbeitgeber. Von einem einheitlichen Beschäftigungsverhältnis ist hier nicht auszugehen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  20. Hallo habe eine Frage Arbeiter arbeitet bei der Fa. A als Fräser und möchte in Fa.b auch als Fräser arbeiten als 450€ kraft. Fa.B Fräst aber für eine andere Sache /Branche Teile als Fa.A ist das erlaubt ?

    1. Hallo Peter,
      Nebentätigkeiten müssen vom Hauptarbeitgeber nicht genehmigt werden. Der Arbeitnehmer ist jedoch verpflichtet, eine geplante Nebentätigkeit vor Aufnahme anzuzeigen, wenn dies vertraglich/tarifvertraglich vereinbart ist oder die Interessen des Arbeitgebers tangieren kann. So hat der Arbeitgeber zum Beispiel ein berechtigtes Interesse daran, zu erfahren,

      · ob der Arbeitnehmer im Konkurrenzbereich tätig wird,
      · sozialversicherungsrechtliche Überschneidungen bestehen (450-Euro-Jobs)

      oder

      · die Grenzen des Arbeitszeitgesetzes durch die Nebentätigkeit die Haupttätigkeit beeinträchtigen.

      Vertraglich vereinbarte Nebentätigkeitsverbote oder Genehmigungserfordernisse sind wegen der grundgesetzlich garantierten Berufsfreiheit des Arbeitnehmers nicht pauschal zulässig. Sie sind so auszulegen, dass nur solche Nebentätigkeiten verboten sind, die gegen berechtigte Interessen des Arbeitgebers verstoßen. Grundsätzlich besteht aber kein Anspruch des Arbeitgebers darauf, dass Arbeitnehmer nur für ihn tätig sind. Solange keine berechtigten Einwände bestehen, muss der Arbeitgeber Nebentätigkeiten genehmigen.

      Arbeitnehmer dürfen ihrem Arbeitgeber nicht in dessen Geschäftsbereich Konkurrenz machen. Dies ergibt sich aus dem sogenannten Wettbewerbsverbot, geregelt in § 60 Handelsgesetzbuch (HGB). Hierbei kommt es grundsätzlich nicht auf die Tätigkeit des Arbeitnehmers sondern die Wettbewerbssituation des Arbeitgebers an. So kann zum Beispiel auch die Buchhalterin eines Einzelhandelsunternehmens Konkurrenz dadurch ausüben, dass sie einen Nebenjob als Reinigungskraft in einem anderen Supermarkt antritt.

      Im Übrigen muss darauf geachtet werden, dass beide Arbeitsverhältnisse nicht gemeinsam die Höchstgrenzen des Arbeitszeitgesetzes überschreiten. Insbesondere die elfstündige Ruhezeit zwischen den täglichen Arbeitszeiten wird häufig durch abendliche Nebenjobs in Kneipen oder Diskotheken unterschritten. Hier hat der Hauptarbeitgeber Anspruch darauf, dass die Nebentätigkeit beschränkt wird.
      Während des Urlaubs darf der Arbeitnehmer keine dem Erholungszweck widersprechende Erwerbstätigkeit leisten.

      Was dem Erholungszeck dient oder widerspricht, ist abhängig vom Einzelfall. Körperliche Anstrengungen an frischer Luft (z.B. als Erntehelfer im Weinbau) können zum Beispiel durchaus zur Erholung vom „Schreibtischjob“ dienen und zulässig sein.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  21. Hallo,

    ich bin bisher immer davon ausgegangen dass es eine tarifrechtliche Sache ist ob man 2 Jobs bei demselben Arbeitgeber haben kann, z.B. im TVÖD im Öffentlichen Dienst. Ist das gesetzlich geregelt, sprich gilt es unabhängig von der Branche bzw. unabhängig ob ein Tarifvertrag besteht dass ein Hauptjob und ein Minijob immer als ein Arbeitsvertrag zu sehen ist?

    Wie sieht es mit dem Urlaubsanspruch aus?
    Der gesetzliche Urlaubsanspruch beträgt bei einer 5-Tage-Woche im Hauptjob 20 Tage. Im konkreten Fall wird der 6. Tag in der Woche durch den Minijob abgedeckt. Wird, was den Urlaubsanspruch angeht, bei 2 Jobs bei einem Arbeitgeber, dann ebenfalls von einem Arbeitsvertrag ausgegangen, sprich hat der Arbeitnehmer dann Anspruch auf 24 Tage bei einer so abgedeckten 6 Tage-Woche?

