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Zuletzt aktualisiert am 23. Oktober 2020

Befreiung von der Rentenversicherungspflicht im Minijob – Infos für Arbeitgeber und Minijobber

Minijobber sind versicherungspflichtig in der Rentenversicherung und profitieren dadurch vom vollen Leistungspaket der Rentenversicherung. Falls sie darauf verzichten wollen, können sich Minijobber jedoch auf Antrag von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen. Wir erklären, was Arbeitgeber von Minijobbern in diesem Fall beachten müssen und warum es sich Minijobber gut überlegen sollten, diesen Schritt zu gehen.

Der Minijobber verzichtet mit der Befreiung auf das volle Leistungspaket der Rentenversicherung

Lässt sich der Minijobber von der Rentenversicherungspflicht befreien, entfällt sein Eigenanteil von 3,6 Prozent. Dadurch gehen dem Minijobber jedoch Leistungen der Rentenversicherung verloren.

Ein rentenversicherungspflichtiger Minijobber erwirbt vollwertige Pflichtbeitragszeiten, die für die Erfüllung der verschiedenen Wartezeiten in der Rentenversicherung berücksichtigt werden. Damit kann der Minijobber von zahlreichen Leistungen der Rentenversicherung profitieren. Dazu gehört zum Beispiel auch, dass die Rentenversicherung bei Erfüllung der Leistungsvoraussetzungen die Kosten für eine Kur übernimmt oder im Falle von Erwerbminderung bereits vor der gesetzlichen Altersrente mit 67 eine Rente zahlt.

Wichtig: Die Entscheidung zur Befreiung von der Rentenversicherungspflicht sollte gut überlegt sein, denn sie ist für die gesamte Dauer des Minijobs bindend.

Für weitere Informationen zur Rentenversicherungspflicht von Minijobbern lohnt sich auch ein Blick in unsere Broschüre „Mit Minijobs die Rente sichern“.

Was der Arbeitgeber mit dem Befreiungsantrag machen muss

Wenn sich ein Minijobber von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen will, muss er dies schriftlich bei seinem Arbeitgeber beantragen. Dafür kann der Befreiungsantrag auf unserer Internetseite genutzt werden. Der Arbeitgeber hat den Befreiungsantrag zu seinen Entgeltunterlagen zu nehmen und auf dem Antrag das Eingangsdatum zu notieren.

Weitere Tipps zum Führen der Entgeltunterlagen finden Arbeitgeber übrigens in unserem Blog „Welche Unterlagen muss ein Minijob-Arbeitgeber führen?“.

Arbeitgeber müssen die Befreiung innerhalb von sechs Wochen melden

Die Befreiung gilt in der Regel ab Beginn des Kalendermonats, in dem der Minijobber den schriftlichen Antrag beim Arbeitgeber stellt.

Damit die Befreiung ohne Verzögerung beginnt, muss der Arbeitgeber die Befreiung innerhalb von sechs Wochen – das entspricht 42 Kalendertagen – der Minijob-Zentrale melden. Die Frist beginnt mit dem Eingang des Befreiungsantrags beim Arbeitgeber.

Der Arbeitgeber hat die Minijob-Zentrale über die Befreiung durch die Meldung zur Sozialversicherung (SV-Meldung) mit der Beitragsgruppe „5“ in der Rentenversicherung zu informieren. Der Befreiungsantrag selbst verbleibt bei den Entgeltunterlagen des Arbeitgebers.

Übermittelt der Arbeitgeber die Meldung nicht fristgerecht, wirkt die Befreiung des Minijobbers erst zu Beginn des übernächsten Monats nach Eingang der Meldung bei der Minijob-Zentrale. Hierbei berücksichtigt der Gesetzgeber die einmonatige Widerspruchsfrist der Minijob-Zentrale.

Beispiel für eine verspätete Meldung:

Ein Minijobber nimmt am 1. März 2020 eine Beschäftigung auf und reicht am 31. März 2020 den Befreiungsantrag bei seinem Arbeitgeber ein. Der Arbeitgeber übermittelt die SV-Meldung am 18. Mai 2020 an die Minijob-Zentrale.

Sechswöchige Meldefrist des Arbeitgebers (= 42 Tage): 1. April 2020 bis 12. Mai 2020

Einmonatige Widerspruchsfrist der Minijob-Zentrale: 19. Mai 2020 bis 18. Juni 2020

Lösung: Der Minijobber hat den Befreiungsantrag im März bei seinem Arbeitgeber gestellt, so dass er grundsätzlich ab Beginn dieses Monats hätte befreit werden können. Der Arbeitgeber hat es aber versäumt, die Meldung zur Sozialversicherung fristgerecht an die Minijob-Zentrale zu übermitteln. Damit wirkt die Befreiung erst ab dem 1. Juli 2020. Bis einschließlich Juni 2020 besteht Rentenversicherungspflicht.

Arbeitgeber erhalten keinen Bescheid über die Bewilligung der Befreiung

Nach dem die Meldung zur Sozialversicherung mit dem Beitragsgruppenschlüssel „5“ in der Rentenversicherung (Kennzeichnung, dass dem Arbeitgeber ein Befreiungsantrag des Minijobbers vorliegt) bei der Minijob-Zentrale eingegangen ist, kann die Minijob-Zentrale innerhalb eines Monats der Befreiung von der Rentenversicherungspflicht widersprechen oder ein Verfahren zur Feststellung der Versicherungspflicht einleiten. Passiert dies nicht, gilt die Befreiung als bewilligt, der Arbeitgeber erhält keinen gesonderten Bescheid.

Der Beitrag zur Rentenversicherung bleibt für den Arbeitgeber unverändert

Der volle Beitragssatz zur Rentenversicherung liegt derzeit bei 18,6 Prozent und wird vom Arbeitgeber und Minijobber gemeinsam getragen. Der Arbeitgeber übernimmt dabei immer einen Beitragsanteil in Höhe von 15 Prozent des Verdienstes. Der Eigenanteil des Minijobbers beläuft sich auf 3,6 Prozent und entfällt im Falle der Befreiung von der Rentenversicherungspflicht. Die Abgaben können mit unserem Minijob-Rechner ganz einfach und schnell berechnet werden.

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Nachfrager
Nachfrager
20 Tage zuvor

Führen weitere Beitragszahlungen eines Minijobbers, der auf die Rentenversicherungsfreiheit verzichtet, zu höheren Rentenansprüchen, wenn er im gleichen Zeitraum sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist, hieraus einen SV-pflichtigen Bruttolohn von rd. 2.000 EUR bezieht und die entsprechenden Beiträge zahlt? Die Frage bezieht sich nicht auf zusätzliche Anrechnungszeiten und Ansprüche etc., sondern lediglich auf die Auswirkung auf die spätere Rentenhöhe.

Lena
Lena
1 Monat zuvor

Hallo,
kann ich nachträglich (Eintritt 01.04.2021) von Beginn an zur Rentenversicherungspflicht abgerechnet werden? Mein Arbeitgeber hatte leider fälschlicherweise angenommen, dass ich mich befreien lassen möchte, was aber überhaupt nicht der Fall ist. Einen Befreiungsantrag hatte ich daher auch nicht unterschrieben. Meine Anmeldung lief also mit 6500 und nun beruft er sich darauf, dass ein Wechsel von der Befreiung in die Pflicht nicht möglich ist.
Vielen Dank

Jenny
Jenny
1 Monat zuvor

Hallo,
kann ich die Befreiung bei meinem AG zu jedem Zeitpunkt wieder schriftlich aufheben lassen, wenn ich doch den Beitrag abführen möchte?

AV auf GBF Basis besteht seit 16 Monaten. Jetzt würde ich gerne in die RV einzahlen.
Danke

Alex
Alex
2 Monate zuvor

Hallo,
Für eine Ausbildung hat mir der Arbeitgeber eine Woche Probearbeiten angeboten als Minijob. Für diese Woche möchte der Arbeitgeber mich von den Rentenversicherung Beiträgen befreien.
Gilt die Befreiung auch weiterhin nach dem Minijob in die Ausbildung weiter?
Es ist der gleiche Arbeitgeber. Wird die Befreiung in der Ausbildung automatisch aufgehoben?

Mit freundlichen Grüßen
Alex

NoName
NoName
2 Monate zuvor

Hallo, ich habe derzeit zwei Minijobs, zusammen nicht höher als 450,-
Bei beiden habe ich keine Beitragsbefreiung ausgefüllt, sondern möchte Rentenbeiträge zahlen. Der eine Arbeitgeber hat korrekt abzüglich der Rentenbeiträge abgerechnet, der andere hat mir trotz Nachfrage seinerseits das Geld ohne Abzüge ausbezahlt. Wie muss ich mich nun verhalten? Ist die Klärungspflicht auf meiner Seite? Es handelt sich beim falsch abgerechneten Minijob nur um eine sehr kurzfristige Sache.

Ilonka Dürsch
Ilonka Dürsch
4 Monate zuvor

Hallo, ich beziehe seit Jahren Erwerbsminderungsrente und möchte diese jetzt mit einem minijob aufbessern. Rentiert es sich in diesemFall noch einzuzahlen oder ändert das nicht viel bei der Altersrente und ich verzichte auf die Einzahlungen?

Lilly
Lilly
4 Monate zuvor

Hallo, ich befinde mich aktuell in Elternzeit und möchte gerne einen 450€ Job annehmen. Die Zusage meines eigentlichen AG habe ich dazu bereits eingeholt. Der AG des Nebenjobs schlug mir die Befreiung der Rentenversicherung vor. Ist dies sinnvoll für mich (Vorteile/Nachteile) ? Ich möchte diesen Nebenjob gerne langfristig ausüben, also auch nachdem meine Elternzeit beendet ist und ich wieder in meinem eigentlichen Beruf tätig bin.

Sabine Voss
Sabine Voss
5 Monate zuvor

Hallo, ich habe eine Frage.
Ich arbeite seit 2005 in einem Minijob. Ich hatte zunächst einen Antrag auf Rentenbefreiung gestellt. Nach einigen Jahren habe ich dann beantragt, dass mir Rentenbeträge abgezogen werden. Nun möchte ich aber freiwillig noch bis zu meiner Rente 11/2023 mehr Beiträge zahlen. Das geht aber nur, wenn ich nicht pflichtversichert bin. Stimmt es, dass ich in meinem jetzigen Arbeitsverhältnis mich nicht mehr befreien lassen kann? Gibt es den Weg, dass ich kündige und mein Arbeitgeber mich nach 2 Monaten wieder einstellt und ich dann mich wieder befreien lassen kann? Kann ich dann freiwillig mehr Beiträge zahlen?

Sabine Voss
Sabine Voss
Reply to  Sabine Voss
5 Monate zuvor

Nachtrag zu meinem post: 2005 musste man noch gar keinen Antrag stellen zur Rentenbefreiung, da war man als Minijobber automatisch beitragsfrei und musste einen Antrag zur Aufstockung der Beiträge mit einer Verzichterklärung zur Versicherungsfreiheit stellen. Das habe ich 2015 gemacht und zahle seitdem den Aufstockungsbeitrag. Sorry, das war mir schon entfallen, das es damals so lief.

Sonja Schleper
Sonja Schleper
5 Monate zuvor

Hallo, ich habe mich zu beginn (3/2019) meiner geringfügigen Beschäftigung lassen von der Renteversicherung befreien lassen.
Kann ich mich jetzt wieder oder vielleicht auch nachträglich versichern lassen.

Regina
Regina
6 Monate zuvor

Hallo,
ich habe seit 05/20 einen Minijob. Ich habe mich nicht von der Pflicht zur Rentenversicherung befreien lassen. Ein Formular hierzu habe ich von meinem AG zwar erhalten, aber nicht ausgefüllt, da ich Rentenbeiträge zahlen möchte.

Seit Beginn wurde mir jedoch keine Beiträge abgezogen. Ich habe es zunächst nicht bemerkt bzw. mir keine weiteren Gedanken gemacht. Nun habe ich jedoch festgestellt, dass bei monatlichen Lohn von 450€ ca. 16€ von meinen Lohn hätten abgehen müssen, was jedoch nicht passiert ist.

Falls mein AG mich fälschlicherweise von der Rentenversicherungspflicht hat befreien lassen, kann dies dann wieder rückgängig gemacht hat werden?

Vielen Dank im Voraus.

Last edited 6 Monate zuvor by Regina
Karina
Karina
8 Monate zuvor

Schönen guten Tag,

ich hab da auch mal eine Frage.
ich bin selbst momentan in Elternzeit und beziehe Elterngeld und möchte in dieser Zeit bei meinem Arbeitgeber, bei dem ich schon vor der Geburt meines Kindes gearbeitet habe, nun auf 450 Euro Basis arbeiten. Mein Arbeitgeber hatte mich jetzt gefragt ob ich von der Rentenversicherungspflicht befreit werden möchte oder nicht? Ich selbst weiß nicht was das sinnvollste für mich wär. Ich dachte nämlich, dass ich während der Elternzeit sowieso diese Jahre an meine Rente angerechnet bekomme oder ist dies falsch?? Soll ich mich befreien lassen oder lieber nicht?
Danke schon im Vor raus.

Nicole Lahtz
Nicole Lahtz
8 Monate zuvor

Hallo,
wenn ich einen Stundenlohnempfänger als Minijobber angemeldet habe (6/5/0/0) und dieser zwei Monate keinen Lohn bekommt, dann wird er mit Grund 34 “Unterbrechung länger als 1 Monat ” abgemeldet.
Muss ich, wenn er dann wieder Lohn bekommt und ein Ende der Unterbrechung vorliegt auch wieder einen Antrag zur RV-Befreiung stellen?

Falls nein, dürfte ich dann überhaupt wechseln von 6500 auf 6100?

Yvonne
Yvonne
9 Monate zuvor

Guten Tag,

ich bin seit 2012 in einem Mini-Job tätig.
Ich habe damals auf die Beitragspflicht zur RV verzichet.
Ist es möglich durch Abmeldung und Neuanmeldung des Minijobs, im Folgemonat zur RV-Pflicht zu wechseln? Oder müssen hier einige Monate überbrückt werden?

Mit freundlichen Grüßen

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Yvonne
9 Monate zuvor

Hallo Yvonne,

das ist leider nicht möglich.

Die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht gilt für die gesamte Dauer der Beschäftigung und kann nicht widerrufen werden. Sie endet erst, wenn auch Ihr Minijob beendet wird oder mindestens für einen Monat Versicherungspflicht in dieser Beschäftigung besteht.
Nehmen Sie nach dem Ende Ihres jetzigen Minijobs eine neue Beschäftigung bei einem anderen Arbeitgeber auf, liegt in dieser Beschäftigung grundsätzlich wieder Rentenversicherungspflicht ab Beginn vor. Sie können sich also neu entscheiden, ob Sie eine Befreiung wünschen.
Beginnen Sie jedoch bei Ihrem jetzigen Arbeitgeber erneut einen Minijob (ohne dazwischen beim gleichen Arbeitgeber sozialversicherungspflichtig beschäftigt gewesen zu sein), ist von der widerlegbaren Vermutung auszugehen, dass es sich immer noch um dieselbe Beschäftigung handelt, für die Sie den Antrag auf Befreiung von der Rentenversicherungspflicht gestellt haben, wenn zwischen dem Ende der ersten Beschäftigung und dem Beginn der neuen Beschäftigung weniger als zwei Monate liegen.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Janeckova
Janeckova
10 Monate zuvor

Hallo, mein ehemaliger Arbeitgeben hat mir angeboten, dass ich den RV – Beifreing Formular ausfühle, ich arbeite da nicht mehr sein 2018. Kann er den Formular immernoch beantragen, wenn er so alt ist?
Beste Grüße

Jacekova

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Janeckova
9 Monate zuvor

Hallo,

die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht kann nur für die Zukunft beantragt werden.

Eine Befreiung für die Vergangenheit ist nicht möglich.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Sergey Mikhaylov
Sergey Mikhaylov
10 Monate zuvor

Guten Abend
Ich und meine Frau arbeiten momentan beide in Vollzeit, ich verdiene ca. 5000 im Monat brutto, sie verdient ca. 1900 Brutto. Wir zahlen in die Rentenversicherung wie normal.
Wir beide möchten jetzt noch 2 Minijobs bei einer Firma aufnehmen. Sollten wir uns von der Rentenversicherung befreien lassen oder macht es noch Sinn in die Rentenversicherung aus diesen Nebenjobs (Minojobs) zusätzlich zu zahlen, wenn wir sowieso beide schon zahlen?
Was passiert, wenn z.B. meine Frau in Elternzeit geht, den Hauptjob pausiert aber weiter mit dem Minijob macht? Wird die Zeit in Minijob während der Elternzeit wie normal angerechnet? Wäre es für sie vorteilhaft, beim Minijob die Beiträge zu zahlen? Danke, MfG Sergey

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Sergey Mikhaylov
9 Monate zuvor

Guten Morgen Sergey,

die Frage nach Vor- oder Nachteil eines eigenen Rentenversicherungsbeitrages lässt sich pauschal nicht beantworten. Zu unterschiedlich sind die persönlichen Voraussetzungen und Maßstäbe, mit welchen ein Beschäftigter Vor- und Nachteil abwägt.
Wir empfehlen Ihnen daher, vor ihrer endgültigen Entscheidung eine Beratung bei ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger vornehmen zu lassen.
Nur dieser kennt alle wichtigen individuell Faktoren zum Rentenbezug und kann Ihren und Ihrer Frau anhand einer Beispielrechnung sagen, was eine freiwillige Zahlung von Rentenversicherungsbeiträgen für ihre Renten bewirken kann.
Anhand dessen lässt sich die Entscheidung sicher leichter treffen.

Unsere Kernkompetenz als Sozialversicherungsträger liegt im Bereich des Sozialversicherungsrecht. Wir bitten Sie daher sich bezüglich Ihrer Anfrage zur Anrechnung des Minijobs an die Elternzeit, direkt mit der Elterngeldstelle in Verbindung zu setzen.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Rita
Rita
10 Monate zuvor

Ich habe eine Minijoberin, die sich von der Rentenversicherung befreit hat und jetzt einige Jahre später doch einzahlen möchte.
Kann ich ihre Arbeitsstunden für einen Monat erhöhen und sie dadruch aus dem Minijob rausfallen lassen (natürlich nach Absprache) und kann sie dann schon im nächsten Monat wieder Minijobberin werden OHNE RentenBEFREIUNG?

Also MInijob MIT BEFREIUNG
Dann einen MOnat Sozialpflichtig als MIDIJob
Dann wieder MInijob OHNE BEFREIUNG

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Rita
10 Monate zuvor

Hallo Rita,

ja, das ist möglich.
Der Wechsel in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung beim gleichen Arbeitgeber beendet die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht. Wird Ihre Arbeitnehmerin im Monat nach der versicherungspflichtigen Beschäftigung dann wieder im Rahmen eines Minijobs beschäftigt, unterliegt sie wieder der Rentenversicherungspflicht und muss die Befreiung neu beantragen, wenn diese wieder gewünscht ist.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Anonym
Anonym
10 Monate zuvor

Eine Mitarbeiterin ist geringfügig beschäftigt und hat eine RV-Befreiung. Sie ist seit Anfang 2019 bis 2022 in Elternzeit. Sie wird jetzt allerdings während ihrer Elternzeit wieder auf geringfügiger Basis für uns tätig sein und möchte nun aber in die Rente einzahlen. Gilt die Beschäftigung während der Elternzeit als neues Arbeitsverhältnis und ist somit eine Änderung möglich? Oder gilt sogar das Beschäftigungsverhältnis durch die Elternzeit als unterbrochen/beendet, so dass die vorherige Befreiung nicht mehr gültig ist?
Danke für eine kurze Info.

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Anonym
10 Monate zuvor

Hallo,

haben wir Sie richtig verstanden: Die Minijobberin war bereits vor Ihrer Elternzeit bei Ihnen beschäftigt und ihr Minijob wurde nur durch die Schutzfrist bzw. durch die Elternzeit unterbrochen? In diesem Fall gilt die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht weiterhin. Durch die Elternzeit wird der Minijob nur unterbrochen, ist jedoch arbeitsrechtlich nicht beendet.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Anonym
Anonym
11 Monate zuvor

Guten Morgen,

eine Mitarbeiterin bei uns hat zum 01.10.2019 ein Minijob bei uns angefangen. Heute, den 22.10.2020 sagte sie, dass Sie sich befreien möchte. Geht es, dass sie sich während des Beschäftigungsverhältnis befreien lässt?

Herzlichen Dank.

Freundliche Grüße
Florentina Andrici

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Anonym
11 Monate zuvor

Hallo Florentina,

ja, das geht. Ihre Minijobberin kann auch in einer laufenden Beschäftigung jederzeit die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht für die Zukunft beantragen.
Die Befreiung wirkt grundsätzlich ab Beginn des Kalendermonats, in dem der Antrag beim Arbeitgeber eingeht. Für Ihre Minijobberin kann die Befreiung daher grundsätzlich ab Beschäftigungsbeginn gelten.
Voraussetzung hierfür ist, dass Sie als Arbeitgeber der Minijob-Zentrale die Befreiung bis zur nächsten Entgeltabrechnung, spätestens innerhalb von sechs Wochen nach Eingang des Befreiungsantrages, mit der Meldung zur Sozialversicherung anzeigen.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Hans Ziegler
Hans Ziegler
11 Monate zuvor

Ich will als Privatmann eine private Reinigungshilfe beschäftigen und habe im Haushaltsscheck angegeben, dass sie keine Beiträge zur Rentenversicherung leisten will. Muss ich jetzt zusätzlich noch den Befreiungsantrag stellen lassen und diesen der Minijob-Zentrale mitteilen? Wenn ja, wo finde ich die SV-Meldung?
Freundliche Grüße, Hans Ziegler,

Klüh, Matthias
Klüh, Matthias
1 Jahr zuvor

Wenn ich mich bei meinem Minijob von der Rentenversicherungspflicht befreie lasse, werden die 15 % AG-Anteil dennoch meinem Rentenkonto gutgeschrieben oder gehen diese dann zugunsten der “Solidargemeinschaft”.

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Klüh, Matthias
1 Jahr zuvor

Hallo Matthias,

die 15% Arbeitgeberanteil werden in jedem Fall Ihrem Rentenkonto gutgeschrieben und wirken sich rentensteigernd aus. Allein durch den Arbeitgeberanteil entsteht für Sie jedoch noch kein Anspruch auf das volle Leistungspaket in der Rentenversicherung.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Nicole Wirges
Nicole Wirges
1 Jahr zuvor

Hallo!Meine Tochter hat ihr Abi gemacht und möchte jetzt ein Jahr überbrücken. Sie hat einen Minijob angenommen und soll aber einen Rentenversicherungsverzicht abgeben.Was hat der Arbeitgeber davon?

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Nicole Wirges
1 Jahr zuvor

Hallo Frau Wirges,

die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht erfolgt durch den Arbeitnehmer. Der Arbeitgeber kann nicht verlangen, dass die Verzichtserklärung abgegeben wird. Weder durch die Rentenversicherungspflicht für den Arbeitnehmer, noch durch die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht entstehen für den Arbeitgeber Nachteile.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Sabine
Sabine
1 Jahr zuvor

Hallo,

der Vorteil, sich nicht von der Rentenversicherungspflicht befreien zu lassen, liegt ja hauptsächlich darin, Beitragszeiten zu sammeln.
Wenn man nun während der Elternzeit einen Minijob ausführt, greift dieser Vorteil aber nicht mehr, weil die Elternzeit ohnehin als Beitragszeit angerechnet wird.

Ist es also sinnvoll, sich bei einem Minijob während der Elternzeit von der Rentenversicherungspflicht befreien zu lassen? Oder welche Vorteile hätte man, dies nicht zu tun?

Danke und viele Grüße
Sabine

Petra
Petra
1 Jahr zuvor

Hallo liebes Blog-Team,

kurze Frage zur Rentenversicherung im Minijob.

Ich üben meinen Minijob seit 2008 aus und habe mich damals von der RV-Pflicht befreien lassen.
Momentan pausiert mein Minijob wegen Corona und der Arbeitgeber hat mich abgemeldet.
Für den Vertrag habe ich eine Ruhensvereinbarung unterschrieben.

Kann ich, wenn der Vertrag wieder anläuft, RV-Beiträge bezahlen?
Reicht es, wenn ich dem Arbeitgeber dies schriftlich mitteile oder müßte ich den Vertrag erst kündigen und einen neuen Vetrag schließen?

Vielen Dank!

Viele Grüße,
Petra

Anika
Anika
1 Jahr zuvor

Hallo,
wenn ich einen zweiten Minijob beginne und mich von dem ersten Minijob für die Rentenversicherung habe befreien lassen, ist es dann möglich in dem zweiten Minijob dennoch die Beiträge zur Rentenversicherung zu zahlen? Also mich beim zweiten Minijob nicht befreien zu lassen?

Mit freundlichen Grüßen

Anika

trackback
Sind Anträge auch ohne Unterschrift des Minijobbers gültig? (Nachgefragt #37) | Die Minijob-Zentrale
1 Jahr zuvor

[…] Über die Auswirkungen der Befreiung von der Rentenversicherungspflicht informiert Sie unser Blog-Artikel Befreiung von der Rentenversicherungspflicht im Minijob – Infos für Arbeitgeber und Minijobber […]

Rainer M. Meißner
Rainer M. Meißner
1 Jahr zuvor

Ich habe mich als Rentner von Rentenbeitragszahlungen befreien lassen, wobei mein AG ca. 50,00 € monatlich zahlt ohne das es eine Gegenleistung gibt.
Kann dies abgeändert werden?
Mit freundlichen Grüßen
Meißner

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Reply to  Rainer M. Meißner
1 Jahr zuvor

Hallo Herr Meißner,

für Arbeitgeber die einen 450-Euro-Minijobber im gewerblichen Bereich beschäftigen fallen Pauschalbeiträge in Höhe von momentan 31,15 % an. Unabhängig davon, ob Sie sich als Arbeitnehmer von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen oder nicht.

Eine Auflistung der Beiträge finden Sie auf unserer Homepage unter folgendem Link: https://t1p.de/Abgaben-450-Euro-Minijob-gewerblich

Durch die Abführung der Beiträge, haben Sie als Arbeitnehmer unter anderem Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Der Pauschalbeitrag (Arbeitgeber-Anteil) zur Rentenversicherung begründet keinen vollen Anspruch in der Rentenversicherung. Allerdings bleibt der Pauschalbeitrag in Ihrem Rentenkonto nicht in jedem Fall unberücksichtigt.

Für eine individuelle Beratung, ob und inwiefern sich der Pauschalbeitrag auf Ihr Rentenkonto auswirkt, wenden Sie sich bitte an Ihren zuständigen Rentenversicherungsträger.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Alicia D.
Alicia D.
1 Jahr zuvor

Liebes Team der Minijob-Zentrale,

Ich habe seit zwei Jahren eine geringfügige Beschäftigung bei der ich von der Rentenversicherung befreit bin. Nun habe ich eine weitere geringfügige Beschäftigung aufgenommen und liege damit bei einem Einkommen von mehr als 450 Euro. Bei meiner zweiten geringfügigen Beschäftigung wurden mir nun Rentenversicherungsbeiträge abgezogen, obwohl das ja eigentlich durch meine Befreiung in meiner ersten geringfügigen Beschäftigung nicht geht. Mir wurde dann gesagt, dass die Löhne der beiden Minijobs zusammengerechnet werden und ich nicht über die 450 Euro kommen darf. So habe ich das im Gesetz und die Informationen auf ihrer Website allerdings nicht verstanden. Können Sie mich aufklären, wer jetzt Recht hat und wie ich das im Zweifelsfall bei meinem Arbeitgeber belegen kann?

Herzliche Grüße
Alicia

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Reply to  Alicia D.
1 Jahr zuvor

Hallo Alicia,

gehen Sie keiner versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung nach, dürfen Sie grundsätzlich mehrere 450-Euro-Minijobs parallel ausüben. Liegt Ihr Verdienst aus beiden Beschäftigungen in Summe über 450 Euro, sind beide Beschäftigungen sozialversicherungs- und steuerpflichtig zu Ihrer gesetzlichen Krankenkasse zu melden. Sie finden diese Regelung in den Geringfügigkeits-Richtlinien unter dem Punkt 2.2.2.1: https://t1p.de/MJZE-Geringfuegigkeits-RL

Vielleicht interessiert Sie in diesem Zusammenhang auch unser Blogbeitrag “Können mehrere Minijobs gleichzeitig ausgeübt werden?” : https://t1p.de/Blogbeitrag-gleichzeitig-mehrere-Minijobs

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Ronny
Ronny
1 Jahr zuvor

Guten Morgen, wie kann ich einen Rentner, der bei mir monatlich 40€ bekommt für Rasen mähen, Hecke schneiden und kleinere Reparaturarbeiten durchführt anmelden bzw absichern?

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Reply to  Ronny
1 Jahr zuvor

Hallo Ronny,

das ist davon abhängig, ob die Beschäftigung für Ihren Privathaushalt oder beispielsweise für ein vermietetes, verpachtetes oder gewerblich genutztes Objekt geplant ist.

Gern beraten wir Sie hierzu auch telefonisch. Unsere Mitarbeiter im Service-Center sind montags bis freitags von 07:00 bis 17:00 Uhr unter der Telefonnummer 0355 2902-70799 für Sie da.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Gudrun Schmitt
Gudrun Schmitt
2 Jahre zuvor

Hallo,
meine Tochter studiert und hat einen Minijob . Wider Erwarten verdient sie aber im ersten Monat nur 40,60 Euro und im laufenden Monat noch gar nichts.
Sie hat sich nicht von der Rentenversicherung befreien lassen und im ersten Monat nur 14 Euro ausbezahlt bekommen wegen des Mindestbeitrages von 32,55 Euro.
Da sie nicht wusste dass an ihr der Mindestbeitrag hängen bleibt hat sie auch nicht der Versicherungspflicht widersprochen.
Wie kann sie in die Befreiung kommen ? Gibt es nur die Möglichkeit, das Beschäftigungsverhältnis zu kündigen ?
Vielen Dank für Ihre Hilfe
Mit freundlichen Grüßen
Gudrun Schmitt

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Gudrun Schmitt
2 Jahre zuvor

Hallo Gudrun,

Ihre Tochter kann auch in einer laufenden Beschäftigung jederzeit die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht beantragen. Die Befreiung beantragt Ihre Tochter schriftlich bei ihrem Arbeitgeber. Ausführliche Informationen sowie einen Befreiungsantrag finden Sie auf unserer Homepage unter folgendem Link: https://t1p.de/MJZE-Befreiung-von-der-Rentenversicherungspflicht

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Katja Kersten
Katja Kersten
2 Jahre zuvor

Hallo,
ich habe eine sozialversicherungspflichtige Teilzeitbeschäftigung und möchte zusätzlich einen Minijob beginnen und eine Befreiung der Rentenversicherungspflicht beantragen.
Nachteil der Befreiung: ich erhalte dadurch etwas weniger Rente später, das habe ich verstanden. Wie ist es allerdings mit der Wartezeit/Mindestversicherungszeit? Entstünden mir da Nachteile? denn ich erwerbe ja bereits Pflichtbeitragszeiten durch meinen sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Oder wird das dann doppelt gezählt?
Mit freundlichen Grüßen
Katja Kersten

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Katja Kersten
2 Jahre zuvor

Hallo Frau Kersten,

Ihre Frage kann pauschal nicht beantwortet werden, da Ihre Teilzeitbeschäftigung bei der Rentenberechnung auch entsprechend berücksichtigt werden muss.

Wir empfehlen Ihnen daher ein individuelles Beratungsgespräch bei Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Jo. Rück
Jo. Rück
2 Jahre zuvor

Achtung!!!
hat man sich als Minijober von der Versicherungspflicht befreien lassen ist eine Rückkehr nur durch Kündigung des bestehenden Arbeitsverhältnisses möglich! Dieses Vorgehen der Rentenversicherung ist gegen die Arbeitnehmer und späteren Rentner gerichtet, es wird mit allen Mitteln versucht den Minijober die Vorzüge der Beitragszahlung nicht mehr angedeihen zu lassen. Ergo hat die gesetzliche Rentenversicherung nicht das Wohl der
Rentner im Blick, sondern versucht eine einmal durch Unwissenheit falsche Entscheidung der Befreiung der Beitragspflichtig nicht zu korrigieren.
Man kann nur unter der Gefahr seinen Job zu verlieren (Kündigung des bestehenden Arbeitsverhältnisses) die Beitragspflichtig zurück erlangen. Was ist das für eine Gesetzgebung!

Bin entsetzt
Bin entsetzt
Reply to  Jo. Rück
1 Jahr zuvor

Traurig, dass der Rentenversicherung nur daran gelegen ist, die Arbeitgeberleistungen zu kassieren, ohne dafür Gegenleistungen erbringen zu müssen. Eine wirklich schlimme Gesetzgebung – vorbei am Wohl der Menschen.

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Reply to  Bin entsetzt
1 Jahr zuvor

Hallo,

werden die pauschalen Arbeitgeberbeiträge für die Rentenversicherung entrichtet, erhält der Minijobber anteilige Beitragsmonate für die Erfüllung der verschiedenen Wartezeiten und
auch das erzielte Arbeitsentgelt wird bei der Berechnung der Rente anteilig berücksichtigt.

Auf den von der Minijob-Zentrale zur Verfügung gestellten Vordruck Antrag auf Befreiung zur Rentenversicherungspflicht, empfehlen wir ausdrücklich eine individuelle Beratung bezüglich der rentenrechtlichen Auswirkungen der Befreiung bei einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Bambam
Bambam
2 Jahre zuvor

Liebes Minijob-Team,

bei einer Lohnprüfung moniert der SV-Prüfer heute, dass wir den Antrag auf Befreiung lediglich als ankreuzbaren Passus in unserem Standard-Fragebogen zur Abfrage aller abrechnungsrelevanten Stammdaten aufgenommen haben. Hier heißt es audrücklich: “Ja, ich beantrage hiermit die Befreiung von der Versicherungspflicht in der Rentenversicherung”, darunter stehen zusätzlich noch einige Sätze zur Erklärung dieses Satzes. Natürlich gibt es auch die Alternative der ebenfalls ankreuzbaren RV-Pflicht: “Nein, ich verzichte nicht…” mit einer ebensolchen Erklärung und ein angehängtes Merkblatt über die Folgen. Der Fragebogen wird vom Arbeitnehmer unterschrieben und von uns mit Eingangsstempel versehen (aber in der Regel vom Arbeitgeber nicht unterschrieben). Der SV-Prüfer meint, es müsse zusätzlich das von Ihnen hier auf der Homepage zur Verfügung gestellte Formular zur Beantragung der Befreiung verwendet werden.

Mir wäre bisher nicht bewusst gewesen, dass es hier eine direkte Formvorschrift gibt, die ein spezielles Formular vorschreibt. Auf Ihrer Homepage habe ich den von Ihnen aufgesetzten Antrag als “kann” verstanden.

Irre ich mich? Wenn ja: Könnten Sie mir bitte eine Fundstelle nennen, aus der sich die Pflicht zur Nutzung dieses speziellen Formblatts ergibt?

Herzlichen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Bianka Knapp

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Bambam
2 Jahre zuvor

Guten Tag Frau Knapp,

die Formerfordernis des Antrags auf Befreiung von der Rentenversicherungspflicht ist in § 6 Absatz 1b Satz 2 Sozialgesetzbuch – Viertes Buch – (SGB IV) geregelt. Demnach ist dem Arbeitgeber der Befreiungsantrag schriftlich zu übergeben. Weiter hat der Arbeitgeber nach § 8 Absatz 2 Nummer 4a Beitragsverfahrensverordnung (BVV) den Tag des Eingangs des Befreiungsantrages auf dem Befreiungsantrag zu dokumentieren und diesen zu den Entgeltunterlagen des Arbeitnehmers zu nehmen. In begründeten Ausnahmefällen kann auch auf die Dokumentation des Antragseingangs auf dem Antragsformular abgesehen werden, wenn der Tag des Eingangs des Befreiungsantrags beim Arbeitgeber aus den Entgeltunterlagen anderweitig zweifelsfrei hervorgeht. Weitergehende Formerfordernisse hat der Gesetzgeber nicht vorgesehen. Insofern empfehlen wir auch das Ihnen bekannte, von der Minijob-Zentrale in Abstimmung mit der Deutschen Rentenversicherung Bund entwickelte, Antragsformular.

Fehlt eine der oben genannte Formerfordernisse, entfaltet der Befreiungsantrag nach § 6 Absatz 4 Satz 2 Sozialgesetzbuch – Sechstes Buch – (SGB VI) keine Wirksamkeit. Es liegt dann weiterhin Rentenversicherungspflicht ab Aufnahme der Beschäftigung vor.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Wolfgang Schröder
Wolfgang Schröder
2 Jahre zuvor

Sehr geehrte Damen und Herren,
welche Renten- und Kranheitskostenansprüche erwerben die Minijob-Arbeitnehmer eigentlich aus den Pauschalbeiträgen KV und RV des Arbeitgebers?

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Wolfgang Schröder
2 Jahre zuvor

Hallo Herr Schröder,

als Minijobber zahlen Sie für die Krankenversicherung keine eigenen Beiträge. Daher entsteht durch den Pauschalbeitrag des Arbeitgebers kein eigenes Krankenversicherungsverhältnis und somit z.B. auch kein Anspruch auf Krankengeld.

In der Rentenversicherung ist das anders. Hier unterliegen Sie als Minijobber dem Grunde nach der Versicherungspflicht und zahlen – wenn Sie keinen Befreiungsantrag gestellt haben – einen Eigenanteil zusätzlich zum gesetzlich vorgeschriebenen Arbeitgeberpauschalbeitrag. Aber auch allein durch die pauschalen Abgaben des Arbeitgebers erwerben Sie sich, wenn Sie sich also von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen, geminderte rentenrechtliche Anwartschaftszeiten.

Für die Rentenversicherungspflicht bzw. die Zahlung eigener Rentenbeiträge im Minijob sprechen viele Vorteile:

– Ihr Arbeitsentgelt wird in voller Höhe bei der Rentenberechnung berücksichtigt.
– Beitragsmonate werden in vollem Umfang auf die Wartezeit angerechnet.
– Ein Anspruch auf eine Rente wegen Erwerbsminderung wird gesichert.
– Ein Früherer Rentenbeginn ist möglich.
– Ansprüche auf Leistungen zur Rehabilitation werden erworben.
– Anspruch auf Übergangsgeld bei Reha-Maßnahmen nach Lohnfortzahlung besteht.
– Die Zugangsvoraussetzung für die staatliche Riester-Förderung wird erfüllt.
– Es besteht ein Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung für eine betriebliche Altersversorgung.
– Seit 2017 kann sich auch bei Bezug einer Vollrente wegen Alters, der Minijob rentensteigernd auswirken.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Wolfgang Schröder
Wolfgang Schröder
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
2 Jahre zuvor

Sehr geehrte Damen und Herren,
vielen Dank. Wenn aus den (zugegebenermaßen geringeren als den üblichen) KV- und RV-Pauschalen überhaupt kein Anspruch für die Minijob-Arbeitnehmer erwächst, was wird dann durch diese Pauschalen finanziert?
Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Schröder

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Wolfgang Schröder
2 Jahre zuvor

Hallo Herr Schöder,

die eingezogenen Beiträge und Abgaben leiten wir als Minijob-Zentrale an die Träger der Gesetzlichen Rentenversicherung, den Gesundheitsfonds und das Bundeszentralamt für Steuern weiter. Für diese Dienstleistung erhält die Minijob-Zentrale wiederum von den Sozialversicherungsträgern eine Vergütung und vom Bundesministerium der Finanzen einen jährlichen Zuschuss. Die Bestimmungen hierfür sind geregelt in § 28 I Sozialgesetzbuch Viertes Buch.
Renten- und Krankenversicherungsbeiträge
Die Rentenversicherungsbeiträge werden aufgeteilt zwischen der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV Bund), der Knappschaft-Bahn-See (Bundesanteil) sowie der DRV Mitteldeutschland (Ost) und der DRV Westfalen (West). Das Bundesversicherungsamt verwaltet den Gesundheitsfonds, dem die Pauschalbeiträge zur Krankenversicherung zugeführt werden. Aus dem Gesundheitsfonds erhalten die Krankenkassen Zuweisungen, mit denen sie ihre Leistungen finanzieren und ihre Verwaltungskosten bestreiten. Auf dem Beitragsnachweis müssen die Arbeitgeber jeweils den Rechtskreis angeben, also ob die Beschäftigung im Ost- oder Westteil unseres Landes ausgeübt wird. Dementsprechend werden die Beiträge entweder dem Ost- oder Westteil unseres Landes zugeordnet und aufgeteilt.
Pauschsteuer
Das Bundeszentralamt für Steuern erhält die vereinnahmten Pauschsteuern. Aus der Gesamtsumme der Pauschsteuer entfallen grundsätzlich 90 Prozent auf die Einkommensteuer, sowie jeweils 5 Prozent auf den Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer. Anhand der übermittelten Entgeltmeldungen errechnet die Minijob-Zentrale den Verteilungsschlüssel des Einkommensteueranteils auf die einzelnen Bundesländer. Grundlage hierfür ist der gemeldete Wohnort der Minijobber.
Umlagen
Auch Minijobber haben im Falle einer Insolvenz ihres Arbeitgebers Anspruch auf die Zahlung von Insolvenzgeld durch die Agentur für Arbeit. Deshalb wird auch für Minijobber die Insolvenzgeldumlage erhoben und von der Minijob-Zentrale an die Bundesagentur für Arbeit weitergeleitet. Im Falle einer Erkrankung oder während des Mutterschutzes haben Minijobber – genau wie jeder andere Beschäftigte – Anspruch auf die Fortzahlung ihres Arbeitsentgeltes. Damit die Arbeitgeber nicht übermäßig belastet werden, haben die sie die Möglichkeit, eine Erstattung ihrer Aufwendungen zu erlangen. Die finanziellen Mittel hierfür werden über die Arbeitgeberversicherung in Form der Umlage 1 für Aufwendungen im Krankheitsfall und der Umlage 2 für Aufwendungen bei Schwangerschaft/Mutterschaft aufgebracht.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Wolfgang Schröder
Wolfgang Schröder
Reply to  Wolfgang Schröder
2 Jahre zuvor

Sehr geehrte Damen und Herren,
nochmals vielen Dank für Ihre ausführliche Auskunft. Die Verwendung der Pauschalen UV, U1, U2 und PSt ist/war mir bekannt. Umso mehr begrüße ich die Ehre, mich an der Finanzierung der Kosten für die Migrationswelle nicht nur aus den von mir entrichteten Steuern (ESt, USt, KapSt, Verbrauchsteuern, Grundsteuer und der o.a. LSt-Pauschale) beteiligen, sondern auch via Gesundheitsfonds und Entnahme aus dessen Liquiditätsreserve gem. § 271 Abs. 2 Satz 4 SGB V(Fassung 2017 nach PsychVVG) i.H.v. 1,5 Mrd. € beteiligt haben zu dürfen.
Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Schröder

Anonym
Anonym
2 Jahre zuvor

Hallo.
Kann ich mir nach der Befreiung der rentenversicherung noch Beiträge von vorherigen Monaten zurückzahlen lassen ?

Danke Grüße
A.K.

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Anonym
2 Jahre zuvor

Hallo,

wir gehen davon aus, dass hier Ihr Arbeitnehmer-Eigenanteil am Rentenversicherungspflicht-Beitrag im Minijob gemeint ist.
Wurden diese Beiträge dem Grunde nach zurecht entrichtet, ist eine Erstattung durch die Minijob-Zentrale nicht möglich.

Ob eine eventuelle Erstattung von Seiten Ihres Rentenversicherungsträgers in Frage kommt, können Sie bei dem für Sie zuständigen Träger prüfen lassen.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Karin Huber
Karin Huber
2 Jahre zuvor

Hallo,
ich habe seit einigen Monaten einen Minijo und verdiene dort im Moment 300 Euro/Monat. Ich führe dafür auch als Arbeitnehmerin Sozialversicherungsbeiträge ab. Außerdem bin ich noch in meiner Haupttätigkeit sozialversicherungspflichtig beschäftigt bzw. angestellt.
Meine Frage ist nun: Wie wird sich der Minijob auf meine Rente auswirken? Konkret gefragt: Mit wieviel Euro mehr Rente kann ich rechnen pro Jahr Minijob mit etwa 300 Euro Verdienst pro Monat?
In einer Zeitschrift zum Thema Rente las ich kürzlich, dass ein Minijob mit 450 Euro Verdienst/Monat die Rente mit jedem Jahr monatlich um 2,50 Euro erhöht. Ist das korrekt?
Vielen Dank für Ihre Antwort und beste Grüße
Karin Huber

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Karin Huber
2 Jahre zuvor

Guten Tag Frau Huber,

bitte wenden Sie sich an Ihre zuständige Auskunfts-und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung. Diese berät Sie zu den individuellen Auswirkungen der Beiträge aus dem Minijob auf Ihre Rente.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Hans PS
Hans PS
2 Jahre zuvor

Guten Tag,
1. ist es für eine Schülerin ( 18Jahre ) sinnvoll im Minijob Rentenbeiträge zu bezahlen da doch die Zeiten bis zum Ausbildungsende als “Anrechnungszeiten” sowieso belegt sind.
2. Wenn besagte Schülerin die Befreiung von der RVPflicht beantragt hat, den Minijob beendet und im nächsten Monat einen neuen Minijob antritt muss dann im neuen Minijob erneut die Befreiung beantragt werden?

viele Grüße

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Hans PS
2 Jahre zuvor

Guten Tag Hans,

zu 1.:
Die Frage, ob es sich für einen Minijobber lohnt eigene Rentenbeiträge zu zahlen kann nicht pauschal beantwortet werden, sondern sollte von Fall zu Fall individuell geklärt werden. Damit Arbeitnehmern im Minijob keine Nachteile entstehen, empfehlen wir bei Fragen die Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung. Dort erfolgt eine ganz individuell Beratung.
Wir möchten Ihnen die Vorteile der Versicherungspflicht in der Rentenversicherung für den Arbeitnehmer kurz darstellen:
– Arbeitsentgelt wird in voller Höhe bei der Rentenberechnung berücksichtigt.
– Beitragsmonate werden in vollem Umfang auf die Wartezeit angerechnet.
– Anspruch auf eine Rente wegen Erwerbsminderung wird gesichert.
– Früherer Rentenbeginn ist möglich.
– Ansprüche auf Leistungen zur Rehabilitation werden erworben.
– Anspruch auf Übergangsgeld bei Reha-Maßnahmen nach Lohnfortzahlung.
– Zugangsvoraussetzung für die staatliche Riester-Förderung wird erfüllt.
– Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung für eine betriebliche Altersversorgung

Zu 2.:
Die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht gilt für die gesamte Dauer des 450-Euro-Minijobs und kann nicht widerrufen werden. Der Befreiungsantrag verliert erst seine Wirkung, wenn die Beschäftigung beendet wird. Nimmt der Arbeitnehmer danach erneut einen Minijob bei einem anderen Arbeitgeber auf, muss erneut einen Antrag auf Befreiung von der Rentenversicherungspflicht gestellt werden, wenn dieses vom Arbeitnehmer gewünscht ist. Dies gilt auch dann, wenn sich die neue Beschäftigung nahtlos an die bisherige Beschäftigung anschließt.
Folgt hingegen eine erneute geringfügig entlohnte Beschäftigung bei demselben Arbeitgeber, ist davon auszugehen, dass es sich immer noch um dieselbe Beschäftigung handelt, wenn zwischen dem Ende der ersten Beschäftigung und dem Beginn der neuen Beschäftigung ein Zeitraum von nicht mehr als zwei Monaten liegt. Der Befreiungsantrag bleibt daher wirksam, wenn der Unterbrechungszeitraum beim gleichen Arbeitgeber weniger als zwei Monate beträgt.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Thomas Müller
Thomas Müller
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
1 Jahr zuvor

Hallo, bitte konkretisieren Sie Ihre Angabe. Wenn eine Unterbrechung vorliegt (z. B. Meldegrund 34) dann gilt das Beschäftigungsverhältnis eben nicht als beendet und die Befreiung gilt weiter auch wenn die Unterbrechung länger als zwei Monate andauert. Erst bei einer Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses (Meldegrund 30) länger als zwei Monate ist der Antrag nicht mehr bindend. Bitte bestätigen Sie das so.

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Thomas Müller
1 Jahr zuvor

Hallo Herr Müller,

das ist korrekt, vielen Dank für Ihren Hinweis. Bei unserer Antwort wird von einem Beschäftigungsende ausgegangen (Meldegrund 30).

Dieser Sachverhalt gilt nicht, wenn die Beschäftigung nur deshalb abgemeldet wird, weil das Arbeitsverhältnis länger als einen Monat ohne Anspruch auf einen Verdienst fortbesteht (z. B. im Fall einer längeren Erkrankung des Mitarbeiters). In diesen Fällen behält die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht auch dann ihre Wirksamkeit, wenn die Beschäftigung erst nach einer mehr als zwei Monate umfassenden Unterbrechung ohne Entgeltzahlung wieder aufgenommen wird.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Heike Niederhausen
Heike Niederhausen
2 Jahre zuvor

Ich habe seit 10/2017 einen Minijob, beim Arbeitgeber habe ich keinen Antrag auf Freistellung der Rentenbeiträge gestellt. Wurde aber versehentlich mit Befreiung angemeldet, wobei ich das Haushaltsscheckformular nicht unterzeichnet habe. Bei einer Kontenklärung der RV im 9/2018 wurde mir die falsche Anmeldung mitgeteilt. Kann ich bzw der Arbeitgeber eine rückwirkende Änderung auf Beitragszahlung stellen?
Mit freundlichen Grüßen
H. Niederhausen

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Heike Niederhausen
2 Jahre zuvor

Hallo Frau Niederhausen,

um den genauen Sachverhalt prüfen zu können, bitten wir Sie Ihre Anfrage über unsere Kontaktformular zu stellen.

https://www.minijob-zentrale.de/DE/00_home/node.html

Auf unserer Internetseite über Kontakt können Sie uns Ihrer Rentenversicherungsnummer oder optional Ihren Namen mit Geburtsdatum nennen.

So haben wir die Möglichkeit Ihren Einzelfall zu eruieren.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Steven Moosakhani
Steven Moosakhani
3 Jahre zuvor

Hallo, ich habe mich von der Beitragspflichtig befreien lassen aber möchte jetzt doch für die Rente einzahlen. Ist das möglich?

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Steven Moosakhani
3 Jahre zuvor

Hallo Herr Moosakhani,

die Entscheidung zur Befreiung von der Rentenversicherungspflicht ist für die gesamte Dauer des Minijobs bindend. Erst nach einer Unterbrechung der Beschäftigung von länger als 2 Monaten, können Sie bezüglich der Rentenversicherungspflicht beim gleichen Arbeitgeber neu wählen.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Thomas Müller
Thomas Müller
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
1 Jahr zuvor

Hallo, bitte konkretisieren Sie Ihre Angabe. Wenn eine Unterbrechung vorliegt (z. B. Meldegrund 34) dann gilt das Beschäftigungsverhältnis eben nicht als beendet und die Befreiung gilt weiter auch wenn die Unterbrechung länger als zwei Monate andauert. Erst bei einer Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses (Meldegrund 30) länger als zwei Monate ist der Antrag nicht mehr bindend. Bitte bestätigen Sie das so.

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Thomas Müller
1 Jahr zuvor

Hallo Herr Müller,

das ist korrekt, vielen Dank für Ihren Hinweis. Bei unserer Antwort wird von einem Beschäftigungsende ausgegangen (Meldegrund 30).

Dieser Sachverhalt gilt nicht, wenn die Beschäftigung nur deshalb abgemeldet wird, weil das Arbeitsverhältnis länger als einen Monat ohne Anspruch auf einen Verdienst fortbesteht (z. B. im Fall einer längeren Erkrankung des Mitarbeiters). In diesen Fällen behält die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht auch dann ihre Wirksamkeit, wenn die Beschäftigung erst nach einer mehr als zwei Monate umfassenden Unterbrechung ohne Entgeltzahlung wieder aufgenommen wird.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Anonym
Anonym
3 Jahre zuvor

Ich arbeite als Halbtagskraft und zahle in die Rentenkasse ein nun möchte ich noch einen Minijob auf 450 EUR Basis machen da kann ich mich doch dort von dem Rentenbeitrag für den Minijob befreien lassen richtig.?

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Anonym
3 Jahre zuvor

Hallo,

wir gehen davon aus, dass es sich bei der Arbeit als Halbtagkraft um eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung handelt.
Grundsätzlich besteht für Sie natürlich die Möglichkeit, sich im Minijob von der Rentenversicherungspflicht befreien zu lassen. Beachten Sie aber hierbei bitte, dass der Verzicht dann für die Dauer der Beschäftigung gilt und nicht rückgängig gemacht werden kann. Damit Ihnen keine Nachteile entstehen, empfehlen wir Ihnen sich an Ihre Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung. Dort werden Sie ganz individuell beraten.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Claudia Hipp
Claudia Hipp
3 Jahre zuvor

Guten Tag
Im DEZEMBER werde ich 65 Jahre und erhalte ab 01.08.19 Rente .
Im Moment arbeite ich auf Minijob Basis und zahle Rentrnbeitäge. Nun möchte mich mit Rentenbeginn die Beiträge zur Rentenversicherung nicht mehr entrichten.
Wann muss ich was beantragen.
Danke sehr für Ihre Information
Freundliche Grüße
Claudia Hipp

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Claudia Hipp
3 Jahre zuvor

Guten Tag Frau Hipp,

sobald Sie Regelaltersrente beziehen, endet Ihre Beitragszahlung im Minijob.

Informieren Sie Ihren Arbeitgeber über den bevorstehenden Eintritt in die Regelaltersrente. Er nimmt dann die notwendigen Meldungen vor und zieht Ihnen ab diesem Zeitpunkt keine Rentenbeiträge mehr ab.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Simone Lindenberg
Simone Lindenberg
3 Jahre zuvor

Hallo,
ich werde ab 1.9. einen neuen Minijob im öffentlichen Dienst übernehmen. Es handelt sich um eine Bildungseinrichtung im kulturellen Bereich. Die Bezahlung wird entsprechend der Einsatzzeiten geleistet und wird eher unter den 450 Euro bleiben. Nun gibt es während der Sommerferien so gut wie keine Angebote, sodaß ich in dieser Zeit vermutlich nicht die Mindestbeitragsbemessungsgrundlage von 175 Euro erreichen werde. Eine weitere Tätigkeit übe ich nicht aus.
Was kann ich da tun bzw was der Arbeitgeber, damit meine RVbeiträge weiter gezahlt werden?
MfG
Simone

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Simone Lindenberg
3 Jahre zuvor

Hallo Simone,

die vollen Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung werden auch in den Monaten gezahlt, in denen Sie weniger als 175 Euro verdienen. Allerdings erfolgt die Berechnung Ihrer Rentenversicherungsbeiträge in diesen Monaten nicht von Ihrem tatsächlichen Verdienst, sondern von 175 Euro.
Das bedeutet, Sie zahlen die Differenz zwischen dem mindestens zu zahlenden Betrag von 32,73 Euro (2018: 18,6 Prozent von 175 Euro) und dem Beitrag des Arbeitgebers (15 Prozent von Ihrem tatsächlichen Verdienst).

Lediglich für Kalendermonate, in denen Sie kein tatsächliches Arbeitsentgelt erzielen, ist auch kein (Mindest)Beitrag zur Rentenversicherung zu zahlen.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Harald Maier
Harald Maier
3 Jahre zuvor

Meine Frau bekommt Erwerbsminderungsrente und hat noch einen Minijob mit 400€ bei dem sie den Rentenbeitrag weiter entrichtet.
Frage: Erhöht sich ihre Erwerbsminderungsrente durch diese Beitragszahlungen?
Mit freundlichen Grüßen
H.Maier

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Harald Maier
3 Jahre zuvor

Guten Tag Herr Maier,

mit den Beiträgen zur Rentenversicherung erwirbt Ihre Frau die volle Anrechnung ihrer Beschäftigungszeiten in Form von Wartezeiten.
Der Verdienst aus dem Minijob wird voll auf ihre Rente angerechnet und erhöht sich auch somit.

Eine individuelle Beratung dazu, erhält Ihre Frau bei den Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung.

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/5_Services/01_kontakt_und_beratung/01_kontakt/01_telefonischer_kontakt_node.html

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

H. mier
H. mier
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
3 Jahre zuvor

Hallo,

nun ist die neuste Erwerbsminderungsrenten Erhöhung gekommen. Es wurde aber nur die normale Rentenerhöhung gezahlt, die 1 1/2 Jahre in denen Sie weiter Beiträge entrichtet hatte wurde nicht berücksichtigt.

Gruß
H.Maier

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  H. mier
3 Jahre zuvor

Guten Tag Herr Maier,

wie in unserer Antwort vom 13. Juli 2018 beschrieben, erfolgt eine Anrechnung der Pflichtbeiträge zur Rentenversicherung auf die Wartezeit.

Ob und wie sich im Einzelfall die Rente erhöht ist individuell bei den Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung (https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/5_Services/01_kontakt_und_beratung/02_beratung/01_beratung_vor_ort/01_servicezentren_beratungsstellen_node.html) zu klären. Diese informieren umfassend über Auswirkungen der Rentenversicherungspflicht unter Berücksichtigung aller persönlichen Umstände.

Wir empfehlen Ihnen zur Klärung der Frage, eine individuelle Beratung beim zuständigen Rentenversicherungsträger in Anspruch zu nehmen.

Deutsche Rentenversicherung
Link: Servicetelefon der Deutschen Rentenversicherung
(https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/5_Services/01_kontakt_und_beratung/01_kontakt/01_telefonischer_kontakt_node.html)
Tel.: (08 00) 10 00 48 00

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Elke Merz
Elke Merz
3 Jahre zuvor

Hallo Zusammen,

ich vermisse immer wieder die Info von der Knappschaft, dass der Rentenbeitrag von mindestens 175 € berechnet wird, der AG den festen Prozentsatz von 15 % bezahlt und den Rest der Arbeitnehmer aufzahlen muss, dass heißt:
Wenn der AG nur 50 € im Monat verdient, zahlt der AG 15 % von 50 € = 7,50 €.
Der Mindestbetrag beträgt 18,6 % von 175 €, also 32,55 €, der Arbeitnehmer zahlt
den Differenzbetrag von 32,55 € zu 7,50 €, also insgesamt 25,05 €. Der Arbeitnehmeranteil von 3,6 % bezahlt der Arbeitnehmer nur, wenn er mehr als 175 € im Monat verdient.
Oder habe ich da etwas falsch verstanden.

Freundliche Grüße

Elke Merz

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Elke Merz
3 Jahre zuvor

Hallo Frau Merz,

ja Ihre Ausführungen sind richtig, wir ergänzen das noch wie folgt:

Die Mindestbeitragsbemessungsgrundlage von 175 Euro gilt nicht, wenn neben dem Minijob noch eine rentenversicherungspflichtige Haupt(Beschäftigung) ausgeübt wird oder die betroffene Person anderweitig bereits rentenversicherungspflichtig ist, wie beispielsweise Auszubildende, Pflegepersonen, gewisse selbständig Tätige, Bezieher von Kranken- oder Übergangsgeld, Arbeitslosengeld I sowie Personen während der Anrechnung von Kindererziehungszeiten.
Der Rentenversicherungsbeitrag berechnet sich in diesen Fällen vom tatsächlichen Arbeitsentgelt.   
Weitere Informationen erhalten Sie auch auf unserer Internetseite.

https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/01_grundlagen/01_450_euro_gewerbe/05_rentenversicherungspflicht/04_mindestbeitrag/node.html

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Silke Mertens
Silke Mertens
3 Jahre zuvor

Ich habe mich vor Jahren von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen, nun habe ich mich eines besseren belehren lassen und möchte die Rentenbeiträge einzahlen ohne den Arbeitgeber zu wechseln! Auf den Seiten der Minijobzentrale habe ich folgendes gefunden:

Fragen und Antworten Katalog zum 450,-€ Gesetz

46.
Endet die Wirkung der Befreiung von der Rentenversicherungspflicht
durch den Wechsel in eine voll sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bei demselben Arbeitgeber?

Ja. Sobald der Wechsel von einer geringfügig entlohnten in eine mehr als
geringfügige sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bei demselben
Arbeitgeber erfolgt, verliert die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht ihre Wirkung und muss bei einem (erneuten) Wechsel in eine geringfügig entlohnte Beschäftigung im Anschluss an die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bei demselben Arbeitgeber erneut vom Arbeitnehmer beantragt werden.

Also wenn ich dann für einige Zeit (2-3 Monate) in eine Teilzeitbeschäftigung wechsle die über 851,- Euro liegt, kann ich danach wieder in den Minijob zurück und weiter die Rentenbeiträge zahlen!

Man sagte mir in der Minijobzentrale das ich dafür neue Verträge bräuchte.

Nun meine Frage:
Ich möchte nicht kündigen.
Reichen 2 Änderungsverträge zum gültigen Arbeitsvertrag, in denen die Arbeitsstunden einmal erhöht und dann wieder gesenkt werden?

Vielen Dank für Ihre Antwort

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Silke Mertens
3 Jahre zuvor

Hallo Silke,

Ja, es ist korrekt, dass die Statusänderung ausreicht, also unterschiedliche neue Verträge geschlossen werden.
Zum Beispiel der Wechsel von einer geringfügigen in eine mehr als geringfügige Tätigkeit bei demselben Arbeitgeber.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Anonym
Anonym
Reply to  Silke Mertens
3 Jahre zuvor

Meines Erachtens reicht es aus, wenn die Teilzeitbeschäftigung über 450,00 € liegt, denn dann ist sie nicht mehr geringfügig. Eine Beschäftigung über 850 € ist nicht erforderlich.

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Anonym
3 Jahre zuvor

Hallo,

ja, Sie haben Recht.

Wichtig ist, dass der Verdienst aus der Beschäftigung mehr als 450 Euro im Monat beträgt.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentral

Lisa K.
Lisa K.
3 Jahre zuvor

Ich habe zwei Minijobs gleichzeitig und habe ärgerlicherweise bei beiden Arbeitgebern die Befreiung beantragt.
Das ist wohl ein großes Problem, weshalb ich jetzt keinen Lohn ausbezahlt bekommen kann.
Was kann ich jetzt tun? Wie muss ich weiter vorgehen?
Liebe Grüße

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Lisa K.
3 Jahre zuvor

Hallo Lisa,

grundsätzlich kann der von Ihnen geschilderte Sachverhalt in der Praxis kein Problem darstellen. Beantragen Sie als Minijobberin mit mehreren 450-Euro-Minijobs für einen davon die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht, gilt diese Befreiung für alle 450-Euro-Minijobs gleichzeitig und endet erst, wenn kein Minijob mehr besteht. Besonderheiten können sich allerdings ergeben, wenn Sie beispielsweise zusätzlich noch einer versicherungspflichtigen Haupt(Beschäftigung) nachgehen oder zusammengerechnet mit beiden Minjobs monatlich mehr als 450 Euro verdienen.

Jedoch hat die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht mit der Auszahlung des Lohnes nichts zu tun.

Wir stellen Ihnen hier noch einen kurzen Überblick zur Fälligkeit der Arbeitsvergütung zur Verfügung.

Mit dem § 614 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) sieht das Gesetz eine Regelung zur Fälligkeit des Arbeitsentgelts vor. Danach ist der Arbeitnehmer vorleistungspflichtig. Er muss also zunächst arbeiten, dann folgt die Vergütung seiner Tätigkeit. Ist die Vergütung nach Zeitabschnitten bemessen, so ist sie nach dem Ablauf der einzelnen Zeitabschnitte zu entrichten. Dies bedeutet, wenn sie nach Monaten vereinbart ist, muss der Arbeitgeber nach Ablauf des Monats zahlen. Grundsätzlich ist das Gehalt damit am ersten Tag des folgenden Monats fällig.

In der Praxis hat jedoch der § 614 BGB eine geringe Bedeutung, da es zahlreiche Sonderregelungen gibt. In Arbeits-und Tarifverträgen oder Betriebsvereinbarungen finden sich daher meist andere Regelungen zur Fälligkeit. Üblich sind heute Vereinbarungen über monatliche Zahlungen mit schriftlicher Abrechnung und Zahlungen zum Monatsende beziehungsweise bis zum 15. Kalendertag des folgenden Monats in bargeldloser Form. Erfolgt die Vergütung über den 15. des Folgemonats hinaus oder mitunter garnicht, empfehlen wir Ihnen zum Thema Arbeitsrecht das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Sibylle Kamm
Sibylle Kamm
3 Jahre zuvor

Was hat es für einen Vorteil für den Arbeitgeber, den Arbeitnehmer dazu zu drängen,
sich von der Rentenversicherung befreien zu lassen, wenn Sein Beitragssatz gleichbleibt???

Liebe Grüße
Sibylle Kamm

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Sibylle Kamm
3 Jahre zuvor

Hallo Sibylle,

es gibt keinen finanziellen Vorteil für den Arbeitgeber. Wird die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht beantragt, zahlt der Arbeitgeber weiterhin den Pauschalbeitrag von 15 Prozent zur Rentenversicherung – nur der Eigenanteil des Minijobbers fällt weg.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Berger, Kerstin
Berger, Kerstin
3 Jahre zuvor

Muss der Antrag auf Befreiung von der RV-Pflicht für einen Minijobber immer neu gestellt werden, wenn dieser Arbeitnehmer mehrfach im Jahr für Zeiträume eingestellt wird?
Danke für eine kurze Info
MfG
Kerstin Berger

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Berger, Kerstin
3 Jahre zuvor

Hallo Frau Berger,

wenn zwischen dem Ende der Beschäftigung und dem Beginn der neuen Beschäftigung ein Zeitraum von nicht mehr als zwei Monaten liegt, verliert die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht nicht Ihre Wirkung und muss somit auch nicht erneut schriftlich beantragt werden. Bei einem Zeitraum von mehr als zwei Monaten ist ein neuer Befreiungsantrag nötig.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Gerhard Schreiber
Gerhard Schreiber
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
3 Jahre zuvor

Meine Haushaltshilfe hatte bei der Anmeldung die Befreiung von der RV-Pflicht beantragt. Sie möchte künftig rentenversicherungspflichtig werden. Ist das möglich?

Freundliche Grüße

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Gerhard Schreiber
3 Jahre zuvor

Hallo Herr Schreiber,

die Entscheidung zur Befreiung von der Rentenversicherungspflicht Ihrer Haushaltshilfe ist für die gesamte Dauer des Minijobs bindend.

Endet der Minijob bei Ihnen, weil Sie Ihrer Haushaltshilfe mehr als 450 Euro zahlen, endet auch die Befreiung.
Das gleich gilt, wenn das Beschäftigungsverhältnis komplett endet und sie nicht vor Ablauf von zwei Monaten erneut einen Minijob bei Ihnen aufnimmt.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Gudrun Krekeler-Behage
Gudrun Krekeler-Behage
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
2 Jahre zuvor

Guten Tag,
ich habe hierzu noch folgende Rückfrage: Es ist immer zu lesen, dass die Befreiung bei Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses erlischt. Wenn aber nun ein Wechsel der SV-Pflicht (z.B. für einen Monat voll sozialversicherungspflichtig wegen einer Mehrfachbeschäftigung, die zusammengerechnet werden muss) vorliegt, erlischt die Befreiung dann auch, obwohl das Beschäftigungsverhältnis selbst gar nicht unterbrochen wird?
Oder ist tatsächlich eine reale Unterbrechung von zwei Monaten erforderlich um die Befreiung aufzuheben?
Vielen Dank!
Freundliche Grüße
Gudrun Krekeler-Behage

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Gudrun Krekeler-Behage
2 Jahre zuvor

Guten Tag Frau Krekeler-Behage,

sobald der Wechsel von einer geringfügig entlohnten in eine mehr als geringfügige sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bei demselben Arbeitgeber erfolgt, verliert die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht ihre Wirkung.
Die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht müssen Sie daher – wenn gewünscht – nach Beendigung des zweiten Minijobs erneut bei Ihrem alten Minijob-Arbeitgeber beantragen.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Inge Mehler
Inge Mehler
3 Jahre zuvor

Danke für Ihre Info

Ich bin bereits in Rente und fange einen neuen Minijob an. Ist es da sinnvoll die Abzüge für eine Rentenversicherung in Kauf zu nehmen?

Mit freundlichen Grüßen

Inge Mehler

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Inge Mehler
3 Jahre zuvor

Guten Tag Frau Mehler,

ob es für Sie sinnvoll ist, können wir nicht beantworten. Lassen Sie sich dazu bei Ihrem Rentenversicherungsträger individuell beraten.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Peter Skudlawski
Peter Skudlawski
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
1 Jahr zuvor

Hallo Frau Mehler,
sofern sie eine Hinterbliebenen-Rente beziehen sollten sie sich den Newsletter der Minijob-Zentrale 1/2020 – 06.02.2020 unter dem Punkt – Hinterbliebenenrente neben Altersvollrente: Wie Minijobber profitieren!- durchlesen. Die Minijob-Zentrale kann da sicher weiterhelfen!