Lesezeit: 3 Minuten

Zuletzt aktualisiert am 3. Dezember 2020

Mehrarbeit wegen Corona: 450-Euro-Grenze darf im Minijob überschritten werden

Arbeitgeber beschäftigen aufgrund der Corona-Krise ihre 450-Euro-Minijobber teilweise in größerem Umfang als ursprünglich vereinbart. Dies kann zum Überschreiten der monatlichen Verdienstgrenze von 450 Euro führen. Für eine Übergangszeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 ist nun sogar ein fünfmaliges Überschreiten der Verdienstgrenze möglich. In unserem Blog erklären wir, wann trotz Überschreiten der Verdienstgrenze weiterhin ein Minijob vorliegt.

Das Überschreiten der Entgeltgrenze muss gelegentlich und unvorhersehbar sein

Übersteigt der Jahresverdienst eines Minijobbers 5.400 Euro, weil sich der Verdienst in einzelnen Monaten erhöht, liegt nicht automatisch eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vor. Ein Minijob bleibt auch dann bestehen, wenn der höhere Verdienst gelegentlich und nicht vorhersehbar gezahlt wird. Die Höhe des Verdienstes spielt keine Rolle. Eine betragsmäßige Obergrenze für das Überschreiten gibt es also nicht.

Unvorhersehbar heißt, dass die Mehrarbeit im Voraus nicht vereinbart war. Diese kann sich beispielsweise ergeben, weil andere Arbeitnehmer erkrankt sind oder aufgrund der Corona-Pandemie unter Quarantäne stehen.
Als gelegentlich war bislang grundsätzlich ein Zeitraum bis zu 3 Kalendermonaten innerhalb eines Zeitjahres anzusehen. Dieser Zeitraum wird nun vorübergehend erhöht.

450-Euro-Minijob profitiert vom kurzfristigen Minijob

Die Zeitgrenzen für die kurzfristige Beschäftigung wurden übergangsweise vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 von 3 Monaten oder 70 Arbeitstagen auf 5 Monate oder 115 Arbeitstage angehoben. Ausführliche Informationen dazu finden Sie in unserem Blog „Corona: Zeitgrenzen für kurzfristige Minijobs werden ausgeweitet“.

Analog zu der vorübergehenden Erhöhung der Zeitgrenzen bei der kurzfristigen Beschäftigung kann ein gelegentliches Überschreiten der Verdienstgrenze bei 450-Euro-Minijobs für die Monate März bis Oktober 2020 bis zu 5-mal innerhalb eines Zeitjahres erfolgen. Das haben die Spitzenorganisationen der Sozialversicherung in der Verlautbarung „Vorübergehende Erhöhung der Zeitgrenzen für kurzfristige Beschäftigungen vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020“ vom 30. März 2020 geregelt.

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Unvorhersehbar höherer Verdienst in der Zeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020

Verdient ein Minijobber in den Kalendermonaten März bis Oktober 2020 mehr als ursprünglich vorgesehen, ist zu prüfen, wie oft dies innerhalb des letzten Zeitjahres (12-Monats-Zeitraum) geschehen ist. Der 12-Monats-Zeitraum endet immer mit dem Ende des Kalendermonats, in dem ein unvorhersehbares Überschreiten vorliegt und beginnt 12 Monate vorher. Wurde die Verdienstgrenze innerhalb des 12-Monats-Zeitraum maximal in 5 Kalendermonaten nicht vorhersehbar überschritten, liegt ein gelegentliches Überschreiten vor.

Beispiel

Eine Raumpflegerin arbeitet seit dem 01.01.2019 gegen ein monatliches Arbeitsentgelt von 420 Euro. Im März 2020 bittet der Arbeitgeber sie, vom 01.04. bis zum 31.05.2020 mehr zu arbeiten, da aufgrund der Corona-Pandemie ein erhöhter Reinigungsbedarf besteht. Dadurch erhöht sich der Verdienst in den Monaten April und Mai 2020 auf monatlich 2.000 Euro.

Die Raumpflegerin hatte bereits im Juni, September und Dezember 2019 Krankheitsvertretungen für Vollzeitkräfte übernommen und dadurch in diesen Monaten die monatliche Verdienstgrenze von 450-Euro überschritten.

Ergebnis
Die Beschäftigung der Raumpflegerin bleibt auch für die Zeit vom 01.04. bis zum 31.05.2020 ein 450-Euro-Minijob. Innerhalb des maßgebenden 12-Monats-Zeitraums wurde maximal in 5 Kalendermonaten die Verdienstgrenze nicht vorhersehbar überschritten.

Der 12-Monats-Zeitraum endet immer mit dem Ende des Entgeltabrechnungsmonats, in dem ein unvorhersehbares Überschreiten vorliegt und beginnt 12 Monate vorher. Somit verläuft die Frist für den Monat Mai 2020 vom 1. Juni 2019 bis 31. Mai 2020. Innerhalb dieses Zeitraums hat die Reinigungskraft in 5 Kalendermonaten unvorhersehbar mehr verdient (Juni, September und Dezember 2019 sowie April und Mai 2020). Damit liegt ein gelegentliches Überschreiten der Verdienstgrenze vor und es handelt sich weiter um einen Minijob.

Überschreiten der Verdienstgrenze ab dem 1. November 2020

Die Möglichkeit des fünfmaligen nicht vorhersehbaren Überschreitens der Verdienstgrenze, ist auf die Zeit vom 1. März bis 31. Oktober 2020 begrenzt. Wird die monatliche Verdienstgrenze danach (ab dem 1. November 2020) überschritten, darf dies nicht in mehr als 3 Kalendermonaten innerhalb eines Zeitjahres passieren, damit ein gelegentliches Überschreiten vorliegt.

Fortsetzung des Beispiels

Der Arbeitgeber bittet die Raumpflegerin Ende Oktober 2020, vom 01.11. bis zum 30.11.2020 zusätzlich die Krankheitsvertretung für eine Vollzeitkraft zu übernehmen. Dadurch erhöht sich der Verdienst im Monat November 2020 auf 2.000 Euro. Ab 01.12.2020 werden wieder laufend 420 Euro monatlich gezahlt.

Ergebnis
Die Beschäftigung der Raumpflegerin ist für die Zeit vom 01.11. bis 30.11.2020 kein 450-Euro-Minijob mehr, sondern eine sozialversicherungspflichte Beschäftigung.
Der regelmäßige monatliche Verdienst übersteigt unter Berücksichtigung der Krankheitsvertretung im Durchschnitt der Jahresbetrachtung (01.01.2020 bis 31.12.2020) die Verdienstgrenze von 450 Euro.
Innerhalb des maßgebenden 12-Monats-Zeitraums (01.12.2019 bis 30.11.2020) hat bereits in den Monaten Dezember 2019 sowie April und Mai 2020 ein nicht vorhersehbares Überschreiten der Arbeitsentgeltgrenze vorgelegen. Im Monat November 2020 liegt somit kein gelegentliches (für die Zeit ab 1.11, maximal dreimaliges) Überschreiten der Arbeitsentgeltgrenze mehr vor.
Ab 01.12.2020 liegt wieder ein 450-Euro-Minijob vor, weil der regelmäßige monatliche Verdienst von diesem Zeitpunkt an durchschnittlich 450 Euro nicht übersteigt.

Weitere Informationen zur Verdienstgrenze im Minijob finden Sie in unserem Blogbeitrag „Schwankender Verdienst im Minijob – Worauf Arbeitgeber achten müssen!“.

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Judith Plath
Judith Plath
5 Tage zuvor

Sehr geehrtes Team der Minijob-Zentrale,

wie sieht es bei unvorhersehbarer Kündigung der Minijobberin aus? Die Minijobberin hat zum 01.02. das Beschäftigungsverhältnis aufgenommen und dann zum Ablauf des 31.03. mit einer Frist von 2 Wochen gekündigt. Sie hat im März aufgrund der aktuellen Impflage etwas mehr Stunden gearbeitet und die 450 € Grenze überschritten. Insgesamt in den zwei Monaten 990 € verdient. Geplant wurde das Arbeitsverhältnis für 6 Monate, man hätte also diese Stunden in Folgemonaten ausgleichen können, damit die Jahresgrenze nicht überschritten wird. Dies ist uns aufgrund der Kündigung durch die Mitarbeiterin aber nicht mehr möglich. Kann ich ihr die mehr geleisteten Stunden auf Minijob Basis auszahlen?

