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Minijob neben der Altersvollrente: Höhere Hinzuverdienstgrenze auch in 2022

Rentner können sich mit einem 450-Euro-Minijob etwas hinzuverdienen, ohne dass die Rente gekürzt wird. Geht der Hinzuverdienst über einen 450-Euro-Minijob hinaus, kann es jedoch zur Kürzung der Rente kommen. Bereits 2020 und 2021 wurde die Hinzuverdienstgrenze wegen der Corona-Pandemie erhöht und auch 2022 ist ein höherer Hinzuverdienst als bisher möglich. Was das für Altersvollrentner bedeutet, erklären wir Ihnen hier.

Gut zu wissen: Eine Altersrente kann bis zum Ablauf des Monats des Erreichens der Regelaltersgrenze als Vollrente oder als Teilrente in Anspruch genommen werden. Altersteilrentner dürfen mehr hinzuverdienen als Altersvollrentner. Nähere Informationen zur Differenzierung von Voll- und Teilrente finden Sie auf der Internetseite der Deutschen Rentenversicherung

Vor Erreichen der Regelaltersgrenze sind Hinzuverdienstgrenzen zu beachten

Altersvollrentner, welche die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht haben, müssen bei der Ausübung einer Beschäftigung eine Hinzuverdienstgrenze beachten. Die Regelaltersgrenze wurde für die Geburtsjahrgänge 1947 bis 1963 stufenweise von 65 auf 67 Jahre angehoben. Für Geburtsjahrgänge ab 1964 gilt die Regelaltersgrenze von 67 Jahren.

Die Hinzuverdienstgrenze regelt, wie viel ein Rentner vor Erreichen seiner Regelaltersgrenze hinzuverdienen darf. Wird dieser Wert überschritten, kann die Rente gekürzt werden oder ganz wegfallen. Ein 450-Euro-Minijob neben der Altersvollrente ist allerdings immer möglich, ohne dass dieser auf die Rente angerechnet wird.

Im Jahr 2022 ist ein höherer Hinzuverdienst für Altersvollrentner möglich

Die jährliche Hinzuverdienstgrenze für Altersvollrentner vor Erreichen der Regelaltersgrenze beläuft sich grundsätzlich auf 6.300 Euro pro Kalenderjahr. Im Jahr 2022 kann der Hinzuverdienst nun bis zu 46.060 betragen, ohne dass die Altersrente gekürzt wird. Bereits im Jahr 2021 war ein Hinzuverdienst bis zu dieser Höhe möglich, im Jahr 2020 konnten statt 6.300 Euro bis zu 44.590 Euro hinzuverdient werden.

Damit reagiert der Gesetzgeber auf die Personalengpässe in der Corona-Krise und erleichtert die Weiterarbeit oder Wiederaufnahme einer Beschäftigung nach Renteneintritt. 

Für Minijobs gilt weiterhin die jährliche Verdienstgrenze von 5.400 Euro

Auch wenn Altersvollrentner vor Vollendung der Regelaltersgrenze im Jahr 2022 bis zu 46.060 Euro hinzuverdienen dürfen, gilt für einen 450-Euro-Minijob weiterhin die Verdienstgrenze von 5.400 Euro für einen Beschäftigungszeitraum von 12 Kalendermonaten. Wird diese kalenderjährliche Hinzuverdienstgrenze überschritten, liegt in der Regel kein 450-Euro-Minijob mehr vor. Die Beschäftigung wäre dann sozialversicherungspflichtig und nicht bei der Minijob-Zentrale, sondern bei der zuständigen gesetzlichen Krankenkasse zu melden.

Hinweis
Übersteigt das jährliche Einkommen eines Minijobbers 5.400 Euro, weil der Verdienst in einzelnen Monaten höher ist als geplant, kann weiterhin ein Minijob vorliegen, wenn der höhere Verdienst gelegentlich und nicht vorhersehbar gezahlt wird. Dies ist grundsätzlich bis zu drei Mal innerhalb eines Zwölf-Monats-Zeitraumes möglich. In unserem Blogbeitrag „Schwankender Verdienst im Minijob – Worauf Arbeitgeber achten müssen“ erklären wir, wann trotz Überschreiten der Verdienstgrenze weiterhin ein Minijob vorliegt.

Keine Verdienstbeschränkung bei kurzfristigen Minijobs

Bei kurzfristigen Beschäftigungen gibt es keine Verdienstbeschränkungen. Demnach kann ein Altersvollrentner im Jahr 2022 mit einem kurzfristigen Minijob den vollen Freibetrag ausschöpfen und einen Betrag bis zu 46.060 Euro verdienen, ohne Sozialabgaben zu zahlen und eine Kürzung seiner Rente befürchten zu müssen.
Ein kurzfristiger Minijob liegt jedoch nur vor, wenn die Beschäftigung nicht berufsmäßig ausgeübt wird, was bei Altersvollrentnern aber in der Regel verneint wird. Bei der Frage, ob eine Beschäftigung berufsmäßig ausgeübt wird, hilft unser Blogbeitrag „Kurzfristige Minijobs – berufsmäßig oder nicht?“.

Nach Erreichen der Regelaltersgrenze können Rentner unbegrenzt hinzuverdienen

Die Hinzuverdienstgrenze ist letztmalig bis zum Ablauf des Kalendermonats zu beachten, in dem der Rentner seine Regelaltersgrenze erreicht. Ab dem Folgemonat kann er einen unbegrenzten Betrag hinzuverdienen, ohne Auswirkungen auf die Höhe seiner Rente befürchten zu müssen.
Wie genau die Hinzuverdienstregelungen für Rentner aussehen, darüber informiert die Deutsche Rentenversicherung in ihrer Broschüre „Altersrentner: So viel können Sie hinzuverdienen“.

Hinweis:
Die Auskunfts- und Beratungsstellen der gesetzlichen Rentenversicherung informieren Sie umfassend und individuell rund um die Regelungen zum Thema Rente und die Anrechnung des Minijobs.

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Karin Kraschewski
Karin Kraschewski
23 Tage zuvor

Mein Mann hat einen 440 Euro Job. Nun könnte er im Nov-Dez einen anderen Job ganztags ausüben. Geht das als kurzfristige Beschäftigung oder muss er normal angemeldet werden.

Er ist Seit Sept 2021 in Rente für besonders langjährige Versicherte, Jahrgang 1957.

Vielen Dank für Ihre Antwort im voraus.

Eva
Eva
27 Tage zuvor

Ich beziehe demnächst die vorgezogene Altersrente für langjährig Versicherte ohne Abzüge. Wenn ich eine Minijob ausübe, ist es da von Vorteil wenn ich dafür noch Rentenbeiträge abführe. Meine Regelaltersrente bekomme ich 2025

Sandra
Sandra
1 Monat zuvor

Frage zum Zuverdienst in der Rente. Wem steht der Zuverdienst nach Steuer etc. zu? Nur demjenigen Ehepartner, der ihn erwirtschaftet hat? Hier gibt es keinen ehelichen Zugewinn? Die Ehefrau, die früher die Kinder erzogen hat, und dem Mann so eine Berufstätigkeit ermöglicht hat ohne Unterbrechung, sie ist und bleibt die Dumme?

Martina
Martina
1 Monat zuvor

Liebes Team der Mini-Jobzentrale,
meine Mutter möchte neben ihrer Rente einen Mini-Job ausüben. Soweit ich weiß, ist man über einen Mini-Job nicht Krankenversichert. Greift dann ihre Renten KV und sie hat keine weiteren Abgaben, da Mini Job steuerfrei ist? Besten Dank im Voraus. Liebe Grüße, Martina

Uwe
Uwe
1 Monat zuvor

Hallo!
Folgendes Szenario! Bin selber Rentner in der Altersrente. meine Ehefrau bezieht ALG 2 von ca. 200 € als Hilfe zum Lebensunterhalt. Was passiert, wenn ich einen Minijob annehme? Wird ALG 2 und Minijob verrechnet?
Schöne Grüße Uwe

kare
kare
1 Monat zuvor

Hallo,

kann ich als Altersvollrentner mit einem Minijob von konstant 200 € monatlich noch einen zweiten Minijob mit 200 € annehmen? Bleiben beide Minijobs dann SV-Frei, weil ich ja unter 450 € bleibe?

DAnke!

Reiner
Reiner
2 Monate zuvor

Hallo liebes Team der Minijob Zentrale,
ich bin Altersrentner und habe zwei Minijobs, die zusammen mehr als 450,00€ monatlich ergeben. Ist es richtig , dass beide Jobs mit Steuerklasse 4 über die Krankenkasse -und nicht einer über die Knappschaft- abgerechnet wird? Ich bedanke mich im Voraus für eine baldige Antwort.
Freundliche Grüße
Reiner

Jürgen
Jürgen
2 Monate zuvor

Hallo, meine Schwägerin ist in Rente, bekommt zusätzlich eine Hinterbliebenenrente, hat sie dann mit einer Minderung der Rente zu rechnen wenn sie einen Minijob annimmt? Muss sie Sozialabgaben zahlen?

Elke
Elke
2 Monate zuvor

Ich bin mit einem Minijob gemeldet und erhalte 300€ pro Monat. Kann ich in den übrigen 11 Monaten mehr als 450€/Monat verdienen und die Grenze von 5.400€/Jahr nicht überschreiten? Oder wird dies dann nicht mehr als Minijob gezählt?

Weinhardt
Weinhardt
3 Monate zuvor

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin Rentner, 71 Jahre alt und habe einen Minijob von konstant 400 € monatlich. Es soll jetzt ein zweiter Minijob von ca 300 € monatlich dazu kommen. Was muss ich da beachten. Was wird Steuer- und Sozialversicherungspflichtig? Ich danke für eine schnelle Antwort.
Freundliche Grüße

Thorsten
Thorsten
3 Monate zuvor

Wie sieht es mit der Rente bei einem Minijob nach Renteneintritt und Auszahlung aus? Erhöht sich die Rentenauszahlung durch den Minijob auch durch die Rentenkasse? Auch dann, wenn keine Zuzahlung geleistet wurde?

Rainer
Rainer
3 Monate zuvor

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin seit 2009 als Selbständiger von der Sozialversicherungspflicht befreit, bin aber freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert. Die Rente wird über eine Rürup-Police abgesichert. Zum 1.1.23 beziehe meine gesetzliche Rente aus den Beitragszeiten von vor 2009. Ich will ab dem 1.1.23 einen 450 €-Minijob annehmen. Gilt dann weiterhin die Befreiung von der Sozialversicherungspflicht, d.h. mein Arbeitgeber braucht keine Abgaben zu entrichten und ich muss auch keine zusätzlichen Krankenkassenbeiträge entrichten?

Rainer
Rainer
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
3 Monate zuvor

vielen Dank für die schnelle Antwort.

Nachfrage zu den Rentenbeiträgen im 2 Absatz der Antwort. Da ich am 1.1.23 die Regelsaltersgrenze erreicht habe (geb. im Jan 57) werden also keine Rentenbeiträge fällig?

Wolfgang Tautges
Wolfgang Tautges
3 Monate zuvor

Hallo,
ich bekomme eine Rente aus Luxemburg und habe keine sonstigen Einkünfte in Deutschland. Auch mache keine Deutsche Einkommens Erklärung.
Wie ist die Regelung wenn ich in Deutschland einen Minijob annehmen würde?

Gruß

Matthias Fritzsche
Matthias Fritzsche
4 Monate zuvor

Guten Tag, mein Anliegen ist Folgendes. Ich bin Vollrentner ( Knappschaft) seit dem 01.11.2018, 66 Jahre alt. Seit 2019 arbeite in einem Minijob bei der DP AG. Ich kann jährlich 6300,00 EUR steuerfrei hinzuverdienen, komme aber nie auf diese Hinzuverdienstgrenze. so auch nicht zu einer Rentenkürzung. Der Rentenversicherer hat dies auch bisher in meinen Rentenbescheiden bescheinigt. Seit 2021 wurde ich nun dort in die Lst.klasse VI eingestuft und muss Lohnsteuerbeiträge zahlen. (2021 – 343,21 €) Dagegen bin ich in Einspruch gegangen und forderte die Zahlung zu Gunsten von mir ein. Das wiederum wurde abgelehnt. Dagegen fordern diese von meinem Rentenversicherer ( wörtlich: “der dortigen Minijobzentrale”) eine Prüfung und Entscheidung per Bescheid über meine Versicherungspflicht nach § 28h, Abs..2 SGB iV. Ich frage mich, was das soll. Damit habe ich als Rentner überhaupt nichts gemein. Wie kann ich denen erklären, dass ich als Rentner keine Steuern auf die monatlichen Abrechnungen zu zahlen habe.
Schon in 2019 und 2020 wurden mtl. Pauschalsteuern nach § 40a(2)EstG abgezogen. Ist dies auch richtig ? Ich wäre für eine schnelle Antwort dankbar. Mit freundlichen Grüßen Matthias F.

Jens
Jens
4 Monate zuvor

Ich hätte da noch eine andere Frage zum gleichen Thema. Wie sieht es denn mit Steuern aus auf die 450€. Ich zahle ja für meine Rente STeuern . werden die 450 € monatlich auch besteuert. ?

karlinse
karlinse
4 Monate zuvor

Es ist zwar schön und gut, wenn der Gesetzgeber einen Zusatzverdienst der Vollrentner über die Rente hinaus ermöglicht, aber wie sieht es mit den Sozialabgaben aus? Der Rentner kann seine Rente durch einen Minijob nicht mehr erhöhen; werden vom ihm oder vom Arbeitgeber trotzallem Sozialabgaben gezogen? Es wäre hilfreich hierzu Klarheit zu erhalten.