Coronavirus und Minijob – Ihre Fragen an uns

Das Coronavirus ist zu einem bestimmenden Thema für uns alle geworden und beeinflusst immer mehr den Arbeitsalltag. Minijobber und Minijob-Arbeitgeber sind von den Auswirkungen gleichermaßen betroffen.

Mit der Ausbreitung des Coronavirus erreichen uns täglich verschiedene Fragen, die sich auf Beschäftigungen im Minijob beziehen.

Ihre Fragen und Antworten zu Corona und Minijob haben wir zusammengefasst:

Mein Minijobber ist an dem Coronavirus nachweislich erkrankt. Kann ich als Arbeitgeber einen Erstattungsantrag als Ausgleich für Aufwendungen der Lohnfortzahlung stellen?

Im Fall der Arbeitsunfähigkeit Ihres Minijobbers zahlen Sie als Arbeitgeber den regelmäßigen Verdienst für den Zeitraum von bis zu sechs Wochen weiter. Dies gilt auch bei einer nachgewiesenen Corona-Erkrankung. Wenn Sie am Umlageverfahren für die U1 (Aufwendungen bei Krankheit) teilnehmen,  können Sie eine Erstattung im Krankheitsfall des Minijobbers geltend machen. Hierzu stellen Sie einen Antrag bei unserer Arbeitgeberversicherung.

Mein Minijobber wurde unter Quarantäne gestellt, da in seinem häuslichen Umfeld eine Corona-Infektion aufgetreten ist. Zahle ich als Arbeitgeber den Verdienst weiter?

Ist Ihr Minijobber nicht selbst erkrankt, jedoch unter Quarantäne gestellt, findet das Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz – IfSG) Anwendung. Sie zahlen dem Minijobber für sechs Wochen den Verdienst weiter und beantragen die Erstattung der Kosten bei der zuständigen Gesundheitsbehörde des Bundeslandes.

Gleiches gilt übrigens auch, wenn Quarantänemaßnahmen für Kontaktpersonen eines in der Firma erkrankten Minijobbers angeordnet werden.

Weitere Informationen haben die Spitzenorganisationen der Sozialversicherung in einem gemeinsamen Besprechungsergebnis festgehalten.

Meine Firma lebt vom Publikumsverkehr. Daher lasse ich nun aufgrund der Verbreitung des Coronavirus vorsorglich meine Geschäftsräume mehrmals am Tag reinigen. Durch den erhöhten Aufwand bei der Reinigung überschreitet der Verdienst meines Minijobbers nunmehr die 450 Euro Grenze. Handelt es sich bei der Reinigung noch um einen Minijob?

Wenn der Jahresverdienst eines Minijobbers 5.400 Euro übersteigt, liegt nicht automatisch eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vor. Ein Minijob bleibt auch dann bestehen, sofern die Verdienstgrenze gelegentlich und nicht vorhersehbar überschritten wird. Gelegentlich bedeutet: Nicht mehr als 3 Kalendermonate innerhalb eines Zeitjahres. Unvorhersehbar heißt: Nicht im Voraus vereinbart. Die Höhe des Verdienstes spielt bei der Überschreitung keine Rolle. Eine betragsmäßige Obergrenze für das dreimalige Überschreiten gibt es nicht.

Der erhöhte Reinigungsbedarf war nicht vorhersehbar. Wenn dadurch für maximal 3 Monate innerhalb des maßgebenden 12-Monats-Zeitraums ein höherer Verdienst als vorgesehen gezahlt wird, handelt es sich um ein gelegentliches Überschreiten der Entgeltgrenze, das unschädlich für den Minijob ist. Der 12-Monats-Zeitraum endet immer mit dem Ende des Entgeltabrechnungsmonats, in dem ein unvorhersehbares Überschreiten vorliegt und beginnt 12 Monate vorher. Somit verläuft beispielsweise die Frist für den Monat März 2020 vom 1. April 2019 bis 31. März 2020. Innerhalb dieses Zeitraums darf ein unvorhersehbares Überschreiten bis zum 3-mal vorliegen.

Weitere Informationen finden Sie hierzu in unserem Blogbeitrag „Schwankender Verdienst im Minijob – Worauf Arbeitgeber achten müssen!“.

Gelten auch für Minijobber die Regelungen zum Kurzarbeitergeld, die aufgrund des am 13. März 2020 im Bundesgesetzblatt veröffentlichten „Gesetzes zur befristeten krisenbedingten Verbesserung der Regelungen für das Kurzarbeitergeld“ eingeführt worden sind?

Die im oben genannten Gesetz vorgesehenen vereinfachten Bedingungen für die Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld gelten nur für die Fälle, für die ein Grundanspruch auf Kurzarbeitergeld gegeben ist. Hierzu zählen nur Arbeitnehmer, die versicherungspflichtig in der Arbeitslosenversicherung sind. Minijobber erhalten kein Kurzarbeitergeld, weil sie arbeitslosenversicherungsfrei sind.

Wenn ich Probleme habe, meine Minijob-Abgaben rechtzeitig zu zahlen, weil der ganze Betrieb wegen Corona ruht, gelten für diesen Fall besondere Regelungen in der Sozialversicherung?

Ja, es gelten besondere Regelungen in der Sozialversicherung. Die Zahlungsschwierigkeiten werden in diesem Fall durch ein sogenanntes unabwendbares Ereignis verursacht. Die Einzugsstellen zeigen sich kulant und verzichten auf die üblichen Gebühren für verspätete Beitragszahlungen. So werden beispielsweise keine Stundungszinsen berechnet oder es werden Säumniszuschläge bzw. Mahngebühren auf Antrag erlassen.

Bitte beachten: Die Minijob-Zentrale kann nicht erkennen, ob bei Ihnen -aktuell durch Corona- ein unabwendbares Ereignis vorliegt, was Sie an der rechtzeitigen Zahlung der Abgaben hindert. Die Prozesse bei der Minijob-Zentrale zur Feststellung der rechtzeitigen Beitragszahlung durch den Arbeitgeber sind elektronisch gesteuert. Für nicht rechtzeitig gezahlte Abgaben werden – ohne Zutun eines Mitarbeiters – systemseitig Säumniszuschläge erhoben. Darüber hinaus werden ausstehende Beiträge gemahnt und Mahngebühren festgesetzt. Wenn Sie uns als Arbeitgeber einen Hinweis auf Ihre Situation geben, werden wir Sie von diesen Maßnahmen ausnehmen.

Fragen zu den arbeitsrechtlichen Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus beantwortet auch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales in einem Fragen- und Antwortenkatalog.

Anmerkung:

Liebe Leserinnen und Leser unseres Blogs,

soweit es uns möglich ist, beantworten wir gerne alle Ihre Fragen. Unser Beitrag „Coronavirus und Minijob“ wird zum Anlass genommen, uns Fragen zum Arbeitsrecht zu stellen. Erlauben Sie uns in diesem Zusammenhang den Hinweis, dass wir ein Sozialversicherungsträger sind und unsere Kernkompetenz somit im Bereich des Sozialversicherungsrechts liegt.

Wir haben alle Fragen zum Sozialversicherungsrecht in dem Blog-Artikel aufgegriffen. Arbeitsrechtlich haben wir nur die Möglichkeit über gesetzliche Regelungen zu informieren. Wir dürfen weder zu diesen Themen beraten noch Hinweise über die praktische Umsetzung geben.

In diesem Sinn verstehen Sie bitte auch unsere Ausführungen.

Eine in den Kommentaren viel diskutierte Frage dreht sich darum, wie Arbeitgeber und ihre Minijobber abgesichert sind, wenn der Betrieb behördlich angeordnet geschlossen wird und eine Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz nicht gegeben ist? Darauf antwortet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales wie folgt:

„Im Hinblick auf die Entgeltfortzahlung gilt, dass der Arbeitgeber grundsätzlich weiter zur Entgeltzahlung verpflichtet bleibt, wenn die Arbeitnehmer arbeitsfähig und arbeitsbereit sind, aber er sie aus Gründen nicht beschäftigen kann, die in seiner betrieblichen Sphäre liegen (sog. Betriebsrisikolehre, § 615 Satz 3 BGB). Dazu würden etwa Fälle zählen, in denen es aufgrund von COVID-19-Erkrankungen zu erheblichen Personalausfällen oder Versorgungsengpässen käme, in deren Folge der Arbeitgeber die Betriebstätigkeit vorübergehend einstellen würde. Die Arbeitnehmer behalten also in diesen Fällen ihren Entgeltanspruch, auch wenn sie nicht arbeiten können.

Hinweis: Für diese Konstellationen, in denen weder Arbeitgeber noch Arbeitnehmer den Arbeitsausfall zu vertreten haben, können einzel- oder kollektivvertragliche Vereinbarungen Abweichendes regeln.“

Im Ergebnis bedeutet dies, dass ein Minijobber auch bei einer Betriebsschließung weiterhin Anspruch auf Zahlung seines Verdienstes hat. Wie der Arbeitgeber aber unterstützt wird, um diese Kosten zu decken, darauf geben die gesetzlichen Regelungen unseres Erachtens derzeit keine Antwort. „Kurzarbeit“ anzumelden, ist für den Betrieb zumindest für die Minijobber auch keine Lösung, weil diese Arbeitnehmer nach der geltenden Rechtslage keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld haben.

Wir informieren über unseren Blog, wenn wir neue Erkenntnisse in dieser Angelegenheit haben.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat aufgrund der Corona-Krise ein Service- und Infopaket auf seiner Internetseite zusammengestellt.

312 Kommentare zu “Coronavirus und Minijob – Ihre Fragen an uns

  1. Hallo,
    ich bin seit 2 Jahren Rentner (63-iger Regelung) und arbeite als Badeaufsicht und Rettungsschwimmer in einem Hotel-Schwimmbad mit Außenpool; auf 450 €-Basis, ohne schriftlichen Vertrag. Wenn Bedarf da ist werde ich eingesetzt. Dann gilt ein Tages(arbeits)vertrag. Die Minijobregelung besagt 5.400 € im Jahr. Das Hotel hat jetzt 6 Wochen geschlossen. Kann ich da meinen finanz. Ausfall in anderen Monaten nacharbeiten bis die 5.400 € – Grenze erreicht ist ?
    Ist es auch möglich bei meinem Job im Sommer (Hochsaison) die 5.400 € zu erarbeiten. Im Herbst und Winter ist dann nicht viel zu holen. Die 5.400 € pro Jahr stehen fest, kann man die auch in 5 oder 6 Monaten erarbeiten ohne Sozialabgaben und Steuern ?

    Mit freundlichen Grüßen

    Manfred

  2. Moin…
    Ich habe einen 450€ Job, den ich auch nach wie vor ausüben. Nun ist die Situation so, das ich dem Spargelbauern in unserem Dorf gerne helfen würde, da sein Stammpersonal wohl nicht kommt. Kann ich mich dort ebenfalls auf 450€ Basis abmelden, ohne irgendwelche finanziellen Nachteile zu haben?

  3. Hallo….. ich arbeite Vollzeit in der Pflege und als Nebenjob im intensiven stationären Bereich 450,-…. es ist auch alles offiziell angemeldet….. meine Frage:… darf mein Hauptarbeitgeber mir diese Nebentätigkeit verbieten aus Angst der Verbreitung / Infizierung des Coronaviruses?