Vielen Dank!
Judith

Ludmila Buzovera
Ludmila Buzovera
18 Tage zuvor

Sehr geehrtes Team der Minijob-Zentrale,
genau wie im vorherigem Beitrag von Jaeckel Monika beziehe ich Arbeitslosengeld und habe noch einen 450.-€Job und war gezwungenermaßen vom Juli bis August 2020 mit mehr Stunden wöchentlich beschäftigt. Meine Frage zu dem Fall wäre – welches Regierungsdokument wurde als Grundlage für diese Regelung verwendet?
Vielen Dank im Voraus. Ludmila

Udo Volkmer
Udo Volkmer
20 Tage zuvor

Wird auch im Jahr 2021 die mehr als dreimalige Überschreitung von 450 € möglich sein, wie im Jahr 2020??

Florian
Florian
23 Tage zuvor

Sehr geehrtes Team der Minijobzentrale, ich arbeite in einer Apotheke als Fahrer für Medikamente und verdiene damit ca. 400 Euro pro Monat. Jetzt macht unsere Apotheke ein Testcenter für Coronaschnelltests auf und mein Arbeitgeber hat mich gefragt auszuhelfen. Das Testcenter wird voraussichtlich auch nur für 3 Monate geöffnet. Ist es möglich, dass mich die Apotheke hier vermehrt einsetzt und ich dadurch die 450 Euro überschreite? In der Apotheke arbeiten momentan nicht genügend Leute, um einen normalen Apothekenbetrieb und ein Testcenter zu betreiben.

Mit freundlichen Grüßen
florian

Alexandra
Alexandra
24 Tage zuvor

Sehr geehrtes Team der Minijob-Zentrale,
ich arbeite für einen Lebensmitteldiscounter auf 450€ Basis. Soweit so gut. Nun komme ich den dritten Monat in Folge auf über 450€. Nicht viel drüber, nur so 50-100€ im Monat. Der Arbeitgeber sagt, aufgrund der Pandemie dürfe ich mehr arbeiten und auch mehr verdienen. Ich habe für dieses Jahr nichts darüber gefunden, dass das so stimmt. Was passiert, wenn ich über die Jahresverdienstgrenze komme?
Ich muss mich selbst privat Pflichtversichern, was muss ich da beachten?

Ich wäre Euch für eine Antwort sehr Dankbar.

Schöne Grüße Alexandra

Sandra
Sandra
30 Tage zuvor

Hallo!
wie verhält es sich, wenn Minijobber pandemiebedingt zeitweise in einer Abteilung mit einer höheren Eingruppierung des Grundgehalts arbeiten und der dafür gezahlte Ausgleich zur Überschreitung führt?
Schöne Grüße

Steph
Steph
1 Monat zuvor

Hallo!
Bezieht sich die Einkommensgrenze von 5400€ ebenfalls auf die zurückliegenden 12 Monate oder wird da der Zeitraum 01.01.-31.12. als Grundlage genommen?
Im kongreten fall, habe ich im letzten Jahr mit 4-maligen überziehen 5395€verdiehnt. Werde jedoch diesen Monat knapp 1000€ verdiehnen wegen Coronamehraufwand. Das wird sich aber in den Folgemonaten wieder ausgleichen, so dass ich wahrscheinlich unter der 5400er Grenze übers Jahr gesehen bleiben werde.
Viele Grüße

Heidi
Heidi
1 Monat zuvor

Ist es bei Krankheitsvertretung möglich, wenn die Krankheit z. B. 15.2 beginnt eine Vertretung bis zum 15.5 zu bezahlten innerhalb der 3 Monatsfrist oder zählen die Monate komplett.
Und in diesem Fall wären es 4 Monate

Mario
Mario
1 Monat zuvor

Hallo

aus aktuellen Gründen würde unser Unternehmen gerne einen ehemaligen Mitarbeiter, der die Altersvollrente jetzt erreicht hat mit 64 Jahren als Minijob einstellen.
Es kann sein, dass er die 450€ Grenze überschreitet (maximal drei Mal) in diesem Jahr.
2021 wurde von 6.300 Euro ja auf 46.060 Euro hochgesetzt, dass heißt in diesen drei Monaten kann der Mitarbeiter unschädlich für seine Rente und Einkommenssteuer bspw. 2.500€ als Minijob verdienen? Danke

Mike
Mike
1 Monat zuvor

Wird das 2021 für Sicherheitsdienste auch wieder kommen? Wir fahren 3 Schichten in Krankenhäusern und Impfzentren.

Simon
Simon
1 Monat zuvor

Hallo ich habe seit Jahren eine geringfügige Beschäftigung und die 450€ Grenze bis zum letzten Jahr nie überschritten. Aufgrund von Corona ist es allerdings letztes Jahr eingetreten und aufgrund der aktuellen Lage droht das demnächst wieder zu passieren.
ich habe in den Monaten 06/20 und 08/20 mehr Gehalt ausgezahlt bekommen. Bedeutet dies, dass ich bis einschließlich 05/21 die Grenze nur noch einmal überschreiten darf? Das wären dann drei Mal innerhalb 12 Monaten. Oder hat diese Corona Sonderregelungen (bis zu 5 Mal) auch eine Auswirkung darauf? Dürfte ich theoretisch ab Juni erneut drei Mal überschreiten, weil die 12 Monate wieder neu gezählt werden?

Steph
Steph
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
1 Monat zuvor

Hallo!

Bezieht sich die Grenze von 5400€ ebenfalls auf die zurückliegenden 12 Monate oder wird da der Zeitraum 01.01.-31.12. als Grundlage genommen?

Viele Grüße

Dietz
Dietz
2 Monate zuvor

Hallo Team vom Minijob-Zentrale,

ich arbeite auch auf 450,- Euro-Basis und soll jetzt wegen Krankheit eines Kollegen
in den nächsten 2 bis 3 Monaten Mehrarbeit leisten. Voraussichtlich komme ich dann über
5.400 Euro Jahresverdienst 2021.
Gibt es einen zulässigen Maximalbetrag für eine Jahresüberschreitung?

Freundliche Grüße
Dietz

Aja
Aja
2 Monate zuvor

Hallo ich habe im Abrechnungsmonat Dezember 19, mai Juni und Juli 20, Januar und Februar 21 die Verdienstkreuze von 450 überschritten und mir wurde jetzt im Nachhinein seit Januar mit den 9,3 % Abzügen der Rentenversicherung abgezogen. Anscheinend falle ich nicht mehr in den Minijobs sondern kann jetzt auch mehr verdienen?.??

Uta
Uta
2 Monate zuvor

Guten Tag, ab wann könnte man damit rechnen, dass das 5malige Überschreiten in Corona Zeiten 2020 auch für das KJ 2021 gilt? Oder zumindest eine Stellungnahme dazu.
LG Uta

Mike
Mike
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
1 Monat zuvor

Auch nicht für Sicherheitsdienste? Soviel Personal hat keiner das er mehrere Krankenhäuser und Impfzentren 24/7 bedienen kann. Da gehen die 450er automatisch drüber. Wenn dann noch Veranstaltungen und Fussball wieder dazu kommen wer soll das machen?

Dagmar Bauer
Dagmar Bauer
2 Monate zuvor

Mein Minijob ist am 1.9.2020 in einen sozialversicherungspflichtigen Job übergegangen (1000 € brutto monatlich).
Meine Frage ist jetzt, was muss auf meiner elektronischen Lohnsteuerbescheinigung für 2020 stehen?
Nur die 4000 € von September bis Dezember oder werden die monatlich 450€ von Januar bis August zum Brutto dazugerechnet?
Freundliche Grüße
Dagmar Bauer

Jaeckel Monika
Jaeckel Monika
2 Monate zuvor

Guten Tag, ich beziehe Arbeitslosengeld und habe noch einen 450.-€Job,jetzt war ich gezwungenermaßen vom 17.08 – 01..11.2020 mit mehr Stunden wöchentlich arbeiten. Meine Chefin hat es auch gegenüber dem Arbeitsamt mitgeteilt da es an der Auftragslage hing. Jetzt vordert das Arbeitsamt von mir den ausbezahlt Betrag zurück,obwohl ich im Monat die 450,-€nicht überschritten habe. Wegen Corona mußte ich eben meine Arbeitszeiten der Auftragslage anpassen. Es kann doch nicht sein daß man bestraft wird wenn man arbeiten geht. Wiederspruchsverfahren würde abgeschlossen. Ist daß rechtens?

