Das Blog-Team der Minijob-Zentrale können Sie unter der Mailadresse Minijob-Blog@minijob-zentrale.de erreichen.

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611 Kommentare zu “Kontakt”

  1. Hallo,
    ein Minijobber ist rentenversicherungspflichtig und möchte das auch so beibehalten.
    Er geht mit 63 in den vorzeitigen Ruhestand. Sein Renten-Regelalter ist 65 J. + 11 Monaten.
    Sein Minijob läuft unverändert mit Bgeinn der Flexirente weiter.
    Frage: Muss mit Beginn der Rente (vorzeitiger Ruhestand) für den laufenden Minijob eine Meldung über sv.net abgesetzt werden? Wenn ja, welche?
    Braucht die gesetzliche Rente des DRV eine Meldung, dass der Minijob unverändert weiter geht?
    Danke im Voraus.
    Peter

    1. Hallo Peter,

      nein, eine Meldung zur Sozialversicherung ist zu diesem Zeitpunkt in der geschilderten Konstellation nicht zu erstellen. Durch den Umstand, dass der Beschäftigte die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht hat, besteht für ihn dem Grunde nach noch immer die Rentenversicherungspflicht im Minijob.

      Rentenversicherungsfreiheit per Gesetz tritt für den Rentner erst mit dem Erreichen der Regelaltersgrenze ein. Erst zu diesem Zeitpunkt muss eine Meldung zur Sozialversicherung abgegeben werden.

      Für den Beschäftigten besteht die Möglichkeit, auf die Versicherungsfreiheit zu verzichten und trotz Erreichen der Regelaltersgrenze weiterhin eigene Rentenversicherungsbeiträge zu zahlen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  2. Guten Tag,

    ich war von 15.09.2019 bis 19.03.2020 bei Securitas beschäftigt, mit einem Minijob-Vertrag. Dementsprechend war ich zum 15.09.2019 als „Geringfügig Beschäftigte §8 Abs.1 Nr.1 SGB IV“ angemeldet. Das Beschäftigungsverhältnis endete am 19.03.2020.

    Im Jahr 2019 verdiente ich 1296,69 € (SV-pflichtig) mit einmaliger Überschreitung der Verdienstgrenze von 450 €.

    Im Jahr 2020 verdiente ich 1384,66 € (SV-pflichtig), auch mit einmaliger Überschreitung der Verdienstgrenze von 450 €.

    Insgesamt verdiente ich für ca. 6,14 Beschäftigungsmonate 2.681,35 € (SV-pflichtig), oder im Durchschnitt 436,26 € monatlich.

    Nach dem Beschäftigungsende (am 03.04.2020) bin ich
    – zum 29.02.2020 als 2020 als „Geringfügig Beschäftigte §8 Abs.1 Nr.1 SGB IV“ „wegen Krankenkassenwechsel“ abgemeldet worden und gleichzeitig
    – zum 01.03.2020 als „Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte“ „wegen Krankenkassenwechsel“ angemeldet worden.
    Deswegen wurden bei mir 43,09 € SV-rechtliche Abzüge gemacht.

    Meine Frage „Warum?“ wurde so beantwortet:

    „da Sie im Jahr 2020 einen Verdienst für drei Kalendermonate von Securitas bezogen haben, dürfen Sie auch nur die drei Monate aus 2020 für Ihre Berechnung ansetzen. Hierbei ist auf Ihrer Abrechnung aus dem Monat März 2020 das ausgewiesene SV-Brutto zu beachten, welches bei 1.384,66€ liegt. In diesen drei Monaten im Jahr 2020 hätten Sie aber insgesamt nur 1.350,00€ verdienen dürfen, damit Sie in einem monatlichen Mittel auf die 450€ kommen. Da Sie in diesen drei Monaten im Schnitt über die 450€ gekommen sind, wurden Sie automatisch in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis umgewandelt, damit Ihr Gehalt, welches Sie ‚zu viel‘ erhalten haben, richtig versteuert werden konnte. Die Berechnung wird hierbei auf das Kalenderjahr gestützt und nicht auf das Zeitjahr.“

    Soweit ich informiert bin, werden bei der Kontrolle auf Überschreiten der Verdienstgrenze nicht nur die (wenige) Monate des letzten Kalenderjahres betrachtet, sondern der gesamte Zeitraum bis zu einem Zeitjahr.

    Bitte, teilen Sie mir mit was in diesem Fall maßgebend ist – das Kalenderjahr oder die gesamte Beschäftigungszeit von ca. 6 Monate.

    Vielen herzlichen Dank,
    Ted K.

    1. Hallo Ted,

      vorab ist zu sagen, dass die versicherungsrechtliche Beurteilung grundsätzliche Ihr Arbeitgeber vornimmt. Er beurteilt zu Beginn der Beschäftigung vorausschauend für den maximalen Zeitraum eines Jahres. Dieser 12-Monats-Zeitraum kann auch kalenderjahrübergreifend sein.

      Ist die Beschäftigung wie in Ihrem Fall von vornherein auf einen kürzeren Zeitraum (7 Monate) befristet, darf auch nur maximal dieser Zeitraum bei der ersten sozialversicherungsrechtlichen Beurteilung Betrachtung finden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      1. Liebes Blog-Team,

        vielen Dank für Ihre Rückmeldung und bitte, bitte um Verständnis, dass ich so lange brauche, um meine Frage einigermaßen zutreffend zu präzisieren.

        Ich war mit einem Lohn bis 450 € zum 15.09.2019 auf Dauer eingestellt worden. Die erste sozialversicherungsrechtliche Beurteilung bestätigt das (Anmeldung als „Geringfügig Beschäftigte §8 Abs.1 Nr.1 SGB IV“).

        Am 05.02.2020 erfolgte die Jahresmeldung – weiterhin als „Geringfügig Beschäftigte §8 Abs.1 Nr.1 SGB IV“.

        Eine erneute vorausschauende Jahresbetrachtung zur Ermittlung des regelmäßigen Arbeitsentgelts zu Beginn des neues Kalenderjahres 2020 hat der Arbeitgeber nicht angestellt.

        Der Arbeitgeber hat mir am 11.03.2020 zum 19.03.2020 gekündigt und erst am 03.04.2020 – nachträglich – hat er mich als „Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte“ zum 01.03.2020 angemeldet. Mit der Begründung:

        – nicht das Zeitjahr, sondern das Kalenderjahr ist für die Beurteilung maßgebend,
        und
        – ich habe 1.384,66 € für die ersten drei Monate des Kalenderjahres 2020 bekommen, also mehr als die dreimonatige Grenze von nur 1.350,00 €.

        Dies widerspricht der Tatsache, dass ich für den gesamten 7-monatigen Beschäftigungszeitraum regelmäßig im Durchschnitt weniger als 450 € verdient habe.

        Die Frage:
        Darf der Arbeitgeber bei dieser nachträglichen sozialversicherungsrechtlichen Beurteilung die Geringfügigkeits-Richtlinien in der Fassung vom 21.Nov.2018 ignorieren?

        Zitat aus den Geringfügigkeits-Richtlinien:
        „2.2.1 Ermittlung des Arbeitsentgelts
        Bei der Prüfung der Frage, ob das Arbeitsentgelt 450 Euro übersteigt, ist vom regelmäßigen
        Arbeitsentgelt auszugehen. … Dabei darf das regelmäßige monatliche Arbeitsentgelt im Durchschnitt einer Jahresbetrachtung 450 Euro nicht übersteigen (maximal 5.400 Euro pro Jahr bei durchgehender mindestens 12 Monate dauernder Beschäftigung gegen Arbeitsentgelt in jedem Monat).“

        Mit der Formulierung “ im Durchschnitt einer Jahresbetrachtung … bei durchgehender mindestens 12 Monate dauernder Beschäftigung gegen Arbeitsentgelt in jedem Monat“ (in meinem Fall mindestens 7 Monate, weil es insgesamt nur 7 Monate waren) wird gerade sichergestellt, dass tatsächlich das regelmäßige monatliche Arbeitsentgelt ermittelt wird, und nicht ein zufälliges monatliches Arbeitsentgelt.

        Die Geringfügigkeits-Richtlinien definieren ausdrücklich die Jahresbetrachtung als Betrachtung eines Zeitraums „durchgehender mindestens 12 Monate dauernder Beschäftigung gegen Arbeitsentgelt in jedem Monat“. Nichts in dieser Formulierung spricht für die Reduzierung der Jahresbetrachtung auf eine zufällige Anzahl von Monaten, nämlich von 1 bis 12, welche die Kalenderjahresbetrachtung repräsentieren würde.

        Übertrieben dargestellt, wäre ein Arbeitnehmer ursprünglich dauerhaft zum 01.03.2019 als Minijobber eingestellt aber tatsächlich unerwartet am 11.01.2020 zum 19.01.2020 gekündigt worden, also insgesamt nur für die Dauer von elf Monaten beschäftigt (von 01. März bis 31.Dezember 2019 gegen 420 € Arbeitsentgelt monatlich und im Januar 2020 – gegen 700 €), so soll das durchschnittliche regelmäßige monatliche Arbeitsentgelt nach Beschäftigungsende lt. Geringfügigkeits-Richtlinien so ermittelt werden

        (10 x 420 € + 700 €) / 11 = 4.900 € / 11 = 445,45 € („Geringfügig Beschäftigte §8 Abs.1 Nr.1 SGB IV“ für die ganze Beschäftigungsdauer)

        und nicht als

        700 € für den einzigen Monat des Kalenderjahres 2020 („Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte“ für Januar 2020).

        Die zweite Beurteilung trägt – entgegen den Geringfügigkeits-Richtlinien – nicht dem regelmäßigen Arbeitsentgelt, sondern nur dem zufälligen Ende des Minijobs Rechnung. Dies ist lebensfremd. Es kann nach Treu und Glaube nicht den Arbeitnehmern zugemutet werden solche Beurteilung überhaupt für möglich zu halten. Deswegen wurde sie auch von Geringfügigkeits-Richtlinien ausgeschlossen. Der GKV-Spitzenverband, die Deutsche Rentenversicherung Bund, die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See und die Bundesagentur für Arbeit verlangen eine Beurteilung, welche ausdrücklich der dauerhaften regelmäßigen Natur der (geringfügige) Beschäftigung Rechnung tragen soll und nicht dem zufälligen Kündigungszeitpunkt, bzw. dem zufälligen Datum des letzten Beschäftigungstages.

        Hätte der Arbeitgeber am Anfang des Jahres 2020 eine neue 12-monatige Prognose aufgestellt, dass ich von Januar bis inkl. Dezember 2020 mehr als 5.400 € verdienen würde, wäre das rechtens, weil im Einklang mit den Geringfügigkeits-Richtlinien. Es wäre dann aber nur mir überlassen, ob ich mit dieser einseitigen indirekten Änderung des Arbeitsvertrages einverstanden bin und weiterhin für ihn arbeite. Allerdings war die einzige Sozialversicherungsmeldung im Jahr 2020 vor der Kündigung die o. g. Jahresmeldung als „Geringfügig Beschäftigte §8 Abs.1 Nr.1 SGB IV“ v. 05.02.2020, welche aus den Begleitumständen auch als Jahresprognose für 2020 zu interpretiert ist…

        Also, darf der Arbeitgeber die Geringfügigkeits-Richtlinien in der Fassung vom 21.Nov.2018 in Bezug auf den mindestens zu betrachtenden 12-monatigen Zeitraum „dauernder Beschäftigung gegen Arbeitsentgelt in jedem Monat“ ignorieren? Natürlich, bei einer tatsächlich vorhandenen Beschäftigung von weniger als 12 Monaten – in Bezug auf den gesamten Zeitraum.

        Vielen herzlichen Dank,
        Ted K.

        1. Hallo Ted,

          grundsätzlich stimmen wir Ihnen zu, dass die Beschäftigung im Rahmen eines Minijobs möglich wäre. Um dies jedoch abschließend beurteilen zu können, müssten wir alle relevanten Faktoren kennen, die Ihren Arbeitgeber beispielsweise zu einer Ummeldung in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung motiviert haben.

          Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass wir an dieser Stelle keine umfassende sozialversicherungsrechtliche Beurteilung vornehmen können.

          Für weitere Detailfragen dürfen Sie und Ihr Arbeitgeber sich aber gerne schriftlich an uns wenden. Unser Kontaktformular finden Sie unter minijob-zentrale.de. https://t1p.de/MJZE-Kontakt

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  3. Guten Tag,

    Der Blog ist sehr informativ, dich leider konnte ich bisher keine Antwort für meine Situation finden.

    Zur Zeit arbeite ich als 450 Euro Kraft als Verkäufer im Einzelhandel. Der Laden hatte allerdings jetzt 6 Wochen geschlossen, da er nicht sytemrelevant ist. Mein Arbeitgeber hat den Lohn weitergezahlt. Nun meine Frage: Kann mein Arbeitgeber sich den Betrag der Lohnfortzahlung der letzten 6 Wochen irgendwie ersetzen lassen durch einen Antrag oder ähnliches oder bleibt er quasi selbst auf den Kosten sitzen? Falls ja, wo wie und an wen ist ein solcher Antrag zu richten?
    Sein Vorschlag ist es die verlorenen Stunden nachzuarbeiten. Ist sowas rechtens oder habe ich einen Anspruch auf eine Lohnfortzahlung auch wenn der Laden geschlossen war und ich arbeitsfähig war?

    Der Betrieb besteht nur aus meinem Arbeitgeber als Einzelunternehmer und mir als Minijobber.

    Vielen Dank.im voraus.

    1. Hallo Christian,

      grundsätzlich ist der Arbeitgeber weiter zur Entgeltzahlung verpflichtet, wenn der Arbeitnehmer arbeitsfähig und arbeitsbereit ist, auch wenn die Arbeitsleistung vom Arbeitgeber nicht abgerufen wird. Ob es eine staatliche Unterstützung geben wird, ist uns nicht bekannt.

      In unserem Blog-Beitrag „Coronavirus und Minijob – Ihre Fragen an uns “ haben wir Informationen zu diesem arbeitsrechtlichen Sachverhalt unter -Anmerkung- erläutert. https://t1p.de/Blogbeitrag-Coronavirus

      Weitere Informationen finden Sie in unserem „FAQ zum Coronavirus“ https://t1p.de/MJZE-FAQ-Coronavirus.

      Wir empfehlen Ihnen sich mit arbeitsrechtlichen Fragen an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) zu wenden. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat das BMAS auch einen Fragen- und Antwortenkatalog zu arbeitsrechtlichen Fragen veröffentlicht. https://t1p.de/BMAS-FAQ-Corona-Arbeitsrecht

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  4. Guten Morgen,

    da die Schulpflicht der Schüler (11. Klasse) wegen der Corona-Krise aufgehoben ist, ist es da möglich, dass auch diese Schüler an den „eigentlichen“ Schultagen arbeiten können?
    Also nicht nur an den Freitag Nachmittag oder samstags, wenn KEINE Schule wäre?

    Ich meine damit könnten Sie auch Mo-Fr. Vormittag arbeiten?

    Vielen Dank im Voraus und
    vG;

    1. Hallo,

      auch während der Schulzeit können Schüler in ihrer Freizeit eine Beschäftigung ausüben. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir Sie zu diesem Thema nicht näher beraten können. Die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs. Unsere Kernkompetenz liegt im Bereich des Sozialversicherungsrechts.