    Danke.

    1. Hallo Martin,

      übt ein Arbeitnehmer bei demselben Arbeitgeber gleichzeitig mehrere Beschäftigungen aus, ist ohne Rücksicht auf die arbeitsvertragliche Gestaltung sozialversicherungsrechtlich von einem einheitlichen Beschäftigungsverhältnis auszugehen. Die Art der jeweils ausgeübten Beschäftigung ist dabei unbedeutend. Es ist also nicht erforderlich, dass innerhalb eines Arbeitgebers gleiche oder funktionsverwandte Tätigkeiten ausgeübt werden. Die Annahme eines einheitlichen Beschäftigungsverhältnisses hat in der Praxis vor allem Bedeutung im Zusammenhang mit der Ausübung eines Minijobs. Ein 450-Euro-Minijob wird mit einer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung nicht zusammengerechnet. Liegt aber ein einheitliches Beschäftigungsverhältnis vor, muss die Minijob-Beschäftigung mit der Hauptbeschäftigung zusammengerechnet werden. Der gesamte Verdienst ist dann versicherungspflichtig an die Krankenkasse zu melden.

      Zu Ihrer zweiten Frage bezüglich des Urlaubsanspruchs: Wir gehen davon aus, dass es sich in Ihrem geschilderten Fall um ein einheitliches Beschäftigungsverhältnis handelt. Somit richtet sich der Urlaubsanspruch nach den gesamten geleisteten Wochenarbeitstagen. Das Bundesurlaubsgesetz gesteht jedem Arbeitnehmer in Deutschland mindestens 24 Werktage bezahlten Urlaub im Jahr zu. Sehen Tarif-oder Arbeitsverträge einen längeren Urlaubsanspruch vor, gilt auch dieser entsprechend für den Minijobber. Einen Anspruch auf 24 Werktage im Jahr haben Beschäftigte, die an sechs Tagen in der Woche arbeiten.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  22. Frage: wie ist es mit der Verteilung der wöchentlichen Stunden?
    Darf man im Minijob bei einem Stundenlohn von 10,00 € in einer Woche 20 Stunden
    arbeiten und in der nächsten Woche dafür nicht?

    1. Hallo Frau Berg,

      die arbeitsvertragliche Vereinbarung der wöchentlich zu leistenden Stunden obliegt Ihrem Arbeitgeber zusammen mit Ihnen. Als Minijob-Zentrale erteilen wir lediglich Auskünfte zur versicherungsrechtlichen Beurteilung der Beschäftigung. Ein 450-Euro-Minijob liegt demnach immer dann vor, wenn Ihr durchschnittlicher monatlicher Verdienst 450 Euro nicht überschreitet.

      Abschließend empfehlen wir Ihnen eine Beratung beim Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit- und Soziales zum Thema Arbeitsrecht. Das Bürgertelefon erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  23. Ich hab da eine Frage.. wenn man Vollzeit bei einen Pflegedienst arbeitet darf ich dann bei einen anderen pflegedienst auf basis arbeiten?

    1. Hallo,

      neben einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung (Vollzeitjob) können Sie einen 450-Euro-Minijob ausüben.

      Nebentätigkeiten müssen vom Hauptarbeitgeber nicht genehmigt werden. Der Arbeitnehmer ist jedoch verpflichtet, eine geplante Nebentätigkeit vor Aufnahme anzuzeigen, wenn dies vertraglich/tarifvertraglich vereinbart ist oder die Interessen des Arbeitgebers tangieren kann. So hat der Arbeitgeber zum Beispiel ein berechtigtes Interesse daran, zu erfahren,

      · ob der Arbeitnehmer im Konkurrenzbereich tätig wird,
      · sozialversicherungsrechtliche Überschneidungen bestehen (450-Euro-Jobs) oder
      · die Grenzen des Arbeitszeitgesetzes durch die Nebentätigkeit die Haupttätigkeit beeinträchtigen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  24. Guten Tag, ich aber eine frage, ich arbeiten bei eine Firma an 450 euro Basis, ich verdient circa 200 euro, dann ich will noch eine jobs da zu verdint 180 euro mit andere Firma gehts so? Mit 2 Firma.
    Vielen Dank.