Jaeckel Monika
Jaeckel Monika
Reply to  Jaeckel Monika
2 Monate zuvor

Hallo, danke erstmal für die Rückmeldung. Ich glaube ich hab mich falsch ausgedrückt. Es geht bei mir darum das ich wöchentlich nur max. 15 Std, laut Arbeitsamt, darf bei mir war es eben durch die Auftragslage daß ich eine Woche mehr Stunden hatte, Andere weniger. Ich habe dennoch nicht mehr als 450.€verdient.Hier geht es nur um die Stunden die sich wegen Corona so unregelmäßig verschoben haben.

Ioannis Triantafillidis
Ioannis Triantafillidis
2 Monate zuvor

Hallo liebes Team,

ich bin Student und bin seit dem 01.05.2020 (zum ersten Mal in meinem Leben)als geringfügig beschäftigt in einem großen Discounter beschäftigt.

Nun wurden mir für Dezember 2020 Sozialversicherungsbeiträge abgezogen obwohl das erst das dritte Mal war das ich die 450 Euro Grenze überschrittenhabe.

Mai 2020 616,17 Euro
Juni 2020 589,75 Euro
Dezember 2020 578,30

So wie ich es verstehe darf ich innerhalb eines Verrechnungsjahr bei mir der 01.05.2020 ( das erste mal das eine Überschreitung eintraf)bis zum 30.04.2021 drei Mal die Grenze der 450 Euro überschtreiten also war das mit den Abzug der Beiträge fur Dezember falsch?

Vielen herzlichen Dank für eure Hilfe im voraus

Liebe Grüße
Janni

George
George
Reply to  Ioannis Triantafillidis
2 Monate zuvor

Hey,

ich habe genauso das gleiche Problem. Und waren die Abzüge falsch?
Ich habe nachgefragt, und mir wurde gesagt, dass ich die Grenze mehrmals hintereinander überschritten habe.
Das soll aber eigentlich für 12 Monate gerechnet werden. Ich arbeite ja nur seit 5 Monaten.

Viele Grüße
George

Last edited 2 Monate zuvor by George
Elwira Besarese
Elwira Besarese
2 Monate zuvor

Liebes Team der Minijobzentrale,

als Begründung für das Überschreiten der Jahresarbeitsentgeltgrenze geben Sie u.a. unvorhersehbare Ereignisse, wie z.B. Krankheit an. Wie verhält sich das mit einer medizinischen Rehabilitation? Die ist grundsätzlich geplant. Darf die Minijobberin, die die Vertretung für die Kollegin während deren Reha gemacht hat, die Verdienstgrenze in dem betreffenden Monat überschreiten?

Mit freundlichen Grüßen
E. Besarese

Koschinski
Koschinski
2 Monate zuvor

Liebes Team der Minijobzentrale,

wir haben einen Mitarbeiter, der erst seit Februar auf Minijobbasis bei uns beschäftigt ist. Er überschreitet im Zeitraum März bis Oktober vier Mal die 450 EUR und damit auch die anteilige Jahresgrenze. Wie verhält es sich, wenn man keine 12 zurückliegenden Monate hat, die man betrachten kann?

Freundliche Grüße
C. Koschinski

Celik
Celik
2 Monate zuvor

Liebes Team,

ich wurde ab 09/20 bis 12/20 als sozialversicherungspflichtig angemeldet mit der Begründung, dass ich die Grenze von 5.400 € ab September 20 überschritten hätte, was nicht sein kann weil ich zum Ende des Jahres ein Gesamtbrutto von 5.502,56€ habe.
Ab 01.01. werde ich wieder als geringf. Beschäftigte angemeldet, aber habe die Vermutung das hier etwas falsch gelaufen ist.

Ich habe innerhalb eines Jahres die Grenze von 450€ nur 4mal überschritten..
In diesen 4 Monaten musste ich aufgrund von Ausfällen während der Pandemie eingesetzt werden, was unvorhersehbar und auch gelegentlich geschehen ist.
Meines Erachtens ist ein 4maliges überschreiten im Zeitraum vom 01.03. bis 31.10.20 im Minijobverhältnis möglich.

Januar 427,44€
Februar 219,85€
März 400,46€
April 349,57€
Mai 904,37€
Juni 341,38€
Juli 534,34€
August 888,96€
September 641,00€
Oktober 379,79€
November 222,87€
Dezember 192,53€
= 5.502,56€

Ich bedanke mich ganz herzlich für Ihre Hilfe

Freundliche Grüße

Celik

Last edited 2 Monate zuvor by Celik
Celik
Celik
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
2 Monate zuvor

Liebes Team,

vielen Dank für die ausführliche Antwort.

Verstehe ich richtig, dass ich nun von 01.05.2020
(erster Monat der unvorhersehbaren Überschreitung aufgrund Pandemie)
12 Monate zurückrechnen muss bis zum 01.06.2019
und dabei überprüfen, ob ich die Verdienstgrenze in dem Fall 3 mal oder 5 mal überschritten habe?

Vielen Dank schon mal

Freundliche Grüße

Celik

Christoph
Christoph
3 Monate zuvor

Guten Tag,

ich bin im November vergangenen Jahres aufgrund mehrfachem Überschreiten der 450-Euro-Grenze ein ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis gestuft worden. In dem Jahr habe ich die Grenze von 5.400 Euro aber nicht erreicht.

Ist das so korrekt oder sind die Überschreitungen erst ab einem Jahresverdienst von 5.400 Euro von Bedeutung? Mein Verdienst schwankte durch unterschiedliche Einsatzzeiten zwischen 300 Euro und 500 Euro.

Marquardt
Marquardt
3 Monate zuvor

Liebes Team,

Ich bin zur Zeit in Kurzarbeit in meinem Sozialversicherungspflichtigen Hauptjob.
Seit Februar 2020 habe ich bereits einen 450 Euro Job. Dort habe ich nicht jeden Monat gearbeitet, somit also auch nicht jeden Monat die vollen 450 Euro verdient.
Seit dem 24.11.2020 habe ich zusätzlich noch einen weiteren 450 Euro Job in einem Systemrelevaten Beruf angenommen,da ich weiterhin in Kurzarbeit bin (mittlerweile unter Bezug von 87% Kurzarbeitergeld,wobei mein AG von Anfang an aufgestockt hat).

Nun wird es so kommen,daß ich von Januar bis Juni 2021 tatsächlich parallel in beiden 450 Euro Jobs jeweils die volle Summe bekomme, weil plötzlich viel Arbeit anliegt.
Wie wird das dann steuerlich gehandhabt, bzw.. ist das überhaupt so erlaubt,ohne das steuerliche Nachteile entstehen?

Vielen Dank für Ihre Hilfe
Nicole

Marquardt
Marquardt
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
3 Monate zuvor

Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Könnte auch mein erster 450 Euro Job als kurzfristig gelten,da dieser eh am 30.06. Beendet ist

Carsten
Carsten
3 Monate zuvor

Sehr geehrtes Team der Minijobzentrale,

wie genau lässt sich denn die Unvorhersehbarkeit bei der
Erweiterung des Verdienstes (bis Oktober 2020 ) beim Minijob definieren?

Greift die Unvorhersehbarkeit auch, wenn man z.B. erst im Mai – nach
dem ersten Lockdown – die €450,- Verdienstgrenze überschritten hat?
Oder ist die Unvorhersehbarkeit mit dem zeitlichen Fortschritt der Pandemie obsolet?!?

Besten Dank im Voraus.

Viele Grüße,

Carsten

Ulrike Roth
Ulrike Roth
3 Monate zuvor

Liebe Minijob.Zentrale,
ich bin jetzt im Januar auf 450,.€Job umgestiegen. Bis jetzt war es so, das Überstunden gefahren werden durften und man ein Arbeitszeitkonto hatte. Dann konnte man zwischen 2maliger jährlicher Auszahlung wählen (wie auch im Rentenbescheid angegeben) oder abfeiern. Jetzt soll das nicht mehr gelten? Dann nimmt mir der Gesetzgeber also die Möglichkeit, zweimal im Jahr zu erhöhen! Das kommt für mich einer Verdienstkürzung gleich. Außerdem kann man keinen Puffer mehr anlegen, für den Fall der Fälle(Lockdown).

