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Zuletzt aktualisiert am 13. Oktober 2020

Minijob-Arbeitgeber erhalten Zahlungserinnerungen in Zeiten der Coronakrise

Hinweis:
Die Regelungen für das vereinfachte Stundungsverfahren wurden nun in Abstimmung des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenkassen (GKV-Spitzenverband) mit den zuständigen Ministerien auch auf den Beitragsmonat Mai 2020 ausgeweitet. Unverändert gilt, die Stundung der Sozialversicherungsbeiträge ist nachrangig gegenüber einigen Hilfsleistungen des Bundes oder der Länder.
 
Es ist nicht möglich eine bereits beantragte Stundung der Beiträge für die Monate bis April 2020 einfach fortzuführen. Vielmehr ist ein neuer Stundungsantrag nötig. Hierzu hat der GKV-Spitzenverband ein einheitlich gestaltetes Antragsformular entwickelt, das auch die Inanspruchnahme von Unterstützungsleistungen abfragt.
 
Daher bitten wir alle Arbeitgeber, bei zukünftigen Stundungsanträgen anlässlich der Corona-Pandemie ausschließlich das neue Antragsformular zu verwenden. Weitere Informationen und das Antragsformular sind auf unserer Internetseite zu finden.

Schon seit einiger Zeit spielt das Coronavirus eine große Rolle und das sowohl im Privat- als auch im Arbeitsleben. Nach und nach werden die schwerwiegenden Auswirkungen der Pandemie deutlich, die auch Unternehmen vor ungeahnte Herausforderungen stellen. Arbeitgeber haben Probleme ihre Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vollumfänglich zu beschäftigen, viele Arbeitgeber sehen sich gezwungen Kurzarbeit anzumelden und Zahlungsschwierigkeiten bestimmen den Alltag. Auch die Minijob-Zentrale wird täglich mit diesen Themen konfrontiert und ist sich der schwierigen Situation bewusst.

Arbeitgeber erhalten Zahlungsaufforderung, sollten jedoch nicht in Panik verfallen

Die Minijob-Zentrale weiß, dass die Zahlung der Sozialversicherungsbeiträge für einige Arbeitgeber momentan eine große Herausforderung darstellt. Dennoch besteht ein gesetzlicher Anspruch auf rechtzeitige und vollständige Erhebung der Beiträge zur Sozialversicherung.

In den nächsten Tagen werden Arbeitgeber, deren Beitragskonten rückständige Zahlungen aufweisen, ein Schreiben der Minijob-Zentrale erhalten. Dieses soll die betroffenen Arbeitgeber über den aktuellen Stand ihres Beitragskontos informieren und sie daran erinnern, ihrer grundsätzlichen Zahlungsverpflichtung nachzukommen. Die Zahlungserinnerung enthält – der aktuellen Situation geschuldet – aber auch einen Passus, der die Arbeitgeber auf die Möglichkeit aufmerksam macht, die fälligen Beiträge stunden zu lassen, denn…

Die Minijob-Zentrale hilft schnell und unbürokratisch

… schwierige Zeiten erfordern einfache Lösungen. Die Minijob-Zentrale ermöglicht Arbeitgebern, die nachvollziehbar aufgrund der Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind, die Sozialversicherungsabgaben vorübergehend später zu zahlen. Einige Arbeitgeber haben sich bereits gemeldet, ihre Zahlungsschwierigkeiten mitgeteilt und eine Stundung vereinbart.

Viele Arbeitgeber haben von dieser Möglichkeit jedoch noch keinen Gebrauch gemacht und sollten daher die Zahlungserinnerung als Aufforderung sehen, mit der Minijob-Zentrale in Kontakt zu treten und ihre Zahlungsschwierigkeiten zu kommunizieren. Mit einer Stundung der bereits fällig gewordenen Sozialversicherungsbeiträge können Arbeitgeber die Zahlung auf einen späteren Zeitpunkt verschieben und ihre Beitragsrückstände in einer – hoffentlich bald eintretenden – besseren finanziellen Lage begleichen. Ebenfalls möglich ist die Vereinbarung einer Ratenzahlung.

Vielseitige Kontaktmöglichkeiten für Arbeitgeber

Um sich mit der Minijob-Zentrale in Verbindung zu setzen, nutzen Arbeitgeber bitte das Kontaktformular auf der Homepage und wählen als Betreff „Stundung“ aus. Hier ist die Betriebsnummer anzugeben, damit der Sachverhalt dem richtigen Unternehmen zuzuordnen ist. Diese ist zum Beispiel in der Betreffzeile auf der ersten Seite der Zahlungserinnerung zu finden. Mit dem Kontaktformular können Nachrichten und Dateianhänge mittels gesicherter Datenübertragung übermittelt werden und sind damit vor unberechtigten Zugriffen geschützt.

Alternativ können Arbeitgeber unter Angabe ihrer Betriebsnummer auch eine E-Mail an minijob@minijob-zentrale.de senden oder der Minijob-Zentrale eine formale Nachricht per Fax an die Fax-Nummer 0201 384-979797 zukommen lassen.

Natürlich erreichen Sie die Minijob-Zentrale auch auf dem Postweg (Minijob-Zentrale, 45115 Essen) oder unter der Telefonnummer 0355 2902-70799.

Bereits gestellte Stundungsanträge

Arbeitgeber die ihre Zahlungsschwierigkeiten durch die Auswirkungen des Coronavirus der Minijob-Zentrale bereits mitgeteilt haben, brauchen sich keine Sorgen machen. Solange das Verfahren zur Bewilligung einer Stundung oder eines Zahlungsaufschubs in Bearbeitung ist, erhalten Arbeitgeber keine Zahlungsaufforderungen und es werden keine Vollstreckungsmaßnahmen eingeleitet.

Aufgrund der aktuellen Lage bitten wir um Verständnis, dass nicht jedes Anliegen sofort bearbeitet werden kann. Wir geben unser Bestes, Betroffenen schnellstmöglich zu antworten. Bis dahin bitten wir um Geduld.

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