    1. Hallo darf ich in einer Unternehmensgruppe mit mehreren Häusern/Pflegeheimen. In dem einen Heim festgestellt sein (Hauptjob) und in den anderen auf 450,- Euro arbeiten? Die Heime liegen ca 50 km auseinander und arbeiten soweit eigenständig Der Arbeitsvertrag wurde von einem anderen Betrieb mit dem Arbeitnehmer abgeschlossen. Durch Verkauf des Hauses wurden die Arbeitsverträge für 1 Jahr von der oben genannten Gruppe übernommen. Sodass nun beide Jobs in der selben Unternehmensgruppe wären. Vielen Dank

      1. Hallo Rolly,

        wenn es sich wie bereits im Blogbeitrag geschildert um zwei gleiche juristische Personen handelt liegt ein einheitliches Beschäftigungsverhältnis vor. Hat der Arbeitgeber mehrere Betriebsstätten, ist unabhängig davon, in welchen Betrieben (Häusern/Pflegeheimen) Sie die Beschäftigung ausüben, von einem einheitlichen Beschäftigungsverhältnis auszugehen.

        Freundliche Grüße

        Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  25. Guten Tag, ich habe hier eine Anfrage ob folgende Konstellation geht: Ein Arbeitnehmer X hat eine Hauptbeschäftigung bei einem Unternehmen A. Ferner einen Minijob bei einem fremden Unternehmen B. Dieses verleiht X an Unternehmen A (Erlaubnis Arbeitnehmerüberlassung liegt vor). Dort macht er die identische Arbeit wie in seiner Hauptbeschäftigung.

    LG Iris

    1. Hallo Iris,

      privatrechtliche Vereinbarungen, die zum Nachteil des Sozialleistungsberechtigten von den Vorschriften des Sozialgesetzbuchs abweichen, sind nach § 32 Sozialgesetzbuch -Erstes Buch- (SGB I) nichtig.

      Dies gilt insbesondere im Fall der Arbeitnehmerüberlassung, wenn ein Teil des Arbeitsverhältnisses auf ein Leiharbeitsunternehmen übergeht, dieses die Arbeitnehmer „zurück“ verleiht und diese dort die gleichen bzw. (berufstypisch) vergleichbare Tätigkeiten unter gleichen Direktiven wie bisher verrichten.

      Wir möchten Ihnen diesen Sachverhalt an einem Beispiel verdeutlichen:

      Die Z GmbH beschäftigt mehrere Arbeitnehmer als Verkäufer in ihren Supermärkten. Für die Regalauffüllung mit neuen Waren aus Sonderaktionen lässt sie sich diese Arbeitnehmer über ein Leiharbeitsunternehmen im Rahmen geringfügiger Beschäftigungen verleihen. Die Beschäftigungen werden im Rahmen einheitlicher Beschäftigungsverhältnisse ausgeübt, da die berufstypische Mehrarbeit der Arbeitnehmer für die Z GmbH über ein Verleihunternehmen eine zum Nachteil des sozialversicherungsrechtlichen Schutzes der Arbeitnehmer führende Vertragsgestaltung darstellt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    2. Hallo Anina Maria,

      ja, das ist möglich. Wenn Sie keine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung haben, können Sie mehrere 450-Euro-Minijobs nebeneinander ausüben. Der gesamte monatliche Verdienst darf jedoch durchschnittlich 450 Euro nicht überschreiten.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  26. Hallo! Wenn ich als Geschäftsführer einer GmbH angestellt bin und dazu noch ein Nebengewerbe als Reinigungskraft anmelde, darf ich da in der GmbH putzen und dieser dann mtl eine Rechnung stellen?

    1. Hallo,
      die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs. Bei Minijobs handelt es sich um abhängige Beschäftigungsverhältnisse.
      Wir empfehlen Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer Fragestellung an Ihr zuständiges Finanzamt wenden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  27. Hallo,

    wie sieht es aus, wenn ein Arbeitnehmer bei einem Einzelunternehmen SV-pflichtig beschäftigt wird und bei einer GmbH & Co.KG als 450,00 € Kraft. Der Einzelunternehmer ist von der GmbH 100 %-iger Gesellschafter. Die ausgeführten Tätigkeiten sind bei beiden Unternehmen sehr ähnlich.