Angelika
Angelika
3 Monate zuvor

Korrektur: Diese Regelungen galten bis 31.10.2020.

Angelika
Angelika
3 Monate zuvor

hallo,
es gab für 2020 Sonderregelungen wegen Corona bezüglich Minijob-Obergrenze. Diese Regelungen galten bis 31.20.2020. Gibt es auch für 2021 bereits eine solche Sonderregelung – ich kann nirgends eine aktuelle Info dazu finden? Die Rentenversicherung hat ihre Sonderregelungen (Hinzuverdienst) wegen Corona bereits auch auf 2021 ausgedehnt/verlängert. Wann ist damit zu rechnen, dass auch für die Minijobs eine Sonderregelung ab 2021 eingeführt wird?

Andreas
Andreas
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
2 Monate zuvor

Wie sieht es aus mit der einmaligen Sonderzahlung von 1.500,00 €. Diese Zahlung sollte steuer- und sozialversicherungsfrei sein? Dann dürfte diese Zahlung doch nicht unter die Regel fallen oder?
Vielen Dank

Simone Unterspan
Simone Unterspan
3 Monate zuvor

Hallo zusammen,

eigentlich ist mein Onkel Frührentner und arbeitet nebenher in wechselnder Stundenanzahl noch nebenher auf 450,00 EUR (maximal 5.400,00 EUR pro Jahr) und bleibt dabei dann natürlich auch immer unter dem, was er hinzuverdienen dürfte (6.300,00 EUR). Jetzt hat er in 2020 aber – dadurch dass ab Februar immer wieder einige Kollegen krankgeschrieben waren wegen Corona – mehr gearbeitet. Er ist 10 mal über die Grenze gekommen (was am Anfang des Jahres ja nicht absehbar war) und hat insgesamt 7.770,00 EUR verdient. Nun sagt sein Chef, dass er ihn rückwirkend für das Jahr 2020 als normalen Arbeitnehmer abrechnen muss und er daher noch die gesamten Krankenversicherungsbeiträge und die Steuer nachzahlen muss, stimmt das?

Sead Tuce
Sead Tuce
4 Monate zuvor

Sie sagen das man die 450€ basis 3x im jahr unter speziellen Bedingungen überschreiten darf. Mich interessiert wer zahlt am Ende des Jahres die Steuern? Zahlt das der Arbeitgeber? Was sind die 31,5% pauschalbetrag? Danke

Sead Tuce
Sead Tuce
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
4 Monate zuvor

Ich habe es Dan nicht zum Schluss verstanden. Wo ist der sin Dan 3x im jahr unter speziellen Bedingungen die Grenze von 450€ zu überschreiten, wen ich zum Schluss dafür Steuer zahle?

Dennis
Dennis
4 Monate zuvor

Hallo
Mein Nebenjob steht seit Februar still, für November und Dezember hab ich jetzt einen neuen Nebenjob. Durch viel Arbeit würde bzw könnte ich diesen Monat über 450.- kommen. Meine Stunden sind bereits ende nächster Woche voll. Da ich die letzten 10 Monate keinen Nebenjob hatte und somit nicht auf 5400.- auf das Jahr gesehen komme ist das erlaubt?

Dennis
Dennis
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
4 Monate zuvor

Ok, da ich dort ab Januar fest anfange geht bzw ging dieser Nebenjob dann nur 1,5 Monate.
Darf ich dann diesen Monat über die 450.-?

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Dennis
4 Monate zuvor

Hallo Dennis,

wir können Ihre Frage nicht pauschal beantworten. Uns fehlen einfach wichtige Informationen.
Selbstverständlich können Sie im Dezember auch mehr als 450 Euro verdienen – ob es sich dann jedoch noch um einen Minijob handelt, entscheidet Ihr Arbeitgeber. Er übernimmt die sozialversicherungsrechtliche Beurteilung für Ihre Beschäftigung.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Inga
Inga
4 Monate zuvor

Liebes Team der Minijobs-Zentrale,
eigentlich habe ich einen Vollzeit Job und arbeite nebenher in einem Minijob für 300€. Nun bin ich bei meinem Vollzeit Job in Kurzarbeit und arbeite nur noch 25%, was leider ein großes Loch ins Portmonee reißt. Leider habe ich gelesen, dass ich neben einem sozialversicherungspflichtigen Job (also meinem Vollzeit Job) nur einen Nebenjob ausüben darf (diesen kann ich leider nicht weiter aufstocken). Ist dies richtig, auch wenn die Grenze von 450€ mit zwei Jobs nicht überschritten werden würde? Oder gibt es hier auf Grund von Corona ggf. abweichende Regelungen?

Außerdem beschäftigt mich noch eine zweite Frage: ich war Anfang des Jahres schon einmal in Kurzarbeit. Nun wurde wohl ein neuer Antrag gestellt. Werden mir die Monate in Kurzarbeit trotzdem angerechnet, auch wenn ich zwischendurch wieder voll gearbeitet habe, also so, dass ich schneller auf 70% bzw 80% hochgestuft werde?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort!
Mit freundlichen Grüßen
Inga

FG
FG
4 Monate zuvor

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe gleich mehrere Fragen bezüglich der Überschreitung der 450€-Grenze.
Gibt es Bestrebungen, eine ähnliche Regelung wie bis Oktober 2020 zu finden, sodass ich erneut öfter die 450€-Grenze überschreiten darf?

In meinem Fall ist dies so:
Ich habe die 450€ durch quarantänisierte Mitarbeiter in den Monaten September, Oktober, November und Dezember 2020 überschritten. Meines Erachtens darf ich nun in einem weiteren Monat bis 31.12.2021 die 450€ überschreiten, um das dreimalige Überschreiten innerhalb eines Kalenderjahres nicht zu übersteigen.

Ist diese Annahme richtig?

Freundliche Grüße
FG

FG
FG
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
4 Monate zuvor

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Dank Ihrer Erklärung habe ich das nun verstanden. Um bei einem Minijob zu bleiben, muss ich also meinen Verdienst im Dezember auf 450€ reduzieren. Wenn keine weiteren Sonderregelungen der Politik kommen und der 450€ Beitrag nicht gesteigert wird, ist laut meinen Berechnungen erst eine erneute Überschreitung im September, Oktober und November 2021 möglich, weil dann der Abstand von 12 Monaten zu der letzten Überschreitung gewahrt wird und die Zahl der Überschreitungen drei nicht übersteigt. Habe ich das recht verstanden?

Freundliche Grüße
FG

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  FG
4 Monate zuvor

Hallo FG,

genau, verdienen Sie im Dezember nicht mehr als 450 Euro, bleibt es bei einem Minijob.

Ein erneutes Überschreiten der Verdienstgrenze von 450 Euro in den darauffolgenden Monaten Januar bis November 2021 würde jedoch erneut zur Versicherungspflicht in diesem jeweiligen Monat führen – auch dann, wenn die Überschreitung unvorhersehbar für den Arbeitgeber war. Verdienen Sie beispielsweise im Oktober 2021 mehr als 450 Euro aufgrund einer Krankheitsvertretung für einen Kollegen, umfasst der zu prüfende Jahreszeitraum den 1. September 2020 bis zum 31. Oktober 2021. In diesem Zeitraum haben Sie die Verdienstgrenze bereits 3x überschritten (September, Oktober und November 2020). Die vierte Überschreitung der Verdienstgrenze würde somit Versicherungspflicht für den Oktober 2021 auslösen.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Enso
Enso
4 Monate zuvor

Hallo. Wen ich zb März 2021 3000€ verdiene als nebenjob in der Pflege. Und so 3x imJahr 2021 (Weill die Firma. Pflegemangel hat) muss ich irgendwo Steuer am Ende des Jahres zurück zahlen oder etwas?

Bernd Baumhold
Bernd Baumhold
4 Monate zuvor

“….Die Möglichkeit des fünfmaligen nicht vorhersehbaren Überschreitens der Verdienstgrenze, ist auf die Zeit vom 1. März bis 31. Oktober 2020 begrenzt. Wird die monatliche Verdienstgrenze danach (ab dem 1. November 2020) überschritten, darf dies nicht in mehr als 3 Kalendermonaten innerhalb eines Zeitjahres passieren, damit ein gelegentliches Überschreiten vorliegt…”

Szenario: Ich arbeite vom 01.04.2021 bis zum 31.12.2021 als Minijobber (450 € mtl.) und Corona ist immer noch virulent. Frage: Wie oft darf ich die Einkommensgrenze im vorgenannten Zeitraum überschreiten und wieviel darf ich in diesem Zeitraum insgesamt maximal verdienen, ohne dass die Altersrente gekürzt, Steuern und Krankenversicherungsbeiträge erhoben werden?

