Lesezeit: 2 Minuten

Zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2020

Wertschätzung in der Corona-Krise: Auch Minijobber können steuerfreie Bonuszahlungen erhalten

Bis Ende des Jahres können Arbeitgeber ihren Beschäftigten steuerfreie Bonuszahlungen gewähren. Diese Zahlungen bleiben dann ebenfalls beitragsfrei in der Sozialversicherung. Damit würdigt die Bundesregierung besondere Leistungen von Beschäftigten in der Corona-Krise. Auch Minijobber profitieren hiervon. Was genau zu beachten ist und wie hoch diese Sonderzahlungen bei Minijobbern sein dürfen, erklären wir in diesem Beitrag.

Bonuszahlung zum ohnehin vereinbarten Verdienst

Arbeitgeber können ihren Minijobbern zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. Dezember 2020 Bonuszahlungen bis zu einem Gesamtbetrag in Höhe von 1.500 Euro steuerfrei auszahlen oder als Sachleistungen gewähren. Voraussetzung für die Steuerfreiheit ist, dass die Bonuszahlung zusätzlich zum Verdienst gezahlt wird und nicht etwa zum Ausbezahlen von Überstunden genutzt wird. Die steuerfreien Sonderzahlungen bleiben auch in der Sozialversicherung beitragsfrei.

Hinweis: Die steuerfreien Leistungen müssen vom Arbeitgeber in den Entgeltunterlagen dokumentiert werden, damit sie später bei Betriebsprüfungen auch nachvollzogen werden können.

Steuerfreie Bonuszahlungen ohne Auswirkungen auf die Verdienstgrenze im Minijob

Bei einem 450-Euro-Minijob können Minijobber regelmäßig monatlich bis zu 450 Euro verdienen – also 5.400 Euro im Jahr. Wird diese Verdienstgrenze überschritten, liegt kein Minijob, sondern ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis vor. Die steuerfreie zusätzliche Sonderzahlung zählt nicht zum regelmäßigen Verdienst des Minijobbers und führt somit nicht zum Überschreiten der zulässigen Entgeltgrenze und beeinflusst den 450-Euro-Minijob nicht.

Beispiel:
Ein Minijobber erhält einen monatlichen Verdienst von 450 Euro. Als Anerkennung für seine besondere Leistung in der Corona Krise zahlt ihm der Arbeitgeber im Mai 2020 zusätzlich zum vereinbarten Verdienst eine Sonderzahlung in Höhe von 500 Euro aus.
Die Beschäftigung bleibt weiterhin ein 450-Euro-Minijob, da es sich bei der Sonderzahlung um eine steuerfreie und sozialversicherungsfreie Leistung handelt.

Auch Minijobber in Privathaushalten können steuerfreie Bonuszahlung erhalten

Auch Minijobber in Privathaushalten können von ihren Arbeitgebern Sonderzahlungen bis zu einem Betrag von 1.500 Euro steuerfrei erhalten. Sachleistungen, die der Privathaushalt der Haushaltshilfe zukommen lässt, zählen losgelöst von der steuerfreien Bonuszahlung hingegen niemals zum Arbeitsentgelt. Sie sind somit immer möglich und bleiben unabhängig von Zeitraum und Wert der Sachleistung stets unberücksichtigt.

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Die Steuerfreiheit für Bonuszahlungen gilt je Arbeitgeber

Ein Beschäftigter mit mehreren Beschäftigungen, kann von jedem seiner Arbeitgeber eine Bonuszahlung von jeweils bis zu 1.500 Euro über dem vereinbarten Verdienst steuerfrei erhalten. Hat ein Minijobber z. B. noch eine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung, kann er sowohl im Minijob, als auch in der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung eine steuerfreie Sonderzahlung von bis zu 1.500 Euro erhalten.

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140 Kommentare zu “Wertschätzung in der Corona-Krise: Auch Minijobber können steuerfreie Bonuszahlungen erhalten”

  1. Hallo ich bin Rentner, darf ich bei zwei Minijobs jeweils 1500 Euro Bonus bekommen und wird dieser Bonus dann auf die Rente angerechnet? Oder darf die Summe von 6500 Euro jährlich durch Minijob und Bonus nicht überschritten werden?

    1. Hallo Gerd,

      grundsätzlich darf ein Minijobber auch Bonuszahlungen von mehreren Arbeitgebern erhalten. Ob und wenn ja, in welchem Rahmen die Zahlungen Einfluss auf Ihre Rente haben, sagt Ihnen Ihr zuständiger Rentenversicherungsträger.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  2. Als Privathaushalt habe ich eine Minijobberin zur Kinderbetreuung angestellt. Reicht es, wenn ich die Überweisung als Corona-Zuschuss kennzeichne, um diese steuer- und sozialversicherungsfrei auszahlen zu können? Ist sie dann wie das monatliche Entgelt als Kinderbetreuungskosten steuerlich absetzbar? Vielen Dank!

    1. Hallo,

      einen Anspruch auf eine Bonuszahlung hatten lediglich Beschäftigte im Bereich der Pflege – der sogenannte Pflegebonus.
      Darüber hinaus handelt es sich bei einer Bonuszahlung immer um eine freiwillige Leistung des Arbeitgeber.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  3. Hallo,
    Ich, Mini Jobber im Fitnessstudio, habe zwei Fragen:
    (1) was muss ich/mein Arbeitgeber tun,um den Bonus zu erhalten?
    (2) Ich habe erst jetzt von diesem Bonus erfahren. Kann ich den Bonus auch rückwirkend für die Schießungszeit von März-Juni 2020 beantragen?
    Vielen Dank im Voraus

    1. Hallo Caro,

      die in unserem Blogbeitrag beschriebene Bonuszahlung ist eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers, auf die es in der Regel keinen Rechtsanspruch gibt.

      Diese Bonuszahlungen können zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. Dezember 2020 bis zu einem Gesamtbetrag in Höhe von 1.500 Euro steuerfrei ausgezahlt oder als Sachleistungen gewährt werden.

      Wir empfehlen Ihnen das Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber zu suchen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    1. Hallo,

      Prämien kann grundsätzlich jeder Arbeitnehmer erhalten. Hierbei spielt es keine Rolle, wie lange Sie bereits bei Ihrem Arbeitgeber beschäftigt sind.
      Ob die geplante Prämienzahlung die Bedingungen der Steuerfreiheit erfüllt, sagt Ihnen bzw. Ihrem Arbeitgeber Ihr zuständiges Finanzamt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  4. Guten Tag,

    ich habe auch eine Frage bezüglich der Bonuszahlung.
    Ich arbeite seit anfang Mai auf 450€ Basis über eine Reinigungsfirma in einer Pflegeeinrichtung.
    Meine Kolleginnen haben bereits einen kleinen Corona Bonus erhalten, ich allerdings nicht und ich soll auch keinen bekommen. Begründung ist, dass ich ja erst im Mai angefangen bin.
    Finde dass ein wenig unfair und frage mich ob das rechtens ist?

    Grüße

    1. Hallo Katja,

      wir verstehen, dass sich das für Sie ungerecht anfühlt – jedoch gibt es in der Regel keinen rechtlichen Anspruch auf diesen im Blogbeitrag beschriebenen Bonus. Wir empfehlen Ihnen, nochmals das Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber zu suchen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      1. Hallo,
        ein erneutes Gespräch wird wohl nichts bringen. Ich dachte, dass man als Reinigungskraft in einem Altenheim Anspruch auf diesen Bonus hat. So hatte ich das bisher verstanden. Da habe ich dann wohl Pech gehabt.

        Grüße

  5. Hallo ihr Lieben. Ich habe eine Frage zu dem Corona-Bonus… Und zwar bin ich Minijobberin auf 450€ Basis und mein Arbeitgeber schreibt seit Mai jetzt bis September auf die Abrechnung jeweils 100€ Coronabonus (was ja zusammenfassend 500€ ergibt), die mir allerdings nie ausgezahlt wurden…! Auf mehrmaliges Nachfragen erhielt ich immer die Antwort, das diese nicht ausbezahlt wird, sondern nur der Abrechnung etc. diene, da dieses Geschäft ja im Lockdown 2 Monate schließen musste. Lange Rede, kurzer Sinn…ist es rechtens, dass der Arbeitgeber diesen Bonus auf der Abrechnung zwar angibt mir aber nicht auszahlt?

    Vorab vielen Dank für die Hilfe und viele Grüße.

    1. Hallo,

      natürlich ist das nicht rechtens. Eine Bonuszahlung, welche auf Ihrer Lohnabrechnung erscheint, muss für Sie verfügbar sein!

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  6. Hallo,
    ich beziehe Arbeitslosengeld und habe einen Minijob, wo ich 165 Euro (Freibetrag) verdiene. Kann ich von meinem Arbeitgeber die Corona-Prämie bekommen, ohne dass mein Arbeitslosengeld beeinträchtigt wird? Viele Grüße

    1. Hallo Ana,

      wir empfehlen Ihnen, sich mit dieser Frage an Ihre zuständige Agentur für Arbeit zu wenden. Diese ist Ihr Ansprechpartner, wenn es um die Hinzuverdienstgrenze zum Arbeitslosengeld geht.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  7. Leider habe ich vergeblich versucht, meinen Arbeitgeber von einer Bonuszahlung für uns Minijobber zu überzeugen.
    Die Voll- und Teilzeitkräfte bekommen einen Bonus, wir Minijobber nicht, da es angeblich zu kompliziert für den Arbeitgeber sein soll.
    Ist da was dran oder will er einfach nicht?

    1. Hallo Maik,

      die in unserem Artikel beschriebene Bonuszahlung leistet der Arbeitgeber tatsächlich freiwillig. Ein gesetzlicher Anspruch auf eine Bonuszahlung besteht nicht.
      Was Ihren Arbeitgeber motiviert hat, sich gegen eine solche Zahlung zu entscheiden, können wir nicht beurteilen. Hier hilft nur ein persönliches Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  8. Ich habe bei meinem 450€ Job (jeden Monat 450€ Verdienst) schon den Bonus in Höhe von 1500€ bekommen. Bei meinem Hauptjob (sozialversicherungspflichtig) bekomme ich auch den Bonus in Höhe von 1500€. Wenn ich nun zum Beispiel im November an ein paar Tagen einen zusätzlichen kurzfristigen Job bei einem dritten Arbeitgeber annehme, könnte ich hier dann theoretisch auch 1500€ Bonus bekommen? Selbst wenn ich nur zum Beispiel 100€ verdienen würde? Oder ist das an eine gewisse “Dauer” des Jobs gebunden?

    1. Hallo,

      üben Sie mehreren Beschäftigungen aus, können Sie grundsätzlich von jedem Arbeitgeber eine Bonuszahlung von jeweils bis zu 1.500 Euro über dem vereinbarten Verdienst steuerfrei erhalten. Ob die Bedingungen zur Steuerfreiheit auch bei einer neu aufgenommenen Beschäftigung erfüllt werden sagt Ihnen Ihr zuständiges Finanzamt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  9. Hallo,
    ich beziehe eine volle Erwerbsminderung und habe einen Minijob. Ich dürfte im Jahr 6300€ zu meiner Rente hinzuverdienen.
    Meine Frage: Darf ich auch ein Bonus steuerfrei erhalten und wenn ja wie hoch darf dieser ausfallen, damit ich nicht einen Abzug meiner Rente befürchten muss?

    Vielen Dank im Voraus

    Sascha Clotten

    1. Hallo Sascha,

      grundsätzlich dürfen Sie auch im Minijob eine steuerfreie Bonuszahlung in Höhe von bis zu 1.500 Euro erhalten. Ob und wie sich diese ggf. auf Ihre Rente auswirkt bitten wir Sie, bei Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger zu erfragen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  10. Hallo,

    ich bin ab 1.10 bei einem Arbeitgeber als Aushilfe angefangen. Kann ich trotzdem 1.500 Prämie zusätzlich bekommen? Und was wäre wenn ich am 1.12 anfangen würde? Kann ich dann trotzdem die vollen 1.500 Euro bekommen? Gibt es dafür Nachweispflichten ?

    1. Hallo,

      grundsätzlich kann die Prämie im gesamten Jahr 2020 durch den Arbeitgeber ausgezahlt werden. Ob die Voraussetzungen für die Steuerfreiheit vorliegen ist bei Ihrem zuständigen Finanzamt in Erfahrung zu bringen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  11. Guten Tag, ist es zulässig, dass einige Minijobber in unserem Unternehmen eine Corona Prämie bekommen und zwar in unterschiedlicher Höhe… und andere Minijobber gar keine?

    1. Hallo Silke,

      das können wir Ihnen nicht pauschal beantworten. Zu einer Bonuszahlung ist der Arbeitgeber in der Regel nicht gesetzlich verpflichtet. Wir empfehlen Ihnen, hierzu das Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber zu suchen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  12. Hallo
    Ich arbeite als Haushaltshilfe verdiene 890.euro Netto
    Steht mir auch Bonuszahlung zu und wenn wie viele ? Bin seit y fast 2 Jahren dabei.
    Lg Claudia Löhndorf

    1. Hallo Claudia,

      die Möglichkeit der steuerfreien Bonuszahlungen ist nicht an bestimmte Berufsgruppen oder Tätigkeiten gebunden. Steuerfreie Zahlungen dürfen grundsätzlich alle Arbeitgeber leisten – auch im Privathaushalt. Erfüllt die Zahlung den Umstand der Steuerfreiheit, kann Sie zusätzlich zum laufenden Verdienst gewährt werden, ohne das hierauf Sozialversicherungsbeiträge entfallen. Ob die geplante Zahlung tatsächlich den Kriterien für die Steuerfreiheit entspricht, dazu berät Sie Ihr zuständiges Finanzamt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  13. Hallo liebes Minijob-Zentrale-Team,
    ich habe im August zwei kurzfristig Beschäftigte in der Fima (machen die Aussenanlagen bzw. die Ablage und solche solches Zeug), sind für die Zeit befristet. Könnten ich denen auch einen Steur – und SV freien Corona Bonus bezahlen?
    Danke für Eure Info.

    1. Hallo Susanne,

      die Möglichkeit der steuerfreien Bonuszahlung ist nicht an eine Beschäftigungsart oder Berufsgruppe gebunden. Somit dürfen grundsätzlich auch kurzfristige Minijobber von dieser Möglichkeit profitieren. Ob die geplante Zahlung die Kriterien für die Steuerfreiheit erfüllt erfahren Sie bei Ihrem zuständigen Finanzamt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    2. Guten Tag. Ich habe auch eine Frage. Wann jemand hat Minijob und volldienst Job, kann die Corona Prämie, von die beide Arbeitsstelle zussamen über 1500 E sein? Für beispiels bei die vollstelle wurde 1500 E aus
      bezahlt und bei Minijob 180 E? Muss man irgendwo dass anmelden?

      1. Hallo,

        den Corona-Bonus kann grundsätzlich jeder Arbeitgeber zahlen.
        Haben Sie mehrere Arbeitgeber – also zum Beispiel eine Hauptbeschäftigung und einen 450-Euro-Minijob – können Sie dem Grunde nach in jedem Beschäftigungsverhältnis jeweils bis zu 1.500 Euro zusätzlich zum vereinbarten Verdienst steuer- und beitragsfrei erhalten.

        Freundliche Grüße

        Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  14. Ich möchte gerne meiner Haushaltshilfe (Privathaushalt) einen Corona Zuschuss (Bonus) zukomen lassen. Kann ich diesen Betrag auch der Minijob-Zentrale melden, damit dieser dokumentiert ist und ich diesen auch später in der Einkommensteuererklärung unter den haushaltsnahen Dienstleitungen geltend amchen kann? Oder setzte ich den Betrag einfach an, da er ja an die Haushaltshilfe als Sonderzahlung überwiesen wurde?

    1. Hallo Stephan,

      es freut uns, dass Sie die Arbeit Ihrer Haushaltshilfe während der andauernden Corona-Pandemie wertschätzen möchten. Da es sich bei der Bonuszahlung aufgrund der Corona-Pandemie um eine steuerfreie Zahlung handelt, ist diese grundsätzlich nicht als Arbeitslohn bei der Minijob-Zentrale anzugeben.

      Ob und in welchem Rahmen Sie diese Zahlung steuerlich geltend machen können sagt Ihnen Ihr zuständiges Finanzamt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  15. Ich habe einen Minijob mit 450,00 Euro sowie 44,00 Euro Sachbezug monatlich. Ist ein Coronabonus in Höhe von 1500,00 Euro hier auch unschädlich oder sind die 44,00 Euro Sachbezug anzurechnen?

    1. Hallo,

      die Bonuszahlung in Höhe von maximal 1.500 Euro soll ein Zeichen der Wertschätzung sein für Ihre Arbeit während der Corona-Pandemie. Unabhängig davon, ob Sie als Arbeitnehmer bereits einen Sachbezug erhalten, kann Ihnen Ihr Arbeitgeber eine steuerfreie Bonuszahlung auszahlen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  16. Hallo,
    ich bin am 30. April 2020 bei meinem vorherigen AG als Minijobber ausgeschieden und seit 01. Mai bei einem neuen AG als Minijobber beschäftigt. Mein vorheriger AG hat mir seinerzeit aus finanziellen Gründen nur einen Teil der Coronasonderzahlung ausgezahlt, mir aber zugesagt, den Restbetrag noch im Laufe des Jahres freiwillig nachzuzahlen, auch wenn ich nicht mehr bei ihm beschäftigt bin. Geht das denn so oder gilt diese Sonderzahlung nach dem Ausscheiden nicht mehr? Ich könnte das Geld natürlich gut gebrauchen und würde mich freuen.
    Vielen Dank im voraus.

    1. Hallo und guten Tag,

      die Bonuszahlung aufgrund der Corona-Krise ist bis zu einem Gesamtbetrag von 1.500 Euro steuer- und sozialversicherungsfrei. Diese Bonuszahlung kann in einem Betrag aber auch in mehreren Teilbeträgen erfolgen. Wichtig hierbei ist, dass der Gesamtbetrag 1.500 Euro nicht überschritten und der letzte Betrag bis zum 31. Dezember 2020 ausgezahlt wird, denn die Steuerfreiheit gilt nur bis zum Ende diesen Jahres.

      Hat ein Minijobber mehrere Arbeitgeber oder wechselt er den Arbeitgeber im Laufe des Jahres, so kann jeder Arbeitgeber diese Bonuszahlung leisten. Für jeden Arbeitgeber gilt dann die Höchstgrenze von 1.500 Euro (bei zwei Arbeitgebern wären somit insgesamt 3.000 Euro Bonuszahlung möglich). Aber für alle Arbeitgeber gilt für die Steuerfreiheit, dass die Auszahlung bis zum 31. Dezember 2020 erfolgen muss.

      Ebenso ist es möglich, dass ein Arbeitgeber Restbeträge auch nach dem Ende des Beschäftigungsverhältnisses zahlt, solange die Zahlung vor dem Jahreswechsel geschieht.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    1. Hallo Stephanie,

      Sozialleistungen sind grundsätzlich einkommensabhängig. Ob und in welchem Maße Prämien hier angerechnet werden bitten wir Sie, bei den auszahlenden Stellen zu erfragen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  17. Hallo, ich arbeite als Minijobber in der ambulanten Pflege (Betreuung und Hauswirtschaftliche Versorgung von Patienten). Ich arbeite dort ca.9 Stunden die Woche. Habe ich ein Anrecht auf die Bonuszahlung?
    Ich befürchte das meine Chefin sich sträubt da ich auch keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall erhalte.
    Viele Grüße Janine

    1. Hallo Janine,

      auch Minijobber können grundsätzlich einen Pflegebonus erhalten. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sie innerhalb des Zeitraums vom 1. März bis zum 31. Oktober 2020 mindestens drei Monate in einer zugelassenen Pflegeeinrichtung beschäftigt sind. Da es sich bei einem Minijob um eine Teilzeitbeschäftigung handelt, steht der Pflegebonus Minijobbern nur anteilig zu.
      Die Auszahlung des Pflegebonus erfolgt spätestens bis zum 15. Juli durch die Pflegekasse an den Arbeitgeber. Die Arbeitgeber sollen diesen Bonus dann spätestens mit der nächsten Gehaltsüberweisung an ihre Arbeitnehmer weitergeben.
      Wir empfehlen Ihnen daher, sich mit Ihrer Frage an Ihre zuständige Pflegekasse zu wenden. Die Pflegekasse ist bei Ihrer Krankenkasse angesiedelt.
      Unabhängig davon müssen Sie natürlich auch als Minijobberin eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall erhalten, wenn Sie vorher mindestens 4 Wochen bei Ihrem Arbeitgeber beschäftigt waren.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      1. Vielen Dank für Ihre Antwort. Ich werde mich bei der Pflegekasse informieren.
        Zu der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall: Das habe ich meiner Chefin auch schriftlich mit geteilt. Ihre Antwort darauf war das es daß in diesem Betrieb nicht gibt und wenn es mir nicht passt kann ich ja gehen.

        1. Hallo Janine,

          uns, der Minijob-Zentrale ist es ein großes Anliegen unsere Kunden, zum Beispiel Arbeitgeber und Arbeitnehmer, über Ihre Rechte und Pflichten zu informieren. Insbesondere zum Arbeitsrecht erhalten wir sehr viele Anfragen, die wir gewissenhaft beantworten.
          Die Beziehungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber werden durch das Arbeitsrecht geregelt. Im Individual-Arbeitsrecht werden Arbeitsbedingungen geklärt. Dazu gehören zum Beispiel Urlaubsregelungen, Arbeitszeit, Kündigungsfristen, Entgeltfortzahlung.
          Da das Arbeitsrecht ein Individualrecht ist, kann es behördlich nicht geregelt werden. Das heißt, Sie müssen Ihre Ansprüche bei Ihrem zuständigen Arbeitsgericht selbst durchsetzen.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  18. Hallo,
    ich arbeite mit einem Rahmenvertrag ohne festgelegte Wochenarbeitszeit vom 27.03.-31.10.2020 in einem Altenpflegeheim. Ich kann innerhalb dieses Zeitraums bis zu 70 Tage sozialversicherungsfrei eingesetzt werden. Habe ich Anspruch auf die Pflegeprämie? So wie ich es verstehe, gibt es die auch für geringfügig Beschäftigte entsprechend der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit. Allerdings ist bei mir ja unklar, wie viel ich überhaupt eingesetzt werde. Bisher waren es rund 200 Stunden.
    Danke!

    1. Hallo Pflegehelfer,

      der Bundestag hat eine Bonuszahlung für alle in der Altenpflege arbeitenden Beschäftigten beschlossen (sogenannter Pflegebonus), der den Arbeitgebern von den Pflegekassen spätestens zum 15. Juli ausgezahlt werden soll. Die Arbeitgeber sollen diesen Bonus dann spätestens mit der nächsten Gehaltsüberweisung an ihre Arbeitnehmer weitergeben.
      Auch Minijobber können grundsätzlich einen Pflegebonus erhalten. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sie innerhalb des Zeitraums vom 1. März bis zum 31. Oktober 2020 mindestens drei Monate in einer zugelassenen Pflegeeinrichtung beschäftigt sind. Da es sich im Minijob um Teilzeitbeschäftigte handelt, steht der Pflegebonus Minijobbern nur anteilig zu.
      Bei Fragen zum Pflegebonus bitten wir Sie, sich an Ihre zuständige Pflegekasse zu wenden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

        1. Hallo Berna,

          bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir an dieser Stelle keine umfassende rechtliche Beurteilung vornehmen können. Die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs.

          Bei Fragen zur Höhe des Pflegebonus ist Ihr richtiger Ansprechpartner Ihre zuständige Pflegekasse.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  19. Hallo,

    ich habe bereits einen Bonus i.H.v. 250€ erhalten, mein Chef würde mir aber gerne einen weiteren Corona – Bonus gewährleisten. Ist dies denn möglich? Oder hätte der Bonus direkt auf einen Schlag sein müssen?

  20. Guten Tag, ich arbeite Vollzeit und habe zusätzlich einen 450 Euro Job. Beide Arbeitgeber (Pflegestationen) zahlen nun die Coronaprämie. Für meine Vollzeitbeschäftigung erhalte ich 1500 Euro. Der Arbeitgeber des 450 Euro Jobs beruft sich auf die Prämien – Festlegungen des GKV – Spitzenverbandes und meint, ich dürfe deshalb keine weitere Prämie erhalten, beziehungsweise müsste dann den Betrag über 1500 Euro an die Pflegekasse zurückerstatten. In der Tat lesen sich die Prämien – Festlegungen des GKV – Spitzenverbandes wie ein Widerspruch zu den Angaben hier. Meine Fragen: Darf der Arbeitgeber des 450 Euro Jobs mich (im Gegensatz zu den anderen Angestellten) von der Prämienzahlung ausschließen? Muss ich mich bei einer weiteren Prämienzahlung, die dann die Summe von 1500 Euro überschreiten würde, bei der Pflegekasse melden und etwas zurückzahlen? Vielen Dank!

    1. Hallo Stephan,

      die Festlegungen des GKV-Spitzenverbandes betreffen die Finanzierung der Sonderleistungen für Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen. Für Pflegekräfte wurde diese Sonderzahlung gesetzlich festgelegt und ein finanzieller Rahmen vereinbart. Bei Fragen hierzu bitten wir Sie, sich an die zuständige Pflegekasse zu wenden.
      Unabhängig davon können jedoch auch Arbeitgeber in anderen Bereichen außerhalb der Pflege die Möglichkeit der steuerfreien Prämienzahlung nutzen. Die Zahlungen sind dann nicht gesetzlich vorgeschrieben sondern werden durch die Arbeitgeber freiwillig geleistet. Eine solche freiwillige Prämienzahlung des Arbeitgebers können Beschäftigte auch aus mehreren Beschäftigungsverhältnissen erhalten.
      Darüber hinaus berät Sie bei Fragen zur Steuerpflicht oder -freiheit Ihr zuständiges Finanzamt.

      Freundliche Grüße
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  21. Hallo,

    wir möchten unseren Mitarbeitern für Ihre Leistungen während der Corona Zeit den Bonus auszahlen. Bei zwei unserer Mitarbeiter die als Minijober angestellt sind ist der Fall aber etwas komplizierter.
    Eine Mitarbeiterin bezieht Bafög und darf nicht mehr als die EUR 450,- monatl. verdienen, ein zweiter Mitarbeiter eine Halbwaisenrente mit ebenfalls einem Verdienstlimit von EUR 450,- / Monat.
    Wie verhält sich das hier bei Auszahlung des Corona Bonus? Hat der Gesetzgeber das bedacht oder verlieren beide Ihre Ansprüche für die Auszahlung von Bafög und Halbwaisenrente, wenn wir Ihnen den Bonus auszahlen?

    Vielen Dank für eine Antwort!

    1. Guten Tag,

      wir bitten Sie zu berücksichtigen, dass wir ein Sozialversicherungsträger sind und unsere Kernkompetenz somit im Bereich des Sozialversicherungsrechts liegt. Aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht sind steuerfreie Zuwendungen des Arbeitgeber nicht als Arbeitsentgelt zu werten. Sie unterliegen damit nicht der Beitrags- und Meldepflicht in der Sozialversicherung.
      Ob und in welchem Rahmen diese Zahlungen Auswirkungen auf Bafög- oder Rentenzahlungen haben bitten wir Sie, bei den jeweils auszahlenden Stellen zu erfragen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    2. Hallo Alex,

      wir bitten Sie zu berücksichtigen, dass wir ein Sozialversicherungsträger sind und unsere Kernkompetenz somit im Bereich des Sozialversicherungsrechts liegt. Aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht sind steuerfreie Zuwendungen des Arbeitgeber nicht als Arbeitsentgelt zu werten. Sie unterliegen damit nicht der Beitrags- und Meldepflicht in der Sozialversicherung.
      Ob und in welchem Rahmen diese Zahlungen Auswirkungen auf Bafög- oder Rentenzahlungen haben bitten wir Sie, bei den jeweils auszahlenden Stellen zu erfragen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  22. Hallo,

    wir möchten unseren Mitarbeitern für Ihre Leistungen während der Corona Zeit den Bonus auszahlen. Bei zwei unserer Mitarbeiter die als Minijober angestellt sind ist der Fall aber etwas komplizierter.
    Eine Mitarbeiterin bezieht Bafög und darf nicht mehr als die EUR 450,- monatl. verdienen, ein zweiter Mitarbeiter eine Halbwaisenrente mit ebenfalls einem Verdienstlimit von EUR 450,- / Monat.
    Wie verhält sich das hier bei Auszahlung des Corona Bonus? Hat der Gesetzgeber das bedacht oder verlieren beide Ihre Ansprüche für die Auszahlung von Bafög und Halbwaisenrente, wenn wir Ihnen den Bonus auszahlen?

    Vielen Dank für eine Antwort!

  23. Ich habe zwei Minijobs ( 1x 200 Euro und 1x 250 Euro) bei zwei verschiedenen Arbeitgebern. Können beide Arbeitgeber mir den Bonus in Höhe von 1.500 Euro auszahlen?

  24. welche Möglichkeiten gibt es, diesen Bonus zu erhalten? muss ich eine schriftliche Anfrage an den Arbeitgeber stellen? oder reicht eine mündliche Behandlung? hat der Arbeitgeber das Recht, den kronenbonus abzulehnen?

  25. Hallo,
    welche Möglichkeiten gibt es, diesen Bonus zu erhalten? muss ich eine schriftliche Anfrage an den Arbeitgeber stellen? oder reicht eine mündliche Behandlung? hat der Arbeitgeber das Recht, den “Coronabonus” abzulehnen?

    1. Hallo Inna,

      bei diesem Bonus handelt es sich um eine Zahlung, welche der Arbeitgeber freiwillig leisten kann. Es besteht kein gesetzlicher Anspruch auf diese Zahlung. Suchen Sie am besten das Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  26. Hallo bei der Minijobzentrale, wie verhält es sich, wenn der AG nur einzelne MA herauspickt, denen er den Bonus zahlt? Gilt das auch? Von Corona sind doch alle gleichermaßen betroffen??
    Grüße

    1. Hallo,

      bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir an dieser Stelle keine umfassende rechtliche Beurteilung vornehmen können. Die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs. In diesem Zusammenhang informieren wir zu allgemeinen Fragen zum Thema Arbeitsrecht. Ausführliche Informationen zum Thema Arbeitsrecht erhalten Sie bei dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  27. Kann der steuerfreie Bonus auch an kurzfristig Beschäftigte Arbeitnehmer ausgezahlt werden (deren Bezüge sozialversicherungsfrei, aber steuerpflichtig sind?

    1. Hallo Nadja,

      die Möglichkeit der steuerfreien Bonuszahlungen ist nicht an die Art der Beschäftigung gebunden, sondern kann grundsätzlich jedem Beschäftigten zu Gute kommen.

      Bei Fragen zur Steuerpflicht oder Steuerfreiheit der geplanten Zahlung berät Sie Ihr zuständiges Finanzamt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  28. Hallo liebes Team der Minijob-Zentrale,

    ich habe von meinem Arbeitgeber einen einmaligen Corona-Bonus in einer Höhe von 100,-€ erhalten. Nun frage ich mich, ob mir theoretisch mehr Geld zustehen würde? Gibt es da eventuell eine gesetzliche Regelung?

    Ich finde es doch sehr ungünstig, dass alle Festangestellten ihr KuG erhalten und sogar jetzt arbeiten können, seitdem unsere Kneipe wieder geöffnet hat und die Aushilfen überhaupt nicht arbeiten dürfen, obwohl sie auch anderweitig kein Geld erhalten.

    Über weitere Informationen wäre ich sehr dankbar!

    Viele Grüße
    Henrike

    1. Hallo Henrike,

      grundsätzlich ist der Arbeitgeber weiter zur Entgeltzahlung verpflichtet, wenn der Arbeitnehmer arbeitsfähig und arbeitsbereit ist, auch wenn die Arbeitsleistung vom Arbeitgeber nicht abgerufen wird. In unserem Blog-Beitrag “Coronavirus und Minijob – Ihre Fragen an uns ” haben wir Informationen zu diesem arbeitsrechtlichen Sachverhalt unter -Anmerkung- erläutert. https://t1p.de/Blogbeitrag-Coronavirus

      Zu arbeitsrechtlichen Fragen informiert das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat das BMAS auch einen Fragen- und Antwortenkatalog zu arbeitsrechtlichen Fragen veröffentlicht. https://t1p.de/BMAS-FAQ-Corona-Arbeitsrecht

      Die Möglichkeit der steuerfreien Bonuszahlungen im Rahmen der Corona-Krise besteht auch im Rahmen eines Minijobs. Eine Bedingung zur Steuerfreiheit dieser Zahlungen ist jedoch, dass sie zusätzlich zum laufenden Verdienst gewährt wird. Einen generellen gesetzlichen Anspruch auf einen Corona-Bonus haben Arbeitnehmer nicht..

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    1. Hallo Ann-Kathrin,

      es gibt keine zusätzlichen Vorschriften von Seiten der Sozialversicherung. Diese orientiert sich am Steuerrecht. Das bedeutet: Bleibt die Zahlung steuerfrei ist sie auch sozialversicherungsfrei und muss nicht zur Sozialversicherung gemeldet werden.

      Zu den Bedingungen der Steuerfreiheit berät Sie Ihr zuständiges Finanzamt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    2. Hallo liebes Team der Minijob-Zentrale,

      ich habe von meinem Arbeitgeber einen einmaligen Corona-Bonus in einer Höhe von 100,-€ erhalten. Nun frage ich mich, ob mir theoretisch mehr Geld zustehen würde? Gibt es da eventuell eine gesetzliche Regelung?

      Ich finde es doch sehr ungünstig, dass alle Festangestellten ihr KuG erhalten und sogar jetzt arbeiten können, seitdem unsere Kneipe wieder geöffnet hat und die Aushilfen überhaupt nicht arbeiten dürfen, obwohl sie auch anderweitig kein Geld erhalten.

      Über weitere Informationen wäre ich sehr dankbar!

      Viele Grüße
      Henrike

      1. Hallo Henrike,

        momentan erreichen uns viele Anfragen zur Frage, wie Arbeitgeber und ihre Minijobber abgesichert sind, wenn der Betrieb behördlich angeordnet geschlossen wird und eine Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz nicht gegeben ist? Darauf antwortet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales wie folgt:

        „Im Hinblick auf die Entgeltfortzahlung gilt, dass der Arbeitgeber grundsätzlich weiter zur Entgeltzahlung verpflichtet bleibt, wenn die Arbeitnehmer arbeitsfähig und arbeitsbereit sind, aber er sie aus Gründen nicht beschäftigen kann, die in seiner betrieblichen Sphäre liegen (sog. Betriebsrisikolehre, § 615 Satz 3 BGB). Dazu würden etwa Fälle zählen, in denen es aufgrund von COVID-19-Erkrankungen zu erheblichen Personalausfällen oder Versorgungsengpässen käme, in deren Folge der Arbeitgeber die Betriebstätigkeit vorübergehend einstellen würde. Die Arbeitnehmer behalten also in diesen Fällen ihren Entgeltanspruch, auch wenn sie nicht arbeiten können.

        Hinweis: Für diese Konstellationen, in denen weder Arbeitgeber noch Arbeitnehmer den Arbeitsausfall zu vertreten haben, können einzel- oder kollektivvertragliche Vereinbarungen Abweichendes regeln.“

        Im Ergebnis bedeutet dies für Sie, dass ein Minijobber auch bei einer Betriebsschließung weiterhin Anspruch auf Zahlung seines Verdienstes hat.

        Vielleicht interessiert Sie in diesem Zusammenhang auch unser Blogbeitrag “Coronavirus und Minijob – Ihre Fragen an uns” : https://t1p.de/Blogbeitrag-Coronavirus

        Darüber hinaus informiert die Minijob-Zentrale zum Thema Arbeitsrecht und dem Umgang mit der Coronainfektion nur allgemein.

        Zu arbeitsrechtlichen Fragen informiert das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat das BMAS auch einen Fragen- und Antwortenkatalog zu arbeitsrechtlichen Fragen veröffentlicht. https://t1p.de/BMAS-FAQ-Corona-Arbeitsrecht

        Zu Ihrer Frage zur Zahlung eines Corona-Bonus möchten wir Ihnen Folgendes mitteilen:
        Die Möglichkeit der steuerfreien Bonuszahlungen ist nicht an bestimmte Berufsgruppen oder Tätigkeiten gebunden. Steuerfreie Zahlungen dürfen auch Arbeitgeber im Minijob leisten. Eine Bedingung zur Steuerfreiheit ist jedoch, dass die Zahlung zusätzlich zum laufenden Verdienst gewährt wird. Ein gesetzlicher Anspruch auf einen Corona-Bonus besteht nicht.

        Freundliche Grüße

        Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  29. Werte Damen und Herren der Minijob-Zentrale,
    ich würde gern als Freiberufler meiner angestellten Verwaltungskraft (450 €-Jobber) eine Prämie auszahlen. Ich habe bereits gelesen, dass dies unschädlich bis zu einer Höhe von insgesamt 1.500 € bis zum 31.12.2020 möglich ist. Sie haben auf die besondere Dokumentationspflicht hingewiesen. Ich werde meiner Angestellten ein Anschreiben mit der Prämienankündigung zusenden und im Folgemonat den Betrag ohne Abzüge überweisen. Dies ist ja auf dem Kontoauszug vermerkt. Ich muss dann bei der Minijob-Zentrale keine Meldung oder etwaiges vornehmen? Eine interne Dokumentation des Vorganges ist damit völlig ausreichend?

    1. Guten Tag,

      von Seiten der Minijob-Zentrale bestehen keine zusätzlichen Vorschriften zur Dokumentation einer steuerfreien Zahlung. Das Sozialversicherungsrecht orientiert sich in dieser Frage am Steuerrecht: Bleibt die Zahlung steuerfrei, ist sie auch sozialversicherungsfrei. In diesem Fall müssen keine Beiträge zusätzlich bei der Minijob-Zentrale nachgewiesen oder gezahlt werden. Auch in der Meldung zur Sozialversicherung ist die steuerfreie Zahlung nicht berücksichtigt werden.

      Welche Dokumentation von Seiten der Finanzbehörde erwartet wird bitten wir Sie, mit Ihrem zuständigen Finanzamt zu besprechen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    1. Hallo Barbara,

      wir bitten Sie zu berücksichtigen, dass wir ein Sozialversicherungsträger sind und unsere Kernkompetenz somit im Bereich des Sozialversicherungsrechts liegt. Federführend in Finanz- und Steuerfragen ist das Bundesministerium für Finanzen. Wir bitten Sie daher, sich mit Ihrer Frage dorthin zu wenden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  30. Hallo Dominik,

    unsere familienversicherte Angestellte hat in der Fachabteilung der Barmer die Aussage bekommen, dass sie sich selbst versichern müsse sobald die Einkommensgrenze von 5400,- € überschritten wird. Ich habe mich dann selbst auch noch durch das Netz gelesen und habe es eigentlich anders verstanden. Daraufhin habe ich noch einmal bei der Barmer nachgehakt und bekam die Antwort, dass sie in der Familienversicherung bleiben würde….also eine Krankenkasse, zwei Antworten! Habe jetzt eine schriftliche Klärung veranlasst.

    Viele Grüße,
    Petra

  31. Ich bin Kursleiterin und konnte meinen Job nicht ausüben weil die Kurse nicht stattfinden durften. Ich bin als Minijobberin angestellt und habe aber noch zusätzlich eine sozialversicherungspflichtige Anstellung. Ich war ausserdem ab dem 13.3. arbeitsunfähig aufgrund einer Influenza.
    Wie sieht das hier aus? Ich habe mein Entgelt anteilmässig bis zum 13.3. erhalten. Darüber hinaus fehlt mit das Entgelt als Kursleiterin. Steht mir in irgendeinerweise Entgelt zu? Danke für ihre Antwort

    1. Hallo Anja,

      für Minijobber gilt der Grundsatz der Gleichbehandlung. So dürfen Minijobber nicht schlechter behandelt werden als vergleichbare vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer. Dies gilt im Arbeitsverhältnis für alle Maßnahmen und Vereinbarungen, die Ihr Arbeitgeber mit Ihnen als Minijobberin trifft.

      Wenn Sie krank sind muss Ihnen Ihr Arbeitgeber Ihren Lohn (Entgeltfortzahlung) für 6 Wochen weiterzahlen. Voraussetzung hierfür ist, das Sie bereits 4 Wochen bei Ihrem Arbeitgeber beschäftigt waren. Sie haben dann Anspruch auf den Lohn, den Sie bekommenen hätten, wenn Sie nicht krank gewesen wären.

      Darüber hinaus erreichen uns momentan viele Anfragen zur Frage, wie Arbeitgeber und ihre Minijobber abgesichert sind, wenn der Arbeitgeber die Tätigkeit untersagt bzw. der Arbeitnehmer die Tätigkeit nicht ausüben kann und eine Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz nicht gegeben ist. Wir haben dies zum Anlass genommen, eine aktuelle Anmerkung zu unserem Blogbeitrag “Coronavirus und Minijob – Ihre Fragen an uns” zu geben. Die Anmerkung finden Sie am Ende des Blog-Beitrags: https://t1p.de/Blogbeitrag-Coronavirus

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      1. Auch wenn ich nicht arbeiten konnte, weil die Kurse aufgrund von Corona nicht stattfinden konnten, erhalte ich aufgrund meiner AU Lohnfortzahlung in meinem Mini-Job? Mein Verein hat nämlich bisher noch nichts für die AU im März gezahlt.

        1. Hallo Anja,

          grundsätzlich ja.

          Auch als Minijobber haben Sie Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Wir gehen davon aus, dass Sie vor Ihrer Erkrankung bereits mindestens 4 Wochen bei Ihrem Minijob-Arbeitgeber beschäftigt waren.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  32. Angenommen, der Mitarbeiter bekommen 450 Euro/mtl. Mini-Job (12 Monate) und dann noch 10 Monate im Jahr 44 Euro Sachgutschein (auch freiwillige Leistung).
    Darf er jetzt noch zusätzlich 1500 Euro bekommen oder müssen die Sachgutscheine rausgerechnet werden, also nur 1500-10*44 = 1060 Euro Sonderprämie?
    Die Gutscheine werden in dem Modus seit einigen Jahren schon gegeben.

    1. Hallo Markus,

      das Bundesministerium für Finanzen äußert sich hierzu wie folgt:

      “Andere Steuerbefreiungen, Bewertungsvergünstigungen oder Pauschalbesteuerungsmöglichkeiten (wie z. B. § 3 Nummer 34a, § 8 Absatz 2 Satz 11, § 8 Absatz 3 Satz 2 EStG) bleiben hiervon unberührt und können neben der hier aufgeführten Steuerfreiheit nach § 3 Nummer 11 EStG in Anspruch genommen werden.”

      Somit sind auch steuerfreie Sachbezüge, wenn sie 44 Euro im Kalendermonat nicht übersteigen, zusätzlich zur Bonuszahlung aufgrund der Corona-Pandemie möglich. Sie müssen nicht vom Betrag der 1.500 Euro abgezogen werden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  33. Hallo, wie verhält es sich, wenn jemand neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit einen 450 €-Job hat und in seiner hauptberuflichen Tätigkeit bereits die Corona-Sonderzahlung erhält? Kann ich diesem Mitarbeiter in seinem Minijob die Corona-Sonderzahlung ebenfalls geben?

        1. Die Steuerfreiheit für Bonuszahlungen gilt je Arbeitgeber

          Ein Beschäftigter mit mehreren Beschäftigungen, kann von jedem seiner Arbeitgeber eine Bonuszahlung von jeweils bis zu 1.500 Euro über dem vereinbarten Verdienst steuerfrei erhalten. Hat ein Minijobber z. B. noch eine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung, kann er sowohl im Minijob, als auch in der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung eine steuerfreie Sonderzahlung von bis zu 1.500 Euro erhalten.

          Dies steht auf dieser Seite weiter oben – Somit kann er 2x bis zu 1.500 Euro als Bonuszahlung erhalten

  34. Gilt die Bonuszahlung auch für Gutscheinkarten , die wir benutzen, mit denen in bestimmten Geschäften oder Tankstellen eingekauft werden kann?

    1. Hallo RB,

      laut Aussage des Bundesministeriums der Finanzen sollen Sonderzahlungen für Beschäftigte in der Corona-Krise bis zu einem Betrag von 1.500 Euro im Jahr 2020 steuer- und sozialversicherungsfrei sein.

      Dies kann Sonderzahlungen oder Sachleistungen, die den Beschäftigten zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. Dezember 2020 vom Arbeitgeber gewährt werden, betreffen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    1. Weil eine Wertschützung (siehe Überschrift) für eine besondere Leistung keine Zuwendung bei Hilfsbedürftigkeit (§ 3 Nr. 11 EStG) ist.

      1. “Nach einem Erlass des BMF können Arbeitgeber ihren Beschäftigten aufgrund der Corona-Krise Beihilfen und Unterstützungen bis zu 1.500 EUR steuerfrei auszahlen.
        Voraussetzungen für die Steuerfreiheit

        Die Gewährung soll in Form von Barzuschüssen und Sachbezügen möglich sein. Die Steuerfreiheit soll sich aus § 3 Nr. 11 EStG ergeben, der bereits bisher unter weiteren Voraussetzungen Beihilfen und Unterstützungen steuerfrei stellt.

        Zu den Bedingungen gehört normalerweise, dass die Unterstützungen von einer unabhängigen Einheit oder in Abstimmung mit dem Betriebsrat oder sonstigen Arbeitnehmer­vertretern gewährt werden. Nach dem Erlass brauchen diese Voraussetzungen (R 3.11 Abs. 2 LStR) Satz 2 Nr. 1 bis 3 LStR) aktuell nicht vorzuliegen. Aufgrund der gesamt­gesellschaftlichen Betroffenheit durch die Corona-Krise kann zudem allgemein unterstellt werden, dass ein die Beihilfe und Unterstützung rechtfertigender Anlass (sonst z.B. Krankheits- oder Unglücksfälle, vgl. R 3.11 Absatz 2 Satz 1 LStR) vorliegt.”

        Mehr Rechtssicherheit als durch eim BMF-Schreiben, an das die Finanzämter zwingend gebunden sind, ist wohl kaum drin.

  35. Wenn mein Mini-Jöbbler normalerweise nur 300 Euro/Monat verdient, darf er dann auch 1500 Euro Sonderbonuszahlung erhalten oder müssen erst die “450 Euro” aufgefüllt sein?

    1. Hallo Susanne,

      eine der Voraussetzungen für die Steuerfreiheit ist, dass der Bonus zusätzlich zum regulären Lohn gezahlt wird. Er darf beispielsweise nicht zur Abgeltung von Überstunden genutzt werden und den Lohn damit ersetzen. Eine Mindesthöhe des Lohnes ist jedoch nicht festgeschrieben.

      Sind Sie nicht sicher, ob die geplante Zahlung steuerfrei zu behandeln ist, fragen Sie am besten an Ihr zuständiges Finanzamt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  36. Hallo, ich bin etwas verwundert, dass die Minijobzentrale zu steuerrechtlichen Themen Stellung bezieht. M.E. muss doch erst mal belastbar geklärt werden, unter welchen Voraussetzungen die Steuerfreiheit gilt. Der Verweis auf § 3 Nr. 11 EStG lässt Übles ahnen. Getreu nach dem Motto gut gemeint (Bonus/Anerkennung für Einsatz in Corona-Zeiten) aber schlecht gemacht (Verweis § 3 Nr. 11 EStG: Beihilfen und Unterstützungen in Notlagen). Und sollte ein Lohnsteuer-Außenprüfer eine Steuerfreiheit nicht anerkenne, so wäre auch die Minijobbetrachtung dahin.

    1. Hallo Squasher,

      die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahrens zur Sozialversicherung für Minijobs. Unsere Kernkompetenz liegt somit im Bereich des Sozialversicherungsrechts.

      Unsere Auskünfte zur Möglichkeit von steuerfreien Bonuszahlungen beschränken sich nur darauf, über die gesetzliche Neuregelung zu informieren. Federführend bei der Klärung von steuerrechtlichen Fragen bleibt das Ministerium für Finanzen. Bei individuellen Fragen zur Steuerpflicht oder -freiheit einer Zahlung informiert Sie daher Ihr zuständiges Finanzamt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  37. Die Einkommensgrenze für die Familienversicherung der gesetzlichen Krankenversicherung liegt für Minijobber 2020 bei 455 Euro im Monat. Sofern nun Sonderzahlungen bis zu 1.500 EUR gewährt werden wird diese Grenze überschritten. Muss sich der Betroffene dann selbst versichern, oder gibt es für die Familienversicherung ebenfalls eine “Corona” Sonderregelung?

    1. Hallo Dominik,

      in welchem Umfang steuer- und sozialversicherungsfreie Bonuszahlungen Auswirkungen auf die Familienversicherung haben bitten wir Sie, bei Ihrer zuständigen Krankenkasse zu erfragen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      1. Hallo Melek,

        auch für Minijobber kann der Arbeitgeber freiwillig steuerfreie Bonuszahlungen von bis zu 1.500 Euro leisten.
        Arbeiten Sie im Bereich der Pflege? Dann wurde die Höhe der Bonuszahlung gesetzlich festgelegt. In diesem Fall berät Sie Ihre zuständige Pflegekasse zu den Anspruchsvoraussetzungen zur Höhe der Zahlung.

        Freundliche Grüße

        Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  38. Kann der Arbeitgeber den steuerfreien Betrag in monatlichen Zahlungen (insg. 1.500,– €) aufteilen, oder muss/darf der Zuschuss nur als einmalige Zahlung erfolgen?

    1. Hallo Marion,

      das Bundesministerium für Finanzen stellt die Steuerfreiheit von Sonderzahlungen für Beschäftigte in der Corona-Krise bis zu einem Betrag von 1.500 Euro im Jahr 2020 in Aussicht. Dies kann Sonderzahlungen oder Sachleistungen, die den Beschäftigten zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. Dezember 2020 vom Arbeitgeber gewährt werden. Demnach sind auch Teilzahlungen im genannten Zeitraum möglich.

      Ob die geplante Zahlung grundsätzlich die Bedingungen für die Steuerfreiheit erfüllt, dazu berät Sie Ihr zuständiges Finanzamt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  39. Wenn ich als besonders langjährig Versicherte nach 45 Jahren in Rente gehe und nebenbei einen 450,00 €-Job in einem Steuerbüro habe, kann der Arbeitgeber trotzdem diese Bonuszahlung vornehmen, ohne das sie sich negativ auf die Rentenzahlung auswirkt?

    1. Hallo Ursula,

      die Möglichkeit der steuerfreien Bonuszahlungen ist nicht an bestimmte Berufsgruppen oder Tätigkeiten gebunden. Steuerfreie Zahlungen dürfen auch Arbeitgeber im Minijob leisten.

      Erfüllt die Zahlung den Umstand der Steuerfreiheit, kann Sie zusätzlich zum laufenden Verdienst gewährt werden und gefährdet den Minijob nicht. Steuerfreie Einnahmen bleiben bei der Prüfung der Einhaltung der Verdienstgrenze im Minijob grundsätzlich unberücksichtigt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  40. Hallo, ich bin in einem Gasthaus auf 25 Stunden/Monat angestellt. Seit 1.3. bekomme ich keinen Lohn mehr überwiesen. Vorläufig drei Monate lang nicht. Bin aber weiterhin gemeldet. Wohin kann ich mich zwecks Unterstützung wenden. Bei meinem zweiten Minijob (eur 100 im Monat) bekomme ich weiterhin den Lohn.
    mfg, Daniela

    1. Hallo Daniela,

      grundsätzlich ist der Arbeitgeber weiter zur Entgeltzahlung verpflichtet, wenn der Arbeitnehmer arbeitsfähig und arbeitsbereit ist, auch wenn die Arbeitsleistung vom Arbeitgeber nicht abgerufen wird. Ob es eine staatliche Unterstützung geben wird, ist uns nicht bekannt.

      In unserem Blog-Beitrag “Coronavirus und Minijob – Ihre Fragen an uns ” haben wir Informationen zu diesem arbeitsrechtlichen Sachverhalt unter -Anmerkung- erläutert.

      Wir empfehlen Ihnen sich mit arbeitsrechtlichen Fragen an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) zu wenden. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004.

      Ob Sie gegebenenfalls Anspruch auf Unterstützungen wie Wohngeld, Arbeitslosengeld II oder Grundsicherung haben, können Sie nur bei den zuständigen Stellen direkt anfragen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    1. Guten Tag,

      pauschal können wir Ihre Frage leider nicht beantworten. Wir empfehlen Ihnen, sich bei Ihrem zuständigen Arbeitsamt, Jobcenter oder ggf. auch Sozialamt zu melden und dort um Unterstützung zu bitten.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  41. Was muss in den Lohnunterlagen für diese steuerfreie Bonuszahlung als Nachweis hinterlegt werden ? Muss zwingend ein Grund für die Zahlung angegeben werden? Diese Zahlung ist ja für ALLE Berufsgruppen, nicht nur für Pflege und Supermarkt ! Danke.

    1. Hallo Tina,

      die steuerfreien Leistungen müssen vom Arbeitgeber in den Entgeltunterlagen dokumentiert werden, damit sie später bei Betriebsprüfungen auch nachvollzogen werden können.

      Eine spezielle Anforderung der Form gibt es nicht.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  42. Sozialschutz-Paket (Corona-Krise) Erleichterter Zugang zu sozialer Sicherung
    Erfahrungsbericht Hamburg
    Nach dieser seit März bestehenden neuen Übergangsgesetze von BASFI sollen alle Anträge auf SGB2 als auch SGB12 [ Gleichschaltung der Ausführung um Benachteiligung zu vermeiden ] Menschen mit Jobverlust, also auch zuverdienende Altersrenter die im SGBXII zu verorten sind, einen vereinfachten Antrag für die Übernahme der Brutto Mietkosten [ inkl. Heizkosten ] stellen, und dieser solle ohne weitere Prüfung von Einkommen und sonstigen persönlichen Angaben wie Vermögen usw. , von den Fachämtern / Sozialämtern so akzepiert werden.
    Die Praxis sieht nach meiner Erfahrung etwas anders aus. Die Verordnung gibt es seit Mitte März und wurde auch mit Drucksache Nr. 148/20 dd. 26.3. veröffentlicht.
    Auf Anfrage am 6. April erhielt ich vom zuständigen Fachamt ein Antrag auf Sozialleistungen mit der Anforderung von etwa 12 persönlichen schriftlichen Belegen zwecks Prüfung für eine Leistungsgewährung. Meine e-email mit entsprechenden Hinweisen wurde nicht beantwortet. Nachdem ich den Antrag abgegeben hatte erhielt ich wiederum die Aufforderung für Nachweise früherrer Lohnabrechnungen, Kontoauszüge, Renteneinkünfte usw. . Meine telefonische Rückfrage ergab nur Unkenntnis der Sachbearber/in. Daraufhin habe ich [ ehemaliger Erwerbslosenberater SGB 2+3 ] dann bei den vorgesetzen Stellen angerufen. Leider mußte ich auch hier erneut Unkenntnis der Sachlage in den behördlichen Abteilungen feststellen. Daraufhin habe ich dann emails mit der Verordung, die immerhin auch vom Mieterverein und von Verdi veröffentlicht wurden, an die Sekretariatsbüros der Leitung versendet-bisher ohne jedwede Reaktion. Ich frage mich nun wirklich ob man immer erst eine KLAGE anstreben muß. Denn geklagt habe ich auch gegen die KV/PV nach mehrmaliger Ablehnung für eine höhere Pflegestufe für meine im Rollstuhl sitzende und erblindete Mutter. Alle Anträge wurden über Jahre abgelehnt. Erst ein privat beauftragtes Gutachten hatte erfolg. So wurde binnen 8 Tagen vom “grünen Tisch ” alles bewilligt, ohne weitere Besuche vom MDK. Inzwischen sind mir die Haare ausgefallen. Es ist doch wirklich alles zum Haare ausreißen mit den Behörden. Zum —K–zen.

    https://www.hamburg.de/contentblob/13771696/b37e74ed1d8958a48643b540f3f89456/data/merkblatt-sozialschutzpaket.pdf

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