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Zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2020

Coronavirus und Minijob – Ihre Fragen an uns

Das Coronavirus ist zu einem bestimmenden Thema für uns alle geworden und beeinflusst immer mehr den Arbeitsalltag. Minijobber und Minijob-Arbeitgeber sind von den Auswirkungen gleichermaßen betroffen.

Mit der Ausbreitung des Coronavirus erreichen uns täglich verschiedene Fragen, die sich auf Beschäftigungen im Minijob beziehen.

Ihre Fragen und Antworten zu Corona und Minijob haben wir zusammengefasst:

Mein Minijobber ist an dem Coronavirus nachweislich erkrankt. Kann ich als Arbeitgeber einen Erstattungsantrag als Ausgleich für Aufwendungen der Lohnfortzahlung stellen?

Im Fall der Arbeitsunfähigkeit Ihres Minijobbers zahlen Sie als Arbeitgeber den regelmäßigen Verdienst für den Zeitraum von bis zu sechs Wochen weiter. Dies gilt auch bei einer nachgewiesenen Corona-Erkrankung. Wenn Sie am Umlageverfahren für die U1 (Aufwendungen bei Krankheit) teilnehmen,  können Sie eine Erstattung im Krankheitsfall des Minijobbers geltend machen. Hierzu stellen Sie einen Antrag bei unserer Arbeitgeberversicherung.

Mein Minijobber wurde unter Quarantäne gestellt, da in seinem häuslichen Umfeld eine Corona-Infektion aufgetreten ist. Zahle ich als Arbeitgeber den Verdienst weiter?

Ist Ihr Minijobber nicht selbst erkrankt, jedoch unter Quarantäne gestellt, hat er Anspruch auf Fortzahlung seines Verdienstes. Sofern ein öffentlich rechtlicher Entschädigungsanspruch nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) besteht, können Sie sich als Arbeitgeber diese Kosten auf Antrag von der zuständigen Gesundheitsbehörde erstatten lassen.

Weitere Informationen haben die Spitzenorganisationen der Sozialversicherung in einem gemeinsamen Besprechungsergebnis festgehalten.

aktualisiert am 27.04.2020

Meine Firma lebt vom Publikumsverkehr. Daher lasse ich nun aufgrund der Verbreitung des Coronavirus vorsorglich meine Geschäftsräume mehrmals am Tag reinigen. Durch den erhöhten Aufwand bei der Reinigung überschreitet der Verdienst meines Minijobbers nunmehr die 450 Euro Grenze. Handelt es sich bei der Reinigung noch um einen Minijob?

Wenn der Jahresverdienst eines Minijobbers 5.400 Euro übersteigt, liegt nicht automatisch eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vor. Ein Minijob bleibt auch dann bestehen, sofern die Verdienstgrenze gelegentlich und nicht vorhersehbar überschritten wird. Gelegentlich bedeutet: Nicht mehr als 3 Kalendermonate innerhalb eines Zeitjahres bzw. in der Zeit vom 1. März 2020 bis zum 31. Oktober 2020 gelten 5 Kalendermonate. Unvorhersehbar heißt: Nicht im Voraus vereinbart. Die Höhe des Verdienstes spielt bei der Überschreitung keine Rolle. Eine betragsmäßige Obergrenze für das dreimalige Überschreiten gibt es nicht.

Der erhöhte Reinigungsbedarf war nicht vorhersehbar. Wenn dadurch für maximal 3 Monate bzw. 5 Monate innerhalb des maßgebenden 12-Monats-Zeitraums ein höherer Verdienst als vorgesehen gezahlt wird, handelt es sich um ein gelegentliches Überschreiten der Entgeltgrenze, das unschädlich für den Minijob ist. Der 12-Monats-Zeitraum endet immer mit dem Ende des Entgeltabrechnungsmonats, in dem ein unvorhersehbares Überschreiten vorliegt und beginnt 12 Monate vorher. Somit verläuft beispielsweise die Frist für den Monat April 2020 vom 1. Mai 2019 bis 30. April 2020. Innerhalb dieses Zeitraums darf ein unvorhersehbares Überschreiten bis zum 3-mal bzw. ab März 2020 5-mal vorliegen.

Weitere Informationen finden Sie hierzu in unserem Blogbeitrag „Mehrarbeit wegen Corona: 450-Euro-Grenze darf im Minijob überschritten werden“.

Gelten auch für Minijobber die Regelungen zum Kurzarbeitergeld, die aufgrund des am 13. März 2020 im Bundesgesetzblatt veröffentlichten “Gesetzes zur befristeten krisenbedingten Verbesserung der Regelungen für das Kurzarbeitergeld” eingeführt worden sind?

Die im oben genannten Gesetz vorgesehenen vereinfachten Bedingungen für die Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld gelten nur für die Fälle, für die ein Grundanspruch auf Kurzarbeitergeld gegeben ist. Hierzu zählen nur Arbeitnehmer, die versicherungspflichtig in der Arbeitslosenversicherung sind. Minijobber erhalten kein Kurzarbeitergeld, weil sie arbeitslosenversicherungsfrei sind.

Wenn ich Probleme habe, meine Minijob-Abgaben rechtzeitig zu zahlen, weil der ganze Betrieb wegen Corona ruht, gelten für diesen Fall besondere Regelungen in der Sozialversicherung?

Ja, es gelten besondere Regelungen in der Sozialversicherung. Die Zahlungsschwierigkeiten werden in diesem Fall durch ein sogenanntes unabwendbares Ereignis verursacht. Die Einzugsstellen zeigen sich kulant und verzichten auf die üblichen Gebühren für verspätete Beitragszahlungen. So werden beispielsweise keine Stundungszinsen berechnet oder es werden Säumniszuschläge bzw. Mahngebühren auf Antrag erlassen.

Bitte beachten: Die Minijob-Zentrale kann nicht erkennen, ob bei Ihnen -aktuell durch Corona- ein unabwendbares Ereignis vorliegt, was Sie an der rechtzeitigen Zahlung der Abgaben hindert. Die Prozesse bei der Minijob-Zentrale zur Feststellung der rechtzeitigen Beitragszahlung durch den Arbeitgeber sind elektronisch gesteuert. Für nicht rechtzeitig gezahlte Abgaben werden – ohne Zutun eines Mitarbeiters – systemseitig Säumniszuschläge erhoben. Darüber hinaus werden ausstehende Beiträge gemahnt und Mahngebühren festgesetzt. Wenn Sie uns als Arbeitgeber einen Hinweis auf Ihre Situation geben, werden wir Sie von diesen Maßnahmen ausnehmen.

Fragen zu den arbeitsrechtlichen Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus beantwortet auch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales in einem Fragen- und Antwortenkatalog.

Anmerkung:
Liebe Leserinnen und Leser unseres Blogs,
soweit es uns möglich ist, beantworten wir gerne alle Ihre Fragen. Unser Beitrag „Coronavirus und Minijob“ wird zum Anlass genommen, uns Fragen zum Arbeitsrecht zu stellen. Erlauben Sie uns in diesem Zusammenhang den Hinweis, dass wir ein Sozialversicherungsträger sind und unsere Kernkompetenz somit im Bereich des Sozialversicherungsrechts liegt.
Wir haben alle Fragen zum Sozialversicherungsrecht in dem Blog-Artikel aufgegriffen. Arbeitsrechtlich haben wir nur die Möglichkeit über gesetzliche Regelungen zu informieren. Wir dürfen weder zu diesen Themen beraten noch Hinweise über die praktische Umsetzung geben.
In diesem Sinn verstehen Sie bitte auch unsere Ausführungen.
Eine in den Kommentaren viel diskutierte Frage dreht sich darum, wie Arbeitgeber und ihre Minijobber abgesichert sind, wenn der Betrieb behördlich angeordnet geschlossen wird und eine Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz nicht gegeben ist? Darauf antwortet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales wie folgt:
„Im Hinblick auf die Entgeltfortzahlung gilt, dass der Arbeitgeber grundsätzlich weiter zur Entgeltzahlung verpflichtet bleibt, wenn die Arbeitnehmer arbeitsfähig und arbeitsbereit sind, aber er sie aus Gründen nicht beschäftigen kann, die in seiner betrieblichen Sphäre liegen (sog. Betriebsrisikolehre, § 615 Satz 3 BGB). Dazu würden etwa Fälle zählen, in denen es aufgrund von COVID-19-Erkrankungen zu erheblichen Personalausfällen oder Versorgungsengpässen käme, in deren Folge der Arbeitgeber die Betriebstätigkeit vorübergehend einstellen würde. Die Arbeitnehmer behalten also in diesen Fällen ihren Entgeltanspruch, auch wenn sie nicht arbeiten können.
Hinweis: Für diese Konstellationen, in denen weder Arbeitgeber noch Arbeitnehmer den Arbeitsausfall zu vertreten haben, können einzel- oder kollektivvertragliche Vereinbarungen Abweichendes regeln.“
Im Ergebnis bedeutet dies, dass ein Minijobber auch bei einer Betriebsschließung weiterhin Anspruch auf Zahlung seines Verdienstes hat. Wie der Arbeitgeber aber unterstützt wird, um diese Kosten zu decken, darauf geben die gesetzlichen Regelungen unseres Erachtens derzeit keine Antwort. „Kurzarbeit“ anzumelden, ist für den Betrieb zumindest für die Minijobber auch keine Lösung, weil diese Arbeitnehmer nach der geltenden Rechtslage keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld haben.
Wir informieren über unseren Blog, wenn wir neue Erkenntnisse in dieser Angelegenheit haben.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat aufgrund der Corona-Krise ein Service- und Infopaket auf seiner Internetseite zusammengestellt.

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561 Kommentare zu “Coronavirus und Minijob – Ihre Fragen an uns”

  1. Führt das Überschreiten des Minijob-Verdienstes in den Monaten März, April, Mai, Juni 2020 unweigerlich im November 2020 zum Verlust des Minijob-Status aufgrund des Überschreitens der drei Monats-Bedingung innerhalb eines Zeitjahres vom 01.12.2019 bis 30.11.2020?

  2. Hallo, im Juli 2020 habe ich mein Vertrag unterschrieben und nach dem ich 2 Tage gearbeitet habe, hatten wir einen Corona Fall in der Firma. Alle Mitarbeiter wurden somit in Quarantäne versetzt. Nach 2 Wochen Quarantäne wurde uns nichts bezahlt für diese Zeit, weder im Juli noch im August. Nun wirde zumsammen mit dem Lohn vom September 200€ an die Mitarbeiter zugeschickt. Ausschließlich ich und einige andere Mitarbeiter. Als ich den Chef dannach fragte, sagte er, dass grundsätzlich alle das Geld bekommen haben, die im April, Mai und Juni also 3 Monate vor der Quarantäne gearbeitet haben. Gibt es wirklich so eine Regelung oder Gesetzt? Oder wie sieht es aus?
    Liebe Grüße

    1. Hallo Eliaf,

      wir bitten zu berücksichtigen, dass wir ein Sozialversicherungsträger sind und unsere Kernkompetenz somit im Bereich des Sozialversicherungsrechts liegt. Ihr Anliegen betrifft aber das Arbeitsrecht. Unsere Auskünfte zum Arbeitsrecht beschränken sich nur darauf, über die gesetzlichen Regelungen zu informieren, nicht hingegen hierzu zu beraten oder vorzugeben, wie diese in der Praxis umzusetzen sind. In diesem Sinne verstehen Sie bitte auch unsere Ausführungen in unserem Blog-Beitrag.

      Zu arbeitsrechtlichen Fragen informiert das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat das BMAS auch einen Fragen- und Antwortenkatalog zu arbeitsrechtlichen Fragen veröffentlicht.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  3. Guten Tag. Seit dem Sozialschutzpaket 2 besteht die Möglichkeit neben der Hauptbeschäftigung einen 450€ anzunehmen, ohne Kürzung des KUG. Zur Situation: Gastronomie. KUG 0, also kompletter Ausfall der Beschäftigung. Jetzt ist Aufnahme eines Minijobs bei anderem Arbeitgeber geplant. Der Hauptarbeitgeber will dann kündigen, weil er – sollte ich krank werden – (KUG)Krankengeld zahlen müsse. Ist das so? Wer zahlt im Krankheitsfall? Hauptarbeitgeber oder Arbeitgeber Minijob? In der Hoffnung auf gute Argumentationstipps und vorab herzlichen Dank. DC

    1. Hallo,

      ob Ihr Arbeitgeber Lohnfortzahlung leisten muss wenn Sie krank sind hängt nicht davon ab, ob Sie noch einen Nebenjob ausüben. Erkranken Sie, haben Sie grundsätzlich Anspruch auf Lohnfortzahlung für bis zu sechs Wochen in dem Umfang, in welchem Sie der Arbeitgeber entlohnt hätte, wenn Sie nicht krank wären. Würden Sie beispielsweise aufgrund der Kurzarbeit nur einen Tag arbeiten und den Rest der Woche nicht, würden Sie auch nur diesen einen Tag vom Arbeitgeber bezahlt bekommen – für den Rest erhalten Sie das Kurzarbeitergeld. Zahlt Ihnen der Arbeitgeber momentan aufgrund der Kurzarbeit keinen Verdienst, erhalten Sie auch bei einer Arbeitsunfähigkeit keine Lohnfortzahlung von ihm, sondern lediglich Kurzarbeitergeld für den maximalen Zeitraum von 6 Wochen.
      Ihr Arbeitgeber – in einem ggf. parallel ausgeübten Minijob – zahlt Ihnen im Fall einer Krankheit ebenso den Lohn für maximal 6 Wochen weiter – unabhängig vom Hauptarbeitgeber.

      Grundsätzlich gibt es auch kein Gesetz, welches die Ausübung eines Nebenjobs pauschal untersagt. Arbeitgeber dürfen ihren Mitarbeitern Nebenjobs nicht pauschal verbieten. Eine Nebentätigkeit kann aber unzulässig sein, wenn sie gegen die berechtigten Interessen des Hauptarbeitgebers verstößt.

      Wir bitten Sie jedoch zu berücksichtigen, dass wir ein Sozialversicherungsträger sind und unsere Kernkompetenz somit im Bereich des Sozialversicherungsrechts liegt. Ihr Anliegen betrifft aber das Arbeitsrecht. Unsere Auskünfte zum Arbeitsrecht beschränken sich nur darauf, über die gesetzlichen Regelungen zu informieren, nicht hingegen hierzu zu beraten oder vorzugeben, wie diese in der Praxis umzusetzen sind.

      Zu arbeitsrechtlichen Fragen informiert das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat das BMAS auch einen Fragen- und Antwortenkatalog zu arbeitsrechtlichen Fragen veröffentlicht.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  4. Hallo, ich bekomme bis August noch Elterngeld von 500 Euro. Könnte aber jetzt ab 15.7 einen Minijob von 450 Euro bekommen. Wird das Geld an das Elterngeld angerechnet? Oder ändert sich etwas durch die Corona Krise.
    Danke
    Iris

    1. Hallo Iris,

      erhalten Sie während Ihrer Elternzeit Elterngeld und nehmen in dieser Zeit einen Minijob auf, wird das Elterngeld in der Regel neu berechnet. Der Hinzuverdienst – auch aus einem Minijob – muss daher immer der zuständigen Elterngeldstelle mitgeteilt werden.
      Auskünfte zum Elterngeld erhalten Sie bei Ihrer zuständigen Elterngeldstelle.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  5. Hallo,

    Ich bin seit April im Kurzarbeit. Ich übe seit Juni ein 450€ Minijob und werde die nächste 4 Wochen ein zweites Minijob nehmen. Die beide Arbeitgeber von den Minijobs haben mich auf 225€ angemeldet, dass ich nicht mehr als 450€ und nicht mehr als mein Nettogehalt vor der Coronakrise verdiene. Sind die Minijobs steuerfrei oder versicherungspflichtig? Worauf sollte ich achten?

    Liebe Grüße

    Daniel

    1. Hallo Daniel,

      während des Bezuges von Kurzarbeitergeld ruht Ihr Hauptbeschäftigungsverhältnis zwar, ist aber nicht beendet.

      Neben dieser sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung dürfen Sie genau einen 450-Euro-Minijob sozialversicherungsfrei ausüben. Hierbei ist die zeitliche Reihenfolge maßgebend, in welcher beide Minijobs aufgenommen werden. Der zeitlich zuerst gemeldete 450-Euro-Minijob bleibt für Sie sozialversicherungsfrei.

      Jeder weitere – ggf. auch höher entlohnte – 450-Euro-Minijob wird zusammen mit der Hauptbeschäftigung sozialversicherungs- und steuerpflichtig an Ihre Krankenkasse gemeldet. Hierbei spielt es auch keine Rolle, ob die Verdienste aus beiden Minijobs zusammen 450 Euro überschreiten. Mit Ausnahme der Arbeitslosenversicherung fallen dann auch für Sie als Arbeitnehmer Sozialversicherungsbeiträge und Steuern in diesem zweiten Minijob an.

      Neben Ihrer Hauptbeschäftigung und dem 450-Euro-Minijob könnten Sie jedoch parallel noch einen kurzfristigen Minijob sozialversicherungsfrei ausüben. Vielleicht interessiert Sie hierzu auch unser Blogbeitrag: “Hauptjob, 450-Euro-Minijob und kurzfristiger Minijob! Geht das?” http://t1p.de/Blogbeitrag-Hauptjob-Minijob-kurzfristig

      Hinsichtlich der Anrechnung der Minijobs auf Ihr Kurzarbeitergeld berät Sie Ihre zuständige Agentur für Arbeit.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  6. Hallo! In meinem Hauptjob bin ich momentan in Kurzarbeit. Ich arbeite nebenher seit Jahren auf 450€ Basis in einem Restaurant. Also die Restaurants schließen mussten bekam ich ein Schreiben von meinem Chef “Vereinbarung ruhendes Arbeitsverhältnis”, das ich unterschreiben musste. Jetzt hat das Restaurant wieder offen und ich kann wieder ganz normal arbeiten. Meine Frage jetzt: Gilt das jetzt als neuer Minijob und wird mir dann auf mein Kurzarbeitergeld angerechnet? Oder wird das als mein jahrelanger Minijob anerkannt und nicht angerechnet?

    1. Hallo Nicole,

      durch die Bundesregierung wurde zwischenzeitlich ein zweites Sozialschutzpaket verabschiedet. Es enthält eine Reihe weiterer Regelungen zur Bewältigung der Corona-Krise.

      Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Kurzarbeit weitet die Bundesregierung die Hinzuverdienstmöglichkeiten aus: Sie können vom 1. Mai bis 31. Dezember 2020 in allen Berufen bis zur vollen Höhe ihres bisherigen Monatseinkommens hinzuverdienen. Die Beschränkung auf systemrelevante Berufe ist aufgehoben. Nach den Ausführungen der Bundesagentur für Arbeit bleibt ein 450-Euro-Minijob nun gänzlich anrechnungsfrei. https://www.arbeitsagentur.de/finanzielle-hilfen/kurzarbeitergeld-arbeitnehmer

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  7. Hallo, ich bin 17 Jahre, Schüler, und arbeite seit Mai 2019 in einer Apotheke per Minijob einmal wöchentlich für ca. 3 Stunden. Am ersten Tag nachdem die Kontakt- und Hygieneregeln eingeführt wurden hatte ich Dienst. Danach wurde mir mündlich mitgeteilt, dass ich zunächst nicht wieder zur Arbeit kommen soll. Die Begründung waren die allgemeinen Umstände rundum Corona. Seitdem habe ich mehrmals angerufen und wurde immer wieder vertröstet, ich solle mich in vier Wochen nochmal melden, im Moment brauche man mich nicht. Die meisten anderen Minijobber sind ununterbrochen weiter beschäftigt worden. Insgesamt bin ich nun 15 Wochen nicht mehr beschäftigt worden, obwohl ich mich immer wieder angeboten habe. Bislang ist mir nicht gekündigt worden, weder mündlich noch schriftlich. Bevor ich jetzt nochmal direkt auf meine Chefin zugehe, möchte ich gerne wissen, ob ich für die vergangenen Wochen einen Anspruch auf den entgangenen Lohn geltend machen kann und ob es dafür Fristen gibt?

    1. Hallo Phil,

      grundsätzlich gilt: Der Arbeitgeber ist weiter zur Entgeltzahlung verpflichtet, wenn der Arbeitnehmer arbeitsfähig und arbeitsbereit ist, auch wenn die Arbeitsleistung vom Arbeitgeber nicht abgerufen wird.

      Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass wir an dieser Stelle keine umfassende rechtliche Beratung vornehmen können. Die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs. In diesem Zusammenhang informieren wir zu allgemeinen Fragen zum Thema Arbeitsrecht.

      Zu arbeitsrechtlichen Fragen informiert das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat das BMAS auch einen Fragen- und Antwortenkatalog zu arbeitsrechtlichen Fragen veröffentlicht: https://t1p.de/BMAS-FAQ-Corona-Arbeitsrecht

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  8. Welche Auswirkung hat die Änderung der gelegentlichen Überschreitung der monatlichen Verdienstgrenze auf die Familienversicherung (Krankenkasse)?
    Wenn man über die Familienversicherung krankenversichert ist und innerhalb der Coronazeit fünf Mal innerhalb eines Zeitraums von einem Jahr (nicht Kalenderjahr) die Verdienstgrenze überschritten hat, fällt man dann aus der Familienversicherung, obwohl man die Jahreseinkommensgrenze (Kalenderjahr) von 5400€ nicht überschreitet? Falls ja, und im darauffolgenden Monat wäre man wieder unterhalb der Grenze von 5 Monaten, in denen man die Verdienstgrenze überschreiten darf, kann man dann wieder in Familienversicherung zurückkehren?

    1. Hallo Gerda,

      die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir an dieser Stelle keine umfassende Beratung vornehmen können.

      Ihr Ansprechpartner zum Thema Hinzuverdienstgrenze im Rahmen der Familienversicherung ist Ihre gesetzliche Krankenkasse. Wir bitten Sie daher, sich mit Ihrer Anfrage erneut an Ihre zuständige Krankenkasse zu wenden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  9. Hallo, gilt bei der geänderten Zeitgrenze von fünf Monaten anstelle von drei Monaten für ein vorübergehendes unvorhersehbares Überschreiten der Entgeltgrenze bei geringfügig entlohnten Beschäftigungen der Monat, in dem die Arbeit verichtet wird oder der Monat, in dem das Entgelt ausgezahlt wird?

    1. Hallo Uli,

      es zählt immer der Monat, in dem es zur unvorhersehbaren Überschreitung durch Mehrarbeit gekommen ist. Der Zeitpunkt der Auszahlung des Verdienstes ist für diese Beurteilung nicht relevant.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  10. Hallo ich bin aushilfe bei einer KFZ werkstatt und arbeite als minijobler aufgrund der auftragslage kann mein chef mich immoment nicht brauchen.. bekomme ich trozdem meinen lohn von 450€ weiterhin?

    1. Hallo Jeremy,

      grundsätzlich ist der Arbeitgeber weiter zur Entgeltzahlung verpflichtet, wenn der Arbeitnehmer arbeitsfähig und arbeitsbereit ist, auch wenn die Arbeitsleistung vom Arbeitgeber nicht abgerufen wird.
      In unserem Blogbeitrag haben wir Informationen zu diesem arbeitsrechtlichen Sachverhalt unter -Anmerkung- erläutert.

      Wir empfehlen Ihnen sich mit arbeitsrechtlichen Fragen an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) zu wenden. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004.
      Im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat das BMAS auch einen Fragen- und Antwortenkatalog zu arbeitsrechtlichen Fragen veröffentlicht: https://t1p.de/BMAS-FAQ-Corona-Arbeitsrecht

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  11. Hallo liebes Team, ich habe seid 25 Jahren einen 450 Euro Job. Der Arbeitgeber hat den Lohn auch weiter gezahlt, jetzt kommt meine Frage, ist es richtig das mir die Zeit von Mitte März bis Anfang Mai als Minusstunden berechnet werden? Mein nicht genommener Urlaub soll diese Stunden ausgleichen. LG

    1. Hallo Anja,

      das kommt im Wesentlichen darauf an, aus welchem Grund Sie die Beschäftigung nicht ausüben konnten. Konnte der Arbeitgeber beispielsweise keine Aufgaben bereitstellen, befindet er sich im Annahmeverzug und trägt somit auch die Verantwortung für die fehlenden Stunden.

      Darüber hinaus informiert Sie zu arbeitsrechtlichen Fragen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat das BMAS auch einen Fragen- und Antwortenkatalog zu arbeitsrechtlichen Fragen veröffentlicht. https://t1p.de/BMAS-FAQ-Corona-Arbeitsrecht

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      1. Unser Geschäft war wegen der Corona Krise geschlossen. Das Arbeiten war daher nicht möglich. Ich verstehe nur nicht warum ich dann in die Minusstunden rutsche. Ich kann ja nichts dazu das Corona kam

        1. Hallo Anja,

          in diesem Fall haben Sie den Arbeitsausfall nicht selbst verschuldet. Minusstunden dürfen Ihnen hierdurch nicht entstehen.
          Abschließend empfehlen wir Ihnen, sich mit arbeitsrechtlichen Fragen an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zu wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  12. Guten Tag,
    ich habe einen “Hauptjob” in Kurzarbeit und seit langer Zeit einen Minijob. Der Minijob wurde mir gekündigt, da der Betrieb Corona-bedingt geschlossen wurde. Wenn es nun im Minijob wieder losgeht, werde ich dort ja neu angestellt. Wird mir der Nebenverdienst voll angerechnet oder zählt er trotzdem als Minijob, der schon vor meiner Kurzarbeit bestand?
    Danke für eine Info hierzu.
    Viele Grüße
    Nicole

    1. Hallo Nicole,

      wurde Ihr 450-Euro-Minijob beendet, liegt bei einer Neuanstellung ein “neuer” Minijob vor. Somit zählt diese Beschäftigung als 450-Euro-Minijob, welcher während der Kurzarbeit aufgenommen worden ist.

      Am 29. Mai 2020 ist das Sozialschutz-Paket II in Kraft getreten. Kurzarbeiter können jetzt einen neuen Minijob in allen Berufen aufnehmen und dabei ihr Kurzarbeitergeld bis zur vollen Höhe ihres bisherigen Monatseinkommens erhöhen. Diese Regelung gilt bis zum 31. Dezember 2020. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziale Sicherung erläutert die gesetzliche Änderung bereits ausführlich: https://www.bmas.de/DE/Schwerpunkte/Informationen-Corona/Kurzarbeit/kurzarbeit.html

      Weitergehende Fragen rund um das Kurzarbeitergeld beantwortet Ihnen Ihre zuständige Agentur für Arbeit.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      1. Vielen Dank für die schnelle Antwort. Ist mein bisheriges Monatseinkommen denn mit oder ohne Minijob gerechnet? Also wenn ich z.B. 2.000,- netto im Hauptjob hatte zzgl. 450,- aus dem Nebenjob dürfte ich bis 2.450,- auch in Kurzarbeit verdienen? Oder insgesamt 2.000,-?
        Viele Grüße
        Nicole

        1. Hallo Nicole,

          zur individuellen Anrechnung des Nebenverdienstes auf das Kurzarbeitergeld informiert Sie Ihre zuständige Agentur für Arbeit.

          Vielleicht helfen Ihnen aber auch bereits die Informationen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zur Anrechnung von Nebenjobs während der Kurzarbeit unter dem Punkt “Erweiterung der Hinzuverdienstmöglichkeiten während der Kurzarbeit”: https://t1p.de/BMAS-Erleichtertes-Kurzarbeitergeld

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  13. Hallo,

    vielen Dank für die guten Informationen! Eine Frage habe ich allerdings noch, die ich bislang noch nicht abschließend beantworten konnte:

    Es heißt, dass Minijobs in “systemrelevanten” Bereichen nicht auf das KUG angerechnet werden. Wo findet man eine Auflistung, welche Bereiche als “systemrelevant” gelten? Ist der Kassierer in der Tankstelle, der Warenverräumer im Supermarkt oder die Küchenhilfe im Schnellrestaurant als systemrelevant einzustufen?

    1. Hallo Daniel,

      am 29. Mai 2020 ist das Sozialschutz-Paket II in Kraft getreten. Hierdurch wurde die Beschränkung auf systemrelevante Berufe beim Hinzuverdienst zum Kurzarbeitergeld aufgehoben. Kurzarbeiter können jetzt einen neuen Minijob in allen Berufen aufnehmen und dabei ihr Kurzarbeitergeld bis zur vollen Höhe ihres bisherigen Monatseinkommens erhöhen. Diese Regelung gilt bis zum 31. Dezember 2020. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziale Sicherung erläutert die gesetzliche Änderung bereits ausführlich:
      https://www.bmas.de/DE/Schwerpunkte/Informationen-Corona/Kurzarbeit/kurzarbeit.html

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    1. Hallo Bernd,

      pauschal lässt sich Ihre Frage nicht beantworten. Ob ein Anspruch auf Lohn oder Lohnfortzahlung besteht, richtet sich im Wesentlichen nach dem Grund der Freistellung.

      Wurden Sie beispielsweise durch einen Arzt arbeitsunfähig krankgeschrieben, besteht auch im Minijob ein Anspruch zur Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber für den Zeitraum von 6 Wochen.

      Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass wir an dieser Stelle keine umfassende rechtliche Beratung vornehmen können. Die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs. In diesem Zusammenhang informieren wir zu allgemeinen Fragen zum Thema Arbeitsrecht.

      Um Ihre arbeitsrechtlichen Fragen dennoch klären zu können, empfehlen wir Ihnen den Fragen- und Antworten-Katalog des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales in diesem Blog-Beitrag: „Coronavirus: Arbeitsrechtliche Auswirkungen“ – https://t1p.de/BMAS-FAQ-Corona-Arbeitsrecht

      Weitere Informationen zum Thema Arbeitsrecht erhalten Sie telefonisch beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  14. Hallo,in einen Firma arbeiten Arbeitnehmer mit voll Teilzeit und Aushilfe. Ist richtig die Arbeitnehmer mit vollzeit in kurzarbeit lassen und Aushilfeweiter arbeiten?

    1. Hallo,

      Minijobber haben zum momentanen Zeitpunkt keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld. Ein Minijob ist eine sozialversicherungsfreie Beschäftigung in der keine Pflichtbeiträge zur Arbeitslosenversicherung erhoben bzw. eingezahlt werden. Kurzarbeitergeld ist eine Leistung der zuständigen Agentur für Arbeit deren Anspruchsberechtigung auf einer versicherungspflichtigen Beschäftigung beruht.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  15. Hallo,
    Ich arbeite als Aushilfe (also Minijob) im Hotel und muss laut Vertrag 36 Std im Monat arbeiten,und alles wird mit einem Zeitkonto geregelt. Das Hotel hatte im April und Mai geschloßen aufgrund Corona weswegen ich natürliche nicht arbeiten muss. Ich habe währenddessen weiterhin mein Gehalt bekommen. Nun habe ich meinen Arbeitgeber mitgeteilt das ich im Juli kündigen will jedoch behauptet mein Chef, dass ich noch das Geld für die 2 Monate zurückzahlen muss oder „abarbeiten“ soll, da mein Zeitkonto durch die 2 Monate 72 Std im Minus sind. Allerdings ist es doch mein Recht das ich eine Lohnfortzahlung erhalten habe und außerdem ist es ja nicht meine Schuld das ich diese Stunden nicht arbeiten konnte. Muss ich das Geld also wirklich zurückzahlen bzw. Abarbeiten?

    1. Hallo Dustin,

      stehen bei der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses noch Minusstunden auf dem Arbeitszeitkonto muss geprüft werden, ob der Arbeitgeber die Minusstunden verschuldet hat oder der Beschäftigte selbst. Konnte der Arbeitgeber keine Aufgaben bereitstellen, befindet er sich grundsätzlich im Annahmeverzug und trägt somit auch die Verantwortung für die fehlenden Stunden. Der Verdienst darf nur gekürzt werden, wenn der Arbeitnehmer die Minusstunden verursacht hat.

      Abschließend empfehlen wir Ihnen, sich mit arbeitsrechtlichen Fragen an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zu wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  16. Hallo zusammen,
    ich arbeite nebenbei in einem Restaurant und diese waren im Mai komplett geschlossen. Unser Chef möchte jetzt allen Aushilfen 100,00 zahlen um den finanziellen Verlust etwas auszugleichen. Kann er dies als Corona-Hilfe tun (weil ja sonst kein Arbeitslohn geflossen ist) oder würde das bemägelt werden?

    1. Hallo Viktoria,

      zwar dürfen auch Arbeitgeber von Minijobbern die steuerfreien Bonuszahlungen leisten, Voraussetzung für die Steuerfreiheit ist, dass die Bonuszahlung zusätzlich zum Verdienst gezahlt wird und nicht etwa zum Ausbezahlen von Überstunden genutzt wird.
      Vielleicht interessiert Sie in diesem Zusammenhang auch unser Blogbeitrag “Wertschätzung in der Corona-Krise: Auch Minijobber können steuerfreie Bonuszahlungen erhalten”: https://t1p.de/Blogbeitrag-steuerfreier-Bonus

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      1. Ich lese mir den Beitrag gleich durch. Jedoch handelt es sich hierbei tatsächlich nicht um Überstundenauszahlungen, sondern wirklich um eine solidarische Zahlung, weil wir Aushilfen ja keine Möglichkeit hatten, Geld zu verdienen. Überstunden werden bei uns nicht geleistet, da wir genug Aushilfen zum rotieren haben.

        1. Hallo,

          sollte Ihr Arbeitgeber nicht sicher sein, ob die geplante Zahlung die Voraussetzungen der Steuerfreiheit erfüllt, empfehlen wir ihm sich mit dieser Frage an das zuständige Finanzamt zu wenden.

          Gestatten Sie uns noch folgenden Hinweis:
          Grundsätzlich ist der Arbeitgeber weiter zur Entgeltzahlung verpflichtet, wenn der Arbeitnehmer arbeitsfähig und arbeitsbereit ist, auch wenn die Arbeitsleistung vom Arbeitgeber nicht abgerufen wird. Ergeben sich in diesem Zusammenhang arbeitsrechtliche Fragen empfehlen wir Ihnen, sich an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) zu wenden. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat das BMAS auch einen Fragen- und Antwortenkatalog zu arbeitsrechtlichen Fragen veröffentlicht: https://t1p.de/BMAS-FAQ-Corona-Arbeitsrecht

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  17. Arbeite jetzt 45 Jahre in einem kiga , bin 62 und Asthmatiker, hat jemand gehört ob ich in Rente gehen kann ? Ohne Abzüge in Kauf zu nehmen !

    1. Guten Tag,

      zu dieser Frage empfehlen wir Ihnen, sich an Ihren zuständigen Rentenversicherungsträger zu wenden. Nur dort kann eine individuelle Beratung anhand Ihres Rentenkontos erfolgen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  18. Hallo, in meinem Hauptberuf habe ich aktuell und bis auf Weiteres Kurzarbeit.
    Ich hatte bereits vor der Coronakrise einen Nebenjob auf 450€-Basis der mir allerdings nun auch aufgrund der schlechten Auftragslage (Catering) gekündigt wurde. Nun möchte ich einen neuen Nebenjob ( Kassenkraft im Baumarkt) beginnen. Wird das Geld, das ich dort verdienen werde nun angerechnet oder nicht, da es ja nicht die selben Nebenjobs sind….? Oder ist es nur wichtig das man auch VOR der Krise einen Nebenjob angemeldet hatte? Finde zu diesem konkreten Fall keine verlässliche Antwort. Danke

  19. Hallo, gerne würde ich einen Minijob in Form eines Hausmeisterdienst annehmen. Da meine Firma aber Kurzarbeit angemeldet hat und ich selbst jeden Monat um die 3-4 Tage daheim bin, wollte ich fragen, ob dies gerade überhaupt sinnvoll ist? Mal angenommen ich bekomme 400€ durch den Minijob. Habe monatlich durch Kurzarbeit 200€ netto weniger. Bekomme ich dann nur die “Auffüllung” zu meinem regulären Netto- Gehalt? Wie wird das bei geringer Kurzarbeit gehandhabt bzw. wenn ich einen Monat ohne Kurzarbeit habe? Vielen Dank vorab für Ihre Antwort.
    Grüße

    1. Hallo Cathleen, hallo David,

      grundsätzlich wird der Verdienst aus einem Minijob, der während des Bezuges von Kurzarbeitergeld aufgenommen wird, auf dieses angerechnet. Momentan gelten jedoch aufgrund der Corona-Krise in vielen Bereichen Sonderreglungen.

      Ob Ihr Verdienst aus einem neu aufgenommenen Minijob daher auf das Kurzarbeitergeld angerechnet wird bitten wir Sie, bei der zuständigen Agentur für Arbeit als auszahlende Behörde zu erfragen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  20. Hallo,

    Ich arbeite als 450€-Kraft im Einzelhandel. Unser Laden musste leider für den kompletten Monat schließen, mittlerweile ist er wieder offen, aber es arbeiten nur die Voll- und Teilzeitkräfte. Ich habe keine Lohnfortzahlung erhalten, obwohl ich doch eigentlich einen Anspruch darauf hätte oder? Ich habe mich auch an die Personalabteilung gewandt, aber die meinten, dass sie nur zahlen was gearbeitet wurde und das bedeutet dann in meinem Fall nichts. Was kann ich dagegen unternehmen?

    Liebe Grüße
    Vanessa

    1. Hallo Vanessa,

      uns, der Minijob-Zentrale ist es ein großes Anliegen unsere Kunden, zum Beispiel Arbeitgeber und Arbeitnehmer, über Ihre Rechte und Pflichten zu informieren. Insbesondere zum Arbeitsrecht erhalten wir sehr viele Anfragen, die wir gewissenhaft beantworten.

      Die Beziehungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber werden durch das Arbeitsrecht geregelt. Im Individual-Arbeitsrecht werden Arbeitsbedingungen geklärt. Dazu gehören zum Beispiel Urlaubsregelungen, Arbeitszeit, Kündigungsfristen, Entgeltfortzahlung.

      Da das Arbeitsrecht ein Individualrecht ist, kann es behördlich nicht geregelt werden. Das heißt, Sie müssen Ihre Ansprüche bei Ihrem zuständigen Arbeitsgericht selbst durchsetzen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

        1. Das heißt wir müssen uns einen Anwalt nehmen. Und wer bezahlt das? Arbeitgeber ist selbst in der Krise und kann keine Lohnfortzahlung leisten von wem bekommen wir dann was? Obwöhl er für uns 450.-€ Kräfte pro Person über 100.-€ monatlich in die Knappschaft bezahlt und wir bekommen nichts.

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