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Bernd Baumhold
4 Monate zuvor

Hallo Bernd,

die Sonderreglung zum fünfmaligen Überschreiten der Verdienstgrenze aus unvorhersehbaren Gründen endete zum 31. Oktober 2020. Überschreiten Sie beispielsweise im November 2020 die Verdienstgrenze von 450 Euro aus unvorhersehbaren Gründen, prüft der Arbeitgeber den zurückliegenden Zeitraum von 12 Monaten. Im Beispiel ist das der 1. Dezember 2019 bis 30. November 2020. Wurde in diesem Zeitraum die monatliche Verdienstgrenze von 450 Euro bereits dreimal überschritten, muss der Arbeitgeber Sie für den Monat November 2020 (4. Überschreitung) sozialversicherungspflichtig zu Ihrer Krankenkasse melden. Das gilt auch für Rentner. Liegt Ihr Verdienst im darauffolgenden Dezember 2020 dann wieder bei maximal 450 Euro, meldet Ihr Arbeitgeber Sie wieder bei der Minijob-Zentrale.
Ob und in welchem Rahmen sich ein höherer Verdienst auf Ihren Rentenbezug auswirkt, sagt Ihnen Ihr zuständiger Rentenversicherungsträger.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

matthias pogoda
matthias pogoda
4 Monate zuvor

hallo liebes Team!
jetzt versuche ich auch mal mein glück da ich nach stundenlangem suchen noch nicht schlauer geworden bin:

ich bin seit märz arbeitslos und habe im september, oktober und november einen kurzfristigen nebenjob bei einer autovermietung auf 450€ gehabt.
jetzt will mir aber das arbeitsamt die 450€ für november, dezember und januar anrechnen.

meine 2 fragen:
1. gibt es eine möglichkeit dass das kurzfristige 3 monatige arbeiten unter “unvorhergesehener nebenverdienst” fällt?
2. kann mir das arbeitamt den abrechnungszeitraum einfach so von september-november auf november-januar ändern?
2.5. kann das mit der neuregelung ab dem 1 november zusammenhängen?

ich hoffe ihr könnt mir helfen, da mir finanziell der boden wegbricht…

vielen dank im voraus für eure mühe!

schönen gruß
matthias

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  matthias pogoda
4 Monate zuvor

Hallo Matthias,

beziehen Sie Arbeitslosengeld, gelten neben diesem Leistungsbezug Hinzuverdienstgrenzen. Das bedeutet, dass ein gewisser Teil eines zusätzlichen Einkommens anrechnungsfrei bleibt. Wird diese Grenze überschritten, führt das zu einer Kürzung der Leistung. Wir nehmen an, dass Sie die Hinzuverdienstgrenze mit Ihrem Minijob überschritten haben. Am besten wenden Sie sich mit Ihrer Frage direkt an Ihre zuständige Agentur für Arbeit.
Vielleicht hilft Ihnen aber auch unser Blogbeitrag “Minijobs: So können sich Bezieher von Arbeitslosengeld etwas hinzuverdienen”: https://blog.minijob-zentrale.de/minijobs-so-koennen-sich-bezieher-von-arbeitslosengeld-etwas-hinzuverdienen/

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

JC
JC
5 Monate zuvor

Liebes Team,

ich wurde im Zuge der Corona Pandemie in einem Krankenhaus eingestellt im April und habe dort in den Monaten aufgrund von erhöhtem Bedarf an Arbeitskraft im April und Mai mehr verdient als 450 Euro plus Werbungskosten. In der Folge jedoch habe ich deutlich weniger verdient und bleibe auch im gesamten Jahr 2020 unter 5400 Euro Verdienst. Ich möchte familienversichert bleiben, meine Krankenkasse will meinen Versicherungsstatus jedoch ausschließlich auf Basis der ersten drei Monaten meiner Beschäftigung determinieren und will dass ich mich eigenständig versichere.
Habe ich Anspruch darauf und wie kann ich argumentieren?

Herzliche Grüße
JC

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  JC
5 Monate zuvor

Hallo JC,

die kostenlose Mitversicherung im Rahmen der Familienversicherung der gesetzlichen Krankenkasse ist einkommensabhängig und wird im Einzelfall durch Ihre gesetzliche Krankenkasse geprüft. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir Sie als Minijob-Zentrale hierzu nicht beraten können. Sicher gibt es rechtliche Grundlagen für die Entscheidung Ihrer Krankenkasse. Wir empfehlen Ihnen daher, das Gespräch mit Ihrem Kundenbetreuer zu suchen, um Ihr Anliegen zu klären.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Florian
Florian
5 Monate zuvor

Liebes Team der Minijob-Zentrale,

mit dem erneuten Lockdown, muss politisch eine Verlängerung des 5maligen Überschreitens getroffen werden. Wir als Sicherheitsdienst, zum Großteil im Veranstaltungsschutz tätig, haben daher sehr viele Minijobber im Unternehmen. Viele davon gehen jetzt in ihren Hauptbeschäftigungen erneut in Kurzarbeit. Aufgrund der neuen Beschränkungen entsteht dennoch wieder erhöhter Sicherheitsbedarf in anderen Bereichen (Krankenhäuser, Lebensmitteleinzelhandel etc.). Um dies abzufangen, müssen wir auch unsere Minijobber dort zum Einsatz bringen. Leider haben so gut wie alle Minijobber sämtliche Grenzen der Ausnahmeregelungen bereits im ersten Lockdown ausgeschöpft. Es bedarf nun einer politischen Entscheidung, ungeachtet etwaiger sozialversicherungsrechtlicher Grenzen. Hier muss eine Gefahrenabwegung erfolgen, die zu Gunsten der inneren Sicherheit entscheidet.

Welche Ministerien, außer das BMWi, BMAS und BMI, sind Ihrer Meinung nach hierbei entscheidungsbefugt?

Jens Kraiss
Jens Kraiss
5 Monate zuvor

Liebes Team, ist die aktuell gültige Regelung der 5maligen Überschreitung bis 31.10.2020 darüberhinaus verlängert worden? Wir sind ein Verein und müssen nun unsere Reinigungskraft aufgrund der Corona Verordnung deutlich mehr für die Hallenreinigung im Winter einsetzen.
Vielen Dank!

Jens Kraiss
Jens Kraiss
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
5 Monate zuvor

Liebes Blog-Team,

vielen Dank! Wie wäre Ihr Rat an der Stelle damit umzugehen? Damit wir die Corona Verordnung einhalten können, sollten wir die Reinigungsarbeiten durchführen. Ein klassisches Arbeitsverhältnis können wir uns jedoch als Verein nicht leisten. Kann man dies an öffentlicher Stelle adressieren bzw. wissen Sie wer diese Regelung verabschiedet hat? Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Beste Grüße,
Jens

TUEA
TUEA
5 Monate zuvor

Sehr geehrte Damen und Herren,

folgender Sachverhalt:

Ein Minijobbler arbeitet seit Jahren mit einem Entgelt von 450 € mtl.

Aufgrund der Corona Pandemie enstanden seit März bis September 2020 Sonderarbeiten, Krankheitsausfälle, Mehrschichten in einem systemrelevanten Beruf.

Wir müssen nun ganz genau wissen, ob die 5 Monate ODER 115 Tage gelten.

Folgender Fall:
Der Minijobbler hat von März bis September 2020 jeweils über 450 € verdient. Gearbeitet hat der Minijobbler von März bis September insgesamt 105 Tage (somit unter 115 Tage). ABER somit über die 5 Monate Frist.

Ist die Grenze von 115 Tagen eingehalten und die Grenze der 5 Monate somit irrelevant. Liegt weiterhin ein Minijob vor, auch für die Monate August und September?

Oder liegt ab August eine Tätigkeit als sozialvers. AN vor?

Vielen Dank.

MfG

Lisa S.
Lisa S.
5 Monate zuvor

Folgender Fall:

unsere Firmen müssen sich mit ihren Öffnungszeiten den Öffnungszeiten des jeweiligen Amtes der Stadt/Gemeinde anpassen. Durch Corona gab es nun im öffentlichen Dienst öfter mal Änderungen der Öffnungszeiten (auch bis tief in die Nacht).

Unsere Mitarbeiter haben aufgrund Dessen unvorhersehbar ebenfalls viele Überstunden aufgebaut, weil keiner mit den veränderten Öffnungszeiten (oder Corona) im Vorfeld rechnen konnte.

Wenn wir diesen Mitarbeitern nun Stunden auszahlen ( nach Bestätigung des jeweiligen Amtes und deren Öffnungszeiten) und über die 5.400 € im Jahr kommen, können wir dann sicher sein, dass keine Sozialversicherungspflicht/Steuerpflicht vorliegt?

Vielen Dank im Voraus

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Lisa S.
5 Monate zuvor

Hallo Lisa,

grundsätzlich muss man unterscheiden zwischen schwankendem Verdienst (ohne Überschreitung der Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro) und dem Überschreiten aus unvorhersehbaren Gründen (mit Überschreitung der Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro). Dabei ist zu beachten, dass die Jahresverdienstgrenze für eine in 12 Monaten ununterbrochen ausgeübte Beschäftigung gilt (12 x 450 Euro). Bestand die Beschäftigung nicht im gesamten Jahr, muss die Verdienstgrenze anteilig anhand der Monate reduziert werden.

Hat der Arbeitnehmer schwankenden Lohn und überschreitet die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro nicht, ist die Anzahl der monatlichen Überschreitung nicht festgelegt. So dürfte der Minijobber zum Beispiel 8 Monate jeweils einen Verdienst von 500 Euro bekommen und in den anderen 4 Monate jeweils 350 Euro. Die Grenze von 5.400 Euro wird nicht überschritten und es bleibt bei einem Minijob.

Daneben gibt es das gelegentliche Überschreiten aus unvorhersehbaren Gründen (zum Beispiel Krankheitsvertretung). Als gelegentlich galt bisher ein Zeitraum von bis zu 3 Monaten innerhalb des zurückliegenden Jahres. Aufgrund der Corona-Pandemie gilt für die Zeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 übergangsweise ein bis zu 5-maliges unvorhersehbares Überschreiten der Verdienstgrenze als gelegentlich. In diesem Fall darf auch die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro überschritten werden – der Minijob bleibt weiterhin bestehen.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir an dieser Stelle keine umfassende sozialversicherungsrechtliche Beurteilung vornehmen können. Für weitere Detailfragen dürfen Sie sich aber gerne schriftlich an uns wenden. Unser Kontaktformular finden Sie unter minijob-zentrale.de https://t1p.de/MJZE-Kontakt

Gern beraten wir Sie auch telefonisch. Unsere Mitarbeiter im Service-Center sind montags bis freitags von 07:00 bis 17:00 Uhr unter der Telefonnummer 0355 2902-70799 für Sie da.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Marius pintea
Marius pintea
5 Monate zuvor

Hallo guten Tag, ich habe einen Job und einen Mini-Job und kann dieser Monat das Maximum des Mini-Jobs 450 überschreiten, obwohl ich einen normalen Job und einen Mini-Job habe?

Marius pintea
Marius pintea
Reply to  Marius pintea
5 Monate zuvor

Mein Mini-Job ist verwandt und wegen der Korona unverzichtbar und steuerfrei. Kann ich diesen Monat die 450er-Marke überschreiten?

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Marius pintea
5 Monate zuvor

Hallo Marius,

das kommt ganz auf den Sachverhalt an. Erhalten Sie sonst regelmäßig nicht mehr als 450 Euro in Ihrem Minijob und war der Grund für die Überschreitung unvorhersehbar für den Arbeitgeber? In diesem Fall kann die Überschreitung der 450-Euro-Grenze möglich sein, ohne dass es Ihren Minjob gefährdet. Das gelegentliche Überschreiten der Verdienstgrenze von 450 Euro aus unvorhersehbaren Gründen ist unschädlich für den Minijob. Das gilt auch dann, wenn Sie parallel eine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung ausüben.
Als gelegentlich galt bisher ein Zeitraum von bis zu 3 Monaten innerhalb des zurückliegenden Jahres. Aufgrund der Corona-Pandemie gilt für die Zeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 übergangsweise ein bis zu 5-maliges unvorhersehbares Überschreiten der Verdienstgrenze als gelegentlich. In diesem Fall darf auch die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro überschritten werden – der Minijob bleibt weiterhin bestehen.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Daniel
Daniel
5 Monate zuvor

Hallo liebes Team der Minijob-Zentrale :)
Folgender Fall:
Ich bin Hauptberuflich in einer Vollzeit/Sozialversicherungspflichtigen Anstellung. Seit Juli übe ich einen Minijob mit 414€/Monat aus. Im August musste ich bereits eine Schicht mehr übernehmen sodass ich auf 552€ kam (Diese wurden mir auch ausgezahlt). Im September dann das Desaster, es fielen viele Kollegen aus sodass ich noch mehr Schichten übernommen habe, auch um den Auftrag des Unternehmens aufrecht zu erhalten. Im Monat September habe ich 966€ verdient. Diese geleistete Arbeit möchte mein Minijob-Arbeitgeber nicht auszahlen mit der Begründung, dass ich dann einen monatlichen Durchschnittsverdienst von 644€ habe und somit Sozialversicherungspflichtig werde. Laut den aussagen auf ihrer Homepage ist es allerdings nicht so, sodass ich verstehe, das mir das Geld problemlos ausgezahlt werden kann. Vor allem weil der Durchschnittslohn von 450€ in den kommenden 9 Monaten auch wieder erreicht werden kann. Wobei das ja noch nicht mal der Fall sein muss.

Habe ich nun den Inhalt ihres Artikels richtig verstanden, dass mir das gesamte Geld aus dem September zusteht und ich in den kommenden Monaten weiterhin bis zu 450€/Monat verdienen darf?

Herzliche Grüße und vielen Dank für ihre Zeit und Mühe!

Daniel

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Daniel
5 Monate zuvor

Hallo Daniel,

ja, Sie haben unseren Artikel richtig verstanden. Ein Überschreiten der monatlichen Verdienstgrenze löst nicht immer gleich Versicherungspflicht aus. Geschah die Überschreitung aus unvorhersehbaren Gründen, kann der Arbeitgeber grundsätzlich auch den höheren Verdienst auszahlen, ohne das Sozialversicherungsbeiträge für Sie fällig werden – ggf. mit Ausnahme der Rentenversicherung.
Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass wir im Rahmen unseres öffentlichen Blogs keine verbindliche sozialversicherungsrechtliche Beurteilung im Einzelfall vornehmen können. Diese nimmt in der Regel Ihr Arbeitgeber für Sie vor. Nur er kennt alle relevanten Kriterien.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Anonym
Anonym
5 Monate zuvor

Guten Tag,
ist aufgrund der weiteren Ausnahmesituation vorgesehen. die Ausnahmeregelung im Hinblick auf die Überschreitung der Entgeltgrenze welche für die Monate März bis Oktober gab bis Ende des Jahres zu verlängern?

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Anonym
5 Monate zuvor

Hallo,

zum jetzigen Zeitpunkt sind uns solche Überlegungen nicht bekannt. Die Sonderregelung endet zum 31. Oktober 2020.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Anika
Anika
6 Monate zuvor

Guten Tag, aufgrund der Corona-Pandemie erfolgte auch in unserer Branche ein vorübergehender Einbruch der Auftragslage. Bei einigen Minijobbern, die auf Abruf eingesetzt sind, führte dies im Frühjahr zu Unterbrechungsmeldungen. Sind diese Monate aus der Jahressumme von 5.400 Euro herauszurechnen? Wie sieht es dann mit der Anzahl der möglichen Überschreitungen aus, kann hier trotzdem in 5 Monaten im 12 Jahreszeitraum überschritten werden?

Beispiel:
Jan – Feb – Mrz je 400 Euro, Apr – Mai 0 Euro mit anschließender Unterbrechungsmeldung, ab Jun wieder normaler Einsatz zwischen 300 und 450 Euro, jetzt zu erwartender Bedarf für den Rest des Jahres.

Je nach Entwicklung der Lage führt es dazu dass andere Kollegen ihre Nebentätigkeit auf Veranlassen des Hauptarbeitgebers erneut vorübergehend nicht ausüben dürfen, während wir auf eine gleichbleibende Auftragslage hoffen.
Wäre dies dann ein Fall der unvorhersehbaren Mehrarbeit weil Kollege xy ausfällt? Muss diese Mehrarbeit immer an den bestimmten Ausfall eines Kollegen geknüpft sein? Ist dieser Ausfall als unvorhersehbar zu werten, auch wenn es keine Quarantäne oder krankheitsbedingter Ausfall ist?

Vielen Dank im Voraus.

Anika
Anika
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
5 Monate zuvor

Vielen Dank für ausführliche Rückmeldung!

Krisi
Krisi
6 Monate zuvor

Hallo zusammen,
ich beziehe eine Rente für besonders langjährig Versicherte, also sogenannte “Rente mit 63”. Seit 1.5.2019
habe ich einen 450,-€ Job und mein Arbeitgeber zahlte mir jetzt eine Erhohlungsbeihilfe von 200,-€. Meine Frage wäre nun, habe ich damit die Jahresverdienstgrenze überschritten und müsste dadurch mit einer Rentenkürzung rechnen?
Vielen Dank

Anonym
Anonym
Reply to  Krisi
6 Monate zuvor

Hallo Krisi,

Erholungsbeihilfen zählen unter bestimmten Voraussetzungen nicht zum Verdienst im sozialversicherungsrechtlichen Sinn – das heißt: sie dürfen zusätzlich zum Verdienst gezahlt werden, ohne den Minijob zu gefährden.
Wir gehen davon aus, dass Ihr Arbeitgeber dies bereits beurteilt hat und die Verdienstgrenze für Ihren 450-Euro-Minijob nicht überschritten wird.
Ob die zusätzliche Zuwendung Ihres Arbeitgebers Auswirkungen auf Ihren Rentenbezug hat, bitten wir Sie, bei Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger zu erfragen.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Krisi
Krisi
Reply to  Anonym
6 Monate zuvor

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort, MfG Krisi

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Krisi
5 Monate zuvor

… gern geschehen :-)

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Anonym
Anonym
6 Monate zuvor

Hallo liebes Team der Minijob Zentrale,

ich habe folgende Fage:

Arbeitnehmer ist in 90% Kurzarbeit seit März 2020
Arbeitnehmer hat seit 4 Jahren einen 450€ Minijob

Kann er nun einen 2. Minijob annehmen und ist dieser steuerfrei?
Der 2. Minijob würde den Lohnverlust aus der Kurzarbeit ausgleichen aber den bisherigen Nettolohn nicht überschreiten

Vielen Dank

Tim

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Anonym
6 Monate zuvor

Hallo Tim,

während des Bezuges von Kurzarbeitergeld ruht die Hauptbeschäftigung nur, ist aber nicht beendet.
Neben einer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung dürfen Beschäftigte genau einen 450-Euro-Minijob sozialversicherungsfrei ausüben. Hierbei ist die zeitliche Reihenfolge maßgebend, in welcher beide Minijobs aufgenommen werden. Der zeitlich zuerst gemeldete 450-Euro-Minijob bleibt sozialversicherungsfrei.

Jeder weitere – ggf. auch höher entlohnte – 450-Euro-Minijob wird zusammen mit der Hauptbeschäftigung sozialversicherungs- und steuerpflichtig an die Krankenkasse des Arbeitnehmers gemeldet. Hierbei spielt es auch keine Rolle, ob die Verdienste aus beiden Minijobs zusammen 450 Euro überschreiten. Mit Ausnahme der Arbeitslosenversicherung fallen auch für den Arbeitnehmer Sozialversicherungsbeiträge im zweiten Minijob an.

Neben einer Hauptbeschäftigung und dem 450-Euro-Minijob könnten Sie jedoch parallel noch einen kurzfristigen Minijob sozialversicherungsfrei ausüben. Vielleicht interessiert Sie hierzu auch unser Blogbeitrag: Hauptjob, 450-Euro-Minijob und kurzfristiger Minijob! Geht das? http://t1p.de/Blogbeitrag-Hauptjob-Minijob-kurzfristig

Ob der Verdienst aus dem neuen Minijob auf das Kurzarbeitergeld angerechnet wird sagt Ihnen Ihre zuständige Agentur für Arbeit.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Marvin
Marvin
6 Monate zuvor

Hallo Team der Minijob-Zentrale,
ich habe einen Minijob und bekomme monatlich 450 € vom Arbeitgeber, also jährlich die Obergrenze von 5.400 €. Darf der Arbeitgeber unter diesen Voraussetzungen überhaupt eine höhere Auszahlung vornehmen wenn ich Überstunden gemacht habe. Weil dies würde dann die Obergrenze von jählich 5.400 € überschreiten.
Viele Grüße
Marvin

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Marvin
6 Monate zuvor

Hallo Marvin,

Ihr Frage können wir nicht pauschal beantworten, da wir nicht alle relevanten Fakten kennen.

Grundsätzlich muss man unterscheiden zwischen schwankendem Verdienst (ohne Überschreitung der Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro) und dem Überschreiten aus unvorhersehbaren Gründen (mit Überschreitung der Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro). Dabei ist zu beachten, dass die Jahresverdienstgrenze für eine in 12 Monaten ununterbrochen ausgeübte Beschäftigung gilt (12 x 450 Euro). Bestand die Beschäftigung nicht im gesamten Jahr, muss die Verdienstgrenze anteilig anhand der Monate reduziert werden.

Hat der Arbeitnehmer schwankenden Lohn und überschreitet die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro nicht, ist die Anzahl der monatlichen Überschreitung nicht festgelegt. So dürfte der Minijobber zum Beispiel 8 Monate jeweils einen Verdienst von 500 Euro bekommen und in den anderen 4 Monate jeweils 350 Euro. Die Grenze von 5.400 Euro wird nicht überschritten und es bleibt bei einem Minijob.

Daneben gibt es – wie im Blogbeitrag beschrieben – das gelegentliche Überschreiten aus unvorhersehbaren Gründen (zum Beispiel Krankheitsvertretung). Als gelegentlich galt bisher ein Zeitraum von bis zu 3 Monaten innerhalb des zurückliegenden Jahres. Aufgrund der Corona-Pandemie gilt für die Zeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 übergangsweise ein bis zu 5-maliges unvorhersehbares Überschreiten der Verdienstgrenze als gelegentlich. In diesem Fall darf auch die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro überschritten werden – der Minijob bleibt weiterhin bestehen.

Weitere Informationen zur Verdienstgrenze finden Sie auf unserer Homepage: https://t1p.de/Minijob-Verdienstgrenze

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Marvin
Marvin
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
6 Monate zuvor

Vielen Dank für die ausführliche Antwort!
Ist es möglich, dass die Überstunden, die durch die kurzfristige Kündigung eines weiteren Mitarbeiters im Frühjahr 2020 angefallen sind, im Rahmen einer Nachzahlung ausgeglichen werden, wenn der Arbeitgeber von dieser Regelung bisher nicht Bescheid wusste und dadurch die Jahresverdienstgrenze von 5.400 € überberschritten wird? Gibt es einen maximal möglichen Betrag für die Überschreitung der Jahresverdienstgrenze?
Viele Grüße
Marvin

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Marvin
6 Monate zuvor

Hallo Marvin,

auch das können wir nicht pauschal beantworten. Besteht denn mit dem Minijobber eine Vereinbarung zur flexiblen Arbeitszeitregelung? Wurde das Führen eines Arbeitszeitkontos vertraglich vereinbart, können Zeitguthaben im Laufe des Jahres ab- oder aufgebaut werden.
Besteht solche Vereinbarung nicht, muss der Arbeitgeber den Lohn in dem Monat auszahlen, in welchem er erarbeitet wurde. Ausführliche Informationen zur flexiblen Arbeitszeitregelung finden Sie auf unserer Homepage: http://t1p.de/MJZE-flexible-Arbeitszeitregelungen

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Herr Böge
Herr Böge
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
6 Monate zuvor

Es sei denn, der minijobber ist erwerbsunfähig also Rentner. Diese minijobber dürfen 6300 im jahr verdienen ohne das die Rente gekürzt wird.

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Herr Böge
6 Monate zuvor

Hallo Herr Böge,

die Aussage zu einem möglichen Verdienst in Höhe von 6.300 Euro bezieht sich auf die Hinzuverdienstgrenze für Rentenbezieher. Die Hinzuverdienstgrenze regelt wie viel ein Rentner zu seiner gesetzlichen Rente hinzuverdienen darf. Wird diese Grenze überschritten, kann es zur Kürzung oder zum Wegfall der vorgezogenen Altersrente oder der Erwerbsminderungsrente führen.

Um jedoch Minijobber zu sein und zu bleiben, gilt eine Verdienstgrenze im Jahr von 5.400 Euro. Bei einem 450-Euro-Minijob darf man durchschnittlich im Monat bis zu 450 Euro verdienen. Arbeitet der Minijobber ein Jahr lang durchgehend, darf er 5.400 Euro verdienen. Zu berücksichtigen sind auch einmalige Einnahmen wie beispielsweise Urlaubs- oder Weihnachtsgeld. Wird diese Verdienstgrenze überschritten, kann dies den Minijob auch bei Rentnern gefährden.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Annoishere
Annoishere
6 Monate zuvor

Hallo,

ich befinde mich zur Zeit in Kurzarbeit Null (100%) und habe seit Mai 2020 nebenher einen Mini-Job angenommen, der monatlich mit 440€ vergütet wird. Jetzt wurde ich gefragt, für September und Oktober Überstunden (ca. 40 Std. im Monat) zu machen. Nun frage ich mich, ob dies zulässig ist und mein Mini-Job weiterhin anrechnungsfrei bleibt? Wenn ja, wie viel € darf ich pro Monat überschreiten?
Ich möchte umgehen, dass mein Kurzarbeitergeld in diesen Monaten gegengerechnet wird.

Ich habe gelesen, dass man bis zu 5x im Jahr mehr in seinem Mini-Job verdienen darf pro Jahr. Gilt das allerdings auch, wenn ich mich in Kurzarbeit befinde?

Vielen herzlichen Dank für eine Antwort!

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Annoishere
6 Monate zuvor

Hallo,

Kurzarbeitergeld ist eine Leistung, die von der Agentur für Arbeit ausgezahlt wird. Bei Fragen zur Anrechnung Ihres Verdienstes aus dem Minijob auf das Kurzarbeitergeld bitten wir Sie, sich an Ihre zuständige Agentur für Arbeit zu wenden.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Doris
Doris
6 Monate zuvor

Hallo, darf man grundsätzlich als Rentner für langjährig Versicherte mehrere 450E Jobs nebeneinander haben? Und wenn diese zusammen gerechnet mehr als 450€ im Monat ergeben, was passiert dann: 1. im Fall das die Grenze von 6300€ nicht überschritten wird, 2. wenn die 6300€ überschritten werden? Wird dann sogar was von der Rente gekürzt? Gibt es noch andere Sanktionen?
Danke und Freundliche Grüße

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Doris
6 Monate zuvor

Hallo Doris,

als Renterin dürfen Sie grundsätzlich mehrere 450-Euro-Minijobs gleichzeitig ausüben. Hierbei ist zu beachten, dass der durchschnittliche monatliche Verdienst von 450 Euro in Summe nicht überschritten wird.

Die Aussage zu einem möglichen Verdienst in Höhe von 6.300 Euro bezieht sich auf die Hinzuverdienstgrenze für Rentenbezieher. Die Hinzuverdienstgrenze regelt wie viel ein Rentner zu seiner gesetzlichen Rente hinzuverdienen darf. Wird diese Grenze überschritten, kann es zur Kürzung oder zum Wegfall der vorgezogenen Altersrente oder der Erwerbsminderungsrente führen.

Um jedoch Minijobber zu sein und zu bleiben, gilt eine Verdienstgrenze im Jahr von 5.400 Euro. Bei einem 450-Euro-Minijob darf man durchschnittlich im Monat bis zu 450 Euro verdienen. Arbeiten Sie als Minijobberin ein Jahr lang durchgehend, dürfen Sie also 5.400 Euro verdienen. Zu berücksichtigen sind auch einmalige Einnahmen wie beispielsweise Urlaubs- oder Weihnachtsgeld. Wird diese Verdienstgrenze überschritten, liegt in der Regel kein 450-Euro-Minijob mehr vor.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Jürgen Droese
Jürgen Droese
6 Monate zuvor

Hallöchen,

wenn ich in einem Jahreszeitraum die 450 montl.1mal überschreite wegen Krankheitsvertretung eines Kollegen, ist dann der gesamte monatl Betrag 2000€ in meiner Steuererklärung bzw. Krankenversicherung anzugeben, oder zahlt mir der Arbeitgeer den vollen Betrag also2000€ aus und er muss nur die 2% an die Minijobzentrale abführen?
So das ich dann statt 450€ die vollen 2000€ für diesen Monat bekomme und der minijob also nicht unterbrochen wurde? ab nächsten Monat werden dann wieder 450€ gezahlt.

Dies kann mann also drei ( 3Monaze im Jahreszeitraum) mal im Jahreszeitraum so machen wenn nochmals unvorhersehbar etwas eintrifft?
Habe ich das so richtig verstanden?

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Jürgen Droese
6 Monate zuvor

Hallo,

richtig. Als Minijobber dürfen Sie bis zu dreimal im Jahr aus unvorhersehbaren Gründen die monatliche Grenze von 450 Euro überschreiten. Die Überschreitung führt nicht zur Versicherungspflicht. Der Minijob bleibt somit bestehen und der Arbeitgeber zahlt die Pauschalabgaben (u.a. 2% Pauschsteuer) auf den in diesem Monat tatsächlich anfallenden Verdienst.

Lesetipp: Unser Blog-Beitrag vom 17. Januar 2019: “Durch Krankheitsvertretung mehr als 450 Euro verdienen – Ist es dann noch ein Minijob?” https://t1p.de/Blogbeitrag-Krankheitsvertretung

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Jürgen
Jürgen
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
6 Monate zuvor

Hallöchen, vielen Dank für Ihre schnelle Info. Habe da noch eine Frage, bin seit 01.01.2020 als Minijober mit einer Jahressonderzahlung eingestellt für monatl. 416,00€t. Habe nun auf diese Sonderzahlung verzichtet und bekomme ab 01.10.2020 nun 450,00€ monatl. Frage, bleibt durch diese veränderung der Jahreszeitraum ( 01.01.2020-31.12.2020) bestehen? Oder beginnt dann ab 01.10.2020 ein neuer Jahreszeitraum ( 01.10.2020-30.09.2021)?

Vielen Dank im vorraus für Ihre Mühe.

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Jürgen
6 Monate zuvor

Hallo Jürgen,

bei jeder dauerhaften Veränderung nimmt Ihr Arbeitgeber eine neue vorausschauende Beurteilung für maximal 12 Monate vor. Bei der dauerhaften Erhöhung des Verdienstes auf monatlich 450 Euro liegt eine solche dauerhafte Veränderung vor. Ihr Arbeitgeber wird daher ab dem Monat Oktober 2020 eine neue vorausschauende Beurteilung für den maximalen Zeitraum bis 30. September 2021 vornehmen.
Beurteilt er aus abrechnungstechnischen Gründen Ihre Beschäftigung zu Beginn eines jeden neuen Kalenderjahres erneut vorausschauend, spricht hier nichts dagegen. Eine erneute Beurteilung kann also auch ab 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021 erfolgen.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Lechner
Lechner
6 Monate zuvor

Hallo zusammen,
folgende Situation. 2 Mitarbeiter beide Regelalterrentner sollen nun mehr verdienen aber sind als Minijobber beschäftigt.
kann man diese nun als Regelaltersrentner umschlüsseln im Folgemonat?

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Lechner
6 Monate zuvor

Hallo,

wir gehen davon aus, dass es sich um eine dauerhafte Veränderung im Beschäftigungsverhältnis handelt (Erhöhung des Verdienstes). Ein Wechsel von einem 450-Euro-Minijob in eine versicherungspflichtige Beschäftigung ist bei jeder dauerhaften Veränderung möglich. Liegt der Verdienst in Zukunft regelmäßig im Durchschnitt über 450 Euro ist die Beschäftigung mit dem entsprechenden Personengruppenschlüssel an die zuständige Krankenkasse des Arbeitnehmers zu melden.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale