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Urlaub bei Minijobs: Hierauf kommt es an

Ostern, Pfingsten und Fronleichnam – eine Gelegenheit sich in den kurzen Arbeitswochen mit wenigen Urlaubstagen einen längeren Erholungsurlaub zu gönnen. Ergänzend zu unserem Blogbeitrag “Minijob: Urlaub berechnen leicht gemacht“, folgen hier weitere wichtige Informationen rund um den Urlaubs-Anspruch bei Minijobs.

Dauer des Urlaubs:

Gesetzlich ist der Mindesturlaubsanspruch auf 24 Werktage festgelegt. Unter Werktagen versteht man alle Kalendertage ausgenommen die Sonn- und Feiertage. Ist im Arbeitsvertrag nicht von Werktagen, sondern von Arbeitstagen die Rede, handelt es sich um eine Fünf-Tage-Arbeitswoche. Bei einer anderen Verteilung der wöchentlichen Arbeitszeit als auf sechs Tage pro Woche vermindert sich der Urlaubsanspruch entsprechend. Verbleibt bei der Berechnung ein Bruchteil, der mindestens einen halben Urlaubstag ergibt, wird er auf einen vollen Urlaubstag aufgerundet.

Hinweis: Beantragt ein Beschäftigter einen Urlaubstag für einen Arbeitseinsatz, der in einen neuen Kalendertag hineinreicht (z.B. Nachtschicht), wird dieser als ein Tag gewertet.

Berechnung des anteiligen Urlaubsanspruchs:

Arbeitet ein Beschäftigter an weniger als sechs Tagen pro Woche, wird der persönliche Urlaubsanspruch wie folgt berechnet:

Individuelle Arbeitstage pro Woche x 24 : 6 (übliche Arbeitstage Montag bis Samstag) = Urlaubstage

Hinweis: Bei der Berechnung des individuellen Urlaubsanspruchs ist nur relevant, an wie vielen Tagen der Beschäftigte in der Woche arbeitet und nicht wie viele Stunden er an den einzelnen Tagen leistet:

Wartezeit:

Der volle Urlaubsanspruch ergibt sich grundsätzlich erst nach einer Wartezeit von sechs Monaten.

Teilurlaub:

Besteht das Arbeitsverhältnis noch keine sechs Monate, hat der Beschäftigte einen Anspruch auf 1/12 des Jahresurlaubs für jeden vollen Monat der Beschäftigung. Näheres hierzu regelt § 5 des Bundesurlaubgesetzes

Urlaub an Sonn- und gesetzlichen Feiertagen:

Hat der Beschäftigte (z.B. Schichtarbeiter) an Sonn- und Feiertagen nicht frei, sondern ist nach seinem Dienst- oder Schichtplan zur Arbeitsleistung verpflichtet, sind diese Tage urlaubsrechtlich wie normale Werktage zu behandeln.

Zeitpunkt des Urlaubs:

Der Arbeitgeber hat die Urlaubswünsche seines Beschäftigten zu berücksichtigen. Es sei denn, er kann dringende betriebliche Belange oder soziale Gesichtspunkte anführen, um dem Urlaubswunsch zu widersprechen.

Übertragbarkeit des Urlaubs:

Der Urlaub muss im laufenden Kalenderjahr bewilligt und genommen werden. Ist dies dem Beschäftigten aus betrieblichen oder persönlichen Gründen nicht möglich, gibt es eine gesetzlich festgelegte Frist. Demnach steht es dem Beschäftigten zu, seinen Resturlaub aus dem Vorjahr bis zum 31. März des Folgejahres zu beanspruchen.

Urlaubsabgeltung:

Kann der Beschäftigte seinen Urlaubsanspruch wegen der Beendigung seines  Arbeitsvertrages nicht realisieren, steht ihm eine Abgeltung des Resturlaubs zu.
Die Abgeltungshöhe richtet sich nach der Berechnung des Urlaubsentgelts.

Lesen Sie auch unser Merkblatt zum Arbeitsrecht.

Infos zum Anspruch auf Urlaub bei Minijobs haben wir auch in unserer Videoreihe „Minijob? – Wir antworten“ zusammengefasst:

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=Y_Pnh9HqB74&w=560&h=315]

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Caro
Caro
1 Monat zuvor

Hallo zusammen,

ich habe seit 01.02.2021 einen Minijob ,arbeite montags und donnerstags 8-12 Uhr.
Da ich meine 8 Tage Urlaubsanspruch einreichen/planen soll,habe ich dies nun getan.
5 Tage im Juni2021 und der Rest später verteilt.
Nun steht mir der volle Anspruch erst nach 6 Monaten Betriebszugehörigkeit zu.
Zumindest 4 Tage sind doch im Juni möglich (Februar-Juni = 5 Monate)?
Da ich mich mit meiner Kollegin sowieso abstimmen sollte,musste ich das so tun,sonst kollidieren wir.
Kann mir das dennoch verwehrt werden ,4 Tage im Juni zu bekommen ?
Bin gespannt auf Ihre Antwort…

Lani
Lani
1 Monat zuvor

Hallo zusammen. Durch die Corona Situation wurde mein Minijob, den ich seit dem 1.8.20 habe (1 mal die Woche), seit November 2020 pausiert. Urlaub habe ich noch nicht genommen oder bezahlt bekommen. Steht mir Urlaub während dieser “Pause” dennoch zu oder werden nur die tatsächlich gearbeiteten Monate berechnet?
Herzlichen Dank für die Rückmeldung

Kati
Kati
1 Monat zuvor

Hallo zusammen. Werde ab Mai wieder bisschen anfangen zu arbeiten. Beziehe bis November 2021 noch Elterngeld plus u bin somit bei 450€ minijob. Meine Zeiten sind an zwei Tagen je 4 std. Allerdings ist das ein befristetes Arbeitsverhältnis bis 31.09.21. Meine Frage: habe ich auch Anrecht auf Urlaubstage?

Torsten Hanke
Torsten Hanke
2 Monate zuvor

Ich bekomme eine volle Erwerbsminderungsrente und arbeite auf 450,00 Euro Basis in einem kleinen Betrieb. Nun hat sich mein Chef mal meine Stunden angeschaut und festgestellt, das ich angeblich ca. 200 Minusstunden habe. Ich habe dass mal nachgerechnet und dabei festgestellt, das mein Urlaub nicht berechnet wurde. Nachdem ich meinen Chef darauf angesprochen habe, teilte er mir mit dass er meine Urlaubstage in die Tage eingetragen hätte an denen ich sowieso frei hatte und für die Zeit während Corona. Aber die Stunden dafür hat er nicht berechnet. Mir stehen laut Berechnung 12,5 Tage pro Jahr an Urlaub zu, außerdem bin ich zu 60% Schwerbehindert. Aus diesem Grunde kommt er auf Minusstunden. Meine Frage lautet nun: Ist dass Rechtmäßig und mit wieviel Stunden wird ein Urlaubstag berechnet. Ich arbeite drei Tage die Woche mit jeweils 4 Stunden pro Tag. Wenn ich dass was ich an Aussagen im Internet zu Rate ziehe und danach die Stunden berechne, habe ich keine Minusstunden, im Gegenteil. Da ich aber nirgends eine verbindliche Aussage finde, wende ich mich nun an diesen Blog, vielleicht kann man mir hier helfen. Vielen Dank im Voraus für die Mühe.

Rosemarie Baumann
Rosemarie Baumann
3 Monate zuvor

Bin Rentnerin und habe einen Mini Job . Der Vertrag lautet MO und DO 13 bis 18 Uhr .Da es für Chef besser ist gehe ich jetzt MO DI MI DO je 2,5 Stunden arbeiten . Wenn er es für nötig hält komme ich eine ganze Woche gar nicht ich nenne es Zwangs Urlaub . Jetzt kommen noch Betriebsferien dazu so das für mich kein geplanter Urlaub statt finden kann. Was ich nicht richtig finde . Kann mir jemand helfen ob ich das falsch sehe. ? Es kann ja nicht sein das ich nur flexibel bin nichts mehr planen kann.

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Rosemarie Baumann
3 Monate zuvor

Hallo Rosemarie,

bei der Urlaubsplanung sind die Wünsche des Arbeitnehmers grundsätzlich zu berücksichtigen, soweit dem dringende betriebliche Belange nicht entgegenstehen. Grundsätzlich sollen Arbeitnehmer ihren Urlaub eigeninitiativ planen können.
Arbeitgeber dürfen zwar unter bestimmten Voraussetzungen Urlaubstage für den Beschäftigten festlegen – ähnlich der Betriebsferien in manchen Firmen – nach der bisherigen Rechtsprechung muss jedoch noch ein Teil des Jahresurlaubs für die Arbeitnehmer frei verplanbar bleiben. Sie dürfen als Arbeitgeber nicht den gesamten Urlaub der Beschäftigten verplanen.

Abschließend empfehlen wir Ihnen, sich mit arbeitsrechtlichen Fragen an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zu wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Sabine
Sabine
3 Monate zuvor

Hallo liebes Team,

ich habe einen Minijob auf 450 Euro Basis seit März 2020 an 3 Tagen die Woche.

Mein Urlaubsanspruch beträgt 18 Tage plus 3 Tage aufgrund GdB70.

Da die Beschäftigung länger als 6 Monate besteht, also voller Urlaubsanspruch.

Meine Chefin macht das aber nicht, streicht mir 5 Urlaubstage und verstößt somit gegen zwei Gesetze.

Jetzt läuft es, auch aus vielen anderen Gründen auf eine Kündigung meinerseits hinaus.

Meine Frage: was für rechtliche Möglichkeiten habe ich, bzw. an wen kann ich mich wenden?

Vielen Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Sabine

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Sabine
3 Monate zuvor

Hallo Sabine,

die Regelung der Urlaubstage und der Urlaubsgewährung im Arbeitsverhältnis richtet sich grundsätzlich nach den Vorschriften des Bundesurlaubsgesetzes (BUrlG).

Wir empfehlen Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer konkreten arbeitsrechtlichen Frage zur weiteren Beratung an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Barbara M.
Barbara M.
4 Monate zuvor

Hallo liebes Team der Minijob-Zentrale,

toll, dass es diese Seite mit so vielen Informationen überhaupt gibt. Meine Frage wurde leider noch nicht gestellt, oder ich habe sie nicht finden können.

Seit dem 01.10.2020 habe ich einen Minijob (450 Euro) – ich arbeite an 2 Tagen in der Woche jeweils 3,5 Stunden. Urlaubsanspruch der Festangestellten ist mit 30 Tage im Jahr vereinbart. Wie viel Urlaubsanspruch hätte ich noch für dieses Jahr?? Wir müssen bis zum Jahresende alle unseren Urlaub genommen haben.

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Barbara M.
4 Monate zuvor

Hallo Barbara,

wir gehen davon aus, dass Sie ebenfalls einen arbeitsvertraglichen Urlaubsanspruch, wie bei einer Vollzeitbeschäftigung ( 5 Tage Woche) von 30 Tagen Jahresurlaub, haben. Dann würde Ihnen grundsätzlich bei einer 2 Tage Woche einen Jahresurlaubsanspruch von 12 Tagen im Jahr zustehen. Und bei 3 Arbeitsmonaten besteht ein Urlaubsanspruch von 3 Tagen.

Hinsichtlich der Urlaubsplanung empfehlen wir Ihnen, ein Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber zu führen.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Anne - Katrin Melzer
Anne - Katrin Melzer
4 Monate zuvor

Hallo, ich habe 2 Fragen. Ich arbeite seit Oktober an 2 Tagen die Woche auf 450€ Basis. Laut Vertrag bekomme ich 12 Tage Urlaub im Jahr. Nun meine Frage : Ist es richtig das ich dieses Jahr einen Urlaubsanspruch von 3 Tagen habe oder steht dieser mir erst nach 6 Monaten zu?
Ich arbeite immer mittwochs und freitags.
Muss ich den Urlaub an einem Mittwoch oder Freitag nehmen oder kann ich diesen auch montags und dienstags nehmen? ( z. B. für den 28. und 28.12.)
Vielen Dank.
Freundliche Grüße
A. Melzer

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Anne - Katrin Melzer
4 Monate zuvor

Hallo Anne-Katrin,

als Arbeitnehmerin haben Sie einen gesetzlichen Grundanspruch auf mindestens vier Wochen bezahlten Urlaub im Kalenderjahr.
Grundsätzlich darf ein Arbeitnehmer, welcher schon längere Zeit im Unternehmen beschäftigt ist, diesen vollen Urlaubsanspruch – in Abhängigkeit der betrieblichen Belange – auch bereits zu Beginn des Kalenderjahres voll ausschöpfen. Wird die Beschäftigung jedoch neu aufgenommenen, sieht das Bundesurlaubsgesetz eine Wartezeit von 6 Monaten vor. Hier heißt es “Der volle Urlaubsanspruch wird erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses erworben”. Volle vier Wochen bezahlten Urlaub können Sie also erst nach 6-monatigem Bestehen des Beschäftigungsverhältnisses beanspruchen. Bis zur Erfüllung der Wartezeit haben Sie lediglich Anspruch auf 1/12 des vollen Jahresurlaubsanspruchs pro Monat.
Nehmen müssen Sie die Urlaubstage natürlich nur an solchen Tagen, an denen Sie sonst regulär arbeiten müssen. Haben Sie an einem Tag ohnehin frei, muss hierfür kein Urlaubstag genommen werden.
Abschließend empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Sandra
Sandra
5 Monate zuvor

Guten Tag,
ich habe im September einen Minijob begonnen und für dieses Jahr noch 4 Urlaubstage. Ich arbeite immer dienstags und donnerstags für je 3 Stunden von 9-12 Uhr.
Dieses Jahr fallen sowohl Weihnachten, als auch Silvester auf Dienstag bzw. Donnerstag. Diese sind ja nur “halbe Feiertage”.
Muss ich, da ich ja auch nur vormittags arbeite, für jeden Tag einen vollen Urlaubstag nehmen, oder gelten sie trotzdem als halbe Urlaubstage für mich, obwohl ich ja nur vormittags arbeite?
Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Ann
Ann
5 Monate zuvor

Hallo, seit 1. Juli übe ich meinen Minijob bei einem neuen Arbeitgeber aus… nun teilte mir der Arbeitgeber auf Anfrage mit, dass ich erst nach 6 Monaten Anspruch habe. Dann ist das Jahr 2020 vorbei… wie verhält sich das genau? Müsste ich für 2020 Urlaub vergütet bekommen?

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Ann
5 Monate zuvor

Hallo Ann,

als Arbeitnehmer haben Sie auch im Minijob einen gesetzlichen Grundanspruch auf mindestens vier Wochen bezahlten Urlaub im Kalenderjahr.
Grundsätzlich darf ein Arbeitnehmer, welcher schon längere Zeit im Unternehmen beschäftigt ist, diesen vollen Urlaubsanspruch – in Abhängigkeit der betrieblichen Belange – auch bereits zu Beginn des Kalenderjahres voll ausschöpfen. Wird die Beschäftigung jedoch neu aufgenommenen, sieht das Bundesurlaubsgesetz eine Wartezeit von 6 Monaten vor. Hier heißt es “Der volle Urlaubsanspruch wird erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses erworben”. Volle vier Wochen bezahlten Urlaub können Sie also erst nach 6-monatigem Bestehen des Beschäftigungsverhältnisses beanspruchen. Bis zur Erfüllung der Wartezeit haben Sie lediglich Anspruch auf 1/12 des vollen Jahresurlaubsanspruchs.
Abschließend empfehlen wir Ihnen, sich mit arbeitsrechtlichen Fragen an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zu wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Lisa
Lisa
6 Monate zuvor

Hallo zusammen!
Ich werde unregelmäßig bei meinem 450€ Job eingesetzt (1-2 mal pro Woche, oder ein zwei Wochen gar nicht), komme ohne Überstunden auf 37,5 h. In meinem Vertrag steht, dass ich nach einem Jahr Zugehörigkeit 12 h Urlaub bekomme.
Meine Fragen sind:
1. Ist das nicht zu wenig?
2. Darf man dies überhaupt in Stunden angeben?

Danke im Voraus für Eure Antworten!

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Lisa
6 Monate zuvor

Hallo Lisa,

der Urlaubsanspruch berechnet sich immer in Tagen, nicht in Stunden. Wie viele Stunden Sie an den einzelnen Tagen arbeiten spielt bei der Berechnung des Urlaubsanspruches keine Rolle.

Ist die Anzahl von Arbeitstagen in der Woche nicht regelmäßig gleich, also z. B. mal zwei oder drei Tage in der Woche, bezieht sich die Berechnung des Urlaubs auf das Jahr und nicht auf die Woche.
Die auf 52 Wochen (= 1 Jahr) bezogenen Werte ergeben dann die Jahresarbeitstage. Das Bundesarbeitsgericht hat festgelegt, dass die Arbeitsverpflichtung in einem Jahr bei einer 5-Tage-Woche 260 Arbeitstage beträgt und 312 Werktage bei einer 6-Tage-Woche.
Die Formel lautet dann:

Gesetzliche oder tarifvertragliche Urlaubstage x eigene Arbeitstage
Jahreswerktage (312)/Jahresarbeitstage (260)

Bei der Berechnung Ihres individuellen Urlaubsanspruches hilft Ihnen sicher auch unser Urlaubsrechner für Minijobber: http://t1p.de/MJZE-Urlaubsrechner

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Lisa
Lisa
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
6 Monate zuvor

Danke für die schnelle Antwort!

Das heißt, auch wenn ich den Vertrag schon unterschrieben habe, kann ich etwas dagegen tun?

Helmut
Helmut
7 Monate zuvor

Hallo,
wir wollen an drei Tagen in der Woche eine Haushaltshilfe beschäftigen. Der Urlaubsanspruch soll entsprechend 12 Urlaubstage betragen. Die Haushaltshilfe bekommt aber zu sämtlichen Ferienzeiten frei. Der Urlaubsanspruch soll damit abgegolten sein, außer wenn innerhalb der Ferien aufgrund von Erkrankung die 12 Urlaubstage nicht eingebracht werden können. Ist diese Regelung in Ordnung?

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Helmut
7 Monate zuvor

Hallo Helmut,

bei der Urlaubsplanung sind die Wünsche des Arbeitnehmers grundsätzlich zu berücksichtigen, soweit dem dringende betriebliche Belange nicht entgegenstehen. Grundsätzlich sollen Arbeitnehmer ihren Urlaub eigeninitiativ planen können. Sie dürfen zwar unter bestimmten Voraussetzungen Urlaubstage für den Beschäftigten festlegen – ähnlich der Betriebsferien in manchen Firmen – nach der bisherigen Rechtsprechung muss jedoch noch ein Teil des Jahresurlaubs für die Arbeitnehmer frei verplanbar bleiben. Sie dürfen als Arbeitgeber nicht den gesamten Urlaub der Beschäftigten verplanen.
Abschließend empfehlen wir Ihnen, sich mit arbeitsrechtlichen Fragen an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zu wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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Minijob: Urlaub berechnen leicht gemacht - Die Minijob-Zentrale
10 Monate zuvor

[…] Lesetipp: Welche Voraussetzungen für den Urlaubsanspruch genau gelten, erläutern wir in unserem Blog „Urlaub bei Minijobs“. […]

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Minijob: Urlaub berechnen leicht gemacht – Blog HJB
11 Monate zuvor

[…] Lesetipp: Welche Voraussetzungen für den Urlaubsanspruch genau gelten, erläutern wir in unserem Blog „Urlaub bei Minijobs“. […]

Tassia
Tassia
1 Jahr zuvor

Hallöchen,

mich beschäftigt seit einigen Tagen eine Große Frage.
Wie wird mein Urlaub richtig bezahlt? Hab schon mit meinem Chef diskutiert, aber er lässt nicht mit sich reden.

Mein Vertrag sagt 15h pro Woche und bei Urlaub steht nur anteilig von 24Tagen, da hat er 16 Tage gesagt (was auch nicht mein Problem ist).

Arbeiten gehe ich 3 – 6 Tage die Woche (wie ich gebraucht werde) in der regelmäßigen Arbeitszeit von 6 Stunden.
Also kommen immer mehr Stunden raus als 15h wie im Vertrag steht.

Bei meiner Urlaubsberechnung hat er erst die Jahresurlaubstage angepaßt, das heisst im Durchschnitt 16 Tage so viele Urlaubstage hab ich im Jahr auch. Bis hierher keine Probleme, ist ja auch richtig.

Aber jetzt nimmt er meine 15h (laut Vertrag) teilt die durch die 6 regulären Arbeitstage, kommt somit auf 2,5h pro Tag und so bekomme ich meine 16 Urlaubstage auch nur bezahlt.

Das heißt kurz und einfach 16T x 2,5h = 40h
Aber wenn ich Arbeite bekomme ich 16Tx6h= 96h

Er sagt alles was ich mehr als die 2,5 h arbeite pro Tag sind Überstunden und werden nicht gerechnet. Ist auch ok, wenn er meine Urlaubstage nicht von 24 auf 16 runter rechnen würde.

Ich hoffe sie verstehen was ich meine.

Mfg Tassia

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Reply to  Tassia
1 Jahr zuvor

Hallo Tassia,

Minijobber haben ein gesetzlichen Anspruch auf bezahlten Urlaub. Die Höhe des Urlaubsentgelts richtet sich nach dem durchschnittlichen Gehalt des Arbeitnehmers in den letzten 13 Wochen vor Beginn seines Urlaubs. Zahlungen für Überstunden bleiben bei der Berechnung unberücksichtigt.

Wichtig: Bezahlter Urlaub bedeutet, dass der Mitarbeiter für jeden Tag sein Gehalt erhält, an dem er sonst gearbeitet hätte. Der Minijobber muss den Urlaubstag weder vor- noch nacharbeiten.

Wir empfehlen Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden.
Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

trickynicky488
trickynicky488
1 Jahr zuvor

Hi, erstmal einen Riesendank für diese Plattform und die Beantwortung der Fragen :)

Seit Dez. 2018 arbeite ich in einem Betrieb als Minijobber. Im Kalenderjahr 2018 stellte ich keine Urlaubsantrag und auch im Jahr 2019 bekam ich nur 2 Urlaubstage genehmigt. Gearbeitet habe ich 2019 an 73 Tagen exkl. 3 Feiertage und 2 Krankheitstagen an Tagen wo ich eigentlich gearbeitet hätte. Anspruch hätte ich auf 6 Tage gehabt, also sind 4 Tage übrig. Kann ich die jetzt noch bis Ende März 2020 nehmen oder hätte es schriftlich festgehalten werden müssen? Meine Vorgesetzten taten anfangs so, als wenn Minijobber keinen Anspruch auf Urlaub hätten und ich wenn dann selbst Ersatz suchen müsste. Im Arbeitsvertrag steht:
“Der Mitarbeiter hat Urlaubsanspruch in Höhe des gesetzlich geregelten Mindestumfangs pro Jahr. Urlaubsjahr ist das Kalenderjahr. Im Kalenderjahr des Beginns und des Endes des Arbeitsverhältnisses wird für jeden vollen Monat des Bestehens des Arbeitsverhältnisses der Urlaub anteilig gewährt. Der Urlaub muss in dem laufenden Kalenderjahr genommen und gewährt werden. In Ausnahmefällen ist aus dringenden betrieblichen oder persönlichen Gründen eine Übertragung in das erste Vierteljahr des Folgejahres möglich, danach verfällt nicht genommener Urlaub ersatzlos. Der Zeitpunkt des Urlaubs richtet sich nach den betrieblichen Belangen und ist rechtzeitig mit der Firma abzustimmen.”

Ist es nun in Ordnung wenn mein Arbeitgeber meinen Urlaubsanspruch aus dem Jahr 2018/2019 ersatzlos und unentgeltlich verfallen lässt? Oder kann ich diesen noch bis Ende März 2020 nehmen? Meiner Meinung nach hat mein Arbeitgeber nicht genügend darauf hingewiesen, sondern im Gegenteil den Eindruck entstehen lassen wollen, es bestehe für Minijobber generell kein Anrecht auf bezahlten Urlaub.

Vielen Dank für Ihre Mühe
trickynicky488

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Reply to  trickynicky488
1 Jahr zuvor

Guten Tag,

Urlaub verfällt nicht mehr automatisch. Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) im November 2018 kann laut Bundesarbeitsgericht ein Urlaubsverfall in der Regel nur noch eintreten, wenn der Arbeitgeber den Mitarbeiter zuvor konkret aufgefordert hat, seinen Urlaub zu nehmen und daraufhin gewiesen hat, das er anderenfalls mit Ablauf des Urlaubsjahres oder Übertragungszeitraums erlischt. Diese Initiativpflicht des Arbeitgebers umfasst demnach auch Urlaub aus vergangenen Jahren.

Abschließend empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Bernd
Bernd
1 Jahr zuvor

Hallo, ich arbeite in einem Minijob und bekomme in manchen Monaten nur zB. 400€. Mein Arbeitgeber möchte die Differenz mit bezahlten Urlaubstagen auffüllen … so, dass ich immer auf 450€ komme, bis der bezahlte Urlaub verbraucht ist.
Möchte ich dann zB. im November Urlaub, dann bekomme ich zwar problemlos frei, nur die bezahlten Tage sind schon durch das Auffüllen weg, ich habe dann unbezahlt frei … ist das Rechtens, dass der Arbeitgeber über meine bezahlten Tage verfügt? Er begründet das damit, dass dann am Jahresende kein Resturlaub bleibt

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Reply to  Bernd
1 Jahr zuvor

Hallo Bernd,

laut Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) muss der Arbeitgeber die Wünsche des Arbeitnehmers bei der Urlaubsplanung berücksichtigen (§ 7 Abs. 1 BUrlG).

Allerdings kann er aus betrieblichen Gründen Anfragen ablehnen, zum Beispiel wenn viele Kollegen krank sind oder andere wichtige betriebliche Belange dagegen sprechen. Wir empfehlen Ihnen daher im ersten Schritt, dass Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber zu suchen.

Abschließend empfehlen wir Ihnen, sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Bernd
Bernd
Reply to  dieminijobzentrale
1 Jahr zuvor

Hallo, das war nicht die Antwort auf die Frage – Urlaubswünsche werden immer genehmigt, selbst wenn ich gar keine Urlaubstage mehr habe – es geht um die bezahlten Tage mit denen mein Arbeitgeber den Gehalt auffüllt – das wäre zwar an sich nicht schlimm, nimmt man dann aber im September 4 Wochen frei, dann sind die bezahlten Urlaubstage weg und man verdient einen Monat nichts …

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Reply to  Bernd
1 Jahr zuvor

Hallo Bernd,

die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs. In diesem Zusammenhang informieren wir zu allgemeinen Fragen zum Thema Arbeitsrecht.

Wir empfehlen Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer speziellen arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

J
J
1 Jahr zuvor

Hallo ich habe ein Spzeialfall:
ich arbeite auf 450€ Basis im Homeoffice.
das heisst ich habe keine regelmässigen Arbeitstagen sondern nur 10h/Woche regelmäßig.
Bis heute wurde ich damit abgespeist, dass Urlaubstage anahnd der Arbeitstage berechnet werden und da ich keien Arbeitstage insofern habe entfallen meien Urlaubstag. Ist das rechtlich? könnte man nicht eine Art Stundenkonto für mich anlegen ? man hat 24Tage gesetzlichen mind. Urlaub bei 40h bzw. 6 Tage woche wären das dann nicht einfach 6 Tage bei 10h/Woche Urlaub? Also rein theoretisch (10/7*6= 8,6 h) 8,6 hfür das Arbeitszeitkonto?

LG

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Reply to  J
1 Jahr zuvor

Hallo,

auch für Minijobber mit unregelmäßigen Arbeitstagen pro Woche haben Anspruch auf bezahlten Urlaub.

Ist die Anzahl von Arbeitstagen in der Woche regelmäßig ungleich, also z. B. mal zwei oder drei Tage in der Woche, bezieht sich die Berechnung des Urlaubs auf das Jahr und nicht auf die Woche. Die auf 52 Wochen (= 1 Jahr) bezogenen Werte ergeben dann die Jahresarbeitstage. Das Bundesarbeitsgericht hat festgelegt, dass die Arbeitsverpflichtung in einem Jahr bei einer 5-Tage-Woche 260 Arbeitstage beträgt und 312 Werktage bei einer 6-Tage-Woche.

Die Formel lautet dann:
Gesetzliche oder tarifvertragliche Urlaubstage x eigene Arbeitstage / Jahreswerktage (312)/Jahresarbeitstage (260)

Abschließend empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Klemm-Kirchmaier
Klemm-Kirchmaier
1 Jahr zuvor

Wir beschäftigen ab 01.01.2020 eine 450 Euro Kraft. Wöchentliche Arbeitszeit von Dienstag bis Donnerstag jeweils 2 Stunden, also 8 Stunden pro Woche. Wieviel Jahresurlaub steht dem MA zu ? Er hat zudem einen Schwerbehindertengrad von 60 %. Noch eine weitere Frage gibt es hier seitens des Arbeitsamtes einen Förderung für den Arbeitgeber. Der MA bezieht die volle Erwerbsminderungsrente. Vielen Dank schon mal im voraus.

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Reply to  Klemm-Kirchmaier
1 Jahr zuvor

Hallo Herr Klemm-Kirchmaier,

das Bundesurlaubsgesetz gesteht jedem Arbeitnehmer in Deutschland mindestens 24 Werktage bezahlten Urlaub im Jahr zu. Sehen Tarif-oder Arbeitsverträge einen längeren Urlaubsanspruch vor, gilt auch dieser entsprechend für den Minijobber. Einen Anspruch auf 24 Werktage im Jahr haben Beschäftigte, die an sechs Tagen in der Woche arbeiten. Gewöhnlich gilt aber beispielsweise für die meisten Minijobs, dass diese nicht an 6 Tagen in der Woche ausgeübt werden. Daher wird der jährliche Urlaubsanspruch abhängig von den Arbeitstagen pro Woche anteilig berechnet. Hierbei ist egal, wie viele Stunden der Mitarbeiter an den einzelnen Tagen arbeitet. Bei 3 Arbeitstagen pro Woche liegt der Urlaubsanspruch grundsätzlich bei 12 Tagen im Jahr.

Schwerbehinderte Beschäftigte haben Anspruch auf fünf Arbeitstage Zusatzurlaub im Jahr. Arbeitet der Schwerbehinderte mehr beziehungsweise weniger als fünf Arbeitstage in der Woche, müssen Sie den Zusatzurlaub entsprechend anpassen. Weitere Informationen zum besonderen Schutz schwerbehinderter Menschen finden Sie auf unserer Homepage unter folgendem Link: https://t1p.de/MJZE-Schutz-schwerbehinderter-Menschen

Bei weiteren Fragen zum Thema wenden Sie sich bitte an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Diese erreichen Sie von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer 030 / 221 911 004.

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir Ihnen keine Auskunft darüber geben können ob und inwiefern eine Förderung durch das Arbeitsamt bei Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen erfolgt. Ihr richtiger Ansprechpartner ist in diesem Fall das zuständige Arbeitsamt vor Ort.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Anonym
Anonym
1 Jahr zuvor

Ich habe 5 Wochen als Zeitungszustellerin gearbeitet. Hätte laut Vertrag 24 Tage Urlaub im Jahr. Da ich eine bessere Stelle fand kündigte ich. Jetzt heisst es ich
hätte erst 3 Monate arbeiten müssen um überhaupt Urlaub zu bekommen. Gehe ich jetzt leer aus?

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Reply to  Anonym
1 Jahr zuvor

Guten Tag,

grundsätzlich gilt für den Urlaubsanspruch Folgendes:

Als Arbeitnehmer haben Sie einen gesetzlichen Grundanspruch auf mindestens vier Wochen bezahlten Urlaub im Kalenderjahr.

Grundsätzlich darf ein Arbeitnehmer, welcher schon längere Zeit im Unternehmen beschäftigt ist, diesen vollen Urlaubsanspruch – in Abhängigkeit der betrieblichen Belange – auch bereits zu Beginn des Kalenderjahres voll ausschöpfen. Wird die Beschäftigung jedoch neu aufgenommenen, sieht das Bundesurlaubsgesetz eine Wartezeit von 6 Monaten vor. Hier heißt es „Der volle Urlaubsanspruch wird erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses erworben“.

Volle vier Wochen bezahlten Urlaub können Sie also erst nach 6-monatigem Bestehen des Beschäftigungsverhältnisses beanspruchen. Bis zur Erfüllung der Wartezeit haben Sie lediglich Anspruch auf 1/12 des vollen Jahresurlaubsanspruchs.

Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass wir Sie zu arbeitsrechtlichen Einzelanfragen im Detail nicht beraten können. Als Minijob-Zentrale erteilen wir lediglich allgemeine Auskünfte zum Thema Arbeitsrecht. Für eine individuelle Beratung zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Patrick
Patrick
1 Jahr zuvor

Hallo, ich habe einen 450,-€ Job. Muss ich beim Nebenjob einen Nachweis erbringen wenn ich beim Hauptarbeitgeber Urlaub habe?

Mit freundlichen Grüßen,

Patrick.

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Reply to  Patrick
1 Jahr zuvor

Hallo Patrick,

seitens der Minijob-Zentrale ist das nicht notwendig. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir nur allgemeine Auskünfte zum Thema Arbeitsrecht geben können.

Ausführliche Informationen zum Thema Arbeitsrecht erhalten Sie beim Bürgertelefon vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer 030 / 221 911 004.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Kerstin
Kerstin
1 Jahr zuvor

Hallo,

Habe da mal eine Frage,ich habe einen Minijob seid 5 Jahren,wann muß ich spätistens meinen Urlaub einreichen.

gruß Kerstin

dieminijobzentrale
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Reply to  Kerstin
1 Jahr zuvor

Hallo Kerstin,

das Bundesurlaubsgesetz sieht für Beschäftigte ein Mindesturlaub von 24 Tagen bei einer Sechs-Tage-Woche vor. Es enthält jedoch keine Frist zur Einreichung von Urlaubsanträgen.

Ihr Arbeitgeber muss Ihre Wünsche bei der Urlaubsplanung zwar berücksichtigen, kann den Antrag unter bestimmten Voraussetzungen allerdings auch ablehnen. Wir empfehlen Ihnen daher, zu dieser Frage das Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber zu suchen.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Oxana
Oxana
1 Jahr zuvor

Ich verstehe nicht so recht, wie dieser Urlaub “eingelöst” wird. Nehmen wir an, ein Minijobber hat einen Urlaubsanspruch von 4 Tagen. Er müsste einmal in der Woche arbeiten. So hat er dann 4 Wochen frei?
Konnte leider nichts im Internet finden. Würde mich auch interessieren, wo es gesetzlich geregelt ist.

Mit freundlichen Grüßen
Oxana

dieminijobzentrale
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Reply to  Oxana
1 Jahr zuvor

Hallo Oxana,

da liegen Sie grundsätzlich richtig. Es muss nur für den Tag ein Urlaubstag genommen werden, an dem der Minijobber sonst zur Arbeit verpflichtet gewesen wäre. Der gesetzliche Mindesturlaubsanspruch ist im § 3 des Bundesurlaubsgesetzes geregelt.

Wir bitten jedoch um Ihr Verständnis, dass wir Sie zu arbeitsrechtlichen Einzelanfragen im Detail nicht beraten können. Als Minijob-Zentrale erteilen wir lediglich allgemeine Auskünfte zum Thema Arbeitsrecht. Für eine individuelle Beratung zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Marc Ebel
Marc Ebel
1 Jahr zuvor

Hallo – wie ergibt sich ein Urlaubsanspruch wenn ein 450 Euro Job ohne feste Arbeitstage sondern nach Bedarf ausgeführt wird? Wenn selbst bestimmt wird an welchen Tagen man kommt (d.h. auch ggf. 2 Wochen überhaupt nicht, dann 3 mal je 4 Stunden in einer Woche u.ä.)? Besteht, insbesondere wenn ein entsprechendes Zeitkonto dauerhaft im Minus ist, überhaupt ein Urlaubsanspruch oder könnte dieser mit den “Fehlzeiten” verrechnet werden?
Besten Dank im Voraus!

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Marc Ebel
1 Jahr zuvor

Hallo Herr Ebel,

das Bundesurlaubsgesetz gesteht jedem Arbeitnehmer in Deutschland mit einer 6-Tage-Arbeitswoche mindestens 24 Werktage bezahlten Urlaub im Jahr zu. Sehen Tarif-oder Arbeitsverträge einen längeren Urlaubsanspruch vor, gilt auch dieser entsprechend für den Minijobber.

Ist die Anzahl von Arbeitstagen in der Woche regelmäßig ungleich, also z. B. mal zwei oder drei Tage in der Woche, bezieht sich die Berechnung des Urlaubs auf das Jahr und nicht auf die Woche. Die auf 52 Wochen (= 1 Jahr) bezogenen Werte ergeben dann die Jahresarbeitstage. Das Bundesarbeitsgericht hat festgelegt, dass die Arbeitsverpflichtung in einem Jahr bei einer 5-Tage-Woche 260 Arbeitstage beträgt und 312 Werktage bei einer 6-Tage-Woche.

Eine Verrechnung des Urlaubsanspruches mit zu leistenden Arbeitsstunden entspricht nicht dem vordergründigen Ziel des Gesetzgebers – der Erholung des Arbeitnehmers. Wir bitten jedoch um Ihr Verständnis, dass wir Sie zu arbeitsrechtlichen Einzelanfragen im Detail nicht beraten können. Als Minijob-Zentrale erteilen wir lediglich allgemeine Auskünfte zum Thema Arbeitsrecht. Für eine individuelle Beratung zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Lucy
Lucy
1 Jahr zuvor

Hallo, steht mir der Urlaubsanspruch auch zu, wenn ich nur 350€ monatlich verdiene? Lg

dieminijobzentrale
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Editor
Reply to  Lucy
1 Jahr zuvor

Hallo Lucy,

bei der Berechnung des individuellen Urlaubsanspruchs ist nur relevant, an wie vielen Tagen Sie in der Woche arbeiten und nicht wie viele Stunden Sie an den einzelnen Tagen arbeiten.
Somit ist die Höhe des Verdienstes nicht relevant.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Katharina
Katharina
1 Jahr zuvor

Guten Tag, unsere Minijobberin arbeitet in unserem Haushalt 1x pro 2Wochen a 4Stunden.Zur Berechnung des Urlaubs: Sind das dann jeweils 2Arbeitstage ( AT) pro 2Wochen oder nur 1AT pro 2Wochen ,da 1 At=8Std.

Gibt es eine empfohlene Form, wie diese ausgezahlt werden (Überweisung,Bar mit Quittung zum Nachweis..)?
Vielen Dank im voraus.

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Reply to  Katharina
1 Jahr zuvor

Guten Tag Katharina,

Ihre Haushaltshilfe arbeitet regulär an einem Tag innerhalb von zwei Wochen. Rein rechnerisch ergibt das 0,5 Tage pro Woche.
Errechnet man den Mindesturlaubsanspruch gilt damit folgende Formel:

0,5 (eigene Arbeitstage pro Woche) x 24 (gesetzliche Urlaubstage) ./. 6 (für eine sechs-Tage-Arbeitswoche, welche dem gesetzlichen Mindesturlaubsanspruch zu Grunde liegt) = 2 Tage Mindesturlaubsanspruch pro Jahr

Die Auszahlung für beanspruchte Urlaubstage nehmen Sie in der gleichen Form vor, wie Sie Ihrer Haushaltshilfe auch den Verdienst zukommen lassen.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Elena
Elena
1 Jahr zuvor

Guten Tag,
ich arbeite 34,5 Std.(ca 8 Mal) im Monat auf 450€ Basis Job. Ich habe Anspruch für 8 Tage Urlaub im Jahr jeweils 1,25St. bekommen. Insgesamt habe ich im Jahr 10 Stunden Urlaub(ca 2 Arbeitstage). Wenn ich meine gesamten Urlaubstage nehme muss ich noch 6 Tage in diesem Monat arbeiten gehen. Ist es nicht zu wenig?
MfG

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Elena
1 Jahr zuvor

Hallo Elena,

das Bundesurlaubsgesetz gesteht jedem Arbeitnehmer in Deutschland mindestens 24 Werktage bezahlten Urlaub im Jahr zu. Sehen Tarif-oder Arbeitsverträge einen längeren Urlaubsanspruch vor, gilt auch dieser entsprechend für den Minijobber. Einen Anspruch auf 24 Werktage im Jahr haben Beschäftigte, die an sechs Tagen in der Woche arbeiten. Bei einer 5-Tage-Arbeitswoche ergeben sich 20 Urlaubstage im Jahr. Gewöhnlich gilt aber beispielsweise für die meisten Minijobs, dass diese nicht an 6 Tagen oder 5 Tagen in der Woche ausgeübt werden. Daher wird der jährliche Urlaubsanspruch abhängig von den Arbeitstagen pro Woche anteilig berechnet. Hierbei ist egal, wie viele Stunden der Mitarbeiter an den einzelnen Tagen arbeitet.
Arbeiten Minijobber in jeder Woche die gleiche Anzahl von Arbeitstagen, gilt folgende Formel für den Mindesturlaub:

eigene Arbeitstage pro Woche x 24 (gesetzliche Urlaubstage) / 6

Für einen Urlaubstag wird die Stundenzahl zugrunde gelegt, die für den Mitarbeiter an diesem Arbeitstag angefallen wäre. Minusstunden dürfen resultierend aus einem Urlaubstag nicht entstehen.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Elke Weyers
Elke Weyers
1 Jahr zuvor

Guten Tag,ich arbeite an 2 Tagen je 2 Stunden in der Woche,d.h.ca.16 Std. im Monat.Wieviel Urlaub bekomme ich ?

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Elke Weyers
1 Jahr zuvor

Guten Tag Frau Weyers,

bei 2 Arbeitstagen in der Woche haben Sie einen gesetzlichen Mindesturlaubsanspruch von 8 Tagen im Jahr. Die Anzahl der Stunden ist bei der Ermittlung des Urlaubsanspruches unerheblich.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

WeSt
WeSt
Reply to  Elke Weyers
1 Jahr zuvor

Hallo,

Ich arbeiten auf 450€ Basis im Tarif des öffentlichen Dienstes.
2 Tage die Woche, habe somit 8 Tage Urlaub.
Jedoch ist es so das laut Betriebsratvereinbarung, sehr viele Tage schon festgelegt sind, Brückentage,Sommer ect. Was auch nicht schlecht ist.
Jedoch reicht mein Urlaub nicht für alle Tage. Somit muss ich laut Gespräch 2 oder 3 Tage einarbeiten oder Stunden aufbauen.
Und Urlaub zur freien Verfügung hab ich auch nicht, da eben alles schon vorbestimmt ist.
Ist das so ok?
Danke im Voraus

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  WeSt
1 Jahr zuvor

Hallo,

laut Bundesurlaubsgesetz muss der Arbeitgeber den Jahresurlaub im Grunde nach den Wünschen der Beschäftigten gewähren. Ausnahmen gelten nur dann, wenn dringende betriebliche Belange oder das Berücksichtigen sozialer Aspekte anderer Arbeitnehmer dem Urlaubswunsch Einzelner entgegenstehen.
Das bedeutet: Liegt keine mit dem Betriebsrat ausgehandelter Urlaubsplan oder eine Betriebsvereinbarung für Betriebsferien vor gehen die Wünsche der Mitarbeiter vor. Der Chef muss die Urlaubsanträge dann wie gewünscht genehmigen.

Ausführlichere Informationen zum Thema Urlaubsanspruch erhalten Sie beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales unter der Telefonnummer 030 / 221 911 004.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Luisa
Luisa
1 Jahr zuvor

Guten Tag, ich war in einem Spielhalle als Mitarbeiterin im 450 Euro Basis angestellt, ( mein Arbeitsgiber hat mich selbst im minijob Portal registriert ) ich habe gefragt über Arbeitsvertrag aber Antwort war wir machen keine sctifliche Arbeitsvertrag sonder nur mündlich. als die haben mit andere Mitarbeiterinnen auch keine Arbeitsvertrag , diese Antwort habe ich akzeptiert. Ich wusste das ich arbeite normal , im proberzeit. Meine monatlichen lohnt war genau 440 Euro pro monatlich. Nach dem 3 Monate ich war schwanger bekommen . War sofort zum Arzt gegangen , selbe Tag meinem erste Termin bei frauenarzt habe ich Mutter pass bekkomen , als im meinem Arbeitsplatz geraucht ist , Frauenarzt hat mich 10 Tage BV gegeben , hat mich erklärt das BV für ganze Schwangerschaft muss Arbeitsgiber geben . Deswegen hat sie mich nur 10 Tage gegeben bis Situation geklärt ist . Ich habe selbe Tage meine Arbeitsgiber informieren , mündlich und auch alle zusätzlichen Dokumente bei Post geschickt. Wir haben eine kontakt watsapp Gruppe. Meine arbeistgiber nach dem 2 Tage hat dort geschrieben das ich schwanger bin ich habe ab sofort BV mit herzlich Glückwunsch. Dann haben wir auch im watsapp unterhalten. Dort hat sie mich gesagt das ich war nur für 6 Monate angestellt. Das stimmt nicht . Has hat mich niemand niemals gesagt . Auch ich denke wann jemand befristet angestellt ist muss unbedingt schriftliche unterschreiben Arbeitsvertrag haben . Ich habe gesagt zum meine arbeistgiber das warum denn habe ich keine Vertrag, sie hat mir gesagt hat vergessen. Aber es ist so . Jetzt fülle ich mich das ich diskriminiert bin . Als Ausländer und die wollen mich kündigen wegen meine schwangerschaft. Was kann ich dagegen zu tun ?
Vielen Dank fur ihre Hilfe…

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Luisa
1 Jahr zuvor

Hallo Luisa,

wenn Sie nur ein mündlichen Arbeitsvertrag geschlossen haben und daher nicht in Besitz einer Urkunde über den Vertragsinhalt sind, können Sie von Ihrem Arbeitgeber verlangen, dass er Ihnen einen schriftlichen Nachweis über die wesentlichen Vertragsbedingungen aushändigt.

Der schriftliche Nachweis muss folgende Angaben enthalten:

– Name und Anschrift der Vertragsparteien
– Beginn – und bei befristeten Arbeitsverhältnissen – auch die voraussichtliche Dauer des Arbeitsverhältnisses
– Arbeitsort
– Art der Tätigkeit
– Zusammensetzung, Höhe und Fälligkeit des Verdienstes – einschließlich
– Zuschlägen, Zulagen, Prämien, Sonderzahlungen sowie anderen Bestandteilen des Verdienstes
– Arbeitszeit
– Dauer des jährlichen Erholungsurlaubs
– Kündigungsfristen
– Hinweis auf geltende Tarifverträge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen.

Das muss der Arbeitgeber spätestens einen Monat nach dem vereinbarten Beginn des Arbeitsverhältnisses tun, es sei denn, dass der Arbeitnehmer nur zur vorübergehenden Aushilfe von höchstens einem Monat eingestellt wurde.
Die Pflicht des Arbeitgebers zur Aushändigung eines schriftlichen Nachweises ändert aber nichts daran, dass Arbeitsverträge auch mündlich wirksam geschlossen werden können. Auch mündliche Arbeitsverträge sind „vollgültige“ Arbeitsverträge.

Auch als Minijobberin haben Sie einen Anspruch auf Lohnfortzahlung im Rahmen eines Beschäftigungsverbotes.

Abschließend empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden. Dieses erreichen Sie von Montags bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer 030 / 221 911 004.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Uli
Uli
1 Jahr zuvor

Hallo ich arbeite an 3Tagen die Woche a 4 Stunden wieviel Urlaub steht mir zu?
bei 450€ Job

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Uli
1 Jahr zuvor

Hallo Uli,

bei 3 Arbeitstagen in der Woche haben Sie einen gesetzlichen Mindesturlaubsanspruch von 12 Tagen im Jahr. Die Anzahl der Stunden pro Arbeitstag ist bei der Ermittlung des Urlaubsanspruches unerheblich.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Dietlinde Bothe
Dietlinde Bothe
1 Jahr zuvor

Ich arbeite schon lange in einem Privaten Haushalt,habe noch nie Urlaub bekommen oder bezahlt.Das Argument meiner Chefin ist,sie würde nur die geleisteten Stunden bezahlen,wie kann ich mich dagegen wären.Danke

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Dietlinde Bothe
1 Jahr zuvor

Guten Tag Frau Bothe,

für Minijobber gilt der Grundsatz der Gleichbehandlung. So dürfen Minijobber nicht schlechter behandelt werden als vergleichbare vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer. Dies gilt im Arbeitsverhältnis für alle Maßnahmen und Vereinbarungen, die Ihre Arbeitgeberin mit Ihnen als Minijobberin trifft.

Uns, der Minijob-Zentrale ist es ein großes Anliegen unsere Kunden, zum Beispiel Arbeitgeber und Arbeitnehmer, über Ihre Rechte und Pflichten zu informieren. Insbesondere zum Arbeitsrecht erhalten wir sehr viele Anfragen.

Die Beziehungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber werden durch das Arbeitsrecht geregelt. Im Individual-Arbeitsrecht werden Arbeitsbedingungen geklärt. Dazu gehören zum Beispiel Urlaubsregelungen, Arbeitszeit, Kündigungsfristen, Entgeltfortzahlung.

Da das Arbeitsrecht ein Individualrecht ist, kann es behördlich nicht geregelt werden. Das heißt, Sie müssen Ihre Ansprüche bei Ihrem zuständigen Arbeitsgericht selbst durchsetzen.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Marc
Marc
2 Jahre zuvor

Hallo liebes Team der Minijob-Zentrale,

ich bin in einer geringfügigen Beschäftigung tätig. Die Ableistung der Arbeit ist mir überlassen. Ich kann an maximal so vielen Tagen und Stunden im Monat arbeiten, bis die 450-Euro-Grenze erreicht ist und habe dafür einen Stundennachweis zu führen. Die nachträgliche Berechnung des erarbeiteten Urlaubsanspruch anhand der Formel des BAG erschließt sich mir. Was ist jedoch, wenn die Wartezeit des § 4 BUrlG erfüllt ist und der gesamte Urlaubsanspruch enteht? Wie ist dieser dann zu berechnen, wenn noch gar nicht klar ist, an welchen Tagen ich für den Rest des Jahres bzw. dann im Folgejahr arbeiten werde? Und nebenbei, wenn ich einmal krank sein sollte, für welche Tage hätte ich dann einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung?

Vielen Dank im Voraus und viele Grüße!

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Marc
2 Jahre zuvor

Hallo Marc,

im Vorfeld lässt sich der Urlaubsanspruch bei unregelmäßigen Arbeitstagen in der Woche nicht eindeutig berechnen. Um dennoch im Vorfeld einen Urlaubsanspruch zu ermitteln, gibt es zwei Möglichkeiten. Sie versuchen die anfallenden Arbeitstage gewissenhaft zu schätzen oder Sie orientieren sich mit den Arbeitstagen an Mitarbeitern, die diese Arbeiten ebenfalls verrichten oder verrichtet haben.

Wir bitten jedoch um Ihr Verständnis, dass wir Sie zu arbeitsrechtlichen Einzelanfragen im Detail nicht beraten können. Als Minijob-Zentrale erteilen wir lediglich allgemeine Auskünfte zum Thema Arbeitsrecht. Für eine individuelle Beratung zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Ina Buchen
Ina Buchen
2 Jahre zuvor

Ich arbeite als minijobber an einem Tag pro Woche (Mittwoch). Gesamt, nach Abzug der Feiertage In 2019 an Mittwoch, 50 Tage im Jahr zu jeweils 5 Stunden. Die Vollzeit Kollegen der Firma arbeiten 5 Tage pro Woche (37.5 Mo-Fr) und haben 30 Tage Urlaub pro Jahr =6 Wochen. Mein Urlaubsanspruch beträgt m.E.. 6 Tage zu jeweils 5 Std. Laut meiner Chefin nur 4 Tage, was ist richtig?

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Ina Buchen
2 Jahre zuvor

Hallo Frau Buchen,

ist die Zahl der Arbeitstage tarifvertraglich geregelt und besteht beispielsweise für die Vollzeitbeschäftigten ein höherer Urlaubsanspruch, so haben Minijobber ebenfalls einen höheren Anspruch auf Urlaub. Dieser berechnet sich dann so:

eigene Arbeitstage pro Woche x tarifvertraglich geregelter Urlaubsanspruch
tarifvertraglich geregelte Arbeitstage pro Woche

In Ihrem Fall würde die Beispielrechnung wie folgt lauten:

1 Arbeitstag pro Woche x 30 Tage Urlaubsanspruch der vollbeschäftigten Kollegen
5 Wochenarbeitstage

Wir bitten jedoch um Ihr Verständnis, dass wir Sie zu arbeitsrechtlichen Einzelanfragen im Detail nicht beraten können. Als Minijob-Zentrale erteilen wir lediglich allgemeine Auskünfte zum Thema Arbeitsrecht. Für eine individuelle Beratung zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Ulrich Jendrzej
Ulrich Jendrzej
2 Jahre zuvor

Darf bei einem Minijob (Busunternehmen) der komplette Urlaub fremdbestimmt sein? (Abgesehen vom Betriebsurlaub 2 Wochen im August + zwischen Weihnachten / Neujahr)

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Ulrich Jendrzej
2 Jahre zuvor

Hallo Herr Jendrzej,

wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir Sie zu dieser speziellen arbeitsrechtlichen Frage nicht beraten können. Als Minijob-Zentrale erteilen wir lediglich allgemeine Auskünfte zum Thema Arbeitsrecht.

Das Bundesurlaubsgesetz regelt lediglich, dass bei der zeitlichen Festlegung des Urlaubs die Urlaubswünsche des Arbeitnehmers zu berücksichtigen sind – es sei denn, daß ihrer Berücksichtigung dringende betriebliche Belange oder Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer, die unter sozialen Gesichtspunkten den Vorrang verdienen, entgegenstehen.

Der Arbeitgeber kann Zeiträume für den Erholungsurlaub vorgeben. Allerdings darf er das nicht für den kompletten Urlaubsanspruch tun. Ein gewisser Anteil muß frei planbar sein. Dieser Anteil ist nicht gesetzlich geregelt, aber nach der Rechtsprechung soll er etwa die Hälfte des Urlaubsanspruchs ausmachen.

Für eine individuelle Beratung zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Jana S.
Jana S.
2 Jahre zuvor

Hallo, ich habe vor in nächster Zeit in einen anderen 450€ Job zu wechseln. Im jetzigen Betrieb ist es bis jetzt sehr Angestelltenfreundlich mit dem Urlaub geregelt. Wenn ich in einem anderen Betrieb ggf. nur einen Urlaubsanspruch auf 8 Tage hätte müsste ich diese dann nur an meinen Arbeitstagen nehmen? Heißt Montag und Dienstag wäre der Arbeitstag. Wenn ich von Sonntag bis Samstag weg wollte müsdte ich nur für Montag und Dienstag Urlaub einreichen oder für die komplette Woche? Vielen Dank für die Hilfe.

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Jana S.
2 Jahre zuvor

Hallo Jana,

genau, das sehen Sie richtig.

Sie brauchen nur für die Tage Urlaub beantragen an denen Sie regelmäßig zur Arbeitsleistung verpflichtet sind.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Carolin Rabe
Carolin Rabe
2 Jahre zuvor

Hallo,
ich habe einen 450,00Euro Job, seit 2017. Ich arbeite in Nachtdienst 3 Nächte a 10Std. im Monat 30 Std.
Wie viele Tage habe ich Anspruch und kann mir einfach eine Woche abgegolten werden wenn ich in der Woche gar nicht arbeite? Habe von meinem Ag einen Urlaubsantrag erhalten von ihm aus gefüllt vom 04.03.2018 – 10.03.2018 Dauer 5 Tage. Es sind doch aber 7 Tage zu mal ich am 05.03.2018 Nachtdienst hatte? Müssen diese als bezahlte Urlaubstage aus gewiesen werden? Urlaubstage nur an Tagen an den ich eingeplant werde?
Können Urlaubstage für Krankentage abgegolten werden.
Habe keinen Anspruch auf Entgeldfortzahlungsanspruch.
Mit freundlichem Gruß
Carolin

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Carolin Rabe
2 Jahre zuvor

Hallo Carolin,

ist die Anzahl von Arbeitstagen in der Woche regelmäßig ungleich, also z. B. mal ein oder kein Tag in der Woche, bezieht sich die Berechnung des Urlaubs auf das Jahr und nicht auf die Woche. Die auf 52 Wochen (= 1 Jahr) bezogenen Werte ergeben dann die Jahresarbeitstage. Das Bundesarbeitsgericht hat festgelegt, dass die Arbeitsverpflichtung in einem Jahr bei einer 5-Tage-Woche 260 Arbeitstage beträgt und 312 Werktage bei einer 6-Tage-Woche.
Die Formel lautet dann:
Gesetzliche oder tarifvertragliche Urlaubstage x eigene Arbeitstage
Jahreswerktage (312)/Jahresarbeitstage (260)

Wenn Sie krank sind muss Ihnen Ihr Arbeitgeber Ihren Lohn (Entgeltfortzahlung) weiterzahlen. Sie haben Anspruch auf den Lohn, den Sie bekommenen hätten, wenn Sie nicht krank gewesen wären.
Genauso ist dies bei Feiertagen. Fällt der reguläre Arbeitstag (z.B. der Arbeitnehmer arbeitet immer Freitags) auf einen Feiertag, so haben Sie Anspruch auf Feiertagsbezahlung. Wichtiger Hinweis: Durch einen Tarifvertrag kann jedoch eine abweichende Bemessungsgrundlage des fortzuzahlenden Arbeitsentgelts im Fall der Feiertagsbezahlung und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall festgelegt werden.

Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit kann nicht mit Urlaubsanspruch abgegolten werden.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir an dieser Stelle keine umfassende rechtliche Beurteilung vornehmen können. Wir empfehlen Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Diego
Diego
2 Jahre zuvor

Hallo!
Ich habe ein Minijob und arbeite 12 Stunden pro Woche. Mein Arbeitgeber sagt, dass sie kein Urlaubsgeld geben.
Ist das möglich?

Achim Trenzen
Achim Trenzen
Reply to  Diego
2 Jahre zuvor

Hier kommt es auf die genauen Begriffe und die gelebte Praxis im Betrieb an:

Mit „Urlaubsgeld“ kann folgendes gemeint sein:

1.) „Urlaubsentgelt“ = weiterzahlend des normalen Lohns bzw. Gehalts während des Urlaubs -> hierauf haben auch Minijobber Anspruch, wenn sie regelmäßige Arbeitszeiten haben

2.) „zusätzliches Urlaubsentgelt“ = eine Zahlung zusätzlich zum normalen Lohn / Gehalt anlässlich des Urlaubes. Hierauf haben alle Arbeitnehmer/innen eines Betriebes Anspruch, wenn diese Zusatzzahlung im Betrieb üblich ist (also tariflich geregelt oder aus „betrieblicher Übung“).

Bei einem 12-Stunden-Minijob hätten Sie bei festgelegten, regelmäßigen Arbeitszeiten die gleichen Ansprüche wie die Vollbeschäftigten in Ihrem Betrieb, aber eben im gleichen Verhältnis wie Ihre Arbeitszeit zu jener der Vollbeschäftigten steht.

Beispiel:
Wochenstunden bei Vollzeitbeschäftigten: z. B. 38 Stunden
zusätzliches Urlaubsgeld bei Vollzeitbeschäftigten: 1.000 € brutto

Ihre regelmäßigen Wochenstunden: 12 Stunden
Ihr Anspruch auf zusätzliches Urlaubsgeld: 1.000 / 38 x 12 = 315,79 € brutto.

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Diego
2 Jahre zuvor

Hallo Diego,

auch in einem Minijob haben Sie Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub. Die Höhe Ihres Mindesturlaubsanspruchs ist davon abhängig, wie viele Tage pro Woche Sie beschäftigt sind. Die geleisteten Arbeitsstunden sind hierbei nicht relevant. Bei der Berechnung Ihres individuellen Urlaubsanspruches hilft Ihnen sicher unser Urlaubsrechner: https://www.minijob-zentrale.de/DE/05_multifunktionsleiste/03_service/05_tools_rechner/Urlaubsrechner/node.html

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Linda
Linda
2 Jahre zuvor

Hallo liebes Team der Minijob-Zentrale!

Ich habe gelesen, dass jedem Arbeitnehmer 4 Wochen Urlaub zustehen.
Seit Juni bin ich in als Reinigungskraft von Mo-Fr für jeweils 1 Stunde tätig. Mein Chef möchte mir allerdings nur 12 Tage Urlaub im Jahr zugestehen. Er meinte, er hätte dies errechnet und kommt auf die Summe von 12 Tagen. Gibt es bei einer Stunde Arbeitszeit eine Ausnahme und er ist dazu berechtigt? Für ein komplettes Jahr erscheint mir dies recht wenig. Schließlich muß ich ja 5 mal die Woche los.
Beste Grüße, Linda

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Linda
2 Jahre zuvor

Hallo Linda,

der gesetzliche Mindesturlaubsanspruch beträgt jährlich mindestens 24 Werktage bei einer 6-Tage-Woche und 20 Arbeitstage bei einer 5-Tage-Woche. Die gearbeitete Stundenzahl hat darauf keinen Einfluss.

Der volle Urlaubsanspruch (24 Werktage, 20 Arbeitstage) entsteht erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses. Die sechsmonatige sogenannte Wartezeit beginnt an dem Tag, an dem nach dem Arbeitsvertrag die Arbeit aufzunehmen ist.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Linda
Linda
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
2 Jahre zuvor

Dann werde ich wohl nochmal Rücksprache halten müssen. Vielen Dank!

Thomas
Thomas
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
1 Jahr zuvor

Mit wieviel Stunden wird dann so ein Arbeitstag Urlaubstag berechnet?

dieminijobzentrale
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Editor
Reply to  Thomas
1 Jahr zuvor

Hallo Thomas,

es wird die Stundenzahl für den Urlaubstag zugrunde gelegt, die für den Mitarbeiter an diesem Arbeitstag angefallen wäre. Minusstunden dürfen resultierend aus einem Urlaubstag nicht entstehen.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Daniel Juergens
Daniel Juergens
2 Jahre zuvor

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe einen Rahmenvertrag auf 450 Euro Basis unterschrieben. In diesem Vertrag sind keine Arbeitszeit und auch keine festen Tage notiert. Ich entscheide wann ich arbeiten kann. Die Buchhaltung des Unternehmens meinte, da dies nicht festgelegt ist, hätte ich keinen Anspruch auf Urlaub?
Ist dies richtig?
Wie hoch ist wäre mein Urlaubsanspruch. Ich war bei dem Unternehmen 5 Monate tätig und habe über diesen Zeitraum im Durschnitt an ca. 1 Tag in der Woche gearbeitet. (also eine Woche 0 Tage, die nächste Woche 2 Tage, die dritte 0, die vierte dafür 3 usw. Kann ich die oben notierte Formel nutzen? Ich käme auf einen Urlaubsanspruch von 1,666. Würde ich in diesem Fall auf 2 aufrunden?. Nach einem Monat Pause habe ich einen neuen Vertrag bekommen. Ich habe 8 Tage gearbeitet. Das sind 0,666 Urlaub? ist das dann 1 Urlaubtag?

Und letzte Frage: Wieviele Stunden würde ich für einen Urlaubstag ansetzen? 8h. ?Weil ich habe manchmal nur 4 h gearbeitet manchmal 8h, manchmal 9-oder müsste ich diesem Fall einen Durschnitt berechnen? (Zusatzinfo: Ich wurde auf Stundenbasis bezahlt.

Viele Fragen, ich weiß, vielleicht können Sie weiterhelfen.

Vielen Dank

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Daniel Juergens
2 Jahre zuvor

Guten Tag Herr Jürgens,

auch für Minijobber mit unregelmäßigen Arbeitstagen pro Woche lässt sich der Anspruch auf Urlaub leicht berechnen.

Ist die Anzahl von Arbeitstagen in der Woche regelmäßig ungleich, also z. B. mal zwei oder drei Tage in der Woche oder mal eine Woche gar nicht, bezieht sich die Berechnung des Urlaubs auf das Jahr und nicht auf die Woche.
Die auf 52 Wochen (= 1 Jahr) bezogenen Werte ergeben dann die Jahresarbeits-tage. Das Bundesarbeitsgericht hat festgelegt, dass die Arbeitsverpflichtung in einem Jahr bei einer 5-Tage-Woche 260 Arbeitstage beträgt und 312 Werktage bei einer 6-Tage-Woche.

Die Formel lautet dann:
Gesetzliche oder tarifvertragliche Urlaubstage x eigene Arbeitstage / Jahreswerktage (312)/Jahresarbeitstage (260)

Bitte beachten Sie, dass Sie die angegebenen Jahreswerktage bzw. Jahresarbeitstage noch auf die Monate kürzen müssen, die Sie beschäftigt waren.

Für einen Urlaubstag wird die Stundenzahl zugrunde gelegt, die für den Mitarbeiter an diesem Arbeitstag angefallen wäre. Minusstunden dürfen resultierend aus einem Urlaubstag nicht entstehen. Die Höhe des Urlaubsentgelts richtet sich nach dem durchschnittlichen Gehalt des Arbeitnehmers in den letzten 13 Wochen vor Beginn seines Urlaubs.

Abschließend empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden.
Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Daniel Juergens
Daniel Juergens
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
2 Jahre zuvor

Top!!!! und vielen Dank :-)

Reinhold Orth
Reinhold Orth
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
1 Jahr zuvor

Ich habe zu diesem Beitrag eine ergänzende Frage:
Muß die Anzahl der gesetzlichen Urlaubstage (20 Tage bei 5-Tagewoche)
in der Formel bei einer abgeschlossenen 10-monatigen Beschäftigung ebenso gekürzt werden (also 20×10/12= 16,6Tage) wie diie Jahresarbeitstage (260×10/12= 216,6 Jahresarbeitstage)??
Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
Reinhold Orth

dieminijobzentrale
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Editor
Reply to  Reinhold Orth
1 Jahr zuvor

Hallo Herr Orth,

da liegen Sie richtig. Auch die Urlaubstage müssen auf die jeweilige Beschäftigungsdauer gekürzt werden.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Petra
Petra
2 Jahre zuvor

Guten Tag ich arbeite seit 11 Jahren als Putzfrau und würde gerne wissen wieviel Jahresurlaub mir zusteht . Ich arbeite täglich 2 Stunden von Montag bis Freitag .

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Petra
2 Jahre zuvor

Hallo Petra,

die Berechnung des gesetzlichen Urlaubsanspruchs ist einfach. Arbeitet ein Mitarbeiter jeden Werktag, hat er nach dem Bundesurlaubsgesetz mindestens einen Urlaubsanspruch von 24 Werktagen im Jahr. Bei einer 5-Tage-Arbeitswoche ergeben sich somit 20 Urlaubstage im Jahr. Hierbei ist egal, wie viele Stunden der Mitarbeiter an den einzelnen Tagen arbeitet. Sehen Tarif-oder Arbeitsverträge einen längeren Urlaubsanspruch vor, gilt auch dieser entsprechend für den Minijobber.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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2 Jahre zuvor

Hallo,
Normalerweise arbeite ich zweimal die Woche je 3 Stunden, was an Tagen oder Stunden oft schwankt. In letzter Zeit, sagt meine Chefin immer wieder kurzfristig ab, auch für eine ganze Woche, und ich dann zu wenige Stunden habe. Ich bin auf den Minijob angewiesen.im Vertrag steht flexibel Arbeitzeit, eigentlich haben wir dies geändert auf die besagten 2 Tage je 3 Stunden. Leider ist die neue Vereinbarung noch nicht unterzeichnet, obgleich die Änderung vor ca. 4 Wochen aufgesetzt wurde. Darf meine Chefin kurzfristig absagen? Manchmal einen Tag vorher.

Danke für Ihre Unterstützung
MfG Petra

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Petra
2 Jahre zuvor

Hallo Petra,

in einem bestehenden Arbeitsverhältnis steht dem Arbeitnehmer gegenüber dem Arbeitgeber grundsätzlich ein Anspruch auf tatsächliche Beschäftigung zu. Zur Arbeit auf Abruf ist im Allgemeinen niemand gezwungen, auch kein Minijobber es sei denn, diese Arbeitsform ist im Arbeitsvertrag ausdrücklich geregelt. Laut Ihrer Angaben haben Sie bereits Ihren Arbeitgeber auf eine Änderung im Arbeitsvertrag angesprochen. Die Unterzeichnung ist jedoch noch nicht erfolgt.
Wir empfehlen Ihnen daher, dass Sie sich mit Ihrer konkreten arbeitsrechtlichen Frage zur weiteren Beratung an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden.
Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Lungu
Lungu
2 Jahre zuvor

Guten Tag, ich habe es am 10 März angefangen und dieses Ende Monat wird unser Geschäft schließen. Ich arbeite jeden Tag von Mo-Sa 1, 3Std pro Tag .Wieviel Urlaubstage stehen mir zu und erst nach sechs Monaten oder geht auch voher,
Danke

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Lungu
2 Jahre zuvor

Hallo Lungu,

die Berechnung des gesetzlichen Urlaubsanspruchs ist einfach. Arbeitet ein Mitarbeiter jeden Werktag, hat er mindestens einen Urlaubsanspruch von 24 Werktagen im Jahr. Arbeiten Minijobber in jeder Woche die gleiche Anzahl von Arbeitstagen, gilt folgende Formel für den Mindesturlaub:

eigene Arbeitstage pro Woche x 24 (gesetzliche Urlaubstage) / 6

Die Berechnung Ihres Urlaubsanspruchs im Kalenderjahr können Sie auch mit unserem neuen Urlaubsrechner für Minijobber vornehmen.

https://www.minijob-zentrale.de/SiteGlobals/Forms/Urlaubsrechner/urlaubsrechner_formular.html

Da der Minijob in Ihrem Fall weniger als 6 Monate bestanden hat, haben Sie grundsätzlich Anspruch auf ein Zwölftel des Jahresurlaubs für jeden vollen Monat des Bestehens des Arbeitsverhältnisses. Das Arbeitsverhältnis bestand in diesem Kalenderjahr für fünf volle Monate und es ergibt sich folgende Berechnung: 24 Urlaubstage / 12 Monate x 5 Monate = 10 Urlaubstage.

Arbeitnehmer können Urlaub beanspruchen, wenn sie mindestens einen Monat im Arbeitsverhältnis stehen. Anspruch auf den vollen Jahresurlaub haben sie aber erst nach einer Wartezeit von sechs Monaten. Ob und wann Sie daher Ihren Urlaub nehmen können, klären Sie bitte mit Ihrem Arbeitgeber.

Abschließend empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden.
Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Sommer Manuela
Sommer Manuela
2 Jahre zuvor

Hallo liebes Team
Ich habe am 1.3.2018 einen Minijob angetreten.Habe also erst Urlaubsanspruch im September! Ich muss aber total Unterschiedlich Arbeiten. Mal sind es 5 Tage in der Woche dann habe ich wieder Mal eine Woche frei. Oder ich Arbeite 2-3 Mal die Woche. Vereinbart sind 40Stunden im Monat. Manchmal habe ich auch Überstunden die gesammelt werden und dann genommen werden wenn ich die 40 Stunden nicht voll bekomme. Wie viel Urlaub steht mir da zu? Darf der Arbeitgeber mir hier 5 Urlaubstage für eine Woche anrechnen?

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Sommer Manuela
2 Jahre zuvor

Hallo Frau Sommer,

auch für Minijobber mit unregelmäßigen Arbeitstagen pro Woche lässt sich der Anspruch auf Urlaub ganz leicht berechnen.
Ist die Anzahl von Arbeitstagen in der Woche regelmäßig ungleich, also zum Beispiel mal zwei oder drei Tage in der Woche, bezieht sich die Berechnung des Urlaubs auf das Jahr und nicht auf die Woche. Die auf 52 Wochen (= 1 Jahr) bezogenen Werte ergeben dann die Jahresarbeitstage. Das Bundesarbeitsgericht hat festgelegt, dass die Arbeitsverpflichtung in einem Jahr bei einer 5-Tage-Woche 260 Arbeitstage beträgt und 312 Werktage bei einer 6-Tage-Woche.
Die Formel lautet dann:
Gesetzliche oder tarifvertragliche Urlaubstage x eigene Arbeitstage / Jahreswerktage (312)/Jahresarbeitstage (260)

Bitte beachten Sie, dass Sie die Jahreswerktage bzw. Jahresarbeitstage noch auf 10 Monate kürzen müssen, da Sie Ihr Beschäftigungsverhältnis am 1. März 2018 begonnen haben.

Die Anrechnung von 5-Tagen-Urlaub in einer Woche ist nur korrekt, wenn Sie auch an 5 Tagen in der Woche regelmäßig arbeiten.

Abschließend empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden.
Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.
Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Anonym
Anonym
2 Jahre zuvor

Hallo zusammen,
wir haben einen Minijobber, der immer einmal pro Woche bei uns tätig ist. Er ist in der Wahl seines Arbeitstages recht flexibel. Überwiegend erbringt er seine Arbeitsleitung dienstags. Hin und wieder arbeitet er jedoch anstatt dienstags auch an einem anderen Tag in der Woche. Der 1. Mai (Feiertag) war nun beispielswiese ein Dienstag, weshalb der Mitarbeiter in dieser Woche nicht gearbeitet hat. Da der Dienstag jedoch nicht als fester Arbeitstag vorgeschrieben wurde, könnte er dann auch an einem anderen Tag in dieser Woche zur Arbeit herangezogen werden?
Der Mitarbeiter erhält ein festes Monatsentgelt.

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Anonym
2 Jahre zuvor

Hallo,

ein Arbeitgeber muss seinem Minijobber auch für die Arbeitszeit, die infolge eines gesetzlichen Feiertages ausfällt, das Arbeitsentgelt zahlen, das er ohne den Arbeitsausfall erhalten hätten.

Der Arbeitnehmer hat dann einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung für Feiertage, wenn der Feiertag auf einen Tag fällt, an dem er sonst regelmäßig zur Arbeitsleistung verpflichtet ist. Wir können Ihrer Anfrage nicht entnehmen, welche Vereinbarung bezüglich der Wochenarbeitstage im Arbeitsvertrag geschlossen wurde. Ist hingegen arbeitsvertraglich genau festgelegt, an welchen Tagen er arbeitet und fällt auf einen dieser Tage ein Feiertag, dann ist die Arbeitsleistung nicht nachzuholen.

Wird keine Regelung getroffen, betrachtet man die Arbeitstage der Vergangenheit. Wurde in der Vergangenheit an dem Wochentag, auf den der Feiertag fällt, häufig gearbeitet, soll eine Vermutung für einen Arbeitsausfall am Feiertag sprechen. Diese Vermutung hätte der Arbeitgeber dann zu widerlegen.

Abschließend empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden.
Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Petra
Petra
2 Jahre zuvor

Hallo, wie verhält es sich bei Betriebsferien, ich arbeite an zwei Tagen drei Stunden.
MfG

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Petra
2 Jahre zuvor

Hallo Petra,

als Betriebsferien wird die Zeit bezeichnet, in der der Arbeitgeber einer Firma einheitlichen Urlaub für alle oder einen Teil der Mitarbeiter festsetzt. Meist wird das Unternehmen während der Betriebsferien zeitlich befristet stillgelegt. In der Regel dauern Betriebsferien zwei oder drei Wochen an. Während der Betriebsferien müssen Mitarbeiter Ihren Urlaub für die Tage nehmen, an denen sie sonst zur Arbeitsleistung verpflichtet sind. In Ihrem konkreten Fall wäre das pro Betriebsferien-Woche zwei Urlaubstage.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Yverddon
Yverddon
2 Jahre zuvor

Hallo Minijob-Zentrale Team,
ich habe 3 Monate mit völlig unregelmäßigen Zeiten pro Woche gearbeitet. Mal war es 1 Schicht, mal 4 Schichten und auch häufig 0 Schichten pro Woche. Eine Schicht dauerte manchmal 5,5 Stunden und manchmal auch 6 Stunden. Die Arbeit konnte von Montags bis Samstags anfallen.
Dann habe ich Ende Mai zum 14.6. (nach genau 3 Monaten) gekündigt. Am folgenden Tag gab es das Unwetter und es konnten keine weiteren Schichten mehr geleistet werden (Fa. geschlossen).

Ich habe nun 3 Fragen:
1.) Wie berechnet sich der Urlaub bei diesen wechselnden Bedingungen? Im Vertrag steht keine Urlaubsdauer, daher gehe ich vom gesetzlichen Anspruch aus. Gilt dann ganz normal die Jahresformel ((24/312)*Schichten) oder gibt es für den anteiligen Urlaub etwas zu beachten?

2.) Wie viele Stunden werden angerechnet, da die einzelnen Schichten ja immer geschwankt haben? Wird dafür der Mittelwert über alle Schichten gebildet?

3.) Hätte ich beim Kündigungsschreiben meinen Resturlaub einfordern müssen? Im nachhinein konnte ich ihn ja nicht mehr nehmen, weil die Fa geschlossen hat. Oder wird der Anspruch automatisch mit der letzten Abrechnung vergütet?

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Yverddon
2 Jahre zuvor

Hallo Yverddon,

die Regelung der Urlaubstage im Arbeitsverhältnis richtet sich grundsätzlich nach den Vorschriften des Bundesurlaubsgesetzes (BUrlG).

Ist die Anzahl von Arbeitstagen in der Woche regelmäßig ungleich, also z. B. mal zwei oder drei Tage in der Woche, bezieht sich die Berechnung des Urlaubs auf das Jahr und nicht auf die Woche. Die auf 52 Wochen (= 1 Jahr) bezogenen Werte ergeben dann die Jahresarbeitstage. Das Bundesarbeitsgericht hat festgelegt, dass die Arbeitsverpflichtung in einem Jahr bei einer 5-Tage-Woche 260 Arbeitstage beträgt und 312 Werktage bei einer 6-Tage-Woche.
Die Formel lautet dann:
Gesetzliche oder tarifvertragliche Urlaubstage x eigene Arbeitstage
Jahreswerktage (312)/Jahresarbeitstage (260)
Es wird die Stundenzahl für den Urlaubstag zugrunde gelegt, die für den Mitarbeiter an diesem Arbeitstag angefallen wäre. Minusstunden dürfen resultierend aus einem Urlaubstag nicht entstehen.

Sie scheiden innerhalb der ersten Jahreshälfte aus dem Arbeitsverhältnis aus und haben damit nicht die Wartezeit von sechs Monaten erfüllt. Somit haben Sie grundsätzlich Anspruch auf ein Zwölftel des Jahresurlaubs für jeden vollen Monat des Bestehens Ihres Arbeitsverhältnisse.

Eine finanzielle Abgeltung des Urlaubs sieht das Gesetz in § 7 Absatz 4 BUrlG und damit nur bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses vor: „Kann der Urlaub wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses ganz oder teilweise nicht mehr gewährt werden, so ist er abzugelten.“

Wir empfehlen Ihnen, sich mit weitergehenden arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden. Auch um zu erfragen, ob Sie den Resturlaubsanspruch hätten schriftlich einfordern müssen.
Das Bürgertelefon erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.
Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

H.
H.
2 Jahre zuvor

Liebe Team, ich arbeite 12,5 std pro Woche, Montag-Mittwoch (4std. pro Tag + monatliche Plenum) in eine sehr kleine Unternehme. Der Job hat am Anfang Februari dieses Jahr angefangen. In der Vertrag steht keine feste Infos an der Urlaubzeit an, außer dass vollzeitige MitarbeiterInnen sollen “mindestens 24 Tag pro Jahr” kriegen. Ich wohne in Berlin. Meine Frage: wie viele Urlaubstage habe ich, und wie viel wird die vergütet? DANKE! Viele Grüße

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  H.
2 Jahre zuvor

Guten Tag,

bei einer 3-Tage-Arbeitswoche ergibt sich für Sie ein Urlaubsanspruch von mindestens 12 Tagen pro Kalenderjahr. Der volle Urlaubsanspruch wird erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses erworben.

Für Ihre neue Beschäftigung ab Februar ergibt sich somit für 2018 ein anteiliger Anspruch von 11 Tagen. Ab dem Monat August könnten Sie Urlaub nehmen.

Für die Zeit des Urlaubs wird Ihnen der durchschnittliche Lohn weitergezahlt, welchen Sie in den letzten dreizehn Wochen vor Beginn des Urlaubs erhalten haben, mit Ausnahme eventueller Überstunden.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

K***
K***
2 Jahre zuvor

Liebes Team der Minijob Zentrale,
wie lässt sich der Urlaub berechnen, wenn in 6 Monaten (Jan-Jun) lediglich ein Tag (9,2h) gearbeitet wurde? Theoretisch kann man doch niemanden 6 Monate angestellt haben, ohne bezahlten Urlaub zu geben, auch wenn er in dieser Zeit nur einen Tag da war oder? Die Abwesenheit hatte keine betrieblichen Gründe und auch keine krankheitsbedingten seitens des Arbeitnehmers. Falls ihr eine Antwort habt, bitte mit Angabe Paragraph aus dem Bundesurlaubsgesetz.

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  K***
2 Jahre zuvor

Guten Tag,

jeder Arbeitnehmer hat in jedem Kalenderjahr Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub.
Der Anspruch entsteht allein durch ein bestehendes Arbeitsverhältnis und nach Ablauf einer 6-monatigen Wartezeit.

Endet das Beschäftigungsverhältnis vor Ablauf dieser Wartezeit, hat der Arbeitnehmer Anspruch auf ein Zwölftel des Jahresurlaubs für jeden vollen Monat des Bestehens des Arbeitsverhältnisses. (§ 5 Bundesurlaubsgesetz)

Entscheidend für die Beantwortung Ihrer Frage ist, was genau arbeitsvertraglich ursprünglich vereinbart wurde. (Anzahl der Arbeitstage pro Woche, Dauer der Beschäftigung, Entlohnung…)

Wir empfehlen Ihnen, sich mit Ihrer konkreten arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales zu wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Magdalena Kramer
Magdalena Kramer
2 Jahre zuvor

Liebes Team,
vielen lieben Dank für die ganzen Informationen!
Mal eine Frage
Wir werden ab nächsten Monat eine Dame anmelden, die uns 1 mal pro Woche für 2 Stunden im Haushalt helfen wird.
Auch für sie berechnen wir dann den Urlaub (trotz der geringen Stundenzahl)
mit 4 Tagen im Jahr?
Das bedeutet, dass sie an 4 Tagen nicht kommt, den Stundenlohn für 2h Arbeit jedoch ausgezahlt bekommt??
Vielen lieben Dank im Voraus
Mit freundlichen Grüßen
M.Kramer

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Magdalena Kramer
2 Jahre zuvor

Guten Tag Frau Kramer,

der Urlaubsanspruch von 4 Urlaubstagen im Kalenderjahr ist korrekt. Bei Beschäftigung ab 1. Juli 2018 halbiert sich der Urlaubsanspruch auf noch 2 Urlaubstage für das Kalenderjahr 2018. Den Stundenlohn bekommt Ihre Haushaltshilfe für die 2 Tage einfach weitergezahlt.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale