Lesezeit: 1 Minute

Minijob oder Midijob – Was passiert mit der Krankenkasse? (Nachgefragt #20)

Häufig wird Minijobbern von ihren Arbeitgebern angeboten, monatlich mehr als 450 Euro zu verdienen. Frieda aus Mühlacker ist Hausfrau und hat nun ebenfalls die Möglichkeit, ihren Minijob in einen sogenannten Midijob umzuwandeln. Sie ist derzeit bei der Krankenkasse ihres Ehemanns familienversichert und möchte wissen, ob sie sich bei einem Midijob selbst krankenversichern muss?

Beantwortet! von Robin aus dem Service-Center:

Hallo Frieda,

ja, wenn Sie einen Midijob ausüben, müssen Sie sich selbst bei einer Krankenkasse versichern. Der Krankenversicherungsschutz ist einer der wesentlichen Unterschiede zwischen einem Minijob und einem Midijob. Als Midijobberin werden Sie versicherungspflichtige Arbeitnehmerin in der Krankenversicherung. Die Krankenkasse, bei der Sie versichert sein möchten, können Sie selbst auswählen.

Der Midijob beginnt bei 450,01 € im Monat

Entscheidend für die Frage, wo der Minijob aufhört und der Midijob beginnt, ist die Höhe des monatlich zu erwartenden Durchschnittsverdienstes:

  • Beläuft sich dieser Verdienst auf maximal 450 € im Monat, liegt ein 450-Euro-Minijob vor.
  • Beträgt er mehr als 450 €, aber nicht mehr als 850 € im Monat, handelt es sich um einen Midijob.

Reduzierte Sozialversicherungsbeiträge für Midijobber

Während Sie als Arbeitnehmerin in einem Minijob maximal Beiträge zur Rentenversicherung zahlen, fallen in einem Midijob für Sie zusätzlich auch Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung an. Der Vorteil bei einem Midijob besteht darin, dass Sie als Arbeitnehmerin für den vollen Sozialversicherungsschutz reduzierte Beiträge zahlen. Bis zur Grenze von 850 Euro wird Ihr Beitragsanteil als Midijobberin schrittweise nach oben angepasst.

Tipp: Mit dem Gleitzonenrechner der Deutschen Rentenversicherung können Sie die Höhe der Beiträge, die von Ihnen und Ihrem Arbeitgeber zu zahlen sind, individuell berechnen.

Welchen Leistungsvorteil bringt der Midijob?

Als Midijobberin können Sie das volle Leistungspaket der Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung in Anspruch nehmen. Beispielsweise wird Ihnen bei einer längeren Erkrankung – nach dem Ende der sechswöchigen Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber – ein Krankengeld von Ihrer Krankenkasse gezahlt. Sollten Sie Ihren Midijob verlieren und arbeitslos werden, erhalten Sie Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur.

Eine andere Frage zur Krankenversicherung für Minijobber haben wir hier beantwortet. Weitere Infos zu Midijobs gibt es auch auf minijob-zentrale.de .

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Doc
Doc
2 Monate zuvor

Kann das mal jemand updaten? Den verlinkten Gleitzonenrechner gibt es nicht mehr und seit Mitte 2019 geht die Zone bis 1300 EUR (statt 850) und heißt jetzt Übergabgsbereich!

Tom
Tom
Reply to  Doc
2 Monate zuvor

Ist das so?

Robert Walter
Robert Walter
3 Monate zuvor

Hallo,
meine Frau war vorher nicht krankenversichert durch Zuzug nach Deutschland.
Sie hatte jetzt 2 Monate einen Midijob mit 450€ Gehalt. Nach 2 Monaten wurde sie wieder entlassen wg. Insolvenz. Ist Sie weiterhin gesetzlich krankenversichert?

mfG

Robert Walter
Robert Walter
Reply to  Robert Walter
3 Monate zuvor

sorry, natürlich 550 € Gehalt

Tom
Tom
Reply to  Robert Walter
2 Monate zuvor

Das klingt dubios..

Kkk
Kkk
3 Monate zuvor

Kann ich einen midijob als haushaltshilfe in meiner eigenen familie annehmen? Also können mich meine minderjährigen, pflegebedürftigen kinder qnstellen oder mein ehepartner, so dass ich dann einzahlungen in die rentenversicherung habe und quch eine eigene krankenversicherung?

Horst Lober
Horst Lober
7 Monate zuvor

Ich habe folgende Frage und außergewöhnliche Situation. Ich bin über 55 und seit vielen Jahren privat krankenversichert, weil ich selbstständig war. Jetzt habe ich meine Selbständigkeit aufgegeben und möchte einen midijob annehmen, mit monatlich 650,00 Euro. Mein derzeitiger Krankenversicherungsbeitrag inclusive Zuschlag und Pflegegeldversicherung beträgt monatlich 515 €. Wie wird der Krankenversicherungsbeitrag für den Arbeitgeber und mich in diesem Fall aufgeteilt?

Felix
Felix
8 Monate zuvor

Hallo, ich(16 J.) arbeite momentan bei einem 100 Euro Minijob und möchte nun zusätzlich einen 450 Euro Minijob annehmen. Jetzt würde ich gerne wissen wie viel Sozialversicherungsbeiträge ich zahlen muss, wenn ich über meine Mutter privatversichert bin.
Mit freundlichen Grüßen
Felix

Last edited 8 Monate zuvor by Felix
pinki444
pinki444
11 Monate zuvor

Hallo, ich arbeite auf 450 €und bin bei der Minijobzentrale angemeldet als Hauswirtschaftspflege. Ich pflege in diesem Haushalt auch noch diese selbige Persone. Soll dafür anteilig das Pflegegeld bekommen.
Muss ich das zusätzlich anmelden?
Auf eine Antwort würde ich mich freuen.
Mit freundlichen Grüßen Petra

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  pinki444
11 Monate zuvor

Hallo Petra,

das Thema Pflege ist sehr komplex und die Beurteilung ist von individuellen Faktoren, wie beispielsweise der Höhe Ihres gesamten Verdienstes, der Pflegestufe und der Höhe des Pflegegeldes abhängig. Bitte haben sie Verständnis dafür, dass wir Ihren Sachverhalt in unserem öffentlichen Blog aufgrund des Datenschutzes nicht individuell beurteilen können. Für weitere Detailfragen dürfen Sie sich aber gerne schriftlich an uns wenden. Unser Kontaktformular finden Sie unter minijob-zentrale.de. https://t1p.de/MJZE-Kontakt
Gern beurteilen unsere Kolleginnen und Kollegen Ihren Fall individuell.
Vielleicht interessiert Sie vorab auch unser Blogbeitrag “Sind Pflegepersonen als Minijobber anzumelden?”: https://t1p.de/Blogbeitrag-Pflegeperson-als-Minijobber

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Schotten ,Herbert
Schotten ,Herbert
1 Jahr zuvor

Hallo, ich bin seit einigen Monaten in der Altersrente (66) und zahle einen
freiwilligen Beitrag zur Krankenversicherung (ca 220€) . Wenn ich einen Midijob
annehme muss ich ja Krankenversicherung bezahlen. Fällt dann die freiwillige Versicherung weg ?

Annette
Annette
1 Jahr zuvor

Ich (20J) bin bis Mitte September 2020 in schulischer Ausbildung, plane ab Feb 2021 mit einem Komilitonen eine Selbständigkeit zu starten (der dann erst fertig ist mit der Ausbildung) und möchte in der Übergangszeit einen mir angebotenen 450€ Job annehmen von dem Betrieb, wo ich aktuellim Praktikum bin. Derzeit bin ich über meine Eltern (Beihilfe und PKV) krankenversichert. Ich habe mich zu Mitte September erst mal arbeitssuchend gemeldet, um die Formvorschriften und Fristen einzuhalten. Wenn ich nun in der Phase zwischen Ende der schulischen Ausbildung und Start der Selbständigkeit die 6 Monate den Minijob annehme und dieser mehr als 20 Stunden/Woche umfasst verstehe ich dass meine Eltern kein Kindergeld mehr bekommen (wg. >20h) ich somit nicht mehr beihilfeberechtigt/familienversichert wäre aber auch nicht pflichtversichert, da 450€. Wie wäre ich in dem Fall denn dann sozialversichert, insb. krankenversichert? P.S. Ich bekomme weder ALG I, da keine Anwartschaft (schulische Ausbildung) noch ALG II (wohne noch bei Eltern, Familieneinkommen zu hoch für ALG II), das ist aber nicht der Punkt es geht nur darum in der Übergangszeit krankenversichert zu sein.

Heiner Wunderlich
Heiner Wunderlich
1 Jahr zuvor

Heiner Wu.

Ich bin zwar laut Personalausweis 64 Jahre alt,
bin noch sehr rüstig und so gut wie nie krank, und noch voll aktiv im Beruf.
Bin allerdings seit 2005 oder 2007 in der PKV, und will wieder in die GKV wechseln.

Meine Frage, Durch eine Ausübung mit Hilfe eines Mini – Midi Jobs auch im
Gartenbau, komme ich doch somit in die GKV
Das ist doch möglich und ich bleibe doch dabei.

Auf eine plausible Antwort würde ich mich sehr freuen.

Gruß WU

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Reply to  Heiner Wunderlich
1 Jahr zuvor

Hallo Herr Wunderlich,

allgemein können wir Ihnen mitteilen, dass Sie über einen 450-Euro-Minijob nicht gesetzlich krankenversichert sind. Ab einem monatlichen durchschnittlichen Verdienst über 450 Euro sind Arbeitnehmer dem Grunde nach über die Beschäftigung krankenversichert.

Die Zuständigkeit für versicherungspflichtige Beschäftigungen obliegt den gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland. Wir bitten Sie daher, sich im Rahmen der Beratung eines Wechsel von der privaten in eine gesetzliche Krankenversicherung an Ihre letzte gesetzliche Krankenkasse zu wenden.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Sabine Eckhardt
Sabine Eckhardt
1 Jahr zuvor

Hallo Service – Center ,
ich arbeite als Minijoberin und möchte gerne noch endweder einen Midijob oder eine Teilzeitstelle .
Gibt es Vorteile bei einem Midijob gegenüber Teilzeit ?
Lg Sabine

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Reply to  Sabine Eckhardt
1 Jahr zuvor

Hallo Sabine,

grundsätzlich dürfen Sie neben einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung genau einen 450-Euro-Minijob sozialabgabenfrei ausüben. Eine versicherungspflichtige Beschäftigung (Teilzeit oder Midijob) liegt ab einem durchschnittlichen monatlichen Verdienst von über 450 Euro vor.

Eine Teilzeitstelle kann somit auch gleichzeitig ein Midijob sein. Versicherungspflichtige Beschäftigungen werden durch Ihren Arbeitgeber bei Ihrer zuständigen Krankenkasse gemeldet. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Ihre Krankenkasse.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Padinger
Padinger
1 Jahr zuvor

Hallo,
wer kann mir bitte helfen?
Ich versorge meinen blinden Vater und bekomme dafür das Pflegegeld in Höhe von 316€.
nun möchte mein Vater mich zusätzlich als Midi Jobber anmelden. Geht das?

Da ich jeden Tag von Mo – Son von Rosenheim zu Ihm nach München fahre.
Meine Aufgaben: Pflege, Einkaufen, kochen, putzen, sämliches schriftliche erledige, Arzt Termine und Besuche, etc

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Liebe Grüße

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Reply to  Padinger
1 Jahr zuvor

Hallo,

grundsätzlich ist kein Beschäftigungsverhältnis anzunehmen, wenn an die Pflegeperson nur das Pflegegeld entsprechend des Pflegegrades weitergereicht wird. Pflegeperson sind Sie, wenn Sie nicht erwerbsmäßig einen Pflegebedürftigen oder mehrere Pflegebedürftige in häuslicher Umgebung pflegen.

Die Pflege durch Ehegatten/Lebenspartner, Familienangehörige oder Verwandte bzw. Verschwägerte oder im selben Haushalt lebende Personen stellt sich grundsätzlich als nicht erwerbsmäßig dar – unabhängig von der Höhe des Verdienstes – weil in der Regel keine eigenständige Vergütung für die Pflege vereinbart ist, sondern das Pflegegeld als finanzielle Anerkennung für die aufopfernde Hilfe weitergereicht wird.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

sabine
sabine
Reply to  dieminijobzentrale
1 Jahr zuvor

Lieben Dank für Ihre Antwort! Wäre/ ist es also möglich?

LG

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Reply to  Padinger
1 Jahr zuvor

Hallo Sabine,

wie oben beschrieben ist eine Anmeldung nicht notwendig, wenn die Pflege durch den Ehegatten/Lebenspartner, Familienangehörige oder Verwandte übernommen wird. Unabhängig von der Höhe des Verdienstes.

