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Arbeit an Feiertagen – was gilt für Minijobber?

An vielen gesetzlichen und kirchlichen Feiertagen ruht in Deutschland in der Regel die Arbeit. Das gilt natürlich auch für Minijobs. Aber was passiert mit der ausgefallenen Arbeitszeit? Müssen Arbeitgeber diese bezahlen? Was gilt, wenn Minijobber in Branchen arbeiten, in denen die Arbeit an Feiertagen nicht stillstehen kann? Wir zeigen, welche Regelungen für Minijobber gelten.

Minijobber haben die gleichen Rechte wie Vollzeitbeschäftigte

Für Minijobber gilt der Grundsatz der Gleichbehandlung. Demnach dürfen Minijobber nicht schlechter behandelt werden als vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer. Das ist im Arbeitszeitgesetz geregelt. Bedeutet: Fällt ein Arbeitstag auf einen Feiertag, müssen Minijobber wie alle anderen Beschäftigten auch, nicht zur Arbeit gehen. Ihr Verdienst wird weiter gezahlt. Wichtig: Arbeitgeber dürfen die Fortzahlung des Verdienstes an Feiertagen nicht dadurch umgehen, indem sie Minijobber die ausgefallene Arbeitszeit an einem sonst arbeitsfreien Tag vor- oder nacharbeiten lassen.

Beispiel

Minijobberin Julia arbeitet donnerstag- und freitagnachmittags in einem Supermarkt in Dortmund an der Kasse. An Fronleichnam, der in Nordrhein-Westfalen ein kirchlicher Feiertag ist und immer auf einen Donnerstag fällt, bleibt der Supermarkt geschlossen und Julia hat, wie alle anderen Beschäftigten auch, frei. Ihr Lohn muss für diesen Tag vom Supermarkt weitergezahlt werden.

So muss Arbeit an Feiertagen bezahlt werden

Nicht alle Betriebe haben an Feiertagen geschlossen. Gerade im Gaststättenbereich sind an Sonn- und Feiertagen viele Beschäftigte im Einsatz – darunter auch Minijobber -.

An einem Feiertag zu arbeiten, bedeutet oft mehr Geld im Portemonnaie. Viele Arbeitgeber zahlen an diesen Tagen sogar einen Feiertagszuschlag. Einen Anspruch auf einen Zuschlag für Feiertagsarbeit gibt es dann, wenn dieser vorher vertraglich vereinbart wurde – zum Beispiel in einem Tarifvertrag, durch eine Betriebsvereinbarung oder im Arbeitsvertrag.

Werden Minijobbern Feiertagszuschläge gezahlt, sind diese steuer- und beitragsfrei. Dies gilt jedoch nur, wenn der Stundenlohn auf dem die zusätzlichen Zuschläge berechnet werden nicht mehr als 25 Euro beträgt. Arbeitgeber müssen in diesem Fall von den Feiertagszuschlägen keine Abgaben an die Minijob-Zentrale zahlen.

Feiertagszuschläge können bis zu folgenden Höchstgrenzen steuer- und beitragsfrei gezahlt werden:

  • Feiertagsarbeit: 125 % des Stundenlohns
  • Arbeit an Heiligabend ab 14 Uhr sowie am 25., 26. Dezember und am 1. Mai: 150 % des Stundenlohns
  • Arbeit an Silvester ab 14 Uhr: 125 % des Stundenlohns

Beispiel

Minijobber Kurt arbeitet an einer Autobahnraststätte und verdient 14 Euro pro Stunde. Am Tag der Deutschen Einheit, ein gesetzlicher Feiertag, ist er von 2:00 Uhr bis 10:00 Uhr eingeteilt. Im Rahmen der Feiertagsarbeit erhält er einen Zuschlag von 125 Prozent, also 17,50 Euro pro Stunde mehr. Da sich der Zuschlag im Rahmen der Höchstgrenze befindet, ist er steuer- und beitragsfrei. Das bedeutet für den Arbeitgeber, dass vom Feiertagszuschuss keine Abgaben an die Minijob-Zentrale zu zahlen sind.

Gut zu wissen:

Steuer- und beitragsfreie Feiertagszuschläge sind für die Beurteilung der Einhaltung der monatlichen 450-Euro-Verdienstgrenze im Minijob nicht zu berücksichtigen.

