Zuletzt aktualisiert am

Lesedauer: 3 Minuten

Minijob neben der Altersvollrente: Neue Hinzuverdienstgrenze

Altersvollrentner können sich mit einem 450-Euro-Minijob etwas hinzuverdienen, ohne dass die Rente gekürzt wird. Geht der Hinzuverdienst über einen 450-Euro-Minijob hinaus, kann es jedoch zur Kürzung der Rente kommen. Im Jahr 2020 ist ein höherer Hinzuverdienst als bisher möglich. Was das für Altersvollrentner bedeutet, erklären wir in unserem Blog.

Gut zu wissen: Eine Altersrente kann bis zum Ablauf des Monats des Erreichens der Regelaltersgrenze als Vollrente oder als Teilrente in Anspruch genommen werden. Nähere Informationen zur Differenzierung von Voll- und Teilrente finden Sie auf der Internetseite der Deutschen Rentenversicherung. Altersteilrentner dürfen mehr hinzuverdienen als Altersvollrentner.

Vor Erreichen der Regelaltersgrenze sind Hinzuverdienstgrenzen zu beachten

Altersvollrentner, die die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht haben, müssen bei der Ausübung einer Beschäftigung eine Hinzuverdienstgrenze beachten. Die Regelaltersgrenze wurde für die Geburtsjahrgänge 1947 bis 1963 stufenweise von 65 auf 67 Jahre angehoben. Für Geburtsjahrgänge ab 1964 gilt die Regelaltersgrenze von 67 Jahren.

Die Hinzuverdienstgrenze regelt, wie viel ein Rentner vor Erreichen seiner Regelaltersgrenze hinzuverdienen darf. Wird dieser Wert überschritten, kann die Rente gekürzt werden oder ganz wegfallen. Ein 450-Euro-Minijob neben der Altersvollrente ist allerdings immer möglich, ohne dass die Rente gekürzt wird.

Im Jahr 2020 ist ein höherer Hinzuverdienst für Altersvollrentner möglich

Die jährliche Hinzuverdienstgrenze für Altersvollrenter vor Erreichen der Regelaltersgrenze beläuft sich grundsätzlich auf 6.300 Euro pro Kalenderjahr. Im Jahr 2020 können statt 6.300 Euro nun 44.590 Euro hinzuverdient werden, ohne dass die Altersrente gekürzt wird. Dies wurde vom Gesetzgeber mit dem Sozialschutz-Paket beschlossen, um in der Corona-Krise die Weiterarbeit oder Wiederaufnahme einer Beschäftigung nach Renteneintritt zu erleichtern.

Für Minijobs gilt weiterhin die jährliche Verdienstgrenze von 5.400 Euro

Auch wenn Altersvollrentner vor Vollendung der Regelaltersgrenze im Jahr 2020 bis zu 44.590 Euro hinzuverdienen können, gilt für einen 450-Euro-Minijob weiterhin die Verdienstgrenze von 5.400 Euro für einen Beschäftigungszeitraum von 12 Kalendermonaten. Wird diese Verdienstgrenze überschritten, liegt in der Regel kein 450-Euro-Minijob mehr vor. Die Beschäftigung wäre dann sozialversicherungspflichtig und nicht bei der Minijob-Zentrale, sondern bei der zuständigen Krankenkasse zu melden.

Hinweis:

Übersteigt der Jahresverdienst eines Minijobbers 5.400 Euro, weil sich der Verdienst in einzelnen Monaten auf über 450 Euro erhöht, kann weiterhin ein Minijob vorliegen, wenn der höhere Verdienst gelegentlich und nicht vorhersehbar gezahlt wird. Dies ist grundsätzlich bis zu drei Mal, in Zeiten von Corona sogar bis zu fünf Mal im Kalenderjahr möglich. In unserem Blogbeitrag „Mehrarbeit wegen Corona: 450-Euro-Grenze darf im Minijob überschritten werden“ erklären wir, wann trotz Überschreiten der Verdienstgrenze weiterhin ein Minijob vorliegt.

Keine Verdienstbeschränkung bei kurzfristigen Minijobs

Bei kurzfristigen Minijobs gibt es keine Verdienstbeschränkungen. Demnach kann ein Altersvollrentner im Jahr 2020 mit einem kurzfristigen Minijob bis zu 44.590 Euro verdienen, ohne Sozialabgaben zu zahlen und eine Kürzung seiner Rente befürchten zu müssen.

Ein kurzfristiger Minijob liegt jedoch nur vor, wenn die Beschäftigung nicht berufsmäßig ausgeübt wird, was bei Altersvollrentner aber in der Regel verneint wird. Bei der Frage, ob eine Beschäftigung berufsmäßig ausgeübt wird, hilft unser Blogbeitrag „Kurzfristige Minijobs – berufsmäßig oder nicht?“.

Hinweis:

Aufgrund der Corona-Pandemie wurden die Zeitgrenzen für kurzfristige Minijobs von 3 auf 5 Monate bzw. von 70 auf 115 Arbeitstage angehoben. Diese Regelung gilt übergangsweise für die Zeit vom 1. März bis 31. Oktober 2020. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Blogbeitrag „Corona: Zeitgrenzen für kurzfristige Minijobs werden ausgeweitet“.

Nach Erreichen der Regelaltersgrenze können Rentner unbegrenzt hinzuverdienen

Die Hinzuverdienstgrenze ist letztmalig bis zum Ablauf des Kalendermonats zu beachten, in dem der Rentner seine Regelaltersgrenze erreicht. Ab dem Folgemonat kann er unbegrenzt hinzuverdienen, ohne Auswirkungen auf die Höhe seiner Rente befürchten zu müssen.

Wie genau die Hinzuverdienstregelungen für Rentner aussehen, darüber informiert die Deutsche Rentenversicherung in ihrer Broschüre „Altersrentner: So viel können Sie hinzuverdienen“.

Hinweis:

Die Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung informieren Sie umfassend und individuell rund um das Thema Rente.

17 Kommentare zu “Minijob neben der Altersvollrente: Neue Hinzuverdienstgrenze”

  1. Liebes Minijobzentrale-Team,
    vielen Dank für die Antwort. Da kein Antwort-Button zur Verfügung steht, beginne ich einfach einen neuen Post:
    Gerne nehme ich das Angebot wahr und schildere einen aktuellen Sachverhalt zur Prüfung:
    Schauspieler, 68 Jahre, Regelaltersgrenze also erreicht, arbeitet generell an weniger als 70 Tagen/ Kalenderjahr.
    Für einen Fernsehfilm wird er einmalig für eine Firma vom 03.08.2020 bis 15.08.2020 für 7 Drehtage gebucht. Pro Drehtag bekommt er 4.750,- €. Somit ist der Verdienst in dem o.g. Zeitraum 33.250,- €. In den von Ihnen mir netterweise zur Verfügung gestellten (mir aber vorher schon bekannten) Geringfügigkeitsrichtlinien steht unter 2.3.3. „Berufsmäßig wird eine Beschäftigung dann ausgeübt, wenn sie für die in Betracht kommende Person nicht von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung ist. (worauf sich auch der Richter in besagtem BSG Urteil 2018 bezogen hat) Aufgrund ständiger Rechtsprechung des Bundessozialgerichts lassen sich beim Vorliegen bestimmter Fallgestaltungen, die die Lebenswirklichkeit abbilden, Rückschlüsse auf das Vorliegen einer berufsmäßigen Beschäftigung auch ohne konkrete Prüfung der Einkommensverhältnisse ziehen.“
    Nun wüßte ich gerne, ob ich den Schauspieler als kurzfristig Beschäftigten abrechnen kann (lt. Ihrem Prüfschema aus dem Post und dem pdf der Prüfungshilfe zur Berufsmässigkeit wäre das ja so), oder ob ich Einkommensverhältnisse prüfen muss (wenn ja, wie) und dann entscheiden muss (wenn ja, wie). Vielen lieben Dank!
    Freundliche Grüße
    Olaf Schmidt

    1. Hallo Olaf,

      da es sich um einen konkreten Fall handelt haben wir uns dazu entschlossen, Ihnen per E-Mail zu antworten. Für eine Abhandlung in unserem öffentlichen Blog ist dieser Einzelfall zu speziell und zu umfangreich.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  2. Liebes Minijob-Zentrale-Team,
    am 14.03.2018 hat das BSG in dem Urteil B 12 KR 17/16 R unter Punkt 12 geschrieben „Eine Beschäftigung oder Tätigkeit wird dann berufsmäßig ausgeübt iS von § 8 Abs 1 Nr 2 SGB IV, wenn sie für den Beschäftigten nicht nur von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung ist und er damit seinen Lebensunterhalt überwiegend öder doch in einem solchen Umfang bestreitet, dass seine wirtschaftliche Situation zu einem erheblichen Teil auf dieser Beschäftigung beruht (vgl Schlegel in. Küttner, Personalbuch, 24. Auf! 2017, Geringfügige Beschäftigung RdNr 77; BSG Urteil vom 28.10.1960 -3 RK 31/56 – SozR Nr 1 zu § 166 RVO; BSG Urteil i(om 26.9.1972 – 12 RJ 352/71 – SozR Nr 11 zu § 1228 RVO). Zwar hat der Kläger im Jahr 2009 Einkünfte aus selbstständiger Arbeit in Höhe von Euro und aus nichtselbständiger Arbeit in Höhe von Euro Bruttolohn erzielt. Dennoch war sein für die Dreharbeiten gezahltes Arbeitsentgelt von 9090 Euro geeignet, wesentlich zu seinem Lebensunterhalt und seiner Vorsorge in der Sozialversicherung beizutragen.“
    Ab welchem Verdienst gilt denn ein Arbeitsentgelt als geeignet, wesentlich zu dem Lebensunterhalt und der Vorsorge in der Sozialversicherung beizutragen? Ab welchem Verdienst darf ich denn einen ansonsten kurzfristig Beschäftigten aufgrund des Verdienstes nicht mehr sozialversicherungsfrei abrechnen? Vielen Dank!
    Mit freundlichen Grüßen
    Olaf Schmidt

    1. Hallo Olaf,

      aufgrund des von Ihnen zitierten Urteils ist die Berufsmäßigkeit für kurzfristige Beschäftigte erst ab einem monatlichen Verdienst von mehr als 450 Euro zu prüfen. Verdient Ihr kurzfristiger Minijobber maximal 450 Euro im Monat, muss die Berufsmäßigkeit der Beschäftigung nicht geprüft werden.

      Verdient Ihr kurzfristiger Minijobber mehr als 450 Euro im Monat können Sie die Berufsmäßigkeit für einzelne Personengruppen mit Hilfe unserer „Entscheidungshilfe zur Prüfung der Berufsmäßigkeit“ prüfen https://t1p.de/MJZE-Entscheidungshilfe-Berufsmaessigkeit

      Gern beraten wir Sie hierzu auch telefonisch. Unsere Mitarbeiter im Service-Center sind montags bis freitags von 07:00 bis 17:00 Uhr unter der Telefonnummer 0355 2902-70799 für Sie da.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    2. Liebes Minijob-Zentrale-Team,
      vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich beziehe mich auf folgenden Satz im Urteil „gezahltes Arbeitsentgelt von 9090 Euro geeignet, wesentlich zu seinem Lebensunterhalt und seiner Vorsorge in der Sozialversicherung beizutragen.“ Aufgrund der Höhe des Entgelts hat der Richter eine kurzfristige Beschäftigung ausgeschlossen. Auch in der Prüfhilfe zur Berufsmäßigkeit finde ich aber keinen Hinweis darauf, ab welcher Entgelthöhe eine Kurzfristigkeit ausgeschlossen ist. In einem anderen Blogeintrag finde ich von Ihnen den Satz „Für diese Personen (bezieht sich u.a. auf Rentner kann sich lediglich Berufsmäßigkeit aufgrund des Erwerbsverhaltens ergeben.“ Das „Erwerbsverhalten“ wird aber ausschl. ZEITLICH und nicht monetär betrachtet.
      Mit freundlichen Grüßen
      Olaf Schmidt

      1. Hallo Olaf,

        Berufsmäßigkeit kann sich zum einen im Status der Person des Minijobbers ergeben – beispielsweise, wenn dieser parallel arbeitssuchend gemeldet ist – oder aber aufgrund von anrechenbaren Vorbeschäftigungszeiten.
        Prüfen müssen Sie die Berufsmäßigkeit als Arbeitgeber nur dann, wenn der monatliche Verdienst über 450 Euro liegt. Das bedeutet in Anlehnung an das geschilderte Urteil: kurzfristige Minijobs, mit einem monatlichen Verdienst bis zu maximal 450 Euro werden nicht berufsmäßig ausgeübt.

        Wir möchten Ihnen diesen Sachverhalt an einem Beispiel erklären:
        Ein Student (Studienbeginn 09/2019) möchte ab November 2020 für zwei Monate einen kurzfristigen Minijob ausüben. Er soll pro Monat 600 Euro erhalten. Im Kalenderjahr 2020 hat er noch keine weiteren kurzfristigen Minijobs ausgeübt. Für den Zeitraum vom 1. September 2019 bis zum 30. Juni 2020 war der Student bereits bei einem anderen Arbeitgeber sozialversicherungspflichtige im Rahmen eines Werkstudentenvertrages (monatlich 800 Euro) beschäftigt.
        Prüfung – Schritt 1 – monatlicher Verdient: Der monatliche Verdienst liegt über 450 Euro. Die Berufsmäßigkeit ist zu prüfen.
        Schritt 2 – Berufsmäßigkeit im Status des Person des kurzfristigen Minijobbers: Im Status der Person liegt für einen Studenten keine Berufsmäßigkeit vor (vergl. Schaubild: https://t1p.de/MJZE-Entscheidungshilfe-Berufsmaessigkeit).
        Schritt 3 – Berufsmäßigkeit aufgrund von Vorbeschäftigungszeiten:
        Folgt eine kurzfristige Beschäftigung auf bereits ausgeübte Beschäftigungen, ist Berufsmäßigkeit ohne weitere Prüfung anzunehmen, wenn die Beschäftigungszeiten im laufenden Kalenderjahr insgesamt mehr als drei Monate bzw. 70 Arbeitstage betragen (für die Zeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 gelten die Zeitgrenzen von fünf Monaten bzw. 115 Arbeitstagen). Dabei werden alle Beschäftigungen mit Ausnahme geringfügig entlohnter und kurzfristiger Beschäftigungen mit einem Arbeitsentgelt bis 450 Euro im Monat berücksichtigt. Bei Personen, die aus dem Berufsleben ausgeschieden sind (z. B. Altersvollrentner, Beamte im Ruhestand), können nur Beschäftigungszeiten nach dem Ausscheiden angerechnet werden. Hierbei sind Zeiten der Meldung als Ausbildung- oder Arbeitsuchender wegen Beschäftigungslosigkeit wie Beschäftigungszeiten zu bewerten. Bei Beschäftigungen von Saisonarbeitskräften aus dem Ausland, sind auch die Beschäftigungszeiten (unabhängig von der Höhe des Arbeitsentgelts) im Ausland zu berücksichtigen.
        Die Vorbeschäftigungszeit von Januar bis Juni 2020 bei einem anderen Arbeitgeber sind somit auf die geplante Beschäftigungszeit im November 2020 anzurechnen. In Summe ergibt sich somit eine Beschäftigung für insgesamt 8 Monate. Diese überschreitet die zulässige Zeitdauer einer kurzfristigen Beschäftigung.
        Für unseren Studenten bedeutet das, dass seine Beschäftigung – trotz der befristeten Zeitdauer von 2 Monaten – sozialversicherungspflichtig an die jeweilige Krankenkasse zu melden ist. Für ihn liegt Berufsmäßigkeit aufgrund seines Erwerbsverhaltens (Vorbeschäftigungszeiten) vor. Die Krankenkasse prüft dann, ob ggf. die Beschäftigung im Rahmen einer Werkstudententätigkeit stattfinden kann.

        Freundliche Grüße

        Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

        1. Liebes Minijobzentrale-Team,
          vielen Dank für die ausführliche Antwort. Bis zu dem o.g. Urteil war mir das so in dieser Form auch vollkommen klar, aber der Richter hat eine kurzfristige Beschäftigung (110/ 0/0/0/0) ausgeschlossen, einzig und allein weil „sein für die Dreharbeiten gezahltes Arbeitsentgelt von 9090 Euro geeignet (war), wesentlich zu seinem Lebensunterhalt und seiner Vorsorge in der Sozialversicherung beizutragen.“. Die Prüfung, die der Richter gemacht hat, nach der Höhe des Entgelts (unabhängig von 450 €) ist in Ihrer Antwort (sozusagen als Schritt 4) und in sämtlichen mir zugänglichen Schriften zu dem Thema nicht enthalten, aber dennoch hat der Richter so einen Schritt gemacht. Handelt es sich hier um einen „Einzelfall“ (da Richter am BSG ja keine Fehler machen ;-)) oder wo ist die Grundlage dazu? Vielen Dank!
          Mit freundlichen Grüßen
          Olaf Schmidt

        2. Hallo Olaf,

          die Verdienstgrenze liegt aktuell wie bereits beschrieben bei 450 Euro im Monat. Überschreitet der Verdienst diese Grenze ist Berufsmäßigkeit zu prüfen. Die gleiche Verdienstgrenze gilt auch bei der Prüfung einer eventuellen Anrechnung von Vorbeschäftigungszeiten. Die Grundlagen zur Prüfung der Berufsmäßigkeit finden Sie zusammengefasst ab dem Punkt 2.3.3 der aktuell gültigen Geringfügigkeitsrichtlinien: https://t1p.de/MJZE-Geringfuegigkeits-RL
          Der von Ihnen geschilderte Fall wurde bereits durch BSG-Urteil entschieden.
          Wenn Sie einen aktuellen Fall beurteilt haben möchten, können Sie uns gerne den Sachverhalt schildern.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  3. Hallo, ich bekomme eine Witwenrente und arbeite als Aushilfe Minijob 450,00 €. Mein Chef möchte mir zusätzlich die Corona-Beihilfe (Bonus) in Höhe von 1.500,00 € im Monat Juli auszahlen. Wird mir dieser Betrag bei meiner Witwenrente angerechnet wie der Minijob?

    1. Hallo Anita,

      bei der Witwenrente handelt es sich um eine einkommensabhängige Rente. Wir empfehlen Ihnen, sich mit Ihrer Frage an den zuständigen Rententräger zu wenden, welcher die Rente auszahlt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  4. Denise Collard,
    ich gehe ab 01.08.2020 in Altersrente, kann ich für 2020 zwei Hinzuverdienste haben? 1 x € 900 und € 450, also bis Ende 2020 gesamt pro Monat € 1350. Fallen hierfür, wenn ja, Sozialabgaben an?

    1. Hallo Denise,

      aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht ist das möglich.
      Bei Ihrer Beschäftigung mit einem monatlichen Verdienst von 900 Euro liegt eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vor – vorausgesetzt, Sie übe diese für einen längeren Zeitraum als 3 Monate aus. Welche Beiträge hierfür von Ihnen zu entrichten sind, dazu berät Sie Ihre zuständige Krankenkasse.
      Neben dieser sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung dürfen Sie einen 450-Euro-Minijob sozialversicherungsfrei ausüben.
      Haben Sie die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht, gelten jedoch die im Blogbeitrag beschriebenen Hinzuverdienstgrenzen bezüglich Ihres Rentenbezugs. Sollten Sie hierzu Fragen haben empfehlen wir Ihnen, Ihren zuständigen Rentenversicherungsträger zu kontaktieren.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  5. Hallo. Bin Beamter i. R. und am 1. 11.20 beginnt die Regelaltersgrenze. Hätte dann die Möglichkeit in einem Unternehmen etwas hinzu zu verdienen. Darf ich das, wenn ja wieviel und fallen Krankenkassenbeiträge etc. an, da ich freiwillig krankenversichert bin.

    1. Hallo Klaus,

      welche Hinzuverdienstgrenze ggf. bezüglich Ihrer Pensionszahlung gelten, dazu berät Sie Ihre zuständige Pensionskasse. Ob Sozialversicherungsbeiträge für Sie als Beschäftigten anfallen ist dann im Wesentlichen von der Höhe des monatlichen Verdienstes abhängig. Liegt dieser maximal bei 450 Euro, bleibt die Beschäftigung für Sie sozialversicherungsfrei.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  6. Ich habe einen Arbeitsvertrag für geringfügig Beschäftigte mit einer Jahreszeit beschäftigung von 280-300 Std.
    Wegen Corona komme ich dieses Jahr nicht auf die Stunden.Habe ich anspruch auf finaziellen ausgleich?

    1. Guten Tag Herr Kerle,

      das können wir pauschal nicht beantworten. Ob ein Anspruch auf Lohnfortzahlung oder ein Erstattungsanspruch besteht ist im Wesentlichen davon abhängig, warum Sie der Beschäftigung nicht nachgehen konnten.

      So ist der Arbeitgeber beispielsweise grundsätzlich weiter zur Entgeltzahlung verpflichtet, wenn der Arbeitnehmer arbeitsfähig und arbeitsbereit ist, auch wenn die Arbeitsleistung vom Arbeitgeber nicht abgerufen wird.

      Ergeben sich in diesem Zusammenhang arbeitsrechtliche Fragen empfehlen wir Ihnen, sich an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zu wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Kommentar verfassen