Corona: Unbürokratische Hilfe für Minijob-Arbeitgeber bei Zahlungsrückständen

Die COVID-19-Pandemie erfasst zunehmend alle Lebensbereiche in Deutschland. Für viele Arbeitgeber wird es zusehends schwierig, die liquiden Mittel für die Zahlung der Abgaben für ihre Beschäftigten aufzubringen. Die Sozialversicherungsbeiträge für den Beschäftigungsmonat März 2020 sind am Freitag, den 27. März 2020, in ihrer voraussichtlichen Höhe fällig.

Der nachfolgende Beitrag richtet sich an Arbeitgeber, die die fälligen Beiträge im Lastschriftverfahren von ihrem Bankkonto einziehen lassen.

So läuft der Lastschrifteinzug

Auf Grund gesetzlicher Vorgaben dürfen wir den Lastschrifteinzug nicht aussetzen. Viele Arbeitgeber haben uns auf ihre schwierige Liquiditätslage hingewiesen und bereits einen Zahlungsaufschub beantragt. Bei Arbeitgebern, deren Stundungsanträge uns nicht mehr rechtzeitig erreichen konnten, ziehen wir die fälligen Beiträge von der hinterlegten Bankverbindung am 27. März 2020 ein.

So helfen wir bei Rücklastschriften

Sofern das Kontoguthaben nicht ausreicht, um die Lastschrift auszuführen, kommt es regelmäßig zu einer Rücklastschrift.

Soweit es zu Rücklastschriften kommt, beenden wir das Lastschriftverfahren. Wenn der Zahlungsverzug andauert, erhalten betroffene Arbeitgeber ab dem Beginn des Monats April 2020 von uns eine Mitteilung die auch einen Hinweis auf eine denkbare Stundung beinhaltet.

Von der Pandemie betroffene Arbeitgeber brauchen sich also nicht zu sorgen. Wir gehen angemessen mit der aktuellen Ausnahmesituation um. Sind Sie von der Pandemie betroffen, können Sie eine Stundung beantragen.

Wir werden betroffenen Arbeitgebern unbürokratisch Zahlungsaufschübe oder Ratenzahlungen einräumen. Dies betrifft sowohl Arbeitgeber, die bereits eine Stundung der Beitragszahlung beantragt haben, als auch die, die sich erst nach Erhalt der Zahlungsaufforderung mit uns in Verbindung setzen.

Weitere Informationen zum Thema Corona und Minijobs finden Sie im folgenden Blogbeitrag: Coronavirus und Minijob – Ihre Fragen an uns

Sie erreichen uns über das Kontaktformular auf unserer Internetseite.

5 Kommentare zu “Corona: Unbürokratische Hilfe für Minijob-Arbeitgeber bei Zahlungsrückständen

  1. Mein Lebensgefährte ist Ordner bei Borussia durch die Krise ist momentan nichts zutun. nur sehr wenig . Es sind Ordner schon Jahre da und bekommen keinen Dienst es werden aber neue Leute eingestellt und bekommen sofort Dienst . Frage ist das rechtens bei einem Minischob

    • Hallo Heidemari,

      grundsätzlich ist der Arbeitgeber weiter zur Entgeltzahlung verpflichtet, wenn der Arbeitnehmer arbeitsfähig und arbeitsbereit ist, auch wenn die Arbeitsleistung vom Arbeitgeber nicht abgerufen wird. In welchem Umfang das geschieht, richtet sich nach den arbeitsvertraglichen Vereinbarungen, welche Ihr Lebensgefährte mit seinem Arbeitgeber geschlossen hat.

      Wir empfehlen Ihnen, sich mit dieser arbeitsrechtlichen Fragen an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) zu wenden. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat das BMAS auch einen Fragen- und Antwortenkatalog https://t1p.de/FAQ-BMASzu arbeitsrechtlichen Fragen veröffentlicht.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

        • Der Arbeitgeber hat ei
          nen neuen Mitarbeiter ab 1 April eingestellt ist das rechtens

        • Hallo Heidemari,

          wir bitten zu berücksichtigen, dass wir ein Sozialversicherungsträger sind und unsere Kernkompetenz somit im Bereich des Sozialversicherungsrechts liegt. Ihre Anliegen betrifft das Arbeitsrecht, hierzu berät Sie Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.
          Freundliche Grüße
          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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