Zuletzt aktualisiert am

Lesedauer: 5 Minuten

Coronavirus und Minijob – Ihre Fragen an uns

Das Coronavirus ist zu einem bestimmenden Thema für uns alle geworden und beeinflusst immer mehr den Arbeitsalltag. Minijobber und Minijob-Arbeitgeber sind von den Auswirkungen gleichermaßen betroffen.

Mit der Ausbreitung des Coronavirus erreichen uns täglich verschiedene Fragen, die sich auf Beschäftigungen im Minijob beziehen.

Ihre Fragen und Antworten zu Corona und Minijob haben wir zusammengefasst:

Mein Minijobber ist an dem Coronavirus nachweislich erkrankt. Kann ich als Arbeitgeber einen Erstattungsantrag als Ausgleich für Aufwendungen der Lohnfortzahlung stellen?

Im Fall der Arbeitsunfähigkeit Ihres Minijobbers zahlen Sie als Arbeitgeber den regelmäßigen Verdienst für den Zeitraum von bis zu sechs Wochen weiter. Dies gilt auch bei einer nachgewiesenen Corona-Erkrankung. Wenn Sie am Umlageverfahren für die U1 (Aufwendungen bei Krankheit) teilnehmen,  können Sie eine Erstattung im Krankheitsfall des Minijobbers geltend machen. Hierzu stellen Sie einen Antrag bei unserer Arbeitgeberversicherung.

Mein Minijobber wurde unter Quarantäne gestellt, da in seinem häuslichen Umfeld eine Corona-Infektion aufgetreten ist. Zahle ich als Arbeitgeber den Verdienst weiter?

Ist Ihr Minijobber nicht selbst erkrankt, jedoch unter Quarantäne gestellt, hat er Anspruch auf Fortzahlung seines Verdienstes. Sofern ein öffentlich rechtlicher Entschädigungsanspruch nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) besteht, können Sie sich als Arbeitgeber diese Kosten auf Antrag von der zuständigen Gesundheitsbehörde erstatten lassen.

Weitere Informationen haben die Spitzenorganisationen der Sozialversicherung in einem gemeinsamen Besprechungsergebnis festgehalten.

aktualisiert am 27.04.2020

Meine Firma lebt vom Publikumsverkehr. Daher lasse ich nun aufgrund der Verbreitung des Coronavirus vorsorglich meine Geschäftsräume mehrmals am Tag reinigen. Durch den erhöhten Aufwand bei der Reinigung überschreitet der Verdienst meines Minijobbers nunmehr die 450 Euro Grenze. Handelt es sich bei der Reinigung noch um einen Minijob?

Wenn der Jahresverdienst eines Minijobbers 5.400 Euro übersteigt, liegt nicht automatisch eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vor. Ein Minijob bleibt auch dann bestehen, sofern die Verdienstgrenze gelegentlich und nicht vorhersehbar überschritten wird. Gelegentlich bedeutet: Nicht mehr als 3 Kalendermonate innerhalb eines Zeitjahres bzw. in der Zeit vom 1. März 2020 bis zum 31. Oktober 2020 gelten 5 Kalendermonate. Unvorhersehbar heißt: Nicht im Voraus vereinbart. Die Höhe des Verdienstes spielt bei der Überschreitung keine Rolle. Eine betragsmäßige Obergrenze für das dreimalige Überschreiten gibt es nicht.

Der erhöhte Reinigungsbedarf war nicht vorhersehbar. Wenn dadurch für maximal 3 Monate bzw. 5 Monate innerhalb des maßgebenden 12-Monats-Zeitraums ein höherer Verdienst als vorgesehen gezahlt wird, handelt es sich um ein gelegentliches Überschreiten der Entgeltgrenze, das unschädlich für den Minijob ist. Der 12-Monats-Zeitraum endet immer mit dem Ende des Entgeltabrechnungsmonats, in dem ein unvorhersehbares Überschreiten vorliegt und beginnt 12 Monate vorher. Somit verläuft beispielsweise die Frist für den Monat April 2020 vom 1. Mai 2019 bis 30. April 2020. Innerhalb dieses Zeitraums darf ein unvorhersehbares Überschreiten bis zum 3-mal bzw. ab März 2020 5-mal vorliegen.

Weitere Informationen finden Sie hierzu in unserem Blogbeitrag „Mehrarbeit wegen Corona: 450-Euro-Grenze darf im Minijob überschritten werden“.

Gelten auch für Minijobber die Regelungen zum Kurzarbeitergeld, die aufgrund des am 13. März 2020 im Bundesgesetzblatt veröffentlichten „Gesetzes zur befristeten krisenbedingten Verbesserung der Regelungen für das Kurzarbeitergeld“ eingeführt worden sind?

Die im oben genannten Gesetz vorgesehenen vereinfachten Bedingungen für die Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld gelten nur für die Fälle, für die ein Grundanspruch auf Kurzarbeitergeld gegeben ist. Hierzu zählen nur Arbeitnehmer, die versicherungspflichtig in der Arbeitslosenversicherung sind. Minijobber erhalten kein Kurzarbeitergeld, weil sie arbeitslosenversicherungsfrei sind.

Wenn ich Probleme habe, meine Minijob-Abgaben rechtzeitig zu zahlen, weil der ganze Betrieb wegen Corona ruht, gelten für diesen Fall besondere Regelungen in der Sozialversicherung?

Ja, es gelten besondere Regelungen in der Sozialversicherung. Die Zahlungsschwierigkeiten werden in diesem Fall durch ein sogenanntes unabwendbares Ereignis verursacht. Die Einzugsstellen zeigen sich kulant und verzichten auf die üblichen Gebühren für verspätete Beitragszahlungen. So werden beispielsweise keine Stundungszinsen berechnet oder es werden Säumniszuschläge bzw. Mahngebühren auf Antrag erlassen.

Bitte beachten: Die Minijob-Zentrale kann nicht erkennen, ob bei Ihnen -aktuell durch Corona- ein unabwendbares Ereignis vorliegt, was Sie an der rechtzeitigen Zahlung der Abgaben hindert. Die Prozesse bei der Minijob-Zentrale zur Feststellung der rechtzeitigen Beitragszahlung durch den Arbeitgeber sind elektronisch gesteuert. Für nicht rechtzeitig gezahlte Abgaben werden – ohne Zutun eines Mitarbeiters – systemseitig Säumniszuschläge erhoben. Darüber hinaus werden ausstehende Beiträge gemahnt und Mahngebühren festgesetzt. Wenn Sie uns als Arbeitgeber einen Hinweis auf Ihre Situation geben, werden wir Sie von diesen Maßnahmen ausnehmen.

Fragen zu den arbeitsrechtlichen Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus beantwortet auch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales in einem Fragen- und Antwortenkatalog.

Anmerkung:
Liebe Leserinnen und Leser unseres Blogs,
soweit es uns möglich ist, beantworten wir gerne alle Ihre Fragen. Unser Beitrag „Coronavirus und Minijob“ wird zum Anlass genommen, uns Fragen zum Arbeitsrecht zu stellen. Erlauben Sie uns in diesem Zusammenhang den Hinweis, dass wir ein Sozialversicherungsträger sind und unsere Kernkompetenz somit im Bereich des Sozialversicherungsrechts liegt.
Wir haben alle Fragen zum Sozialversicherungsrecht in dem Blog-Artikel aufgegriffen. Arbeitsrechtlich haben wir nur die Möglichkeit über gesetzliche Regelungen zu informieren. Wir dürfen weder zu diesen Themen beraten noch Hinweise über die praktische Umsetzung geben.
In diesem Sinn verstehen Sie bitte auch unsere Ausführungen.
Eine in den Kommentaren viel diskutierte Frage dreht sich darum, wie Arbeitgeber und ihre Minijobber abgesichert sind, wenn der Betrieb behördlich angeordnet geschlossen wird und eine Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz nicht gegeben ist? Darauf antwortet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales wie folgt:
„Im Hinblick auf die Entgeltfortzahlung gilt, dass der Arbeitgeber grundsätzlich weiter zur Entgeltzahlung verpflichtet bleibt, wenn die Arbeitnehmer arbeitsfähig und arbeitsbereit sind, aber er sie aus Gründen nicht beschäftigen kann, die in seiner betrieblichen Sphäre liegen (sog. Betriebsrisikolehre, § 615 Satz 3 BGB). Dazu würden etwa Fälle zählen, in denen es aufgrund von COVID-19-Erkrankungen zu erheblichen Personalausfällen oder Versorgungsengpässen käme, in deren Folge der Arbeitgeber die Betriebstätigkeit vorübergehend einstellen würde. Die Arbeitnehmer behalten also in diesen Fällen ihren Entgeltanspruch, auch wenn sie nicht arbeiten können.
Hinweis: Für diese Konstellationen, in denen weder Arbeitgeber noch Arbeitnehmer den Arbeitsausfall zu vertreten haben, können einzel- oder kollektivvertragliche Vereinbarungen Abweichendes regeln.“
Im Ergebnis bedeutet dies, dass ein Minijobber auch bei einer Betriebsschließung weiterhin Anspruch auf Zahlung seines Verdienstes hat. Wie der Arbeitgeber aber unterstützt wird, um diese Kosten zu decken, darauf geben die gesetzlichen Regelungen unseres Erachtens derzeit keine Antwort. „Kurzarbeit“ anzumelden, ist für den Betrieb zumindest für die Minijobber auch keine Lösung, weil diese Arbeitnehmer nach der geltenden Rechtslage keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld haben.
Wir informieren über unseren Blog, wenn wir neue Erkenntnisse in dieser Angelegenheit haben.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat aufgrund der Corona-Krise ein Service- und Infopaket auf seiner Internetseite zusammengestellt.

521 Kommentare zu “Coronavirus und Minijob – Ihre Fragen an uns”

  1. Hallo ihr Lieben,

    Ich bin eine Auszubildende in Kurzarbeit und möchte nun einen Minijob annehmen. Habe ich dem Unternehmen bereits letztes und vorletztes Jahr gearbeitet, aber da es Saisonarbeit ist werden die Aushilfen immer ab und wieder angemeldet. Der Minijob liegt nicht in einem systemrelevanten Bereich.
    Liege ich jetzt mit folgender Rechnung richtig : 850 € Gehalt als Azubine mit denen normalerweise Kurzarbeit gerechnet wird (680 Netto circa) davon werden dann 450 € abgezogen, die ich im Minijob verdiene. Bleiben mir also nur noch 60% von 400 € Brutto aus der Kurzarbeit?

    Danke schonmal für die Antwort
    LG

    1. Hallo Lara,

      wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir Sie zu diesem Thema nicht beraten können. Die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs. Unsere Kernkompetenz liegt im Bereich des Sozialversicherungsrechts.

      Kurzarbeitergeld ist eine Leistung, die von der Agentur für Arbeit ausgezahlt wird. Wir bitten Sie daher, Ihre Frage an die zuständige Agentur für Arbeit zu richten.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  2. Ich bin in einem Privathaushalt als Haushaltshilfe beschäftigt.
    Durch Schul-/ Kitaschließung konnte ich dort nicht arbeiten (AG hatte die Info/ im Haushalt des AG leben auch 2 Risikopatienten)
    Nun hat mich der AG ohne mein Wissen einfach bei euch abgemeldet, ohne mein Wissen und ohne Kündigung. Das kam nur raus, weil ich dort zum 30.05. gekündigt habe (da weiterhin keine Betreuung meiner Kinder gewährleistet).
    Ist eine Abmeldung ohne Kündigung rechtens? (Es bestand ein Arbeitsvertrag).
    Steht mir für April und Mai Geld zu? Was ist mit nicht genommenen Urlaub?

    1. Hallo Janine,

      grundsätzlich darf in der Sozialversicherung ein Beschäftigungsverhältnis bis zu einem Monat ohne Verdienst bestehen. Erhalten Sie länger als einen Monat keinen Verdienst, ist eine Abmeldung zu erstellen.

      Ob Sie für die Monate April und Mai Anspruch auf Lohn haben können wir Ihnen pauschal nicht beantworten. Wir bitten Sie zu berücksichtigen, dass wir ein Sozialversicherungsträger sind und unsere Kernkompetenz somit im Bereich des Sozialversicherungsrechts liegt. Ihr Anliegen betrifft aber das Arbeitsrecht. Unsere Auskünfte zum Arbeitsrecht beschränken sich nur darauf, über die gesetzlichen Regelungen zu informieren, nicht hingegen hierzu zu beraten oder vorzugeben, wie diese in der Praxis umzusetzen sind. In diesem Sinne verstehen Sie bitte auch unsere Ausführungen in unserem Blog-Beitrag.

      Zu arbeitsrechtlichen Fragen informiert das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat das BMAS auch einen Fragen- und Antwortenkatalog zu arbeitsrechtlichen Fragen veröffentlicht. https://t1p.de/BMAS-FAQ-Corona-Arbeitsrecht

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  3. Hallo, ich habe seit 2 Jahren einen Minijob in der Gastronomie, wo ich während der Corona Pandemie nicht arbeiten konnte. Habe mir in der Zeit einen anderen Minijob auf 450€ Basis gesucht. Nächste Woche soll die Gastronomie wieder öffnen. Nun meine Frage, kann ich während der Corona Pandemie beide Minijobs machen, oder muss ich steuern zahlen? (Ich bin Studentin)

    1. Hallo Annemarie,

      üben Sie keine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung aus, können Sie mehrere 450-Euro-Minijobs nebeneinander ausüben. Der gesamte monatliche Verdienst darf jedoch durchschnittlich 450 Euro nicht überschreiten.

      Verdienen Sie insgesamt mehr als 450 Euro im Monat, werden alle Beschäftigungen versicherungspflichtig zu Ihrer Krankenkasse gemeldet. Ob für Sie das sogenannte Werkstudentenprivileg Anwendung finden kann (Beschäftigung in der Vorlesungszeit nur maximal 20 Stunden pro Woche), entscheidet Ihre zuständige Krankenkasse.

      Auch die Versteuerung der Einkommen kann im Fall der Überschreitung der Verdienstgrenze nicht mehr pauschal mit 2 Prozent wie im Minijob erfolgen. Vielmehr wird das Einkommen nach den individuellen Lohnsteuermerkmalen vorgenommen. Alternativ können Sie auch eine pauschale Lohnsteuer von 20 Prozent wählen. Hierzu berät Sie Ihr zuständiges Finanzamt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    1. Hallo Erika,

      verstehen wir Sie richtig: Sie möchten wissen, ob der Arbeitsvertrag bei einer Grenzkontrolle als Beschäftigungsnachweis anerkannt wird?

      In der Regel händigt der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer eine Bescheinigung aus, welche das bestehende Beschäftigungsverhältnis bestätigt. Ob ein Arbeitsvertrag ausreichend ist, sagt Ihnen die zuständige Grenzkontrollbehörde.
      Für Privathaushalte als Arbeitgeber finden Sie einen Vordruck zur Bescheinigung einer Beschäftigung unter folgendem Link: https://t1p.de/MJZE-AG-Beschaeftigungsbescheinigung-Haushalt

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  4. Hallo liebes Minijob Team,
    Ich arbeite in einem Friseursalon schon über 20 Jahre auf Minijobbasis.
    Da die Geschäfte jetzt rund 6 Wochen geschlossen hatten, stürmen die Kunden
    unser Geschäft. Da es sehr Zeitaufwändig mit den Hygieneregeln ist kö nen nicht so viele Kunden bedient werden. Meine Frage: Kann au h ich meine Verdienstgrenze von 5400 Euro im Jahr überschteiten? Also diese erweiterten Monate mehr dazu verdiene n?
    Lg Donnat

    1. Guten Tag,

      die Regelung des gelegentlichen und unvorhersehbaren Überschreitens der Verdienstgrenze ist nicht an bestimmte Personen- oder Berufsgruppen gebunden. Haben Sie in den zurückliegenden 12 Monaten die Verdienstgrenze von 450 Euro nicht regelmäßig überschritten und ist die Erhöhung des Verdienstes vorübergehend, können auch Sie hiervon profitieren. Die versicherungsrechtliche Beurteilung übernimmt jedoch Ihr Arbeitgeber, da nur er alle relevanten Kriterien Ihrer Beschäftigung kennt.

      Vielleicht interessiert Sie in diesem Zusammenhang auch unser Blogbeitrag „Mehrarbeit wegen Corona: 450-Euro-Grenze darf im Minijob überschritten werden“. https://t1p.de/Blogbeitrag-Mehrarbeit-wegen-Corona

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  5. Meine Frau thailandische Staatsangehörigkeit,macht den Integrationskurs,der zur Zeit wegen Coronakrise ruht und hat einen Minijob auf 450 euro Basis
    Da sie seit ca 18 März nicht mehr arbeitet ,da laut behördlichen Vorgaben alle Thaimassagen Schlüssen müssten ohne Einkommen
    Ich selbst bin 80%schwerbehindert und selbständig,aber dieses Jahr mit fettem minus aufgrund der Coronakrise, obwohl systemrelevant
    Meine Frage bekommt meine Frau Geld vom Jobcenter? Normalerweise ja wohl nicht,aber in Coronazeiten?
    Sie kann aufgrund ihrer wenigen Deutschkenntnisse auch nichts anderes arbeiten ,sobald es wider erlaubt ist Thaimassagen zu betreiben darf sie wieder arbeiten
    Aber die Zeit bis dahin wie überbrücken?
    Vielen Dank für Ihre Bemühungen

    MFG

    Ramer

    1. Hallo Nikolaus,

      ob Ihre Frau gegebenenfalls Anspruch auf Unterstützungen wie Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe hat, können Sie nur bei den zuständigen Stellen direkt erfragen.

      Momentan erreichen uns viele Anfragen zur Frage, wie Arbeitgeber und ihre Minijobber abgesichert sind, wenn der Arbeitgeber die Tätigkeit untersagt bzw. der Arbeitnehmer die Tätigkeit nicht ausüben kann und eine Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz nicht gegeben ist. Wir haben dies zum Anlass genommen, eine aktuelle Anmerkung zu unserem Blogbeitrag „Coronavirus und Minijob – Ihre Fragen an uns“ zu geben. Die Anmerkung finden Sie am Ende des Blog-Beitrags.

      Zu arbeitsrechtlichen Fragen informiert das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    1. Hallo Daniela,

      die momentan geltenden Vorschriften zur Kontaktbeschränkung sind nicht als generelles Verbot zur Arbeit zu gehen zu verstehen.

      Die Ausübung einer Beschäftigung ist auch in der derzeitigen Situation nicht grundlegend untersagt. Sprechen keine anderen Gründe dagegen (z. B. Quarantäne, Erkrankung etc.), kann Ihr Minijobber grundsätzlich auch weiterhin seine Beschäftigung ausüben.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  6. Guten Abend,

    in der kommenden Woche werden die Restaurants in RLP wieder öffnen. Da bestimmte Auflagen erfüllt sein müssen und eventuell auch nicht so viel los sein wird wie gewöhnlich, folgende Frage:

    Aktuell ist der Betrieb in dem ich als Minijobber arbeite zu 100% in Kurzarbeit. Wie das in der kommenden Woche aussehen wird, weiss niemand. Angenommen die Kurzarbeit wird noch zu Prozentsatz x weitergeführt,

    dürfen dann nur die Voll- und Teilzeitbeschäftigten zum Arbeiten eingesetzt werden, oder auch die Minijobber?

    Lieben Dank vorab.

    1. Guten Tag,

      Arbeitnehmer, die einen Minijob ausüben, gelten nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) als Teilzeitbeschäftigte. Sie haben im Arbeitsrecht grundsätzlich die gleichen Rechte wie Vollzeitbeschäftigte. Das bedeutet, dass auch Minijobber einen Anspruch auf Beschäftigung im vertraglich vereinbarten Rahmen haben – wie auch ihre vollbeschäftigten Kolleginnen und Kollegen.

      Abschließend empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  7. Ich Arbeite im Imbiss bin seit Anfang April nicht am Arbeiten ich bin auf 200 Euro abgemeldet, steht mir weiterhin Leistung zu Liebe Grüße

    1. Hallo Gertrud,

      grundsätzlich ist der Arbeitgeber weiter zur Entgeltzahlung verpflichtet, wenn der Arbeitnehmer arbeitsfähig und arbeitsbereit ist, auch wenn die Arbeitsleistung vom Arbeitgeber nicht abgerufen wird. Ob es eine staatliche Unterstützung geben wird, ist uns nicht bekannt.

      In diesem Blog-Beitrag „Coronavirus und Minijob – Ihre Fragen an uns “ haben wir Informationen zu diesem arbeitsrechtlichen Sachverhalt unter -Anmerkung- erläutert.

      Wurde das Beschäftigungsverhältnis hingegen korrekt beendet bzw. abgemeldet, bestehen keine Ansprüche auch Arbeitsentgelt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  8. Hallo,
    ich arbeite in der Modebranche als Outfitberaterin. Durch Corona habe ich im April garnicht gearbeitet. Auch im Mai werde ich nicht eingeplant, daVoll- und Teilzeitkräfte zuerst eingesetzt werden. Meine Frage: Durch die Unterbrechung werde ich zwei Monate kein Geld bekommen. Wie ist das dann mit dem Minibeitrag zur Rentenzahlung, der ja sonst automatisch abgezogen wird. Hat die zweimonatige Aussetzung Folgen die ich beachten muss?

    1. Hallo Brigitte,

      die Beiträge zur Rentenversicherung führt Ihr Arbeitgeber zusammen mit den weiteren Pauschalabgaben ab. Ihren Eigenanteil behält er dabei vom Verdienst ein. Für Kalendermonate, in welchen Sie keinen Anspruch auf Verdienst haben, wird auch kein Beitrag zur Rentenversicherung abgeführt. Sollten Sie als Minijobber allerdings unbezahlten Urlaub genommen haben, müssen Sie den Mindestbeitrag bis zu einem Monat alleine weiter bezahlen. Auch hierbei übernimmt der Arbeitgeber die Abwicklung der Beitragszahlung. Weitere Information hierzu erhalten Sie auf unserer Homepage: https://t1p.de/MJZE-Mindestbeitrag-RV

      Gestatten Sie uns noch folgenden Hinweis: Grundsätzlich ist der Arbeitgeber weiter zur Entgeltzahlung verpflichtet, wenn der Arbeitnehmer arbeitsfähig und arbeitsbereit ist, auch wenn die Arbeitsleistung vom Arbeitgeber nicht abgerufen wird. Für Konstellationen, in denen weder Arbeitgeber noch Arbeitnehmer den Arbeitsausfall zu vertreten haben, können einzel- oder kollektivvertragliche Vereinbarungen Abweichendes regeln. Ergänzend empfehlen wir Ihnen, sich an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zu wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  9. Guten Tag. Ich habe seit 25 Jahren einen Minijob und bin erstaunt, dass diese einfach „wegfallen“ in der Krise. In der Praxis gibt es auch weger staatliche Hilfen noch zahlt der Arbeitgeber weiter. Die Stunden fallen weg und eine Zahlung des Lohnes auch. Das ist die gängie Praxis und da hilft es auch nichts, was Sie hier von „Arbeitsrecht“ sprechen. Fakt ist, für die entgangenen 450 Euro auf unbestimmte Zeit pro Monat nimmt niemand eine Rechtsberatung für Geld auf sich, was mit hohen Kosten verbunden ist. Ich frage daher: Wo ist die staatliche Hilfe für alle 450 Euro Kräfte die jetzt wie selbstverständlich ohne Geld da stehen?

    1. Hallo Thomas,
      endlich spricht mir jemand aus der Seele. Ich arbeite eben so lange aus Mini-Job-Basis. Zu Beginn war es in Ordnung, das ich aus familiären Gründen nicht mehr wollte. Später ging es nicht mehr, da die Wirtschaft nicht gut lief und 450,00 €-Kräfte nun mal „billiger“ waren und wenn mehr Arbeit da war, wurden eben mehr „Mini“ Jobber eingestellt.
      Die Firmen haben gut damit verdient und auch die Mini-Jobber haben ihren Anteil daran gehabt, dass es der Wirtschaft wieder besser ging. Ebenso in der Gastronomie, hier haben sich alle gerne bedienen lassen von Mini-Jobbern und alle waren froh, wenn das Bier nicht all zu teuer war.
      Jetzt mit einem Schlag wird man die Mini-Jobber auch noch einfach schnelle wieder kostengünstig los und alle stehen „OHNE IRGEND ETWAS“ da und müssen sich noch den blöden Spruch anhören, „BIST JA SELBER SCHULD, HAST JA AUCH NIE EINGEZAHLT“. Ja stimmt, man ist selber schuld, aber jeder hatte einen Grund, warum er gerade diesen Job ausgeübt hat.
      Die Kassiererinnen in den Lebensmittelläden werden jetzt plötzlich gelobt von den Politikern für ihre Arbeit, haben die sich auch einmal gefragt, dass viele von diesen Kassiererinnen, wenn sie in der Bekleidungsindustrie oder Kinderbetreuung gearbeitet hätten , plötzlich ohne alles da gestanden hätten. ALLE haben von diesen Mini-Jobbern profitiert. Nur jetzt spricht niemand mehr von Ihnen, allenfalls bekommt man den Tipp, man solle sich einen Anwalt nehmen.
      Sogar über die Studenten spricht man, weil der Zusatzverdienst wegfällt. Hier will man evtl. helfen.
      Aber was ist mit all den anderen. ?????????ß

    2. Hallo,

      wir als Minijob-Zentrale sind ein Sozialversicherungsträger und unsere Kernkompetenz liegt im Bereich des Sozialversicherungsrechts. Soweit es uns möglich ist, beantworten wir gerne alle Ihre Fragen.

      Wir können Ihr Anliegen verstehen, jedoch bietet die aktuelle Gesetzeslage keine andere Möglichkeit. Kurzarbeitergeld kann nur für die Arbeitnehmer beantragt werden, die versicherungspflichtig in der Arbeitslosenversicherung sind. Im Minijob ist das nicht der Fall.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  10. (Entschuldigen Sie bitte, dass ich den selben Kommentar auch unter einen anderen Blogeintrag schrieb, jedoch bin ich erst danach auf diesen Beitrag gestoßen.)

    Guten Tag,
    Bei der Lektüre der Blogeinträge und einiger Kommentare bleiben für mich noch immer Fragen offen (sei es durch ein Verständnisproblem meinerseits oder da die Fälle nicht ganz mit dem meinigen zu vergleichen sind.)
    Ich bin Student und übe seit einigen Monaten einen Minijob aus. Anfang April trat mein Arbeitgeber (Baumarkt) an mich heran und bot mir an, im April (und nur im April) aufgrund der Coronasituation Vollzeit zu arbeiten. Nun stand ich unter dem Eindruck, dass eine solche unregelmäßige Überschreitung der 450€ Einkommensgrenze meine Beschäftigung dennoch als Minijob zählen ließe und somit keine/kaum Sozialabgaben und Steuern zu entrichten sein. Die Lohnüberweisung fiel jedoch bedeutend geringer aus, als ich das erwartet hatte – statt ~2000€ kamen nur 1200€ bei mir an.
    Selbstverständlich werde ich in Bälde eine Lohnabrechnung einsehen. Jedoch würde mich recht kurzfristig interessieren, ob ich schlichtweg das Konzept „Minijob“ bei einmaliger/unregelmäßiger Überschreitung der Einkommensgrenze nicht richtig verstanden habe.
    Sollten Sie mir diesbezüglich eine aufklärende Auskunft geben können, wäre ich Ihnen sehr dankbar.
    Mit freundlichen Grüßen
    Stefan

  11. Guten Tag,

    seit mehr als 15 Jahren bin ich als Minijobber bei dem Tochterunternehmen eines städtischen Unternehmens tätig.
    Mein Einsatz erfolgt nur nach Bedarf, ich habe also kein festes Einkommen bzgl. des Minijobs.
    Nun wurde allen Minijobber, also auch mir gekündigt.

    Hierzu habe ich folgende Fragen:

    Gibt es eine bestimmte Kündigungsfrist die nach solch langer Beschäftigungszeit zum Tragen kommt?

    Und wie ist es mit einer solchen Kündigung, wenn der Minijobber schwerbehindert ist?

    Schon jetzt vielen Dank für die Beantwortung.

    1. Hallo,

      wir bitten zu berücksichtigen, dass wir ein Sozialversicherungsträger sind und unsere Kernkompetenz somit im Bereich des Sozialversicherungsrechts liegt. Ihr Anliegen betrifft aber das Arbeitsrecht.

      Das Arbeitsrecht regelt die Beziehungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Dazu gehören zum Beispiel Urlaubsregelungen, Arbeitszeit, Kündigungsfristen, Entgeltfortzahlung.

      Zu arbeitsrechtlichen Fragen informiert das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  12. Bin Rentner habe einen mini Jop auf 450,00€ fetzt hat laut Arbeitgeber uns abmelden weil er uns nicht weiter beschäftigen darf bei Kurzarbeit.Sind aber nicht gekündigt stimmt das??????????????
    mfg

    1. Hallo,

      grundsätzlich ist der Arbeitgeber weiter zur Entgeltzahlung verpflichtet, wenn der Arbeitnehmer arbeitsfähig und arbeitsbereit ist, auch wenn die Arbeitsleistung vom Arbeitgeber nicht abgerufen wird. Ob es eine staatliche Unterstützung geben wird, ist uns nicht bekannt.

      In unserem Blog-Beitrag „Coronavirus und Minijob – Ihre Fragen an uns “ haben wir Informationen zu diesem arbeitsrechtlichen Sachverhalt unter -Anmerkung- erläutert.

      Wir empfehlen Ihnen sich mit arbeitsrechtlichen Fragen an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) zu wenden. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat das BMAS auch einen Fragen- und Antwortenkatalog zu arbeitsrechtlichen Fragen veröffentlicht.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  13. Hallo liebes Team,

    Ich wurde zum 1.4 in einer Kita im Midi-Job Verhältnis als Aushilfskraft eingestellt, mit einer Stundenzahl von 17 Stunden in der Woche.
    Wegen Corona wurde ich freigestellt und bekomme auch keinen Gehalt mit der Begründung, mein Beschäftigungsverhältnis sei ja auf Stundenbasis. Und da die Kita geschlossen ist, würden die mich nicht brauchen und ich soll abwarten, bis die KIta wieder öffnet.
    Ist das so rechtens? Habe ich kein Anspruch auf 6 Wochen Lohnfortzahlung oder Kurzarbeit?

    1. Hallo Lisa,

      wir bitten zu berücksichtigen, dass wir ein Sozialversicherungsträger sind und unsere Kernkompetenz somit im Bereich des Sozialversicherungsrechts liegt. Ihr Anliegen betrifft aber das Arbeitsrecht.

      Zu arbeitsrechtlichen Fragen informiert das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004.

      Im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat das BMAS auch einen Fragen- und Antwortenkatalog zu arbeitsrechtlichen Fragen veröffentlicht. https://t1p.de/BMAS-FAQ-Corona-Arbeitsrecht

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  14. Hallo liebes Minijob Team,
    mein Hauptarbeitgeber hat anteilig Kurzarbeit angemeldet. Ich arbeite schon seit 2 Jahren alsMinijobber im Systemrelevanten Bereich (Rettung / Ärztlicher Bereitschaftsdienst). Auf Grund der Corona Krise müssen wir nun zusätzliche Schichten besetzen. ich besetzte nun sehr viele dieser Schichten und überschreite die 450 EUR / mtl. Gibt es hier auch eine Corona Ausnahme Regelung dass wir in diesen Zeiten den Betrag überschreiten dürfen oder hat es auf die Folgemonate Auswirkungen auf unsere Besteuerung wenn wir jetzt mehr verdienen?

    1. Hallo Volker,

      Sie bleiben Minijobber, wenn der höhere Verdienst gelegentlich und nicht vorhersehbar gezahlt wird. Die Höhe des Verdienstes spielt keine Rolle. Eine betragsmäßige Obergrenze für das Überschreiten gibt es also nicht.

      Unvorhersehbar heißt, dass die Mehrarbeit im Voraus nicht vereinbart war. Als gelegentlich war bislang grundsätzlich ein Zeitraum bis zu 3 Kalendermonaten innerhalb eines Zeitjahres anzusehen.

      Dieser Zeitraum wird nun vorübergehend erhöht: Aufgrund der unvorhersehbaren Ereignisse im Zusammenhang mit dem Coronavirus dürfen 450-Euro-Minijobber die Verdienstgrenze bis zu 5-mal innerhalb eines Zeitjahres überschreiten.

      Diese Regelung gilt vorerst vorübergehend für die Monate März bis Oktober 2020. Vielleicht interessiert Sie in diesem Zusammenhang auch unser Blogbeitrag „Mehrarbeit wegen Corona: 450-Euro-Grenze darf im Minijob überschritten werden“.
      https://t1p.de/Blogbeitrag-Mehrarbeit-wegen-Corona

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  15. Ich habe eine Haushaltshilfe beschäftigt, die alle 2 Wochen bei uns reinigt.
    Aufgrund der Corona-Krise sind wir verstärkt im Homeoffice tätig, sodass die Haushaltshilfe zurzeit überhaupt nicht zu kommt. Das ist von uns nicht gewünscht.
    Natürlich zahlen wir sie regulär weiter (bisher).
    Haben wir die Möglichkeit, das Arbeitsverhältnis (und somit die Anmeldung bei der Minijobzentrale) ruhen zu lassen?
    Oder bleibt mir keine andere Möglichkeit, als das Arbeitsverhältnis zu beenden?

    1. Hallo Andreas,

      die Bundesregierung hat ein Kontaktverbot beschlossen. Dieses ist nicht als Ausgangssperre oder gar als Verbot zu verstehen, zur Arbeit zu gehen. Für die Arbeit in Privathaushalten gibt es keine Einschränkungen, so dass der Weg zur Arbeit und die Arbeit an sich somit erlaubt sind.

      Wir empfehlen wir Ihnen gemeinsam mit Ihrer Haushaltshilfe nach einer für beide Seiten vertretbaren Lösung zu suchen.

      Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass wir an dieser Stelle keine umfassende rechtliche Beratung vornehmen können. Die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs. In diesem Zusammenhang informieren wir zu allgemeinen Fragen zum Thema Arbeitsrecht.

      Zu arbeitsrechtlichen Fragen informiert das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat das BMAS auch einen Fragen- und Antwortenkatalog zu arbeitsrechtlichen Fragen veröffentlicht: https://t1p.de/BMAS-FAQ-Corona-Arbeitsrecht

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  16. Sehr geehrte Damen und Herren,

    wir haben für unseren 4 jährigen Sohn eine Tagesmutter auf Mini-Job-Basis eingestellt. Während der Corona-Krise darf sie lt. der Vermittlungsstelle für Tagesmütter der Caritas Bodensee nicht mehr auf unseren Sohn aufpassen.
    Hat sie einen Anspruch auf Weiterzahlung der Bezüge, obwohl keine Leistung
    erbracht wurde und falls ja wie lange und haben wir als „Arbeitgeber“ eine Chance
    die Bezüge erstattet (Corona-Soforthilfe) zu bekommen?

    Vielen Dank & viele Grüße

    1. Hallo Peter,

      wir bitten zu berücksichtigen, dass wir ein Sozialversicherungsträger sind und unsere Kernkompetenz somit im Bereich des Sozialversicherungsrechts liegt. Ihr Anliegen betrifft aber das Arbeitsrecht.

      Zu arbeitsrechtlichen Fragen informiert das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat das BMAS auch einen Fragen- und Antwortenkatalog zu arbeitsrechtlichen Fragen veröffentlicht.https://t1p.de/BMAS-FAQ-Corona-Arbeitsrecht

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  17. Guten Tag, mein Hauptarbeitgeber hat Kurzarbeit angemeldet und darum arbeite ich ab morgen bei einer Drogeriekette als Regalauffüller auf Minijob Basis. Ist diese Tätigkeit systemrelevant? Leider habe ich darüber nichts gefunden. Vielen Dank. S. Hanke

    1. Walter G. Ich Arbeite als Busfahrer als Minijop und fahre ausschlieslich Schüler ab der ersten Klasse, diese fahre ich in eine Heil Pädagoische Tagesstätte ,seit dem 16.03.20 bin ich nicht mehr Beschäftigt. Nach Ausage meiner Firma sagte mir diese, daß ich ,wenn ich nicht mehr fahre, ich keinen Anspruch auf meinen minjop den Lohn von 446,50 hätte. Da ich eben aus Gründen von Corona unschuldig freigestellt wurde. Obwohl ich nicht krank bin und Arbeitsfähig sowie Arbeitswillig bin, kann ich nicht verstehen, daß ich nicht entlohnt werde. Es wäre schön, wenn Sie mir in dieser Angelegenheit helfen könnten.

      1. Hallo Walter,

        grundsätzlich ist der Arbeitgeber weiter zur Entgeltzahlung verpflichtet, wenn der Arbeitnehmer arbeitsfähig und arbeitsbereit ist, auch wenn die Arbeitsleistung vom Arbeitgeber nicht abgerufen wird.

        Abschließend empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

        Freundliche Grüße

        Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    2. Hallo Stefanie,

      eine Liste der systemrelevanten Bereich finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (Punkt „Zuverdienst bei Kurzarbeit für systemrelevante Arbeit“): https://t1p.de/BMAS-Sozialschutzpaket
      Darüber hinaus erreichen Sie das Bundesministerium für Arbeit und Soziales auch telefonisch unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Bezüglich einer evtl. Anrechnung Ihres Verdienstes auf das gezahlte Kurzarbeitergeld berät Sie Ihr zuständige Agentur für Arbeit.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  18. Hallo,
    ich habe eine Frage, ich wurde informiert das ich (die Firma) ab 04.05.20 Kurzarbeit angemeldet hat. Ich habe bis heute noch keinen Minijob gemeldet, werde mich aber noch diesen Monat also im April bei einem Minijob anmelden lassen. Da ich am Mai kurz arbeiten werde dürfe doch meine Minijob nicht mit dem Kurarbeitergeld verrechnet werden da ich den Minijob ja bereits hatte bevor ich kurz gemeldet wurde. Sehe ich das richtig?

    1. Hallo Poldi,

      Kurzarbeitergeld ist eine Leistung, die von der Agentur für Arbeit ausgezahlt wird. Bei Fragen zur Anrechnung Ihres Verdienstes aus dem Minijob auf das Kurzarbeitergeld bitten wir Sie, sich an Ihre zuständige Agentur für Arbeit zu wenden.

      Vielleicht interessiert Sie zu diesem Thema auch unser Blogbeitrag „Minijob neben Kurzarbeit in Zeiten von Corona“: https://t1p.de/Blogbeitrag-Minijob-neben-Kurzarbeit

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  19. Hallo, ich habe mein Minijobs am 10.3 gekündigt zum Monatsende bin ich in der Firma noch angestellt und fange mit eine neue Minijobs in anderen Firma am 1.4 an( Arbeitsvertrag am 9.3 unterschrieben)
    Ab den 18.3 bin ich von meine Hauptbeschäftigung auf Kurzarbeit. Die Frage ist nun wird mein Minijobs Gehalt verrechnet mit dem Kurzarbeit Geld oder darf ich behalten ?
    Viele Grüße, Nguyen

      1. Vielen Dank für ihre Antwort leider handelt sich nicht bei der systemrelevanten Bereich (Steuerberater Kanzlei) .
        Da ich den Vertrag vor der Kurzarbeit unterschrieben habe aber der Arbeitsverhältnis erst nach der Kurzarbeit beginnt weiß ich jetzt nicht, ob ich das Geld behalten darf?

        1. Hallo Nguyen,

          wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir Sie zu diesem Thema nicht im Detail beraten können. Die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs.

          Unsere Kernkompetenz liegt im Bereich des Sozialversicherungsrechts.
          Kurzarbeitergeld ist eine Leistung, die von der Agentur für Arbeit ausgezahlt wird. Wir bitten Sie daher, Ihre Frage an die zuständige Agentur für Arbeit zu richten.

          Weitere Informationen finden Sie auch auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit: https://t1p.de/BfA-Corona-Kurzarbeitergeld

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  20. Hallo liebes Blog-Team der Minijob-Zentrale,

    Normalerweise gehe ich einer geringfügigen Beschäftigung nach. Durch das Coronavirus musste mein Arbeitgeber seine Räumlichkeiten vorübergehen schließen. Ich arbeite jede Woche ca. 10 Stunden dort, jedoch können die Zeiten stark variieren und sind nirgendwo festgeschrieben, da ich keinen schriftlichen Vertrag habe, sondern zu Beginn der Tätigkeit (vor ca. 1,5 Jahren) alles mündlich geregelt wurde.
    Habe ich nun Anspruch auf Entgeltfortzahlung oder muss ich mich damit abfinden, dass mein Arbeitgeber mir aktuell nichts zahlt?

    Vielen Danke im Voraus und liebe Grüße

    1. Hallo Jo,

      arbeitsrechtliche Sachverhalte gelten für Sie grundsätzlich auch dann, wenn kein schriftlicher Arbeitsvertrag geschlossen wurde.

      Wir empfehlen Ihnen sich mit arbeitsrechtlichen Fragen an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) zu wenden. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  21. Hallo. Ich habe eine Hauptbeschäftigung und muss jetzt in Kurzarbeit gehen. Einen 450 Euro Job habe ich seid 2 Jahren auch schon, bei dem auch zur Zeit keine Arbeit anfällt (Catering Service). Ich könnte jetzt Kurzfristig noch einen weiteren 450 Euro Job annehmen in der Schädlingsbekämpfung ( Laut Eigentümer ein Systemrelevant Job). Kann ich ohne weiteres Geld in dem 2. 450€ Job dazu verdienen oder habe ich dadurch auch irgendwelche einbußen? Das ist auch nur ein vorübergehender Minijob für ca. 3 Monate. Wie sieht es da aus?
    Lg.

    1. Hallo,

      neben Ihrer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung dürfen Sie genau einen 450-Euro-Minijob sozialversicherungsfrei ausüben. Hierbei ist die zeitliche Reihenfolge maßgebend, in welcher beide Minijobs aufgenommen werden. Der zeitlich zuerst gemeldete 450-Euro-Minijob bleibt für Sie sozialversicherungsfrei.

      Jeder weitere – ggf. auch höher entlohnte – 450-Euro-Minijob wird zusammen mit der Hauptbeschäftigung sozialversicherungs- und steuerpflichtig an Ihre Krankenkasse gemeldet. Hierbei spielt es auch keine Rolle, ob die Verdienste aus beiden Minijobs zusammen 450 Euro überschreiten. Mit Ausnahme der Arbeitslosenversicherung fallen dann auch für Sie als Arbeitnehmer Sozialversicherungsbeiträge in diesem zweiten Minijob an.

      Neben Ihrer Hauptbeschäftigung und dem 450-Euro-Minijob könnten Sie jedoch parallel noch einen kurzfristigen Minijob sozialversicherungsfrei ausüben. Vielleicht interessiert Sie hierzu auch unser Blogbeitrag: Hauptjob, 450-Euro-Minijob und kurzfristiger Minijob! Geht das? http://t1p.de/Blogbeitrag-Hauptjob-Minijob-kurzfristig

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  22. Guten Abend,

    ich bin Auszubildender der Physiotherapie und bekomme dadurch BaföG. Das reicht aber nicht zum leben. Nebenbei habe ich im Fitnessstudio auf 450 Eurobasis gearbeitet um mir etwas dazu zu verdienen. Da jetzt alle Fitnessstudios geschlossen haben möchte ich gern wissen ob und was der Staat eingerichtet hat um da Unterstützung zu leisten? Ich habe bald Prüfungen und bin nicht in der Lage jetzt wieder irgendwo anders mit einem neuen Minijob anzufangen.

    Freundliche Grüße.

    1. Hallo Jim,

      grundsätzlich ist der Arbeitgeber weiter zur Entgeltzahlung verpflichtet, wenn der Arbeitnehmer arbeitsfähig und arbeitsbereit ist, auch wenn die Arbeitsleistung vom Arbeitgeber nicht abgerufen wird. Ob es eine staatliche Unterstützung geben wird, ist uns nicht bekannt.

      Wir empfehlen Ihnen, sich mit arbeitsrechtlichen Fragen an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) zu wenden. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat das BMAS auch einen Fragen- und Antwortenkatalog zu arbeitsrechtlichen Fragen veröffentlicht.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  23. Hallo. Ich habe eine Hauptbeschäftigung mit Sozialversicherungs abgaben und muss jetzt in Kurzarbeit gehen. Einen 450 Euro Job habe ich seid 2 Jahren auch schon, bei dem auch zur Zeit keine Arbeit anfällt (Catering Service). Ich könnte jetzt Kurzfristig noch einen weiteren 450 Euro Job annehmen in der Schädlingsbekämpfung ( Laut Eigentümer ein Systemrelevant Job). Kann ich ohne weiteres Geld in dem 2. 450€ Job dazu verdienen oder habe ich dadurch irgendwelche einbußen? Das ist auch nur ein vorübergehender Minijob für ca. 3 Monate. Wie sieht es da aus?
    Lg.

    1. Hallo,

      neben Ihrer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung dürfen Sie genau einen 450-Euro-Minijob sozialversicherungsfrei ausüben. Hierbei ist die zeitliche Reihenfolge maßgebend, in welcher beide Minijobs aufgenommen werden. Der zeitlich zuerst gemeldete 450-Euro-Minijob bleibt für Sie sozialversicherungsfrei.

      Jeder weitere – ggf. auch höher entlohnte – 450-Euro-Minijob wird zusammen mit der Hauptbeschäftigung sozialversicherungs- und steuerpflichtig an Ihre Krankenkasse gemeldet. Hierbei spielt es auch keine Rolle, ob die Verdienste aus beiden Minijobs zusammen 450 Euro überschreiten. Mit Ausnahme der Arbeitslosenversicherung fallen dann auch für Sie als Arbeitnehmer Sozialversicherungsbeiträge in diesem zweiten Minijob an.

      Neben Ihrer Hauptbeschäftigung und dem 450-Euro-Minijob könnten Sie jedoch parallel noch einen kurzfristigen Minijob sozialversicherungsfrei ausüben. Vielleicht interessiert Sie hierzu auch unser Blogbeitrag: Hauptjob, 450-Euro-Minijob und kurzfristiger Minijob! Geht das? http://t1p.de/Blogbeitrag-Hauptjob-Minijob-kurzfristig

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  24. Guten Tag, ich habe einen Haupterwerb in einem Büro im öffentlichen Dienst mit derzeit strengen Kontaktauflagen wegen dem Coronavirus. Am Wochenende übe ich einen Nebentätigkeit mit Beratung im Verkauf aus. Seit Mitte März 2020 habe ich diese Nebentätigkeit freiwillig unterbrochen. Ab Ende April 2020 möchte ich diese Nebentätigkeit wieder aufnehmen. An meinem Hauptarbeitsplatz sind nun Bedenken wegen Ansteckung durch die häufigeren Kontakte im Nebenjob aufgetaucht. Kann mein Arbeitgeber im öffentlichen Dienst, welcher mir auch die Nebentätigkeit genehmigt hat, diese auch verbieten? Danke für Ihre Hilfe.

    1. Hallo Sascha,

      grundsätzlich gibt es kein Gesetz, welches eine Nebentätigkeit pauschal verbietet. Allerdings ist nicht jede Nebentätigkeit zulässig und manche Nebenjobs dürfen vom Arbeitgeber auch untersagt werden. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn die Nebentätigkeit gegen die berechtigten Interessen des Hauptarbeitgebers verstößt.

      Abschließend empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales wenden.
      Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  25. Guren Tag, ich hoffe ihr könnt mir helfen, sowohl mein Chef, als auch das Steuerbüro kennt sich nicht aus. Bin als Minijobberin in einer Arztpraxis angestellt. Derzeit läuft noch keine Kurzarbeit. Durch die vielen Terminabsagen möchte mein Chef, dass ich daheim bleibe, und die Vollzeitbeschäftigten ihre Überstunden abbauen. Lt. Chef: bekomme ich trotzdem die 450-€, obwohl ich dieses Monat nicht gearbeitet habe. Stimmt das?

    1. Guten Tag Steffi,

      das ist richtig. Grundsätzlich ist Ihr Arbeitgeber weiter zur Entgeltzahlung verpflichtet, wenn Sie als Arbeitnehmerin arbeitsfähig und arbeitsbereit sind, auch wenn die Arbeitsleistung vom Arbeitgeber nicht abgerufen wird.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      1. Vielen lieben Dank für die Auskunft. Wie läuft es dann weiter, wenn Kurzarbeit angesagt ist und ich auch arbeiten muss? ist er weiterhin verpflichtet mir den Minijob zu bezahlen aber auf verkürzte Arbeitszeit?

        1. Hallo Steffi,

          Minijobber haben keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld.

          Wir empfehlen Ihnen, sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    2. Ich bin 66 Jahre habe die Rente und habe vor Corona als Minijoberin gearbeitet.jetzt hat der Discounter wieder geöffnet.da ich zur Risikogruppe gehöre möchte ich gerne wissen ob ich wieder arbeiten darf bzw kann.(bin an der Kasse)

      1. Hallo Dorothea,

        die Ausübung einer Beschäftigung ist auch in der derzeitigen Situation nicht grundlegend untersagt. Sprechen keine anderen Gründe dagegen (Quarantäne, Erkrankung etc.), dürfen Sie Ihren Minijob grundsätzlich auch weiterhin ausüben.

        Freundliche Grüße

        Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  26. Guten Tag,

    ich habe eine sehr spezielle Frage und KEINER konnte mir bislang Auskunft darüber geben!
    Ich habe bereits Ende Januar einen Minijob-Vertrag unterschrieben, Beginn war allerdings erst der 01.04.2020. Gleichzeitig wurde ich aber auch zum 01.04.2020 in Kurzarbeit geschickt…. Wird jetzt der Minijob angerechnet oder nicht? Der Vertrag bestand ja schon zu Zeiten von Corona oder eine Kurzarbeiter-Absicht!
    Es handelt sich um einen NICHT-Systemrelevanten Nebenjob!
    Hoffe hier eine Antwort zu erhalten!

    Besten Dank im Voraus

  27. Hallo,

    wir beschäftigen einmal pro Woche eine Babysitterin auf Minijob-Basis. Sie ist fast 70 Jahre alt und hat zu Beginn der Kontaktbeschränkungen beschlossen, nicht mehr auf unsere Kinder aufpassen zu wollen, um ihr Risiko zu minimieren. Wir selbst gehören nicht zur Risikogruppe, haben aber drei Kinder im Alter von 3, 7 und 10, deswegen konnte ich Ihre Bedenken verstehen und unterstütze ihren Wunsch. Hat sie denn weiterhin Anspruch auf ihr Gehalt? Wenn ja, für wie lange und müssten wir sie dann abmelden oder kann man das Arbeitsverhältnis stillegen?

    vielen Dank

    1. Hallo Kerstin,

      die Bundesregierung hat ein Kontaktverbot beschlossen. Dieses ist nicht als Ausgangssperre oder gar als Verbot zu verstehen, zur Arbeit zu gehen. Der Weg zur Arbeit und die Arbeit an sich sind somit erlaubt. Hier gibt es nur Einschränkungen für Betriebe mit Publikumsverkehr. Außerdem wurden zahlreiche Dienstleistungsgewerbe geschlossen, da bei ihnen beispielsweise ein Mindestabstand von 1,50 Metern von Mensch zu Mensch nicht eingehalten werden kann.

      Der Privathaushalt als Arbeitgeber ist von dieser Regelung nicht betroffen. Wir empfehlen Ihnen, mit Ihrer Haushaltshilfe eine gemeinsam vertretbare Lösung zu finden.

      Fragen zu den arbeitsrechtlichen Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus beantwortet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales in einem Fragen- und Antwortenkatalog: https://t1p.de/BMAS-FAQ-Corona-Arbeitsrecht

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  28. Hallo
    Ich arbeite in der gastro als minijobberin.das Geschäft hat nur über den drive geöffnet also weniger personal wir benötigt.ich musste ein lohnverzicht unterschreiben .ist das rechtens?

    1. Hallo Andrea,

      wir bitten zu berücksichtigen, dass wir ein Sozialversicherungsträger sind und unsere Kernkompetenz somit im Bereich des Sozialversicherungsrechts liegt. Ihr Anliegen betrifft aber das Arbeitsrecht.

      Mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage wenden Sie sich bitte an einen Fachanwalt für Arbeitsrecht oder an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  29. Hallo liebes Team der Minijobzentrale , ich arbeite im Service eines Hallenbades das von Amts wegen geschlossen wurde . Mein Mann ist Rentner und wir wären auf meinen Verdienst angewiesen. Ist es möglich auf irgendeinem Weg Kurzarbeitergeld o.Ä. zu bekommen ?

    1. Hallo Margarete,

      Minijobber haben zum momentanen Zeitpunkt keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld. Grundsätzlich ist jedoch der Arbeitgeber weiter zur Entgeltzahlung verpflichtet, wenn der Arbeitnehmer arbeitsfähig und arbeitsbereit ist, auch wenn die Arbeitsleistung vom Arbeitgeber nicht abgerufen wird. Ob es eine staatliche Unterstützung geben wird, ist uns nicht bekannt.

      In unserem Blog-Beitrag „Coronavirus und Minijob – Ihre Fragen an uns “ haben wir Informationen zu diesem arbeitsrechtlichen Sachverhalt unter -Anmerkung- erläutert. https://t1p.de/Blogbeitrag-Coronavirus

      Wir empfehlen Ihnen sich mit dieser arbeitsrechtlichen Fragen an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) zu wenden. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat das BMAS auch einen Fragen- und Antwortenkatalog zu arbeitsrechtlichen Fragen veröffentlicht. https://t1p.de/BMAS-FAQ-Corona-Arbeitsrecht

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  30. Hallo, ich habe 2 Fragen auf welche ich einfach keine Antwort finden kann.
    Auf Grund von Corona muss ich einer Nebentätigkeit nachkommen (da ich mich in Kurzarbeit befinde). Es heißt immer es entstehen keine Nachteile (bei Nebenjobs in Systemrelevanten Berufen), wenn das Gesamteinkommen (mit Nebenjob) den normalen Bruttolohn nicht übersteigt. Nun meine Frage:
    1. dem letzten Lohn oder einem Durchschnitt der letzten 3 Monate? Ich verdiene sehr abweichend. Hier geht es um 1000 EUR Differenz zwischen den einzelnen Monaten.

    2. Wenn ich einen Nebenjob finde, darf ich dann nur einen 450 EUR Job annehmen oder auch mehrere, solange ich meinen normalen Bruttolohn nicht überschreite? Ich bin auf Null Stunden im Hauptjob

    1. Hallo Verena,

      zu Ihrer 1. Frage:
      Das Kurzarbeitergeld ist eine Leistung der Agentur für Arbeit. Wir bitten daher um Ihr Verständnis, dass wir Ihre konkrete Frage nicht beantworten können. Ansprechpartner zur Berechnung bzw. den Voraussetzungen ist somit Ihre zuständige Agentur für Arbeit.

      Zu Ihrer 2. Frage:

      Grundsätzlich dürfen Sie neben einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung (Kurzarbeit) nur genau einen 450-Euro-Minijob ausüben. Unabhängig davon ob die Verdienstgrenze von 450 Euro überschritten wird oder nicht.
      Neben der versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung und dem 450-Euro-Minijob dürfen Sie noch kurzfristige Beschäftigungen ausüben.
      Die Verdienste aus einem 450-Euro-Minijob und einer kurzfristigen Beschäftigung werden nicht zusammengerechnet.

      Vielleicht interessiert Sie in diesem Zusammenhang unser Blog-Beitrag vom 20. September 2018: Hauptjob,450-Euro-Minijob und kurzfristiger Minijob! Geht das? http://t1p.de/Blogbeitrag-Hauptjob-Minijob-kurzfristig

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  31. Ich arbeite als Reinigungskraft in einem Privathaushalt. Die Arbeitgeber gehören zur Risikogruppe und wünschen nicht, dass ich aktuell bei Ihnen reinige. Sie sind ja verpflichtet, mir 6 Wochen lang den Lohn weiter zu zahlen. Meine Frage ist, was passiert nach den 6 Wochen, wenn ich dann weiterhin nicht dort arbeiten darf? Kann ich dann anderweitig Hilfen beantragen? Wenn ja, wo?

    1. Guten Tag,

      auch in Ihrem Fall empfehlen wir, das Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber zu suchen und nach einer für beide Seiten vertretbaren Lösung zu suchen.

      Bei arbeitsrechtlichen Fragen unterstützt Sie das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Darüber hinaus empfehlen wir Ihnen prüfen zu lassen, ob eine Unterstützung von Seiten der Agentur für Arbeit oder des Sozialamtes an Sie gezahlt werden kann.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  32. Darf ich angesichts der Kontaktsperre meine Kinderfrau zur Betreuung meiner beiden Kinder im Privathaushalt weiter beschäftigen?
    Wenn ja, darf im Moment die 450€ Grenze überschritten werden, d.h. darf am Ende des Jahres aufgrund der aktuellen Situation mehr als 5400€ verdient werden?

    1. Hallo Cornelia,

      die Ausübung einer Beschäftigung ist auch in der derzeitigen Situation nicht grundlegend untersagt. Sprechen keine anderen Gründe dagegen (Quarantäne, Erkrankung etc.), kann Ihre Minijobberin auch weiterhin ihre Beschäftigung ausüben.

      Die Möglichkeit des gelegentlichen und unvorhersehbaren Überschreitens der Verdienstgrenze im Minijob besteht natürlich auch für Beschäftigungen im Privathaushalt. Vielleicht interessiert Sie in diesem Zusammenhang auch unser Blogbeitrag „Mehrarbeit wegen Corona: 450-Euro-Grenze darf im Minijob überschritten werden“: https://t1p.de/Blogbeitrag-Mehrarbeit-wegen-Corona

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  33. Hallo liebes Minijob-Zentrale-Team,

    Ich arbeite in einem sehr großen Einzelhandelgeschäft für Mode. Die haben seit Wochen geschlossen. Meine Frage ist, ist der Arbeitgeber verpflichtet mir Entgeldfortzahlung zu leisten? Ich bin nicht krank oder befinde mich nicht in Quarantäne. Bedanke mich im voraus für die Antwort.

    Liebe Grüße

    1. Hallo Funda,

      grundsätzlich ist der Arbeitgeber weiter zur Entgeltzahlung verpflichtet, wenn Sie als Arbeitnehmerin arbeitsfähig und arbeitsbereit sind, auch wenn die Arbeitsleistung vom Arbeitgeber nicht abgerufen wird.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  34. Hallo.
    Ich arbeite auf 450€ basis als reinigungskraft, leider ist kindergarten von mein kind geschlossen seit 16 März und ich bekomme keine Geld von Arbeitgeber und auch kein Kündigung gekriegt.
    Was kann Mann jetzt tun?
    Bekomme ich eine Hilfe oder Lohn wenn ich mein Sohn betreuen muss.
    Mein Mann macht jetzt Kurzarbeit, ich bin nicht alleinerziehende.

    1. Hallo Magda,

      zunächst kann es hilfreich sein, das Gespräch mit dem Arbeitgeber zu suchen und gemeinsam eine Lösung für das Problem zu finden.

      Grundsätzlich gilt, dass Eltern sich darum kümmern müssen, die Kinderbetreuung anderweitig – z. B. Betreuung des Kindes durch das andere Elternteil – sicherzustellen. Da Großeltern für gewöhnlich zur besonders gefährdeten Risikogruppe gehören und daher vor einer Infektion in besonderem Maße geschützt werden sollen, sind diese von der Betreuung der Kinder ausdrücklich ausgenommen.

      Durch das Maßnahmenpaket der Bundesregierung steht Eltern ein Anspruch auf Entschädigung zu, wenn sie wegen angeordneter Kita- und Schulschließungen zur Betreuung ihrer Kinder zuhause bleiben müssen. Demnach hat ein Elternteil für eine Höchstdauer von bis zu sechs Wochen Anspruch auf 67 Prozent seines Nettoeinkommens bzw. maximal 2.016 Euro im Monat, sofern keine andere Betreuungsmöglichkeit zur Verfügung steht. Ausgenommen von dieser Regelung sind Arbeitnehmer, die Kurzarbeitergeld erhalten oder die Betreuung durch Abbau ihres vorhandenen Zeitguthabens sicherstellen können.

      Weitere Informationen zum sogenannten Sozialschutz-Paket finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales unter dem Punkt „Lohnersatz bei Kinderbetreuung“.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    2. Liebe Frau Magda,

      für eine FRONTAL 21-Reportage bin ich auf der Suche nach Minijobber*innen, deren Beschäftigung/en aufgrund der aktuellen Einschränkungen rund um das COVID-19 weggebrochen sind. Melden Sie sich gerne bei mir carmen@inonemedia.de

      Beste Grüße und vielen Dank,
      Carmen Salas

  35. Ich bin Vollrentner. Habe einen Minijob. Wenn ich in den Monaten April bis September über 450€ (z.B. 600€)monatlich verdiene, kann mir der höhere Verdienst von der Rente abgezogen werden?? Vielen Dank für ihre Rückantwort.
    Grüße Peter M.

    1. Hallo Peter,

      haben Sie die Regelaltersgrenze für Ihren Rentenbezug bereits erreicht, gibt es in der Regel keine Hinzuverdienstgrenze von Seiten des Rentenbezuges mehr.

      Wir empfehlen Ihnen aber dennoch, diese Frage vorab mit Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger zu klären.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  36. Guten Abend, habe ich einen Anspruch auf Lohnfortzahlung bei einer Beschäftigung als Reinigungskraft auf Minijob Basis? Seit dem 24.3.20 ist die Firma, die ich reinige, aufgrund der Corona Krise geschlossen. Die Firma wird wahrscheinlich auch im April weiterhin geschlossen bleiben. Die Reinigungsfirma hat mir für März den Lohn gekürzt und nur die Hälfte ausgezahlt.
    Viele Grüße und danke im Voraus!

    1. Hallo Leyla,

      grundsätzlich ist der Arbeitgeber weiter zur Entgeltzahlung verpflichtet, wenn der Arbeitnehmer arbeitsfähig und arbeitsbereit ist, auch wenn die Arbeitsleistung vom Arbeitgeber nicht abgerufen wird.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  37. Unsere Mitarbeiterin übt einen Minijob in einer Reinigungsfirma aus. Hauptberuflich arbeitet sie bei uns (Pflegeheim). Im Reinigungsbetrieb ist jetzt ein nachgewiesener Corona-Fall aufgetreten. Unsere MA möchte nun,um weiterhin bei uns tätig zu sein zu können und aber uns und sich selber nicht zu gefährten (ihr Corona-Test ist negativ) vorerst nicht mehr im Minijob arbeiten, ist aber auf den Neben-Verdienst angewiesen.
    In der Reinigungsfirmagab man ihr den Rat solange ihren Urlaub zu nehmen. Da aber die Zeit nicht absehbar ist, bangt sie um ihr Minijob-geld. Nun ist sie aber nicht „SChuld“ an der Situation, dass sie in der Reinigungsfirma nicht arbeiten gehen kann (die Fa arbeitet weiter) und sucht Rat, wie sie sich verhalten kann.
    Es ist eine knifflige Situation, aber evtl können Sie hier helfen mit Auskunft

    1. Guten Tag Denise,

      die Ausübung einer Beschäftigung ist auch in der derzeitigen Situation nicht grundlegend untersagt. Sprechen keine anderen Gründe dagegen (Quarantäne, Erkrankung etc.), kann Ihre Beschäftigte grundsätzlich auch weiterhin Ihren Minijob ausüben. Auch der Arbeitgeber im Minijob wird die Gefahren für die Sicherheit und Gesundheit seiner Beschäftigten am Arbeitsplatz beurteilen (sog. Gefährdungsbeurteilung) und erforderliche Maßnahmen hieraus abzuleiten.

      Wir bitten jedoch zu berücksichtigen, dass wir ein Sozialversicherungsträger sind und unsere Kernkompetenz somit im Bereich des Sozialversicherungsrechts liegt. Ihr Anliegen betrifft aber das Arbeitsrecht. Unsere Auskünfte zum Arbeitsrecht beschränken sich nur darauf, über die gesetzlichen Regelungen zu informieren, nicht hingegen hierzu zu beraten oder vorzugeben, wie diese in der Praxis umzusetzen sind. In diesem Sinne verstehen Sie bitte auch unsere Ausführungen in unserem Blog-Beitrag.

      Zu arbeitsrechtlichen Fragen informiert das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat das BMAS auch einen Fragen- und Antwortenkatalog zu arbeitsrechtlichen Fragen veröffentlicht: https://t1p.de/BMAS-FAQ-Corona-Arbeitsrecht

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  38. ich beschäftige 3 Minijobber*innen/ Hotelbereich, bisher Arbeitsaufwand nach Arbeitsaufkommen, viele Gäste, mehr Stunden, wenig Gäste , weniger Stunden. Jetzt ist unser Hotel geschlossen wg. Corona- totaler Umsatzeinbruch !
    Muss ich trotzdem weiter zahlen, obwohl niemand arbeitet derzeit, und wenn ja, wieviel, denn der Verdienst war ja mal mehr, mal weniger hoch?
    Wonach soll ich da gehen?

    1. Guten Tag,

      Darauf antwortet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales wie folgt:

      „Im Hinblick auf die Entgeltfortzahlung gilt, dass der Arbeitgeber grundsätzlich weiter zur Entgeltzahlung verpflichtet bleibt, wenn die Arbeitnehmer arbeitsfähig und arbeitsbereit sind, aber er sie aus Gründen nicht beschäftigen kann, die in seiner betrieblichen Sphäre liegen (sog. Betriebsrisikolehre, § 615 Satz 3 BGB). Dazu würden etwa Fälle zählen, in denen es aufgrund von COVID-19-Erkrankungen zu erheblichen Personalausfällen oder Versorgungsengpässen käme, in deren Folge der Arbeitgeber die Betriebstätigkeit vorübergehend einstellen würde. Die Arbeitnehmer behalten also in diesen Fällen ihren Entgeltanspruch, auch wenn sie nicht arbeiten können. Hinweis: Für diese Konstellationen, in denen weder Arbeitgeber noch Arbeitnehmer den Arbeitsausfall zu vertreten haben, können einzel- oder kollektivvertragliche Vereinbarungen Abweichendes regeln.“

      Im Ergebnis bedeutet dies, dass ein Minijobber auch bei einer Betriebsschließung weiterhin Anspruch auf Zahlung seines Verdienstes hat. Wie der Arbeitgeber aber unterstützt wird, um diese Kosten zu decken, darauf geben die gesetzlichen Regelungen unseres Erachtens derzeit keine Antwort.

      Im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat das BMAS auch einen Fragen- und Antwortenkatalog zu arbeitsrechtlichen Fragen veröffentlicht.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    1. Wenn vertraglich vereinbarte Arbeitszeit von Ihrem Arbeitgeber nicht gewünscht (verweiget) war ist diese dennoch von Ihm zu entlohnen. Selbstvertändlich können Sie dem AG entgegenkommen und mit Ihm vereinbaren, die weiter bezahlten Stunden nachzuarbeiten.

      ————————————————————————————————–
      Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die E-Mail-Benachrichtigung bei Antworten für diesen Blog abgestellt wurde und Antworten von Ihnen nicht weiter beachtet werden können. Aktuell benötigen wir alle verfügbaren Zeiten, um Fragen unserer Mandanten über unsere eigene Webseite zu beantworten.

  39. Hi,

    Ich habe vor kurzem einen neuen Mini-Job im letzten Monat angefangen, aber die Arbeit in diesem Monat ist wegen Korona abgesagt. Habe ich Anspruch auf Leistungen? Gibt es eine Zeitspanne, die ein Mitarbeiter hätte arbeiten müssen, um Leistungen zu erhalten?

    danke

    1. Selbstverständlich haben Sie Anspruch aus Leistungen gemäß Ihrem Arbeitsvertrag. Wenn Sie andere Leistungen meinen, sehe ich nicht, welche Sie meinen.

      ————————————————————————————————–
      Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die E-Mail-Benachrichtigung bei Antworten für diesen Blog abgestellt wurde und Antworten von Ihnen nicht weiter beachtet werden können. Aktuell benötigen wir alle verfügbaren Zeiten, um Fragen unserer Mandanten über unsere eigene Webseite zu beantworten.

    2. Hallo Joe,

      eine Mindestbeschäftigungszeit gilt in diesem Fall nicht. Um Lohnfortzahlung zu erhalten kommt es im Wesentlichen auf die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit an.

      Wir bitten zu berücksichtigen, dass wir ein Sozialversicherungsträger sind und unsere Kernkompetenz somit im Bereich des Sozialversicherungsrechts liegt. Ihr Anliegen betrifft aber das Arbeitsrecht. Unsere Auskünfte zum Arbeitsrecht beschränken sich nur darauf, über die gesetzlichen Regelungen zu informieren, nicht hingegen hierzu zu beraten oder vorzugeben, wie diese in der Praxis umzusetzen sind. In diesem Sinne verstehen Sie bitte auch unsere Ausführungen in unserem Blog-Beitrag.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  40. Hallo, darf unsere Haushaltshilfe die einen Minijob hat während der Ausgangssperre zu uns kommen und wie bisher ihre Tätigkeiten erledigen?

    1. Da es in Deutschlang keine Ausgangssperre gibt, lediglich Ausgangsbeschränkungen auf freiwilliger Basis, darf selbstverständlich auch Ihre Haushaltshilfe weiter zu Ihrem Arbeitsplatz kommen.

      ————————————————————————————————–
      Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die E-Mail-Benachrichtigung bei Antworten für diesen Blog abgestellt wurde und Antworten von Ihnen nicht weiter beachtet werden können. Aktuell benötigen wir alle verfügbaren Zeiten, um Fragen unserer Mandanten über unsere eigene Webseite zu beantworten.

    2. Hallo Christine,

      die Ausübung einer Beschäftigung ist auch in der derzeitigen Situation nicht grundlegend untersagt. Sprechen keine anderen Gründe dagegen (Quarantäne, Erkrankung etc.), kann Ihre Haushaltshilfe grundsätzlich auch weiterhin ihre Beschäftigung ausüben.

      Für den Fall einer lokalen oder allgemeinen Ausgangssperre können Arbeitgeber im Privathaushalt mit dieser Vorlage ihrer Haushaltshilfe eine Arbeitgeberbescheinigung ausstellen:https://t1p.de/Arbeitgeberbescheinigung

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  41. Ich arbeite seit 11 Jahren als 450 Euro Kraft als Friseurin,mir wurde wegen Geschäftsschliessung Coranabedingt am 27.3.20 gekündigt.Muss meine Chefin die Kündigungsfrist einhalten (bezahlen)?

    1. Hallo ..
      Ich arbeite seid 11 h
      Jahren als Friseurin . Nun bekomm ich kein Lohn mehr . Weil wir ja schließen mussten . Ist das rechtens ? Vielen Dank für ihre Antwort Grüße

      1. Hallo Sandra,

        grundsätzlich ist der Arbeitgeber weiter zur Zahlung Ihres Verdienstes verpflichtet, wenn der Arbeitnehmer arbeitsfähig und arbeitsbereit ist, auch wenn die Arbeitsleistung vom Arbeitgeber nicht abgerufen wird.

        Wir empfehlen Ihnen sich mit dieser arbeitsrechtlichen Fragen an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) zu wenden. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat das BMAS auch einen Fragen- und Antwortenkatalog zu arbeitsrechtlichen Fragen veröffentlicht.
        https://t1p.de/BMAS-FAQ-Corona-Arbeitsrecht

        Freundliche Grüße

        Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    2. Gesetzliche Kündigungsfristen gelten nach wie vor. Diese wurden nicht durch die Corona-Kriese verändert.

      ————————————————————————————————–
      Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die E-Mail-Benachrichtigung bei Antworten für diesen Blog abgestellt wurde und Antworten von Ihnen nicht weiter beachtet werden können. Aktuell benötigen wir alle verfügbaren Zeiten, um Fragen unserer Mandanten über unsere eigene Webseite zu beantworten.

    3. Hallo Gabi,

      durch die Corona-Krise wurden die allgemein geltenden arbeitsrechtlichen Regelungen nicht außer Kraft gesetzt. Das gilt auch für Kündigungsfristen. Einem gekündigten Mitarbeiter steht grundsätzlich auch bis zum Ende der Kündigungsfrist sein Lohn zu.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  42. Habe einen 450 Euro Job in der essensausgabe an einer Schule. Diese wurden geschlossen und der Catering liefert kein Essen mehr aus. Frage? wer zahlt den Verdienstausfall, da Kurzarbeitergeld nicht vorgesehen ist?

    1. Ihr Arbeitgeber hat grundsätzlich Ihren Arbeitsvertrag zu erfüllen, wie auch Sie ihn zu erfüllen haben. Wenn Sie ihre Arbeitsleistung anbieten und der Arbeitgeber diese nicht annimmt, hat er Sie dennoch gemäß vereinbarter Wochenarbeitszeit zu bezahlen.
      Kommt Ihr Arbeitgeber seinen Pflichten nicht nach, ist der Weg zu einer Beratung angezeigt. Hierfür sollte ein Anwalt (Arbeitsrechtler) angesprochen werden.

      ————————————————————————————————–
      Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die E-Mail-Benachrichtigung bei Antworten für diesen Blog abgestellt wurde und Antworten von Ihnen nicht weiter beachtet werden können. Aktuell benötigen wir alle verfügbaren Zeiten, um Fragen unserer Mandanten über unsere eigene Webseite zu beantworten.

      1. Der Anwalt kostet aber Geld, wer kann sich das leisten bei einem 450 Euro Job. Und seien wir mal ehrlich… Wenn man als 450 Euro Kraft gegen den Arbeitgeber was unternimmt, was wird wohl die Konsequenz daraus sein? Viele werden aus Angst ihren Job zu verlieren gar nichts unternehmen.

        1. Hallo fenfire,

          kostenfreie Informationen zu arbeitsrechtlichen Fragen erhalten Sie beim Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004.

          Im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat das BMAS auch einen Fragen- und Antwortenkatalog zu arbeitsrechtlichen Fragen veröffentlicht: https://t1p.de/BMAS-FAQ-Corona-Arbeitsrecht

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  43. Bin in der Schülerbeförderung tätig..der Arbeitgeber möchte für Monat April nur halben Lohn zahlen…obwohl er voll zahlen müsste.Alle Mitarbeiter sollen einen Brief unterschreiben das Sie auf den halben Monatslohn verzichten..ist das rechtens und und muss ich das unterschreiben?

    1. Ihr Arbeitgeber darf sie bitten, den Vertrag abzuändern um nur den halben Lohn zahlen zu müssen, einhergehend mit einer entsprechenden Verringerung der Arbeitszeit. Dabei darf selbstverständlich der Mindestlohn nicht unterschritten werden.
      Wenn Sie dem Zustimmen und unterschreiben ist das rechtens. Sie müssenm allerdings nichts unterschreiben, was Sie nicht wollen.

      Dann bliebe dem Arbeitgeber möglicherweise nur noch die Kündigung als Ausweg.
      Sprechen Sie mit Ihm darüber.

      ————————————————————————————————–
      Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die E-Mail-Benachrichtigung bei Antworten für diesen Blog abgestellt wurde und Antworten von Ihnen nicht weiter beachtet werden können. Aktuell benötigen wir alle verfügbaren Zeiten, um Fragen unserer Mandanten über unsere eigene Webseite zu beantworten.

  44. Hallo,
    arbeite zur Zeit auf 450 € Basis nun meine Frage. Darf ich zu meinem 450 € Job noch einen auf 400€ arbeiten oder mehr als 450 € arbeiten also mehr Stunden?

    1. Grundsätzlich gibt es kein Arbeitsverbot. Sie dürfen (und sollten!) mehr arbeiten um ein höheres Einkommen zu erziehlen. Selbstverständlich werden Sie und Ihr Arbeitgeber bei Überschreiten der Minijob-Grenzen dann auch SV-Beiträge entrichten müssen.

      ————————————————————————————————–
      Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die E-Mail-Benachrichtigung bei Antworten für diesen Blog abgestellt wurde und Antworten von Ihnen nicht weiter beachtet werden können. Aktuell benötigen wir alle verfügbaren Zeiten, um Fragen unserer Mandanten über unsere eigene Webseite zu beantworten.

    2. Hallo Marion,

      üben Sie keine versicherungspflichtige Hauptbeschäftigung aus, dürfen Sie grundsätzlich mehrere 450-Euro-Minijob gleichzeitig ausüben. Hierbei ist zu beachten, dass die Verdienste in Summe die durchschnittliche Grenze von 450 Euro nicht übersteigt.

      Neben dem 450-Euro-Minijob gibt es noch den sogenannten kurzfristigen Minijob http://t1p.de/MJZE-kurzfristig-gewerbliche-Minijobs . Die Verdienste aus einem 450-Euro-Minijob und kurzfristigen Minijobs werden nicht zusammengerechnet.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  45. Guten Tag, ich habe eine Beschäftigte, die vom 15.04.-30.04.20 kurzfristig beschäftigt eingestellt wird. Nun wird der Vertrag ab 01.05.-30.09.20 verlängert. Ist es korrekt, wenn wir sie vom 15.04.-14.09.20 kurzfristig beschäftigen und ab 15.09.20 GfB? Vielen Dank im Voraus!

    1. Hallo Carmen,

      grundsätzlich ist der Wechsel von einer kurzfristigen Beschäftigung in einen 450-Euro-Minijob ohne Unterbrechung möglich.

      Bitte beachten Sie jedoch in diesem Zusammenhang, das eine kurzfristige Beschäftigung nur dann vorliegt, wenn sie von vornherein auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt ist (momentan 5 Monate oder 115 Arbeitstage). Ist die Beschäftigung von Beginn an bereits auf einen längeren Zeitraum ausgelegt, liegt dem Grunde nach kein kurzfristiger Minijob vor.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      1. Ich arbeite in einer Schule auf 450 Basis Essenausgabe. Schulen sind zu . Muss mein Arbeitgeber mich weiterhin bezahlen? Der Rest der Beschäftigten ist auf Kurzarbeit.

        1. Guten Tag,

          auch in Ihrem Fall gilt der Grundsatz: Der Arbeitgeber ist weiter zur Entgeltzahlung verpflichtet, wenn der Arbeitnehmer arbeitsfähig und arbeitsbereit ist, auch wenn die Arbeitsleistung vom Arbeitgeber nicht abgerufen wird.

          Zu weiteren arbeitsrechtlichen Fragen informiert Sie das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS).

          Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat das BMAS auch einen Fragen- und Antwortenkatalog zu arbeitsrechtlichen Fragen veröffentlicht: https://t1p.de/BMAS-FAQ-Corona-Arbeitsrecht

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

        2. Ich Arbeite in einem Imbiss ,bin seit April zu Hause weil geschlossen ist ,bin auf 200 Euro beschäftigt, steht mir trotzdem Geld zu

Kommentar verfassen