Lesezeit: 3 Minuten

Zuletzt aktualisiert am 3. Dezember 2020

Mehrarbeit wegen Corona: 450-Euro-Grenze darf im Minijob überschritten werden

Arbeitgeber beschäftigen aufgrund der Corona-Krise ihre 450-Euro-Minijobber teilweise in größerem Umfang als ursprünglich vereinbart. Dies kann zum Überschreiten der monatlichen Verdienstgrenze von 450 Euro führen. Für eine Übergangszeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 ist nun sogar ein fünfmaliges Überschreiten der Verdienstgrenze möglich. In unserem Blog erklären wir, wann trotz Überschreiten der Verdienstgrenze weiterhin ein Minijob vorliegt.

Das Überschreiten der Entgeltgrenze muss gelegentlich und unvorhersehbar sein

Übersteigt der Jahresverdienst eines Minijobbers 5.400 Euro, weil sich der Verdienst in einzelnen Monaten erhöht, liegt nicht automatisch eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vor. Ein Minijob bleibt auch dann bestehen, wenn der höhere Verdienst gelegentlich und nicht vorhersehbar gezahlt wird. Die Höhe des Verdienstes spielt keine Rolle. Eine betragsmäßige Obergrenze für das Überschreiten gibt es also nicht.

Unvorhersehbar heißt, dass die Mehrarbeit im Voraus nicht vereinbart war. Diese kann sich beispielsweise ergeben, weil andere Arbeitnehmer erkrankt sind oder aufgrund der Corona-Pandemie unter Quarantäne stehen.
Als gelegentlich war bislang grundsätzlich ein Zeitraum bis zu 3 Kalendermonaten innerhalb eines Zeitjahres anzusehen. Dieser Zeitraum wird nun vorübergehend erhöht.

450-Euro-Minijob profitiert vom kurzfristigen Minijob

Die Zeitgrenzen für die kurzfristige Beschäftigung wurden übergangsweise vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 von 3 Monaten oder 70 Arbeitstagen auf 5 Monate oder 115 Arbeitstage angehoben. Ausführliche Informationen dazu finden Sie in unserem Blog „Corona: Zeitgrenzen für kurzfristige Minijobs werden ausgeweitet“.

Analog zu der vorübergehenden Erhöhung der Zeitgrenzen bei der kurzfristigen Beschäftigung kann ein gelegentliches Überschreiten der Verdienstgrenze bei 450-Euro-Minijobs für die Monate März bis Oktober 2020 bis zu 5-mal innerhalb eines Zeitjahres erfolgen. Das haben die Spitzenorganisationen der Sozialversicherung in der Verlautbarung „Vorübergehende Erhöhung der Zeitgrenzen für kurzfristige Beschäftigungen vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020“ vom 30. März 2020 geregelt.

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Unvorhersehbar höherer Verdienst in der Zeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020

Verdient ein Minijobber in den Kalendermonaten März bis Oktober 2020 mehr als ursprünglich vorgesehen, ist zu prüfen, wie oft dies innerhalb des letzten Zeitjahres (12-Monats-Zeitraum) geschehen ist. Der 12-Monats-Zeitraum endet immer mit dem Ende des Kalendermonats, in dem ein unvorhersehbares Überschreiten vorliegt und beginnt 12 Monate vorher. Wurde die Verdienstgrenze innerhalb des 12-Monats-Zeitraum maximal in 5 Kalendermonaten nicht vorhersehbar überschritten, liegt ein gelegentliches Überschreiten vor.

Beispiel

Eine Raumpflegerin arbeitet seit dem 01.01.2019 gegen ein monatliches Arbeitsentgelt von 420 Euro. Im März 2020 bittet der Arbeitgeber sie, vom 01.04. bis zum 31.05.2020 mehr zu arbeiten, da aufgrund der Corona-Pandemie ein erhöhter Reinigungsbedarf besteht. Dadurch erhöht sich der Verdienst in den Monaten April und Mai 2020 auf monatlich 2.000 Euro.

Die Raumpflegerin hatte bereits im Juni, September und Dezember 2019 Krankheitsvertretungen für Vollzeitkräfte übernommen und dadurch in diesen Monaten die monatliche Verdienstgrenze von 450-Euro überschritten.

Ergebnis
Die Beschäftigung der Raumpflegerin bleibt auch für die Zeit vom 01.04. bis zum 31.05.2020 ein 450-Euro-Minijob. Innerhalb des maßgebenden 12-Monats-Zeitraums wurde maximal in 5 Kalendermonaten die Verdienstgrenze nicht vorhersehbar überschritten.

Der 12-Monats-Zeitraum endet immer mit dem Ende des Entgeltabrechnungsmonats, in dem ein unvorhersehbares Überschreiten vorliegt und beginnt 12 Monate vorher. Somit verläuft die Frist für den Monat Mai 2020 vom 1. Juni 2019 bis 31. Mai 2020. Innerhalb dieses Zeitraums hat die Reinigungskraft in 5 Kalendermonaten unvorhersehbar mehr verdient (Juni, September und Dezember 2019 sowie April und Mai 2020). Damit liegt ein gelegentliches Überschreiten der Verdienstgrenze vor und es handelt sich weiter um einen Minijob.

Überschreiten der Verdienstgrenze ab dem 1. November 2020

Die Möglichkeit des fünfmaligen nicht vorhersehbaren Überschreitens der Verdienstgrenze, ist auf die Zeit vom 1. März bis 31. Oktober 2020 begrenzt. Wird die monatliche Verdienstgrenze danach (ab dem 1. November 2020) überschritten, darf dies nicht in mehr als 3 Kalendermonaten innerhalb eines Zeitjahres passieren, damit ein gelegentliches Überschreiten vorliegt.

Fortsetzung des Beispiels

Der Arbeitgeber bittet die Raumpflegerin Ende Oktober 2020, vom 01.11. bis zum 30.11.2020 zusätzlich die Krankheitsvertretung für eine Vollzeitkraft zu übernehmen. Dadurch erhöht sich der Verdienst im Monat November 2020 auf 2.000 Euro. Ab 01.12.2020 werden wieder laufend 420 Euro monatlich gezahlt.

Ergebnis
Die Beschäftigung der Raumpflegerin ist für die Zeit vom 01.11. bis 30.11.2020 kein 450-Euro-Minijob mehr, sondern eine sozialversicherungspflichte Beschäftigung.
Der regelmäßige monatliche Verdienst übersteigt unter Berücksichtigung der Krankheitsvertretung im Durchschnitt der Jahresbetrachtung (01.01.2020 bis 31.12.2020) die Verdienstgrenze von 450 Euro.
Innerhalb des maßgebenden 12-Monats-Zeitraums (01.12.2019 bis 30.11.2020) hat bereits in den Monaten Dezember 2019 sowie April und Mai 2020 ein nicht vorhersehbares Überschreiten der Arbeitsentgeltgrenze vorgelegen. Im Monat November 2020 liegt somit kein gelegentliches (für die Zeit ab 1.11, maximal dreimaliges) Überschreiten der Arbeitsentgeltgrenze mehr vor.
Ab 01.12.2020 liegt wieder ein 450-Euro-Minijob vor, weil der regelmäßige monatliche Verdienst von diesem Zeitpunkt an durchschnittlich 450 Euro nicht übersteigt.

Weitere Informationen zur Verdienstgrenze im Minijob finden Sie in unserem Blogbeitrag „Schwankender Verdienst im Minijob – Worauf Arbeitgeber achten müssen!“.

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348 Kommentare zu “Mehrarbeit wegen Corona: 450-Euro-Grenze darf im Minijob überschritten werden”

  1. “….Die Möglichkeit des fünfmaligen nicht vorhersehbaren Überschreitens der Verdienstgrenze, ist auf die Zeit vom 1. März bis 31. Oktober 2020 begrenzt. Wird die monatliche Verdienstgrenze danach (ab dem 1. November 2020) überschritten, darf dies nicht in mehr als 3 Kalendermonaten innerhalb eines Zeitjahres passieren, damit ein gelegentliches Überschreiten vorliegt…”

    Szenario: Ich arbeite vom 01.04.2021 bis zum 31.12.2021 als Minijobber (450 € mtl.) und Corona ist immer noch virulent. Frage: Wie oft darf ich die Einkommensgrenze im vorgenannten Zeitraum überschreiten und wieviel darf ich in diesem Zeitraum insgesamt maximal verdienen, ohne dass die Altersrente gekürzt, Steuern und Krankenversicherungsbeiträge erhoben werden?

    1. Hallo Bernd,

      die Sonderreglung zum fünfmaligen Überschreiten der Verdienstgrenze aus unvorhersehbaren Gründen endete zum 31. Oktober 2020. Überschreiten Sie beispielsweise im November 2020 die Verdienstgrenze von 450 Euro aus unvorhersehbaren Gründen, prüft der Arbeitgeber den zurückliegenden Zeitraum von 12 Monaten. Im Beispiel ist das der 1. Dezember 2019 bis 30. November 2020. Wurde in diesem Zeitraum die monatliche Verdienstgrenze von 450 Euro bereits dreimal überschritten, muss der Arbeitgeber Sie für den Monat November 2020 (4. Überschreitung) sozialversicherungspflichtig zu Ihrer Krankenkasse melden. Das gilt auch für Rentner. Liegt Ihr Verdienst im darauffolgenden Dezember 2020 dann wieder bei maximal 450 Euro, meldet Ihr Arbeitgeber Sie wieder bei der Minijob-Zentrale.
      Ob und in welchem Rahmen sich ein höherer Verdienst auf Ihren Rentenbezug auswirkt, sagt Ihnen Ihr zuständiger Rentenversicherungsträger.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  2. hallo liebes Team!
    jetzt versuche ich auch mal mein glück da ich nach stundenlangem suchen noch nicht schlauer geworden bin:

    ich bin seit märz arbeitslos und habe im september, oktober und november einen kurzfristigen nebenjob bei einer autovermietung auf 450€ gehabt.
    jetzt will mir aber das arbeitsamt die 450€ für november, dezember und januar anrechnen.

    meine 2 fragen:
    1. gibt es eine möglichkeit dass das kurzfristige 3 monatige arbeiten unter “unvorhergesehener nebenverdienst” fällt?
    2. kann mir das arbeitamt den abrechnungszeitraum einfach so von september-november auf november-januar ändern?
    2.5. kann das mit der neuregelung ab dem 1 november zusammenhängen?

    ich hoffe ihr könnt mir helfen, da mir finanziell der boden wegbricht…

    vielen dank im voraus für eure mühe!

    schönen gruß
    matthias

    1. Hallo Matthias,

      beziehen Sie Arbeitslosengeld, gelten neben diesem Leistungsbezug Hinzuverdienstgrenzen. Das bedeutet, dass ein gewisser Teil eines zusätzlichen Einkommens anrechnungsfrei bleibt. Wird diese Grenze überschritten, führt das zu einer Kürzung der Leistung. Wir nehmen an, dass Sie die Hinzuverdienstgrenze mit Ihrem Minijob überschritten haben. Am besten wenden Sie sich mit Ihrer Frage direkt an Ihre zuständige Agentur für Arbeit.
      Vielleicht hilft Ihnen aber auch unser Blogbeitrag “Minijobs: So können sich Bezieher von Arbeitslosengeld etwas hinzuverdienen”: https://blog.minijob-zentrale.de/minijobs-so-koennen-sich-bezieher-von-arbeitslosengeld-etwas-hinzuverdienen/

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  3. Liebes Team,

    ich wurde im Zuge der Corona Pandemie in einem Krankenhaus eingestellt im April und habe dort in den Monaten aufgrund von erhöhtem Bedarf an Arbeitskraft im April und Mai mehr verdient als 450 Euro plus Werbungskosten. In der Folge jedoch habe ich deutlich weniger verdient und bleibe auch im gesamten Jahr 2020 unter 5400 Euro Verdienst. Ich möchte familienversichert bleiben, meine Krankenkasse will meinen Versicherungsstatus jedoch ausschließlich auf Basis der ersten drei Monaten meiner Beschäftigung determinieren und will dass ich mich eigenständig versichere.
    Habe ich Anspruch darauf und wie kann ich argumentieren?

    Herzliche Grüße
    JC

    1. Hallo JC,

      die kostenlose Mitversicherung im Rahmen der Familienversicherung der gesetzlichen Krankenkasse ist einkommensabhängig und wird im Einzelfall durch Ihre gesetzliche Krankenkasse geprüft. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir Sie als Minijob-Zentrale hierzu nicht beraten können. Sicher gibt es rechtliche Grundlagen für die Entscheidung Ihrer Krankenkasse. Wir empfehlen Ihnen daher, das Gespräch mit Ihrem Kundenbetreuer zu suchen, um Ihr Anliegen zu klären.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  4. Liebes Team der Minijob-Zentrale,

    mit dem erneuten Lockdown, muss politisch eine Verlängerung des 5maligen Überschreitens getroffen werden. Wir als Sicherheitsdienst, zum Großteil im Veranstaltungsschutz tätig, haben daher sehr viele Minijobber im Unternehmen. Viele davon gehen jetzt in ihren Hauptbeschäftigungen erneut in Kurzarbeit. Aufgrund der neuen Beschränkungen entsteht dennoch wieder erhöhter Sicherheitsbedarf in anderen Bereichen (Krankenhäuser, Lebensmitteleinzelhandel etc.). Um dies abzufangen, müssen wir auch unsere Minijobber dort zum Einsatz bringen. Leider haben so gut wie alle Minijobber sämtliche Grenzen der Ausnahmeregelungen bereits im ersten Lockdown ausgeschöpft. Es bedarf nun einer politischen Entscheidung, ungeachtet etwaiger sozialversicherungsrechtlicher Grenzen. Hier muss eine Gefahrenabwegung erfolgen, die zu Gunsten der inneren Sicherheit entscheidet.

    Welche Ministerien, außer das BMWi, BMAS und BMI, sind Ihrer Meinung nach hierbei entscheidungsbefugt?

    1. Hallo Florian,

      wir verstehen Ihr Anliegen und sind uns der schwierigen und angespannten Situation aufgrund der Corona-Pandemie bewusst. Die Regelung, dass in der Übergangszeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 sogar ein fünfmaliges Überschreiten der Verdienstgrenze von 450 Euro monatlich möglich war, hat sich nun durch Zeitablauf erledigt. Zum jetzigen Zeitpunkt liegen uns keine Informationen über die erneute Einführung einer solchen Regelung für Minijobber vor. Sie können sich sicher sein, dass wir über jegliche situationsbedingte Änderungen kurzfristig über unsere Internetseite und Social-Media-Kanäle informieren werden.

      Ansprechpartner für Anliegen, die sozialversicherungsrechtliche Regelungen betreffen, ist das Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  5. Liebes Team, ist die aktuell gültige Regelung der 5maligen Überschreitung bis 31.10.2020 darüberhinaus verlängert worden? Wir sind ein Verein und müssen nun unsere Reinigungskraft aufgrund der Corona Verordnung deutlich mehr für die Hallenreinigung im Winter einsetzen.
    Vielen Dank!

      1. Liebes Blog-Team,

        vielen Dank! Wie wäre Ihr Rat an der Stelle damit umzugehen? Damit wir die Corona Verordnung einhalten können, sollten wir die Reinigungsarbeiten durchführen. Ein klassisches Arbeitsverhältnis können wir uns jedoch als Verein nicht leisten. Kann man dies an öffentlicher Stelle adressieren bzw. wissen Sie wer diese Regelung verabschiedet hat? Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
        Beste Grüße,
        Jens

        1. Hallo Jens,

          welche die günstigste Lösung für alle Beteiligten ist empfehlen wir Ihnen im Gespräch zusammen mit Ihren Minijobbern zu eruieren. Beraten können wir Sie in diesem Zusammenhang nur auf der sozialversicherungsrechtlichen Ebene.
          Die Sonderregelung zum 5maligen Überschreiten der Verdienstgrenze aus unvorhersehbaren Gründen beruhte auf dem durch die Bundesregierung erlassenen “Gesetz für den erleichterten Zugang zu sozialer Sicherung und zum Einsatz und zur Absicherung sozialer Dienstleister aufgrund des Coronavirus SARS-CoV-2 (Sozialschutz-Paket)“ vom 27. März 2020.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  6. Sehr geehrte Damen und Herren,

    folgender Sachverhalt:

    Ein Minijobbler arbeitet seit Jahren mit einem Entgelt von 450 € mtl.

    Aufgrund der Corona Pandemie enstanden seit März bis September 2020 Sonderarbeiten, Krankheitsausfälle, Mehrschichten in einem systemrelevanten Beruf.

    Wir müssen nun ganz genau wissen, ob die 5 Monate ODER 115 Tage gelten.

    Folgender Fall:
    Der Minijobbler hat von März bis September 2020 jeweils über 450 € verdient. Gearbeitet hat der Minijobbler von März bis September insgesamt 105 Tage (somit unter 115 Tage). ABER somit über die 5 Monate Frist.

    Ist die Grenze von 115 Tagen eingehalten und die Grenze der 5 Monate somit irrelevant. Liegt weiterhin ein Minijob vor, auch für die Monate August und September?

    Oder liegt ab August eine Tätigkeit als sozialvers. AN vor?

    Vielen Dank.

    MfG

    1. Hallo TUEA,

      wir gehen davon aus, dass es sich in Ihrem geschilderten Fall nicht um einen kurzfristigen Minijob, sondern um einen 450-Euro-Minijob handelt. In diesem Fall sind die 115 Tage nicht relevant. Die Regelung von 5 Monaten oder 115 Arbeitstagen gilt nur für kurzfristige Minijobs.

      Bei der Prüfung des gelegentlichen Überschreitens der Verdienstgrenze aus unvorhersehbaren Gründen bei 450-Euro-Minijobs, ist ausschließlich der Zeitraum von 5 Monaten (März bis Oktober 2020) zu beachten.

      Das gelegentliche Überschreiten aus unvorhersehbaren Gründen (zum Beispiel Krankheitsvertretung) ist für diese Art von Minijobs unschädlich. Als gelegentlich galt bisher ein Zeitraum von bis zu 3 Monaten innerhalb des zurückliegenden Jahres (12-Monats-Zeitraum). Aufgrund der Corona-Pandemie gilt für die Zeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 übergangsweise ein bis zu 5-maliges unvorhersehbares Überschreiten (5 Monate) der Verdienstgrenze als gelegentlich. In diesem Fall darf auch die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro überschritten werden – der Minijob bleibt weiterhin bestehen.

      Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass wir Ihren geschilderten Fall im Rahmen unseres öffentlichen Blogs nicht abschließend beurteilen können. Uns fehlen hierzu einfach weitere Informationen. Gern beraten wir Sie telefonisch. Unsere Mitarbeiter im Service-Center sind montags bis freitags von 07:00 bis 17:00 Uhr unter der Telefonnummer 0355 2902-70799 für Sie da.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  7. Folgender Fall:

    unsere Firmen müssen sich mit ihren Öffnungszeiten den Öffnungszeiten des jeweiligen Amtes der Stadt/Gemeinde anpassen. Durch Corona gab es nun im öffentlichen Dienst öfter mal Änderungen der Öffnungszeiten (auch bis tief in die Nacht).

    Unsere Mitarbeiter haben aufgrund Dessen unvorhersehbar ebenfalls viele Überstunden aufgebaut, weil keiner mit den veränderten Öffnungszeiten (oder Corona) im Vorfeld rechnen konnte.

    Wenn wir diesen Mitarbeitern nun Stunden auszahlen ( nach Bestätigung des jeweiligen Amtes und deren Öffnungszeiten) und über die 5.400 € im Jahr kommen, können wir dann sicher sein, dass keine Sozialversicherungspflicht/Steuerpflicht vorliegt?

    Vielen Dank im Voraus

    1. Hallo Lisa,

      grundsätzlich muss man unterscheiden zwischen schwankendem Verdienst (ohne Überschreitung der Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro) und dem Überschreiten aus unvorhersehbaren Gründen (mit Überschreitung der Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro). Dabei ist zu beachten, dass die Jahresverdienstgrenze für eine in 12 Monaten ununterbrochen ausgeübte Beschäftigung gilt (12 x 450 Euro). Bestand die Beschäftigung nicht im gesamten Jahr, muss die Verdienstgrenze anteilig anhand der Monate reduziert werden.

      Hat der Arbeitnehmer schwankenden Lohn und überschreitet die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro nicht, ist die Anzahl der monatlichen Überschreitung nicht festgelegt. So dürfte der Minijobber zum Beispiel 8 Monate jeweils einen Verdienst von 500 Euro bekommen und in den anderen 4 Monate jeweils 350 Euro. Die Grenze von 5.400 Euro wird nicht überschritten und es bleibt bei einem Minijob.

      Daneben gibt es das gelegentliche Überschreiten aus unvorhersehbaren Gründen (zum Beispiel Krankheitsvertretung). Als gelegentlich galt bisher ein Zeitraum von bis zu 3 Monaten innerhalb des zurückliegenden Jahres. Aufgrund der Corona-Pandemie gilt für die Zeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 übergangsweise ein bis zu 5-maliges unvorhersehbares Überschreiten der Verdienstgrenze als gelegentlich. In diesem Fall darf auch die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro überschritten werden – der Minijob bleibt weiterhin bestehen.

      Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir an dieser Stelle keine umfassende sozialversicherungsrechtliche Beurteilung vornehmen können. Für weitere Detailfragen dürfen Sie sich aber gerne schriftlich an uns wenden. Unser Kontaktformular finden Sie unter minijob-zentrale.de https://t1p.de/MJZE-Kontakt

      Gern beraten wir Sie auch telefonisch. Unsere Mitarbeiter im Service-Center sind montags bis freitags von 07:00 bis 17:00 Uhr unter der Telefonnummer 0355 2902-70799 für Sie da.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  8. Hallo guten Tag, ich habe einen Job und einen Mini-Job und kann dieser Monat das Maximum des Mini-Jobs 450 überschreiten, obwohl ich einen normalen Job und einen Mini-Job habe?

      1. Hallo Marius,

        das kommt ganz auf den Sachverhalt an. Erhalten Sie sonst regelmäßig nicht mehr als 450 Euro in Ihrem Minijob und war der Grund für die Überschreitung unvorhersehbar für den Arbeitgeber? In diesem Fall kann die Überschreitung der 450-Euro-Grenze möglich sein, ohne dass es Ihren Minjob gefährdet. Das gelegentliche Überschreiten der Verdienstgrenze von 450 Euro aus unvorhersehbaren Gründen ist unschädlich für den Minijob. Das gilt auch dann, wenn Sie parallel eine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung ausüben.
        Als gelegentlich galt bisher ein Zeitraum von bis zu 3 Monaten innerhalb des zurückliegenden Jahres. Aufgrund der Corona-Pandemie gilt für die Zeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 übergangsweise ein bis zu 5-maliges unvorhersehbares Überschreiten der Verdienstgrenze als gelegentlich. In diesem Fall darf auch die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro überschritten werden – der Minijob bleibt weiterhin bestehen.

        Freundliche Grüße

        Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  9. Hallo liebes Team der Minijob-Zentrale :)
    Folgender Fall:
    Ich bin Hauptberuflich in einer Vollzeit/Sozialversicherungspflichtigen Anstellung. Seit Juli übe ich einen Minijob mit 414€/Monat aus. Im August musste ich bereits eine Schicht mehr übernehmen sodass ich auf 552€ kam (Diese wurden mir auch ausgezahlt). Im September dann das Desaster, es fielen viele Kollegen aus sodass ich noch mehr Schichten übernommen habe, auch um den Auftrag des Unternehmens aufrecht zu erhalten. Im Monat September habe ich 966€ verdient. Diese geleistete Arbeit möchte mein Minijob-Arbeitgeber nicht auszahlen mit der Begründung, dass ich dann einen monatlichen Durchschnittsverdienst von 644€ habe und somit Sozialversicherungspflichtig werde. Laut den aussagen auf ihrer Homepage ist es allerdings nicht so, sodass ich verstehe, das mir das Geld problemlos ausgezahlt werden kann. Vor allem weil der Durchschnittslohn von 450€ in den kommenden 9 Monaten auch wieder erreicht werden kann. Wobei das ja noch nicht mal der Fall sein muss.

    Habe ich nun den Inhalt ihres Artikels richtig verstanden, dass mir das gesamte Geld aus dem September zusteht und ich in den kommenden Monaten weiterhin bis zu 450€/Monat verdienen darf?

    Herzliche Grüße und vielen Dank für ihre Zeit und Mühe!

    Daniel

    1. Hallo Daniel,

      ja, Sie haben unseren Artikel richtig verstanden. Ein Überschreiten der monatlichen Verdienstgrenze löst nicht immer gleich Versicherungspflicht aus. Geschah die Überschreitung aus unvorhersehbaren Gründen, kann der Arbeitgeber grundsätzlich auch den höheren Verdienst auszahlen, ohne das Sozialversicherungsbeiträge für Sie fällig werden – ggf. mit Ausnahme der Rentenversicherung.
      Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass wir im Rahmen unseres öffentlichen Blogs keine verbindliche sozialversicherungsrechtliche Beurteilung im Einzelfall vornehmen können. Diese nimmt in der Regel Ihr Arbeitgeber für Sie vor. Nur er kennt alle relevanten Kriterien.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  10. Guten Tag,
    ist aufgrund der weiteren Ausnahmesituation vorgesehen. die Ausnahmeregelung im Hinblick auf die Überschreitung der Entgeltgrenze welche für die Monate März bis Oktober gab bis Ende des Jahres zu verlängern?

  11. Guten Tag, aufgrund der Corona-Pandemie erfolgte auch in unserer Branche ein vorübergehender Einbruch der Auftragslage. Bei einigen Minijobbern, die auf Abruf eingesetzt sind, führte dies im Frühjahr zu Unterbrechungsmeldungen. Sind diese Monate aus der Jahressumme von 5.400 Euro herauszurechnen? Wie sieht es dann mit der Anzahl der möglichen Überschreitungen aus, kann hier trotzdem in 5 Monaten im 12 Jahreszeitraum überschritten werden?

    Beispiel:
    Jan – Feb – Mrz je 400 Euro, Apr – Mai 0 Euro mit anschließender Unterbrechungsmeldung, ab Jun wieder normaler Einsatz zwischen 300 und 450 Euro, jetzt zu erwartender Bedarf für den Rest des Jahres.

    Je nach Entwicklung der Lage führt es dazu dass andere Kollegen ihre Nebentätigkeit auf Veranlassen des Hauptarbeitgebers erneut vorübergehend nicht ausüben dürfen, während wir auf eine gleichbleibende Auftragslage hoffen.
    Wäre dies dann ein Fall der unvorhersehbaren Mehrarbeit weil Kollege xy ausfällt? Muss diese Mehrarbeit immer an den bestimmten Ausfall eines Kollegen geknüpft sein? Ist dieser Ausfall als unvorhersehbar zu werten, auch wenn es keine Quarantäne oder krankheitsbedingter Ausfall ist?

    Vielen Dank im Voraus.

    1. Hallo Anika,

      grundsätzlich gilt: Ist ein Minijobber für 12 Monate ununterbrochen beschäftigt gemeldet, darf er in dieser Zeit bis zu 5.400 Euro verdienen. Die meldepflichtige Beschäftigung besteht auch für Zeiträume ohne Entgeltzahlung, allerdings für längstens einen Monat. Wird der Minijob aus diesem Grunde unterbrochen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen, ist er ab diesem Zeitpunkt für die nächsten 12 Monate erneut versicherungsrechtlich zu beurteilen. Dass heißt, es liegt ein 450-Euro-Minijob vor, wenn der ab diesem Zeitpunkt zu erwartenden Gesamtverdienst für den neuen 12-Monats-Zeitraum 5.400 Euro nicht übersteigt. Alte Beschäftigungszeiträume bis zur Unterbrechung sind insofern irrelevant..

      Was die grundsätzliche Möglichkeit des gelegentlichen nicht vorhersehbaren Überschreiten der Entgeltgrenze betrifft, möchten wir zunächst darauf hinweisen, dass davon nicht Gebrauch gemacht werden kann, wenn der Arbeitgeber bei seiner Jahresprognose allein die Einhaltung der jährlichen Geringfügigkeitsgrenze von 5.400 Euro unterstellt hat, ohne die Arbeitseinsätze und damit die zu erwartenden Arbeitsentgelte für die einzelnen Monate im Vorfeld festzulegen. Dies wäre insbesondere bei Minijobbern der Fall, die auf Abruf arbeiten. In diesen Fällen ist quasi der Verdienst in jedem Monat unvorhersehbar.

      “Nicht vorhersehbar” erklärt sich im Grunde genommen selbst. Es betrifft alle Sachverhalte, die der Arbeitgeber in seiner vorausschauenden Beurteilung des Minijobs nicht vorhersehen konnte. Hierzu gehört z. B. der erhöhte Arbeitseinsatz des Minijobbers wegen des unvorhersehbaren Ausfalls eines anderen Arbeitnehmers. Darunter fallen insbesondere Erkrankungen anderer Arbeitnehmer, aber auch Sachverhalte, in denen andere Arbeitnehmer vorübergehend nicht zur Verfügung stehen, weil der Hauptarbeitgeber ihnen die Nebentätigkeit vorübergehend untersagt.

      Darüber hinaus bitten wir um Verständnis, dass wir in unserem öffentlichen Blog aufgrund des Datenschutzes keine umfassende sozialversicherungsrechtliche Beurteilung der geschilderten Beschäftigung vornehmen können.

      Gern beraten wir Sie auch telefonisch. Unsere Mitarbeiter im Service-Center sind montags bis freitags von 07:00 bis 17:00 Uhr unter der Telefonnummer 0355 2902-70799 für Sie da.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  12. Hallo zusammen,
    ich beziehe eine Rente für besonders langjährig Versicherte, also sogenannte “Rente mit 63”. Seit 1.5.2019
    habe ich einen 450,-€ Job und mein Arbeitgeber zahlte mir jetzt eine Erhohlungsbeihilfe von 200,-€. Meine Frage wäre nun, habe ich damit die Jahresverdienstgrenze überschritten und müsste dadurch mit einer Rentenkürzung rechnen?
    Vielen Dank

    1. Hallo Krisi,

      Erholungsbeihilfen zählen unter bestimmten Voraussetzungen nicht zum Verdienst im sozialversicherungsrechtlichen Sinn – das heißt: sie dürfen zusätzlich zum Verdienst gezahlt werden, ohne den Minijob zu gefährden.
      Wir gehen davon aus, dass Ihr Arbeitgeber dies bereits beurteilt hat und die Verdienstgrenze für Ihren 450-Euro-Minijob nicht überschritten wird.
      Ob die zusätzliche Zuwendung Ihres Arbeitgebers Auswirkungen auf Ihren Rentenbezug hat, bitten wir Sie, bei Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger zu erfragen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  13. Hallo liebes Team der Minijob Zentrale,

    ich habe folgende Fage:

    Arbeitnehmer ist in 90% Kurzarbeit seit März 2020
    Arbeitnehmer hat seit 4 Jahren einen 450€ Minijob

    Kann er nun einen 2. Minijob annehmen und ist dieser steuerfrei?
    Der 2. Minijob würde den Lohnverlust aus der Kurzarbeit ausgleichen aber den bisherigen Nettolohn nicht überschreiten

    Vielen Dank

    Tim

    1. Hallo Tim,

      während des Bezuges von Kurzarbeitergeld ruht die Hauptbeschäftigung nur, ist aber nicht beendet.
      Neben einer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung dürfen Beschäftigte genau einen 450-Euro-Minijob sozialversicherungsfrei ausüben. Hierbei ist die zeitliche Reihenfolge maßgebend, in welcher beide Minijobs aufgenommen werden. Der zeitlich zuerst gemeldete 450-Euro-Minijob bleibt sozialversicherungsfrei.

      Jeder weitere – ggf. auch höher entlohnte – 450-Euro-Minijob wird zusammen mit der Hauptbeschäftigung sozialversicherungs- und steuerpflichtig an die Krankenkasse des Arbeitnehmers gemeldet. Hierbei spielt es auch keine Rolle, ob die Verdienste aus beiden Minijobs zusammen 450 Euro überschreiten. Mit Ausnahme der Arbeitslosenversicherung fallen auch für den Arbeitnehmer Sozialversicherungsbeiträge im zweiten Minijob an.

      Neben einer Hauptbeschäftigung und dem 450-Euro-Minijob könnten Sie jedoch parallel noch einen kurzfristigen Minijob sozialversicherungsfrei ausüben. Vielleicht interessiert Sie hierzu auch unser Blogbeitrag: Hauptjob, 450-Euro-Minijob und kurzfristiger Minijob! Geht das? http://t1p.de/Blogbeitrag-Hauptjob-Minijob-kurzfristig

      Ob der Verdienst aus dem neuen Minijob auf das Kurzarbeitergeld angerechnet wird sagt Ihnen Ihre zuständige Agentur für Arbeit.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  14. Hallo Team der Minijob-Zentrale,
    ich habe einen Minijob und bekomme monatlich 450 € vom Arbeitgeber, also jährlich die Obergrenze von 5.400 €. Darf der Arbeitgeber unter diesen Voraussetzungen überhaupt eine höhere Auszahlung vornehmen wenn ich Überstunden gemacht habe. Weil dies würde dann die Obergrenze von jählich 5.400 € überschreiten.
    Viele Grüße
    Marvin

    1. Hallo Marvin,

      Ihr Frage können wir nicht pauschal beantworten, da wir nicht alle relevanten Fakten kennen.

      Grundsätzlich muss man unterscheiden zwischen schwankendem Verdienst (ohne Überschreitung der Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro) und dem Überschreiten aus unvorhersehbaren Gründen (mit Überschreitung der Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro). Dabei ist zu beachten, dass die Jahresverdienstgrenze für eine in 12 Monaten ununterbrochen ausgeübte Beschäftigung gilt (12 x 450 Euro). Bestand die Beschäftigung nicht im gesamten Jahr, muss die Verdienstgrenze anteilig anhand der Monate reduziert werden.

      Hat der Arbeitnehmer schwankenden Lohn und überschreitet die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro nicht, ist die Anzahl der monatlichen Überschreitung nicht festgelegt. So dürfte der Minijobber zum Beispiel 8 Monate jeweils einen Verdienst von 500 Euro bekommen und in den anderen 4 Monate jeweils 350 Euro. Die Grenze von 5.400 Euro wird nicht überschritten und es bleibt bei einem Minijob.

      Daneben gibt es – wie im Blogbeitrag beschrieben – das gelegentliche Überschreiten aus unvorhersehbaren Gründen (zum Beispiel Krankheitsvertretung). Als gelegentlich galt bisher ein Zeitraum von bis zu 3 Monaten innerhalb des zurückliegenden Jahres. Aufgrund der Corona-Pandemie gilt für die Zeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 übergangsweise ein bis zu 5-maliges unvorhersehbares Überschreiten der Verdienstgrenze als gelegentlich. In diesem Fall darf auch die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro überschritten werden – der Minijob bleibt weiterhin bestehen.

      Weitere Informationen zur Verdienstgrenze finden Sie auf unserer Homepage: https://t1p.de/Minijob-Verdienstgrenze

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      1. Vielen Dank für die ausführliche Antwort!
        Ist es möglich, dass die Überstunden, die durch die kurzfristige Kündigung eines weiteren Mitarbeiters im Frühjahr 2020 angefallen sind, im Rahmen einer Nachzahlung ausgeglichen werden, wenn der Arbeitgeber von dieser Regelung bisher nicht Bescheid wusste und dadurch die Jahresverdienstgrenze von 5.400 € überberschritten wird? Gibt es einen maximal möglichen Betrag für die Überschreitung der Jahresverdienstgrenze?
        Viele Grüße
        Marvin

        1. Hallo Marvin,

          auch das können wir nicht pauschal beantworten. Besteht denn mit dem Minijobber eine Vereinbarung zur flexiblen Arbeitszeitregelung? Wurde das Führen eines Arbeitszeitkontos vertraglich vereinbart, können Zeitguthaben im Laufe des Jahres ab- oder aufgebaut werden.
          Besteht solche Vereinbarung nicht, muss der Arbeitgeber den Lohn in dem Monat auszahlen, in welchem er erarbeitet wurde. Ausführliche Informationen zur flexiblen Arbeitszeitregelung finden Sie auf unserer Homepage: http://t1p.de/MJZE-flexible-Arbeitszeitregelungen

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      2. Es sei denn, der minijobber ist erwerbsunfähig also Rentner. Diese minijobber dürfen 6300 im jahr verdienen ohne das die Rente gekürzt wird.

        1. Hallo Herr Böge,

          die Aussage zu einem möglichen Verdienst in Höhe von 6.300 Euro bezieht sich auf die Hinzuverdienstgrenze für Rentenbezieher. Die Hinzuverdienstgrenze regelt wie viel ein Rentner zu seiner gesetzlichen Rente hinzuverdienen darf. Wird diese Grenze überschritten, kann es zur Kürzung oder zum Wegfall der vorgezogenen Altersrente oder der Erwerbsminderungsrente führen.

          Um jedoch Minijobber zu sein und zu bleiben, gilt eine Verdienstgrenze im Jahr von 5.400 Euro. Bei einem 450-Euro-Minijob darf man durchschnittlich im Monat bis zu 450 Euro verdienen. Arbeitet der Minijobber ein Jahr lang durchgehend, darf er 5.400 Euro verdienen. Zu berücksichtigen sind auch einmalige Einnahmen wie beispielsweise Urlaubs- oder Weihnachtsgeld. Wird diese Verdienstgrenze überschritten, kann dies den Minijob auch bei Rentnern gefährden.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  15. Hallo,

    ich befinde mich zur Zeit in Kurzarbeit Null (100%) und habe seit Mai 2020 nebenher einen Mini-Job angenommen, der monatlich mit 440€ vergütet wird. Jetzt wurde ich gefragt, für September und Oktober Überstunden (ca. 40 Std. im Monat) zu machen. Nun frage ich mich, ob dies zulässig ist und mein Mini-Job weiterhin anrechnungsfrei bleibt? Wenn ja, wie viel € darf ich pro Monat überschreiten?
    Ich möchte umgehen, dass mein Kurzarbeitergeld in diesen Monaten gegengerechnet wird.

    Ich habe gelesen, dass man bis zu 5x im Jahr mehr in seinem Mini-Job verdienen darf pro Jahr. Gilt das allerdings auch, wenn ich mich in Kurzarbeit befinde?

    Vielen herzlichen Dank für eine Antwort!

    1. Hallo,

      Kurzarbeitergeld ist eine Leistung, die von der Agentur für Arbeit ausgezahlt wird. Bei Fragen zur Anrechnung Ihres Verdienstes aus dem Minijob auf das Kurzarbeitergeld bitten wir Sie, sich an Ihre zuständige Agentur für Arbeit zu wenden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  16. Hallo, darf man grundsätzlich als Rentner für langjährig Versicherte mehrere 450E Jobs nebeneinander haben? Und wenn diese zusammen gerechnet mehr als 450€ im Monat ergeben, was passiert dann: 1. im Fall das die Grenze von 6300€ nicht überschritten wird, 2. wenn die 6300€ überschritten werden? Wird dann sogar was von der Rente gekürzt? Gibt es noch andere Sanktionen?
    Danke und Freundliche Grüße

    1. Hallo Doris,

      als Renterin dürfen Sie grundsätzlich mehrere 450-Euro-Minijobs gleichzeitig ausüben. Hierbei ist zu beachten, dass der durchschnittliche monatliche Verdienst von 450 Euro in Summe nicht überschritten wird.

      Die Aussage zu einem möglichen Verdienst in Höhe von 6.300 Euro bezieht sich auf die Hinzuverdienstgrenze für Rentenbezieher. Die Hinzuverdienstgrenze regelt wie viel ein Rentner zu seiner gesetzlichen Rente hinzuverdienen darf. Wird diese Grenze überschritten, kann es zur Kürzung oder zum Wegfall der vorgezogenen Altersrente oder der Erwerbsminderungsrente führen.

      Um jedoch Minijobber zu sein und zu bleiben, gilt eine Verdienstgrenze im Jahr von 5.400 Euro. Bei einem 450-Euro-Minijob darf man durchschnittlich im Monat bis zu 450 Euro verdienen. Arbeiten Sie als Minijobberin ein Jahr lang durchgehend, dürfen Sie also 5.400 Euro verdienen. Zu berücksichtigen sind auch einmalige Einnahmen wie beispielsweise Urlaubs- oder Weihnachtsgeld. Wird diese Verdienstgrenze überschritten, liegt in der Regel kein 450-Euro-Minijob mehr vor.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  17. Hallöchen,

    wenn ich in einem Jahreszeitraum die 450 montl.1mal überschreite wegen Krankheitsvertretung eines Kollegen, ist dann der gesamte monatl Betrag 2000€ in meiner Steuererklärung bzw. Krankenversicherung anzugeben, oder zahlt mir der Arbeitgeer den vollen Betrag also2000€ aus und er muss nur die 2% an die Minijobzentrale abführen?
    So das ich dann statt 450€ die vollen 2000€ für diesen Monat bekomme und der minijob also nicht unterbrochen wurde? ab nächsten Monat werden dann wieder 450€ gezahlt.

    Dies kann mann also drei ( 3Monaze im Jahreszeitraum) mal im Jahreszeitraum so machen wenn nochmals unvorhersehbar etwas eintrifft?
    Habe ich das so richtig verstanden?

    1. Hallo,

      richtig. Als Minijobber dürfen Sie bis zu dreimal im Jahr aus unvorhersehbaren Gründen die monatliche Grenze von 450 Euro überschreiten. Die Überschreitung führt nicht zur Versicherungspflicht. Der Minijob bleibt somit bestehen und der Arbeitgeber zahlt die Pauschalabgaben (u.a. 2% Pauschsteuer) auf den in diesem Monat tatsächlich anfallenden Verdienst.

      Lesetipp: Unser Blog-Beitrag vom 17. Januar 2019: “Durch Krankheitsvertretung mehr als 450 Euro verdienen – Ist es dann noch ein Minijob?” https://t1p.de/Blogbeitrag-Krankheitsvertretung

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      1. Hallöchen, vielen Dank für Ihre schnelle Info. Habe da noch eine Frage, bin seit 01.01.2020 als Minijober mit einer Jahressonderzahlung eingestellt für monatl. 416,00€t. Habe nun auf diese Sonderzahlung verzichtet und bekomme ab 01.10.2020 nun 450,00€ monatl. Frage, bleibt durch diese veränderung der Jahreszeitraum ( 01.01.2020-31.12.2020) bestehen? Oder beginnt dann ab 01.10.2020 ein neuer Jahreszeitraum ( 01.10.2020-30.09.2021)?

        Vielen Dank im vorraus für Ihre Mühe.

        1. Hallo Jürgen,

          bei jeder dauerhaften Veränderung nimmt Ihr Arbeitgeber eine neue vorausschauende Beurteilung für maximal 12 Monate vor. Bei der dauerhaften Erhöhung des Verdienstes auf monatlich 450 Euro liegt eine solche dauerhafte Veränderung vor. Ihr Arbeitgeber wird daher ab dem Monat Oktober 2020 eine neue vorausschauende Beurteilung für den maximalen Zeitraum bis 30. September 2021 vornehmen.
          Beurteilt er aus abrechnungstechnischen Gründen Ihre Beschäftigung zu Beginn eines jeden neuen Kalenderjahres erneut vorausschauend, spricht hier nichts dagegen. Eine erneute Beurteilung kann also auch ab 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021 erfolgen.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  18. Hallo zusammen,
    folgende Situation. 2 Mitarbeiter beide Regelalterrentner sollen nun mehr verdienen aber sind als Minijobber beschäftigt.
    kann man diese nun als Regelaltersrentner umschlüsseln im Folgemonat?

    1. Hallo,

      wir gehen davon aus, dass es sich um eine dauerhafte Veränderung im Beschäftigungsverhältnis handelt (Erhöhung des Verdienstes). Ein Wechsel von einem 450-Euro-Minijob in eine versicherungspflichtige Beschäftigung ist bei jeder dauerhaften Veränderung möglich. Liegt der Verdienst in Zukunft regelmäßig im Durchschnitt über 450 Euro ist die Beschäftigung mit dem entsprechenden Personengruppenschlüssel an die zuständige Krankenkasse des Arbeitnehmers zu melden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  19. Hallo,

    ich arbeite in einem Unternehmen, das viele geringfügig Beschäftige mit mtl. Schwankendem Verdienst beschäftigt.
    Bei der Prüfung der 450 Euro Grenze stellt sich nun folgende Frage:

    Ist die Grenze von 5400,- € pro Kalenderjahr oder auf ein Zeitjahr anzusetzen?
    Also wenn jemand im August über die 450,- €-Grenze kommt, muss ich dann immer ein Zeitjahr bilden und schauen wieviel Monate er davor schon drüber war, um beurteilen zu können ob die Überschreitung unschädlich ist?
    Oder kann ich sagen wenn die Grenze für das Kalenderjahr 2020 passen würde,
    muss ich nicht umstellen?

    Zur Zeit prüfen wir wie folgt: wenn jemand z.B. im August über 450,- € liegt, rechnen wir 8 x 450,- = 3600,- €, wenn der Mitarbeiter trotz der Überschreitung nicht über diesen Betrag liegt, ist es ok. Wenn der Mitarbeiter jedoch über den Betrag von 3600,- € kommt, passen wir auf das er in der Zukunft weniger Stunden macht, damit er am Ende des Kalenderjahres die 5400,-€ Grenze nicht übersteigt.

    Ist die Prüfung so richtig, oder müssten wir bei jeder Überschreitung das
    Zeitjahr betrachten und wieviel Monate er in dem Zeitjahr überschritten hat??

    In diesem Fall wäre das Zeitjahr vom 01.09.2019 bis 31.08.2020 zu bilden, wenn in dieser Zeit die 5400 ,- € eingehalten werden, dann ist es doch auch egal wie oft der Mitarbeiter die 450,- € Grenze überschritten hat, oder? Nur wenn jetzt die 5400,- € in diesem Zeitjahr überschritten würden, ist die Anzahl der Überschreitungen (3 mal bzw. bei Corona 5 mal) zu prüfen?

    Habe ich das so richtig verstanden?

    Über eine schnelle Antwort wäre ich sehr dankbar.

    LG

      1. Hallo,

        in diesem Blogbeitrag geht es eher um das unvorhersehbare Überschreiten der 450 Euro Grenze.

        Bei einem tatsächlich schwankenden Verdienst, ist eine Schätzung zu Beginn der Beschäftigung und dann bei jeder dauerhaften Veränderung vorzunehmen.

        Bei Beschäftigungsbeginn schätzt der Arbeitgeber für die Dauer der Beschäftigung oder für einen Zeitraum von maximal 12 Monaten den durchschnittlichen Verdienst. Wenn dieser unter 450 Euro im Monat bzw. 5400 Euro im Jahr liegt, besteht ein Minijob. Tritt eine dauerhafte Änderung z.B. durch Änderung des Arbeitsvertrages ein, hat der Arbeitgeber den Verdienst erneut für die Zukunft zu schätzen.

        Die von Ihnen erläuterte Vorgehensweise ist dabei durchaus richtig.

        Weitere Informationen finden Sie auch in unserem Blog-Beitrag: Schwankender Verdienst im Minijob – Worauf Arbeitgeber achten müssen! https://t1p.de/Blogbeitrag-Minijob-schwankender-Verdienst

        Freundliche Grüße

        Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  20. Hallo zusammen,
    gilt das Überschreiten der 450€ Grenze generell, oder ist dies an den Maximalverdienst von 5.400€ im Jahr gekoppelt? Beispiel: Ich verdiene bei meinem Minijob im Monat 200€. Im Zeitraum März – Oktober 20 verdiene ich jedoch 5 x 600€. Macht in Summe 4.400€ und somit immer noch 1.000€ unter der maximalen Verdienstgrenze. Würde der 6. Monat, in dem ich 600€ verdiene, trotzdem nicht mehr als Minijob abgerechnet werden können?
    Vielen Dank im Voraus!

  21. Vielen Dank für die Möglichkeit, hier Fragen zu stellen. Folgendes: Bin seit 1. März auf 450 Euro Basis beschäftigt mit schwankendem Verdienst, so zwischen 300 und 600 Euro. Darf ja beliebig oft schwanken, wenn die jährliche Verdienstgrenze 5400 nicht überschreitet. Meine Frage: Ist jetzt für mich ausschlaggebend bis Ende Dezember 2020 anteilig 4500 Euro nicht zu überschreiten???? Oder zählen 12 Monate Beschäftigung bis Ende Februar 2021 mit 5400 Euro? Ist mir nicht ganz klar und möchte ganz sicher gehen. Bedanke mich im voraus für eine Antwort.

    1. Hallo Sabine,

      Dankeschön für Ihr positives Feedback. Das freut uns sehr.
      Die Verdienstgrenze von 5.400 Euro gilt für ein Zeitjahr – also 12 Monate. Das muss nicht unbedingt ein Kalenderjahr sein.
      Ihr Arbeitgeber beurteilt die Beschäftigung erstmalig zu ihrem Beginn vorausschauend für den maximalen Zeitraum von 12 Monaten – in Ihrem Fall ist das der Zeitraum vom 1. März 2020 bis 28. Februar 2021. In dieser Zeit dürfen 5.400 Euro nicht überschritten werden, damit Ihre Beschäftigung ein Minijob bleibt.
      Entscheidet sich der Arbeitgeber aus abrechnungstechnischen Gründen dazu, jeweils zu Beginn eines neuen Kalenderjahres eine erneute vorausschauende Beurteilung vorzunehmen, spricht aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht nichts dagegen. Ist das der Fall, wäre der neue Beurteilungszeitraum dann der 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      1. Wenn ich mich als Arbeitgeber jetzt bei diesem Beispiel dafür entscheide zu Beginn des neuen Jahres eine erneute vorausschauende Beurteilung vorzunehmen, wie werden dann die Monate März bis Dezember des Vorjahres geprüft, wenn der Verdienst für diese Zeit bei insgesamt 4800 € lag. Muss dann die anteilige Verdienstgrenze von 4500 € zu Grunde gelegt werden, oder muss ich die Monate Januar und Februar vom neuen mit einrechnen damit ich ein Zeitjahr bekomme, um beurteilen zu können ob die Monate vom Vorjahr als geringfügige Beschäftigung bleiben können?

        1. Hallo,

          in der Geringfügigkeitsrichtlinie ist zu Ihrer Frage Folgendes geregelt (Punkt 2.2.1.2 – https://t1p.de/MJZE-Geringfuegigkeits-RL):
          “… Bei unvorhersehbar schwankender Höhe des Arbeitsentgelts und in den Fällen, in denen im Rahmen einer Dauerbeschäftigung saisonbedingt vorhersehbar unterschiedliche Arbeitsentgelte erzielt werden, ist der regelmäßige Betrag durch Schätzung bzw. durch eine Durchschnittsberechnung zu ermitteln … Im Rahmen der Schätzung ist es auch zulässig, wenn Arbeitgeber bei ihrer Jahresprognose allein die Einhaltung der jährlichen Geringfügigkeitsgrenze von 5.400 Euro unterstellen, ohne die Arbeitseinsätze und damit die zu erwartenden Arbeitsentgelte für die einzelnen Monate im Vorfeld festzulegen. Die Tatsache, dass aufgrund des unvorhersehbaren Jahresverlaufs in einzelnen Monaten auch Arbeitsentgelte oberhalb von 450 Euro erzielt werden, ist unschädlich für das Vorliegen einer geringfügig entlohnten Beschäftigung, solange die jährliche Entgeltgrenze von 5.400 Euro nicht überschritten wird. Dies gilt nicht, wenn eine regelmäßige geringfügig entlohnte Beschäftigung auszuschließen ist, weil deren Umfang erheblichen Schwankungen unterliegt. Das ist dann der Fall, wenn eine in wenigen Monaten eines Jahres ausgeübte mehr als geringfügig entlohnte Beschäftigung nur deshalb geringfügig entlohnt ausgeübt würde, weil die Arbeitszeit und das Arbeitsentgelt in den übrigen Monaten des Jahres lediglich soweit reduziert werden, dass das Jahresarbeitsentgelt 5.400 Euro nicht übersteigt. Dies gilt auch dann, wenn unverhältnismäßige Schwankungen saisonbedingt begründet werden (vgl. Beispiel 7c). In diesen Fällen liegt in den Monaten des Überschreitens der Entgeltgrenze keine geringfügig entlohnte Beschäftigung vor.
          Die Feststellung der gewissenhaften Schätzung bleibt für die Vergangenheit auch dann maßgebend, wenn sie infolge nicht sicher voraussehbarer Umstände mit den tatsächlichen Arbeitsentgelten aus der Beschäftigung nicht übereinstimmt (vgl. Urteile des BSG vom 27. September 1961 – 3 RK 12/57 -, SozR Nr. 6 zu § 168 RVO, vom 23. November 1966 – 3 RK 56/64 -, USK 6698, und vom 23. April 1974 – 4 RJ 335/72 -, USK 7443). …”
          Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir in unserem öffentlichen Blog keine umfassende versicherungsrechtliche Beurteilung im Einzelfall vornehmen können. Für weitere Detailfragen dürfen Sie sich aber gerne schriftlich an uns wenden. Unser Kontaktformular finden Sie unter minijob-zentrale.de. https://t1p.de/MJZE-Kontakt

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  22. Hallo, zur gelegentlichen und unvorhergesehen Überschreitung der 450€ Grenze, z.B. wegen coronabedingter Mehrarbeit oder der Erkrankung einer Kollegin, möchte ich gerne wissen, wie es sich da mit der Familienversichrung verhält. Hier gilt ja für Minijobber die Grenze von 450€. Wird diese Überschritten, entfällt die Familenversicherung.
    Kann auch diese Grenze bei gelegentlicher und unvorhergesehener Mehrarbeit überschritten werden, ohne dass die Familienversicherung entfällt?
    Vielen Dank vorab.

    1. Hallo Michael,

      die kostenfreien Mitversicherung von Familienangehörigen ist an Einkommensgrenzen gebunden. Sie orientiert sich am regelmäßigen Einkommen des Familienmitgliedes. Ein 450-Euro-Minijob ist grundsätzlich unschädlich. Ein gelegentliches und unvorhersehbares Überschreiten ist auch in diesem Zusammenhang möglich.

      Bitte beachten Sie jedoch: Die Familienversicherung ist keine Leistung, welche über die Minijob-Zentrale geprüft oder gewährt wird. Für eine individuelle Prüfung oder Beratung bitten wir Sie, sich an Ihre zuständige Krankenkasse zu wenden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  23. Guten Tag, eine Frage von Arbeitgeberseite: wie genau muss das gelegentliche und unvorhersehbare Überschreiten der 450€-Grenze auf Grund von Corona in den Unterlagen für die RV – und Steuerprüfer dokumentiert werden? Reicht eine Notiz aus, dass auf Grund von Corona überschritten wird? Muss es Unterschriften von Arbeitgeber und Arbeitnehmerseite geben? Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

  24. Hallo,

    unser Sohn macht seit dem 01.08 ein vorgeschriebenes Pflichpraktikum im Rahmen des Fachabiturs. Er bekommt dort 100,- € vergütet. Er möchte sich jetzt noch am Wochenende einen 450,- € Job suchen. Werden diese beiden
    zusammen gerechnet. Muss er hierbei aufpassen das er nicht über die 450,- € kommt?
    Vielen Dank und viele Grüße

    1. Hallo Christiane,

      Praktikanten werden im Sozialversicherungsrecht sehr unterschiedlich beurteilt. Hier spielt es beispielsweise eine Rolle, ob es sich um ein Vor-, Zwischen- oder Nachpraktikum handelt und ob dieses beispielsweise in einer Studien- oder Ausbildungsordnung vorgeschrieben ist. Jeder Fall liegt hier unter Umständen anders und ist immer von den individuellen Gegebenheiten abhängig.
      Aufgrund Ihrer Schilderung gehen wir davon aus, dass es sich bei der Tätigkeit Ihres Sohnes um ein vorgeschriebenes Praktikum als Bestandteil der Gesamtausbildung an der Fachoberschule handelt. Bei einem solchen Praktikum handelt es sich daher um kein Beschäftigungsverhältnis im Sinne der Sozialversicherung.
      Ein eventuelles Einkommen aus dem Praktikum hat in diesem Fall keine Auswirkung auf einen zusätzlich bei einem anderen Arbeitgeber ausgeübten 450-Euro-Minijob. Die Verdienste werden in diesem Fall nicht addiert.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  25. Hallo, ich arbeite seit einem Jahr auf 450 € Basis. Diese wurden bisher auch eigentlich noch nie überschritten. Diesen Monat mache ich zusätzlich dazu noch ein Praktikum in einem anderen Betrieb, bei dem ich eine einmalige Vergütung von ebenfalls 450 € erhalte.
    Da meine Stunden bzw. mein Entgelt in meinem Job meist zwischen 380 und 450 € schwanken, kann ich noch nicht vorhersehen, ob ich durch das Entgelt des Praktikums die 5400 € Grenze überschreite.
    Meine Frage: Wäre es problematisch, wenn ich durch diese einmal Zahlung über die 5.400 € komme?
    Vielen vielen Dank!

    1. Hallo Mia,

      Praktika werden in der Sozialversicherung ganz unterschiedlich beurteilt. Hier kommt es ganz wesentlich darauf an, um welche Art von Praktikum es sich handelt. Ein Schülerpraktikum wird beispielsweise anders beurteilt als ein freiwilliges oder vorgeschriebenes Praktikum im Rahmen eines Studiums. Um Ihre Frage richtig beantworten zu können ist es daher wichtig zu wissen, um welche Art von Praktikum es sich handelt (beispielsweise Vor-, Zwischen- oder Nachpraktikum im Rahmen eines Studiums) und ob dieses vorgeschrieben ist oder freiwillig geleistet wird.
      Gern beraten wir Sie hierzu auch telefonisch. Unsere Mitarbeiter im Service-Center sind montags bis freitags von 07:00 bis 17:00 Uhr unter der Telefonnummer 0355 2902-70799 für Sie da.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  26. Hallo und guten Tag,
    mein bislang langjähriges Arbeitsverhältnis habe ich/wurde mit Aufhebungsvertrag zum Ende letzten Jahres gekündigt.
    Ich bin jetzt 61 und erhalte seitdem eine vorgezogene Altersrente.
    Seit Ende Februar diesen Jahres 2020 konnte ich einen 450€-Job antreten, der allerdings jetzt, im Rahmen meiner Probezeit, wieder gekündigt wurde. Im Vorfeld meines geplanten Urlaubs im September mache ich keine Anstalten einen neuen Mini-Job anzutreten. Allerdings habe ich Aussichten ggfls. ab Oktober eine Tätigkeit beim Gesundheitsamt zur Nachverfolgung von CORONA-Verdachtsfällen anzutreten. Die Anforderungen in diesem Tätigkeitsfeld zeichnen sich als zeitintensiv ab.
    Kann ich/darf ich, bei Vertragsabschluss eines zweiten 450€-Jobs noch in diesem Jahr ab Oktober, eine vertraglich, zeitliche Vereinbarung eingehen, bei der ich von Oktober 2020 bis Jahresende (3Monate) bzw. darüberhinaus (biszu..5Monate?) die 450€ Verdienstgrenze überschreite ?

    1. Hallo Tommy,

      üben Sie keine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung aus, können Sie mehrere 450-Euro-Minijobs nebeneinander ausüben. Der gesamte monatliche Verdienst darf jedoch durchschnittlich 450 Euro nicht überschreiten, um versicherungsfrei zu bleiben.

      Verdienen Sie insgesamt mehr als 450 Euro im Monat, werden alle Beschäftigungen versicherungspflichtig zu Ihrer Krankenkasse gemeldet.

      Auch die Versteuerung des Verdienstes kann dann nicht mehr pauschal mit 2 Prozent erfolgen. Vielmehr werden Ihre Einkommen nach den individuellen Lohnsteuermerkmalen versteuert (z. B. Lohnsteuerklasse 1 und 6). Alternativ kann eine pauschale Lohnsteuer in Höhe von 20 Prozent gewählt werden. Rund um das Thema Steuern berät Sie darüber hinaus Ihr zuständiges Finanzamt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  27. Hallo liebes Team,

    ich habe einen Arbeitnehmer als Minijobber seit dem 18.05.2020. Er erhält monatlich 450 €.
    Ab August soll er für 5 Monate mehr Lohn erhalten, da ein anderer Arbeitnehmer längerfristig erkrankt ist.
    Ist dies möglich? Wie zählt die 5-Monatsfrist, da sie nur von März bis Oktober eingeführt wurde.
    Würde er dann ab November die Grenzen überschreiten und sv-pflichtig werden?

    Mit freundlichen Grüßen
    Katja N.

    1. Hallo Katja,

      Sie haben recht. Die Sonderregelungen zum gelegentlichen und unvorhersehbaren Überschreiten der Verdienstgrenze im Minijob enden am 31. Oktober 2020.
      Überschreitet Ihr Minijobber im November erneut die Verdienstgrenze und hat er innerhalb der letzten 12 Monate (1. November 2019 bis 31. Oktober 2020) diese Grenze bereits 3 mal überschritten, tritt Versicherungspflicht ab November 2020 ein. Die Versicherungspflicht gilt für die Monate, in welchen weiterhin infolge der Krankheitsvertretung ein höheren Verdienst gezahlt wird. Erhält Ihr Minijobber dann wieder die vereinbarten max. 450 Euro, kann die Beschäftigung wieder zur Minijob-Zentrale gemeldet werden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      1. Hallo,
        wie sieht das bei Beamten aus? In meinem Fall als frühpensionierte Beamtin?
        Mein Arbeitgeber meint, ich sei dann sozialversicherungspflichtig und müsste bei einer gesetzlichen Krankenversicherung angemeldet werden.
        Ich bin privat krankenversichert.
        Könnte für 3 Monate wegen Corona ca. 1000,-€ monatlich verdienen, regulär bin ich Pauschalkraft mit 450,-€ und regelmäßig beschäftigt, also ohne Unterbrechungen.

        1. Hallo Martina,

          auch ein erhöhter zeitlicher Arbeitsaufwand im Zusammenhang mit der Corona-Krise kann grundsätzlich unvorhersehbar sein.
          Das gelegentliche und unvorhersehbare Überschreiten der Verdienstgrenze von 450 Euro führt in diesem Zusammenhang nicht zur Beendigung des Minijobs. Als gelegentlich galt bisher ein Zeitraum von bis zu 3 Monaten innerhalb der vergangenen 12 Monate. Handelt es sich um ein gelegentliches unvorhersehbares Überschreiten, darf auch die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro überschritten werden – der Minijob bleibt weiterhin bestehen.
          Aufgrund der Corona-Pandemie gilt für die Zeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 übergangsweise ein bis zu 5-maliges unvorhersehbares Überschreiten der Verdienstgrenze innerhalb der letzten 12 Monate als gelegentlich.
          Überschreiten Sie die Verdienstgrenze häufiger als 5 mal bzw. ab November 3 mal, liegt dem Grunde nach eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vor. Ihr Arbeitgeber kann sich dann eine gesetzliche Krankenkasse als Einzugsstelle wählen. Weitere Informationen hierzu erteilt dann die gesetzliche Krankenkasse.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  28. Wir haben folgende Situation: ein Verlag bereitet alle Mustervorlagen für Lehrbetriebe vor. Teilweise wird dies im Papierform und teilweise elektronisch zu Download-Daten erstellt. Diese wurde von der verantwortliche Mitarbeiterin im Rahmen 450,00 € Mini Job erledigt. Durch Corona bedingte Abänderung des Unterrichts (kein Schulbesuch mehr) war die Mitarbeiterin verpflichtet die Unterlagen jedem einzelnen Lehrer speziell vorbereiten und zu zusenden. Dies erforderte eine erhebliche Steigerung des Arbeitszeit. Fällt diese Erhöhung der Stunden unter die Corona- Sonderregelung unter?

    1. Hallo,

      der erhöhte zeitliche Aufwand im Zusammenhang mit den durch die Pandemie bedingten Schutzmaßnahmen war nicht vorhersehbar.
      Überschreitet Ihre Minijobberin gelegentlich aufgrund dieser unvorhersehbaren Ereignisse die Verdienstgrenze von 450 Euro, führt das nicht zwangsläufig zur Versicherungspflicht. Als gelegentlich galt bisher ein Zeitraum von bis zu 3 Monaten innerhalb des zurückliegenden Jahres. Aufgrund der Corona-Pandemie gilt für die Zeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 übergangsweise ein bis zu 5-maliges unvorhersehbares Überschreiten der Verdienstgrenze als gelegentlich. In diesem Fall darf auch die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro überschritten werden – der Minijob bleibt weiterhin bestehen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  29. Hallo ,
    Monika fragt ,
    Ich bin in Rente u habe.einen 450€ Job in der Altenpflege.
    Wieviel corona Prämie steht mir zu ?
    Auf meinem Abrechnungszettel stehen 125€.
    Ist das korrekt? Mit freundlichen Grüßen
    u danke für die Antwort

    1. Hallo Monika,

      der Bundestag hat eine Bonuszahlung für alle in der Altenpflege arbeitenden Beschäftigten beschlossen (sogenannter Pflegebonus), der den Arbeitgebern von den Pflegekassen spätestens zum 15. Juli ausgezahlt werden soll. Die Arbeitgeber sollen diesen Bonus dann spätestens mit der nächsten Gehaltsüberweisung an ihre Arbeitnehmer weitergeben.
      Auch Minijobber können grundsätzlich einen Pflegebonus erhalten. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sie innerhalb des Zeitraums vom 1. März bis zum 31. Oktober 2020 mindestens drei Monate in einer zugelassenen Pflegeeinrichtung beschäftigt sind. Da es sich im Minijob um Teilzeitbeschäftigte handelt, steht der Pflegebonus Minijobbern nur anteilig zu.

      Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir an dieser Stelle keine umfassende rechtliche Beratung vornehmen können. Bei Fragen zur Höhe des Pflegebonus bitten wir Sie, sich an Ihre zuständige Pflegekasse zu wenden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  30. Hallo,

    ich habe folgende Frage: Arbeitnehmer hat einen 130 Std. Job als Hauptjob und einen 450€ Job nebenbei. Im HAuptjob werden nun 100% Kurzarbeit ausgerufen. Im 450€ Job könnte er mehr Stunden arbeiten für die Zeit der Kurzarbeit um das finanziell auszugleichen. Ist das Möglich? Arbeitsamt sagt das man bis zum ursprünglichen netto, ohne Anrechnung aufs KUG, im Nebenjob verdienen darf, dies hat er aber bereits mit dem normalen 450€ Job.

    Darf er die Differenz zum Hauptjob dazu verdienen + seinen Regulären Nebenjob oder Nur so viel wie er mit dem Hauptjob verdient?

    1. Hallo Andre,

      grundsätzlich dürfen Minijobber 5.400 Euro sozialversicherungsfrei verdienen, wenn dieser ein gesamtes Jahr (12 Monate) ununterbrochen beschäftigt war. 12 Monate entsprechen hierbei einem Zeitjahr und können auch kalenderjahrübergreifend gezählt werden.

      Übersteigt der Jahresverdienst eines Minijobbers 5.400 Euro, weil sich der Verdienst in einzelnen Monaten erhöht, liegt nicht automatisch eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vor. Ein Minijob bleibt auch dann bestehen, wenn der höhere Verdienst gelegentlich und nicht vorhersehbar gezahlt wird. Die Höhe des Verdienstes spielt keine Rolle.

      Unvorhersehbar heißt, dass die Mehrarbeit im Voraus nicht vereinbart war. Als gelegentlich war bislang grundsätzlich ein Zeitraum bis zu 3 Kalendermonaten innerhalb eines Zeitjahres anzusehen. Dieser Zeitraum wird nun vorübergehend erhöht: Aufgrund der unvorhersehbaren Ereignisse im Zusammenhang mit dem Coronavirus dürfen 450-Euro-Minijobber die Verdienstgrenze bis zu 5-mal innerhalb eines Zeitjahres überschreiten. Diese Regelung gilt vorerst vorübergehend für die Monate März bis Oktober 2020.

      Durch die Bundesregierung wurde zwischenzeitlich ein zweites Sozialschutzpaket https://t1p.de/BMAS-Sozialschutzpaket-IIverabschiedet. Es enthält eine Reihe weiterer Regelungen zur Bewältigung der Corona-Krise.

      Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Kurzarbeit werden beispielsweise die bereits bestehenden Hinzuverdienstmöglichkeiten erweitert. Gemäß der Informationen für Arbeitnehmer zum Kurzarbeitergeld (Bundesagentur für Arbeit) bleibt ein 450-Euro-Minijob nun gänzlich anrechnungsfrei. https://t1p.de/BfA-KUG-Informationen-Arbeitnehmer

      Zur individuellen Auswirkung eines Nebenjobs auf das Kurzarbeitergeld berät Sie die zuständige Agentur für Arbeit.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  31. Guten Tag,

    wir möchten zwei Reinigungskräfte (schwankender Verdienst) am 01.08. auf sozialversicherungspflichtig umstellen.

    Laut Zeitjahr wäre RK1 im Otkober, November, Januar, Mai, Juni und Juli über der Grenze gewesen und
    RK2 im Oktober, Januar, März, April, Mai, Juni und Juli.

    Durch Corona sind wir uns nun unsicher.

    Nach unserem Verständnis wäre laut Kalenderjahr eine Umstellung von RK1 zum 01.08. möglich und bei RK2 rückwirkend zum 01.07.

    Liegen wir da richtig? Vielen Dank im Voraus.

    1. Hallo,

      wir gehen davon aus, dass der Wechsel in eine versicherungspflichtige Beschäftigung aufgrund der Ausschöpfung des unvorhersehbaren Überschreitens erfolgt.

      Ab bekannt werden, dass die Grenze für das unvorhersehbare Überschreiten nicht eingehalten wird besteht Sozialversicherungspflicht und die Beschäftigung ist zur gesetzlichen Krankenkasse des Arbeitnehmers zu melden.

      Geht man vom fünfmaligen Überschreiten aus, müsste RK1 grundsätzlich ab Juli 2020 und RK2 ab Juni 2020 sozialversicherungspflichtig gemeldet werden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  32. Hallo,
    Ich habe eine Frage bezüglich meinen Nebenjobs welchen ich seit März 2020 habe. In den Monaten März bis Juni habe ich mehr als 450 Euro verdient. Der Monat Juni wurde mir jedoch Sozialversicherungspflichtig abgerechnet. Warum? Durch die Corona Krise ist doch ein bis zu 5 maliges Überschreiten der 450 Euro möglich. An wen muss ich mich diesbezüglich wenden?
    Vielen Dank.

    1. Hallo Svenja,

      richtig. Aufgrund der Corona-Pandemie dürfen 450-Euro-Minijobber die Verdienstgrenze innerhalb eines Zeitjahres 5-mal überschreiten. Dies gilt in der Zeit vom 1. März 2020 bis zum 31. Oktober 2020.

      Ihre richtiger Ansprechpartner für Ihre Lohnabrechnung ist Ihr Arbeitgeber. Wir bitten Sie daher, mit Ihrem Arbeitgeber ins Gespräch zu gehen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  33. Hallo,
    ich habe folgende Frage: Ein Mitarbeiter von uns ist seit dem 31.07.20 in Rente und arbeitet ab dem 01.08.20 weiterhin auf 450 € Basis bei uns.
    Kann er auch aufgrund von unvorhersehbaren Gründen bis Oktober 20 die 450 € Grenze überschreiten? Ein Rückrechenzeitraum von 12 Monaten ist ja hier nicht vorhanden, da der Minijob erst begonnen hat?

    1. Hallo Olivia,

      grundsätzlich dürfen Minijobber 5.400 Euro sozialversicherungsfrei verdienen, wenn Sie ein gesamtes Jahr (12 Monate) ununterbrochen beschäftigt sind. 12 Monate entsprechen hierbei einem Zeitjahr und können auch kalenderjahrübergreifend gezählt werden.

      Übersteigt der Jahresverdienst eines Minijobbers 5.400 Euro, weil sich der Verdienst in einzelnen Monaten erhöht, liegt nicht automatisch eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vor. Ein Minijob bleibt auch dann bestehen, wenn der höhere Verdienst gelegentlich und nicht vorhersehbar gezahlt wird. Die Höhe des Verdienstes spielt keine Rolle.

      Unvorhersehbar heißt, dass die Mehrarbeit im Voraus nicht vereinbart war. Als gelegentlich war bislang grundsätzlich ein Zeitraum bis zu 3 Kalendermonaten innerhalb eines Zeitjahres anzusehen. Dieser Zeitraum wird nun vorübergehend erhöht: Aufgrund der unvorhersehbaren Ereignisse im Zusammenhang mit dem Coronavirus dürfen 450-Euro-Minijobber die Verdienstgrenze bis zu 5-mal innerhalb eines Zeitjahres überschreiten. Diese Regelung gilt vorerst vorübergehend für die Monate März bis Oktober 2020.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  34. Ich habe folgende Situation.
    habe bereits seit 4 Jahren einen 450-Minijob denn ich aktuell auch wie gewohnt ausübe.
    Aktuell bin ich bei meinem Hauptarbeitgeber in Kurzarbeit bis zum Ende vom Jahr
    Jetzt im Juli – Oktober habe ich noch einen zusätzlichen 450-Minijob angenommen.
    Jetzt verstehe ich aber nicht ob das in Ordnung geht, bzw was ich beachten muss.
    Wie wird mir dieser angerechnet, bzw muss ich da was beachten?
    Wem melde ich dass bzw kann mich dazu informieren zu Sozialabgaben,versteueren etc

    LG

    1. Hallo,

      neben einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung (Kurzarbeit) dürfen Sie nur genau einen 450-Euro-Minijob ausüben. Unabhängig davon, ob die Grenze von 450 Euro eingehalten wird oder nicht. Jeder weitere 450-Euro-Minijob wird sozialversicherungspflichtig und steuerpflichtig zu Ihrer gesetzlichen Krankenkasse gemeldet.

      Neben dem 450-Euro-Minijob gibt es noch die sogenannte kurzfristige Beschäftigung http://t1p.de/MJZE-kurzfristig-gewerbliche-Minijobs

      Es ist möglich eine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung, einen 450-Euro-Minijob und kurzfristige Beschäftigungen parallel auszuüben. Die Verdienste aus einem 450-Euro-Minijob und einer kurzfristigen Beschäftigung werden nicht zusammengerechnet.
      Hier finden Sie den passenden Blog-Beitrag dazu: http://t1p.de/Blogbeitrag-Hauptjob-Minijob-kurzfristig

      Zur individuellen Anrechnung des Nebenverdienstes auf das Kurzarbeitergeld informiert Sie Ihre zuständige Agentur für Arbeit. Vielleicht helfen Ihnen aber auch bereits die Informationen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zur Anrechnung von Nebenjobs während der Kurzarbeit unter dem Punkt “Erweiterung der Hinzuverdienstmöglichkeiten während der Kurzarbeit”: https://t1p.de/BMAS-Erleichtertes-Kurzarbeitergeld

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  35. Hallo,
    wir haben eine Neueinstellung ab August auf Minijob Basis, weil der Vorgänger plötzlich nicht mehr kommt. Nun liegt aber gerade im August so viel Arbeit an, dass er die 450,- weit überschreiten würde. Danach würde er regulär höchstens 450,-/Monat verdienen. Eher auch mal weniger.
    Kann der Minijobber direkt im ersten Monat viel mehr arbeiten? Gilt das noch als Minijob? Oder muss er für den ersten Monat SV-pflichtig gemeldet werden?

    1. Hallo Bianca,

      grundsätzlich muss man unterscheiden zwischen schwankendem Verdienst (ohne Überschreitung der Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro) und dem Überschreiten aus unvorhersehbaren Gründen (mit Überschreitung der Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro). Dabei ist zu beachten, dass die Jahresverdienstgrenze für eine in 12 Monaten ununterbrochen ausgeübte Beschäftigung gilt (12 x 450 Euro). Bestand die Beschäftigung nicht im gesamten Jahr, muss die Verdienstgrenze anteilig anhand der Monate reduziert werden.

      Hat der Arbeitnehmer schwankenden Lohn und überschreitet die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro nicht, ist die Anzahl der monatlichen Überschreitung nicht festgelegt. So dürfte der Minijobber zum Beispiel 8 Monate jeweils einen Verdienst von 500 Euro bekommen und in den anderen 4 Monate jeweils 350 Euro. Die Grenze von 5.400 Euro wird nicht überschritten und es bleibt bei einem Minijob.

      Daneben gibt es das gelegentliche Überschreiten aus unvorhersehbaren Gründen (zum Beispiel Krankheitsvertretung). Als gelegentlich galt bisher ein Zeitraum von bis zu 3 Monaten innerhalb des zurückliegenden Jahres. Aufgrund der Corona-Pandemie gilt für die Zeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 übergangsweise ein bis zu 5-maliges unvorhersehbares Überschreiten der Verdienstgrenze als gelegentlich. In diesem Fall darf auch die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro überschritten werden – der Minijob bleibt weiterhin bestehen.

      Der Arbeitgeber konnte mit dem plötzlichen Fernbleiben des Vorgängers nicht rechnen, somit gilt dies grundsätzlich als unvorhersehbar. Die Anmeldung im Rahmen eines Minijobs ist grundsätzlich ab dem ersten Monat möglich.

      Weitere Informationen zur Verdienstgrenze finden Sie auf unserer Homepage: https://t1p.de/Minijob-Verdienstgrenze

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  36. Hallo,

    um nochmal ganz sicher zu gehen: Die Überschreitung muss aus “Corona-Gründen” erfolgen? Was ist wenn eine Aushilfe eine schwangere Mitarbeiterin teilweise ersetzt da diese ins Homeoffice gegangen ist und von da aus nicht alle Arbeiten ausführen konnte. Die schwangere Mitarbeiterin hat allerdings trotzdem Vollzeit gearbeitet.
    Wenn die MA das Kind bekommt und dadurch fiele weiterhin Mehrarbeit für die Aushilfe an, allerdings wegen des Mutterschutzes, wäre das ein Grund für das Überschreiten in der Coronakrise? Da die Geburt ja nicht unvorhergesehen war.

    Vielen Dank vorab!
    May

    1. Hallo May,

      unvorhersehbare Gründe können wegen der Corona-Pandemie vorliegen aber auch zum Beispiel durch Krankheits- und Schwangerschaftsvertretung sowie einer Vertretung wegen Gründen des Mutterschutzes. Das gelegentliche unvorhersehbare Überschreiten wurde aufgrund der Corona-Pandemie von 3 auf 5-mal in der Zeit vom März bis Oktober 2020 angehoben.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      1. Vielen Dank für die schnelle Antwort!

        Ist das sicher, dass der Mutterschutz als unvorhersehbares Ereignis gilt?
        Also ich finde schon, dass das vorhersehbar ist. Wenn Urlaubsvertretung nicht als unvorhersehbares Ereignis zählt, hätte ich da Bedenken, dass Vertretung bei Mutterschutz durchgeht, das weiß man ja unter Umständen noch länger vorher als ein Urlaub.

        1. Hallo,

          der Mutterschutz gehört im Rahmen der Schwangerschaftsvertretung grundsätzlich dazu. Die Schwangerschaft einer Minijobberin ist für den Arbeitgeber ein unvorhersehbares Ereignis. Abhängig von der Branche, kann es für den Arbeitgeber einige Zeit in Anspruch nehmen, geeignetes Personal für die zu vertretende Stelle zu finden.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  37. Hallo,

    ich arbeite in einem Hotel (hauptberuflich). Mit dem Lock Down musste ich in 100% Kurzarbeit und habe mir einen 450€ Job gesucht. Dort habe ich Mitte April angefangen zu arbeiten. Leider ist mein 450€-Job-Arbeitgeber eine Zeitarbeitsfirma (nicht systemrelevant). So langsam fange ich wieder an zu arbeiten im Hotel (seit Ende Mai). Aktuell würde ich sagen, habe ich ca.50% Kurzarbeit (ich teile mir mit meiner Kollegin eine volle Stelle) Durch Urlaubstage schwankt es etwas.
    Nun habe ich im Juli aufgrund von Krankheit und Urlaub die 450 € in meinem Minijob überschritten und komme somit auch über mein volles Netto-Einkommen im Hotel ohne KUG.

    In wie weit wird das Einkommen betrachtet? Kommt es hier auch auf einen Jahresmittelwert an oder wird jeder einzelne Monat betrachtet von der Agentur für Arbeit und ich muss mit Abzügen des KUGs im Folgemonat rechnen?

    Eigentlich habe ich aktuell aufs Jahr betrachtet mehr verloren als hinzuverdient.

    Vielen Dank im Voraus für Eure Hilfe.

    Liebe Grüße

    1. Hallo,

      durch die Bundesregierung wurde zwischenzeitlich ein zweites Sozialschutzpaket https://t1p.de/BMAS-Sozialschutzpaket-II verabschiedet. Es enthält eine Reihe weiterer Regelungen zur Bewältigung der Corona-Krise.

      Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Kurzarbeit werden beispielsweise die bereits bestehenden Hinzuverdienstmöglichkeiten erweitert. Gemäß der Informationen für Arbeitnehmer zum Kurzarbeitergeld (Bundesagentur für Arbeit) https://t1p.de/BfA-KUG-Informationen-Arbeitnehmer bleibt ein 450-Euro-Minijob nun gänzlich anrechnungsfrei.

      Zudem ist gelegentliche und unvorhersehbare Mehrarbeit wegen Corona unschädlich für die 450-Euro-Grenze.

      Zur individuellen Verrechnung eines Nebenjobs mit dem Kurzarbeitergeld berät Sie Ihre zuständige Agentur für Arbeit.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  38. Hallo,
    ich habe von Januar-Juli auf Mini-Job Basis gearbeitet. Mein Arbeitgeber bittet mich nun im August und im September wesentlich mehr zu arbeiten. Zum 31.12.2020 würde ich dann jedoch die max. Grenze von 5.400,00 EUR überschreiten.
    Liegt dann trotzdem noch ein Mini-Job vor oder werde ich für das ganze Jahr rückwirkend Sozialversicherungspflichtig eingestuft inkl. Steuern? Vielen Dank!

    1. Hallo,

      grundsätzlich dürfen Sie als Minijobber 5.400 Euro sozialversicherungsfrei verdienen, wenn Sie ein gesamtes Jahr (12 Monate) ununterbrochen beschäftigt waren. 12 Monate entsprechen hierbei einem Zeitjahr und können auch kalenderjahrübergreifend gezählt werden.

      Übersteigt der Jahresverdienst eines Minijobbers 5.400 Euro, weil sich der Verdienst in einzelnen Monaten erhöht, liegt nicht automatisch eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vor. Ein Minijob bleibt auch dann bestehen, wenn der höhere Verdienst gelegentlich und nicht vorhersehbar gezahlt wird. Die Höhe des Verdienstes spielt keine Rolle. Eine betragsmäßige Obergrenze für das Überschreiten gibt es also nicht.

      Unvorhersehbar heißt, dass die Mehrarbeit im Voraus nicht vereinbart war. Als gelegentlich war bislang grundsätzlich ein Zeitraum bis zu 3 Kalendermonaten innerhalb eines Zeitjahres anzusehen. Dieser Zeitraum wird nun vorübergehend erhöht: Aufgrund der unvorhersehbaren Ereignisse im Zusammenhang mit dem Coronavirus dürfen 450-Euro-Minijobber die Verdienstgrenze bis zu 5-mal innerhalb eines Zeitjahres überschreiten. Diese Regelung gilt vorerst vorübergehend für die Monate März bis Oktober 2020.

      Trifft die auf die Überschreitung in Ihrem Sachverhalt für die Monate August und September das oben genannte zu, bleibt es bei einem Minijob.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  39. Es liegt ein unbefristeter 450€Job vor.

    1. Ist dann der Betrachtungszeitraum grundsätzlich das Kalenderjahr, oder wird jeden Monat das letzte Jahr (Im Monat 06 von 07 Vorjahr bis 06 lfd Jahr) für die Überschreitungen betrachtet?

    2. In den Monaten März bis September 2020 wird in 5 Monaten die Verdienstgrenze überschritten. Zählen diese Überschreitungen nur für diesen Zeitraum und kann dann in den Monaten Jan, Feb, Nov und Dez 2020 nochmal 3 Mal diese Grenze überschritten werden.

    1. Hallo Frau Ufer,

      der Jahresbetrachtungszeitraum ist in der Weise zu ermitteln, dass vom letzten Tag des zu beurteilenden Beschäftigungsmonats ein Jahr zurück gerechnet wird.

      Die Überschreiten im Rahmen der Übergangsregelung aufgrund der Corona-Pandemie ist in den Betrachtungszeitraum außerhalb der Übergangsregelung mit zu berücksichtigen. Wurde bereits bis September 2020 fünfmal die Verdienstgrenze aus unvorhersehbaren Gründen überschritten, ist nach der Übergangsregelung im Jahr 2020 grundsätzlich kein überschreiten mehr möglich.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  40. Hallo,

    unsere Mitarbeiter (Minijobber) konnten wegen Corona-Schliessung 3 Monate nicht arbeiten, sollen jetzt wieder eingesetzt werden. Wegen deren Verlusten möchten sie am liebsten so viel wie möglich und kämen 2-3 mal über 450€. Was sollten wir beachten?

    1. Hallo Frau de Moll,

      grundsätzlich muss man unterscheiden zwischen schwankendem Verdienst (ohne Überschreitung der Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro) und dem Überschreiten aus unvorhersehbaren Gründen (mit Überschreitung der Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro). Dabei ist zu beachten, dass die Jahresverdienstgrenze für eine in 12 Monaten ununterbrochen ausgeübte Beschäftigung gilt (12 x 450 Euro). Bestand die Beschäftigung nicht im gesamten Jahr, muss die Verdienstgrenze anteilig anhand der Monate reduziert werden.

      Hat der Arbeitnehmer schwankenden Lohn und überschreitet die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro nicht, ist die Anzahl der monatlichen Überschreitung nicht festgelegt. So dürfte der Minijobber zum Beispiel 8 Monate jeweils einen Verdienst von 500 Euro bekommen und in den anderen 4 Monate jeweils 350 Euro. Die Grenze von 5.400 Euro wird nicht überschritten und es bleibt bei einem Minijob.

      Daneben gibt es das gelegentliche Überschreiten aus unvorhersehbaren Gründen (zum Beispiel Krankheitsvertretung). Als gelegentlich galt bisher ein Zeitraum von bis zu 3 Monaten innerhalb des zurückliegenden Jahres. Aufgrund der Corona-Pandemie gilt für die Zeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 übergangsweise ein bis zu 5-maliges unvorhersehbares Überschreiten der Verdienstgrenze als gelegentlich. In diesem Fall darf auch die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro überschritten werden – der Minijob bleibt weiterhin bestehen.

      Weitere Informationen zur Verdienstgrenze finden Sie auf unserer Homepage: https://t1p.de/Minijob-Verdienstgrenze

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  41. Super, dass man hier Fragen stellen kann!!!!! Ich möchte folgendes nachfragen: Die Jahresverdienstgrenze beträgt im Jahr 5.400 Euro. Ich bin seit 1. März beschäftigt. Dann wäre die Obergrenze 4500 Euro? Wie sich jetzt herausstellt, sind meine Stunden schwankend, so zwischen 300 und 650 Euro, je nach Einsatz. Weiß noch nicht, wie oft ich über 450 Euro liegen werde. Sind diese monatlichen Schwankungen o.k., wenn ich die Jahresobergrenze nicht überschreite? Vielen Dank

    1. Hallo Karin,

      richtig. Halten Sie die anteilige Verdienstgrenze von 4.500 Euro (10 x 450 Euro) ein, kann der monatliche Verdienst beliebig oft schwanken.

      Vielleicht interessiert Sie in diesem Zusammenhang unser Blog-Beitrag vom 24. September 2018 : “Schwankender Verdienst: im Minijob – Worauf Arbeitgeber achten müssen!” https://t1p.de/Blogbeitrag-Minijob-schwankender-Verdienst

      Vielen Dank auch für Ihr positives Feedback. Das freut uns sehr.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  42. Hallo Zusammen,
    ich arbeite in einem mittelständischen Unternehmen und es geht um einen Altersvollrentner, der bei uns einen Minijob hat und nun Mehrarbeit leisten muss in Verbindung mit der Corona Krise. Darf er bis Oktober 2020 die 450,00 Grenze überschreiten ohne, dass seine Rente gekürzt wird? Sein Stundenlohn liegt bei 15,00 Euro und bei ca. 120 Stunden monatlich würde sich sein Verdienst auf 1800,00 Euro brutto belaufen. Er zahlt auch weiterhin Rentenversicherungsbeiträge über die Lohnabrechnung ein. Meine Frage wäre nun, ob das alles so richtig ist und wir mit ihm so verfahren können? Muss die Bitte der Mehrarbeit vertraglich festgehalten werden?
    Wäre super, wenn Sie mir helfen könnten.
    Freundliche Grüße
    Stefanie

    1. Hallo Stefanie,

      hat Ihr Minijobber die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht, gibt es sogenannte Hinzuverdienstgrenzen. Im Jahr 2020 dürfen Altersvollrentner, die die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht haben, bis zu 44.590 Euro dazuverdienen. Bis zu dieser Grenze wird die Rente nicht gekürzt. Für eine individuelle Beratung zur Hinzuverdienstgrenze empfehlen wir Ihrem Arbeitnehmer, sich direkt an den zuständigen Rentenversicherungsträger zu wenden.

      Auch Rentner dürfen aus unvorhersehbaren Gründen die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro im Minijob überschreiten. Vertraglich muss das unvorhersehbare Überschreiten nicht festgehalten werden. Es ist lediglich in den Lohnunterlagen zu dokumentieren.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  43. Guten Morgen,

    wie verhält sich die “Rückschau” ab 01.11.2020?

    Ich habe (die allerste) krankheitsbedingte Mehrarbeit im Minijob in den Monaten 04/2020 + 05/2020 + 06/2020 + 07/2020 + vorauss. auch in 08/2020. Somit wäre die rückwirkende Betrachtung mit 5x Überschreiten ausgeschöpft.
    Wenn ich nun z. Bsp. wieder in 11/2020 krankheitsbedingte Mehrarbeit leisten soll, wie wäre dann die rückblickende Betrachtung?
    Betrachtungszeitraum: 12/2019 bis einschl. 11/2020 = 5x überschritten aufgrd. der Corona Pandiemie!
    Ab wann könnte ich denn wieder krankheitsbedingte Mehrarbeit im Rahmen des 3x maligen Überschreitens wieder leisten?

    Vielen Dank im Voaus und
    vG;

    1. Hallo,

      das fünfmalige Überschreiten aus unvorhersehbaren Gründen gilt für den Zeitraum vom 1. März 2020 bis zum 31. Oktober 2020. Kommt es im November 2020 zu einem erneuten unvorhersehbaren Überschreiten, gilt die wieder alte Regelung in Kraft. Innerhalb des maßgebenden 12-Monats-Zeitraum (01.12.2019-30.11.2020) darf somit 3 mal die Verdienstgrenze überschritten werden, ohne dien Minijob zu gefährden.

      Da Sie im Jahr 2020 bereits aus unvorhersehbaren Gründen 5 mal überschritten haben, würde ab November 2020 Versicherungspflicht bestehen.

      Kommt es zum Beispiel im August 2021 zu einem erneuten unvorhersehbaren Überschreiten, gilt der Betrachtungszeitraum vom 1. September 2020 bis zum 31. August 2021. Haben Sie in diesem Zeitraum nicht bereits in 3 Monaten die Verdienstgrenze überschritten, bleibt es bei einem Minijob.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  44. Hallo, ich bin AN mit einer soz.pfl. Beschäftigung, derzeit mit 50% in Kurzarbeit. Ich habe einen Mini-Job auf 450€-Basis. Soweit ich es verstanden habe, darf ich nur einen Mini-Job zur Zeit haben. Wenn ich aber noch eine weitere geringfügige Beschäftigung(Lebensmittler – ca. 10Std/Woche) ausüben möchte, wie kann das gestaltet werden? Muss diese Beschäftigung über die LstKl 6 versteuert werden? oder kann es pauschal versteuert werden?

    1. KORREKTUR! es ist anders herum: Ich habe eine geringfügige kurzfristige Beschäftigung und kann noch eine geringfügige Beschäftigung bei einem Lebensmittler ausüben. Kann beides parallel laufen oder muss eine Beschäftigung versteuert werden?

      1. Hallo Petra,

        eine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung, einen 450-Euro-Minijob und keinen kurzfristigen Minijob können Sie aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht parallel ausüben. Die Verdienste werden nicht addiert.
        Die Art der Versteuerung bestimmt im Minijob grundsätzlich der Arbeitgeber. Er kann hierbei sowohl im 450-Euro-Minijob, als auch im kurzfristigen Minijob wählen zwischen der Besteuerung nach den individuellen Lohnsteuermerkmalen des Arbeitnehmers (z. B. Steuerklasse 6) oder einer pauschalen Steuer in Höhe von 2 Prozent (450-Euro-Minijob) oder 25 Prozent (kurzfristiger Minijob). Bei der Entscheidung wird der Arbeitgeber aber immer Ihre individuelle Situation als Minijobber beachten, damit Ihnen keine Nachteile entstehen.
        Weitere Informationen zur Besteuerung von Minijobs finden Sie auch auf unserer Homepage: https://t1p.de/MJZE-Besteuerung-von-Minijobs
        Ob und wie sich ein weiterer Nebenjob ggf. auf Ihr Kurzarbeitergeld auswirkt erfahren Sie bei Ihrer zuständigen Agentur für Arbeit.

        Freundliche Grüße

        Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

        1. Habe ich es richtig verstanden: ich kann neben der Hauptbeschäftigung entweder einen 450€Minijob oder einen kurzfristigen Minijob aus soz.vers. Sicht parallel laufen lassen? Nicht alle drei Jobs zusammen? Sonst würde ein Nebenjob versteuert werden müssen?

        2. Hallo Petra,

          Sie können neben einer versicherungspflichtigen Beschäftigung genau einen 450-Euro-Minijob und kurzfristige Beschäftigungen ausüben. Die Verdienste aus dem 450-Euro-Minijob und der kurzfristigen Beschäftigung sowie der Hauptbeschäftigung werden nicht zusammengerechnet. Somit können auch 3 Beschäftigungen parallel laufen (Hauptbeschäftigung, 450-Euro-Minijob und kurzfristige Beschäftigung).

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  45. Hallo zusammen,
    wir haben eine 450,-€ Kraft die aufgrund Corona und fehlendem Personal einiges an Überstunden durch Mehrarbeit angesammelt hat.
    Mit welcher Lohnart rechne ich die Mehrarbeit ab, ohne das dieser Mitarbeiter lohnsteuer-oder sozialversicherungspflichtig wird?

    1. Hallo Andrea,

      das können wir nicht pauschal beantworten. Hier ist jeder Fall einzeln zu betrachten. Handelt es sich um ein gelegentliches Überschreiten der Verdienstgrenze aus unvorhersehbaren Gründen, kann der höhere Verdienst weiterhin als Minijob abgerechnet werden.
      Als gelegentlich galt bisher ein Zeitraum von bis zu 3 Monaten innerhalb des zurückliegenden Jahres. Aufgrund der Corona-Pandemie gilt für die Zeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 übergangsweise ein bis zu 5-maliges unvorhersehbares Überschreiten der Verdienstgrenze als gelegentlich.
      Gern beraten wir Sie hierzu auch telefonisch. Unsere Mitarbeiter im Service-Center sind montags bis freitags von 07:00 bis 17:00 Uhr unter der Telefonnummer 0355 2902-70799 für Sie da.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      1. Ich bin in einer sozialen Einrichtung des Hilfsvereins für seelische Gesundheit und habe einen 450 Euro Job .
        Mein Arbeitgeber und ich möchten gerne dass ich kurzfristig mehr Arbeite. darf ich das ohne dass ich dann aus
        meinen Hilfsanspruch verliere beim Jobcenter Singen

        1. Hallo Viola,

          die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs. Wir bitten daher um Ihr Verständnis, dass wir Ihre konkrete Frage nicht beantworten können. Ihr richtiger Ansprechpartner zur Auswirkung eines Hinzuverdienstes auf Ihre Leistungen, ist Ihr zuständiges Jobcenter.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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