Fahrtkosten im Minijob: Zählt das Jobticket zum Verdienst?

Fahrtkosten im Minijob: Zählt das Jobticket zum Verdienst?

Viele Arbeitgeber übernehmen mit einem Jobticket die Fahrtkosten für ihre Beschäftigten. Andere beteiligen sich an den Kosten für das Jobticket.

Frederike ist Chefin eines mittelständischen Unternehmens und beschäftigt mehrere Minijobber. Auch sie übernimmt für ihre Beschäftigten die Kosten für das Jobticket oder zahlt ihnen einen Barzuschuss zu den Fahrtkosten. Frederike möchte wissen, ob diese Leistungen zum Verdienst hinzugerechnet werden müssen. In diesen Fällen würden einzelne Minijobber monatlich mehr als 450 Euro erhalten und somit die Verdienstgrenze von Minijobs überschreiten.

Beantwortet von Maik aus dem Service-Center:

Hallo Frederike,

Sie können Ihre Minijobber bei den Fahrtkosten für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zur Arbeit finanziell unterstützen. Diese zusätzliche Arbeitgeberleistung ist nicht zum Verdienst hinzuzurechnen und hat keine Auswirkung auf den Status als Minijobber.

Nutzen Arbeitnehmer den öffentlichen Personenverkehr für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeit, sind seit dem 1. Januar 2019 die Zuschüsse oder Sachbezüge von Arbeitgebern in voller Höhe lohnsteuerfrei und damit auch sozialversicherungsfrei.

Weiterlesen

Durch Krankheitsvertretung mehr als 450 Euro verdienen – Ist es dann noch ein Minijob?

Thomas hat einen Minijob, in dem er monatlich 450 Euro verdient. Ein Kollege fällt in der nächsten Zeit aus und Thomas soll die Krankheitsvertretung übernehmen. Er verdient dann 900 Euro im Monat; dadurch überschreitet er die jährliche Höchstverdienstgrenze von 5.400 Euro. Ist Thomas jetzt kein Minijobber mehr?

Beantwortet von Michaela aus dem Service-Center:

Hallo Thomas,

ob Sie weiterhin ein Minijobber sind, hängt davon ab, ob Sie die Verdienstgrenze nur gelegentlich und nicht vorhersehbar überschreiten.

Als Minijobber dürfen Sie grundsätzlich 450 Euro durchschnittlich pro Monat verdienen. Im Jahr ergibt das eine Höchstverdienstgrenze von 5.400 Euro. Wird dieser Jahresverdienst überschritten, weil Sie in einzelnen Monaten mehr verdienen als ursprünglich mit Ihrem Arbeitgeber vereinbart, kommt es auf den Grund für diese höhere Zahlung an.

Wird die Verdienstgrenze gelegentlich und nicht vorhersehbar überschritten, bleibt die Tätigkeit ein Minijob.

Weiterlesen

Weihnachtsfeier und Weihnachtsgeschenke für die Mitarbeiter – Gilt der Freibetrag auch für Minijobber?

Arbeitgeber Christoph hat in seinem Unternehmen hauptsächlich 450-Euro-Minijobber beschäftigt. Er möchte nun für seine Belegschaft eine Weihnachtsfeier ausrichten. Höhepunkt der Feier soll ein Weihnachtsbaumschlagen sein; jeder Mitarbeiter darf seinen selbst gefällten Tannenbaum mit nach Hause nehmen.

Als zusätzliches Dankeschön will Christoph jedem Mitarbeiter ein kleines Geschenk überreichen. Nun ist er sich unsicher und möchte wissen, ob der Wert der Feier, der Tannenbaum und das kleine Geschenk als beitragspflichtiger Verdienst berücksichtigt werden müssen. Wenn das so wäre, würden seine Minijobber die zulässige Jahresentgeltgrenze von 5.400 Euro überschreiten.

Weiterlesen

Hauptjob, 450-Euro-Minijob und kurzfristiger Minijob! Geht das? (Nachgefragt #30)

Frank aus Dortmund hat eine Hauptbeschäftigung als Bürokaufmann. Nebenbei kellnert er im Rahmen eines 450-Euro-Minijobs und verdient hiermit monatlich 300 Euro. Jetzt hat er die Möglichkeit, einen weiteren Job anzunehmen, der auf eine Dauer von 2 Monaten befristet ist. Er möchte nun wissen:

Kann man neben einem Hauptjob zeitgleich einen 450-Euro-Minijob und einen kurzfristigen Minijob ausüben? Weiterlesen

Kann auch bei Minijobbern ein Arbeitszeitkonto geführt werden? (Nachgefragt #29)

Kann auch bei Minijobbern ein Arbeitszeitkonto geführt werden?

Steffen aus Cottbus fragt, ob er einen 450-Euro-Minijobber flexibel einsetzen kann. Er beabsichtigt, seinen Minijobber je nach Bedarf und Auftragslage in einem Monat mehr, im nächsten wieder weniger zu beschäftigen. Dies soll aber gegen einen festen Monatsverdienst erfolgen. Geht das?

Beantwortet von Robin aus dem Service-Center:

Hallo Steffen,

ja, das geht! Sie beabsichtigen quasi nichts anderes, als ein klassisches Arbeitszeitkonto zu führen. Wichtig hierbei ist, dass Sie dem Minijobber unabhängig von den geleisteten Arbeitsstunden jeden Monat denselben Verdienst zahlen wollen. Dies ist auch zwingend erforderlich, um die Voraussetzungen zu erfüllen, die die Sozialversicherung in diesem Zusammenhang vorsieht.

Die Sozialversicherung spricht von der sogenannten „sonstigen flexiblen Arbeitszeitregelung“. Darunter versteht man Arbeitszeitkonten, die in Form von Gleitzeit- oder Jahreszeitkonten geführt werden. Sie erleichtern es Ihnen als Arbeitgeber, die Einhaltung der Verdienstgrenze von Minijobs zu gewährleisten und gleichzeitig eine flexible Personaleinsatzplanung vorzunehmen. Das Führen eines Arbeitszeitkontos muss schriftlich zwischen Ihnen und Ihrem Minijobber vereinbart werden.

Weiterlesen

Kann der private Arbeitgeber seine Haushaltshilfe in den Urlaub schicken, wenn er selbst verreisen möchte?

Kann der private Arbeitgeber seine Haushaltshilfe in den Urlaub schicken, wenn er selbst verreisen möchte?

Rentner Werner aus Kiel fliegt für zwei Wochen in den Urlaub nach Mallorca. Seine Haushaltshilfe, die einmal pro Woche seine Wohnung reinigt, soll deshalb in dieser Zeit ebenfalls ihren Urlaub nehmen.

Werner möchte wissen, ob er seine Haushaltshilfe in den Urlaub schicken darf und ob er sie in dieser Zeit weiter bezahlen muss?

Beantwortet von Michaela aus dem Service-Center:

Hallo Werner,

auch Arbeitnehmer im privaten Haushalt haben Anspruch auf bezahlten Urlaub. Der gesetzliche Mindesturlaubsanspruch beträgt 4 Wochen im Jahr. Bei einer 5-Tage-Woche sind dies 20 bezahlte Urlaubstage. Da Ihre Haushaltshilfe einmal pro Woche arbeitet, hat sie somit einen Urlaubsanspruch von 4 Tagen im Jahr.

Sie als Arbeitgeber können die Zeiträume für den Erholungsurlaub vorgeben. Allerdings dürfen Sie das nicht für den kompletten Urlaubsanspruch tun. Ihre Haushaltshilfe muss einen gewissen Anteil frei verplanen können. Dieser Anteil ist nicht gesetzlich geregelt, aber nach der Rechtsprechung soll er etwa die Hälfte des Urlaubanspruchs ausmachen.

Weiterlesen