      Zu arbeitsrechtlichen Fragen informiert das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  5. Hallo, vielen Dank für die interessanten Beträge! Ich habe eine Frage zum Mini-Job in der Kurzarbeit. Ich konnte in eurem Artikel lesen, dass es möglich ist bis zu 450 Euro monatlich (teilw. mehr) hinzuzuverdienen, wenn der Minijob schon vorher existiert hat (Ist bei mir der Fall). Mein Mini-Job Arbeitgeber hat zur Zeit auch keine Jobs. Kann ich einen anderen Minijob bei einem anderen Arbeitgeber ausüben und trotzdem die volle Summe hinzuverdienen? Wenn ja, kann ich bei beiden Arbeitgebern (plus meinem Hauptarbeitgeber) gemeldet sein, wenn ich mit beiden Mini-Jobs zusammen nicht über die 450 Euro Grenze komme?

    1. Hallo Le,

      neben Ihrer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung dürfen Sie genau einen 450-Euro-Minijob sozialversicherungsfrei ausüben. Hierbei ist die zeitliche Reihenfolge maßgebend, in welcher beide Minijobs aufgenommen werden. Der zeitlich zuerst gemeldete 450-Euro-Minijob bleibt für Sie sozialversicherungsfrei.

      Jeder weitere – ggf. auch höher entlohnte – 450-Euro-Minijob wird zusammen mit der Hauptbeschäftigung sozialversicherungs- und steuerpflichtig an Ihre Krankenkasse gemeldet. Hierbei spielt es auch keine Rolle, ob die Verdienste aus beiden Minijobs zusammen 450 Euro überschreiten. Mit Ausnahme der Arbeitslosenversicherung fallen dann auch für Sie als Arbeitnehmer Sozialversicherungsbeiträge in diesem zweiten Minijob an.

      Neben Ihrer Hauptbeschäftigung und dem 450-Euro-Minijob könnten Sie jedoch parallel noch einen kurzfristigen Minijob sozialversicherungsfrei ausüben. Vielleicht interessiert Sie hierzu auch unser Blogbeitrag: Hauptjob, 450-Euro-Minijob und kurzfristiger Minijob! Geht das? http://t1p.de/Blogbeitrag-Hauptjob-Minijob-kurzfristig

      Ob Ihr Verdienst aus dem neuen Minijob auf das Kurzarbeitergeld angerechnet wird ist unter anderem davon abhängig, ob die Beschäftigung in einem systemrelevanten Bereich stattfindet. Hierzu berät Sie Ihre zuständige Agentur für Arbeit.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  6. Hallo,

    können 16jährige Schüler der Oberstufe, da den ganzen April 2020 KEINE Schule ist/war auch die Entgeltgrenze unvorhersehbar als Krankheitsvertretung überschreitten?
    Natürlich unter Berücksichtigung des JASchG.

    Oder ist dieses „Überschreiten“ nicht für Schüler gedacht?

    Vielen Dank im Voraus und
    viele Grüße,

  7. Hallo,

    ich habe letztes Jahr 2 Stunden in einem Minijob gearbeitet und musste wegen
    einer Allergie nach 2 Stunden aufhören.Jetzt habe ich erfahren das der Arbeitgeber mich nicht abgemeldet hat.Auf meine Nachrichten antwortet er nicht.
    Kann ich mich selbst irgendwo rückwirkend abmelden.

    Herzliche Grüße

    Maria

    1. Hallo Maria,

      erhalten Sie vom Arbeitgeber, trotz mehrfacher Erinnerung, keine Abmeldung ausgehändigt, können Sie sich alternativ unter Angabe Ihrer Sozialversicherungsnummer an die zuständige Einzugsstelle wenden. Im Minijob ist die Minijob-Zentrale zuständig. Nach Prüfung des Sachverhalts können Sie eine Meldebescheinigung erhalten.

      Wir bitten Sie um Verständnis, dass wir diesen Sachverhalt aufgrund des Datenschutzes nicht in unserem öffentlichen Blog klären können. Für weitere Detailfragen dürfen Sie sich aber gerne schriftlich an uns wenden. Unser Kontaktformular finden Sie unter minijob-zentrale.de: https://t1p.de/MJZE-Kontakt

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  8. Hallo

    Ich arbeite derzeit in einer Desinfektionsfirma. Da ich ab Mai aber einen anderen Minijob angenommen habe, bei dem es nicht so viel Arbeit gibt wie bei meinem jetzigen Job, habe ich mir überlegt dass ich jetzt doch bei beiden Jobs weiter machen könnte da die 450 Euro Grenze erhoben wurde. Wenn ich jetzt nun im neuen Job 450 ausgezahlt bekomme, wie viel könnte ich bei meinem zweiten Job verdienen (bis Oktober) durch diese Erhöhung ? Da wird viel Arbeit benötigt.
    Mit freundlichen Grüßen

    1. Hallo Frau Gandini,

      es ist nicht richtig, dass die Entgeltgrenze für geringfügige Beschäftigungen angehoben wurde. Es ist lediglich für einen Übergangszeitraum (März bis Oktober 2020) zulässig, die Entgeltgrenze von 450 Euro bis zu fünfmal zu überschreiten, wenn dies unvorhersehbar ist. Normalerweise ist dies nur bis zu dreimal in einem Jahr möglich.

      Unvorhersehbar ist die Mehrarbeit zum Beispiel, wenn wegen der Corona-Pandemie andere Mitarbeiter aufgrund einer Erkrankung oder Quarantäne ausfallen und diese Arbeit vorübergehend von Ihnen mit übernommen wird. Die bewusste Aufnahme eines weiteren Minijobs stellt keine unvorhersehbare Mehrarbeit dar, der zweite Minijob bliebe nur dann versicherungsfrei, wenn insgesamt die Entgeltgrenze von 450 Euro nicht überschritten wird. Falls keine Berufsmäßigkeit vorliegt, käme für Sie eventuell die zusätzliche Aufnahme einer kurzfristigen Beschäftigung in Betracht. Informieren Sie sich hier, ob die Voraussetzungen dafür vorliegen: http://t1p.de/MJZE-kurzfristig-gewerbliche-Minijobs

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  9. UWE Hallo ich hab da mal neue Frage,und zwar geht es hier um die Absicherung in der corona Kriese..unser Betrieb hat seid 22.03 ein sogenanntes Beschäftigungsverbot soll heißen das das Geschäft auf null runtergefahren wird.Keine Arbeit.wie bekomme ich jetzt mein Geld was ich unbedingt brauche.Kurzarbeit ist ja in diesem Fall nicht zu beantragen .Muss ich aufs Sozialamt oder wie verhalte ich mich in dieser Situation.

    1. Hallo Uwe,

      wir bitten zu berücksichtigen, dass wir ein Sozialversicherungsträger sind und unsere Kernkompetenz somit im Bereich des Sozialversicherungsrechts liegt.
      Ihr Anliegen betrifft aber das Arbeitsrecht.

      Selbstverständlich haben Sie die Möglichkeit Unterstützung für die Sicherung Ihres Lebensunterhaltes bei der Agentur für Arbeit, dem Job-Center oder dem Sozialamt zu beantragen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  10. Ausgangsbeschränkung – wie ist die Regelung für Minijobs in Privathaushalten:keine Betreibsschließung

    In Bayern gilt ja eine strenge Ausgangsbeschränkung wegendes Corona-Virus. Wir haben eine Mini-Jobberin, die bei uns im Privathaushalt putzt- dies soll vor dem Hintergrund der Ausgangssperre ja nur noch im Notfall fortgesetezt werde. Das ist ja nicht dasselbe, wie eine Betriebsschließung, aber auch keine Erkrankung des Mini-Jobbers. Wie ist hier die Gesetzteslage?

    1. Guten Tag Marion,

      in einigen Bundesländern gelten über die bundesweite Kontaktsperre hinaus noch zusätzliche Einschränkungen. Danach dürfen Bewohner ihre Wohnung oder Häuser nur noch verlassen, wenn ein triftiger Grund vorliegt. Der Weg von und zu der Arbeit fällt hierunter.

      Im Falle einer behördlichen Kontrolle sollten Bürger nachweisen können, dass sie auf dem Weg von oder zu der Arbeit sind. Für Arbeitnehmer empfiehlt es sich eine Arbeitgeberbescheinigung hierüber vorlegen zu können.

      Für unsere privaten Arbeitgeber im Haushaltsscheck-Verfahren haben wir ein Muster einer Arbeitgeberbescheinigung für den Fall einer behördlich verhängten Ausgangssperre im Internet zur Verfügung gestellt https://t1p.de/Arbeitgeberbescheinigung

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  11. Hallo,

    da die Schüler (11. Klasse Oberstufe) zur Zeit keine Schule haben, ist es dann möglich, dass sie einen Minijob in dieser Zeit ausführen können?

    Vielen Dank im Voraus und viele Grüße,

    1. Hallo,

      unter Beachtung des Jugendarbeitsschutzgesetzes ist es natürlich möglich, dass Schüler einen Minijob ausüben können.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  12. Grüß Gott,
    Ich arbeite seit Juni 2019 bei einem Dienstleistungsunternehmen an der Rezeption und arbeite unregelmäßig je nach Einteilung. Zu Beginn der Beschäftigung wurde mir nicht gesagt dass ich Anspruch auf bezahlten Urlaub habe (wusste ich selbst auch nicht). Nach Absprache mit einiger meiner Kollegen, die ebenfalls keinen Urlaub bezahlt bekommen, habe ich dieses Thema bei meinem Vorgesetzten angesprochen. Mir wurde jedoch mündlich gesagt, dass kein Urlaub bezahlt wird und es auch wurde angedeutet, dass wenn ich dieses Anliegen zur Buchhaltung/Geschäftsführung vorbringe, mir gekündigt wird.
    Wie sollte ich nun vorgehen, kann man hierbei Anzeige erstatten?

    Mit freundlichen Grüßen
    Fabian M.

    1. Hallo Fabian,

      uns, der Minijob-Zentrale ist es ein großes Anliegen unsere Kunden, zum Beispiel Arbeitgeber und Arbeitnehmer, über Ihre Rechte und Pflichten zu informieren. Insbesondere zum Arbeitsrecht erhalten wir sehr viele Anfragen, die wir gewissenhaft beantworten.

      Die Beziehungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber werden durch das Arbeitsrecht geregelt. Im Individual-Arbeitsrecht werden Arbeitsbedingungen geklärt. Dazu gehören zum Beispiel Urlaubsregelungen, Arbeitszeit, Kündigungsfristen, Entgeltfortzahlung.

      Da das Arbeitsrecht ein Individualrecht ist, kann es behördlich nicht geregelt werden. Das heißt, Sie müssen Ihre Ansprüche bei Ihrem zuständigen Arbeitsgericht selbst durchsetzen.

      Allgemein können wir Ihnen mitteilen, dass das Bundesurlaubsgesetz jedem Arbeitnehmer in Deutschland mindestens 24 Werktage bezahlten Urlaub im Jahr zu gesteht. Sehen Tarif-oder Arbeitsverträge einen längeren Urlaubsanspruch vor, gilt auch dieser entsprechend für den Minijobber. Ist die Anzahl von Arbeitstagen in der Woche regelmäßig ungleich, also z. B. mal zwei oder drei Tage in der Woche, bezieht sich die Berechnung des Urlaubs auf das Jahr und nicht auf die Woche. Die auf 52 Wochen (= 1 Jahr) bezogenen Werte ergeben dann die Jahresarbeitstage. Das Bundesarbeitsgericht hat festgelegt, dass die Arbeitsverpflichtung in einem Jahr bei einer 5-Tage-Woche 260 Arbeitstage beträgt und 312 Werktage bei einer 6-Tage-Woche.

      Die Formel lautet dann: Gesetzliche oder tarifvertragliche Urlaubstage x eigene Arbeitstage ./. Jahreswerktage (312)/Jahresarbeitstage (260)

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      1. Hallo, ich putzen jemand 1 mal in der Woche für 3.5 std bin ganz normal angemeldet. Jetzt haben wirvja die Kontaktsperre wegen Corona wie bekomme ich jetzt Geld.??

        1. Hallo Monique,

          momentan erreichen uns viele Anfragen zur Frage, wie Arbeitgeber und ihre Minijobber abgesichert sind, wenn der Betrieb behördlich angeordnet geschlossen wird und eine Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz nicht gegeben ist. Wir haben dies zum Anlass genommen, eine aktuelle Anmerkung (am Ende des Blog-Beitrags) zu unserem Blogbeitrag „Coronavirus und Minijob – Ihre Fragen an uns“ zu geben. Auf diesen möchten wir Sie gern verweisen:

          https://t1p.de/Blogbeitrag-Coronavirus-Kommentar-20-Maerz-2020

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  13. Guten Morgen,

    wir suchen für die wöchentliche Hausflurreinigung eine Reinigungskraft. Der Verdienst beträgt ca.135 Euro.
    Ich hatte meinem Vermieter gesagt, die Reinigungskraft müsse bei der Minijobzentrale angemeldet werden.
    Er bestreitet dieses und führt nach angeblicher Rücksprache mit seinem Steuerberater die Paragraphen 8(1)Nr.2 SGB IV sowie Paragraph 5(2)S1 Nr.1 SGB VI an.
    Leider bin ich als Frühpensionär bereits 2011 bei der Knappschaft ausgeschieden, so dass ich derzeit gesetzmäßig nicht mehr auf dem laufenden bin.
    Können Sie mir die Sachlage bei dieser Fallkonstellation schildern ? Ich werde dem Vermieter die Mehrkosten für die Reinigungskraft natürlich nur zahlen, sofern er sich rechtlich einwandfrei verhält. Kann ich die Einsicht in die Anmeldung von meinem Vermieter verlangen ?
    Ihrer Antwort sehe ich entgegen und bedanke mich schon jetzt für Ihre Bemühungen.

    LG von einem ehemaligen Mitarbeiter
    (Sofern bekannt, Gruss an Herrn Uwe Wagenknecht)

    Willi Schäfer

    1. Hallo Herr Schäfer,

      bei einem Minijob – egal ob 450-Euro-Minijob oder kurzfristiger Minijob – handelt es sich aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht immer um eine Beschäftigung. Diese unterliegt grundsätzlich der Meldepflicht durch den Arbeitgeber. Hierbei spielt auch keine Rolle, dass der Arbeitnehmer in einem kurzfristigen Minijob sozialversicherungsfrei ist, wie die genannten gesetzlichen Grundlagen des Steuerberaters belegen. Auch ein kurzfristiger Minijob muss durch den Arbeitgeber bei der zuständigen Einzugsstelle – in diesem Fall der Minijob-Zentrale – gemeldet werden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  14. Hallo! Ich übe seit fast 3 Jahren einen Minijob aus…nun war mein Kind an 3 Tagen krank, so das ich mein Kind betreuen musste und das wurde mir vom Lohn abgezogen. Im letzten Jahr war ich auch einige Tage zu Hause, um mein krankes Kind zu betreuen und da wurde mir nix vom Lohn abgezogen. Was ist denn nun richtig? Werden Kind-Krankentage nicht bezahlt? Schon mal vielen Dank im Vorraus für die Antwort!

    1. Hallo Kerstin,

      hat Ihr Kind das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet oder ist behindert, können Sie zur dessen Pflege zu Hause bleiben und erhalten bis zu 5 Tagen Entgeltfortzahlung durch Ihren Arbeitgeber. Der Arbeitgeber kann diese Verpflichtung durch Regelungen im Arbeitsvertrag oder aufgrund eines Tarifvertrages einschränken. Tritt dieser Fall ein, ist Ihr Arbeitgeber trotzdem dazu verpflichtet Ihnen als Minijobberin eine unbezahlte Freistellung zu gewähren.

      Abschließend empfehlen wir Ihnen sich an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales zu wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  15. Hallo,
    1. ) können, nicht mehr vollzeitpflichtige Schüler, an beweglichen Ferientagen unter Berücksichtigung des JASchG den Minijob ausführen?
    2.) könnte der Arbeitgeber auch an diesen beweglichen Ferientagen auch den gesetzl. Urlaubsanspruch auszahlen?
    2.) …oder muss der Arbeitgeber den Urlaubsanspruch auf einen bestimmten Tag legen, an dem der Schüler hätte arbeiten können?
    3.) … oder kann der Arbeitgeber diesen Urlaubsanspruch „einfach auszahlen“ ohne Rücksicht auf den Wochentag? Ich meine damit, könnte der Schüler z. Bsp. an einem Schultag Urlaub ausgezahlt bekommen, obwohl der ja „rein theoretisch“ keinen Urlaub (wegen dem Schultag) machen könnte?

    Vielen Dank im Voraus und
    viele Grüße,

    1. Hallo,

      Ihre erste Frage ist eindeutig mit ja zu beantworten. Das ist möglich.

      Zu Ihren weiteren Fragen:
      An erster Stelle steht immer die Urlaubsgewährung. Nur wenn dies nicht möglich ist, ist der Urlaub vom Arbeitgeber abzugelten. Weder der Arbeitgeber noch der Arbeitnehmer haben hier eine Wahlmöglichkeit.

      Es ist Urlaub zu gewähren, da der Zweck des Urlaubs die Erholung des Arbeitnehmers ist. Diese kann mit der Urlaubsabgeltung nicht erreicht werden. Eine finanzielle Abgeltung des Urlaubs sieht das Gesetz nur bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses vor. Eine Vereinbarung über die Abgeltung des Urlaubs im bestehenden Arbeitsverhältnis ist nicht zulässig.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      1. Hallo,

        vielen Dank für die schnelle Antwort.
        Ich habe mich vielleicht ein bißchen missverständlich ausgedrückt.

        Ich meinte natürlich, die Gewährung des Urlaubes, was im Endeffekt zur Auszahlung am Monatsende führt.
        Kann der AG, dem Minijobber / Schüler an einem „Schultag“ Urlaub gewähren, wobei hier dann kein Erholungsefffekt eintreten würde.
        Oder muss der AG den Urlaub an schulfreien Tagen bzw. Wochenende gewähren?

        Vielen Dank im Voraus und viele Grüße,

        1. Hallo,

          der Urlaub kann nur an solchen Tagen gewährt werden, an welchen der Minijobber regulär zur Arbeit verpflichtet gewesen wäre. An Tagen, an welchen der Schüler regulär frei hätte, muss auch kein Urlaubstag genommen werden.

          Wir empfehlen Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer konkreten arbeitsrechtlichen Frage zur weiteren Beratung an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    2. Hallo! Mein Kind hatte eine Lungenentzündung und musste eine Woche Zuhause bleiben. Währendessen bin ich auch krank geworden und musste mich krankschreiben lassen. Jetzt wundert mich nicht, warum mein AG nur den Krankenschein vom Kind angenommen hat und nicht meins. Damit er nicht zahlen musst….Wie schlau, oder? Es bleibt mir nichts anderes übrig als vor Arbeitsgericht zu ziehen. Und das für lumpige 450€. Echt!

  16. Liebes Team,
    ich hätte eventuell die Möglichkeit einen Minijob auf 450 Basis zu bekommen. Zurzeit lebe ich bei meiner Mutter und beziehe außer Kindergeld keine Leistungen. Ich habe einen Behindertenausweis mit Grad 50. Vor kurzem bin ich 23 geworden, die Überprüfung auf eine lebenslange Familienversicherung aufgrund meiner Behinderung läuft noch. Am Ende würde mich interessieren, was für Abgaben habe ich vom Minijob abzuführen. Sprich wie viel bleibt mir am Ende des Monats von den 450 Euro übrige? Vielen Dank im Voraus und freundliche Grüße

    1. Hallo Annika,

      in einem 450-Euro-Minijob besteht für Sie Versicherungspflicht in der Rentenversicherung. Das bedeutet, Sie zahlen als Arbeitnehmer einen Eigenanteil in Höhe von aktuell 3,6 %. Sie haben jedoch die Möglichkeit, sich auf Antrag von der Rentenversicherungspflicht befreien zu lassen.

      Lassen Sie sich von der Rentenversicherung befreien, haben Sie grundsätzlich keine Abgaben zur Sozialversicherung.

      Weitere Informationen zum Thema Befreiung von der Rentenversicherungspflicht im Minijob erhalten Sie auf unserer Homepage unter folgendem Link: https://t1p.de/MJZE-Befreiung-von-der-Rentenversicherungspflicht

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      1. Wer übernimmt dann die Kosten für meine Krankenversicherung, in dem Fall, das die Krankenkasse eine lebenslange Krankenversicherung ablehnt?
        Vielen Dank und Gruß Annika

        1. Hallo Annika,

          die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs. Wir bitten Sie daher sich bezüglich Ihres Versicherungsschutzes an Ihre zuständige gesetzliche Krankenkasse zu wenden.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  17. Hallo liebes Team,
    seit vielen Jahren habe ich einen normalen Vollzeitjob und nebenher einen Minijob.
    Jetzt ergibt sich die Möglichkeit, dass ich einen 2. Minijob anfangen könnte.
    Das ich diesen dann versteuern muss, ist mir bewusst.
    Wie sieht das aber von der Arbeitgeberseite aus?
    Kommen auf den AG meines 2. Minijobs dann zusätzliche Kosten zu?
    Und steht der AG des 2. Minijobs irgendwie in Verbindung, mit meinem Hauptarbeitgeber?
    Kommt da zusätzliche Arbeit auf meinen Hauptarbeitgeber zu?
    Ich bin noch etwas verwirrt, da die Vergütungen ja wohl gemeinsam betrachtet werden. Oder wird jeder Job für sich völlig losgelöst voneinander berechnet und bezahlt?
    Wie genau läuft das ab?
    Vielen Dank für die Hilfe!!
    Ganz liebe Grüße Jasmin

    1. Hallo Jasmin,

      neben einer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung dürfen Sie genau einen 450-Euro-Minijob sozialversicherungsfrei ausüben. Jeder weitere 450-Euro-Minijob wird sozialabgabenpflichtig – mit Ausnahme der Arbeitslosenversicherung – zu Ihrer gesetzlichen Krankenkasse gemeldet.

      Ihr Arbeitgeber zahlt jeweils den hälftigen Beitrag der Sozialabgaben. Berechnet werden die Beiträge in jeder Beschäftigung anhand des jeweiligen Verdienstes. Wie hoch diese Beiträge sind, dazu berät Sie Ihre zuständige Krankenkasse.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  18. Dieter
    Liebes Minijob-Team ,
    ich warte noch auf eine Antwort zu meiner 2 Frage von gestern.
    Hier nochmal die Frage:
    Welchen Vorteil hat mein Arbeitgeber und ich, wenn ich den Minijob in einen Midijob umwandle und ist dieses möglich?

    MfG
    Dieter

  19. Hallo Minijob-Team,
    hier ist nochmals Dieter.
    Welchen Vorteil hat mein Arbeitgeber und ich, wenn ich den Minijob in einen
    Midijob umwandle? und ist dieses möglich?
    MfG
    Dieter

    1. Hallo Dieter,

      grundsätzlich ist der Wechsel von einem 450-Euro-Minijob in einen Midijob (Übergangsbereich) möglich.

      Ein Vorteil für Arbeitgeber die einen Arbeitnehmer im Rahmen eines Midijobs beschäftigen ist, dass sie im Vergleich zum Minijob geringere Beiträge zur Sozialversicherung zahlen. Weitere Informationen zu versicherungspflichtigen Beschäftigungen (Midijob) erhalten Sie bei Ihrer zuständigen Krankenkasse.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  20. Liebes Minijob-Team,
    ich bin 63 Jahre, mein Name ist Dieter. Ich beziehe seit 01.10.2019 Altersrente.
    Habe bei meinem alten Arbeitgeber einen Minijob angenommen auf 450€ Basis.
    In meinem Arbeitsvertrag ist festgelegt: max. 45 Stunden/10€= 450€.
    Jetzt ließ man mir durch meinen Chef seitens der Buchhaltung ausrichten,
    das ich 42 Stunden arbeiten müßte, da ansonsten durch Weihnachts und Urlaubsgeld mein Verdinst von 5400€ Überschritten wird..In dem Bescheid meines Rentenversicherungsträger steht aber, das ich im Jahr (2x 450€) 900€, also zusammen 6300€ verdinen darf. (selbst in meiner aktiven Zeit kam ich nicht auf Netto 900€)
    Mit freundlichen Grüßen
    Dieter

    1. Hallo Herr Vetter,

      Ihr Arbeitgeber handelt hier richtig. Weihnachts- und Urlaubsgeld zählen zum Verdienst dazu und sind bei der Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro zu berücksichtigen.

      Die Aussage zu einem möglichen Verdienst in Höhe von 6.300 Euro bezieht sich auf den Hinzuverdienst zu Ihrer Altersrente. Das heißt, die Altersrente wird bis zur Höhe dieses Zuverdienstes nicht gekürzt.
      Bei einem 450-Euro-Minijob können Sie durchschnittlich im Monat bis zu 450 Euro verdienen. Arbeiten Sie ein Jahr lang durchgehend, dürfen Sie also 5.400 Euro verdienen (12 Monate x 450 Euro = 5.400 Euro). Wird diese Verdienstgrenze überschritten, liegt kein 450-Euro-Minijob mehr vor.
      Wenn der Jahresverdienst 5.400 Euro übersteigt, weil sich Ihr Verdienst in einzelnen Monaten auf mehr als 450 Euro erhöht, kommt es drauf an, ob dies regelmäßig oder gelegentlich und nicht vorhersehbar geschieht. Die Tätigkeit bleibt ein Minijob, wenn die Überschreitung nur gelegentlich und nicht vorhersehbar, d.h. bis zu drei Mal in einem Zwölf-Monats-Zeitraum, passiert. In diesem Fall darf der Jahresverdienst auch mehr als 5.400 Euro betragen. Als nicht vorhersehbar gilt z.B. die Krankheitsvertretung.

      Lesetipp für Sie: Unser Blog-Beitrag vom 27. Juni 2017 zum Thema „Maximaler Hinzuverdienst zur Rente: 6.300 Euro nicht im Minijob“ – http://t1p.de/Blogbeitrag-Hinzuverdienst-Rente

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  21. Hallo Magdalena,

    unseren herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft.

    Durch die Schwangerschaft dürfen Ihnen keine finanziellen Nachteile entstehen – auch nicht im Minijob. Sollte ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen werden gilt Folgendes:

    Für die Zeit des Beschäftigungsverbotes zahlt Ihr Arbeitgeber Ihren Verdienst weiter (Mutterschutzlohn), unabhängig davon, wann Sie Ihre Beschäftigung aufgenommen haben. Als Mutterschutzlohn wird das durchschnittliche Arbeitsentgelt der letzten drei abgerechneten Kalendermonate vor dem Eintritt der Schwangerschaft gezahlt. Dauert das Beschäftigungsverhältnis kürzer an als drei Monate, ist der Berechnung der tatsächliche Zeitraum des Beschäftigungsverhältnisses zugrunde zu legen.

    In der Mutterschutzfrist gilt für die Zeit vor der Entbindung (6 Wochen) ein generelles Beschäftigungsverbot und für die Zeit nach der Entbindung (8 Wochen) ein absolutes Beschäftigungsverbot. Dies bedeutet, dass Sie in den sechs Wochen vor der Entbindung Ihre Tätigkeit weiterführen dürfen, wenn Sie diesen Wunsch gegenüber Ihrem Arbeitgeber erklären. Sie können diesen Wunsch jederzeit widerrufen.

    Eine Beschäftigung in den acht Wochen nach der Entbindung hingegen ist unter keinen Umständen erlaubt. Bei Früh- oder Mehrlingsgeburten weitet sich dieses absolute Beschäftigungsverbot sogar bis auf zwölf Wochen aus.

    Während der Schutzfristzeit erhalten Sie von Ihrem Arbeitgeber einen Zuschuss zum Mutterschaftsgeld.

    Ihre Frage zum Elterngeld beantworten die Mitarbeiter Ihrer Elterngeldstelle. Oder nutzen Sie vorab die Informationsangebote des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend unter der Rufnummer 030 20179130.

    Freundliche Grüße

    Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  22. Guten Abend,

    ab wann können 16jährige Schüler/-innen außerhalb der Ferien, unter Berücksichtigung des JASchG, arbeiten?
    Die Tochter besucht die 11. Klasse der Oberstufe.

    Dankeschön im Voraus und vG;

    1. Hallo,

      die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs. In diesem Zusammenhang informieren wir zu allgemeinen Fragen zum Thema Arbeitsrecht. Wir bitten daher um Ihr Verständnis, dass wir Ihre konkrete Frage nicht beantworten können. Allgemeine Informationen zum Jugendarbeitsschutz finden Sie auf unserer Homepage unter folgendem Link: https://t1p.de/MJZE-Jugendarbeitsschutz

      Wir empfehlen Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden.
      Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  23. Guten Abend,

    ab wann dürfen 16jährige Schüler/innen auch außerhalb der Ferien, unter Berücksichtigung des JASchG, arbeiten?
    Die Tochter besucht die 11. Klasse der Oberstufe.

    Vielen Dank!

  24. Hallo.
    Ich arbeitet seit vier Jahren für Minijob und hat einen Umsatz von bis zu 450 Euro. Ich bin bei meinem Mann versichert. Ich bin im vierten Monat schwanger. Bekomme ich Geld, zum Beispiel Mutterschaftsgeld? Oder Elterngeld?
    LG Magdalena

  25. Hallo liebes Team,

    Ich habe da mal eine frage übe jetzt schon über zwei Jahre ein minijob aus. ( 45 stunden a = 10 Euro = 450 Euro, Familienversichert, steuerklasse 5)
    Mein Chef hat mir jetzt angeboten mehr stunden zu gehen jetzt meine frage kann ich jetzt auf ein midijob machen wenn ja was sind da die Voraussetzungen dafür. Wo muss ich das melden.

    Mit freundlichen grüsse

    1. Hallo Wolter,

      bei jeder dauerhaften Veränderung ist das Beschäftigungsverhältnis durch Ihren Arbeitgeber erneut zu beurteilen. Liegt Ihr Verdienst aufgrund der Stundenerhöhung über 450 Euro, liegt kein 450-Euro-Minijob mehr vor.

      Ab einem Verdienst von 450,01 Euro handelt es sich um einen Midijob. Dieser ist bei Ihrer gesetzlichen Krankenkasse durch Ihren Arbeitgeber anzumelden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      1. Hallo,

        Danke erstmal für die schnelle Antwort!

        Naja ich kann mehr stunden gehen das heißt ja kein Minijob mehr sondern midijob. Wie weit geht der midijob da gibt es doch sicherlich eine Verdienst grenze in Euro gibt? (Abgaben bei midijob sind doch nicht so hoch, oder?)

        War jetzt auch im Steuerbüro und habe gefragt ob sie mir ausrechnen kann wieviel ich verdiene ( bei 80 stunden a 10 Euro) da sagte sie zu mir da ginge wohl bei mir nicht.
        Nur normal Berechnung Brutto/Netto.

        1. Hallo Wolter,

          bei einem Midijob handelt es sich um eine versicherungspflichtige Beschäftigung. Um einen Midijob handelt es sich, wenn der durchschnittliche Verdienst zwischen 450,01 Euro und 1.300 Euro liegt, dem sogenannten Übergangsbereich.

          Versicherungspflichtige Beschäftigungen werden durch den Arbeitgeber an die Krankenkasse des Arbeitnehmers gemeldet. Für ausführliche Informationen zur Beitragshöhe wenden Sie sich bitte direkt an Ihre zuständige Krankenkasse.

          Vorab können Sie gern den Übergangsbereichsrechner der Deutschen Rentenversicherung nutzen um einen Überblick über die Beiträge zur Sozialversicherung zu erhalten: https://t1p.de/DRV-Uebergangsbereich-Rechner

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  26. Liebes Team der Minijobzentrale, ich habe folgende Frage:

    Ich bin Rentnerin und arbeite in einer Demenzeinrichtung auf 450 € Basis.
    Ich erreiche mit meinen zu arbeitenden Stunden knapp diesen Betrag.
    Bekomme ich aber Zuschläge für Samstags-Nachmittags, Sonntags und Feiertags,
    überschreite ich diese 450 €.
    Um diesen Betrag nicht zu überschreiten, muss ich dann aber auf Arbeitsstunden
    verzichten.
    Müssen diese Zuschläge in den 450 € beinhaltet sein, oder dürfen sie zusätzlich ausgezahlt werden, so dass eine Überweisung auch überstiegen werden kann-

    Mit freundlichen Grüßen
    Renate

    1. Hallo Renate,

      Zuschläge für tatsächlich geleistete Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit (SFN-Zuschläge) sind bis zu bestimmten Höchstgrenzen steuer- und beitragsfrei. Sie zählen dann nicht zum Arbeitsentgelt und können auch im Minijob zusätzlich gezahlt werden, ohne die Verdienstgrenze von 450 Euro zu überschreiten.

      Anders verhält es sich jedoch bei der Zahlung von SFN-Zuschlägen im Falle der Lohnfortzahlung bei Krankheit und Mutterschaft sowie im Urlaub. Da in diesen Fällen die Sonntags-, Feiertags- oder Nachtarbeit nicht tatsächlich geleistet wird, sieht das Steuerrecht keine Steuerfreiheit vor.

      Werden in diesem Rahmen SFN-Zuschläge weiter gezahlt, kann der Minijob gefährdet sein. Vielleicht interessiert Sie in diesem Zusammenhang auch unser Blogbeitrag vom 15. August 2019 „Sonntags-, Feiertags- und Nachtzuschläge – wenn Minijobber aufgrund von Krankheit oder Mutterschutz ausfallen“: https://t1p.de/Blogbeitrag-SFN-Zuschlaege

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    1. Hallo Britta,

      melden Sie eine Haushaltshilfe im Rahmen des Haushaltsscheckverfahrens an, übernehmen wir als zuständige Einzugsstelle das Melde- und Beitragsverfahren. Wir erstellen für Ihre Haushaltshilfe die erforderlichen Meldungen zur Sozialversicherung und berechnen die Beiträge, welche zweimal jährlich von Ihnen als Arbeitgeber eingezogen werden.

      Die Zahlung des Verdienstes an Ihre Haushaltshilfe veranlassen Sie als Arbeitgeber. Grundsätzlich sieht das Haushaltsscheckverfahren keine Vorschrift vor, welche die Zahlung des Lohnes per Überweisung fordert.

      Sollen die Kosten jedoch im Rahmen des Lohnsteuerjahresausgleiches geltend gemacht werden, ist es möglich, dass vom zuständigen Finanzamt ein Nachweis über die Lohnzahlung gefordert wird.

      Wir empfehlen Ihnen daher, bevor Sie sich für eine Barzahlung des Lohnes entscheiden, bei Ihrem zuständigen Finanzamt zu klären, welche Nachweise für die steuerliche Geltendmachung gefordert werden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  27. Hallo Team Minijob Zentrale . Ich arbeite auf 450 Euro Basis. Meinen Dienstplan bekomme ich 2 Wochen vor Eintritt der Arbeitszeit . Habe nun das Problem, dass ich für einen Tag ,dem 18.01. , eingetragen wurde. Habe meiner Chefin mitgeteilt (eine Woche vorher), dass ich an diesem Tag nicht kann, da mir mein Freund etwas geschenkt hat und wir weg fahren . Nun meint Sie , dass es nicht ihr Problem sei und ich zusehen muss, dass jemd die Schicht übernehmen kann. Ist dies ihr Recht und muss ich , wenn ich keinen finde, die Schicht trotzdem machen?
    Lg

    1. Hallo Frau Kallisch,

      die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs. In diesem Zusammenhang informieren wir zu allgemeinen Fragen zum Thema Arbeitsrecht. Wir bitten daher um Ihr Verständnis, dass wir Ihre konkrete Frage nicht beantworten können.

      Wir empfehlen Ihnen daher, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden.
      Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  28. Guten Tag,
    blöde Frage: Mir stehen 8 Urlaubstage zu, ich arbeite an zwei festen Tagen die Woche. Kann ich mir dann 4 Wochen lang die zwei Tage frei nehmen? Darf mein Chef mich dann dafür an den anderen Tagen arbeiten lassen? Oder genau darum besser die 8 Tage am Stück Urlaub nehmen?

    1. Hallo Jen,

      richtig. Sie haben Anspruch auf 4 Wochen bezahlten Erholungsurlaub. Urlaubstage sind nur für die Tage zu nehmen, an denen Sie regulär zur Arbeit erschienen wären. Der Urlaubstag muss durch Sie als Arbeitnehmer weder vor- noch nachgearbeitet werden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  29. Hallo habe eine Problem mein Chef möchte mich einfach nicht abmelden trotz einer ordentlichen Kündigung zum 30.11.2019 meiner seits. Was kann ich tun das er mich abmeldet höffliches Fragen wird einfach ignoriert.

    Danke schon mal

    1. Guten Tag,

      im Rahmen der Lohnabrechnung müssen Arbeitgeber für alle Mitarbeiter eine Meldebescheinigung zur Sozialversicherung über den Beginn und das Ende eines Arbeitsverhältnisses erstellen. Der Arbeitgeber ist verpflichtet diese Meldung zur Sozialversicherung mit der nächstfolgenden Lohnabrechnung, spätestens jedoch 6 Wochen nach Beginn oder Ende der Beschäftigung abzugeben. Sie als Mitarbeiter haben Anspruch auf einen schriftlichen Nachweis über die gemeldeten Daten.

      Erhalten Sie vom Arbeitgeber, trotz mehrfacher Aufforderung keine Meldung zur Sozialversicherung ausgehändigt, können Sie sich alternativ unter Angabe Ihrer Sozialversicherungsnummer an die zuständige Einzugsstelle wenden. Haben Sie einen Minijob, ist die Minijob-Zentrale zuständig.

      Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass eine solche Bescheinigung nicht über unseren öffentlichen Blog erteilt werden kann. Nutzen Sie stattdessen einfach das gesicherte Kontaktformular, das Sie über http://www.minijob-zentrale.de/Kontaktformular aufrufen können. So senden Sie uns ganz bequem eine Nachricht und Dateianhänge auf sicherem Weg. Die Daten werden automatisch verschlüsselt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  30. Guten Tag,

    ich möchte meinen Minijobbern zusätzlich zu 450 EUR jeden Monat bis zu 44 EUR steuerfrei als Sachbezug über eine Sachbezugskreditkarte auszahlen. Werden diese 44 EUR für die 450 EUR Grenze angerechnet??

    1. Hallo Dieter,

      Sachbezüge bis zu einer Freigrenze von 44 EUR monatlich, die nicht in Geld bestehen, bleiben lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei. Diese Sachbezüge können dann zusätzlich zu den 450 Euro gewährt werden, ohne den Minijob zu gefährden.

      Freundliche Weihnachtsgrüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

        1. Hallo Dieter,

          vielen Dank. Wir wünschen Ihnen und all unseren Lesern einen guten Start ins neue Jahr.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  31. Liebes Minijob-Team,

    ich übe seit April bis April 20′ eine Werkstudententätigkeit (15 h/Woche) aus. Ab Mai würde ich gerne eine kurzfristige Beschäftigung für 3 Monate ausüben. Wird die in diesem Jahr bereits getätigte Werkstudententätigkeit auf den Zeitraum der 70 Arbeitstage für kurzfristige Beschäftigungen angerechnet? Ich hatte das so verstanden, dass dies nur der Fall wäre, wenn diese berufsmäßig durchgeführt werden. Dies aber im Vergleich zu meinem Studiengang nicht der Fall wäre (Arbeit: Büro, Studium: Lehramt).

    Zudem können ein Minijob und eine kurzfristige Beschäftigung ohne gegenseitige Aufrechnung zueinander durchgeführt werden, oder?

    Vielen Dank vorab für die Antwort!

    Viele Grüße

    1. Hallo Christian,

      neben einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung (Werkstudent) können Sie kurzfristige Minijobs ausüben. Weder die Verdienste noch die Zeiten werden aus beiden Beschäftigungen zusammengerechnet.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  32. Guten Tag,
    Mich interessiert der Urlaubsanspruch bei geringfügiger Beschäftigung während der Elternzeit beim gleichen Arbeitgeber.
    Während der Elternzeit besteht kein Urlaubsanspruch, da der Hauptjob ruht. Bei einim Minijob gibt es ja Urlaubsanspruch.
    Wie verhält sich das in dieser Kombination?

    1. Hallo Markus,

      das Bundesurlaubsgesetz gesteht jedem Arbeitnehmer in Deutschland mindestens 24 Werktage bezahlten Urlaub im Jahr zu. Sehen Tarif-oder Arbeitsverträge einen längeren Urlaubsanspruch vor, gilt auch dieser entsprechend für den Minijobber. Einen Anspruch auf 24 Werktage im Jahr haben Beschäftigte, die an sechs Tagen in der Woche arbeiten. Gewöhnlich gilt aber beispielsweise für die meisten Minijobs, dass diese nicht an 6 Tagen in der Woche ausgeübt werden. Daher wird der jährliche Urlaubsanspruch abhängig von den Arbeitstagen pro Woche anteilig berechnet. Hierbei ist egal, wie viele Stunden der Mitarbeiter an den einzelnen Tagen arbeitet.

      Lesetipp für Sie: Unser Blog-Beitrag „Urlaub bei Minijobs: Hierauf kommt es an“ – http://t1p.de/Blogbeitrag-Urlaub-bei-Minijobs

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  33. Liebes Team,
    in dem Unternehmen, in dem ich einen Minijob habe, gibt es eine Urlaubssperre über Weihnachten und Neujahr. Ich bin davon ausgegangen, dass ich als Aushilfe davon nicht betroffen bin und habe nun Urlaub in der Zeit gebucht. Ich habe meinem Arbeitgeber bescheid gegeben, dass ich in dieser Zeit nicht verfügbar bin und er mich bitte nicht einteilen soll. Jetzt droht er mir mit kündigen, da ich innerhalb der Urlaubssperre nicht da bin. Da ich ja aber keinen Urlaub genommen habe, also auch nicht für diese Zeit bezahlt werde, wollte ich wissen ob dies überhaupt rechtmäßg ist.
    Wäre super wenn Ihr mir kurz helfen könntet.

    Mfg Michelle

    1. Hallo Michelle,

      die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs. In diesem Zusammenhang informieren wir zu allgemeinen Fragen zum Thema Arbeitsrecht. Wir bitten daher um Ihr Verständnis, dass wir Ihre konkrete Frage nicht beantworten können.

      Wir empfehlen Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden.
      Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  34. Liebes Team, letzten Monat habe ich beim Schulsport eine schwere Verletzungen erlitten, durch welche ich meinen Minijob für 4 Wochen nicht ausüben komnte. Jetzt habe ich für den Vergangen Monat, durch dieses Fehlen kein volles Gehalt bekommen..
    Meine Krankmeldung habe ich meinem Arbeitgeber rechtzeitig gegeben.
    Ich habe im Internet gelesen, dass trotz Krankheit (die ja nicht selbst verschuldet war, sondern ein Unfall) der Lohn ja eigentlich normal gezahlt werden sollte. Da ich mir nicht ganz sicher bin habe ich gehofft, dass sie mir da weiterhelfen könnten.
    Mfg Nicol

    1. Hallo Nicol,

      für Minijobber gilt der Grundsatz der Gleichbehandlung. So dürfen Minijobber nicht schlechter behandelt werden als vergleichbare vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer. Dies gilt im Arbeitsverhältnis für alle Maßnahmen und Vereinbarungen, die Ihr Arbeitgeber mit Ihnen als Minijobberin trifft.

      Wenn Sie krank sind muss Ihnen Ihr Arbeitgeber Ihren Lohn (Entgeltfortzahlung) für maximal 6 Wochen weiterzahlen. Sie haben Anspruch auf den Lohn, den Sie bekommenen hätten, wenn Sie nicht krank gewesen wären.

      Wichtiger Hinweis: Durch einen Tarifvertrag kann jedoch eine abweichende Bemessungsgrundlage des fortzuzahlenden Arbeitsentgelts im Fall der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall festgelegt werden.

      Abschließend empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden.
      Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      1. Hallo
        Mein Freund arbeitet seit 4 Jahre Vollzeit als Koch . Seit März 2020 ist er in Kurzarbeit er bekommt 60% vom sein Nettogehalt . Die Frage ist wenn er jetzt noch ein Minijob findet , wird es mit Kurzarbeitergeld angerechnet ? So wie ich gelesen habe wenn man in einen bestimmte Branche findet wird es nicht angerechnet stimmt das ? Danke im Voraus

        1. Hallo,

          in unserem Blog-Beitrag -Minijob neben Kurzarbeit in Zeiten von Corona- informieren wir ausführlich zu diesem Thema. https://t1p.de/Blogbeitrag-Minijob-neben-Kurzarbeit

          Kurzarbeitergeld ist eine Leistung, die von der Agentur für Arbeit ausgezahlt wird. Bei weiteren Fragen zur Anrechnung Ihres Verdienstes aus dem Minijob auf das Kurzarbeitergeld bitten wir Sie, sich an Ihre zuständige Agentur für Arbeit zu wenden.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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