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Besser legal: Durch die Anmeldung meiner Haushaltshilfe werde ich bei der Steuer belohnt! (Nachgefragt #21)

Ein anonymer Anrufer möchte für seinen Haushalt eine Haushaltshilfe einstellen und ihr monatlich 180 € zahlen. Er würde sie gerne bei der Minijob-Zentrale anmelden, scheut aber die dann anfallenden Abgaben in Höhe von 14,69 % des gezahlten Gehalts. Aber ist Schwarzarbeit wirklich eine Alternative wegen geringer Mehrausgaben von nur 26,44 €?

Beantwortet! von Michaela aus dem Service-Center (zuletzt aktualisiert am 31.10.2019)

„Anmelden lohnt sich“ ist nicht nur ein Werbeslogan, sondern da steckt wirklich bares Geld dahinter. Denn durch eine offizielle Anmeldung Ihrer Haushaltshilfe bei der Minijob-Zentrale haben Sie tatsächlich einen Steuervorteil. Zudem gehen Sie auch nicht das Risiko ein, im Falle eines Unfalls Ihrer Haushaltshilfe, tief in die Tasche greifen zu müssen.

Monatlich 20% Steuervorteil für die Kosten der Haushaltshilfe

Ihre Einkommensteuer als Arbeitgeber (Privathaushalt) ermäßigt sich um 20% der Gesamtkosten, die bei Ihrer angemeldeten Haushaltshilfe anfallen (maximal 510 € im Kalenderjahr).

Rechenbeispiel

Monatlicher Verdienst der Haushaltshilfe: 180,00 €

Monatliche Abgaben des Arbeitgebers

an die Minijob-Zentrale (14,69% von 180 €): 26,44 €

Monatliche Ausgaben insgesamt: 206,44 €
Monatlicher Steuervorteil:  41,29 €
(20% von 206,44 €)

Durch den Steuervorteil kostet Sie die offiziell angemeldete Haushaltshilfe 165,15 € anstatt 180 € bei Schwarzarbeit. Sie sparen also mit der Anmeldung rund 15 € pro Monat.

Nutzen Sie an dieser Stelle auch gerne unseren Haushaltsscheck Rechner, um die Abgaben und den Steuervorteil bei anderen Verdiensthöhen zu errechnen.

Geld © Kesu /? Fotolia
Angemeldete Haushalshilfen helfen Steuern sparen

Größerer Steuervorteil bei Kinderbetreuung

Stellen Sie eine Hilfe für die ausschließliche Betreuung Ihrer Kinder ein, kann sich der Steuervorteil noch mehr lohnen. Als Sonderausgabe sind 2/3 der gesamten Betreuungskosten absetzbar, jedoch höchstens 4.000 € im Jahr pro Kind. Für die Anerkennung als Sonderausgabe ist Voraussetzung, dass das zum Haushalt gehörende Kind das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.

Soweit Kinderbetreuungskosten als Sonderausgabe geltend gemacht werden können, entfällt die ansonsten für Minijobs in Privathaushalten übliche Möglichkeit, die Einkommensteuer um 20 % (maximal 510 € pro Jahr) zu mindern.

Nachweis für das Finanzamt

Der Arbeitgeber im Privathaushalt erhält automatisch zu Jahresbeginn von der Minijob-Zentrale eine Bescheinigung für das vergangene Kalenderjahr zur Vorlage beim Finanzamt. Sie beinhaltet den Zeitraum und die Höhe des gezahlten Verdienstes sowie die darauf entfallenden Abgaben.

Vorteil: Unfallversicherungsschutz

Angemeldete Haushaltshilfen sind offiziell gesetzlich unfallversichert. Die gesetzliche Unfallversicherung schützt Arbeitgeber vor Ansprüchen der Haushaltshilfe bei einem Unfall. Der zuständige Unfallversicherungsträger wird automatisch von der Minijob-Zentrale informiert, sobald die Haushaltshilfe angemeldet ist. Schwarzarbeit kann hier teuer werden. Arbeitgeber, die ihre Hilfe illegal im Haushalt beschäftigen, riskieren Ärger mit dem Unfallversicherungsträger. Dieser kann den Privathaushalt für die entstandene Unfallkosten in die Haftung nehmen.

Inhalt des Unfallversicherungsschutzes

Haushaltshilfen sind gesetzlich unfallversichert

  • bei allen hauswirtschaftlichen Tätigkeiten
  • auf allen damit zusammenhängenden Wegen und
  • auf dem direkten Weg von ihrer Wohnung zur Arbeit und zurück

Auf der Suche nach einer Haushaltshilfe?

Die Haushaltsjob-Börse ist das offizielle Online-Stellenportal für Beschäftigungen in Privathaushalten. Es ist ein kostenloser Service der Minijob-Zentrale.

Egal, ob Sie jemanden für Ihren privaten Haushalt zur Unterstützung suchen oder selbst Ihre Unterstützung für Tätigkeiten im privaten Haushalt anbieten möchten, bei der Haushaltsjob-Börse werden Arbeitgeber und Arbeitnehmer fündig.

Haushaltshilfe anmelden

Wie Sie Ihrer Haushaltshilfe ganz einfach anmelden können, erfahren Sie auf unserer Internetseite: Haushaltshilfe hier anmelden.

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Roth
Roth
2 Monate zuvor

Kann ich die Haushaltshilfe auch bar bezahlen, oder nur per Überweisung?

Some@one
Some@one
4 Monate zuvor

“20 % Steuerlich geltend machen”. Das bedeutet aber nicht, das Jemand diese 20 Prozent auch wirklich netto wieder bekommt. Die 20 % Mindern lediglich das ZU VERSTUERNDE EINKOMMEN um einen Betrag. D.H. im Klartext. Ihr spart auf diese 20 % Anrechenbare kosten EUREN INDIVIDUELLEN STUERSATZ (i.d.R. 25-45 %). Im Endeffekt ist der o.g. Steuerspareffekt also nicht mal 20 Euro, also UNTERHALB der Abgaben für die Minijobzentrale. Der Staat verschenkt mit Sicherheit kein Geld, so lange wie er nicht mehr dadurch bekommt (was in diesem Fall nicht der Fall ist). Hinzu kommt das o.g. des Urlaubs etc, jedoch die rechtliche Absicherung.

rolf Schultz
rolf Schultz
2 Jahre zuvor

leider steht nichts über Kündigungen im Text. Ich habe eine Haushalshilfe diese hat mich zum wiederholten mal Beleidigt .dieses mal bei meiner Schwester.kann ich dieser Frau Fristlos kündiegen.

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  rolf Schultz
2 Jahre zuvor

Hallo Herr Schultz,

ausführlichere Informationen zum Thema Kündigungsschutz und Kündigungsfristen bei Minijobs im Privathaushalt finden Sie auf unserer Homepage unter folgendem Link: http://t1p.de/MJZE-Kuendigungsschutz-und-Fristen

Wir bitten jedoch um Ihr Verständnis, dass wir Sie zu arbeitsrechtlichen Einzelanfragen im Detail nicht beraten können. Als Minijob-Zentrale erteilen wir lediglich allgemeine Auskünfte zum Thema Arbeitsrecht. Für eine individuelle Beratung zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

trackback
Haushaltshilfe online anmelden – jetzt noch einfacher | Die Minijob-Zentrale
3 Jahre zuvor

[…] Die Anmeldung bei der Minijob-Zentrale bringt sowohl dem Arbeitgeber als auch der Haushaltshilfe viele Vorteile. Arbeitgeber sparen mit der Anmeldung Steuern und Haushaltshilfen genießen unter anderem den vollen Versicherungsschutz der Unfallversicherung. Lesen Sie mehr über die Vorteile in unserem Blog „Besser legal: Durch die Anmeldung meiner Haushaltshilfe werde ich bei der Steuer belohnt!“. […]

