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Zuletzt aktualisiert am 3. Dezember 2020

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Grundrente: Was Minijobber wissen sollten!

Ab dem neuen Jahr 2021 gibt es die Grundrente. In unserem Beitrag erklären wir, was die Grundrente ist, wer Anspruch darauf hat und wie Minijobber davon profitieren können.

Die Grundrente ist ein Zuschlag zur Rente

Die Grundrente ist keine eigenständige Rente, sondern ein individueller Zuschlag. Dieser Zuschlag wird zusätzlich zur Rente durch die Rentenversicherung gezahlt. Durch die Grundrente sollen vor allem Menschen unterstützt werden, deren Rente nicht für eine ausreichende Absicherung im Alter genügt, obwohl sie jahrzehntelang gearbeitet und in die Rentenkasse eingezahlt haben.

Von der Grundrente können sowohl Personen, die bereits eine Rente erhalten (die sogenannten Bestandsrentner), aber auch zukünftige Bezieher einer Rente der gesetzlichen Rentenversicherung profitieren.

Pflichtbeiträge zur Rentenversicherung sind Voraussetzung für die Grundrente

Um eine Grundrente beziehen zu können, sind mindestens 33 Jahre mit Pflichtbeiträgen zur Rentenversicherung aus Beschäftigung, Kindererziehung oder Pflegetätigkeit erforderlich. Das sind sogenannte Grundrentenzeiten. Auch die Zeiten, in denen Minijobber eigene Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt haben, werden hinzugerechnet. Minijobber dürfen sich also nicht von der Versicherungspflicht zur Rentenversicherung befreien lassen, wenn die Arbeitszeit im Minijob zur Grundrentenzeit zählen soll.

Der Grundrentenzuschlag ist gestaffelt und wird erst mit Grundrentenzeiten ab 35 Jahren in voller Höhe von der Rentenkasse gezahlt. Rentnerinnen und Rentner, die mindestens 33 Jahre, aber weniger als 35 Jahre Grundrentenzeiten haben, erhalten den Zuschlag nicht in voller Höhe.

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So wirkt sich ein Minijob auf die Grundrente aus

Ein Minijob hat keinen Einfluss auf die Höhe der Grundrente. Für die Berechnung der Grundrente werden nur Zeiten mit einem Einkommen von mindestens 30 Prozent des bundesweiten Durchschnittsverdienstes aller Versicherten berücksichtigt. Im Jahr 2020 waren das 1.014 Euro im Monat. Da das Einkommen in einem Minijob deutlich unter diesem Wert liegt, wird die Minijob-Zeit bei der Berechnung der Grundrente nicht berücksichtigt.

Fazit: Dass Minijobber allein durch Minijobs eine Grundrente erhalten, ist nicht möglich, da die Zeiten des Minijobs selbst für die Berechnung des Grundrentenzuschlags nicht berücksichtigt werden. Jedoch kann der Minijob dazu beitragen, die geforderten 33 Jahre für den Anspruch auf die Grundrente zu erreichen. 

Die Grundrente wird automatisch ausgezahlt

Die Grundrente wird automatisch durch die Rentenversicherung geprüft und ausgezahlt. Eine Antragstellung – wie bei der Grundsicherung oder anderen Renten der gesetzlichen Rentenversicherung – ist nicht erforderlich. Die ersten Bescheide werden zunächst die Neurentner bekommen. Im Anschluss wird sukzessive geprüft, welche Bestandsrentner die Grundrente erhalten können.

Weitere Informationen und Rechenbeispiele zum Thema Grundrente finden Sie in der Broschüre „Grundrente: Fragen und Antworten“ der Deutschen Rentenversicherung.

Anmerkung: 
Liebe Leserinnen und Leser unseres Blogs, 
soweit es uns möglich ist, beantworten wir gerne alle Ihre Fragen. Mit unserem Beitrag „Grundrente: Was Minijobber wissen sollten!“ wollen wir Sie darüber informieren, wie sich ein rentenversicherungspflichtiger Minijob positiv bei der Grundrente auswirken kann. 
Unser Beitrag wird zum Anlass genommen, uns weitergehende Fragen zum Rentenrecht zu stellen. Diese können wir als Minijob-Zentrale nicht beantworten. Wir empfehlen Ihnen sich hierfür an Ihren zuständigen Rentenversicherungsträger zu wenden. Bei Fragen können Sie sich auch unter 0800 1000 4800 an das kostenlose Servicetelefon der Deutschen Rentenversicherung wenden oder die Internetseite der Deutschen Rentenversicherung besuchen.

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Regina H
Regina H
30 Tage zuvor

Hallo. Ich habe eine Teilzeitstelle mit ca. 900 Euro Brutto und eine geringfügige Beschäftigung mit Aufstockung der Rentenversicherung mit 180 Euro im Monat. Wird das für die Rentenzeit zusammen gerechnet? Dann hätte ich damit ja den Mindestverdienst. Zählt dann der Jahresdurchschnitt oder jeder Monat einzeln, da mein Gehalt je nach Arbeitstagen schwankt und ich dann jeden Monat genau darauf achten müsste.

Vielen Dank im Voraus für eine Antwot.

Wolfgang Wehowsky
Wolfgang Wehowsky
Reply to  Regina H
28 Tage zuvor

Hallo Regina,
wenn Sie neben Ihrer Teilzeitarbeit einen Mini-Job innehaben, die beide im selben Zeitraum liegen, werden die Entgelte als Mehrfachbeschäftigung zusammengerechnet. Voraussetzung ist aber, dass Ihr Mini-Job versicherungspflichtig in der RV ist.
In Ihrem Fall wären dies addiert dann 1.080 € Arbeitsentgelt. Genügt dies nun für eine Bewertung als Grundrente? Für 2020 und 2021 wäre das ausreichend , denn für jährlich 0,3 Entgeltpunkte benötigen Sie mindestens folgende monatlichen Entgelte: 2020 = 1.013,75 € und 2021: = 1.038,75 €.

Wolfgang Wehowsky
Wolfgang Wehowsky
Reply to  Wolfgang Wehowsky
28 Tage zuvor

Fast vergessen hätte ich, auf die Frage zu den schwankenden Entgelten einzugehen. Da die Meldungen ja meistens für ein Kalenderjahr erfolgen, wird es hier grundsätzlich auf den jährlichen Arbeitsverdienst ankommen.

Hans-Peter Fresdorf
Hans-Peter Fresdorf
Reply to  Regina H
28 Tage zuvor

Ich finde noch wichtiger als die Grundrentenbewertungszeiten die mindestens 33 Jahre Grundrentenzeiten zusammenzubekommen. Für viele ist Aufstockung in den beiden Grundsicherungssystemen (Jobcenter SGB II und Sozialamt SGB XII) nicht vermeidbar, auch nicht im Rentenalter und in einigen Fällen auch nicht dann, wenn aus der recht komplizierten Berechnung sich Grundrentenzuschläge ergeben sollten. Diese sind auch dann nicht immer bedarfsdeckend. Aber noch wichtiger ist, dass mit den mindestens 32 Pflichtbeitragsjahren (Grundrentenzeiten oder gleichgestellte Zeiten) FREIBETRÄGE in der Grundsicherung verbunden sind, die eigentlich schon seit 01 01 2021 gelten. Für Neurentner sollten sie schneller umgesetzt werden, denn die Berechnungen starten dann sofort mit dem Rentenantrag, für Bestandsrentner, die schon Rente beziehen, kann das frühestens ca. Juli 2021 losgehen und wird erst Ende 2022 für alle abgeschlossen sein. So die bisherigen offiziellen Aussagen der Deutschen Rentenversicherung. Zwar bin ich der Ansicht, der Rechtsanspruch auf die Freibeträge gilt jetzt schon und sollte auch eingefordert werden einschließlich Widerspruch und Klage, aber noch gibt es da keine Klarheit.

Hans-Peter Fresdorf
Hans-Peter Fresdorf
Reply to  Regina H
28 Tage zuvor

Nachtrag: Es muss richtig mindestens 33 Pflichtbeitragsjahre heißen. – Anspruch auf die neuen Freibeträge in der Grundsicherung besteht auch dann, wenn kein Grundrentenzuschlag zusteht oder gezahlt wird. Auf die Bewertung der Zeiten kommt es dabei nicht an. Zudem, wer will über 30 Jahre lang immer diese Bewertungswerte im Blick haben. Das hat man weder rückwirkend in der Hand noch zukünftig wirklich immer Einfluss darauf, wie sich alles entwickelt. Zu viele Unwägbarkeiten.

Regina H
Regina H
Reply to  Regina H
27 Tage zuvor

Prima, vielen Dank an Alle. Damit ist mir schon sehr geholfen, so brauche ich nicht jeden Monat nachrechnen, ob es knapp reicht.
Allen ein schönes Wochenende :-)

Hans-Peter Fresdorf
Hans-Peter Fresdorf
Reply to  Regina H
27 Tage zuvor

Ich erlaube mir mal zwei gezielte Zitate aus Veröffentlichungen der Plattform steuertipps.de: “Dieser Freibetrag gilt nach dem Grundrentengesetz für alle Altersrentner, die 33 Jahre an sogenannten Grundrentenzeiten nachweisen können. Dazu zählen Pflichtbeitragszeiten für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit, also auch eine Pflichtversicherung auf Antrag, Berücksichtigungszeiten (Kinderberücksichtigungszeiten bis zehn Jahre), Pflegeberücksichtigungszeiten, Kindererziehungszeiten, Wehrdienstzeiten, Zeiten der Pflege naher Angehöriger, soweit diese rentenversicherungspflichtig sind, Zeiten des Bezugs von Krankengeld und Zeiten des Bezugs von Insolvenzgeld.
Wer die geforderten 33 Jahre nachweisen kann, hat in den meisten Fällen Anspruch auf einen Rentenfreibetrag in Höhe von (maximal) 223,– €.
Zur Klarstellung: Einen Anspruch auf die Grundrente müssen die Betroffenen nicht haben. Sie müssen lediglich 33 Jahre an Grundrentenzeiten nachweisen. Wird dieser Nachweis geführt, gelten von einer Altersrente in Höhe von 500,– € brutto monatlich beispielsweise nur 280,– € als anrechenbar. Folge: Der Grundsicherungsanspruch steigt um 220,– €.” (Auszug aus Beitrag vom 10.01.21 06:34 Uhr) … – und noch ein Zitat: “Grundrentenzeiten sind doppelt wichtig: Wer mindestens 33, besser aber noch 35 Jahre nachweisen kann, hat gegebenenfalls Anspruch auf den geplanten Zuschuss zur Rente, der Grundrente genannt wird. Wer 33 Jahre nachweisen kann, hat bei der Grundsicherung im Alter Anspruch auf den Freibetrag von bis zu 220,– €. Letzteres gilt auch im – wahrscheinlich seltenen – Fall, dass jemand 33 Jahre mit einem rentenversicherungspflichtigen Minijob nachweisen kann.
Nun zum zweiten Begriff: Grundrentenbewertungszeiten. Das sind alle Zeiten, in denen Versicherte mindestens 30 % des Durchschnittsentgelts aller Rentenversicherten bezogen haben. Dazu gehören Minijobs niemals. Dafür ist der Verdienst zu gering.
Das bedeutet im – wie gesagt unwahrscheinlichen – Fall, dass jemand 33 Jahre mit einem rentenversicherungspflichtigen Minijob nachweisen kann: In diesem Fall sind keine Grundrentenbewertungszeiten auf dem Rentenkonto. Also gibt es künftig auch keinen Zuschlag zur Rente – wohl aber den Freibetrag bei der Grundsicherung im Alter.” (Beitrag vom 03.10.20 06:57 Uhr) Gruß an alle HP Fresdorf

Hedwig Linzner
Hedwig Linzner
2 Monate zuvor

Sehr geehrte Damen und Herren, die Frauen die nicht arbeiten konnten wegen Kindererziehung und keine Familienmittglieder zur Unterstützung hatten, und die Kindergarten Öffnungszeiten unmöglich waren ( 8.00 bis 11.30 14.00 bis 16.00) war die Möglichkeit zu arbeiten nicht gegeben .So kommen auch keine 33 beziehungsweise 35 Jahre zusammen. die gehen dann leer aus super

HP Markus Fresdorf
HP Markus Fresdorf
Reply to  Hedwig Linzner
2 Monate zuvor

In der DDR haben praktisch alle oder die allermeisten Frauen trotzdem gearbeitet und die Kindereinrichtungen sind dort in den neuen Ländern immer noch besser aufgestellt als im sogenannten Altbundesgebiet. Außerdem geht es nicht nur um Beitragsjahre, sondern noch um eine ganze Reihe weiterer Faktoren. Das gehört hier zwar eigentlich nicht her, darf aber mal angemerkt werden. Die Gesetzgebenden haben auch, wenn man es verfolgt hätte, wüsste man es, nie vorgehabt, den Abstand zwischen Leuten mit ganz ärmlichen Kontoinhalten und sehr wenig Eigenbeiträgen und denen, die eben relativ viel selbst beigetragen und “geleistet” haben, einzuebnen. Genau das ist eben nicht der Fall. Man wollte aus der Grundrente nicht eine Art bedingungsloses Grundeinkommen oder Sozialhilfe 2.0 machen. Ob man das gut findet oder nicht, sei dahingestellt, bleibt jedem überlassen. Dieses Zwischending ist also nur ein weiteres sehr kompliziertes Extra im ganzen System der Sozialen Sicherung und hat mit den völlig anderen Rentenmodellen in den Niederlanden, Österreich usw. nichts zu tun. Wichtiger als die Grundrentenzuschläge sind vielleicht die neuen Freibeträge, die eingeführt werden sollen. Das könnte bedeuten, dass Grundsicherungsbeziehende im Alter und bei Erwerbsminderung künftig von den Ergebnissen selbst mit finanzierter gesetzlicher Renten endlich auch mehr über behalten werden. Dies wird von Sozialverbänden seit vielen Jahren gefordert, ebenso wie eine Anhebung, deutliche Anhebung der Regelbedarfe. Von Corona-Zuschlägen ganz zu schweigen, die gab es bisher für Grundsicherungsbeziehende in SGB II (ALG II, H IV) und SGB XII (im Alter und bei EM) noch nicht, nicht einen müden Cent hat man da locker gemacht in 2020.

I. Morweiser
I. Morweiser
2 Monate zuvor

Also wenn Minijob und geringere jahrelange TZ-Einkünfte nicht zu diese Durchschnittseinkommen gehören – wie das wohl bei vielen Frauen der Fall sein wird – kann man davon ausgehen, dass die armen auch arm bleiben und die, die ihren Lebensunterhalt absichern können, etwas dazu bekommen. Soviel zu diesem SYSTEM !!!

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  I. Morweiser
2 Monate zuvor

Guten Tag,

auch mit einem Minijob können rentenrechtliche Wartezeiten gesammelt werden. Das ist immer dann der Fall, wenn Minijobber eigene Rentenbeiträge zum Pauschalbetrag des Arbeitgeber zahlen.
Ein rentenversicherungspflichtiger Minijob oder eine Teilzeitbeschäftigung mit einem Brutto-Verdienst von mehr als 450 Euro zählen daher als Pflichtbeitragszeiten in der Rentenversicherung.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Hans-Peter Fresdorf
Hans-Peter Fresdorf
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
2 Monate zuvor

Richtig. Ich denke auch, so wie es nach heutigem Informationsstand aussieht, werden wohl einige durch das Raster fallen, aber das ist dann auch (ob man das gut findet oder nicht) beabsichtigt. Auch heute ist es ja so, dass bei den Sozialämtern Menschen, die hilfebedürftig sind und bestimmte Voraussetzungen nicht erfüllen, keinen Anspruch auf Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem 4. Kapitel des Sozialgesetzbuchs XII haben. Wahrscheinlich sind dies sehr wenige Restfälle. Für diese gibt es auch heute noch die eigentliche Sozialhilfe, auch nachdem ab 01 01 2003 zunächst über ein gesondertes Grundsicherungsgesetz die Grundsicherung im Alter eingeführt wurde, weiß man durch verschiedene Studien, dass immer noch sehr viele alte Menschen im Rentenalter die Sozialämter (egal, ob nun für sie Grundsicherung oder Sozialhilfe in Betracht käme) gar nicht aufsuchen, nicht in Anspruch nehmen, keinen Antrag stellen, weil sie den Gang dorthin und das Striptease beim Sozialamt scheuen, die Hürden einfach zu hoch sind. Das ist ja mit ein Grund dafür, dass der Grundrentenzuschlag jetzt diese Hürde nehmen und umgehen soll, und automatisch berechnet werden soll. Abgesehen von einer angeblichen Verwaltungsvereinfachung. Man sieht aber, dass die Rententräger auch sehr durch den Mehraufwand auf ihrer Seite belastet werden, wohl deutlich mehr als anfangs gedacht. Es ist nach alledem, was man verschiedentlich an Überlegungen und Berechnungen an Hand von Beispielfällen hört und liest, damit zu rechnen, dass trotz Grundrentenzuschlag einzelne Betroffene auch noch Grundsicherungsberechtigte sein werden, also zusätzlich dennoch zum Sozialamt gehen müssen oder könnten, wenn sie nicht doch wieder die Schwellenangst davon abhält. Eigentlich sollte schon das Gesetz, welches zum 1. Januar 2003 in Kraft trat, den Sozialhilfeberechtigten den Gang zum Sozialamt erleichtern und ihn niedrigschwellig gestalten. Diese Hoffnung hat sich nicht erfüllt. Es ist nach meiner Kenntnis statistisch belegbar und wissenschaftlich erwiesen.

Hans-Peter Fresdorf
Hans-Peter Fresdorf
Reply to  I. Morweiser
2 Monate zuvor

Wer überhaupt so gut wie nie beitragspflichtig gearbeitet hat oder auch nicht freiwillig vesichert war und sich wie man es von manchen Selbständigen hörte, die freiwilligen Rentenbeiträge und sogar zum Teil auch die Krankenversicherungsbeiträge vermieden bzw. eingespart hat (Krankenversicherungspflicht allgemein gibt es erst seit wenigen Jahren in Deutschland, anders als in einigen anderen europäischen Ländern, jetzt gibt es da wohl kaum noch Lücken), der hat natürlich gewolltermaßen keine Ansprüche auf Grundrentenzuschlag zu erwarten. – Wer aber sowieso gut versorgt ist durch eine vergleichsweise hohe oder sogar eine sehr hohe Rente und weitere Renten und andere Einkommensarten / Alterseinkünfte / Kapitalerträge / Mieteinnahmen und sonstige denkbare Bezüge, der wird auch keinen Grundsicherungszuschlag zu erwarten haben. – Von daher finde ich I. Morweiser’s Einwände nicht so ganz. Die Zielrichtung von Morweiser’s Aussagen geht von den falschen Voraussetzungen aus. – Superreiche werden nicht reicher gemacht. Superarme nicht ärmer. Eine mittlere Gruppe wird besser und mehr unterstützt und insbesondere auch werden diejenigen ein wenig “belohnt”, die mehr an Eigenvorsorge gedacht und mehr dafür getan haben, in die solidarischen Systeme Eigenleistung zu Gunsten der Versichertengemeinschaft einzubringen. Steuern zahlen ja letztlich sowieso anteilig irgendwie alle und aus Steuern werden Sozialhilfeleistungen weithin gedeckt. Wen man alles wie genau in die Sozialversicherungssysteme in Deutschland einbezieht, die Frage bleibt weiter umstritten auch in Zukunft. Einbeziehung von Beamten, Selbständigen wird immer wieder diskutiert. Es gibt ein Für und Wider und verschiedene Meinungen. Auf der anderen Seite gibt es Möglichkeiten, gab es zumindest auch in zurückliegenden Jahrzehnten Biografien, die weitgehend ohne Beitragszahlungen auskamen, die Solidarbeiträge und Eigenvorsorge weitgehend vermeiden konnten. Das kann man auch unterschiedlich bewerten. Diese Personengruppe fällt nicht ins Bodenlose, steht aber mit am schlechtesten da im System der Sozialen Sicherung mit dem Sammel- und Auffangbecken für die Restposten in der Sozialhilfe. Ich finde allerdings, dass es müßig wäre, hier den Einzelfall oder auch ganze Personengruppen moralisch bewerten zu wollen. Klar ist aber, dass “Leistung” besser bewertet, höher geachtet und “belohnt” werden soll. Da darf man sich nichts vormachen. Das entspricht eben der gegenwärtigen Leistungsgesellschaft und Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung. Und die Politik trägt dem immer wieder Rechnung.

Behnke
Behnke
Reply to  Hans-Peter Fresdorf
2 Monate zuvor

Es würde mich interessieren wie Sie darauf kommen, dass Selbständige keine Krankenversicherungsbeiträge gezahlt haben oder nicht für das Alter vorgesorgt haben? Ich bin Unternehmensberaterin und keiner meiner Mandanten ist jemals auf die Idee gekommen keine Krankenversicherung zu zahlen. Auch nicht in Zeiten wo es noch nicht Pflicht war. Dies betrifft auch die Altersvorsorge. Und gesehen hat man dies gerade jetzt in der Coronakrise, wo viele davon betroffene Selbständige von der Bundesregierung an die JobCenter verwiesen wurden und dort keine Leistung erhielten, mit der Begründung sie hätten zuviel Altersvorsorge betrieben und müssten diese erst einmal – bis zur Vermögensgrenze aufbrauchen bevor sie ALG II erhalten. Sie sollten ihre Quellen besser überprüfen bevor Sie hier eine Berufsgruppe pauschal deffamieren.

Hans-Peter Fresdorf
Hans-Peter Fresdorf
Reply to  Behnke
2 Monate zuvor

Moin Frau Behnke, leider reden Sie die Wirklichkeit ein wenig schön. Der Begriff Selbständig ist ja nun auch ein relativ unbestimmter. Er könnte Freie Berufe mitumfassen, die ja teilweise ganz eigenständige Versorgungswerke haben. Ich war in meinen “aktiven” Zeiten im Medizinbereich tätig und kenne es daher beispielsweise von den akademischen Heilberufen. Auch für die Krankenkassen habe ich jahrelang gearbeitet. Daher weiß ich, dass sogenannte Selbständige teilweise sehr wohl kräftig gespart haben an Kranken- und Rentenversicherung. Beispiel: Der Tankwart, der freiwillig bei einer sozialen Krankenversicherungsträgerin (Krankenkasse, Ersatzkasse) versichert war, sich jahrzehntelang den höheren allgemeinen Beitrag statt des ermäßigten Beitrags ohne Anspruch auf Krankengeld gegönnt hatte, dann auf einmal einen Antrag auf höherwertige Versicherung mit Krankengeld stellt. Das sah natürlich die Krankenkasse nicht so gern, unter uns gesprochen. Ein anderes Phänomen belegt diese über die Jahrzehnte in den Medien immer wieder berichteten Einzelfälle von Selbständigen ohne Versicherungsschutz: Nach der Einführung der Versicherungspflicht (die einige andere europäische Länder schon lange vor uns hier in Deutschland kannten, hatten und noch haben, nicht nur in der EU, auch in der Schweiz zum Beispiel) haben etliche Leute ordentliche Beitragsnachzahlungsforderungen von den Krankenkassen bekommen für zurückliegende Zeiten. Aufnehmen muss sie ja der Träger, bei dem sie irgendwann einmal, und sei es vor vielen Jahrzehnten, schon einmal versichert waren, entweder in der GKV (gesetzliche, soziale KV) oder in der PKV (private KV). In der Nazizeit um 1939 wurde eine Handwerkerversicherung im RV-Bereich eingeführt, was ja auch viele Selbständige betrifft. Hier schillert es natürlich, denn nicht jeder Betrieb kann als Rechtsform des Einzelkaufmanns oder einer GbR oder dergleichen daherkommen. Es gibt OHG, GmbH mit angestelltem Geschäftsführer und Gesellschaftern als Kapitaleignern usw. Die Vielfalt ist groß. Aber es gibt eben auch den Kioskinhaber oder Trinkhallenbetreiber, der nahezu rund um die Uhr arbeitet, fast ganz allein alles macht, an den Versicherungen so lange wie es ging gespart hat und dann entweder arbeiten muss, bis er tot umfällt oder eben als “erwerbsgeminderte” und “alte” Person dann schlimmstenfalls noch nicht einmal GRUNDICHERUNG (geschweige denn Grundrentenzuschlag durch Grundrentenzeiten) bekommt, sondern auf die immer noch als Auffangbecken für die restlichen speziellen Fälle existierende allgemeine Sozialhilfe nach SGB XII verwiesen und angewiesen ist. Diese Klassierung ist politisch auch so gewollt. Und genau das wollte ich zum Ausdruck bringen. Sozialdienste der Krankenhäuser können auch ein Lied davon singen, wie viele Möglichkeiten und welche Fallgestaltungen es bei der Suche nach einem Kostenträger für nicht versicherte Personen geben kann. Dafür gibt es zum Beispiel am Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf (UKE) ein fettes Handbuch. Es gibt natürlich noch heute viele Sonderfälle wie Asylbewerber und -berechtigte, Geflüchtete mit verschiedenem Status, Sozialhilfeberechtigte, Wohnungslose eingeschlossen, Menschen mit illegalem Aufenthalt, die aber dennoch aufhältlich und anwesend und ggf. auch hilfebedürftig sind, die sogenannten “Sans papiers”, Menschen ohne Versicherung usw. Aber die Zahl derer ohne Versicherung war vor Einführung der allgemeinen Versichersicherungspflicht eben größer. Erinnert sei als Stichwort nur noch die Behandlungsstelle Gesundheitszentrum für Obdachlose in Berlin in der Pflugstraße in Mitte. (Zu finden auch unter: Jenny de la Torre Stiftung.)

Hans-Peter Fresdorf
Hans-Peter Fresdorf
Reply to  Behnke
2 Monate zuvor

Liebe Frau Behnke, die Altersvorsorge ist ja bei der Grundsicherung für Arbeitsuchende / sogenanntes Hartz IV / Sozialgesetzbuch II / Arbeitslosengeld II und bei der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem Kapitel 4 des SGB XII und auch in der allgemeinen Sozialhilfe nach SGB XII geschützt. Da kommt es sicherlich darauf an, in welcher Form man Beiträge zahlt, verfügen kann über Guthaben und Erträge und welche genauen Konditionen man vereinbart oder abgeschlossen hat. Nicht jede Geldanlage oder jedes Rücklage- oder Sparguthaben kann man einfach als Altersvorsorge deklarieren, um es zu “retten”. Dafür gibt es bestimmte Kriterien, womit ich mich aber im Detail nicht auskenne. – Ganz allgemein kommt auch noch hinzu, dass die Jobcenter und Sozialämter das sogenannte Schonvermögen belassen müssen. Ein bestimmter Betrag pro Lebensjahr gilt dabei als angemessene Rücklage für das Alter. – Ich denke mal, dass dieses Schonvermögen und geschützte Altersvorsorgeformen nicht angegriffen und aufgebraucht werden müssen, auch nicht in der CORONA-Situation. – Behinderte Menschen klagen allerdings auch nach dem schrittweise in Kraft gesetzten Bundesteilhabegesetz darüber, dass sie kaum angemessenes Vermögen ansparen dürfen, weil sie es durch ihre Angewiesenheit auf Leistungen der Teilhabe einschließlich der Eingliederungshilfe (die erst seit Anfang 2020 von dem SGB XII in das SGB IX – ursprünglich als Rehabilitationsrecht bezeichnet – überführt wurde) und die dort geltenden Regelungen für die Anrechnung von Einkommen, Vermögen etc. Der bekannte selbst betroffene Experte Raul Krauthausen machte darauf auch wiederholt aufmerksam und fordert meines Erachtens nach auch weitere Verbesserungen.

Hans-Peter Fresdorf
Hans-Peter Fresdorf
Reply to  Behnke
2 Monate zuvor

Noch ein kurzer Nachtrag zum Verständis: Schonvermögen kann nur entstehen durch das, was bei Eintritt der Hilfebedürftigkeit in der Sozialhilfe oder Grundsicherung schon vorhanden ist. Danach kann kein Schonvermögen mehr neu entstehen und darf nicht mehr angespart werden. Alles muss praktisch eingesetzt, ausgegeben und verbraucht werden. Im Warenkorb der Regelbedarfsätze sind lächerlich kleine Beträge pro Monat für die Waschmaschine einkalkuliert oder “eingepreist” (unter 2 EUR). Nur als Beispiel.

Karl-Heinz Kohlhas
Karl-Heinz Kohlhas
2 Monate zuvor

Hallo,

Ich bin Geschieden war aber während unserer Ehe weitergehend Alleinverdiener. Natürlich hat meine ex Frau wenige Jahre zu Beginn unsere Ehe mitgearbeitet. Dann hat Sie sich wenn ich die paar Jahre Pflegeleistung an ihren Eltern mal Ausklammere sämtlichen Renten Versicherungsmäßigen bis zum Ende unserer Ehe verweigert. Nun erhalte ich neben der Gesetzlichen Rente auch eine Betriebsrente. Bei der Scheidung Die ist nun neu Verheiratet und lebt in Spanien der Versorgungsausgleich festgesetzt. Sie erhält rund 43 % aus beiden Renten von mir. Ich denke diese 43 % teilen sich auf ungefähr die Hälfte aus 43 % aus der Betriebsrente und die andere Hälfte aus der Gesetzlichen Rentenversicherung. Da ich ja aus der Ferne keinen Einblick habe wie Sie und ihr neuer Ehemann von der Trennung bis hin zur Scheidung ihren Lebensunterhalt bewältigt haben denn beide waren auch lange Jahre ich habe wegen meiner Situation nach der Trennung lange Dauerhaft getrennt gelebt diese beiden von Hartz vier gelebt. Soweit wie mir bekannt ist hat Sie wohl aufgrund ihres Gesundheitszustand schon vor dem eigentlichen Rentenalter entsprechende Rente bekommen. Was dass in Bezug zu Hartz vier für einen Einfluss hatte das weiß ich nicht. Jetzt wäre es mal Interessant zu Erfahren ob ex Frau aus der Gesetzlichen Rentenversicherung heraus auch in diese Grundsicherung fallen würde. Ich nenne nun mal meine Derzeitige nach Versorgungsausgleich die Brutto und die Nettorente die ich nach Scheidung derzeit erhalte. Die Höhe der Brutto Rente beträgt nun 1.025,39 € Ich bin auch unter anderen Durch eine Krebserkrankung zu 90 % Schwerbehindert. Als Nettorente erhalte ich 2020 genau 915,68 € Da die Betriebsrente auch Netto fast Netto genauso Hoch liegt bin ich bisher noch jedes Jahr Einkommenspflichtig gewesen. dieses Jahr bezogen auf 2019 gut 100 € mehr wie bezogen auf 2018. Also Sie sehen, dass ich von der Rentenerhöhung im Juli bezogen auf die Gesetzlichen Rente bedingt durch die Betriebsrente nichts habe. Also aufs Jahr 2018 musste ich in etwa um rund 365 € abführen und dieses Jahr 479 € trotz Freibetrag Hinzu kommen noch die Kosten für den Lohnsteuer Hilfe Verein. Hat Sie nun durch die Erhöhung der oder Einführung der neuerlichen Grundrente auch da wieder Vorteile und mehr Rente oder nicht ? Ja und wirkt das sich auch auf den Versorgungsausgleich aus ?

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Karl-Heinz Kohlhas
2 Monate zuvor

Hallo Karl-Heinz,

wir bitten um Verständnis, dass wir Sie hierzu nicht beraten können. Ggf. kann Ihr zuständiger Rentenversicherungsträger Ihre Fragen beantworten.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Christine Heuß
Christine Heuß
2 Monate zuvor

Guten Morgen, ich meinte, dass ich erstmal Anspruch auf meine eigene Grundrente hätte bei 35 Jahren Anrechnungszeiten, (momentan 640,-€) und dann natürlich die Witwenrente gekürzt wird. Freibetrag ca. 840,-€ /Ost und ca.870,-€/ West. Alles, was darüber liegt, wird zu 40% gekürzt. Schließlich hat man doch Anspruch auf die eigene Rente, bevor man eine Hinterbliebenenrente bekommt. Darum meine Frage, ob die Hinterbliebenenrente womöglich schon als Einkommen gilt, damit die eigene Rente garnicht erst von der Grundrente profitieren kann. Vielen Dank für Ihr Feedback. Liebe Grüße von Christine Heuß

Hans-Peter Markus Fresdorf
Hans-Peter Markus Fresdorf
Reply to  Christine Heuß
2 Monate zuvor

Anrechnungszeiten ist definitiv der falsche Begriff und irreführend. Siehe Anmerkung unten. Das sind Fragen, meine ich, die wahrscheinlich schon in den FAQ und diversen Textbeiträgen auf der DRV-Internetseite geklärt werden können und außerdem gibt es von der DRV eine Broschüre zur Grundrente. Vorrangfragen wegen der Witwenrente sind hier ja zweitrangig, solange nicht klar ist, ob es überhaupt in Frage kommt, ob man zum berechtigten Personenkreis für den Anspruch auf Grundrentenzuschlag hat durch die Anzahl der Beitragsjahre (und evtl. gleichgestellte Zeiten). Zudem ist die Berechnung sehr komplex. Es darf im Schnitt nicht zu viel und nicht zu wenig verdient worden sein. Es wird auch prozentual dann eventuell gekürzt. Auch ist die Höhe von der Anzahl der zählenden Beitragsjahre abhängig (33 oder 35 und höher).

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Christine Heuß
2 Monate zuvor

Hallo Christine,

bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Sie in dieser Frage nicht beraten können. Wir empfehlen Ihnen stattdessen, sich an Ihren zuständigen Rentenversicherungsträger zu wenden.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Anonym
Anonym
2 Monate zuvor

Guten Morgen frage da ich ja eine Erwerbsminderungs Rente bekomme von 1300 habe ich da auch ein recht auf grundrente. LG. Vronie

Hans-Peter Fresdorf
Hans-Peter Fresdorf
Reply to  Anonym
2 Monate zuvor

Anonymous, das war ja wohl nicht ernst gemeint? Wenn die Rente schon oberhalb der Grundsicherung für eine Einzelperson liegt, ohne irgendwelche Freibeträge und Mehrbedarfe gerechnet, dann scheidet ja wohl automatisch auch schon fast bisher jeder Grundsicherungsanspruch aus. Und zwar sowohl bei SGB II als auch SGB XII (Jobcenter, Sozialamt). Und innerhalb des Rentensystem selbst scheidet sowieso jeder Anspruch auf Grundrentenzuschlag aus, denn da geht es ja um deutlich niedrigere Grenzen (unter 900 EU), wobei man jetzt natürlich auch nochmal auf Brutto und Netto bei der gesetzlichen Rente achten müsste.

Maureen Werdelmann
Maureen Werdelmann
2 Monate zuvor

Erhält man eine Grundrente bei Erwerbsminderung Rente?

Anonym
Anonym
Reply to  Maureen Werdelmann
2 Monate zuvor

Bekomme ich auch Grundrente,wenn ich nur eine Erwerbsminderung Rente erhalte?

Christine Heuß
Christine Heuß
Reply to  Maureen Werdelmann
2 Monate zuvor

Wenn die Erwerbsminderungsrente höher als die Grundrente ist, wird man keinen Anspruch mehr haben. Es geht ja um die Menschen, die nur eine kl. Rente unter ca. 900,-€ haben. Es kommt also auf die Höhe der Erwerbsminderungsrente an, und ob die Anrechnungszeiten von mindestens. 33, besser 35 Jahren erfüllt sind. LG Frau Heuß

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Maureen Werdelmann
2 Monate zuvor

Hallo Maureen, Anonymous und Christine,

ob ein Anspruch in diesem Fall besteht, hängt unter anderem vom individuellen Versicherungsverlauf ab. Wir empfehlen an dieser Stelle eine Auskunft- und Beratungsstelle des zuständigen Rentenversicherungsträger aufzusuchen.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Martina Kietz
Martina Kietz
2 Monate zuvor

Ich bekomme zu meiner EU- Rente noch eine kleine Betriebsrente von 83,32 Euro. Wir sie zur Grundrente angerechnet?

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Martina Kietz
2 Monate zuvor

Hallo Martina,

hierzu berät Sie Ihr zuständiger Rentenversicherungsträger

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Hans-Peter Fresdorf
Hans-Peter Fresdorf
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
2 Monate zuvor

Ich nehme an, der Rententräger kennt nicht die Betriebsrenten. Das Finanzamt allerdings kennt alle Renten dieser Art und über das Finanzamt erfährt es dann wohl spätestens künftig auch die Rententrägerin der gesetzlichen Rente, wenn nicht jetzt schon. Beim rentenrechtlichen Hinzuverdienst zur laufenden Rente (EM-Rente, alte BU-/EU-Renten, vorgezogene Altersrenten, Witwer-/Witwen- und ggf. andere Hinterbliebenenrenten etc. wird meines Erachtens nach nicht nach Betriebs- oder privaten oder staatlich geförderten privaten Renten gefragt, sondern nur nach Einkommen aus Erwerbstätigkeit, Land- und Forstwirtschaft, Selbständigkeit etc. Ganz sicher bin ich aber nicht. Die Fragebögen bei der Einkommensprüfung sind teilweise sehr umfangreich und berücksichtigen viele Fälle, auch solche, die wahrscheinlich sehr selten zutreffen. Krankengeld ist z.B. bei manchen Betriebsrenten ein Kürzungsgrund, nicht aber für die gesetzliche Rente, denn wenn Krankengeld auf dem Einkommen aus dem Hinzuverdienst herrührt, stammt, berechnet wird, dann kann es ja nur niedriger sein als dieser Nettohinzuverdienst selbst.

Christine Heuß
Christine Heuß
2 Monate zuvor

Bin Witwe, Altersrentnerin, habe 35 Jahre Anrechnungszeiten. Wird erst die Grundrente ausgerechnet, und dann die Witwenrente gekürzt, oder gilt die Witwenrente als Einkommen? Eigentlich hat sie ja Versorgungscharakter und wird bei Bedürftigkeit gezahlt. Oder steht mir keine Grundrente zu, weil ich schon Witwenrente beziehe?
640,-€ Rente + 830,-€ Witwenrente erhalte ich momentan. Mit frdl. Grüßen Christine Heuß

Anonym
Anonym
Reply to  Christine Heuß
2 Monate zuvor

Ich glaube kaum das du bei einem monatlichen Einkommen von 640+830= 1470 € noch Grundrente bekommst !! Es gibt dort auch eine Einkommensgrenze ……
MfG

Hans-Peter Markus Fresdorf
Hans-Peter Markus Fresdorf
Reply to  Christine Heuß
2 Monate zuvor

Anrechnungszeiten sind begrifflich genau festgelegt im Rentenrecht. Die haben eine besondere Funktion und sind nicht identisch mit Beitragsjahren, um die es hier eigentlich allein geht. Was genau an rentenrechtlichen Zeiten zählt bei der Ermittlung der sogenannten Grundrente, ist auf der Website der DRV nachzulesen. Vermutlich steht dort auch etwas Näheres zum Umgang mit Witwenrenten, auch, ob deren Berechnung nachrangig ist oder nicht.

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Christine Heuß
2 Monate zuvor

Hallo Christine,

mit dieser Frage sollten Sie sich an Ihren zuständigen Rentenversicherungsträger wenden. Er kennt Ihr Rentenkonto und berät Sie individuell.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Juergen H
Juergen H
2 Monate zuvor

Hallo,es ist so,das man in den Genuss der Grundrente kommen kann,wenn man Rente eingezahlt hat,die Rente dann aber trotzdem zu niedrig ist.Man geht davon aus,das man monatlich immer nur ca. 30% vom Bundesverdienst Durchschnitt verdient hat,aktuell sind das 1014,- €/Monat ,siehe Infos am Anfang des Blogs

Elli C.
Elli C.
2 Monate zuvor

Ich habe meinen Job verloren, mir fehlen 15 Monate bis ich die 45 Jahre voll habe, reicht es wenn ich einen Minijob annehme für 15 Monate, ich habe gehört das ein Minijob nicht voll angerechnet wird
MfG E. C.

Wolfgang Wehowsky
Wolfgang Wehowsky
Reply to  Elli C.
2 Monate zuvor

Hallo Elli,

wenn Dein Minijob versicherungspflichtig ist, zahlst Du Pflichtbeiträge, die bei der Wartezeit von 45 Jahren für eine Altersrente besonders langjährig Versicherter angerechnet werden. Dies ist ein Vorteil für Menschen in Arbeitslosigkeit, bei denen selbst ein Leistungsbezug wegen Arbeitslosigkeit in den letzten 2 Jahren vor dem Rentenbeginn nicht zu dieser Wartezeit zählt.

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Elli C.
2 Monate zuvor

Hallo Elli,

ein 450-Euro-Minijob ist für Sie als Arbeitnehmerin dem Grunde nach versicherungspflichtig in der Rentenversicherung. Sie können sich auf Antrag von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen. Stellen Sie keinen Befreiungsantrag, zahlen Sie auch als Minijobberin eigene Rentenbeiträge. Bei einem Minijob im gewerblichen Bereich sind das 3,6 Prozent von Ihrem Verdienst. Durch diesen Eigenanteil sichern Sie sich einige Vorteile. Unter anderem sammeln Sie so wichtige rentenrechtliche Zeiten – die sogenannten Wartezeiten. Somit können Sie mit einem 450-Euro-Minijob die fehlenden 15 Monate sichern.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Clali
Clali
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
2 Monate zuvor

Hallo,
kann ich bei einer TZ-Beschäftigung plus zukünftigem Minijob den Antrag auf Befreiung der Rentenversicherungspflicht stellen oder hat das irgendwelche Folgen bzw. Nachteile für mich? Denn ich zahle ja schon bei meiner Hauptanstellung.
Ist mein erster Minijob und deshalb kenne ich mich noch nicht so gut aus.

Mit freundlichen Grüßen
clali

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Clali
2 Monate zuvor

Hallo Clali,

grundsätzlich ist es natürlich richtig, dass Sie bereits durch Ihre Hauptbeschäftigung in die Rentenversicherung einzahlen und sich somit Zeiten zur Rentenversicherung sichern.

Die Frage nach dem Vor- oder Nachteil eines eigenen Rentenversicherungsbeitrages im Minijob lässt sich nur sehr schwer pauschal beantworten. Zu unterschiedlich sind die persönlichen Voraussetzungen und Maßstäbe, mit welchen ein Beschäftigter Vor- und Nachteile abwägt.
Wir empfehlen Ihnen daher, vor ihrer endgültigen Entscheidung eine Beratung bei ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger vornehmen zu lassen.
Nur dieser kennt alle wichtigen individuell Faktoren zum Rentenbezug und kann Ihnen anhand einer Beispielrechnung sagen, was eine freiwillige Zahlung von Rentenversicherungsbeiträgen für ihre Rente bewirken kann.
Anhand dessen lässt sich die Entscheidung sicher leichter treffen.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Hans-Peter Markus Fresdorf
Hans-Peter Markus Fresdorf
2 Monate zuvor

Hallo Mitwirkende des Teams, ich habe über 37 Beitragsjahre und beziehe aufstockend zur Altersrente für schwerbehinderte Menschen (das ist eine Form der vorgezogenen Altersrenten mit Abschlag, sonst hätte ich die volle EM-Rente auf Dauer weiter erhalten) und dem rentenrechtlichen Hinzuverdienst auf Minijob-Level Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem 4. Kapitel des Sozialgesetzbuchs XII. Die offiziellen Informationen der Deutschen Rentenversicherung besagen, dass frühestens Mitte 2021 begonnen werden soll, bei Bestandsrentnern die Berechnung und Bescheiderteilung für den betroffenen Personenkreis, der eventuell Grundrentenzuschlag bekommen wird, durchzuführen. Fertig sein will man mit diesen Überprüfungen und Bescheiden erst Ende 2022! – Wie werden denn nun im gesamten Bundesgebiet mit den ca. 16 oder 17 Bundesländern die Grundsicherungsämter (Sozialämter) oder auch die sogenannten Gemeinschaftseinrichtungen unter dem Titel Jobcenter und die Optionsgemeinden (Jobcenter in Eigenregie der Kommunen) mit dieser Situation umgehen? Wenn man den Zuschlag erhält, dann doch ggf. rückwirkend für bis zu zwei Jahre und das Einkommen wäre fiktiv eventuell schon ab 01 01 2021 anzurechnen. Auf Nachfrage bei meinem zuständigen Hamburger Sozialamt im Stadtteil hat das Sozialamt noch keinen Plan. Man lässt uns im Regen stehen mit dieser Unsicherheit und macht keinerlei konkrete Aussagen oder gar Zusagen.

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Hans-Peter Markus Fresdorf
2 Monate zuvor

Hallo Hans-Peter,

mit unserem Blog-Beitrag informierten wir, inwiefern sich ein rentenversicherungspflichtiger Minijob positiv bei der Grundrente auswirken kann. Weitergehende Fragen zum Rentenrecht und zur Einkommensanrechnung können wir als Minijob-Zentrale nicht beantworten.
Informationen zum Grundrentenfreibetrag finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.
https://www.bmas.de/DE/Schwerpunkte/Grundrente/Fragen-und-Antworten-Grundrentenfreibetraege/faq-grundrentenfreibetraege.html
Auch die Deutsche Rentenversicherung kann Fragen zum persönlichen Anspruch und zur individuellen Höhe des Grundrentenzuschlags im Moment noch nicht beantworten. Dafür informiert die Deutsche Rentenversicherung umfassend zum Thema Grundrente auf Ihrer Internetseite.
https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Rente/Grundrente/grundrente_node.html;jsessionid=504714AB21E8A2D78876DEC1B2FF85FC.delivery1-1-replication
Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Hans-Peter Fresdorf
Hans-Peter Fresdorf
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
2 Monate zuvor

Merci. Sehr guter Link zum BMAS. Auch wenn auch dort noch viele Fragen im Detail offen bleiben. Beispielsweise heißt es am Schluss, der Bürger müsse den Nachweis über die Grundrentenzeiten bzw. seine Anspruchsberechtigung auf Grundrentenzuschlag dem Sozialamt nachweisen. Wie soll das denn gehen, wenn die DRV selbst noch gar nichts sagen kann und immerfort verlautbart, dass sie erst Ende 2022 fertig sein will mit den Berechnungen und Bescheiderteilungen (an Bestandsrentner). Lehnt die Grundsicherung also ab, den Freibetrag zu gewähren, dann steht man auf dem Schlauch! Und das schlimmstenfalls 2 Jahre lang. Dann könnte eine fette Nachzahlung kommen, rückwirkend, aber dann könnte auch wieder ein Verrechnungsproblem mit dem Sozialamt und in meinem Fall auch noch mit dem Insolvenzverwalter/Treuhänder anstehen. Sehr viel Ungewissheit, Unsicherheit, fehlende Planungssicherheit … Nochmal zu dem Nachweisverfahren: Schon seit 01 01 2018 gilt grundsätzlich bei allen Renten ein Freibetrag, wenn eigene Beiträge geleistet wurden. Aus den Bescheiden der DRV ist aber nicht ersichtlich, ob der Versicherte im Laufe seiner Versicherungslaufbahn freiwillige Beiträge in irgendeiner Form geleistet hat, wie viele und wie lange. In diesen Fällen teilt die DRV auf Anfrage dem Jobcenter oder dem Sozialamt diese Daten mit, nicht jedoch dem Versicherten selbst. Hier ist es also genau umgekehrt: Die Sozialbehörden müssen tätig werden und sich darum kümmern, den Nachweis vom Rententräger der gesetzlichen Rente zu bekommen. Der Versicherte selbst hat darauf gar keinen Einfluss. Wird die Sozialbehörde nicht tätig in seinem Fall, muss er notfalls Widerspruch einlegen, wenn seinem diesbezüglichen Antrag nicht entsprochen wird und notfalls gegen eine weitere Ablehnung im Widerspruchsbescheid vor dem Sozialgericht klagen. Weil ja der Rententräger grundsätzlich nur dem Sozialamt oder Jobcenter auf Antrag/Anforderung antworten soll und muss, nicht aber dem Versicherte, dem antragstellenden Bürger selbst. Extrem kompliziert und irgendwie auch widersprüchlich, finde ich. Übrigens findet sich die Information zu diesen sehr speziellen Besonderheiten auch nur recht versteckt und verwinkelt nach eingehender (sprich zeitraubender) Recherche.

Gabi Daubenthaler
Gabi Daubenthaler
2 Monate zuvor

Hallo, wie ist es wenn man sich beim Minijob vom Eigenanteil der Rentenversicherung hat befreien lassen. Kann man das nochmal ändern oder geht da nichts mehr?
Danke, Grüßle Gabi

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Gabi Daubenthaler
2 Monate zuvor

Hallo Gabi,

handelt es sich um eine Beschäftigung, welche nach dem 31. Dezember 2012 begonnen hat?
In diesem Fall gilt Ihre Befreiung von der Rentenversicherungspflicht für die gesamte Dauer der Beschäftigung und kann nicht widerrufen werden.
Die Befreiung endet erst, wenn auch Ihr Minijob beendet wird oder mindestens für einen Monat Versicherungspflicht in dieser Beschäftigung besteht.
Nehmen Sie nach dem Ende Ihres jetzigen Minijobs eine neue Beschäftigung bei einem anderen Arbeitgeber auf, liegt in dieser Beschäftigung grundsätzlich wieder Rentenversicherungspflicht ab Beginn vor.
Beginnen Sie bei Ihrem jetzigen Arbeitgeber erneut einen Minijob (ohne dazwischen beim gleichen Arbeitgeber sozialversicherungspflichtig beschäftigt gewesen zu sein), verliert der Befreiungsantrag erst dann seine Gültigkeit, zwischen dem Ende der alten Beschäftigung und dem Beginn der erneuten Beschäftigung mindestens ein Zeitraum von zwei Monaten liegt. Anderenfalls ist von einem einheitlichen Beschäftigungsverhältnis auszugehen.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Anonym
Anonym
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
2 Monate zuvor

Danke für die Info

Hetke, Bettina
Hetke, Bettina
2 Monate zuvor

Hat ein Mini Jobber Anspruch auf bezahlten Urlaub? Wenn ja, wieviel.
Danke im voraus und bleiben Sie gesund ?

Anonym
Anonym
Reply to  Hetke, Bettina
2 Monate zuvor

Ja, natürlich. Schauen Sie auf der Webseite der Minijobzentrale. Ich hatte 5 Tage bezahlen Urlaub im Jahr

Kerstin Gladow
Kerstin Gladow
Reply to  Anonym
2 Monate zuvor

5 Tage nur? Ich hab bei einer 6 Tagewoche 24 Tage bezahlten Urlaub im Jahr

Ute
Ute
Reply to  Anonym
2 Monate zuvor

Habe 18 Tage im jahr

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Ute
2 Monate zuvor

Hallo Bettina, Kerstin, Ute und Anonymous,

für Minijobber gilt der Grundsatz der Gleichbehandlung. So dürfen Minijobber nicht schlechter behandelt werden als vergleichbare vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer. Auch Minijobber haben also einen Anspruch auf bezahlten Urlaub.
Das Bundesurlaubsgesetz gesteht jedem Arbeitnehmer in Deutschland mindestens 24 Werktage bezahlten Urlaub im Jahr zu. Sehen Tarif-oder Arbeitsverträge einen längeren Urlaubsanspruch vor, gilt auch dieser entsprechend für den Minijobber. Einen Anspruch auf 24 Werktage im Jahr haben Beschäftigte, die an sechs Tagen in der Woche arbeiten. Gewöhnlich gilt aber beispielsweise für die meisten Minijobs, dass diese nicht an 6 Tagen in der Woche ausgeübt werden. Daher wird der jährliche Urlaubsanspruch abhängig von den Arbeitstagen pro Woche anteilig berechnet. Hierbei ist egal, wie viele Stunden der Mitarbeiter an den einzelnen Tagen arbeitet. Bei der individuellen Berechnung hilft Ihnen sicher unser “Urlaubsrechner für Minijobber”: http://t1p.de/MJZE-Urlaubsrechner
Lesetipp: Welche Voraussetzungen für den Urlaubsanspruch genau gelten, erläutern wir in unserem Blog-Beitrag “Urlaub bei Minijobs: Hierauf kommt es an”: http://t1p.de/Blogbeitrag-Urlaub-bei-Minijobs

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Angelika Schäfer
Angelika Schäfer
Reply to  Hetke, Bettina
2 Monate zuvor

Ich arbeite seit 13 Jahren in einer Bäckerei ca.12 Std .die Woche und habe noch nie Urlaubsgeld bekommen…Bin jetzt seit März in voller Altersrente …Bin aber noch im Arbeitsverhätnis…Hätte ich eine Chance das Urlaubsgeld der letzten 7 Jahren eizuklagen??? Freue mich über eine Rückmeldung…D A N K E!!!

Frau B.
Frau B.
Reply to  Angelika Schäfer
2 Monate zuvor

Urlaubsgeld ist eine freiwillig Zahlung des Arbeitgebers.

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Frau B.
2 Monate zuvor

Hallo und guten Tag Frau B.,

Urlaubsgeld ist eine freiwillige Zusatzleistung des Arbeitgebers, wie Sie bereits geantwortet haben.

Urlaubsentgelt hingegen ist eine Lohnfortzahlung während des gesetzlich zustehenden Erholungsurlaubs, der im Bundesurlaubsgesetz für alle Arbeitnehmer und somit auch für Minijobber geregelt ist.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Angelika Schäfer
2 Monate zuvor

Hallo Angelika,

diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden. Das Arbeitsrecht ist ein Individualrecht und von einzelnen Faktoren abhängig.
Wir empfehlen Ihnen daher, sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zu wenden. Dieses erreichen Sie im Internet auf http://www.bmas.de/Arbeitsrecht und telefonisch montags bis donnerstags von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Frau Probst
Frau Probst
3 Monate zuvor

Hallo zählen bei den 33 Jahren, auch die Jahre der Erwerbsunfähigkeit hinein? Ich habe ja auch weiter in die Rentenversicherung eingezahlt?

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Frau Probst
2 Monate zuvor

Hallo Frau Probst,

hierzu berät Sie Ihr zuständiger Rentenversicherungsträger.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Angelika Hendrich
Angelika Hendrich
3 Monate zuvor

Ich hätte gerne gewusst, ob der Versorgungsausgleich, den ich bei meiner Scheidung erhalten habe mit in die Berechnung zur Grundrente einfließt. Lieben Dank

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Angelika Hendrich
2 Monate zuvor

Hallo Angelika,

auch Sie bitten wir, sich mit Ihrer Frage an den zuständigen Rentenversicherungsträger zu wenden.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Renate Baars
Renate Baars
3 Monate zuvor

Ich habe eine kleine Rente und habe 5 Kinder! Zählt die Mütterrente jetzt zur Grundrente dazu?

Wolfgang Wehowsky
Wolfgang Wehowsky
Reply to  Renate Baars
2 Monate zuvor

Versorgungsausgleichszeiten sind keine Pflichtbeiträge und werden deshalb bei der Grundrente nicht berücksichtigt.

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Renate Baars
2 Monate zuvor

Hallo Renate,

wir bitten Sie, sich mit dieser Frage an Ihren zuständigen Rentenversicherungsträger zu wenden.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Monika Magard
Monika Magard
3 Monate zuvor

Ich hab die Jahre die ich für die Grundrente brauche. Wie sieht es damit aus wenn man verheiratet ist und der Mann seine Rente hat? ?

Wolfgang Wehowsky
Wolfgang Wehowsky
Reply to  Monika Magard
2 Monate zuvor

Hallo Monika, Deine Frage zielt wohl auf die Einkommensanrechnung. Auf den bei Dir eventuell ermittelten Grundrentenzuschlag werden sowohl Deine Rente als auch die Rente Deines Mannes angerechnet. Dabei kannst Du einen Freibetrag in Höhe von 1.950 für Verheiratete in Anspruch nehmen.Wenn ihr beide etwas mehr verdient, bekommt Du den darüber liegenden Teil des Einkommens zu 60 Prozent auf die Grundrente angerechnet. Oberhalb von 2.300 Euro ist es damit aber vorbei. Dann erfolgt die Anrechnung in Höhe von 100%.

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Monika Magard
2 Monate zuvor

Hallo Monika,

am besten lassen Sie sich hierzu von Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger beraten. Er kennt Ihr Rentenkonto und kann Ihnen so individuell Auskunft geben.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

christine
christine
3 Monate zuvor

Ich finde die Informationen auch sehr interessant, habe jedoch eine Frage. Ich bekomme eine Erwerbsunfähigkeitsrente und darf 450 Euro Minijob dazu verdienen, das Geld brauche ich dringend. Letzte Woche musste ich erfahren, dass der Minijob wegen Corona dauerhaft auf die Hälfte gekürzt wird. Darf das der Arbeitgeber? Ich habe einen Schwerbehindertenausweis GdB 50. Welche Rechte habe ich? Christine W.

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  christine
3 Monate zuvor

Hallo Christiane,

bei der Frage, ob Ihr Arbeitgeber Ihre Arbeitszeit im Minijob und damit auch Ihren Verdienst kürzen darf, handelt es sich um einen arbeitsrechtlichen Sachverhalt.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir an dieser Stelle keine umfassende rechtliche Beurteilung vornehmen können. Die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs. In diesem Zusammenhang informieren wir zu allgemeinen Fragen zum Thema Arbeitsrecht. Allgemeine Informationen zu diesem Thema finden Sie auf unserer Homepage. Ausführliche Informationen zum Thema Arbeitsrecht erhalten Sie bei dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales, im Internet auf http://www.bmas.de/Arbeitsrecht und telefonisch unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Wolfgang Müller
Wolfgang Müller
3 Monate zuvor

DANKE für Ihre hilfreichen Beiträge. Vielleicht ist es ja mal möglich, die Zusammenhänge zwischen Altersrente u. zusätzlicher Witwenrente und der geplanten Grundrente aufzulisten. Hierzu habe ich bisher wenig Hilfreiches gefunden. ALLES GUTE und bleiben Sie gesund ! Wolfgang Müller aus Warendorf

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Wolfgang Müller
3 Monate zuvor

Hallo Wolfgang,

vielen Dank für Ihr positives Feedback und Ihren Themenvorschlag. Es freut uns sehr, das Ihnen unsere Blogbeiträge gefallen.

Auch Ihnen wünschen wir alles Gute und Gesundheit!

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Anonym
Anonym
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
2 Monate zuvor

Schade , das Sie nicht auf das Verhältnis von Altersrente und Witwerrente zur Grundrente eingegangen sind Interessant ist in diesem Zusammenhang (Altersrente vers. Witwenrente ) zur Gestaltung eines Minijob . Auf jeden fall sollte man in dieser Situation auf die Versicherungsfreiheit verzichten . Denn die Zahlung des Minijobs wird auf die Witwenrente als Reinkommen angerechnet . Beim Verzicht auf die Versicherungsfreiheit bleiben zumindest 40% des Minijob-Einkommen anrechnungsfrei .

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Anonym
2 Monate zuvor

Hallo,

bei aktuellen Beschäftigungen besteht eine Versicherungspflicht im Minijob dem Grunde nach. Ob eine Befreiung sinnvoll ist oder nicht ist von der individuellen Situation des Versicherten abhängig. Deshalb empfehlen wir vor der Befreiung die Beratung durch den zuständigen Rentenversicherungsträger. Tatsächlich werden bei rentenversicherungspflichtigen Minijobs, vom “Brutto” 40% Pauschalbeitragssatz abgezogen, wenn der Freibetrag überschritten wird. Vielleicht interessiert Sie auch unser Blogbeitrag “Hinterbliebenenrente neben Altersvollrente: Wie Minijobber profitieren!”: https://blog.minijob-zentrale.de/hinterbliebenenrente-neben-altersvollrente-wie-minijobber-profitieren/

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale