Das Blog-Team der Minijob-Zentrale können Sie unter der Mailadresse Minijob-Blog@minijob-zentrale.de erreichen.

Für Beratung und Einzelfälle ist unser Service-Center zuständig – erreichbar Montag bis Freitag unter der Telefonnummer 0355 2902-70799.

667 Kommentare zu “Kontakt”

  1. Hallo!
    Ich bin zurzeit neben meinem Vollzeit Studium in einem 450-Euro Minijob eingestellt. Da das Arbeitspensum für die nächsten drei Monate steigt, werden meine Stunden aufgestockt (15 Stunden) und ich komme damit deutlich über die 450 Euro Grenze. Bin ich, wenn ich für diese 3 Monate meine Tätigkeit als kurzfristige Beschäftigung anmelde, immernoch familienmitversichert oder bin ich verpflichtet mich privat bei der Krankenkasse zu versichern?
    LG Jonas8.

    1. Hallo Jonas,

      pauschal können wir Ihre Frage nicht beantworten. War der höhere Arbeitsaufwand für den Arbeitgeber nicht vorhersehbar? Dann bleibt Ihr 450-Euro-Minijob unter Umständen bestehen, auch wenn Sie die Verdienstgrenze deutlich überschreiten.
      Ein gelegentliches unvorhersehbares Überschreiten der Verdienstgrenze führt nicht zur Beendigung des Minijob. Als gelegentlich galt bisher ein Zeitraum von bis zu 3 Monaten innerhalb der vergangenen 12 Monate. Aufgrund der Corona-Pandemie gilt für die Zeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 übergangsweise ein bis zu 5-maliges unvorhersehbares Überschreiten der Verdienstgrenze innerhalb der letzten 12 Monate als gelegentlich. Vielleicht interessiert Sie in diesem Zusammenhang auch unser Blogbeitrag “Mehrarbeit wegen Corona: 450-Euro-Grenze darf im Minijob überschritten werden” https://t1p.de/Blogbeitrag-Mehrarbeit-wegen-Corona
      Ein gelegentliches uns unvorhersehbares Überschreiten würde auch Ihren Familienversicherung nicht beenden. Hierzu bitten wir Sie jedoch, sich an Ihre zuständige Krankenkasse zu wenden.
      Ihren 450-Euro-Minijob für die 3 kommenden Monate in einen kurzfristigen Minijob umzumelden geht nicht. Da Sie bereits jetzt bei Ihrem Arbeitgeber beschäftigt sind und der kurzfristigen Minijob ohne Pause auf diese Beschäftigung folgt, ist von einem zusammenhängenden Beschäftigungsverhältnis auszugehen. Ein kurzfristiger Minijob liegt daher nicht vor.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  2. Liebes Blog-Team,

    ich bin Studentin und habe einen Minijob, mit dem ich weniger als 450€ verdiene. Deshalb möchte ich gern einen zweiten Minijob annehmen, um die 450€ voll auszuschöpfen. In meinem ersten Job betreue ich Kinder bei der Familie zu Hause und bekomme von meinem Arbeitgeber zusätzlich zum Stundenlohn eine Fahrtkostenerstattung von 0,25€ pro km. Dabei wird der doppelte Weg, also Hin- und Rückweg von mir zur Familie, berechnet.
    Nun frage ich mich, wieviel Geld ich in meinem zweiten Job verdienen darf, um unter der 450€-Grenze zu bleiben.
    Kann ich die Fahrtkostenerstattung komplett abziehen? Ich habe auch schon gelesen, dass nur der einfache Weg berechnet werden dürfe. Darf ich also nur die Häfte der Fahrtkostenerstattung abziehen?
    Ich hoffe, Sie können mir weiterhelfen.
    Viele Grüße

    1. Hallo Jana,

      Ihre Frage ist für uns schwer pauschal zu beantworten. Bei der Prüfung der Einhaltung der Verdienstgrenze im 450-Euro-Minijob ist nur vom Entgelt im sozialversicherungsrechtlichen Sinn auszugehen. Leistungen, welche Ihnen Ihr Arbeitgeber steuerfrei neben Ihrem Verdienst zahlt, werden nicht berücksichtigt. Ob es sich bei der von Ihnen beschriebenen Fahrkostenerstattung tatsächlich um einen steuerfreien Betrag handelt, können wir nicht beurteilen. Hierzu berät Sie Ihr Finanzamt.
      Sprechen Sie am besten mit Ihrem Arbeitgeber. Er kann Ihnen sicher Auskunft zu Ihrem sozialversicherungsrechtlichen Einkommen in dieser Beschäftigung geben. Die verbleibende Differenz zu 450 Euro können Sie dann in einem zweiten Minijob verdienen – vorausgesetzt, Sie haben parallel keine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  3. Ich arbeite als studentische Hilfskraft in Hessen und habe für das Jahr 2019 brutto 5641€ (monatlich 448€) verdient, was ja anscheinend über der Minijob-Grenze liegt – muss ich mein Gehalt nun versteuern bzw. was erwartet mich?

    Im aktuellen Jahr habe ich seit Februar 461,53€ verdient, da der Lohnprozentsatz für die SHKs angehoben worden ist. Ich versuche jetzt mit meiner Arbeitsstelle zu regeln, dass ich wieder unter die 450€ komme. Muss ich allerdings die Monate von Februar bis August versteuern? Bzw. erneut die Frage: was erwartet mich?

    1000 DANK!!!

    1. Hallo Helene,

      Ihre Frage können wir nicht abschließend beantworten, ohne alle Fakten zu Ihrem Beschäftigungsverhältnis zu kennen. Die sozialversicherungsrechtliche Beurteilung übernimmt daher in der Regel Ihr Arbeitgeber für Sie. Nur er kennt alle relevanten Kriterien.

      Grundsätzlich gilt für einen 450-Euro-Minijob Folgendes:
      Der Arbeitgeber beurteilt Ihre Beschäftigung jeweils zu Beginn und bei jeder dauerhaften Veränderung vorausschauend für den maximalen Zeitraum von 12 Monaten. Bei einer vertraglichen Erhöhung des Verdienstes handelt es sich beispielsweise um eine solche dauerhafte Veränderung. Ist der Minijobber in vollen 12 Monaten beschäftigt, ergibt sich eine Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro.
      Grundsätzlich muss man dann unterscheiden zwischen einem schwankendem Verdienst (ohne Überschreitung der Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro) und dem Überschreiten aus unvorhersehbaren Gründen (mit Überschreitung der Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro). Dabei ist zu beachten, dass die Jahresverdienstgrenze für eine in 12 Monaten ununterbrochen ausgeübte Beschäftigung gilt (12 x 450 Euro). Bestand die Beschäftigung nicht im gesamten Jahr, muss die Verdienstgrenze anteilig anhand der Monate reduziert werden.
      Hat der Arbeitnehmer einen schwankenden Lohn und überschreitet die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro nicht, ist die Anzahl der monatlichen Überschreitung nicht festgelegt. So dürfte der Minijobber zum Beispiel 8 Monate jeweils einen Verdienst von 500 Euro bekommen und in den anderen 4 Monate jeweils 350 Euro. Die Grenze von 5.400 Euro wird nicht überschritten und es bleibt bei einem Minijob.
      Daneben gibt es das gelegentliche Überschreiten aus unvorhersehbaren Gründen (zum Beispiel Krankheitsvertretung). Als gelegentlich galt bisher ein Zeitraum von bis zu 3 Monaten innerhalb des zurückliegenden Jahres. Aufgrund der Corona-Pandemie gilt für die Zeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 übergangsweise ein bis zu 5-maliges unvorhersehbares Überschreiten der Verdienstgrenze als gelegentlich. In diesem Fall darf auch die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro überschritten werden – der Minijob bleibt weiterhin bestehen.
      Weitere Informationen zur Verdienstgrenze finden Sie auf unserer Homepage: https://t1p.de/Minijob-Verdienstgrenze

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  4. Hallo,
    Ich habe einen 6-Monate Arbeitsvertrag mit 40h/Monat erhalten. Mit dem monatlichen Verdienst von 12€/h ist das Gehalt jedoch über der 450€-Grenze. Zählt die Anstellung dennoch als Minijob solange ich im Jahr unter 5400€ bleibe, obwohl das Überschreiten vorhersehbar geschieht?
    Kann unter diesen Umständen dann auch ein Antrag auf Befreiung von der Rentenversicherung gestellt werden?
    Mfg Benjamin

    1. Hallo Benjamin,

      die Jahresverdienstgrenze in Höhe von 5.400 Euro gilt für eine ununterbrochene Beschäftigung von 12 Monaten. Besteht die Beschäftigung nicht im gesamten Jahr, muss die Verdienstgrenze anteilig anhand der Monate reduziert werden. In Ihrem geschilderten Sachverhalt ergibt das eine anteilige Jahresverdienstgrenze in Höhe von 2.700 Euro (6 x 450 Euro). Überschreiten Sie diese Grenzen, handelt es sich nicht mehr um einen 450-Euro-Minijob.

      Neben dem 450-Euro-Minijob gibt es noch den sogenannten kurzfristigen Minijob. Kurzfristige Minijobs http://t1p.de/MJZE-kurzfristig-gewerbliche-Minijobs sind von vornherein auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt. Regulär sind das 3 Monate oder 70 Arbeitstage innerhalb eines Kalenderjahres. Aufgrund der Corona-Pandemie sind die Zeitgrenzen für kurzfristige Beschäftigungen übergangsweise neu geregelt worden. Für die Zeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 gelten die Zeitgrenzen von 5 Monaten oder 115 Arbeitstagen.

      Ein kurzfristiger Minijobber hat generell keine Verdienstbeschränkung. Nur, wenn er über 450 Euro monatlich verdient, müssen Arbeitgeber prüfen, ob der Beschäftigte berufsmäßig arbeitet. Berufsmäßigkeit https://t1p.de/MJZE-Pruefung-Berufsmaessigkeit bedeutet, die Beschäftigung ist für den Arbeitnehmer von übergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung. Er bestreitet mit dem Einkommen seinen Lebensunterhalt. Mit der „Entscheidungshilfe zur Prüfung der Berufsmäßigkeit“ https://t1p.de/MJZE-Entscheidungshilfe-Berufsmaessigkeit können Arbeitgeber den Status Ihres Arbeitnehmers schnell ermitteln.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  5. Hallo.
    Ich habe ein Minijob, habe im April den aktuell gültigen Dienstplan vereinbart, 2 mal die Woche Montags und Mittwochs zu arbeiten mündlich vereinbart.
    Heute Mittag (Dienstag) kam von meinem Chef die Nachricht, dass ich morgen (Mittwoch) bitte zu Hause bleiben soll, da “nichts los” sei.
    Kann ich §615 geltend machen, dass mir die entgangene Arbeitszeit nachträglich gutgeschrieben wird? Welche Voraussetzung müssen dafür erfüllt sein? Wie gehe ich am besten vor?

    1. Hallo Daniel,

      bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir an dieser Stelle keine umfassende rechtliche Beurteilung vornehmen können.

      Die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs. In diesem Zusammenhang informieren wir zu allgemeinen Fragen zum Thema Arbeitsrecht. Ausführliche Informationen zum Thema Arbeitsrecht erhalten Sie beim Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  6. An wen kann mann sich wenden, um die Erhöhung des Minijobs über die 450 Euro hinaus anzuregen? Es ist wirklich blöd, bei Erhöhung des Mindestlohns weniger Stunden arbeiten zu müssen. Diese Erhöhungen sollten konform mit dem erlaubten Verdienst gehen, z. B. auf 500 Euro.

    1. Hallo,

      Minijobs sind gesetzlich geregelt. Die rechtlichen Grundlagen, z. B. Verdienstgrenzen im Minijob, sind im Sozialgesetzbuch – Viertes Buch (SGB IV) verankert.

      Um die Entgeltgrenzen im Minijob anzuheben bedarf es einer gesetzlichen Regelung. Federführend ist hier das Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Wir empfehlen Ihnen daher, Ihre Anfrage an diese zuständige Behörde zu richten.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  7. Sehr geehrte Damen und Herren,
    Ich bin 20 Jahre alt und wohne seit 15.3.20 alleine, da meine Eltern nach HESSEN umgezogen sind. Zur Zeit mache ich eine Ausbildung als Kauffrau für Büromangement. Ich bin seit Februar 2020 bei Eiscafé als Minijob angemeldet, aber wahrend Corona Könnte ich bis Juni nicht dort arbeiten und jetzt verdiene ich auch nicht viel, da es sehr von Wetter abhängig ist. Ich besitze Auto, damit ich zur Arbeit und Berufsschule kommen kann. Leider reicht mir ganz knapp oder nicht immer mein Gehalt und Bab von der Stadt. Deshalb wollte ich fragen, ob ich irgendwelche kostenlose Zuschläge, Leistungen oder Prämie erhalten kann ( am besten ohne Zurückzahlung).  Wenn ja wie kann ich die Bekommen oder was soll ich dafür machen? Leider bin ich noch im 1. Ausbildungsjahr und wir haben keine Kurzarbeit.
    Mit freundlichen Grüßen

    1. Hallo Natali,

      neben einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung (Ausbildung) dürfen Sie genau einen 450-Euro-Minijob ausüben. Jeder weitere 450-Euro-Minijob wird sozialabgabenpflichtig und steuerpflichtig. Dabei ist es unrelevant, dass die Verdienste in Summe nicht über 450 Euro liegen.

      Neben dem 450-Euro-Minijob gibt es aber auch noch die sogenannte kurzfristige Beschäftigung. Der Verdienst aus einem 450-Euro-Minijob und einer kurzfristigen Beschäftigung werden nicht zusammengerechnet. Somit können Sie neben Ihrer Versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung, einen 450-Euro-Minijob und kurzfristige Beschäftigungen ausüben.

      Benötigen Sie Unterstützung zur Sicherung Ihres Lebensunterhalts, bitten wir Sie sich an die zuständigen Ämter zu wenden (z.B. Wohngeldstelle).

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  8. Hallo,ich möchte meinen Minijob kündigen,befinde mich aber noch in Elternzeit. Möchte wo anders einen Minijob annehmen,muss ich da irgendwas beachten? Kann ich die Elternzeit übernehmen in den neuen Job? Mfg Crissi

    1. Hallo Crissi,

      unabhängig von Ihrer Elternzeit, können Sie Ihren 450-Euro-Minijob unter Berücksichtigung der gesetzlichen Kündigungsfrist beenden und einen neuen 450-Euro-Minijob aufnehmen.

      Bei Fragen zu Ihrer Elternzeit bitten wir Sie, sich an Ihre zuständige Elterngeldstelle zu wenden.
      Bei arbeitsrechtlichen Fragen können Sie sich an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  9. Hallo! Ich habe einen soz.pfl. Arbeitsvertrag, derzeit in 50% Kurarbeit. Ich übe parallel dazu eine kurzfristige geringfügige Beschäftigung im Tourismus aus und möchte einen 450€-Job bei einem Lebensmittler aufnehmen. Kann beides parallel laufen oder muss einer der Nebenjobs versteuert werden? wenn, versteuert, wie? pauschal oder LstKl 6??

    1. Hallo Petra,

      eine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung, einen 450-Euro-Minijob und keinen kurzfristigen Minijob können Sie aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht parallel ausüben. Die Verdienste werden nicht addiert.
      Die Art der Versteuerung bestimmt im Minijob grundsätzlich der Arbeitgeber. Er kann hierbei sowohl im 450-Euro-Minijob, als auch im kurzfristigen Minijob wählen zwischen der Besteuerung nach den individuellen Lohnsteuermerkmalen des Arbeitnehmers (z. B. Steuerklasse 6) oder einer pauschalen Steuer in Höhe von 2 Prozent (450-Euro-Minijob) oder 25 Prozent (kurzfristiger Minijob). Bei der Entscheidung wird der Arbeitgeber aber immer Ihre individuelle Situation als Minijobber beachten, damit Ihnen keine Nachteile entstehen.
      Weitere Informationen zur Besteuerung von Minijobs finden Sie auch auf unserer Homepage: https://t1p.de/MJZE-Besteuerung-von-Minijobs
      Ob und wie sich ein weiterer Nebenjob ggf. auf Ihr Kurzarbeitergeld auswirkt erfahren Sie bei Ihrer zuständigen Agentur für Arbeit.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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