Jörg
Jörg
3 Jahre zuvor

Hallo,
kann denn ein Familienmitglied (hier die Mutter) für die Kinderbetreuung als Minijobber “angestellt” werden?
Danke, Jörg

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Jörg
3 Jahre zuvor

Hallo Jörg,

gern können Sie für die Kinderbetreuung ein Familienmitglied, was nicht gemeinsam mit Ihnen im Haushalt lebt, als Minijobber im Privathaushalt anstellen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Jörg
Jörg
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
3 Jahre zuvor

Ganz herzlichen Dank.
Gruß Jörg

Udo
Udo
3 Jahre zuvor

Das Beispiel mit den 180€/Monat suggeriert Steuervorteile bis 450€/Monat. Tatsächlich wird hier und überall der Grenzfall für den maximalen Steuervorteil von 42,5€/M (510€/a) angegeben. Dass bei allen Entgelten >180€/M der Steuervorteil durch Deckelung schwindet, wird an keiner Stelle vorgerechnet. Dem genauer Nachrechnenden fällt eben dieses “Rosinen-Pickerei-Beispiel-180€/M” ins Auge und verleitet zu Vergleichsbetrachtungen gemäß Anonymus in den Kommentaren zuvor.
Als wählerischer “Arbeitgeber” empfiehlt sich die Anstellung einer nicht gesetzlich versicherten Haushaltshilfe (z.B. über Familien-Beihilfe/privat versichert), wo sich gemäß Minijob-Rechner der Steuervorteil bis auf Entgelte von 434€/Monate günstig auswirkt…

Anonym
Anonym
3 Jahre zuvor

Die Berechnung ist nicht korrekt; berücksichtigt man den verpflichtenden bezahlten Jahresurlaub und evtl. Krankheitstage, geht der finanzielle Vorteil gegen 0.

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Anonym
3 Jahre zuvor

Hallo Anonymous,

in dem Beispiel könnten auch bezahlte Urlaubstage berücksichtigt werden und am steuerlichen Vorteil würde sich nichts ändern. Angemeldete Haushaltshilfen haben einen Anspruch auf bezahlten Urlaub und Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Der Vorteil der Anmeldung ist zusätzlich, dass der Arbeitgeber den größten Teil der Kosten für die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall durch die Arbeitgeberversicherung der Knappschaft erstattet bekommt.

Selbst wenn die Haushaltshilfe nicht angemeldet wäre, würden die allgemeinen arbeitsvertraglichen Vorschriften gelten und z. B. einen Urlaubsanspruch oder die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall begründen.

Insofern ist unsere Berechnung schon korrekt und lukrativ.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Anonym
Anonym
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
3 Jahre zuvor

Wenn ich eine Reinigungskraft

a) für ein Mal pro Woche schwarz anstelle und ihr konsequenterweise auch keinen bezahlten Urlaub gewähre, dann beträgt meine jährliche Belastung 12 x 180 € = 2.160 €. Dies macht 2.160 €/52 = 41,53 € pro Woche.

b) anmelde und ihr den verpflichtenden Jahresmindesturlaub gewähre (1 Tag pro Quartal) , dann beträgt meine jährliche Belastung 12 x 1,148 x 180 € x 0,8 = 1.983,74 €. Dies macht 1.983,74 € / 48 = 41,33 € pro Putzwoche.

Jede legale Putzeinheit kostet mich praktisch genau so viel wie jede illegale Putzeinheit.

Das ändert nichts daran, dass eine Anmeldung rechtlich und u.U. auch moralisch geboten ist. Allerdings ist die “Werbung”, dass der Arbeitgeber durch die Anmeldung eine geringere Belastung hat, irreführend, da er auch eine geringere Leistung erhält.

Die oben beschriebene Beispielrechnung könnte noch ergänzt werden um

a) den Erwartungswert der Kosten im Falle eines Unfalls oder im Falle des Auffliegens

b) Kosten für Ausfallzeiten (Krankheit, Mutterschutz)