    1. Hallo,

      grundsätzlich handelt es sich bei einem Einzelunternehmen und einer GmbH & CO KG um zwei unterschiedliche juristische Personen. Zwei parallel bestehende Beschäftigungsverhältnisse sind daher grundsätzlich nicht ausgeschlossen.

      Jedoch sind zeitgleich bestehende Arbeits-/Auftragsverhältnisse mit Ein-Personen-GmbHs, deren Leitung zwar rechtlich dem jeweiligen Organ (Geschäftsführer) bzw. der jeweiligen juristischen Person (Ein-Personen-GmbH) obliegt, hinter dem aber der Geschäftsführer als Alleingesellschafter und damit stets ein und dieselbe natürliche Person steht, einer kritischen Prüfung zu unterziehen.

      Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir eine so umfangreiche Prüfung im Rahmen unseres öffentlichen Blogs nicht vornehmen können.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  28. Hallo liebes Team,

    ich glaube zwar die Antwort zu kennen aber sicher ist sicher.
    Es geht um das Arbeitsverhältnis in zwei Geschäften die einem Inhaber gehören. Beide Geschäfte haben eine eigene Betriebsnummer. Können die Angestellten in einem Geschäft sozialversicherungspflichtig und im anderen sozialversicherungsfrei beschäftigt werden.

    Vielen Dank für die Antwort.

    1. Hallo,

      auch hier gilt: Wichtig für die Beurteilung ist, wer den anderen Part der Vertragsbeziehung ausübt. Handelt es sich hier um ein und dieselbe juristische Person, ist von einem einheitlichen Beschäftigungsverhältnis auszugehen – unabhängig davon, welche Betriebsnummern für die Geschäfte vergeben sind. Handelt es sich um unterschiedliche juristische Personen, ist grundsätzlich von zwei getrennt zu beurteilenden Beschäftigungsverhältnissen auszugehen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  29. Hallo ich habe noch eine Frage zu einem obigen Thema:
    Wenn ein Mitarbeiter sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist bei Arbeitgeber A und einen Minijob bei Arbeitgeber B hat (das eine GmbH und das andere GmbH und Co kG), dann ist das ja völlig in Ordnung. Wenn nun aber der Mitarbeiter mit der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung beim Arbeitgeber A pädagogische Dienste in einer Wohngruppe macht und diese Dienste normal abgerechnet bekommt und der gleiche Mitarbeiter aber auch in der gleichen Wohngruppe einen anderen Dienst macht (hier Nachtbereitschaft) und vom Arbeitgeber B über einen Minijob abgerechnet bekommt, der (der Arbeitgeber B) aber diese Tätigkeit an den Arbeitgeber A verkauft, … geht das? Werden dann die Beschäftigungsverhältnisse , weil sie allesamt beim Arbeitgeber A “stattfinden”, zusammengerechnet? Es sind ja zwei Arbeitgeber mit rechtlich getrennten Arbeitsverhältnissen, aber mit einer Tätigkeit in der gleichen Wohngruppe, jedoch mit getrennten “Diensten”. ???

    1. Hallo,

      Sie schildern, dass der Arbeitnehmer eine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung bei Arbeitgeber A und einen Minijob bei Arbeitgeber B hat. Ihre Erläuterung verstehen wir so, dass es sich bei beiden Arbeitgebern – A betreibt eine GmbH und B eine GmbH und Co KG – um unterschiedliche juristische Personen handelt. Damit wäre grundsätzlich von zwei unterschiedlichen Beschäftigungsverhältnissen auszugehen, selbst wenn der vertraglich vereinbarte Beschäftigungsort in beiden Tätigkeiten der gleiche wäre.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      1. Sie haben genau richtig verstanden. Ein Arbeitnehmer ist bei GmbH-Arbeitgeber A (sozialversicherungspflichtig) und bei GmbH&CoKG-Arbeitgeber B (Minijob) angestellt und arbeitet bei Arbeitgeber A hier: im pädagogischen Dienst. Er hätte grundsätzlich Tagdienste und Nachtdienste abzuleisten. Die Tagdienste würden über Arbeitgeber A abgerechnet und die Nachtdienste über Arbeitgeber B auf Minijobbasis. Sie schreiben: “… selbst wenn der vertraglich vereinbarte Beschäftigungsort in beiden Tätigkeiten der gleiche wäre.” Kann man dann dem noch hinzufügen, dass es dann darüber hinaus auch egal wäre, wenn es sich in diesem Fall um ähnlich gelagerte Tätigkeiten am gleichen Arbeitsort handelte? Wenn der Arbeitsort egal ist, ist das ja schon mal toll, aber ist dann auch egal, ob es sich bei beiden Beschäftigungen um ähnlich gelagerte Tätigkeiten handelt?

    2. Hallo,

      grundsätzlich gilt, dass bei zwei Arbeitsverträgen bei zwei unterschiedlichen Arbeitgebern (jeweils verschiedene juristische Personen) von zwei unabhängigen Beschäftigungen auszugehen ist. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir an dieser Stelle keine umfassende rechtliche Beurteilung vornehmen können. Für weitere Detailfragen dürfen Sie sich aber gerne schriftlich an uns wenden. Unser Kontaktformular finden Sie unter minijob-zentrale.de.

      https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/01_grundlagen/01_450_euro_gewerbe/node.html

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      1. Das könnte das Hauptzollamt aber ganz anders beurteilen, besonders wenn die GmbH und die GmbH & Co. KG in einer gewissen Beziehung zueinander stehen,
        z. B. wenn die Geschäftsführung ähnlich bis gleich ist oder gar die GmbH als Komplementär, also als Vollhafter zur GmbH & Co. KG fungiert und dann noch die Tätigkeiten ähnlich gelagert sind!

        1. Hallo,

          wir beziehen uns hier ausschließlich auf grundsätzliche Regelungen. Wir stimmen Ihnen zu in der Aussage, dass Beschäftigungen bei verschiedenen Arbeitgebern mit besonderer Verflechtung zum sozialversicherungsrechtlichen Schutz von Arbeitnehmerinteressen und zur Abwehr möglicher Manipulationsmöglichkeiten zu Lasten der Solidargemeinschaft kritisch beurteilt werden sollten – insbesondere, wenn die Leitung dieser Unternehmen zwar dem jeweiligen Organ (z. B. Geschäftsführer) der jeweiligen juristischen Person (z. B. Ein-Personen-GmbH) obliegt, hinter dem aber der Geschäftsführer als Alleingesellschafter und damit stets ein und dieselbe natürliche Person steht. Aus diesem Grund können wir im Rahmen dieses Blogs auch keine Einzelfallbeurteilungen vornehmen. Diese wäre nur im Rahmen einer schriftlichen Einzelfallanfrage möglich.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    1. Hallo Laura,

      wenn Sie Ihre Ausbildung und einen Minijob bei ein und demselben Arbeitgeber ausüben ist grundsätzlich von einem einheitlichen Beschäftigungsverhältnis auszugehen. Beide Beschäftigungen müssten dann einheitlich versicherungspflichtig zu Ihrer Krankenkasse gemeldet werden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  30. Hallo Team der Minijob-Zentrale ,
    wie sieht es mit einem Betriebsrentner aus, der auf 450€ Basis beim alten Arbeitgeber weiter beschäftigt werden möchte? Ist hier auch von einem einheitlichen Beschäftigungsverhältnis auszugehen? Oder darf der Betriebsrentner als Minijobber beschäftigt werden? (mit pauschaler RV/KV und pauschale Lohnsteuer)

    Viele Grüße
    Pauly

    1. Hallo Pauly,

      ein Betriebsrente ist eine Form der betrieblichen Altersvorsorge. Sofern der betreffende Arbeitnehmer von Ihrem Unternehmen nur eine Betriebsrente erhält, ist dies kein abhängiges Beschäftigungsverhältnis. Ein 450-Euro-Minijob ist in diesem Zusammenhang bei demselben Unternehmen unschädlich.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  31. Hallo,
    ich bin Freiberufler und darf ja, wei jeder andere auch zusätzlich einen 450 Euro-Job ausüben. Wie ist das denn hier mit der 1 Arbeitgeber-Regel. Kann ich neben den monatlich abgerechneten Aufträgen auch Stunden über einen 450 Eeuro job bei der selben Firma machen?
    VG

    1. Hallo Uwe,

      grundsätzlich ist eine selbständige Tätigkeit neben einem gleichzeitig bestehenden abhängigen Beschäftigungsverhältnis bei demselben Arbeit- bzw. Auftraggeber rechtlich möglich.

      Da uns keine genaueren Informationen vorliegen, können wir Ihre Frage nur allgemein beantworten.