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre zuständige gesetzliche Krankenkassen.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Nicole
Nicole
1 Jahr zuvor

Hallo, kann ich im Midijob mit 750€ monatlich privat krankenversichert sein wenn meine priv. KV damit einverstanden ist ?

MfG,
Nicole Stefan

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Reply to  Nicole
1 Jahr zuvor

Hallo Nicole,

die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs.
In diesem Zusammenhang informieren wir zu allgemeinen Fragen zum Thema Midijob.
Wir bitten daher um Ihr Verständnis, dass wir Ihre konkrete Frage nicht beantworten können.

Bitte wenden Sie sich mit Ihrer Anfrage an Ihren zuständigen Krankenversicherungsträger.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Sophia
Sophia
1 Jahr zuvor

Sehr geehrtes Team Minijob,

ich beginne zurzeit meinen Midi Job als HiWI an meiner Universität – Bezahlung in der Höhe von 920 euro brutto. Früher arbeitete ich auch an gleicher Stelle in der Form von Mini JOB (weniger als 450euro) und bezahlte separat die Krakenversicherung als Studentin ca. 95 Euro an AOK. Gemäß meinem Verstandnis, da ich jetzt eine Midi JOB beginne, wird auch von meinem brutto Gehalt der KV Beitrag abgezogen und ich durch den Arbeitnehmer krankenversichert sei. Dies würde bedeuten, dass ich diese zusätzliche ca 95 Euro nicht mehr bezahlen muss und über den Arbeitsgeber vollversichert bin? BIn ich hier richtig? VIelen Dank für die Antwort vorab.

mit freundlichen Grüßen,
Sophia

Anonym
Anonym
Reply to  Sophia
1 Jahr zuvor

Genau richtig, du zahlst Angaben, dafür bist du aber auch versichert.
Zur Info… Bei mir waren es 400 euro, die Aufsicht CH an die AOK zahlen müsste.

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Reply to  Sophia
1 Jahr zuvor

Hallo Sophia,

bei einem Midijob handelt es sich um eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Somit fallen im Rahmen dieser Beschäftigung grundsätzlich Pflichtbeiträge zur Sozialversicherung an.

Ihr Midijob oder ggf. Ihre Werkstudententätigkeit, ist durch Ihren Arbeitgeber bei Ihrer gesetzlichen Krankenkasse zu melden. Wir bitten Sie daher sich für ausführliche Informationen zur Beitragszahlung und zum Versicherungsschutz an Ihre Krankenkasse zu wenden.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Heinr
Heinr
2 Jahre zuvor

Guten Tag!
Ich habe eine Frage und zu diesem Sachverhalt wurden mir bisher widersprüchliche oder auch falsche Informationen gegeben.

Ich bin Vollzeitstudent und regulär in einem Masterstudiengang an einer Universität immatrikuliert. Es gibt Klärungsbedarf bzgl. meiner Krankenversicherung:

Aktuell bin ich “frewillig gesetzlich krankenversichert” und zahle 191 €.
Ich bin älter als 30.
Ich kann daher keine studentische Versicherung zu 92€ mehr erhalten.
Ich bin im 24. HOCHschulsemester, da ich vor über 10 Jahren bereits für ein Semester immatrikuliert war.
In der Zwischenzeit habe ich eine Beurfsausbildung abgeschlossen und gearbeitet.
Danach habe ich noch einen Bachelor abgeschlossen.
Nun bin ich im 10. FACHsemester des Masterstudiums.

Nun habe ich Fragen zu zwei Konstellationen:
– freiwillig gesetzlich versichert, fixer Betrag von 191€.
– Midijob und dadurch versichert.

Um die Frage präzise zu formulieren:
“Fällt bei einer Aufnahme eines Midijobs diese starre <> Versicherung weg und wird sie durch eine Versicherung ersetzt, die ich durch den MidiJob erhalte”?

Der Hauptvorteil des MidiJobs ist doch, dass man als AN krankenversichert ist wie bei einem Vollzeitjob und die SV Beiträge des AN nur langsam ansteigen. Oder habe ich hier etwas falsch verstanden?

Wenn ich jetzt einen MidiJob anfange bin ich doch ab einem Gehalt von 450,01€ über den AG krankenversichert? Die Gleitzone bedeutet doch, dass mit steigendem Gehalt die Beiträge zur SV für den Betrag über 450€ langsam ansteigen.

Das heißt doch, dass ich ab dann nicht mehr selber diese “freiwillige” Versicherung in Höhe von 191€ zahlen muss, oder? Diese ist ja viel teurer. Der Sinn der Gleitzone ist doch gerade, dass man als AN nur langsam ansteigende SV Beiträge entrichtet.

Meine Krankenkasse will mir aber weismachen, dass dies egal sei und ich immer die 192 Euro zahlen müsste. Das muss falsch sein, da ich zur Zeit bei
NULL Einmkommen 192€ zahle.
Bei einem MiNiJob auch 192 € zahlen würde.
Und finge ich jetzt einen MiDiJob an und angemommen ich wäre weiter “freiwillig” zu 192€ versichert wäre das ja ein großer Nachteil für mich:

Bei 451€ Verdienst müsste mein SV Anteil nur ca. 50€ betragen, oder?
Wenn ich 650€ verdienen würde wären das ca. 110€ für SV Beeiträge.
Und erst bei 850 € käme ich auf ca 170€ SV Abgaben.
Alle Konstellationen wären billiger als die 192€ “freiwillige” Krankenversicherung.

Ist das soweit korrekt, oder habe ich irgendwo einen Denkfehler?
Also wie funktioniert das nun, wenn ich einen Midjob aufnehme und ich nicht mehr die fixen 192€ zahlen muss?

Ich würde mich wirklich sehr über eine Antwort freuen!

Heinr
Heinr
Reply to  Heinr
2 Jahre zuvor

Ach ja und ich spreche im obigen Fall nicht von einer Werkstudentenstelle!

Aber auch beim Werkstudenten gibt es ja Konstellationen, in denen man mal mehr und mal weniger verdient je nachdem, ob man nur 10 oder volle 20 Stunden arbeitet. Ich rede hier nicht von Semesterferien.

Und angenommen ich finge als “Werkstudent” an, welcher sich ja dadurch auszeichnet, dass er von der SV ausgenommen ist, wie funktioniert die Krankenversicherung hier?
Hier scheint mir der einzig sinnvolle Grund für diese “freiwillige gesetzliche Krankenversicherung” zu liegen, weil ja der AG bei einem Werkstudenten -soweit ich das verstanden habe – keinerlei SV Beiträge entrichtet.

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Heinr
2 Jahre zuvor

Guten Tag,

ob das Werkstudentenprivileg angewendet werden kann beurteilt die zuständige Krankenkasse. Wir bitten Sie, sich mit Ihrem Anliegen an Ihre Krankenkasse zu wenden.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Heinr
2 Jahre zuvor

Guten Tag,

Ihre Ausführungen sind alle grundsätzlich richtig. Bei einem Midijob handelt es sich um eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Sie unterliegen in dieser grundsätzlich der Versicherungspflicht in allen Zweigen der Sozialversicherung – einschließlich der Krankenversicherung.

Eine zusätzliche freiwillige Krankenversicherung ist daher während der Ausübung eines Midijobs nicht erforderlilch. Wir bitten jedoch um Ihr Verständnis, dass wir Sie zu dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt nicht abschließend beraten können und bitten Sie daher, sich mit Ihrem Anliegen nochmals an Ihre zuständige Krankenkasse zu wenden.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Heinr
Heinr
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
2 Jahre zuvor

Danke für Ihre schnelle Antwort.

Mir geht es vor allem um die Meldung, die der AG bei Aebeitsaufnahme macht.
Die ist doch entscheidend wie ich bei der KV eingestuft werde, oder?

in diesen Personalfragebögen gibt es ja auch Fragen nach der Kv, ob Familienversichet, Privatversichert oder eben FREIWILLIG.
Aktuell bin ich ja freiwillig vers., aber ich will ja dann bei einer Midijob Aufnahme gerade diese freiwillige Versicherung loswerden.

Ein potentieller AG meinte nämlich, obwohl es eine Beschäftigung bis 800 € gewesen wäre, dass dieser nichts zur Kv zahlt. Das kann ja nich richtig sein, da es sich NICHT um eine Werkstudentenstelle handelte.

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Heinr
2 Jahre zuvor

Auch das ist grundsätzlich richtig. Wichtig sind die in der Meldung zur Sozialversicherung genannten Beitragsgruppen und die Personengruppe. Eine voll sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wird Ihr Arbeitgeber beispielsweise mit der Personengruppe 101 und den Beitragsgruppen KV1, RV1, ALV1 und PV1 melden.

Bei einer dauerhaften Beschäftigung mit einem Verdienst von ca. 800 Euro im Monat liegt dem Grunde nach eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vor. In dieser zahlt der Arbeitgeber hälftigen Anteil zu allen Zweigen der Sozialversicherung. Ist die Beschäftigung jedoch von vornherrein auf einen Zeitraum von 3 Monaten oder 70 Arbeitstage begrenzt, könnte eine kurzfristige Beschäftigung vorliegen. Diese ist – unabhängig vom Verdienst – für Arbeitgeber und Arbeitnehmer sozialversicherungsfrei.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Heinr
Heinr
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
2 Jahre zuvor

Nochmals danke.
D.h. Es gibt nur eine überschaubare Zahl an Ausnahmen von der SV Plicht
Saisonarbeit,
Befristung auf drei Monate/70 Tage und, so scheint es mir, die Werkstudententätigkeit.

Ist dieses Priveleg damit begründet, dass Studenten einerseits eine eigene studentische Versicherung haben oder familienversichert sind? Andererseits die Motivation generell darin liegen mag, Studenten nicht noch mit Rv Av und Pv zu belasten?

Stimmt das?

Nähme ich nämlich eine Beschäftigung als Werkstudent auf wäre das für mich wieder sehr ungünstig, da ich nicht krankenv. wäre über den Ag und weiter die fixen 192€ zahlte.

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Heinr
2 Jahre zuvor

Guten Tag Heinr,

das Werkstudenten-Privileg kann nur dann angewendet werden, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Unter anderem darf der Student während der Vorlesungszeit nur an bis zu 20 Wochenstunden arbeiten. Ausführliche Informationen hierzu finden Sie in der Richtlinie “Versicherungsrechtliche Beurteilung von beschäftigten Studenten und Praktikanten” zusammengefasst: https://t1p.de/Studentenrichtlinien

Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass wir Sie zu diesem Sachverhalt nicht abschließend beraten können. Wir bitten Sie, sich mit dieser speziellen Frage an Ihre Krankenkasse zu wenden.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Anonym
Anonym
Reply to  Heinr
1 Jahr zuvor

Richtig gedacht. Midi Job bringt eine Krankenversicherung.

Lya
Lya
2 Jahre zuvor

Hallo,

Ich bin Vollzeitstudentin und fange demnächst an nebenbei 20 Stunden / Woche für 800€ Brutto zu arbeiten. Nun wurden mir zwei verschiedene Dinge erklärt. Ich kann mich entweder für 92€ / Monatlich als Studentin über meine Krankenkasse versichern lassen oder über meinen Arbeitgeber. Mir wurde allerdings dort gesagt, ich müsse dann nur ungefähr 66€ an Sozialabgaben (Krankenversicherung) zahlen. Stimmt das denn? Hier steht ja, als Midijobber, müsse ich auch die anderen Sozialabgaben von meinem Gehalt abziehen. Das wäre dann ja unter dem Strich teurer als die 92€ an die Krankenkasse zu zahlen?

Was lohnt sich für mich mehr? Ich möchte als Studentin natürlich einfach nur so günstig wie möglich dabei weg kommen. Also lieber als Studentin über meine Krankenkasse versichern lassen oder über meinen Arbeitgeber?

Danke für eure Hilfe!

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Lya
2 Jahre zuvor

Hallo Lya,

wir nehmen an, dass Sie die Versicherung als sogenannter Werksstudent meinen. Als Werkstudent sind Sie kein Minijobber, sondern üben eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aus. Ansprechpartner ist hierbei Ihre zuständige Krankenkasse. Wir empfehlen Ihnen, sich dort zu diesem Sachverhalt beraten zu lassen.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

ralf123456789
ralf123456789
2 Jahre zuvor

Wenn ich mich als Pflegekraft als Midijob einstellen lasse vom zu Pflegenden- (bezahlt vom Pflegegeld) , muss dieser Abgaben für mich bezahlen? Ich will abgabenpflichtig beschäftigt werden, damit ich bei der Krankenkasse versichert bin.
gruß
Ralf

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  ralf123456789
2 Jahre zuvor

Hallo Ralf,

bei Tätigkeiten und Zahlungen im Zusammenhang mit der Pflege sind aus Sicht der Sozialversicherung Besonderheiten zu beachten. Grundsätzlich stellt die bloße Weitergabe eines Pflegegeldes keine Zahlung von Arbeitsentgelt dar und begründet daher auch kein Beschäftigungsverhältnis.

Bitte wenden Sie sich mit Ihrer Fragestellung an Ihre Krankenkasse bzw. an die zuständige Pflegekasse des Pflegebedürftigen.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Tanja
Tanja
3 Jahre zuvor

Hallo,
oben im Text steht:
“Während Sie als Arbeitnehmerin in einem Minijob maximal Beiträge zur Rentenversicherung zahlen, fallen in einem Midijob für Sie zusätzlich auch Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung an.”

Ist diese Aussage im ersten Satz alt oder mit KK vertauscht ?
Ich habe derzeit KEINERLEI Einkommen, lebe vom Ersparten und MUSS gezwungenermaßen KK-Beiträge zahlen! Und das nicht zu knapp!
Was stimmt nun? Ich bin stinkwütend aufgrund dieser unsäglichen Ausbeute.

Danke fürs Antworten im Voraus.

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Tanja
3 Jahre zuvor

Guten Tag Tanja,

die Aussage im “ersten Satz” ist korrekt. In einem Minijob bis 450 Euro sind Sie als Arbeitnehmerin nur rentenversicherungspflichtig. Von der Rentenversicherungspflicht können Sie sich auf Antrag beim Arbeitgeber befreien lassen. Ihr Lohn ist dann Brutto für Netto. Durch einen Minijob besteht für Sie kein eigener Krankenversicherungsschutz. Es bedarf immer einer eigenständigen Absicherung zum Beispiel in der Familienversicherung oder in der freiwilligen Krankenversicherung.

Bei einem Midijob, ab 450, 01 Euro handelt es sich um eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Das heißt: Es besteht in allen Zweigen der Sozialversicherung (Rentenversicherung, Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Pflegeversicherung) ein Versicherungsschutz. Informationen zum Midijob und zur freiwilligen Krankenversicherung erhalten Sie bei Ihrer Krankenkasse.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

gandalfnnganni
gandalfnnganni
Reply to  Tanja
2 Jahre zuvor

Alles richtig..Als 450 ger kann man (deswegen das Wort maximal- schlecht gewählt wenn man willkönnte man auch schreiben) Zahlungen leisten zur RV, dies wird im Vertrag festgelegt, ob man will.
Beim Midijob fällt alles an. RV,KK,Lst, aber bis zur 850 Grenze steigt der prozentuale Anteil.
Rechnung wie fogt :
bei 600 Euro Midijob sind es ca. 160 Euro Gesamtabgaben.
Arbeite ich nicht , muss (ich, in meinem Fall- ist gebunden an Verdienst der Frau)) 400 Euro an die KK zahlen.
Am meiseisten lohnt es sich für alle wenn man zu 500 Euru beschäftigt ist, dann zahlt der Arbeitgeber sogar weniger an Abgaben.

Wojznis
Wojznis
4 Jahre zuvor

Ich bin zum 01.03.17 aus dem EU-Ausland gekommen und arbeite Minijob. Jetzt werde ich wahrscheinlich ab 01.10. als Vollzeit in gleicher Firma beschäftigt sein. Ab wann muss ich selbst krankenversichern. die krankenkasse sagte mir rückwirkend ab 01.03. freiwillig?

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Wojznis
4 Jahre zuvor

Hallo Wojznis,

nimmt ein Arbeitnehmer einen 450-Euro-Minijob in Deutschland auf, kann sein Krankenversicherungsschutz im Ausland entfallen. Durch einen 450-Euro-Minijob entsteht in Deutschland kein eigener Krankenversicherungsschutz.
Daher ist es wichtig, im Vorfeld, vor Aufnahme der Beschäftigung in Deutschland zu klären, inwieweit und ob ein Krankenversicherungsschutz im Herkunftsland weiter besteht. Besteht kein eigener Krankenversicherungsschutz mehr, ist eine freiwillige Krankenversicherung oder eine private Krankenversicherung in Deutschland für die Zeit des 450-Euro-Minijobs notwendig.

Für alle weiteren Fragen rund um Ihren Krankenversicherungsschutz steht Ihnen eine Krankenkasse Ihrer Wahl zur Verfügung.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale