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Zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2020

Mehrarbeit wegen Corona: 450-Euro-Grenze darf im Minijob überschritten werden

Arbeitgeber beschäftigen aufgrund der Corona-Krise ihre 450-Euro-Minijobber teilweise in größerem Umfang als ursprünglich vereinbart. Dies kann zum Überschreiten der monatlichen Verdienstgrenze von 450 Euro führen. Für eine Übergangszeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 ist nun sogar ein fünfmaliges Überschreiten der Verdienstgrenze möglich. In unserem Blog erklären wir, wann trotz Überschreiten der Verdienstgrenze weiterhin ein Minijob vorliegt.

Das Überschreiten der Entgeltgrenze muss gelegentlich und unvorhersehbar sein

Übersteigt der Jahresverdienst eines Minijobbers 5.400 Euro, weil sich der Verdienst in einzelnen Monaten erhöht, liegt nicht automatisch eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vor. Ein Minijob bleibt auch dann bestehen, wenn der höhere Verdienst gelegentlich und nicht vorhersehbar gezahlt wird. Die Höhe des Verdienstes spielt keine Rolle. Eine betragsmäßige Obergrenze für das Überschreiten gibt es also nicht.

Unvorhersehbar heißt, dass die Mehrarbeit im Voraus nicht vereinbart war. Diese kann sich beispielsweise ergeben, weil andere Arbeitnehmer erkrankt sind oder aufgrund der Corona-Pandemie unter Quarantäne stehen.
Als gelegentlich war bislang grundsätzlich ein Zeitraum bis zu 3 Kalendermonaten innerhalb eines Zeitjahres anzusehen. Dieser Zeitraum wird nun vorübergehend erhöht.

450-Euro-Minijob profitiert vom kurzfristigen Minijob

Die Zeitgrenzen für die kurzfristige Beschäftigung wurden übergangsweise vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 von 3 Monaten oder 70 Arbeitstagen auf 5 Monate oder 115 Arbeitstage angehoben. Ausführliche Informationen dazu finden Sie in unserem Blog „Corona: Zeitgrenzen für kurzfristige Minijobs werden ausgeweitet“.

Analog zu der vorübergehenden Erhöhung der Zeitgrenzen bei der kurzfristigen Beschäftigung kann ein gelegentliches Überschreiten der Verdienstgrenze bei 450-Euro-Minijobs für die Monate März bis Oktober 2020 bis zu 5-mal innerhalb eines Zeitjahres erfolgen. Das haben die Spitzenorganisationen der Sozialversicherung in der Verlautbarung „Vorübergehende Erhöhung der Zeitgrenzen für kurzfristige Beschäftigungen vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020“ vom 30. März 2020 geregelt.

Unvorhersehbar höherer Verdienst in der Zeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020

Verdient ein Minijobber in den Kalendermonaten März bis Oktober 2020 mehr als ursprünglich vorgesehen, ist zu prüfen, wie oft dies innerhalb des letzten Zeitjahres (12-Monats-Zeitraum) geschehen ist. Der 12-Monats-Zeitraum endet immer mit dem Ende des Kalendermonats, in dem ein unvorhersehbares Überschreiten vorliegt und beginnt 12 Monate vorher. Wurde die Verdienstgrenze innerhalb des 12-Monats-Zeitraum maximal in 5 Kalendermonaten nicht vorhersehbar überschritten, liegt ein gelegentliches Überschreiten vor.

Beispiel

Eine Raumpflegerin arbeitet seit dem 01.01.2019 gegen ein monatliches Arbeitsentgelt von 420 Euro. Im März 2020 bittet der Arbeitgeber sie, vom 01.04. bis zum 31.05.2020 mehr zu arbeiten, da aufgrund der Corona-Pandemie ein erhöhter Reinigungsbedarf besteht. Dadurch erhöht sich der Verdienst in den Monaten April und Mai 2020 auf monatlich 2.000 Euro.

Die Raumpflegerin hatte bereits im Juni, September und Dezember 2019 Krankheitsvertretungen für Vollzeitkräfte übernommen und dadurch in diesen Monaten die monatliche Verdienstgrenze von 450-Euro überschritten.

Ergebnis
Die Beschäftigung der Raumpflegerin bleibt auch für die Zeit vom 01.04. bis zum 31.05.2020 ein 450-Euro-Minijob. Innerhalb des maßgebenden 12-Monats-Zeitraums wurde maximal in 5 Kalendermonaten die Verdienstgrenze nicht vorhersehbar überschritten.

Der 12-Monats-Zeitraum endet immer mit dem Ende des Entgeltabrechnungsmonats, in dem ein unvorhersehbares Überschreiten vorliegt und beginnt 12 Monate vorher. Somit verläuft die Frist für den Monat Mai 2020 vom 1. Juni 2019 bis 31. Mai 2020. Innerhalb dieses Zeitraums hat die Reinigungskraft in 5 Kalendermonaten unvorhersehbar mehr verdient (Juni, September und Dezember 2019 sowie April und Mai 2020). Damit liegt ein gelegentliches Überschreiten der Verdienstgrenze vor und es handelt sich weiter um einen Minijob.

Überschreiten der Verdienstgrenze ab dem 1. November 2020

Die Möglichkeit des fünfmaligen nicht vorhersehbaren Überschreitens der Verdienstgrenze, ist auf die Zeit vom 1. März bis 31. Oktober 2020 begrenzt. Wird die monatliche Verdienstgrenze danach (ab dem 1. November 2020) überschritten, darf dies nicht in mehr als 3 Kalendermonaten innerhalb eines Zeitjahres passieren, damit ein gelegentliches Überschreiten vorliegt.

Fortsetzung des Beispiels

Der Arbeitgeber bittet die Raumpflegerin Ende Oktober 2020, vom 01.11. bis zum 30.11.2020 zusätzlich die Krankheitsvertretung für eine Vollzeitkraft zu übernehmen. Dadurch erhöht sich der Verdienst im Monat November 2020 auf 2.000 Euro. Ab 01.12.2020 werden wieder laufend 420 Euro monatlich gezahlt.

Ergebnis
Die Beschäftigung der Raumpflegerin ist für die Zeit vom 01.11. bis 30.11.2020 kein 450-Euro-Minijob mehr, sondern eine sozialversicherungspflichte Beschäftigung.
Der regelmäßige monatliche Verdienst übersteigt unter Berücksichtigung der Krankheitsvertretung im Durchschnitt der Jahresbetrachtung (01.01.2020 bis 31.12.2020) die Verdienstgrenze von 450 Euro.
Innerhalb des maßgebenden 12-Monats-Zeitraums (01.12.2019 bis 30.11.2020) hat bereits in den Monaten Dezember 2019 sowie April und Mai 2020 ein nicht vorhersehbares Überschreiten der Arbeitsentgeltgrenze vorgelegen. Im Monat November 2020 liegt somit kein gelegentliches (für die Zeit ab 1.11, maximal dreimaliges) Überschreiten der Arbeitsentgeltgrenze mehr vor.
Ab 01.12.2020 liegt wieder ein 450-Euro-Minijob vor, weil der regelmäßige monatliche Verdienst von diesem Zeitpunkt an durchschnittlich 450 Euro nicht übersteigt.

Weitere Informationen zur Verdienstgrenze im Minijob finden Sie in unserem Blogbeitrag „Schwankender Verdienst im Minijob – Worauf Arbeitgeber achten müssen!“.

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313 Kommentare zu “Mehrarbeit wegen Corona: 450-Euro-Grenze darf im Minijob überschritten werden”

  1. Hallo,

    Ich wurde durch die Corona-Krise aus einem unbefristeten Mini-Job auf 450€ Basis gekündigt und musste mir gezwungenermaßen einen neuen Job suchen.
    Nun habe ich überraschenderweise eine Zahlung über 450€ des alten Arbeitgebers erhalten obwohl ich nicht eine Sekunde gearbeitet habe (vermutlich durch die Kündigungsfrist), obwohl ich schon bei dem neuen Job angefangen habe. Demnach zwei Mini-Jobs, evtl. wird die 450€ Grenze in diesem Monat überschritten. Ist das okay, solange ich die 5400€ jährlich nicht überschreite? Ich bin Student und habe daher keine sv-pflichtige Hauptbeschäftigung.

    Nun mache ich mir Sorgen, dass ich Probleme bekommen könnte, obwohl das ja in diesem Fall nicht mein Verschulden und auch nicht vorsätzlich passiert ist.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Nathalie

    1. Hallo Nathalie,

      da Sie keine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung haben, dürfen Sie grundsätzlich auch mehrere 450-Euro-Minijob parallel ausüben. Die Summe des Verdienstes aus allen Minijobs darf aber 450 Euro im Durchschnitt nicht überschreiten.

      Aus 12 Monaten ununterbrochener Beschäftigung ergibt sich somit eine jährliche Verdienstgrenze von 5.400 Euro. Wird diese nicht überschritten, liegt auch dann noch ein Minijob vor, wenn Ihr Verdienst in einzelnen Monaten einmal über 450 Euro lag.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  2. Guten Tag,

    Wir Sind ein Transport Unternehmen für Behinderte Menschen und haben zu 85 % Rentner auf 450,00 € Basis beschäftigt.

    Folgende Fragen:

    Aus Grund der neuen Schutzregelungen müssen unsere Fahrer Touren doppelt fahren, da nur eine begrenzte Anzahl an Personen im Bus sitzen darf und 2) viele unserer Mitarbeiter wollen nicht fahren nicht fahren, da Sie Angst haben auf Grund dessen, dass Sie zur Risiko Gruppe gehören und andere Fahren müssen übernehmen.

    Sind das Gründe zur Überschreitung?

    Viele Grüße
    Silke Allendorf
    Leitung HR

    1. Hallo Silke,

      ja, das können Gründe für ein gelegentliches und nicht vorhersehbares Überschreiten der Verdienstgrenze im Minijob sein. Der erhöhte zeitliche Aufwand im Zusammenhang mit der Corona-Krise war nicht vorhersehbar.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  3. Guten Tag liebes Mini-Job-Team,
    ich bin als Student angestellt, aufgrund der Corona-Krise habe ich jetzt allerdings weniger Arbeit als vorher. Jetzt muss ich mir einen zweiten Job suchen, wobei sich mir die Frage stellt, was das für Auswirkungen hat, wenn ich jetzt mit einem zweiten Job suche und insgesamt mehr als 450€ verdiene. Steuern, Versicherung etc.?

    1. Hallo Bastian,

      üben Sie keine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung aus, können Sie mehrere 450-Euro-Minijobs nebeneinander ausüben. Der gesamte monatliche Verdienst darf jedoch durchschnittlich 450 Euro nicht überschreiten.

      Verdienen Sie insgesamt mehr als 450 Euro im Monat, werden alle Beschäftigungen versicherungspflichtig zu Ihrer Krankenkasse gemeldet. Ob für Sie das sogenannte Werkstudentenprivileg Anwendung finden kann (Beschäftigung in der Vorlesungszeit nur maximal 20 Stunden pro Woche), entscheidet Ihre zuständige Krankenkasse. Auch die Versteuerung der Einkommen kann im Fall der Überschreitung der Verdienstgrenze nicht mehr pauschal mit 2 Prozent wie im Minijob erfolgen.

      Zusätzlich können Sie auch noch einen kurzfristigen Minijob ausüben. Der Verdienst aus einem kurzfristigen Minijob wird hingegen nicht mit dem Einkommen aus einem 450-Euro-Minijob zusammengerechnet. Informationen zur Besteuerung von kurzfristigen Minijobs erhalten Sie auf unserer Homepage unter folgenden Link: http://t1p.de/MJZE-Steuerrecht-kurzfristig. Unabhängig davon, wie der kurzfristige Minijob versteuert wird, ist das Finanzamt zuständig und damit auch Ihr Ansprechpartner für alle weiteren Informationen.

      Vielleicht interessiert Sie in diesem Zusammenhang auch unser Blogbeitrag “Corona: Zeitgrenzen für kurzfristige Minijobs werden ausgeweitet” https://t1p.de/Blogbeitrag-Corona-Zeitgrenzen-kurzfristige-Minijobs

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  4. Hallo,
    Ich bin Reinigungskraft in einem Hotel und arbeite momentan viel weniger als normal. Soll mein Arbeitsgeber mir trotzdem 450 Euro bezahlen?
    Und, wann wir, hoffentlich, bald wieder normal arbeiten dürfen, darf ich denn auch mehr als 450 Euro/Monat verdienen damit ich am ende dieses Jahr doch so ungefähr 5400 Euro (oder vielleicht mehr) verdient habe?

    Gruss,

    Sylvia

    1. Hallo Sylvia,

      wie hoch Ihr tatsächlicher Lohnanspruch ist können wir nicht pauschal beantworten. Hier spielen viele arbeitsrechtliche Sachverhalte eine Rolle, wie zum Beispiel der vertraglich vereinbarte Lohn. Konkrete Fragen zum Thema Arbeitsrecht beantwortet Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht dürfen Sie in Ihrem Minijob monatlich durchschnittlich 450 Euro verdienen. Sind Sie also 12 Monate lang ununterbrochen in Ihrem Minijob beschäftigt, ergibt sich eine Verdienstgrenze von 5.400 Euro im Jahr. Dabei darf Ihr Verdienst in einzelnen Monaten auch durchaus über 450 Euro liegen.

      Überschreiten Sie die monatliche Verdienstgrenze von 450 Euro nur gelegentlich und aus unvorhersehbaren Gründen, bleibt Ihr Minijob in der Regel ebenfalls sozialversicherungsfrei. Als gelegentlich galt bisher ein Zeitraum von bis zu 3 Monaten innerhalb des zurückliegenden Jahres. Aufgrund der Corona-Pandemie gilt für die Zeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 übergangsweise ein bis zu 5-maliges unvorhersehbares Überschreiten der Verdienstgrenze als gelegentlich. In diesem Fall darf auch die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro überschritten werden – der Minijob bleibt weiterhin bestehen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  5. Guten Morgen,

    da die Schulpflicht der Schüler (11. Klasse) wegen der Corona-Krise aufgehoben ist, ist es da möglich, dass auch diese Schüler an den „eigentlichen“ Schultagen arbeiten können?
    Also nicht nur an den Freitag Nachmittag oder samstags, wenn KEINE Schule wäre?

    Ich meine damit könnten Sie auch Mo-Fr. Vormittag arbeiten?

    Vielen Dank im Voraus und
    vG;

    1. Hallo Grashüpfer,

      wichtig ist hierbei, dass die Voraussetzungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes nicht verletzt werden.

      Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir an dieser Stelle keine umfassende rechtliche Beurteilung vornehmen können. Die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs. In diesem Zusammenhang informieren wir zu allgemeinen Fragen zum Thema Arbeitsrecht. Allgemeine Informationen zu diesem Thema finden Sie auf unserer Homepage https://t1p.de/Schueler-Minijob. Ausführliche Informationen zum Thema Arbeitsrecht erhalten Sie bei dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales, im Internet auf http://www.bmas.de/Arbeitsrecht und telefonisch unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  6. Hallo,
    ich habe einige Fragen zu meinem Minijob während der Coronazeit. Ich habe einen Hauptjob für den ab 27.04.2020 Kurzarbeit angeordnet wurde. Seit Januar 2020 habe ich zusätzlich einen Minijob/geringfügige Beschäftigung in Höhe von 450,00 EUR. Der Minijob wurde meinem Hauptarbeitgeber angezeigt und wurde schriftlich gestattet. Nun ist die Lage aufgrund von Corona so, dass ich in meinem Minijob nun mehr arbeiten könnte, da dieser systemrelevant ist (in einer Arztpraxis) und ich hier gerne meinen Minijob erhöhen würde über die 450 € hinaus. Auf ihrem Blogbeitrag habe ich gelesen, dass wenn mein Minijob schon vor Corona bestand, ich diesen problemlos erhöhen kann ohne das dies auf das Kurzarbeitergeld angerechnet wird. Würde das vorliegend auf mich passen? Gibt es eine Obergrenze bis zu der ich maximal meinen Minijob erhöhen/aufstocken darf? Weiterhin habe ich gelesen, dass ich zu Coronazeit 5 Monate bis Ende Oktober mehr als 450 € verdienen darf, ohne das dies dazu führt, dass es aufs Kurzarbeitergeld angerechnet wird und ohne dass es steuerpflichtig wird. Dies wird als „gelegentliches unvorhergesehenes Überschreiten“ beschrieben. Dies wäre für mich dann ja auch möglich?
    Schließlich wäre meine letzte Frage, ob eine Anzeigepflicht bei meinem Hauptarbeitgeber oder bei der Bundesagentur für Arbeit besteht, dass ich meinen Minijob aufstocke?

    LG

    1. Hallo Hanna,

      Kurzarbeitergeld ist eine Leistung, die von der Agentur für Arbeit ausgezahlt wird. Bei Fragen zur Anrechnung Ihres Verdienstes aus dem Minijob auf das Kurzarbeitergeld bitten wir Sie, sich an Ihre zuständige Agentur für Arbeit zu wenden. Vielleicht interessiert Sie zu diesem Thema auch unser Blogbeitrag “Minijob neben Kurzarbeit in Zeiten von Corona”: https://t1p.de/Blogbeitrag-Minijob-neben-Kurzarbeit

      Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir in unserem öffentlichen Blog keine verbindliche sozialversicherungsrechtliche Beurteilung Ihrer Beschäftigung vornehmen können. Grundsätzlich trifft diese der Arbeitgeber.
      Allgemein können wir zu Ihrem Sachverhalt Folgendes mitteilen:

      Ein gelegentliches und unvorhersehbares Überschreiten der Verdienstgrenze von 450 Euro führt nicht zur Beendigung des Minijobs. Als gelegentlich galt bisher ein Zeitraum von bis zu 3 Monaten innerhalb eines Jahres. Handelt es sich um ein gelegentliches und unvorhersehbares Überschreiten, darf auch die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro überschritten werden – der Minijob bleibt weiterhin bestehen. Aufgrund der Corona-Pandemie gilt für die Zeit von März 2020 bis Oktober 2020 übergangsweise ein bis zu 5-maliges unvorhersehbares Überschreiten der Verdienstgrenze als gelegentlich.

      Gern beraten wir Sie hierzu auch telefonisch. Unsere Mitarbeiterinnen im Service-Center sind montags bis freitags von 07:00 bis 17:00 Uhr unter der Telefonnummer 0355 2902-70799 für Sie da.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  7. Hallo,
    meine Tochter hat letztes Jahr das Abitur gemacht und ist ein Jahr danach gereist. (sogenannte Grauzone) Jetzt soll sie in der Landwirtschaft aus helfen da keine Erntehelfer da sind. Sie ist auf der Suche nach einem Studienplatz hat aber noch nichts vorliegen. Jetzt meine Frage kann Sie in der Landwirtschaft als kurzfristige Beschäftigte angemeldet werden? Oder als Minijobber, kann Sie da dann auch 1.800 Euro für 4 Monate verdienen ohne in die “Berufsmäßigkeit” eingestuft zu werden?
    Grüße
    Sandra

    1. Hallo Sandra,

      eine pauschale Antwort zu Ihrer Frage ist nicht möglich, da noch weitere Angaben zum Auslandsaufenthalt notwendig sind, z.B. Work & Travel, Sprachreise etc..

      Darüber hinaus bitten wir um Verständnis, dass wir in unserem öffentlichen Blog aufgrund des Datenschutzes keine umfassende sozialversicherungsrechtliche Beurteilung der geschilderten Beschäftigung vornehmen können. Für weitere Detailfragen dürfen Sie sich aber gerne schriftlich an uns wenden. Unser Kontaktformular finden Sie unter minijob-zentrale.de: https://t1p.de/MJZE-Kontakt

      Gern beraten wir Sie hierzu auch telefonisch. Unsere Mitarbeiterinnen im Service-Center sind montags bis freitags von 07:00 bis 17:00 Uhr unter der Telefonnummer 0355 2902-70799 für Sie da.
      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  8. Hallo meine Tochter ist Studentin ist schon länger auf 450 Euro beschäftigt. Bisher hat sie um die 390 Euro verdient. Der Chef hat sie nun gefragt ob sie vorübergehend mehr arbeiten kann. Sie möchte es gerne annehmen und 100 Stunden im Monat arbeiten. Besteht die Familienversicherung bei den Eltern in der gesetzlichen Krankenversicherung dann weiter? Oder muss sie sich zum Studenten Tarif selbst versichern? Oder muss der Arbeitgeber das übernehmen? Mit freundlichen Grüßen

    1. Hallo Elke,

      die kostenfreien Mitversicherung von Familienangehörigen ist an Einkommensgrenzen gebunden. Sie orientiert sich am regelmäßigen Einkommen des Familienmitgliedes. Ein 450-Euro-Minijob ist grundsätzlich unschädlich. Ein gelegentliches und unvorhersehbares Überschreiten ist auch in diesem Zusammenhang möglich.

      Die Familienversicherung ist jedoch keine Leistung, welche über die Minijob-Zentrale geprüft oder gewährt wird. Für eine individuelle Prüfung oder Beratung bitten wir Sie, sich an Ihre zuständige Krankenkasse zu wenden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  9. Hallo,
    ich arbeite hauptberuflich in 40% Kurzarbeit.
    Ich arbeite seit einigen Jahren als Tennistrainer in 450€ Anstellung.
    Nun sollen wir durch Corona unsere Gruppen verkleinern, daher müsste ich einige Stunden mehr arbeiten, damit ich alle Kunden bedienen kann.
    Wie verhält sich das nun? Kann ich in den nächsten 4-5 Monaten mehr als 450€ verdienen? Was muss dafür getan werden?
    Mit freundlichen Grüßen,
    Sebastian

    1. Hallo Sebastian,

      ja, das ist grundsätzlich möglich – vorausgesetzt, Sie haben in den vergangenen 12 Monaten die Verdienstgrenze von 450 Euro nicht bereits mehrfach überschritten.

      Der erhöhte zeitliche Aufwand im Zusammenhang mit der Corona-Krise war nicht vorhersehbar. Das gelegentliche und unvorhersehbare Überschreiten der Verdienstgrenze von 450 Euro führt in diesem Zusammenhang nicht zur Beendigung des Minijobs.

      Als gelegentlich gilt aufgrund der Corona-Pandemie während der Zeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 übergangsweise ein bis zu 5-maliges unvorhersehbares Überschreiten der Verdienstgrenze.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  10. Gibt es die Möglichkeit eine rechtsverbindliche Auskunft zu diesen Fragen zu bekommen? An wen muss ich mich wenden wenn ich es schriftlich bestätigt bekommen haben will, dass es bei einer Sozialversicherungsprüfung nicht zu Problemen kommt? Gebloggt wird immer viel, aber ob das dann bestand hat ist anzuzweifeln.

    1. Hallo AS,

      zu diesem Sachverhalt wurde eine Gemeinsame Verlautbarung “Vorübergehende Erhöhung der Zeitgrenzen für kurzfristige Beschäftigungen vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020” durch die zuständigen Spitzenverbände der Sozialversicherung erstellt. Diese finden Sie auf unserer Homepage unter folgendem Link: https://t1p.de/MJZE-Verlautbarung-Erhoehung-Zeitgrenzen

      Eine sozialversicherungsrechtliche Beurteilung im Einzelfall kann durch die zuständige Einzugsstelle vorgenommen werden. Bei einem 450-Euro-Minijob ist das die Minijob-Zentrale. Für eine detaillierte Anfragen dürfen Sie sich gerne schriftlich an uns wenden. Unser Kontaktformular finden Sie unter minijob-zentrale.de: https://t1p.de/MJZE-Kontakt

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  11. Hallo,
    ich arbeite aktuell auf KUG 50% und habe am Montag einen Nebenjob im Supermarkt angefangen. Leider blicke ich nicht wirklich durch, wie viel ich jetzt nebenbei verdienen darf ohne später steuerliche Nachteile zu haben.

    Liebe Grüße
    Sebastian

    1. Hallo Sebastian,

      grundsätzlich bestimmt der Arbeitgeber bei einem 450-Euro-Minijob die Art der Versteuerung. Er kann hierbei wählen zwischen der Besteuerung nach den individuellen Lohnsteuermerkmalen des Arbeitnehmers und der Pauschsteuer in Höhe von 2%.

      Bei der Entscheidung wird er aber immer die individuelle Situation des Minijobbers beachten, damit ihm hierbei keine Nachteile entstehen. Die einheitliche Pauschsteuer von 2% stellt die endgültige Besteuerung des Arbeitslohns dar und wird bei der Einkommensteuerveranlagung des Minijobbers nicht berücksichtigt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  12. Hallo,
    ich bin Hotelfachmann und seit Ende März komplett in Kurzarbeit. Anfang April habe ich einen Minijob in einem Supermarkt angenommen. Ist es richtig, dass ich dort mehr als 450,00 € im Monat steuerfrei verdienen darf, ohne dass das Geld mir auf mein Kurzarbeitergeld angerechnet wird? Muss ich evtl. bei meiner Steuererklärung für 2020 Steuern nachzahlen für das mehr verdiente Geld? So kursieren nämlich gerade die Gerüchte und deshalb bin ich etwas verunsichert……
    Und noch eine Frage: Darf man auch einen zweiten Minijob (Metzgerei) annehmen? Wie hoch wäre die steuerfreie Grenze bei zwei Minijobs, wenn das überhaupt möglich ist. Oder ginge das dann nur über einen kurzfristigen Minijob. Und wie wäre da die zeitliche Begrenzung und die steuerfreie Obergrenze zusammen mit dem ersten Minijob?
    Vielen DANK!

    1. Hallo Heiko,

      während des Bezuges von Kurzarbeitergeld ruht Ihre Hauptbeschäftigung. Neben einer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung dürfen Sie genau einen 450-Euro-Minijob sozialversicherungsfrei ausüben. Hierbei gilt eine Verdienstgrenze von durchschnittlich 450 Euro im Monat. Das gelegentliche und unvorhersehbare Überschreiten der Verdienstgrenze führt grundsätzlich nicht zur Beendigung des Minijobs. Als gelegentlich galt bisher ein Zeitraum von bis zu 3 Monaten innerhalb eines Jahres.

      Die Höhe der möglichen Überschreitung ist nicht vorgeschrieben. Handelt es sich um ein gelegentliches unvorhersehbares Überschreiten, darf auch die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro überschritten werden – der Minijob bleibt weiterhin bestehen. Aufgrund der Corona-Pandemie gilt für die Zeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 übergangsweise ein bis zu 5-maliges unvorhersehbares Überschreiten der Verdienstgrenze als gelegentlich.

      Wie Ihre 450-Euro-Minijob versteuert wird, darf grundsätzlich Ihr Arbeitgeber entscheiden. Er kann hierbei wählen zwischen der Besteuerung nach den individuellen Lohnsteuermerkmalen des Arbeitnehmers und der Pauschsteuer in Höhe von 2 Prozent. Bei der Entscheidung wird der Arbeitgeber aber immer Ihre individuelle Situation beachten, damit Ihnen hierbei keine Nachteile entstehen.

      Jeder weitere – ggf. auch höher entlohnte – 450-Euro-Minijob wird zusammen mit der Hauptbeschäftigung sozialversicherungs- und steuerpflichtig an Ihre Krankenkasse gemeldet. Hierbei spielt es auch keine Rolle, ob die Verdienste aus beiden Minijobs zusammen 450 Euro überschreiten. Mit Ausnahme der Arbeitslosenversicherung fallen dann auch für Sie als Arbeitnehmer Sozialversicherungsbeiträge in diesem zweiten Minijob an.

      Neben Ihrer Hauptbeschäftigung und dem 450-Euro-Minijob könnten Sie jedoch parallel noch einen kurzfristigen Minijob sozialversicherungsfrei ausüben. Vielleicht interessiert Sie hierzu auch unser Blogbeitrag: Hauptjob, 450-Euro-Minijob und kurzfristiger Minijob! Geht das? http://t1p.de/Blogbeitrag-Hauptjob-Minijob-kurzfristig

      Ob Ihre Einkünfte aus den Minijobs am Kurzarbeitergeld angerechnet werden, dazu berät Sie Ihre zuständige Agentur für Arbeit. Eine erste Orientierung bietet Ihnen unser Blogbeitrag “Kurzarbeitergeld: So profitieren Minijobber im systemrelevanten Bereich”: https://t1p.de/Blogbeitrag-Kurzarbeitergeld-Minijobber-im-systemrelevanten-Bereich

      Informationen zur Besteuerung von kurzfristigen Minijobs erhalten Sie auf unserer Homepage unter folgenden Link: http://t1p.de/MJZE-Steuerrecht-kurzfristig

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  13. Grüß Gott zusammen, die Friseure machen im Mai 2020 wieder auf. Es ist mit einem hohen Ansturm zu rechnen. Dürfen die Minijobber in dieser Branche in der Zeit, in der die Pandemie – Schließung abgearbeitet wird, mehr arbeiten? Ich denke, dass es in der Branche im Juli 2020 wieder ruhiger wird und die Minijobber wieder da sind, wo sie eigentlich sein sollten, nämlich mtl. unter 450,00 Euro. Aber in den Monaten Mai und Juni 2020 ist mit einer erhöhten Auslastung zu rechnen. Wenn ich es richtig verstanden haben, dann dürfen die Aushilfen in dieser Zeit unschädlich mehr verdienen. Ist dies korrekt. Danke für Ihre Mühe. Habe die Ehre Thomas

    1. Hallo Thomas,

      grundsätzlich war der erhöhte zeitliche Aufwand im Zusammenhang mit der Corona-Krise für Arbeitgeber nicht vorhersehbar. Die Möglichkeit des gelegentlichen unvorhersehbaren Überschreitens der Verdienstgrenze ist auch nicht an eine bestimmte Branche oder einen systemrelevanten Bereich gebunden. Somit dürfen natürlich auch Minijobber im Friseurgewerbe von dieser vorübergehenden Neuregelung profitieren.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  14. Hallo Team der Minijob-Zentrale,

    ich greife Ihr Beispiel der “Raumpflegerin” auf.
    Diese verdient normalerweise 420 Euro, in 10 Monaten also 4.200 Euro. Wenn dann noch die zwei Monate mit jeweils 2.000 Euro hinzukommen, errechnen sich 8.200 Euro für einen 12-Monatszeitraum.
    Zählt hier die maximale Verdienstgrenze in Höhe von 5.400 Euro nicht oder wie ist das zu verstehen – insbesondere in Verbindung mit dem Blogbeitrag „Schwankender Verdienst im Minijob …?

    Vielen Dank!

    1. Guten Tag,

      das gelegentliche und unvorhersehbare Überschreiten der Verdienstgrenze von 450 Euro führt nicht zur Beendigung des Minijobs.

      Als gelegentlich galt bisher ein Zeitraum von bis zu 3 Monaten innerhalb eines Jahres. Aufgrund der Corona-Pandemie gilt für die Zeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 übergangsweise ein bis zu 5-maliges unvorhersehbares Überschreiten der Verdienstgrenze als gelegentlich.

      Handelt es sich um ein gelegentliches unvorhersehbares Überschreiten, darf auch die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro überschritten werden – der Minijob bleibt weiterhin bestehen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  15. Sonne
    16. APRIL 2020 @ 11:22
    Hallo,

    können 16jährige Schüler der Oberstufe, da den ganzen April 2020 KEINE Schule ist/war auch die Entgeltgrenze unvorhersehbar als Krankheitsvertretung überschreitten?
    Natürlich unter Berücksichtigung des JASchG.

    Oder ist dieses „Überschreiten“ nicht für Schüler gedacht?

    Vielen Dank im Voraus und
    viele Grüße,

  16. Hallo,

    ich arbeite seit 6 Jahren in einem Minijob (der einige Job, den ich habe). Nun wurde ich wegen Corona für März und April von einer 6 Stunden Woche auf eine 25 Stunden Woche hochgestuft. Die Krankenkasse gab mir die Auskunft, dass dies unter die Regelung des kurzfristigen Mehrverdienstes fällt und ich nicht KV und RV zahlen müßte. Die Personalabteilung hat die Entgeldabrechnung aber als eine ganz normale Steuerklasse 5 Abrechnung gemacht mit KV und RV abzüge und sagt, es wäre ein Unterschied, ob ich als Minijobber Überstunden machen würde, die entsprechend ausgezahlt werden würden oder ob ich “hochgestuft” werden würde. Stimmt das? Ich mein, die Hochstufung ist doch nur für 2 Monate und wegen Corona…und wegen einer Hochstufung müssen alle Abgaben geleistet werden? Verstehe ich leider nicht…
    Wer hat Recht? Die Krankenkasse oder das Personalbüro?

    1. Hallo Heike,

      wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir in unserem öffentlichen Blog keine verbindliche sozialversicherungsrechtliche Beurteilung Ihrer Beschäftigung vornehmen können. Grundsätzlich trifft diese der Arbeitgeber.

      Allgemein können wir zu Ihrem Sachverhalt Folgendes mitteilen:
      Das gelegentliche und unvorhersehbare Überschreiten der Verdienstgrenze von 450 Euro führt in diesem Zusammenhang nicht zur Beendigung des Minijobs. Als gelegentlich galt bisher ein Zeitraum von bis zu 3 Monaten innerhalb eines Jahres. Handelt es sich um ein gelegentliches unvorhersehbares Überschreiten, darf auch die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro überschritten werden – der Minijob bleibt weiterhin bestehen. Aufgrund der Corona-Pandemie gilt für die Zeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 übergangsweise ein bis zu 5-maliges unvorhersehbares Überschreiten der Verdienstgrenze als gelegentlich.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  17. Hallo liebes Team der Minijob-Zentrale,

    wir haben Minijobber im Februar 2020 eingestellt, die im 1. Beschäftigungsmonat Februar auch unter 450 € verdient haben. Die Tätigkeit findet im systemrelevanten Bereich des Lebensmittelhandels statt. Im März 2020 kamen diese Minijobber aufgrund des erhöhten Warenumsatzes durch die Corona Krise unvorhergesehen über 450 €, in Addition der 2 Monate lagen sie geringfügig über 900 €. Die Minijobber reklamieren, dass sie nicht SV-pflichtig hätten abgerechnet werden dürfen, da die Entwicklung zum Zeitpunkt der Einstellung noch nicht absehbar war.
    Können wir die Lohnabrechnung nun korrigieren?

    1. Hallo Dirk,

      Ihrer Schilderung nach, waren die Beschäftigungen im Rahmen von 450-Euro-Minijobs geplant. Das durchschnittlich gezahlte monatliche Entgelt hätte 450 Euro nicht überschritten. Der erhöhte zeitliche Aufwand im Zusammenhang mit der Corona-Krise war nicht vorhersehbar.

      Das gelegentliche und unvorhersehbare Überschreiten der Verdienstgrenze von 450 Euro führt in diesem Zusammenhang nicht zur Beendigung des Minijobs. Als gelegentlich galt bisher ein Zeitraum von bis zu 3 Monaten innerhalb eines Jahres. Handelt es sich um ein gelegentliches unvorhersehbares Überschreiten, darf auch die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro überschritten werden – der Minijob bleibt weiterhin bestehen. Aufgrund der Corona-Pandemie gilt für die Zeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 übergangsweise ein bis zu 5-maliges unvorhersehbares Überschreiten der Verdienstgrenze als gelegentlich.

      Überschreiten Ihre Minijobber die monatliche Verdienstgrenze nicht mehr als 5 mal im Zeitraum von 12 Monaten, bleiben die Minijobs grundsätzlich bestehen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    1. Hallo Michaela,

      meinen Sie die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro im Minijob? Der Mehrverdienst aufgrund eines gelegentlichen Überschreitens der 450-Euro-Grenze ist hier unschädlich – vorausgesetzt, die Überschreitung geschah aus unvorhersehbaren Gründen (z. B. Krankheitsvertretung eines Kollegen).

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      1. Hallo Minijob Team,
        ich denke es wird gefragt, ob der Mehrverdienst auch steuerfrei ist, d.h. der Arbeitgeber die pauschale Lohnsteuer übernehmen kann. Sozialversicherungsrechtlich ist dies ja geklärt und erklärt worden. Nur der steuerrechtliche Teil gibt Fragezeichen auf. Es macht ja keinen Sinn, wenn der Verdienst und der Mehrverdienst am Jahresende versteuert wird.

        1. Hallo liebes Minijobs Team,
          Das bedeutet, dass der Lohn also Insgesamt sozialversicherungs- und steuerfrei ist und bei einer Einkommensteuer außer Betracht bleiben wir, so wie es bisher immer wahr?

  18. Kann ich meinen Minijobbern auch die neugeregelte Corona-Beihilfe gem. § 3 Nr. 11 zukommen lassen ( bis zu 1500,00 EUR stfr.,svfrei zusätzlich zum Lohn)?

    1. Hallo Yvonne,

      planen Sie als Arbeitgeber aufgrund der Corona-Krise eine Sonderzahlung an die Arbeitnehmer – auch im Minijob -, so kann hierfür Steuerfreiheit eintreten. Eine solche Steuerbegünstigung wirkt sich auch auf die Beitragspflicht in der Sozialversicherung aus. Laut Aussage des Bundesministerium der Finanzen sollen Sonderzahlungen für Beschäftigte in der Corona-Krise bis zu einem Betrag von 1.500 Euro im Jahr 2020 steuer- und sozialversicherungsfrei sein.

      Dies kann Sonderzahlungen oder Sachleistungen, die den Beschäftigten zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. Dezember 2020 vom Arbeitgeber gewährt werden, betreffen.

      Eine weitere Bedingung für die Steuer- und Sozialversicherungsfreiheit ist, dass eine zusätzliche Zahlung geleistet wird. Sie muss somit hinzukommend zum Arbeitslohn gezahlt werden und nicht zum Beispiel zur Abgeltung von Überstunden. Damit möchte die Bundesregierung die besondere Leistung der Beschäftigten in der Corona-Krise anerkennen.

      Steuer- und beitragsfreie Zahlungen dürfen grundsätzlich auch zusätzlich zum Verdienst im Minijob gezahlt werden und beeinflussen die Verdienstgrenze von 450 Euro im Monat nicht.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  19. Wenn ein geringfügig Beschäftigter zusätzlich zu den 450,-€ noch eine monatliche steuerfreie Corona-Prämie bekommt (z.B. 100,-€) ist es dann eine Überschreitung der 450€-Grenze und ist eine Überschreitung der 5400,-€ Jahresgrenze unschädlich, oder dürfte er im Schnitt nur 350,-€ zzgl. 100,-€ Prämie bekommen?

    1. Hallo Yvonne, hallo Udo,

      planen Arbeitgeber aufgrund der Corona-Krise eine Sonderzahlung an die Arbeitnehmer – auch im Minijob – so kann hierfür Steuerfreiheit eintreten. Eine solche Steuerbegünstigung wirkt sich auch auf die Beitragspflicht in der Sozialversicherung aus. Laut Aussage des Bundesministerium der Finanzen sollen Sonderzahlungen für Beschäftigte in der Corona-Krise bis zu einem Betrag von 1.500 Euro im Jahr 2020 steuer- und sozialversicherungsfrei sein. Dies kann Sonderzahlungen oder Sachleistungen, die den Beschäftigten zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. Dezember 2020 vom Arbeitgeber gewährt werden, betreffen.

      Eine weitere Bedingung für die Steuer- und Sozialversicherungsfreiheit ist, dass eine zusätzliche Zahlung geleistet wird. Sie muss somit hinzukommend zum Arbeitslohn gezahlt werden und nicht zum Beispiel zur Abgeltung von Überstunden. Damit möchte die Bundesregierung die besondere Leistung der Beschäftigten in der Corona-Krise anerkennen.

      Steuer- und beitragsfreie Zahlungen dürfen grundsätzlich auch zusätzlich zum Verdienst im Minijob gezahlt werden und beeinflussen die Verdienstgrenze von 450 Euro im Monat nicht.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  20. Hallo,

    ich bin 21 und studiere zurzeit.
    Ich hab einen minijob im Einzelhandel auf 450€ Basis. (370€ c.a kommen dabei raus)
    Ich wohne zudem bei meiner Mutter und bin Familienversichert & meine Mutter bekommt Kindergeld.

    Wenn ich jetzt nun diese “unvorhersehbare” Mehrarbeit in Anspruch nehme, wird das Kindergeld dann gestrichen? Und flieg ich aus der Familienversicherung?

    Viele Grüße

    1. Hallo Sven,

      wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir Sie als Minijob-Zentrale zu diesen Fragen nicht umfassend beraten können. Sowohl der weitere Bezug von Kindergeld als auch die kostenfreie Mitversicherung im Rahmen der Familienversicherung sind ggf. an Einkommensgrenzen gebunden.

      Wir bitten Sie, Ihre Frage erneut bei Ihrer zuständigen Krankenkasse bzw. der Kindergeldstelle zu stellen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  21. Hallo ,
    ich habe einen Mitarbeiter der als Minijobber 450€ bei mir beschäftigt ist.
    Nun ist es so , das wir als Sicherheitsdienstleister mehr Arbeit haben.

    Das der Mitarbeiter mehr arbeiten darf , habe ich Verstanden.
    Angenommen der Mitarbeiter wird je um die 1500€ verdienen im Zetraum vom März bis September.
    Muss ich als Arbeitgeber die SV dennoch zahlen oder fällt es unter der Pauschale Minijob??

    1. Guten Tag,

      die Überschreitung der Verdienstgrenze darf momentan im 450-Euro-Minijob aus unvorhersehbaren Gründen in bis zu 5 Monaten erfolgen (Zeitraum März bis Oktober 2020). Sind diese Bedingungen erfüllt, bleibt es beim Minijob.

      Die Beiträge werden in diesem Fall mit den für 450 Euro-Minijobs gültigen Pauschalen berechnet – auch dann, wenn der Verdienst in diesen Monaten weit über der 450-Euro-Grenze liegt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      1. Hallo,

        hierzu hätte ich auch noch eine Frage …

        Auch wir haben zwei Minijobber angestellt, denen wir eine Sonderzahlung zukommen lassen wollen.
        Statt 440 Euro sollen nun für 5 Monate (Lohn April bis einschl. August 2020) jeweils 150 Euro je Monat hinzukommen. Ergibt als 590 Euro als auszuzahlenden Betrag.

        An anderer Stelle habe ich gelesen, dass eine solche Unterstützungsleistung für den AG in der Sozialversicherung beitragsfrei sein soll.

        Was bedeutet das denn genau: wird die pauschale Abgabe des AG (13 % KV & 15 % RV …) nur auf den monatlichen “reinen” Arbeitslohn von 440 Euro (exkl. Sonderzahlung) berechent und nicht auf den gesamten Zahlbetrag von 590 Euro (inkl. 150 Eur Sonderzahlung)?

        … oder nur, dass der AN durch die Sonderzahlung nicht in einen sozialversichrungspflichtigen Job reinrutscht, was auch für den AG – im Vergleich zum Minijob – wiederum insgesamt höhere Kosten/Abgaben verursachen würde?

        MfG

        Maik

        1. Hallo Maik,

          LinBerisha´s Frage bezog sich auf unvorhersehbare Mehrarbeit und die damit verbundenen Lohnüberschreitungen für Minijobber. Wir gehen davon aus, dass Sie jedoch die steuerfreien Bonuszahlungen meinen.

          Für steuerfreie Zahlungen des Arbeitgebers an seinen Minijobber werden keine Sozialversicherungsbeiträge erhoben. Steuerfreie Zahlungen können also zusätzlich zum laufenden Verdienst des Minijobbers gewährt werden und werden bei der Prüfung der Einhaltung der Verdienstgrenze im 450-Euro-Minijob nicht berücksichtigt.

          Planen Sie als Arbeitgeber aufgrund der Corona-Krise eine Sonderzahlung an die Arbeitnehmer, so kann hierfür Steuerfreiheit und auch Beitragsfreiheit in der Sozialversicherung eintreten. Laut Aussage des Bundesministerium der Finanzen sollen Sonderzahlungen für Beschäftigte in der Corona-Krise bis zu einem Betrag von 1.500 Euro im Jahr 2020 steuer- und sozialversicherungsfrei sein. Dies kann Sonderzahlungen oder Sachleistungen, die den Beschäftigten zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. Dezember 2020 vom Arbeitgeber gewährt werden, betreffen.

          Eine weitere Bedingung für die Steuer- und Sozialversicherungsfreiheit ist, dass eine zusätzliche Zahlung geleistet wird. Sie muss somit hinzukommend zum Arbeitslohn gezahlt werden und nicht zum Beispiel zur Abgeltung von Überstunden. Mit der derzeit laufenden Gesetzesinitiative möchte die Bundesregierung die besondere Leistung der Beschäftigten in der Corona-Krise anerkennen.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  22. Hallo,
    eine Frage: Ein junger Mann, den ich betreue macht ein Ausbildung im Hotel und nebenbei arbeitet er schon länger auf 450,00 € in einem Supermarkt. Nun ist aufgrund der Krise im Hotel weniger los und er bekommt mehr freie Tage, allerdings weiterhin seine volle Vergütung. Evtl. muss er aber auch bald in Kurzarbeit. Jetzt möchte er gerne noch zusätzlich (Nebenjob im Supermarkt bleibt bei 450,00 €) als Erntehelfer arbeiten. Darf er in solch einer Situation als Erntehelfer steuerfrei verdienen? Wird auch hier die Grenze von 450,00 € erhöht? Und wie geschieht das in der Praxis? Wie meldet der Landwirt in an?
    Danke für eine Antwort!
    lg
    Heiko

    1. Hallo Heiko,

      da der junge Mann in Ihrem Beispiel bereits eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung (Ausbildung) ausübt, bleibt nur ein 450-Euro-Minijob neben dieser Beschäftigung sozialversicherungsfrei. Hierbei ist die zeitliche Reihenfolge entscheidend, in welcher beide Minijobs aufgenommen werden. Der zeitlich zuerst gemeldete 450-Euro-Minijob bleibt sozialversicherungsfrei. Jeder weitere – ggf. auch höher entlohnte – 450-Euro-Minijob wird zusammen mit der Hauptbeschäftigung sozialversicherungs- und steuerpflichtig an die Krankenkasse des Beschäftigten gemeldet. Hierbei spielt es auch keine Rolle, ob die Verdienste aus beiden Minijobs zusammen 450 Euro überschreiten. Mit Ausnahme der Arbeitslosenversicherung fallen im zweiten Minijob auch für den Arbeitnehmer Sozialversicherungsbeiträge an.

      Neben einer Hauptbeschäftigung und dem 450-Euro-Minijob kann man parallel jedoch noch einen kurzfristigen Minijob sozialversicherungsfrei ausüben. Vielleicht interessiert Sie hierzu auch unser Blogbeitrag: Hauptjob, 450-Euro-Minijob und kurzfristiger Minijob! Geht das? http://t1p.de/Blogbeitrag-Hauptjob-Minijob-kurzfristig

      Wie die Beschäftigung zu melden ist hängt davon ab, um welche Art der Beschäftigung es sich handelt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  23. Hallo,

    ich führe ein regelmäßiges 450 Euro Minijob Verhältnis aus. In der Corona Krise unterstütze ich ein Krankenhaus in Form einer geringfügigen Beschäftigung (einmalig 16 Stunden im Monat). Summiert man beide Jobs in diesem Monat auf wird es über 450 Euro gehen.

    Meine Frage:
    fallen nun für mich volle Sozialversicherungsbeiträge an oder wird diese Beschäftigung als kurzfristige Minijob-Beschäftigung gewertet ?

    1. Hallo Florian,

      das kann man nicht pauschal beantworten. Diese Entscheidung trifft grundsätzlich Ihr Arbeitgeber. Wir empfehlen Ihnen daher das Gespräch mit Ihrem neuen Arbeitgeber (Krankenhaus) zu suchen und den Sachverhalt zu klären, damit Ihnen keine Nachteile entstehen.

      Treffen die Bedingungen eines kurzfristigen Minijobs zu und entscheidet sich Ihr Arbeitgeber für diese Art der Beschäftigung, wird Ihr Verdienst aus diesem nicht mit dem Verdienst aus dem 450-Euro-Minijob zusammengerechnet.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  24. Sehr geehrte Damen und Herren,

    seit dem 15.03.2020 übe ich neben meinem Hauptberuf noch eine Nebentätigkeit in der Pflege aus 450,00€ Basis monatlich soll ich gemäß Vertrag 221,00€ für ca. 25h Arbeit erhalten.
    Zum 01.04.2020 hat mein Hauptarbeitgeber nun Kurzarbeit 50% angemeldet. Da in der Pflege gerade erhöhter Personalbedarf herrscht, könnte ich dort nun mehr Stunden arbeiten.
    Ich möchte natürlich vermeiden, dass sich dies negativ auf mein Kurzarbeitergeld auswirkt.
    Man bietet mir derzeit sogar eine 50%Stelle an, welche Konsequenzen hätte dies auf Kurzarbeitergeld und kann mein Arbeitgeber mir dies verbieten?
    Andere Möglichkeit, ich habe gelesen, dass ich während der Coronakrise bis Oktober in 5 Monaten den Verdienst von 450€ überschreiten kann.

    Wie oft und um welchen Betrag? Jahresgesamtbetrag?

    Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

    Susanne

    1. Hallo Susanne, eine Anrechnung auf das Kug erfolgt m.E. bei einer Beschäftigung in systemrelevanten Berufen (wie z.B. in der Pflege) erst, wenn das ursprüngliche Netto-Einkommen aus dem Job, für den Kug gezahlt wird, erreicht ist..

      1. Nicht ganz korrekt. Habe bereits Antwort der Minijob Zentrale, da der Job vor der Kurzarbeit angenommen wurde und SYSTEMRELEVANT ist kann ich fünf Monate im Zeitraum März bis Oktober die Grenze überschreiten. Wird nicht angerechnet.

    2. Hallo Susanne,

      die Überschreitung der Verdienstgrenze aus unvorhersehbaren Gründen ist momentan bis zu 5 mal im Jahr unschädlich. Diese Regelung ist momentan für den Zeitraum vom 1. März bis zum 31. Oktober 2020 begrenzt. Das bedeutet für Sie, Sie dürfen aufgrund der unvorhersehbaren Mehrarbeit die Verdienstgrenze von 450 Euro in bis zu 5 Monaten überschreiten, ohne das Versicherungspflicht entsteht. Einen Höchstbetrag gibt es hier aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht nicht.

      Da Ihr Minijob bereits vor dem Beginn der Kurzarbeit bestanden hat, erfolgt auch keine Anrechnung auf das Kurzarbeitergeld. Das gilt auch dann, wenn sich der Verdienst aus dem Minijob während der Kurzarbeit erhöht. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass der aus der Hauptbeschäftigung noch gezahlte Verdienst zusammen mit dem Kurzarbeitergeld und dem Verdienst aus dem Minijob das normale Bruttoeinkommen nicht übersteigt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      1. Wie sieht es aus, wenn der systemrelevante Minijob erst während Corona angenommen wurde? darf man die 450€ überschreiten bis zur Erreichung des Bruttogehaltes?

        1. Hallo Anne,

          die Überschreitung der Verdienstgrenze von 450 Euro kann grundsätzlich in jedem Minijob gelegentlich und unvorhersehbar erfolgen. Die Beschäftigung in einem systemrelevanten Bereich ist hierfür keine Bedingung.

          Beachten Sie bitte in diesem Zusammenhang, dass bei einer Beschäftigung, für welche von vornherein ein Verdienst von mehr als 450 Euro im Monat vereinbart wurde, dieser Sachverhalt nicht gilt.

          Voraussetzung für das im Blogbeitrag beschriebene Weiterbestehen des 450-Euro-Minijobs ist, dass die Überschreitung der Verdienstgrenze für den Arbeitgeber nicht vorhersehbar war.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  25. Hallo,
    meine Tochter arbeitet eigentlich in einem Gastrobetrieb auf 450 € Basis. Nun hat das Lokal ja geschlossen, aber die Kosten für Sie als Studentin laufen weiter.
    Ist es möglich nun einen neuen Minijob anzunehmen, da der andere ja ruht?
    Was passiert wenn es auf Grund von Wiedereröffnung des Lokals und dann angestrebter Kündigung in einem neunen anderen 450€ Job zu einer Überschneidung kommt?
    Über eine Rückmeldung würde ich mich freuen.
    Viele Grüße und bleiben Sie gesund.
    Birgit

    1. Hallo Birgit,

      übt Ihre Tochter parallel auch eine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung aus?

      In diesem Fall darf sie nur genau einen 450-Euro-Minijob sozialversicherungsfrei ausüben. Hierbei ist die zeitliche Reihenfolge entscheidend, in welcher beide Minijobs aufgenommen werden. Der zeitlich zuerst gemeldete 450-Euro-Minijob bleibt für sozialversicherungsfrei. Jeder weitere – ggf. auch höher entlohnte – 450-Euro-Minijob wird zusammen mit der Hauptbeschäftigung sozialversicherungs- und steuerpflichtig an die Krankenkasse Ihrer Tochter gemeldet. Hierbei spielt es auch keine Rolle, ob die Verdienste aus beiden Minijobs zusammen 450 Euro überschreiten. Mit Ausnahme der Arbeitslosenversicherung fallen dann auch für Ihre Tochter als Arbeitnehmerin Sozialversicherungsbeiträge im zweiten Minijob an.

      Neben einer Hauptbeschäftigung und dem 450-Euro-Minijob könnten Ihre Tochter jedoch parallel noch einen kurzfristigen Minijob sozialversicherungsfrei ausüben. Vielleicht interessiert Sie hierzu auch unser Blogbeitrag: Hauptjob, 450-Euro-Minijob und kurzfristiger Minijob! Geht das? http://t1p.de/Blogbeitrag-Hauptjob-Minijob-kurzfristig

      Übt Ihre Tochter keine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung aus, kann sie auch mehrere 450-Euro-Minijobs nebeneinander ausüben. Der gesamte monatliche Verdienst darf jedoch durchschnittlich 450 Euro nicht überschreiten.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  26. Hallo,

    auch ich habe bereits einen 450-€-Minijob im „systemrelevanten“ Bereich neben meiner Hauptbeschäftigung. Bei letzterer gehe ich seit dem 1April in Kurzarbeit.

    In meinem Minijob hat sich jetzt aufgrund der Corona Krise die Auftragslage so erhöht, dass alle Mitarbeiter per Mail darum gebeten wurden „weiterhin Solidarität und Tatkraft“ zu zeigen. Außerdem wurden wir auch gefragt, ob wir unsere Stundenzahl erhöhen möchten und aufgefordert auch Freunde oder Bekannte zum Job zu animieren, da wir in dieser Zeit „mehr denn je gebraucht werden“.

    Dadurch, dass ich in meinem Hauptjob nur noch max. 10% arbeite, habe ich sehr viel Zeit und auch Lust in dieser „unvorhersehbaren“ Zeit mehr in meinem Minijob zu arbeiten ohne jedoch steuerlich belastet zu werden bzw. in Lohnsteuerklasse 6 eingestuft zu werden.

    Ich habe meinem Arbeitgeber des Minijobs auch diesen Artikel geschickt und gefragt, ob ich steuerfrei vorübergehend mehr arbeiten darf, allerdings keine Antwort bekommen. Muss ich jetzt trotzdem auf eine Erlaubnis vom Arbeitgeber warten?
    Wir bekommen Schichtangebote täglich per Mail geschickt, die ich auch annehmen kann. Wer entscheidet letztlich darüber, ob es sich um eine unvorhersehbare und vorübergehende Mehrarbeit handelt? Reichen die Mails vom Arbeitgeber als Beweis aus? Wenn ja, würde ich soviel wie nur möglich in dieser Zeit in meinem Minijob arbeiten wollen, da es ja auch laut Artikel keine Obergrenze im Verdienst gibt.

    Viele Grüße

    1. Hallo Krys,

      die sozialversicherungsrechtliche Beurteilung obliegt immer Ihrem Arbeitgeber. Er stellt auch fest, ob es sich in Ihrem Fall um ein gelegentliches und unvorhersehbares Überschreiten handelt.

      Analog zu der vorübergehenden Erhöhung der Zeitgrenzen bei der kurzfristigen Beschäftigung kann ein gelegentliches Überschreiten der Verdienstgrenze bei 450-Euro-Minijobs für die Monate März bis Oktober 2020 bis zu 5-mal innerhalb eines Zeitjahres erfolgen. Wurde Ihr Minijob bisher pauschal versteuert, kann dies auch weiterhin so erfolgen. Eine Obergrenze für den Verdienst einer unvorhersehbaren und gelegentlichen Überschreitung gibt es nicht.

      Vielleicht helfen Ihrem Arbeitgeber bei der Beurteilung die Informationen in der Gemeinsamen Verlautbarung “Vorübergehende Erhöhung der Zeitgrenzen für kurzfristige Beschäftigungen vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020”: https://t1p.de/Verlautbarung-Erhoehung-Zeitgrenzen

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  27. Hallo wir haben eine Angestellte auf 165€ im Monat was wäre wenn wir in Quarantäne müssen und sie dafür mehr arbeiten muss zahle ich ihr das Geld gilt das auch bei 165€ und kriegt man das Zuviel gezahlte Geld irgendwie zurück gibt es soetwas ich hoffe das war verständlich von mir erklärt mfg

    1. Guten Tag Uyumaz,

      entsteht aufgrund der Quarantäne ein Mehraufwand für den Minijobber, ist von einem unvorhersehbaren Ereignis auszugehen. Ihr Minijobber darf in diesem Fall – wie im Blogbeitrag beschrieben – die Verdienstgrenze von 450 Euro in bis zu 5 Monaten innerhalb eines Jahres überschreiten. Wir bitten Sie in diesem Zusammenhang zu beachten, dass der Mehrverdienst ggf. auf weitere parallel bezogene Leistungen (z. B. Arbeitslosengeld oder ähnliches) angerechnet werden kann. Hierzu berät Sie die auszahlende Stelle.

      Ob es in diesem Fall eine staatliche Unterstützung geben wird, ist uns nicht bekannt. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat jedoch aufgrund der Corona-Krise ein Service- und Infopaket auf seiner Internetseite zusammengestellt.

      https://t1p.de/BMWi

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  28. Dürfen die 5 Überschreitungen hintereinander erfolgen? Gibt es ein Maximalwert wie hoch die Überschreitung sein darf? Und wie sieht das mit der Überschreitung aus, wenn man Bafög bezieht? Sind die Überschreitungen dann trotzdem möglich?

    1. Guten Tag,

      die Überschreitung aus unvorhersehbaren Gründen darf auch in 5 aufeinander folgenden Monaten erfolgen – vorausgesetzt, die Verdienstgrenze wurde in den letzten 12 Monaten noch nicht überschritten. Ein Maximalwert des Verdienstes ist in diesem Fall von Seiten der Sozialversicherung nicht festgelegt.

      Ob der Verdienst auf eine parallel bezogene Leistung (z. B. BAföG) angerechnet wird, können wir nicht pauschal beantworten – das kommt ganz auf die Leistung an. Wir empfehlen Ihnen hierzu bei der auszahlenden Stelle nachzufragen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  29. Hallo,
    ich hatte bei einer SV Prüfung den Fall, dass der Prüfer die 2 Überschreitungen des Minijobbers zwar als unvorhersehbar anerkannte, dann die Überschreitung der Jahresgrenze aber als schädlich betrachtete, da die Überschreitungen im Sommer waren und bis zum Jahresende hätten ausgeglichen werden können. Wie ist es mit dieser Ausgleichspflicht?

    1. Hallo Michaela,

      Ihre Frage lässt sich pauschal nicht beantworten, ohne den gesamten Sachverhalt zu kennen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir diese Beurteilung nicht in unserem öffentlichen Blog vornehmen können. Gern beraten wir Sie hierzu auch telefonisch. Unsere Mitarbeiterinnen im Service-Center sind montags bis freitags von 07:00 bis 17:00 Uhr unter der Telefonnummer 0355 2902-70799 für Sie da.

      Grundsätzlich gilt:
      Übersteigt der Jahresverdienst eines Minijobbers 5.400 Euro, weil sich der Verdienst in einzelnen Monaten erhöht, liegt nicht automatisch eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vor. Ein Minijob bleibt auch dann bestehen, wenn der höhere Verdienst gelegentlich und nicht vorhersehbar gezahlt wird. Ein Ausgleich des höheren Verdienstes zum Jahresende ist im Falle eines gelegentlichen unvorhersehbaren Überschreitens nicht gefordert.

      Unvorhersehbar heißt, dass die Mehrarbeit im Voraus nicht vereinbart war. Als gelegentlich war bislang grundsätzlich ein Zeitraum bis zu 3 Kalendermonaten innerhalb eines Zeitjahres anzusehen. Dieser Zeitraum wird nun vorübergehend erhöht: Aufgrund der unvorhersehbaren Ereignisse im Zusammenhang mit dem Coronavirus dürfen 450-Euro-Minijobber die Verdienstgrenze bis zu 5-mal innerhalb eines Zeitjahres überschreiten. Diese Regelung gilt vorerst vorübergehend für die Monate März bis Oktober 2020.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  30. Guten Tag, gilt die Überschreitung auch, wenn ich keine Haupttätigkeit habe, sondern nur einen Minijob? Wie sieht es aus, wenn man sich im Vorruhestand befindet und noch auf 450 EUR tätig ist? Wäre in beiden fällen eine unvorhersehbare Überschreitung unschädlich?

    1. Guten Tag,

      die Möglichkeit des gelegentlichen unvorhersehbaren Überschreitens (momentan maximal für 5 Monate) gilt grundsätzlich für jeden 450-Euro-Minijob.

      Beziehen Sie parallel andere Leistungen – z. B. Vorruhestandsbezüge – ist es möglich, dass Ihr zusätzlicher Verdienst hier angerechnet wird. In diesem Fall bitten wir Sie, Ihre Anfrage an die auszahlende Stelle zu richten.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    2. Hallo,

      auch ich habe bereits einen 450-€-Minijob im “systemrelevanten” Bereich neben meiner Hauptbeschäftigung. Bei letzterer gehe ich seit dem 1April in Kurzarbeit.

      In meinem Minijob hat sich jetzt aufgrund der Corona Krise die Auftragslage so erhöht, dass alle Mitarbeiter per Mail darum gebeten wurden “weiterhin Solidarität und Tatkraft” zu zeigen. Außerdem wurden wir auch gefragt, ob wir unsere Stundenzahl erhöhen möchten und aufgefordert auch Freunde oder Bekannte zum Job zu animieren, da wir in dieser Zeit “mehr denn je gebraucht werden”.

      Dadurch, dass ich in meinem Hauptjob nur noch max. 10% arbeite, habe ich sehr viel Zeit und auch Lust in dieser “unvorhersehbaren” Zeit mehr in meinem Minijob zu arbeiten ohne jedoch steuerlich belastet zu werden bzw. in Lohnsteuerklasse 6 eingestuft zu werden.

      Ich habe meinem Arbeitgeber des Minijobs auch diesen Artikel geschickt und gefragt, ob ich steuerfrei vorübergehend mehr arbeiten darf, allerdings keine Antwort bekommen. Muss ich jetzt trotzdem auf eine Erlaubnis vom Arbeitgeber warten?
      Wir bekommen Schichtangebote täglich per Mail geschickt, die ich auch annehmen kann. Wer entscheidet letztlich darüber, ob es sich um eine unvorhersehbare und vorübergehende Mehrarbeit handelt? Reichen die Mails vom Arbeitgeber als Beweis aus? Wenn ja, würde ich soviel wie nur möglich in dieser Zeit in meinem Minijob arbeiten wollen, da es ja auch laut Artikel keine Obergrenze im Verdienst gibt.

      Viele Grüße

      1. Hallo Krys,

        die sozialversicherungsrechtliche Beurteilung obliegt immer Ihrem Arbeitgeber. Er stellt auch fest, ob es sich in Ihrem Fall um ein gelegentliches und unvorhersehbares Überschreiten handelt.

        Analog zu der vorübergehenden Erhöhung der Zeitgrenzen bei der kurzfristigen Beschäftigung kann ein gelegentliches Überschreiten der Verdienstgrenze bei 450-Euro-Minijobs für die Monate März bis Oktober 2020 bis zu 5-mal innerhalb eines Zeitjahres erfolgen. Wurde Ihr Minijob bisher pauschal versteuert, kann dies auch weiterhin so erfolgen. Eine Obergrenze für den Verdienst einer unvorhersehbaren und gelegentlichen Überschreitung gibt es nicht.

        Vielleicht helfen Ihrem Arbeitgeber bei der Beurteilung die Informationen in der Gemeinsamen Verlautbarung „Vorübergehende Erhöhung der Zeitgrenzen für kurzfristige Beschäftigungen vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020“: https://t1p.de/Verlautbarung-Erhoehung-Zeitgrenzen

        Freundliche Grüße
        Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  31. Wir wollen gerne eine Haushaltshilfe einstellen für drei Monate 1. April bis Ende Juni, auf Grund der Mehrbelastung in der Krise (kleines Kind). Können wir der Haushaltshilfe ein erhötes Endgelt zahlen (z.b. 750 EUR / Monat?) als Minijobberin oder müssten wir dann etwas beachten (sonst bleiben wir bei den 450 EUR und schauen wie wir es mit urlauben etc geregelt beommen).

    1. Hallo Marc,

      die bewusste Aufnahme eines Minijobs stellt keine unvorhersehbare Mehrarbeit dar. Der 450-Euro-Minijob bliebe nur dann versicherungsfrei, wenn die Entgeltgrenze von 450 Euro nicht überschritten wird. Alternativ zum 450-Euro-Minijob gibt es noch den sogenannten kurzfristigen Minijob. Dieser ist, wie in Ihrem Sachverhalt geschildert, von vornherein befristet. Eine Verdienstgrenze gibt es bei dem kurzfristigen Minijob nicht. Ausführliche Informationen zum kurzfristigen Minijob im Privathaushalt finden Sie auf unserer Homepage unter folgendem Link: http://t1p.de/MJZE-kurzfristig-im-Privathaushalt

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  32. Hallo, ich arbeite in der Zeitungsbranche mit sehr vielen Minijobbern zusammen. Diese haben naturgemäss immer Schwankungen im Lohn. Dieser überschreitet aber eben max. drei Mal die € 450.- – Grenze und nie die Obergrenze von € 5400.- p.a.
    Wenn ich das richtig verstanden habe, dann kann im 2020 bedingt durch die Sonderregelung von 03/20 – 10/20 die Verdienstgrenze 5 x überschritten werden und die sonst gültige Einkommensgrenze von 5400.- in diesem Jahr auch?
    Herzlichen Dank vorab für Ihre Antwort.
    Viele Grüsse, Johannes

    1. Hallo,
      Bin am 01.01.2019 in vorgezogenen Rente als Schwerbehinderte mit 61 und 5 Monaten gegangen.
      Wie sieht das jetzt mit einem Minijob aus. Laut dem Rentenbescheid darf ich nur 5400,00€ im Jahr verdienen. Ist hier mit der Sonderregelung mein Zuverdienst erhöht worden?

      Danke erstmal
      Oparollo

      1. Hallo Rolle,

        diese hie ausgeführte Sonderregelung im Blog-Beitrag betrifft die Regelung zum unvorhersehbaren Überschreiten der 450 Euro Grenze im Minijob. Bitte wenden Sie sich bezüglich der Höhe Ihres anrechnungsfreien Hinzuverdienstes an Ihren Rentenversicherungsträger.

        Freundliche Grüße

        Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    2. Hallo Johannes,

      grundsätzlich muss man unterscheiden zwischen schwankendem Verdienst (ohne Überschreitung der Jahresverdienstgrenze) und dem Überschreiten aus unvorhersehbaren Gründen (mit Überschreitung der Jahresverdienstgrenze).

      Hat der Arbeitnehmer schwankenden Lohn, überschreitet die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro nicht, ist die Anzahl der monatlichen Überschreitung nicht festgelegt. So dürfte der Minijobber zum Beispiel 8 Monate jeweils einen Verdienst von 500 Euro bekommen und in den anderen 4 Monate jeweils 350 Euro. Die Grenze von 5.400 Euro wird nicht überschritten und es bleibt bei einem Minijob.

      Daneben gibt es das gelegentliche Überschreiten aus unvorhersehbaren Gründen (zum Beispiel Krankheitsvertretung). Als gelegentlich galt bisher ein Zeitraum von bis zu 3 Monaten innerhalb eines Jahres. In diesem Fall darf auch die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro überschritten werden – der Minijob bleibt weiterhin bestehen. Aufgrund der Corona-Pandemie gilt für die Zeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 übergangsweise ein bis zu 5-maliges unvorhersehbares Überschreiten der Verdienstgrenze als gelegentlich.

      Weitere Informationen zur Verdienstgrenze finden Sie auf unserer Homepage unter folgendem Link: https://t1p.de/Minijob-Verdienstgrenze

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  33. Hallo,

    ich bin Student (familienversichert) und arbeite derzeit auf 450-Euro-Basis in einem Nebenjob, den ich auch trotz der aktuellen Situation weiterhin ausübe. Ich würde mich nun zusätzlich für einen Job als Erntehelfer interessieren und frage mich, ob dies steuerfrei möglich ist und falls ja, ob es dann eine Verdienstgrenze für den zweiten Nebenjob gibt.

    Liebe Grüße

    1. Hallo Georg,

      wir gehen davon aus, dass Ihre Beschäftigung als Erntehelfer im Rahmen einer kurzfristigen Beschäftigung geplant ist. Einen kurzfristigen Minijob können Sie auch parallel zu Ihrem 450-Euro-Minijob ausüben. Der Verdienst spielt hierbei keine Rolle. Ihr Einkommen aus dem kurzfristigen Minijob wird auch nicht mit dem Verdienst aus dem 450-Euro-Minijob zusammengerechnet.

      Steuerfrei ist jedoch auch ein kurzfristiger Minijob nicht. Der Arbeitgeber kann hier wählen zwischen der Versteuerung nach Ihren individuellen Lohnsteuermerkmalen oder einer pauschalen Steuer in Höhe von 25 Prozent vom Verdienst. http://t1p.de/MJZE-Steuerrecht-kurzfristig

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      1. Hallo,

        Ich hab ein ähnliches Problem mit meiner Familienversicherung. Ich habe meine Krankenkasse gefragt ob ich aus meiner familienversicherung rausfliege, wenn ich auf Grund der Zeiten (und weil es ja jetzt auch erlaubt ist) mehr als 450€ in meinem Minijobs verdiene. Meine Krankenkasse hat mir gesagt, dass ich nicht aus meiner familienversicherung „rausfliege“ wenn ich ein offizielles schreiben habe, welches diese Regelung bestätigt. Ist es möglich so etwas „offizielles“ von euch zu bekommen?

        Grüße

        1. Hallo Meret,

          unser Blogbeitrag erklärt die sozialversicherungsrechtlichen Konsequenzen des Überschreitens der Verdienstgrenzen im Minijob. Das gelegentliche und unvorhersehbare Überschreiten der Verdienstgrenze war auch bisher unschädlich für den 450-Euro-Minijob.

          Als gelegentlich galt bisher ein Zeitraum von bis zu 3 Monaten innerhalb eines Jahres. Aufgrund der Corona-Pandemie gilt für die Zeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 übergangsweise ein bis zu 5-maliges unvorhersehbares Überschreiten der Verdienstgrenze als gelegentlich.

          Die Gemeinsame Verlautbarung “Vorübergehende Erhöhung der Zeitgrenzen für kurzfristige Beschäftigungen vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020” finde Sie unter folgendem Link: https://t1p.de/MJZE-Verlautbarung-Erhoehung-Zeitgrenzen

          Die Prüfung des Weiterbestehens der Familienversicherung übernimmt jedoch unabhängig hiervon Ihre zuständige Krankenkasse.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  34. Hallo,

    Ich arbeite bereits in meinem Minijob auf 450€ Basis an einem Klinikum und möchte nun ebenjenes als Studentische Hilfskraft in der Krise unterstützen. Allerdings bin ich auch Mitglied in einer Familienversicherung welche ein regelmäßiges Einkommen über 450€ nicht erlaubt.
    Meine Frage lautet nun: Darf ich für weniger als 3 Monate auch zusätzlich in der Krise noch mit einem zweiten Job am Klinikum arbeiten ohne sozialversicherungspflichtig zu werden?
    Oder geht dies nur über eine Ausdehnung meines bisherigen Minijobs aufgrund von Notstand ( und ist dies auch im zweiten Fall nicht sozialversicherungspflichtig) ?

    Vielen Danke und freundliche Grüße

    1. Hallo,

      grundsätzlich kann neben einem 450-Euro-Minijob zusätzlich noch eine kurzfristige Beschäftigung ausgeübt werden.

      Allerdings werden mehrere Beschäftigungen beim gleichen Arbeitgeber zusammengezählt und können unter Umständen zur Versicherungspflicht führen.

      Wenn wir Sie richtig verstehen, dass Sie aufgrund der Corona-Krise in Ihrem bestehenden 450-Euro-Minijob Mehrarbeit in diesem Klinikum leisten möchten.

      Ist das in diesem Fall möglich, da diese Krise ein unvorhersehbares Ereignis begründet.

      Für Fragen zur Familienversicherung bitten wir Sie sich an Ihre Krankenkasse zu wenden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  35. Hallo

    die Regel gilt ja auch für 2 Minijobs oder? Bisher habe ich nur einen Minijob ausgeübt habe aber einen anderen Minijob ab Mai. Mein jetziger Minijob wird aber verlängert (wegen Ausfall der Uni), somit habe ich zwei Minijobs bei denen ich 450 Euro verdienen darf bzw ja auch mehr. So wurde mir das vom Arbeitgeber bestätigt. Korrekt ?

    1. Hallo Laura,

      das ist grundsätzlich richtig. Bitte beachten Sie jedoch, dass es sich um ein unvorhersehbares Überschreiten der Verdienstgrenze handeln muss.
      Beginnen Sie einen 450-Euro-Minijob neu, kennt der Arbeitgeber in der Regel den Arbeitsaufwand vor Beginn der Beschäftigung. Der Sachverhalt der Unvorhersehbarkeit des Mehraufwandes ist in diesem Zusammenhang unter Umständen nicht erfüllt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      1. Gilt das auch wenn ich die Zusage für den Minijob den ich erst später angefangen habe, schon vor der Corona Krise (2 März) erhalten habe ? Und dann schon die Einarbeitung begann? Und jetzt angenommen das gilt nicht, dann darf ich aber ja trotzdem für den minijob den ich bereits vorher gemacht habe , mehr verdienen?

  36. Gilt diese Regelung auch bei einem Onlinehandel der durch die Krise jetzt viel mehr Bestellungen erhält? Muss man die kurzfristig Mehrarbeit beantragen oder ein Formular ausfüllen?

    1. Hallo,

      ist die Verdienstüberschreitungen unvorhersehbar, das heißt die Mehrarbeit war im Voraus nicht vereinbart, ist eine gelegentliche Überschreitung für Ihren Minijob unschädlich.

      Einer Anmeldung auf Mehrarbeit bedarf es nicht.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  37. Baumärkte sind aktuell noch geöffnet und somit systemrelevant!? Kann deshalb die 450-Euro-Grenze auch für Bezieher von Kurzarbeitergeld überschritten werden?

    MfG

    Jan

    1. Hallo Jan,

      die befristete Erhöhung der Möglichkeiten für Überschreitungen der Verdienstgrenze für 450-Euro-Minijobs ist unabhängig vom Bezug von Kurzarbeitergeld vorgenommen worden.

      Ihr Arbeitgeber hat jedoch zu entscheiden, ob es sich um ein gelegentliches und unvorhersehbares Überschreiten handelt. Diese kann beispielsweise begründet sein, wenn andere Arbeitnehmer erkrankt sind oder aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    1. Hallo Christa,

      ist die Verdienstüberschreitungen unvorhersehbar, das heißt die Mehrarbeit war im Voraus nicht vereinbart, ist eine gelegentliche Überschreitung für Ihren Minijob unschädlich. Diese kann beispielsweise begründet sein, wenn andere Arbeitnehmer erkrankt sind oder aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen.

      Die Besteuerung erfolgt wie gewohnt, auch für den höheren Verdienst.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  38. Guten Tag,
    Wird ein bestehender Minijob neben einer Haupttätigkeit ausgeübt, in der der Arbeitnehmer nun im Kurzarbeit ist, hat dann der höhere Verdienst im Minijob eine Auswirkung auf das Kurzarbeitergeld?

  39. Hallo,

    eine Mini-Jobberin in unserem Unternehmen möchte in der nächsten Zeit auch das Uniklinikum Frankfurt durch eine Teilzeit-Stelle (50%) unterstützen. Ich finde den Gedanken sehr löblich, aber was muss ich beachten, damit dies umsetzbar is?

    Danke,
    Silke

    1. Hallo Silke,

      pauschal kann man Ihre Frage leider nicht beantworten. Was Sie ggf. beachten müssen ist davon abhängig, in welchem Rahmen die neue Beschäftigung Ihrer Minijobberin stattfinden wird.

      Handelt es sich z. B. um eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung (eine Beschäftigung über 450 Euro) oder um einen kurzfristigen Minijob, bleibt der 450-Euro Minijob bei Ihnen unberührt.

      Eine Zusammenrechnung der Verdienste würde in diesem Fall nicht erfolgen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  40. Hallo,

    wenn ich Sie richtig verstanden habe, statt die Minijobber jetzt durch das Kurzarbeitergeld zu unterstützen, schlägt uns die Politik vor, einfach mehr zu arbeiten. Stimmt?

    Und eine andere Frage: warum werden Voll- und Teilzeitbeschäftigte und Leiharbeiter durch das Kurzarbeitergeld, Freiberufler und Soloselbständige durch Zuschüsse unterstützt. Nur 6,4 Millionen Minijobber (Stand 31.12.2019) sind nicht würdig genug in dieser Krise das Kurzarbeitergeld ausnahmensweise zu bekommen?

    Die Begründung, dass Minijobber keine Arbeitslosenbeiträge eingezahlt haben, finde ich kommisch. Viele Menschen haben einen Minijob ausgeübt, obwohl sie die Aufstockung durch Hartz 4 beantragen konnten. Dadurch hat die Agentur für Arbeit einiges an Geld gespart.

    MfG,

    Alexei

    1. Hallo Alexei,

      wir bitten um Ihr Verständnis, dass sowohl die Minijob-Zentrale als auch die Agentur für Arbeit an die momentan gültigen Gesetze gebunden sind.
      Eine Änderung der Anspruchsvoraussetzungen zum Bezug von Kurzarbeitergeld würde eine Änderung der Regelungen im Sozialgesetzbuch voraussetzen. Federführend ist hier das Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    2. Sie sprechen 6,4 Millionen Minijobber aus der Seele.
      Der Arbeitgeber hat übrigens immer b e i d e Anteile für Sie bezahlt. Nur der Arbeitnehmer brauchte nichts bezahlen.

  41. Hallo,

    ich habe einen Vollzeit-Job und ich gehe nun 20-30% in Kurzarbeit.

    In dieser Zeit möchte ich gerne in systemrelevanten Berufen aushelfen, da dies ja momentan gebraucht wird.

    Wie wirkt sich das auf das Kurzarbeitergeld aus?

    Entstehen mir dadurch Nachteile?

    Viele Grüße

    1. Hallo,

      Kurzarbeitergeld ist eine Leistung, die von der Agentur für Arbeit ausgezahlt wird. Bei Fragen zur Anrechnung Ihres Verdienstes aus dem Minijob auf das Kurzarbeitergeld bitten wir Sie, sich an Ihre zuständige Agentur für Arbeit zu wenden.

      Vielleicht interessiert Sie zu diesem Thema auch unser Blogbeitrag “Minijob neben Kurzarbeit in Zeiten von Corona”: https://t1p.de/Blogbeitrag-Minijob-neben-Kurzarbeit

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  42. Hallo,

    ich habe bereits einen 450-€-Minijob neben meiner Hauptbeschäftigung. Bei letztere gehe ich nun in Kurzarbeit.

    Wenn es jetzt zu einen Überschreiten der 450 EUR im Minijob kommen sollte, muss dieser unvorhersehbare Grund weiter nachgewiesen werden (durch Krankenschein eines erkrankten Kollegen o.ä.)? Oder reicht es aus sich als minijober und Arbeitgeber auf die Coronapamdie zu berufen?

    Wie verhält es sich mit der Versicherungsfreiheit beim gelegentlichen Überschreiten? Und wie wird dann steuerlich verfahren? Bleibt es bei der Pauschalsteuer beim überschreiten oder muss dann ggf. auf die Lohnsteuerklasse 6 gesteuert werden?

    Viele Grüße

      1. Hallo Marc,

        Minijobber dürfen aufgrund der momentanen Situation in der Zeit vom 01.März .2020 bis 31.Oktober.2020 bis zu 5-mal im Jahr aus unvorhersehbaren Gründen die Verdienstgrenze von 450 Euro im Monat überschreiten und somit auch den Jahresverdienst von 5.400 Euro.

        Wenn dieser erhöhte zeitliche Aufwand im Zusammenhang mit der Corona-Krise steht, war dieser nicht vorhersehbar. Wenn dadurch für maximal 5 Monate innerhalb des maßgebenden 12-Monats-Zeitraums ein höherer Verdienst als vorgesehen gezahlt wurde, handelt es sich um ein gelegentliches Überschreiten der Entgeltgrenze, das unschädlich für den Minijob ist. In Ihrem Minijob bleibt alles unverändert bestehen.

        Freundliche Grüße

        Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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