      Werden die Beschäftigung und die selbständige Erwerbstätigkeit bei einem Arbeitgeber unabhängig voneinander ausgeübt, liegt eine sogenannte gemischte Tätigkeit vor, bei der die abhängige Beschäftigung und die selbständige Erwerbstätigkeit nebeneinander stehen und rechtlich getrennt zu beurteilen sind. Allerdings gelten aufgrund der weisungsgebundenen Eingliederung im Rahmen der Beschäftigung und der erforderlichen weisungsfreien Ausgestaltung der selbständigen Tätigkeit strenge Maßstäbe für das tatsächliche Vorliegen einer selbständigen Erwerbstätigkeit.

      Eine selbständige Erwerbstätigkeit liegt in diesem Zusammenhang nicht vor, wenn der vermeintlich selbständige Teil der Tätigkeit nur aufgrund der abhängigen Beschäftigung ausgeübt wird, in dieser zeitlich, örtlich, organisatorisch und inhaltlich eingebunden, im Verhältnis zur Beschäftigung nebensächlich ist und daher insgesamt wie ein Teil der abhängigen Beschäftigung erscheint. Für die Abgrenzung kommt es in erster Linie auf die tatsächlichen Verhältnisse an; die zivilrechtliche Vertragsgestaltung hat – insbesondere bei einem Auseinanderfallen von tatsächlichen und vertraglichen Vereinbarungen – keine ausschlaggebende Bedeutung. Die im Rahmen der selbständigen Erwerbstätigkeit übertragenen Aufgaben müssen sich demnach strikt vom Tätigkeitsfeld der abhängigen Beschäftigung abgrenzen lassen. Tätigkeiten im Rahmen der selbständigen Erwerbstätigkeit dürfen sich somit nicht als Ausfluss aus dem Beschäftigungsverhältnis darstellen.

      Abschließend empfehlen wir Ihnen eine versicherungsrechtliche Beurteilung bei der Clearingstelle der Deutschen Rentenversicherung Bund zu beantragen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  32. Liebes Team,
    wie vehält es sich in dem Fall, dass zwei Arbeitsverträge bei verschiedenen GmbH?s unterzeichnet wurden, die in eindeutigem Zusammenhang stehen und man aber nur für die eine GmbH gearbeitet hat ?

    1. Hallo,

      Sie haben die Arbeitsverträge bei unterschiedlichen Arbeitgebern abgeschlossen. Es handelt sich um zwei rechtlich unterschiedliche Arbeitgeber, auch wenn beide eng miteinander verflochten sind. Es liegt daher kein einheitliches Beschäftigungsverhältnis vor.

      Da Sie nur in einer GmbH tätig wurden, liegt unserer Meinung nach nur eine Beschäftigung vor.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      1. Liebes Team,
        zunächst einmal vielen Dank für Ihre Antwort ! Schön, dass es sie gibt.

        Verstehe ich das jetzt richtig, dass ich die 450,00 Euro dem Hauptjob zurechnen darf ?

        Ich habe 32 Arbeitsstunden im Hauptvertrag und 8 Stunden im Nebenjob.
        Ich arbeite aber seit 10 Jahren nur und ausschließlich 40 Stunden im Hauptjob.

        Wenn dem nicht so ist, würde das ja bedeuten, dass jeder Arbeitgeber nur eine zweite GmbH gründen müsste, um sich um die Sozialabgaben für den Nebenjob zu drücken.

        Was passiert, wenn ich krank oder arbeitslos werde ? Der Nebenjob findet dann ja keinerlei Berücksichtigung.

        Muss nicht einfach der Arbeitgeber die Sozialabgaben nachzahlen , weil die 450,00 Euro dem normalen Gehalt zuzurechnen sind ?
        Ich habe in der zweiten GmbH nie gearbeitet, aber trotzdem 40 Stunden.

        Ganz viele Grüße und ganz lieben Dank !

    2. Hallo,

      wenn Sie nur für eine der GmbHs arbeiten und die Stunden, wie Sie sagen im “Hauptvertrag” geleistet werden, ist nur von einer Beschäftigung auszugehen. Sozialversicherungsbeiträge müssen dann vom gesamten Entgelt gezahlt werden. Daraus haben Sie dann Ansprüche aus der Kranken- und Arbeitslosenversicherung.
      Wieso Sie zwei Arbeitsverträge haben, ist für uns nicht nachvollziehbar.

      Klären Sie bitte mit Ihrem Arbeitgeber oder Ihren Arbeitgebern, ob Sie eine oder mehrere Beschäftigungen haben, die getrennt abgerechnet werden dürfen.

      Darüber hinaus können Sie sich mit arbeitsrechtlichen Fragen an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales wenden. Das erreichen Sie montags bis donnerstags von 8:00 Uhr bis 20:00 Uhr unter der Telefonnummer 030 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  33. MA ist bei A beschäftigt und befindet sich in Elternzeit. Während der Elternzeit möchte MA bei A auf 450,00 Euro-Basis arbeiten. Ist dies mögich?

    1. Hallo Wobby,

      neben einer Hauptbeschäftigung darf man normalerweise genau einem Minijob nachgehen, jedoch nicht bei demselben Arbeitgeber. Da die Hauptbeschäftigung aber während der Elternzeit ruht, kann die betreffende Mitarbeiterin in dieser Zeit auch beim gleichen Arbeitgeber einen 450-Euro-Minijob ausüben.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  34. Hauptbeschäftigung ganzes Jahr bei Firma A.
    Kurzfristige Beschäftigung Mai + Juni + Oktober bei Firma B, ca. 100€ im Monat
    Minijob Juli + August bei Firma C, ca. 200€ im Monat.

    Ist das einer der Minijobs steuerpflichtig mit Steuerklasse 6? Und wenn ja, welcher?

    Und was ist, wenn Minijob bei Firma C ab April-Dezember wäre, also sich mit Firma B überschneidet? Steuerpflichtig und wenn ja, welcher?

    1. Hallo,

      die Hauptbeschäftigung wird nach den regulären Lohnsteuermerkmalen des Arbeitnehmers versteuert.

      Bei 450-Euro-Minijobs bestimmt der Arbeitgeber die Art der Besteuerung. Er entscheidet, ob der Minijob pauschal mit zwei Prozent versteuert wird oder individuell nach der Lohnsteuerklasse des Minijobbers.
      Die Pauschsteuer von zwei Prozent meldet und zahlt der Arbeitgeber an die Minijob-Zentrale. Der Minijob ist damit steuerlich abgegolten.
      Hat er sich dagegen für die individuelle Lohnsteuer (Steuerklasse VI, wenn bereits eine Hauptbeschäftigung vorliegt) entschieden, zahlt er diese direkt an das zuständige Finanzamt. Der Minijobber gibt den Minijob dann in seiner Steuererklärung an.
      Unter beigefügten Link finden Sie umfangreiche Informationen zur Besteuerung von 450-Euro-Minijobs.
      https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/03_infos_fuer_arbeitgeber_und_entgeltabrechner/07_was_steuerlich_beachten/01_besteuerung_450/node.html

      Auch bei kurzfristigen Minijobs wählt der Arbeitgeber die Art der Besteuerung. Er kann dabei auf zwei Arten versteuern:
      – Individuell nach der Steuerklasse des Minijobbers (Steuerklasse VI, wenn bereits eine Hauptbeschäftigung vorliegt) oder
      – unter bestimmten Voraussetzungen pauschal in Höhe von 25 Prozent.

      Unabhängig davon, ob der kurzfristige Minijob individuell oder pauschal versteuert wird, erhält immer das Finanzamt diese Steuer und ist damit auch zuständiger Ansprechpartner.
      Unter beigefügten Link finden Sie umfangreiche Informationen zur Besteuerung von kurzfristigen Beschäftigungen.

      https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/01_grundlagen/02_kurzfristige_gewerbliche_minijobs/08_steuerrecht/node.html

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  35. Hallo Angeluka,

    wie in unserem Blog-Beitrag beschrieben, ist entscheidend, ob es sich aus rechtlicher Sicht, um verschiedene Arbeitgeber handelt. Um verschiedene Arbeitgeber handelt es sich auch, wenn beispielsweise mehrere GmbHs von demselben Geschäftsführer geführt werden.

    Freundliche Grüße

    Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  36. Ich lese gerade, ein Nebenjob beim gleichen Arbeitgeber ist nicht erlaubt. Viele meiner ehemaligen Arbeitskollegen arbeiten beim gleichen Arbeitgeber. Die Heine liegen 5 Km auseinander. Das ginge wohl dann auch nicht, oder?

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