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Minijob neben der Altersvollrente: Neue Hinzuverdienstgrenze 2021

Rentner können sich mit einem 450-Euro-Minijob etwas hinzuverdienen, ohne dass die Rente gekürzt wird. Geht der Hinzuverdienst über einen 450-Euro-Minijob hinaus, kann es jedoch zur Kürzung der Rente kommen. Bereits im Jahr 2020 wurde die Hinzuverdienstgrenze wegen der Corona-Pandemie erhöht und auch 2021 ist ein höherer Hinzuverdienst als bisher möglich. Was das für Altersvollrentner bedeutet, erklären wir Ihnen hier.

Gut zu wissen: Eine Altersrente kann bis zum Ablauf des Monats des Erreichens der Regelaltersgrenze als Vollrente oder als Teilrente in Anspruch genommen werden. Altersteilrentner dürfen mehr hinzuverdienen als Altersvollrentner. Nähere Informationen zur Differenzierung von Voll- und Teilrente finden Sie auf der Internetseite der Deutschen Rentenversicherung

Vor Erreichen der Regelaltersgrenze sind Hinzuverdienstgrenzen zu beachten

Altersvollrentner, welche die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht haben, müssen bei der Ausübung einer Beschäftigung eine Hinzuverdienstgrenze beachten. Die Regelaltersgrenze wurde für die Geburtsjahrgänge 1947 bis 1963 stufenweise von 65 auf 67 Jahre angehoben. Für Geburtsjahrgänge ab 1964 gilt die Regelaltersgrenze von 67 Jahren.

Die Hinzuverdienstgrenze regelt, wie viel ein Rentner vor Erreichen seiner Regelaltersgrenze hinzuverdienen darf. Wird dieser Wert überschritten, kann die Rente gekürzt werden oder ganz wegfallen. Ein 450-Euro-Minijob neben der Altersvollrente ist allerdings immer möglich, ohne dass dieser auf die Rente angerechnet wird.

Im Jahr 2021 ist ein höherer Hinzuverdienst für Altersvollrentner möglich

Die jährliche Hinzuverdienstgrenze für Altersvollrentner vor Erreichen der Regelaltersgrenze beläuft sich grundsätzlich auf 6.300 Euro pro Kalenderjahr. Während im Jahr 2020 statt 6.300 Euro bis zu 44.590 Euro hinzuverdient werden konnten, ohne dass die Altersrente gekürzt wurde, kann der Hinzuverdienst nun bis zu 46.060 Euro betragen. Dies wurde vom Gesetzgeber mit dem Sozialschutz-Paket beschlossen, um in der Corona-Krise die Weiterarbeit oder Wiederaufnahme einer Beschäftigung nach Renteneintritt zu erleichtern.

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Für Minijobs gilt weiterhin die jährliche Verdienstgrenze von 5.400 Euro

Auch wenn Altersvollrentner vor Vollendung der Regelaltersgrenze im Jahr 2021 bis zu 46.060 Euro hinzuverdienen dürfen, gilt für einen 450-Euro-Minijob weiterhin die Verdienstgrenze von 5.400 Euro für einen Beschäftigungszeitraum von 12 Kalendermonaten. Wird diese kalenderjährliche Hinzuverdienstgrenze überschritten, liegt in der Regel kein 450-Euro-Minijob mehr vor. Die Beschäftigung wäre dann sozialversicherungspflichtig und nicht bei der Minijob-Zentrale, sondern bei der zuständigen gesetzlichen Krankenkasse zu melden.

Hinweis
Übersteigt das jährliche Einkommen eines Minijobbers 5.400 Euro, weil der Verdienst in einzelnen Monaten höher ist als geplant, kann weiterhin ein Minijob vorliegen, wenn der höhere Verdienst gelegentlich und nicht vorhersehbar gezahlt wird. Dies ist grundsätzlich bis zu drei Mal innerhalb eines Zwölf-Monats-Zeitraumes möglich. In unserem Blogbeitrag „Schwankender Verdienst im Minijob – Worauf Arbeitgeber achten müssen“ erklären wir, wann trotz Überschreiten der Verdienstgrenze weiterhin ein Minijob vorliegt.

Keine Verdienstbeschränkung bei kurzfristigen Minijobs

Bei kurzfristigen Beschäftigungen gibt es keine Verdienstbeschränkungen. Demnach kann ein Altersvollrentner im Jahr 2021 mit einem kurzfristigen Minijob den vollen Freibetrag ausschöpfen und einen Betrag bis zu 46.060 Euro verdienen, ohne Sozialabgaben zu zahlen und eine Kürzung seiner Rente befürchten zu müssen.
Ein kurzfristiger Minijob liegt jedoch nur vor, wenn die Beschäftigung nicht berufsmäßig ausgeübt wird, was bei Altersvollrentnern aber in der Regel verneint wird. Bei der Frage, ob eine Beschäftigung berufsmäßig ausgeübt wird, hilft unser Blogbeitrag „Kurzfristige Minijobs – berufsmäßig oder nicht?“.

Nach Erreichen der Regelaltersgrenze können Rentner unbegrenzt hinzuverdienen

Die Hinzuverdienstgrenze ist letztmalig bis zum Ablauf des Kalendermonats zu beachten, in dem der Rentner seine Regelaltersgrenze erreicht. Ab dem Folgemonat kann er einen unbegrenzten Betrag hinzuverdienen, ohne Auswirkungen auf die Höhe seiner Rente befürchten zu müssen.
Wie genau die Hinzuverdienstregelungen für Rentner aussehen, darüber informiert die Deutsche Rentenversicherung in ihrer Broschüre „Altersrentner: So viel können Sie hinzuverdienen“.

Hinweis:
Die Auskunfts- und Beratungsstellen der gesetzlichen Rentenversicherung informieren Sie umfassend und individuell rund um die Regelungen zum Thema Rente und die Anrechnung des Minijobs.

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Margret Lichtner
Margret Lichtner
3 Monate zuvor

Mitarbeiterin ist bis zum 30.4.21 “normal” im sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis. Ab 01.05.21 geht sie in die Rente (Vollrente). Sie möchte weiterhin am 01.05.21 auf Minijob-Basis arbeiten. Wieviel darf sie verdienen? 5.400 Eur oder 6.300 Eur? Und, wenn sie mehr als die 450 Eur/Monat verdienen darf, wie wird das bei der Bundesknappschaft gemeldet?

Marianne Vollmann
Marianne Vollmann
3 Monate zuvor

Muss ich bei einem Vollrentner auch die Rentenversicherung bezahlten als Arbeitgeber?
Wie komme ich zur Betriebsnummer?
Wie kann ich diesen Rentner der monatlich 100 Euro erhalten soll anmelden und abbuchen lassen?
Bei Schnee wird es mehr werden , je nach Bedarf. Wie ist hier vorzugehen. Es ist so schlecht beschrieben und gibt keine Tel. Auskunft, so dass man hilflos hier steht. Langsam tut mir meine Zeit leid. Diese Erfolgslosigkeit zermürbt. Kein Wunder dass die Schwarzarbeit überhand nimmt in unserem schönen Land.

Angelika Thaler-Jung
Angelika Thaler-Jung
4 Monate zuvor

Dieser Artikel ist ja nur verwirrend. Als Arbeitgeber bin ich einigermaßen mit den Zahlen vertraut, hier aber den Punkt Steuern gar nicht anzusprechen ist ein großes Versäumnis. Ob jetzt die Steuerfreigrenze des Vollrentner-Minijobbers von 5400.- € jährlich auf 6300.-€ jährlich erhöht wurde, ist nach diesem Artikel immer noch unklar. Leider hat der Kollege recht. Dieses Thema ist kompliziert genug, da kann sich eine Bundesknappschaft nicht noch solche unklaren Aussagen leisten. Wer schreibt eigentlich diese ungenauen Berichte?

Jürgen Prochnow
Jürgen Prochnow
Reply to  Team der Minijob-Zentrale
3 Monate zuvor

Hallo Frau Thaler – Jung.

Der Artikel ist mehr als verwirrend. Ich gebe Ihnen recht, hier sollten nur fundamentierte Themen veröffentlicht werden.

Putzfee
Putzfee
Reply to  Jürgen Prochnow
3 Monate zuvor

Hallo,
vielleicht denke ich zu simpel.
Aber für mich hat der Artikel 3 Kernaussagen
1. Minijobber dürfen nur einen Hinzuverdienst von 5400 Euro jährlich haben
2. Sind sie Altersrentner, gibt es bei den unterschiedlichen Arten, also Voll- oder Teilrente und vor oder nach Erreichen der Regelaltersgrenze unterschiedliche Hinzuverdienstgrenzen
3. Die Hinzuverdienstgrenze für Altersvollrentner vor dem Erreichen der Regelaltersgrenze ist im Jahr 2021 ausnahmsweise (wegen Corona) wesentlich höher als 6300 Euro.
Oder habe ICH das falsch verstanden?

Katrin
Katrin
4 Monate zuvor

“Altersteilrentner dürfen mehr hinzuverdienen als Altersvollrentner” Dieser Satz verwirrt die Leute doch total. Da fehlt dann noch – vor erreichen der Regelaltersrente. Das Thema ist schon kompliziert genug, da sollte man sich exakt ausdrücken. Das Problem dabei ist, dass viele glauben, sie könnten mit ihrem Minijob mehr als 4.500,00 € verdienen und verweisen uns “Fachleute” regelmäßig auf die Seite der Minijobzentrale. Das muss hier deutlicher zum Ausdruck gebracht werden. Der nicht mit dieser Materie vertraute Bürger versteht das alles nicht mehr.

Gerhard Haas
Gerhard Haas
4 Monate zuvor

Dieser Blogartikel ist mir zu oberflächlich verfasst.
Es wäre hilfreich gewesen, wenn erwähnt werden würde, daß Vollrentner, bei einem höheren Verdienst als den genannten € 5.400,–/6.300,– zusätzlich auch noch Steuern auf den Verdienst zu zahlen sind. Deshalb lohnt es sich meistens nicht, darüber hinausgehend zu verdienen. Gemeint ist z. B. ein “Midijob”.
Hier sollte man sich vorher bei einer/einem Steuerberater/in informieren.

Daniel Hübner
Daniel Hübner
Reply to  Gerhard Haas
4 Monate zuvor

@Gerhard Haas: Immerhin wird im Artikel ja schon darauf hingewiesen, dass bei Überschreitung der 5400 Euro im Jahr die Beschäftigung sozialversicherungspflichtig wird. Daraus resultiert dann die Steuerpflicht. (Übrigens sind auch bereits Minijobs steuerpflichtig. Man bekommt es als Arbeitnehmer meist nur nicht mit, weil die Arbeitgeber die pauschale Besteuerung nutzen.)

Gerhard Haas
Gerhard Haas
Reply to  Daniel Hübner
4 Monate zuvor

Das war mir schon klar! Auch daß für einen € 450,– Minijob, pauschal ca. € 150,– durch den Arbeitgeber abzuführen sind, ist mir bekannt.