Gesetze zum Nachlesen

§ 9 Arbeitszeitgesetz (ArbZG) Sonn- und Feiertagsruhe

§ 10 Arbeitszeitgesetz (ArbZG) Sonn- und Feiertagsbeschäftigung

§ 11 Arbeitszeitgesetz (ArbZG) Ausgleich für Sonn- und Feiertagsbeschäftigung

§ 2 Entgeltfortzahlungsgesetz (EntgFG) Entgeltzahlung an Feiertagen

§ 3b Einkommensteuergesetz (EStG) Steuerfreiheit von Zuschlägen für Sonntags-, Feiertags- oder Nachtarbeit

§ 1 Sozialversicherungsentgeltverordnung (SvEV) Dem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsentgelt nicht zuzurechnende Zuwendungen

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Klaudia Hünnerkopf-Kreisel
Klaudia Hünnerkopf-Kreisel
1 Monat zuvor

Ich arbeite tägl. 1,8 Std. in einer Schule . AG ist eine Reinigungsfirma . Vom 1.4.21 – 11.4.21 mußte ich unbezahlter Urlaub nehmen , da in der Schule wenig Unterricht war . Die Feiertage ( Karfreitag u. Ostermontag ) bekam ich nicht bezahlt . Der AG redet sich raus und sagt , das muss die Objektleitung klären , die sagt der AG ist dafür zuständig . Müssen mir die 2 Feiertage bezahlt werden .

Klaudi
Klaudi
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
1 Monat zuvor

Vielen Dank für die schnelle Antwort .

Birgit Arndt
Birgit Arndt
1 Monat zuvor

Hallo,
wie sieht es denn mit der Steuer- und Beitragsfreiheit im Minijob aus, wenn Samstagszuschläge gezahlt werden? Konkret 0,64Cent pro Stunde?

Birgit Arndt
Birgit Arndt
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
1 Monat zuvor

Vielen Dank für Ihre rasche, informative Antwort.

Mathias
Mathias
2 Monate zuvor

Hallo zusammen, unsere Tochter ist im Supermarkt vor Ort über eine geringfügige Beschäftigung Laut Arbeitsvertrag für 6 Stunden die Woche beschäftigt. Nicht im Arbeitsvertrag geregelt, aber von Anfang abgesprochen und so gehandhabt findet diese Beschäftigung nur samstags statt.
die Entlohnung dieser Arbeit wird durch einen monatlichen Pauschalbetrag (4,25 Arbeitstage mal 6 Stunden mal Stundenlohn) geleistet.
Kommendes Wochenende fällt nun der 1. Mai auf einen Samstag und es wird seitens des Arbeitgebers nun gefordert, dass die ausfallenden Stunden an einem anderen Wochentag vor beziehungsweise nachgeholt werden müssen.
wie sind die gesetzlichen Regelungen hierzu? Vielen Dank im Voraus für Ihre Rückmeldung.

Nina
Nina
2 Monate zuvor

Hallo,

Ich bin Studentin und arbeite nebenbei in der Pflege. Zurzeit bin ich noch familienversichtert über die GKV.
Nun verdiene ich ca. 480€, davon sind 410€ der Lohn für die Arbeitsstunden und der Rest Zuschläge für Sonntage und Nachtdienste.
Erfüllt das noch die Kriterien der Familienversicherung, oder muss ich mich dann selber versichern?

Danke im voraus.

Maria
Maria
2 Monate zuvor

Hallo,

ich bin hauptberuflich gerade in Kurzarbeit. Seit einpaar Wochen habe ich zusätzlich einen Minijob.
Wenn ich es richtig verstanden habe, zählt dort nur der „Grundlohn“ von 15€ zum 450€ Limit eines Minijobs, nicht aber die Sonn- und Feiertagszuschläge (diese liegen bei 25% bzw. 50% Aufschlag des Grundlohns), oder? Inklusive diesen kann ich auch die 450€ überschreiten, Hauptsache der „Grundlohn“ bleibt darunter,oder?

Wie verhält es sich nun zum Kurzarbeitergeld meines Hauptarbeitgebers? Ein 450€ Job bleibt ja anrechnungsfrei, aber was ist wenn ich durch die Zuschläge über 450€ komme? Wird mir dann da etwas vom Kurzarbeitergeld abgezogen oder falle ich dann in eine steuerpflichtige Beschäftigung, weil es dann nicht mehr als Minijob gilt?

Vielen Dank im Voraus für die Hilfe.

Gruß

Maria

niki
niki
5 Monate zuvor

Ich habe eine minijob basis 450 in reinigung, und am ferien habe ich nicht gearbeitet weil kindergarteb wo arbeite ich war geschlossen.

Meine frage ist ob Zahlung fur diese tage berechnet wird oder nicht ? 

Abels
Abels
6 Monate zuvor

Hallo,
ich arbeite in einer Arztpraxis in einem Minijob und Vertrag über 450 €.
Wie ist die Regelung, wenn wegen Kurzarbeit in der Woche an einem Tag keine Arbeit anfällt und ich nicht erscheinen muss?
Darüberhinaus die Frage, wenn der Chef über meinen geltenden Urlaubsanspruch in Urlaub geht und ich ebenfalls nicht Arbeiten gehen kann.
Bleibt in beiden der geschilderten Fälle mein Anspruch auf 450 € bestehen oder kann dieser reduziert werden ?

Vielen Dank für Ihre Mühe.
Anonymous

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Abels
6 Monate zuvor

Hallo,

grundsätzlich gilt: Der Arbeitgeber ist weiter zur Entgeltzahlung verpflichtet, wenn der Arbeitnehmer arbeitsfähig und arbeitsbereit ist, auch wenn die Arbeitsleistung vom Arbeitgeber nicht abgerufen wird.

Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass wir an dieser Stelle keine umfassende rechtliche Beratung vornehmen können. Die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs. In diesem Zusammenhang informieren wir zu allgemeinen Fragen zum Thema Arbeitsrecht.

Zu arbeitsrechtlichen Fragen informiert das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Anonym
Anonym
6 Monate zuvor

Hallo,
ich haben einen Minijob bei einem Arzt und einen Vertrag, dass ich an 3 festgelegten Tagen in der Woche arbeite.
Habe ich auch Anspruch auf die vereinbarten 450 €, wenn an einen oder 2 Tagen in der Woche wegen Kurzarbeit meine Tätigkeit ausfällt?

Wie ist die Situation weiter, wenn der Chef über meinen bestehenden Urlaubsanspruch noch zusätzlich Urlaub nimmt und die Praxis geschlossen wird.

Vielen Dank für die Bemühungen.
Herzlichen Dank
Anonymous

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Anonym
6 Monate zuvor

Hallo,

grundsätzlich gilt: Der Arbeitgeber ist weiter zur Entgeltzahlung verpflichtet, wenn der Arbeitnehmer arbeitsfähig und arbeitsbereit ist, auch wenn die Arbeitsleistung vom Arbeitgeber nicht abgerufen wird.

Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass wir an dieser Stelle keine umfassende rechtliche Beratung vornehmen können. Die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs. In diesem Zusammenhang informieren wir zu allgemeinen Fragen zum Thema Arbeitsrecht.

Zu arbeitsrechtlichen Fragen informiert das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Uli
Uli
7 Monate zuvor

Hallo,

Sie schreiben:
“Steuer- und beitragsfreie Feiertagszuschläge sind für die Beurteilung der Einhaltung der monatlichen 450-Euro-Verdienstgrenze im Minijob nicht zu berücksichtigen.”
Gilt dies nur für Feiertagszuschläge? Oder auch für Sonntags- und Nachtzuschläge?

Danke für Ihre Antwort.

Uli
Uli
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
5 Monate zuvor

Hallo, danke für die Info. Wissen Sie , ob diese steuerfreien Zuschläge dann auch so bei der Berechnung der Familienversicherung behandelt werden, d.h. nicht berücksichtigt werden müssen bei der EInkomemnsgrenze.

Rosi
Rosi
9 Monate zuvor

Hallo, ich arbeite in einem Minijob. Immer Montag, Dienstag und Donnerstag Nachmittag. Was ist wenn der Heiligabend so wie dieses Jahr auf einen Donnerstag fällt, ebenso Silvester. Wie bekomme ich das vergütet. An diesem Tag wird dort in der Firma nicht gearbeitet. Die Mitarbeiter müssen alle einen halben Tag Urlaub nehmen. Was wird mit mir? Vormittag arbeiten kann ich nicht, da ich da in meinem Hauptjob tätig bin.

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Rosi
9 Monate zuvor

Hallo Rosi,

für Minijobber gilt der Grundsatz der Gleichbehandlung. Demnach dürfen Minijobber nicht schlechter behandelt werden als vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer. Das ist im Arbeitszeitgesetz geregelt. Bedeutet: Fällt ein Arbeitstag auf einen Feiertag, müssen Minijobber wie alle anderen Beschäftigten auch, nicht zur Arbeit gehen. Ihr Verdienst wird weiter gezahlt. Wichtig: Arbeitgeber dürfen die Fortzahlung des Verdienstes an Feiertagen nicht dadurch umgehen, indem sie Minijobber die ausgefallene Arbeitszeit an einem sonst arbeitsfreien Tag vor- oder nacharbeiten lassen.

Beim Heiligabend bzw. Silvester handelt es sich nicht um gesetzliche Feiertage, somit müssten Sie wie Ihre versicherungspflichtigen Kollegen Urlaub für diese beiden Tage beantragen.

Abschließend empfehlen wir Ihnen, sich mit arbeitsrechtlichen Fragen an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zu wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Christopher Seidel
Christopher Seidel
10 Monate zuvor

Super geschriebener und informativer Artikel :-). Eine sehr gute Aufstellung. In diesen Blog werde ich mich noch richtig einlesen ?

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Christopher Seidel
10 Monate zuvor

Hallo Christopher,

vielen Dank. Freut uns sehr, dass Ihnen unser Blog gefällt und dass wir Sie als neuen Leser begrüßen zu dürfen.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Birgit Vieth
Birgit Vieth
1 Jahr zuvor

Hallo,
Ich arbeite in einem 450€ Job und habe einen Vertrag. In diesem steht… Einsatz nach Bedarf…im Vertrag steht also kein genauer Tag, wann ich arbeiten muss. Es ist aber mit mir mündlich vereinbart worden, das ich Dienstags und Donnerstags kommen soll. Wie ist das nun mit der Bezahlung am Feiertag ? Steht mir das Geld zu oder kann sich der Arbeitgeber so rausreden, das er z. B. sagt diesen Donnerstag brauche ich Sie nicht, kommen Sie bitte Mittwoch.
Viele Feiertage sind ja gerade zur Zeit Donnerstags.. Bisher habe ich nie den ausgefallenen Tag vergütet bekommen.

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Birgit Vieth
1 Jahr zuvor

Hallo Birgit,

ein Anspruch des Arbeitnehmers auf Feiertagsbezahlung besteht immer dann, wenn der Feiertag die alleinige Ursache für den Arbeitsausfall gewesen ist. Wurde keine Regelung zu Ihren Wochenarbeitstagen getroffen, betrachtet man in der Regel den Durchschnitt der Vergangenheit. Wurde in der Vergangenheit an dem Wochentag, auf den der Feiertag fällt immer gearbeitet, soll eine Vermutung für einen Arbeitsausfall am Feiertag sprechen.

Wir bitten jedoch um Ihr Verständnis, dass wir Sie zu arbeitsrechtlichen Einzelanfragen im Detail nicht beraten können. Als Minijob-Zentrale erteilen wir lediglich allgemeine Auskünfte zum Thema Arbeitsrecht. Für eine individuelle Beratung zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Anonym
Anonym
1 Jahr zuvor

Alles klar das macht Sinn ! Und was ist mit dem 2. Teil meiner Frage ? Was wäre wenn die verinbarten Wochenstunden bereits vor dem Feiertag in der Woche voll geleistet wurden ???

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Anonym
1 Jahr zuvor

Wir bitten Sie zu berücksichtigen, dass wir ein Sozialversicherungsträger sind und unsere Kernkompetenz somit im Bereich des Sozialversicherungsrechts liegt. Ihr Anliegen betrifft aber das Arbeitsrecht. Unsere Auskünfte zum Arbeitsrecht beschränken sich nur darauf, über die gesetzlichen Regelungen zu informieren, nicht hingegen hierzu zu beraten oder vorzugeben, wie diese in der Praxis umzusetzen sind.

Wir empfehlen Ihnen, sich mit Ihrer Frage an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zu wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Anonym
Anonym
1 Jahr zuvor

Hallo,

ich arbeite als Minnijobberin immer Montags 2 1/2 Stunden in einem Haushalt, allerdings ohne schriftlichen Vertag. Steht mir trotzdem die Bezahlung zu, wenn Montags ein Feiertag ist? Und wie ist es mit Urlaubsanspruch?

mit freundlichen Grüßen
Conny

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Anonym
1 Jahr zuvor

Hallo Conny,

für Minijobber gilt der Grundsatz der Gleichbehandlung. Demnach dürfen Minijobber nicht schlechter behandelt werden als vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer. Das ist im Arbeitszeitgesetz geregelt. Bedeutet: Fällt ein Arbeitstag auf einen Feiertag, müssen Minijobber wie alle anderen Beschäftigten auch, nicht zur Arbeit gehen. Ihr Verdienst wird weiter gezahlt. Wichtig: Arbeitgeber dürfen die Fortzahlung des Verdienstes an Feiertagen nicht dadurch umgehen, indem sie Minijobber die ausgefallene Arbeitszeit an einem sonst arbeitsfreien Tag vor- oder nacharbeiten lassen.

Minijobber haben auch ein gesetzliches Recht auf bezahlten Urlaub. Vielleicht interessiert Sie in diesem Zusammenhang auch unser Blogbeitrag “Urlaub bei Minijobs: Hierauf kommt es an”: http://t1p.de/Blogbeitrag-Urlaub-bei-Minijobs

Die Höhe des Urlaubsentgelts richtet sich nach dem durchschnittlichen Gehalt des Arbeitnehmers in den letzten 13 Wochen vor Beginn seines Urlaubs.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Anonym
Anonym
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
1 Jahr zuvor

Na aber was ist wenn keine feste Arbeitszeitregelung besteht ??? Und vor allem ist interessant was passiert wenn die Wochenstunden schon geleistet wurden ? Muss dann trotzdem der Feiertag gezahlt werden ? Bitte etwas ausführlichen Antworten um Licht ins dunkle zu bringen ! Danke

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Anonym
1 Jahr zuvor

Hallo,

wurden arbeitsvertraglich keine genauen Wochenarbeitstage festgelegt, kann in diesem Fall der Arbeitgeber anordnen, dass die Arbeitszeit an einem anderen Tag erbracht wird. Ist hingegen genau festgelegt, an welchen Tagen der Arbeitnehmer arbeitet und fällt auf einen dieser Tage ein Feiertag, dann ist die Arbeitsleistung nicht nachzuholen.

Wird keine Regelung getroffen, kann man eine Durchschnittsbetrachtung der Vergangenheit vornehmen. Wurde in der Vergangenheit an dem Wochentag, auf den der Feiertag fällt, häufig gearbeitet, kann dies für einen Arbeitsausfall am Feiertag sprechen. Diese Vermutung hätte der Arbeitgeber zu widerlegen.

Für weitere Fragen empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Anonym
Anonym
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
1 Jahr zuvor

Alles klar das macht Sinn ! Und was ist mit dem 2. Teil meiner Frage ? Was wäre wenn die verinbarten Wochenstunden bereits vor dem Feiertag in der Woche voll geleistet wurden ???

Max
Max
1 Jahr zuvor

Hallo,

ich arbeite 2 Tage in einer Woche bei einer Firma und kann mir die 2 tage flexible einteilen . Ich bestimme selbst wann ich also zur Arbeit komme.Kann ich mir meine 2 Arbetstage auf gestzeliche Feiertage legen,so dass ich nicht arbeiten muss und trotzdem bezahlt werde ? :))

Danke für eure Antwort

Lg, Max

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Reply to  Max
1 Jahr zuvor

Hallo Max,

Ihr Arbeitgeber muss Ihnen als Minijobber auch für die Arbeitszeit, die infolge eines gesetzlichen Feiertages ausfällt, das Arbeitsentgelt zahlen, das Sie ohne den Arbeitsausfall erhalten hätten.

Sie haben dann einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung für Feiertage, wenn der Feiertag auf einen Tag fällt, an dem Sie sonst regelmäßig zur Arbeitsleistung verpflichtet sind. Wurden arbeitsvertraglich keine genauen Wochenarbeitstage festgelegt, kann in diesem Fall Ihr Arbeitgeber anordnen, dass Sie Ihre Arbeitszeit an einen anderen Tagen erbringen. Ist hingegen genau festgelegt, an welchen Tagen Sie arbeiten und fällt auf einen dieser Tage ein Feiertag, dann ist die Arbeitsleistung nicht nachzuholen.

Abschließend empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden.
Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Lisa
Lisa
1 Jahr zuvor

Hallo,

ich habe neben meinem Hauptjob noch einen 450€ Job bei einer Bürofirma, die es mir auch ermöglicht an Feiertagen, Sonntags und auch Nachts zu arbeiten.
Dazu gesagt sein sollte, dass ich dies auch bevorzuge und wenn möglich gerne mache, da ich durch die Zuschläge sehr viel mehr Geld erhalte.
Es werden stetig die Regeln des Arbeitszeitgesetzes beachtet und ich muss erwähnen, dass ich dazu nicht verdonnert werde oder sonstiges.
Sondern eher mehr möchte als man dürfte, da ich auf meine Weltreise hin spare.
Jetzt ist die Frage ob ich proaktiv auf meinen Chef zu gehen könnte und Ihm vorzuschlage, dass ich bei jeder Gelegenheit, die es mir zeitlich möglich ist.

Also alle Sonntags-, Feiertags- und Nachtzuschläge mitnehmen könnte, sodass meine Arbeit keine zusätzlichen Kosten für meinen Chef bedeuten. ( solange ich stetig im Bereich der steuerfreien Zuschläge bleibe).

Wäre ja somit eine Win-Win-Win Situation, ich bekäme mehr Geld bleibe beim Höchstverdienst von max.450 € monatlich und mein Chef hat keine zusätzlichen Kosten und trotzdem kann wöchentlich viel mehr geschafft werden, weil sich keiner für die Zeiten der Arbeit freiwillig meldet außer ich.

Ich hoffe das war alles Verständlich

Vielen Dank im Voraus für die Hilfe

L.G

Lisa

dieminijobzentrale
dieminijobzentrale
Editor
Reply to  Lisa
1 Jahr zuvor

Hallo Lisa,

laufende Zulagen, Zuschläge, Zuschüsse oder ähnliche Einnahmen, die zusätzlich zu Löhnen und Gehältern gewährt werden, sind dann nicht dem Arbeitsentgelt zuzurechnen, wenn sie lohnsteuerfrei sind. Sie unterliegen damit auch nicht der Beitragspflicht zur Sozialversicherung und sind dem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsentgelt auch nicht zuzurechnen.

Zuschläge für tatsächlich geleistete Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit sind jedoch Arbeitsentgelt und somit beitragspflichtig, wenn das Arbeitsentgelt, auf dem sie berechnet werden, mehr als 25 Euro für jede Stunde beträgt.

Sofern Sie also einen Stundenlohn bis zu 25 Euro erzielen und die Nachtarbeit auch tatsächlich leisten, zählen die Zuschläge nicht zum Arbeitsentgelt.

Ausnahme: Tarifvertraglich zustehende Feiertagszuschläge, die für entgangenen Freitzeitausgleich gewährt werden, zählen zum Verdienst und wirken sich deshalb auch auf den Minijob aus.

Nachtarbeit

Die wichtigsten Nachtarbeitsbestimmungen sind im Arbeitszeitgesetz (ArbZG) geregelt. Das Arbeitszeitgesetz regelt die zulässige Arbeitszeitgestaltung. Neben Mindestruhepausen, Arbeitsruhe und der Anzahl der täglichen Arbeitsstunden behandelt es auch Sonn-, Feiertags- und Nachtzuschläge. Nachtarbeit ist dabei die Zeit von 23.00 Uhr bis 6.00 Uhr. Für Bäcker und Konditoreien die Zeit von 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr.
Ein Nachtzuschlag wird ab 23 Uhr gezahlt, für Bäcker ab 22 Uhr. Allerdings berechtigt noch nicht jede Arbeitsstunde, die in diesen Zeitraum fällt, einen Anspruch auf Nachtzuschlag. Um Zuschläge für Nachtarbeit zu erhalten, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
• Von der täglichen Arbeitszeit müssen mindesten zwei Stunden in den gesetzlich festgelegten Zeitraum der Nachtzeit fallen.
• Der Nachtarbeitnehmer verrichtet entweder mindestens 48 Tage im Kalenderjahr Nachtarbeit oder er leistet regelmäßig Nachtarbeit in Wechselschicht.
Die Nacht- bzw. Schichtarbeit und der Nachtzuschlag werden im § 6 der ArbZG behandelt. Arbeitnehmer können für Nachtarbeit in der Regel einen Nachtzuschlag nach § 6 Abs. 5 ArbZG verlangen. Außerdem können sich Ansprüche auf Zuschläge aus dem Arbeitsvertrag, einem Tarifvertrag oder einer Betriebsvereinbarung ergeben. Dieses wäre mit Ihrem Arbeitgeber entsprechend zu klären.

Abschließend empfehlen wir Ihnen eine Beratung beim Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit- und Soziales zum Thema Arbeitsrecht. Das Bürgertelefon erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Anke
Anke
1 Jahr zuvor

Ich möchte einen Studenten für die Nachhilfe von Schülern als Minijobber einstellen. Natürlich bezahle ich ihn an gesetzlichen Feiertagen. Was aber mache ich in den Schulferien, wenn für ihn keine Arbeit vorhanden ist? Kann ich seine regelmäßigen Arbeitszeiten vertraglich auf die Schulzeit einschränken?

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Anke
1 Jahr zuvor

Hallo Anke,

mit dem Arbeitsvertrag stellt der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber gegen Bezahlung seine Arbeitskraft zur Verfügung. Gibt es keine Arbeit, ist das das Problem des Arbeitgebers. Er trägt das rechtliche und finanzielle Risiko, keine Verwendung für die Arbeitsleistung des Arbeitnehmers zu haben. Dann befindet er sich im Annahmeverzug und muss den Lohn ohne Gegenleistung zahlen.

Damit Sie als Arbeitgeber flexibel auf anfallende Arbeitsmengen reagieren können, besteht auch im Minijob grundsätzlich die Möglichkeit ein Arbeitszeitkonto zu führen. Sie vereinbaren mit Ihrem Minijobber ein festes monatliches Arbeitsentgelt und berücksichtigen dabei die Verdienstgrenze von 5.400 Euro im Jahr. Ihr Minijobber muss dafür eine bestimmte Gesamtstundenanzahl leisten – beispielsweise 540 Stunden bei 10 Euro Stundenlohn – ohne Einmalzahlungen. Diese Stunden können Sie flexibel auf die einzelnen Monate verteilen. Falls erforderlich, können Sie Ihren Minijobber sogar bis zu drei Monate ganz von seiner Arbeitsleistung freistellen. Ausführliche Informationen zu diesem Thema finden Sie unter folgendem Link: http://t1p.de/MJZE-flexible-Arbeitszeitregelungen

Selbstverständlich sind auch im Minijob befristete Arbeitsverträge möglich. Wir bitten jedoch um Ihr Verständnis, dass wir Sie zu diesen arbeitsrechtlichen Einzelanfragen im Detail nicht beraten können. Für eine individuelle Beratung zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Anke
Anke
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
1 Jahr zuvor

Herzlichen Dank für die hilfreiche Antwort!

Cinda
Cinda
1 Jahr zuvor

Ich arbeite nun schon seid 12 Jahren auf 450 € in einem Betrieb und habe in den 12 Jahren keinen Urlaub, Feiertag oder Krankentag bezahlt bekommen. Habe mehrfach versucht die Chefin von meinen Rechten zu überzeugen, sie hat es aber immer ignoriert. Dieses Jahr habe ich dann einen Beitrag von der Minijob-Zentrale ausgedruckt und auf meine Rechte bestanden. Sie können sich vorstellen, das ich nicht der Mitarbeiter des Monats war. Danach hatte ich einiges auszuhalten, meine Tage in dem Betrieb sind wohl auch gezählt. Ich habe Glück das so schnell kein Ersatz für mich zu finden ist. Ich muss jedoch jede Lohnabrechnung reklamieren und regelrecht um mein Geld betteln. Warum gibt es keine Kontrolle in Betrieben mit Minijobber?

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Cinda
1 Jahr zuvor

Hallo Cinda,

die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs.

Uns, der Minijob-Zentrale ist es ein großes Anliegen unsere Kunden, zum Beispiel Arbeitgeber und Arbeitnehmer, über Ihre Rechte und Pflichten zu informieren. Insbesondere zum Arbeitsrecht erhalten wir sehr viele Anfragen, die wir gewissenhaft beantworten.

Die Beziehungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber werden durch das Arbeitsrecht geregelt. Im Individual-Arbeitsrecht werden Arbeitsbedingungen geklärt. Dazu gehören zum Beispiel Urlaubsregelungen, Arbeitszeit, Kündigungsfristen, Entgeltfortzahlung. Da das Arbeitsrecht ein Individualrecht ist, kann es behördlich nicht geregelt werden. Das heißt, Sie müssen Ihre Ansprüche bei Ihrem zuständigen Arbeitsgericht selbst durchsetzen.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Uwe
Uwe
1 Jahr zuvor

Guten Tag,

meine Ehefrau arbeitet im Gesundheitswesen (Krankenhaus/Ambulatorium). Sie arbeitet in der Regel nur an einem Tag der Woche. Und zu 98% arbeitet sie an einem Montag. Sie wird über Ihren Dienstplan aber nie an einem Ostermontag und Pfingstmontag eingeplant und macht daher an solchen Tagen Minusstunden. Das Ambulatorium arbeite an solchen Tagen grundsätzlich nicht. Ihre Vollzeitkollegen erhalten vollen Lohnausgleich; meine Frau erhält für diesen Tag nur rd. 2 Stunden gutgeschrieben.

Das kann doch nicht richtig sein, oder?

Viele Grüße

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Uwe
1 Jahr zuvor

Hallo Uwe,

für Minijobber gilt der Grundsatz der Gleichbehandlung. So dürfen Minijobber nicht schlechter behandelt werden als vergleichbare vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer.
Dies gilt im Arbeitsverhältnis für alle Maßnahmen und Vereinbarungen, die der Arbeitgeber mit dem Minijobber trifft. Arbeitgeber müssen dem Minijobber auch für die Arbeitszeit, die infolge eines gesetzlichen Feiertages ausfällt, das Arbeitsentgelt zahlen, das er ohne den Arbeitsausfall erhalten hätte.
Der Minijobber hat dann einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung für Feiertage, wenn der Feiertag auf einen Tag fällt, an dem er sonst regelmäßig zur Arbeitsleistung verpflichtet ist. Der Arbeitgeber darf die Fortzahlung von Entgelt für Feiertage nicht dadurch umgehen, dass die ausgefallene Arbeitszeit an einem sonst arbeitsfreien Tag vor- oder nacharbeitet werden muss.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Günter W. Albrecht
Günter W. Albrecht
2 Jahre zuvor

Leider lassen sich die evtl. für einzelne Mandanten wichtigen Artikel nicht drucken;
nicht jeder Kleinbetrieb ist am Internet oder Frake von diesem.

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Günter W. Albrecht
2 Jahre zuvor

Sehr geehrter Herr Albrecht,

am Ende unseres Blog-Beitrags haben Sie verschiedene Symbole (Facebook, Twitter, WhatsApp, E-Mail, Drucken, Rebloggen und Gefällt mir), anhand derer Sie den Artikel teilen oder ausdrucken können.

Sollte dies in Ausnahmefällen nicht funktionieren, kann das an individuellen Einstellungen liegen. Probieren Sie es in diesem Fall bitte über einen anderen Internet-Browser.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Anonym
Anonym
2 Jahre zuvor

Hallo, ich arbeite als Küchenhilfe und muss somit auch an dem ein oder anderen Feiertag arbeiten, bekomme dafür dann auch einen kleinen Feiertagszuschlag was soweit alles Ok ist nur wie sieht das mit dem Ersatzruhetag aus? Gibt es den für jeden gearbeiteten Feiertag oder nur für bestimmt und wird oder sollte dieser Ersatzruhetag dann bezahlt werden?
Freu mich auf Antwort!

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Anonym
2 Jahre zuvor

Hallo,

der vorgeschriebene Ersatzruhetag für die Arbeit an einem Wochenfeiertag kann an jedem Werktag und damit auch an einem arbeitsfreien Samstag oder einem schichtplanmäßig freien sonstigen Werktag gewährt werden. Arbeitnehmer können keine bezahlte Freistellung an einem üblichen Beschäftigungstag verlangen. Diese Auslegung entspricht dem Zweck des Arbeitszeitgesetz, dass dabei von einer 6-Tage-Woche ausgeht. Es dient in erster Linie dem Gesundheitsschutz und soll sicherstellen, dass Arbeitnehmer innerhalb des 7-Tage-Zeitraumes regelmäßig mindestens einen Ruhetag haben. Die Vorschrift soll damit lediglich das gesetzliche Minimum an arbeitsfreien Tagen sicherstellen.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Anonym
Anonym
2 Jahre zuvor

Wenn ein/e Minijobber/in imHaushalt nicht immer am gleichen Tag arbeitet – gilt dann auch das Feiertagsrecht – wenn sie gerade in dieser Woche auf diesen fällt

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Anonym
2 Jahre zuvor

Hallo,

als Arbeitgeber müssen Sie Ihrem Minijobber auch für die Arbeitszeit, die infolge eines gesetzlichen Feiertages ausfällt, das Arbeitsentgelt zahlen, das dieser ohne den Arbeitsausfall erhalten hätte.

Minijobber haben dann einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung für Feiertage, wenn der Feiertag auf einen Tag fällt, an dem dieser sonst regelmäßig zur Arbeitsleistung verpflichtet ist. Wurden arbeitsvertraglich keine genauen Wochenarbeitstage festgelegt, kann in diesem Fall der Arbeitgeber anordnen, dass die Arbeitszeit an einen anderen Tagen erbracht werden muss. Ist hingegen genau festgelegt, an welchen Tagen Ihr Minijobber arbeitet und fällt auf einen dieser Tage ein Feiertag, dann ist die Arbeitsleistung nicht nachzuholen.

Wird keine Regelung getroffen, kann man eine Durchschnittsbetrachtung der Vergangenheit vornehmen. Wurde in der Vergangenheit an dem Wochentag, auf den der Feiertag fällt, häufig gearbeitet, kann dies für einen Arbeitsausfall am Feiertag sprechen. Diese Vermutung hätte Sie als Arbeitgeber zu widerlegen.

Abschließend empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden.
Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

Ines
Ines
2 Jahre zuvor

Was ich jetzt in diesem Beitrag nicht verstanden habe ist :
Wenn ich sonntags und/oder Feiertags arbeite,bekomme ich dann einen Zuschlag auf den Stundenlohn oder nicht ?
Habe ich ,auch ohne einen Arbeitsvertrag ,rechtlich einen Anspruch drauf ?

Anonym
Anonym
Reply to  Ines
2 Jahre zuvor

“Einen Anspruch auf einen Zuschlag für Feiertagsarbeit gibt es dann, wenn dieser vorher vertraglich vereinbart wurde – zum Beispiel in einem Tarifvertrag, durch eine Betriebsvereinbarung oder im Arbeitsvertrag.”

So steht es oben im Beitrag.

Team der Minijob-Zentrale
Team der Minijob-Zentrale
Reply to  Ines
2 Jahre zuvor

Hallo Ines,

Minijobber dürfen nicht schlechter behandelt werden als vergleichbare vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer. Dies gilt für alle Maßnahmen des Arbeitgebers und Vereinbarungen, die zwischen dem Arbeitgeber und Minijobber getroffen werden. Eine Ausnahme ist nur möglich, wenn sachliche Gründe für eine Ungleichbehandlung vorliegen. Dazu können beispielsweise Arbeitsleistung, Qualifikation, Berufserfahrung und unterschiedliche Arbeitsplatzanforderungen gehören.

Der Arbeitgeber hat dem Minijobber auch für die Arbeitszeit, die infolge eines gesetzlichen Feiertages ausfällt, das Arbeitsentgelt zu zahlen, das er ohne den Arbeitsausfall erhalten hätte. Die Fortzahlung von Entgelt für Feiertage darf nicht dadurch umgangen werden, dass der Arbeitnehmer die ausgefallene Arbeitszeit an einem anderen Tag vor- oder nacharbeitet.

In bestimmten Branchen ist es jedoch üblich, dass auch an Feiertagen und Sonntagen gearbeitet wird. Welche Branchen dies betrifft, ist im Arbeitszeitgesetz geregelt. Fällt die Arbeitszeit infolge eines Feiertages aus, besteht der Anspruch auf Fortzahlung des Verdienstes. Jedoch besteht kein gesetzlicher Anspruch auf die Zahlung eines Feiertags- bzw. Sonntagszuschlages. Ein Anspruch kann sich jedoch aus dem Arbeitsvertrag, aufgrund eines Tarifvertrages oder durch betriebliche Übung ergeben. Werden so zum Beispiel vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmern Ihres Arbeitgebers üblicherweise Feiertags- und Sonntagszuschläge gewährt, so dürfen Minijobber ohne sachlichen Grund nach dem oben beschriebenen Gleichbehandlungsgrundsatz nicht schlechter gestellt werden. Entscheidend ist, auf welcher Grundlage die vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer Ihres Arbeitgebers einen Feiertags- bzw. Sonntagszuschlag erhalten.

Abschließend empfehlen wir Ihnen eine Beratung beim Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit- und Soziales zum Thema Arbeitsrecht. Das Bürgertelefon erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004.
Freundliche Grüße

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale