Mehr als 83 Milliarden Euro für Sozialversicherung und Fiskus

Seit ihrer Gründung 2003 hat die Minijob-Zentrale für die Kranken- und Rentenversicherung mehr als 78,5 Milliarden Euro an Beiträgen eingezogen. Und das allein für Minijobs im gewerblichen Bereich. Hinzu kommen weitere 5,1 Milliarden Euro aus dem Einzug der einheitlichen Pauschsteuer.

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Gewerbliche Minijobs können für Flüchtlinge erster Schritt in den deutschen Arbeitsmarkt sein

Anstieg von Minijobbern mit ausländischer Staatsangehörigkeit um 3,8 Prozent innerhalb eines Jahres

Minijobber Staatsangehörigkeit AnzahlDeutschland hat im Jahr 2015 mehr als eine Million Menschen aufgenommen – vor allem aus Syrien, dem Irak und Afghanistan, aber auch aus Nordafrika und dem Balkan. Eine Migration, die sich auch in aktuellen Zahlen der Minijob-Zentrale widerspiegelt. Von Juni 2015 bis Juni 2016 erhöhte sich der Anteil von gewerblichen Minijobbern mit ausländischer Staatsangehörigkeit um 30.162 beziehungsweise 3,8 Prozent auf 829.665. Der Anteil der gewerblichen Minijobber mit deutscher Staatsangehörigkeit sank hingegen um 57.016 beziehungsweise ein Prozent auf 5.875.589.

 

Innerhalb eines Jahres erhöhte sich prozentual vor allem die Anzahl der gewerblichen Minijobber mit syrischer Staatsangehörigkeit (+ 89,3 Prozent), gefolgt von rumänischen und bulgarischen Staatsangehörigen (21,6 und 20,0 Prozent). Ebenfalls über dem Durchschnittswert von 3,8 Prozent liegen Nationen wie Kroatien (+19,2 Prozent) und Ungarn (+12,7 Prozent), aber auch Afghanistan (+10,1 Prozent) und der Irak (+ 5,5 Prozent).

Absolut stiegen die Zahlen der Minijobber mit rumänischer, syrischer und kroatischer Staatsangehörigkeit am stärksten. Sie liegen zwischen rund 5.000 und 7.000 zusätzlichen Minijobbern. Dagegen nahm beispielsweise die Zahl der Minijobber mit türkischer Staatsangehörigkeit um mehr als 6.000 ab.

Die meisten Minijobber mit ausländischer Staatsangehörigkeit kommen weiterhin aus der Türkei, Italien und Polen.

„Der Anstieg gerade bei den Menschen mit syrischer, afghanischer und irakischer Herkunft zeigt, dass gewerbliche Minijobs ein möglicher erster Schritt für eine erfolgreiche Integration in den deutschen Arbeitsmarkt sein können“, sagt Dr. Erik Thomsen, Leiter der Minijob-Zentrale in Essen.

 

 

 

 

Neuer Quartalsbericht der Minijob-Zentrale: Entwicklung der Minijobber seit Einführung des Mindestlohnes

Entwicklung der Minijobber nach Einführung des MindestlohnesIm ersten Jahr nach Einführung des Mindestlohnes ist die Zahl der Minijobber in Deutschland im gewerblichen Bereich um 166.000 zurückgegangen. Zum Stichtag 31. Dezember 2015  lag sie bei 6,69 Millionen und somit bei 2,4 Prozent weniger als im Vorjahr.

In den Privathaushalten ist dagegen die Zahl der angemeldeten Minijobber im Vergleich zum Vorjahr um 4,1 Prozent auf rund 296.000 angestiegen. Die Anmeldung von Haushaltshilfen wird steuerlich gefördert, um die in diesem Bereich weit verbreitete Schwarzarbeit abzubauen.

Mehr dazu erfahren Sie im aktuellen Quartalsbericht IV/2015  der Minijob-Zentrale, der auf unserer Website zum Download bereit steht.

Viermal im Jahr berichtet die Minijob-Zentrale über aktuelle Entwicklungen im Bereich der geringfügigen Beschäftigungen. Die bisher veröffentlichten Quartalsberichte finden Sie auf einen Blick auf der Website der Minijob-Zentrale.

Mit dem Quartalsbericht der Minijob-Zentrale immer auf dem Laufenden bleiben

Quartalsbericht der Minijob-ZentraleWer sich einen Einblick in die Arbeit der Minijob-Zentrale verschaffen will, dem empfehlen wir, sich unseren Quartalsbericht anzusehen.

Viermal im Jahr berichten wir über aktuelle Daten rund um die bei uns registrierten Beschäftigten, die meldenden Arbeitgeber, und informieren beispielsweise auch über die Höhe der von der Minijob-Zentrale eingezogenen Beiträge.

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Fachtagung zu Reformoptionen bei Minijobs

Vertreter der Minijob-Zentrale nahmen am 3. Juli 2014 am Workshop „Minijobs – Reformoptionen“ im Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen teil. Gemeinsam mit weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmern verschiedener Bundes- und Landesministerien, von Gewerkschaften sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern wurde hier über den Reformbedarf bei geringfügigen Beschäftigungen diskutiert.

Entwicklung der Minijobs und der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung

Entwicklung der Minijobs und der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung

Die Vorträge und weitere Unterlagen zu der interessanten Veranstaltung stellt das Land NRW auf der Internetseite zur Initiative „NRW. Land der fairen Arbeit“ zum Download bereit.

http://www.landderfairenarbeit.nrw.de/initiative/veranstaltungen/workshop-minijobs-reformoptionen

 

Fast jeder zweite Minijobber im Jahr 2013 rentenversicherungspflichtig.

Von den insgesamt rund 2,60 Mio. Minijobbern, die im Jahr 2013 einen Minijob neu aufgenommen haben, waren im Juni fast 0,59 Mio. sozialversicherungspflichtig in der Rentenversicherung. Damit verbleibt mittlerweile rund jeder vierte Minijobber in der Rentenversicherungspflicht.

Berücksichtigt man zudem, dass ein Großteil der Minijobber entweder Rentner ist – und somit nicht mehr an einer Rentenversicherungspflicht partizipieren darf – oder bereits aufgrund einer anderen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung rentenversichert ist, so hat nunmehr fast jeder zweite (44,0 Prozent) der verbleibenden Minijobber eine vollwertige Rentenversicherung (vgl. Tab.).

Anteil der RV-pflichtigen Minijobber im Jahr 2013

Anteil der RV-pflichtigen Minijobber im Jahr 2013

Schon vor der diesjährigen Neuregelung der Minijobs gab es die Möglichkeit, sich auf Antrag freiwillig zu versichern. Hiervon machten zuletzt knapp 6 Prozent Gebrauch.

Die Einführung einer generellen Rentenversicherungspflicht hat damit die Zahl der neu angemeldeten rentenversicherten Minijobber deutlich erhöht.