  4. Wie sieht es aus Wenn man, wie ich, vollerwerbsminderungsberentet ist und derzeit
    aus Prävention vom 450EUR Job daheim bleibt.(Stelle im Haushalt bei einem wildhändler)
    Ich bekomme nur meine Erwerbsminderungsrente und benötige mein Einkommen aus dem Minijob.
    Vielen Dank

  5. Ich habe folgendes Problem ich habe einen 450 Euro Job ich reinige dort Ferienwohnungen nun gibt es dort nichts mehr zu tun auf Gund von Corona wie sieht es denn jetzt mit der Bezahlung aus bekommen wirjetzt ein Geld mehr g Conny

  6. Sehr geehrte Damen und Herren
    in diesem Blog wiederholen Sie häufig Ihren Hinweis auf die eventuellen Antworten des Bürgertelefons des BMAS.
    Wäre es nicht ein besonderer Service, wenn Sie eine ev.. Stellungnahme des BMAS zu den immer wiederkehrenden Fragen Ihrer Klientel auf dem „kleinen Dienstweg“ vom BMAS selbst erfragen und anstatt Ihres immer wiederholten Textbausteines verwenden würden?
    Das erspart Frustration und Warten auf immer besetzte Telefon-Leitungen. Oder verlinken Sie doch bitte zu relevanten Antworten in der Q&A-Sektion des BMAS.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ernst P.

  7. Ich habe eine Putzhilfe in meinem Privathaushalt beschäftigt, kann ich diese während der Coronakrise weiterbeschäftigen? Meine Frau ist schwerbehindert und wir sind älteren Datums. Den Mindestabstand von 1,5 m lässt sich einhalten.

  8. Hallo,
    haben die Bonuszahlungen, die in Kürze von z.B. LIDl an die Angestellten in Form von Gutscheinen ausgegeben werden, einen Einfluss auf die Einkommensgrenze von 450-Euro-Minijobs, wenn dadurch der Jahresverdienst eines Minijobbers 5.400 Euro übersteigt? Steigt mit dieser Form der Bonuszahlung auch automatisch der Monats- bzw. Jahresverdienst?
    Viele Grüße

  9. Was kann ich tun? Ich bin seit 12 Jahren in einem Minijob auf 450 Euro-Basis im Homeoffice beschäftigt. Jetzt hat mir mein Chef ohne Begründung einfach kein Gehalt überwiesen und sperrt sich gegen eine Erklärung. Ich habe Kollegen in der Praxis angerufen, die mir mitteilten, dass sie Kurzarbeit ab den 1. April hätten. Kann mir mein Chef einfach das Gehalt einfrieren? Ich habe nichts schriftlich erhalten.

  10. Hallo liebes Team,ich arbeite als Friseuse auf 450 Euro ,meine Chefin möchte alle ausgefallene Stunden nacharbeiten lassen, ist das rechtlich

  11. Hallo,

    leider gab es noch keine Antwort auf die Frage von Lea. Mir stellt sich nämlich die gleiche Frage und viele meiner Kommilitonen auch. Wir müssen dringend dazu verdienen und wissen nicht ob das im Moment möglich ist. ( sei es geringfügig oder kurzfristige Beschäftigung.)
    Für Infos wären wir alle dankbar.

    Liebe Grüße
    Yannick

    Lea schrieb:
    Guten Tag,
    ich bin Studentin und arbeite nebenher auf Minijobbasis in der Gastronomie. Da ich aufgrund der derzeitigen Situation keine Möglichkeit habe als Kellnerin Geld zu verdienen, habe ich darüber nachgedacht, mir einen Job als Erntehelferin zu suchen.
    Mir stellt sich nun die Frage, ob ich meinen Gastro-Minijob kündigen muss, um einen kurzfristigen Minijob als Erntehelferin ausüben zu können, oder ob ich diesen weiterlaufen kann.
    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen, im Voraus schon mal vielen Dank dafür.
    Viele Grüße,
    Lea.

  12. Guten Tag,

    ich bin Studentin und arbeite nebenher auf Minijobbasis in der Gastronomie. Da ich aufgrund der derzeitigen Situation keine Möglichkeit habe als Kellnerin Geld zu verdienen, habe ich darüber nachgedacht, mir einen Job als Erntehelferin zu suchen.

    Mir stellt sich nun die Frage, ob ich meinen Gastro-Minijob kündigen muss, um einen kurzfristigen Minijob als Erntehelferin ausüben zu können, oder ob ich diesen weiterlaufen kann.

    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen, im Voraus schon mal vielen Dank dafür.

    Viele Grüße,
    Lea.

  13. Meine Situation: Ich bin bzw. war für 2 Minijobs als Putzkraft in der Gastronomie (unterhalb der 450,-Euro Grenze) beschäftigt. Meine Chefs haben für mich (aufgrund Covid-2) vergeblich versucht einen Antrag für Kurzarbeitergeld zu beantragen.
    Meine Frage wäre: -muß ich beim Jobcenter irgend ein Antrag stellen, damit der Ausfall meiner Einnahmen auf die Leistung meiner Arbeitslosenhilfe(SGB II) entsprechend aufgestockt wird?

  14. ich habe einen minijob in der gastro und würde jetzt in den einzelhandel wechseln übergangsweise. würde dieser mir angerechnet.

  15. Hallo, ich Arbeite seit 2Jahren in einem Reisebüro als Reinigungskraft im Vertrag stehen 11 stunden in der Woche, nun hat der Arbeitgeber meine Stunden einfach halbiert, er meinte er ist im Recht. Kann er das wirklich so einfach? Ja das Geschäft ist zu aber dafür kann ich doch nichts. Was kann ich tun?

  16. Sehr geehrte Damen und Herren. Ich übe einen Minijob aus als Bürokraft. Aktuell ist der Fall, dass mein Mann noch voll arbeitet und ich deswegen die Kinderbetreuung übernehmen muss. Im Moment baue ich ein paar wenige Überstunden ab, aber die sind jetzt auch aufgebraucht, so dass ich im April dann kein Geld mehr bekomme, weil ich wegen der Kinder nicht arbeiten kann. Wir sind auf meinen Minijob angewiesen. Die Kita Gebühren laufen ja aktuell auch noch weiter.

    Gibt es da Irgendwie schon eine Lösung ? Für die einen gibt es Kurzarbeit, bei anderen fällt der Kita Beitrag weg ..

    Mit freundlichen Grüßen

    Yvonne

  17. Ich habe eine Frage. Bekomme ich als Minijobber im Krankheitsfall Lohnfortzahlung, wenn in meiner Firma Kurzarbeit angeordnet ist?

  18. Guten Tag.
    Unsere Minijob-Haushaltshilfe hat ihren Hauptjob in einem Seniorenheim (Pflege). Ihr Arbeitgeber hat nun (bis auf weiteres) alle Nebenbeschäftigungen für die Mitarbeiter untersagt, um die Ansteckungsgefahr zu reduzieren. Ob es eine Vorgabe von Gesundheitsamt oder einer anderen Behörde ist, kann ich aktuell nicht sagen.
    Welche Möglichkeiten haben wir? Zählt es als Quarantäne (d.h. wir zahlen ihr das Geld weiter und bekommen es später erstattet)?
    Oder haben wir nur die Möglichkeit den Minijob-Arbeitsvertrag einvernehmlich aufzulösen?
    Vielen Dank.

  19. Habe einem Minijobber vor behördlicher Schliessung und auch nicht wegen Corona gekündigt. Er war auf Basis Maimalstunden nach betr. Erforderniss beschäftigt
    Jetzt lies er sich krankschreiben und will Regelarbeitszeit nach U1 haben.
    Ich habe aber gar keine Arbeit für ihn.
    Muss ich trotzdem bezahlen ?

  20. Ich habe einen Minijob auf 450 € Basis. Aufgrund der Corona Situation und das ich 71 Jahre alt bin, also mich zu den gefährdeten Personen zähle muss ich zu hause bleiben. Muss mein Arbeitgeber mein Gehalt weiter zahlen???

  21. Hallo,

    ich werde ab dem ersten April bei meinem Hauptarbeitgeber in Kurzarbeit gehen (0 Stunden), habe aber bereits seit einigen Monaten einen Nebenjob bei einem Lebensmitteleinzelhändler, der mich, wenn er könnte, jetzt wie eine Teilzeit beschäftigen würde (20 statt 8 Stunden). Dass ich die Verdienstgrenze überschreiten darf, habe ich so weit verstanden, nur wie sieht es dort mit der Anrechnung auf das Kurzarbeitergeld aus? Gibt es dafür überhaupt keinen Deckelbetrag? Hier wurde ja auch im Bezug auf Nebenjobs eine Änderung erlassen. Kann mir dazu jemand etwas sagen? Weder BMAS noch BA konnten mir weiterhelfen.

  22. In Bayern mussten, so die Anordnung der bayerischen Regierung, am 21.03.2020 auch alle Bau- & Gartenmärkte schließen. Wie sieht es hier mit den geringfügig Beschäftigten aus die bis max. 450.–€ im Monat verdienen und die nicht versicherungspflichtig sind, sondern der Arbeitgeber die pauschale Abgaben (ca. 30%) zur KV, RV und Lohnsteur leistet, erhalten jene Kurzarbeitergeld?
    Gerne erwarte ich Ihre Antwort

    • Guten Tag,

      Minijobber haben zum momentanen Zeitpunkt keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld. Ein Minijob ist eine sozialversicherungsfreie Beschäftigung in der keine Pflichtbeiträge zur Arbeitslosenversicherung erhoben bzw. eingezahlt werden.
      Kurzarbeitergeld ist eine Leistung der zuständigen Agentur für Arbeit deren Anspruchsberechtigung auf einer versicherungspflichtigen Beschäftigung beruht.

      Vielleicht interessiert Sie in diesem Zusammenhang auch unser Blogbeitrag „Minijob neben Kurzarbeit in Zeiten von Corona“: https://t1p.de/Blogbeitrag-Minijob-neben-Kurzarbeit

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  23. Guten Tag!

    Als Ergotherapeutin im Minijob war ich bisher in einer Praxis durch Hausbesuche in Pflegeheimen tätig.
    Da diese Arbeit durch Besuchsverbot nicht mehr möglich ist, wurde mir fristgerecht gekündigt.
    Dabei erlaubt sich der Arbeitgeber die vorhandenen Überstunden, sowie Urlaubstage mit dem Endlohn zu verrechnen.

    Frage:
    Ist es zulässig die Überstunden zu verrechnen ?
    und
    bekommt er nicht aufgrund des Infektionsschutzgesetz die übliche Entschädigung für 6 Wochen Lohnfortzahlung?

    Danke im Voraus mit freundlichen Grüßen

    • Guten Tag Frau Streibert,

      wir bitten zu berücksichtigen, dass wir ein Sozialversicherungsträger sind und unsere Kernkompetenz somit im Bereich des Sozialversicherungsrechts liegt.
      Ihre Anliegen betrifft aber das Arbeitsrecht. Unsere Auskünfte zum Arbeitsrecht beschränken sich nur darauf, über die gesetzlichen Regelungen zu informieren, nicht hingegen hierzu zu beraten oder vorzugeben, wie diese in der Praxis umzusetzen sind. In diesem Sinne verstehen Sie bitte auch unsere Ausführungen in unserem Blog-Beitrag.

      Zu arbeitsrechtlichen Fragen informiert das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat das BMAS auch einen Fragen- und Antwortenkatalog zu arbeitsrechtlichen Fragen veröffentlicht. https://t1p.de/BMAS-FAQ-Corona-Arbeitsrecht

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  24. Hallo,

    wir haben derzeit das Problem dass eine 450 € Kraft in der Vergangenheit unsere Kinder für die Kita fertig gemacht und dann auch in die Kita gebracht hat da wir beide berufstätig sind. Nun sind 1. die Kitas geschlossen und meine Frau ist zu Hause und 2. meine kleine Tochter hat Atemwegsprobleme (schon seit ihrer Geburt). Das bedeutet für uns wir derzeit die Hilfe unserer 450 € Kraft nicht in Anspruch nehmen können da das Risiko einer Ansteckung durch Corona zu hoch ist. Fällt dieser Fall in die Regelungen des Infektionsschutzgesetzes?

    Vielen Dank für die Hilfe und beste Grüße
    Kristof

    • Hallo Kristof,

      wir bitten zu berücksichtigen, dass wir ein Sozialversicherungsträger sind und unsere Kernkompetenz somit im Bereich des Sozialversicherungsrechts liegt.

      Wir können keine Beratung dahingehend vornehmen, ob in Ihrem Sachverhalt das Infektionsschutzgesetz Anwendung findet. Wir empfehlen Ihnen sich an Ihr zuständiges Gesundheitsamt in Ihrem Bundesland zu wenden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  25. Hallo,
    Ich habe meine alte minijob stelle (Nebenjob) , als Sicherheitsmitarbeiter zum 29.02 gekündigt gehabt, und einen neuen ab 01.03 als Fußballtrainer aufgenommen, wo ich noch nicht tätig war. Seitdem 23.03 bin ich jetzt in kurzarbeit in meiner Vollzeitstelle.
    Meine Frage wäre, ob ich die neue minijob Stelle ohne Verkürzung des Kurzarbeitergeldes aufnehmen kann?
    Oder kann ich meine alte Minijob Stelle, ohne Verkürzung des Kurzarbeitergeldes wieder Aufnehmen? Obwohl ich den gekündigt habe.
    Oder kann ich beide minijobs aufnehmen ohne Verkürzung des Kurzarbeitergeldes?

    • Hallo Erkan,

      Kurzarbeitergeld ist eine Leistung, welches von der Agentur für Arbeit ausgezahlt wird. Bei Fragen zur Anrechnung Ihres Verdienstes aus dem Minijob auf das Kurzarbeitergeld bitten wir Sie, sich an Ihre zuständige Agentur für Arbeit zu wenden.

      Aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht sollten Sie beachten, dass Ihre Hauptbeschäftigung während des Bezuges von Kurzarbeitergeld nur ruht.
      Neben dieser sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung dürfen Sie genau einen 450-Euro-Minijob sozialversicherungsfrei ausüben. Hierbei ist die zeitliche Reihenfolge maßgebend, in welcher beide Minijobs aufgenommen werden.
      Der zeitlich zuerst gemeldete 450-Euro-Minijob bleibt für Sie sozialversicherungsfrei. Jeder weitere – ggf. auch höher entlohnte – 450-Euro-Minijob wird zusammen mit der Hauptbeschäftigung sozialversicherungs- und steuerpflichtig an Ihre Krankenkasse gemeldet. Hierbei spielt es auch keine Rolle, ob die Verdienste aus beiden Minijobs zusammen 450 Euro überschreiten. Mit Ausnahme der Arbeitslosenversicherung fallen dann auch für Sie als Arbeitnehmer Sozialversicherungsbeiträge in diesem zweiten Minijob an.

      Neben Ihrer Hauptbeschäftigung und dem 450-Euro-Minijob könnten Sie jedoch parallel noch einen kurzfristigen Minijob sozialversicherungsfrei ausüben.
      Vielleicht interessiert Sie hierzu auch unser Blogbeitrag: Hauptjob, 450-Euro-Minijob und kurzfristiger Minijob! Geht das? http://t1p.de/Blogbeitrag-Hauptjob-Minijob-kurzfristig

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  26. Hallo,
    meine Situation ist folgende:
    Ich bin Studentin und arbeite neben meinem Studium auf 450€ Basis in einem Theater in den Bereichen Kundenbetreuung, Platzanweisung etc. Es ist jedoch so, dass ich nicht direkt bei dem Theater angestellt bin, sondern über eine dritte Firma, welche Personal für verschiedene Veranstaltungen und Theaterhäuser bereitstellt. Nun ist es aufgrund der Corona-Pandemie dazu gekommen, dass das Theater in dem ich tätig bin für eine unbestimmte Zeit schließen musste und so hat mein Arbeitgeber keine Möglichkeit mehr, mich irgendwo einzusetzen.
    An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass ich bei meinem Arbeitgeber einen Rahmenvertrag habe und folglich stundenweise bezahlt werde. Es gibt somit auch keine fest geregelten Arbeitszeiten und ich verdiene immer so viel, wie ich eben an Stunden gearbeitet habe. Da ich auf diesen Job angewiesen bin, verdiene ich so gut wie immer an die 450€.
    Nun, wo mein Nebenjob auf unbestimmte Zeit wegfällt, frage ich mich, ob mir seitens meines Arbeitgebers in den nächsten Wochen noch Zahlungen zustehen – wie bereits erwähnt, sind vertraglich keine festen Arbeitszeiten geregelt.
    Bisher wurden den Mitarbeitern diesbezüglich keinerlei Informationen zur Verfügung gestellt und nun stelle ich mir die Frage, wie ich die aktuelle Situation einschätzen kann und wie dies auf arbeitsrechtlicher Ebene geregelt sein könnte.

    Vielen Dank im Voraus für die Rückmeldung.

    Mit freundlichen Grüßen

    • Hallo Nacho,

      grundsätzlich ist der Arbeitgeber weiter zur Entgeltzahlung verpflichtet, wenn der Arbeitnehmer arbeitsfähig und arbeitsbereit ist, auch wenn die Arbeitsleistung vom Arbeitgeber nicht abgerufen wird. (Hinweis: siehe auch die -Anmerkung- sowie den Fragen- und Antwortenkatalog des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales in diesem Blog-Beitrag.)

      Wir empfehlen Ihnen, sich mit dieser arbeitsrechtlichen Fragen an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) zu wenden. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  27. Hallo
    Ich habe extreme Angst vor ende April. Da ich letztes Jahr leider in Schulden gerutscht bin und mein Gehalt vom Teilzeitjob (30h/Woche) in der Pflege nicht reicht um meine Fixkosten abzudecken, habe ich im Sommer letzten Jahres einen Nebenjob in der Gastronomie aufgenommen. Allerdings soviel Stunden wie ich arbeite, bekomme ich bezahlt. Jetzt ist aber das Restaurant wegen Corona zu. Keine Stunden = kein Geld. Nun meine beiden Fragen: Kann ich einen anderen Nebenjob für vorrübergehend machen? Muss mich der Arbeitgeber vom bisherigen Nebenjob abmelden oder kündigen? Ich möchte aber wieder dort arbeiten, wenn das Restaurant wieder öffnet. Bemerkung: ich bin nicht auf Kurzarbeit. (Ich weiß nicht, ob das in diesem Fall relevant ist)

    Ich hoffe, dass ich Möglichkeiten habe, denn die Zeit rennt mir davon, ich habe Angst in weitere Schulden zu rutschen, die ich dann garnicht mehr bewältigen kann. Ich war so froh mit Raten alles geregelt zu haben und jetzt bricht das gerade alles zusammen.

    Liebe Grüße Simone

    • Hallo Simone,

      grundsätzlich ist Ihr Arbeitgeber auch im Minijob weiter zur Lohnzahlung verpflichtet, wenn Sie als Arbeitnehmerin arbeitsfähig und arbeitsbereit ist, auch wenn die Arbeitsleistung vom Arbeitgeber nicht abgerufen wird.

      Neben Ihrer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung dürfen Sie genau einen 450-Euro-Minijob sozialversicherungsfrei ausüben. Hierbei ist die zeitliche Reihenfolge maßgebend, in welcher beide Minijobs aufgenommen werden. Der zeitlich zuerst gemeldete 450-Euro-Minijob bleibt für Sie sozialversicherungsfrei.

      Jeder weitere – ggf. auch höher entlohnte – 450-Euro-Minijob wird zusammen mit der Hauptbeschäftigung sozialversicherungs- und steuerpflichtig an Ihre Krankenkasse gemeldet. Hierbei spielt es auch keine Rolle, ob die Verdienste aus beiden Minijobs zusammen 450 Euro überschreiten. Mit Ausnahme der Arbeitslosenversicherung fallen dann auch für Sie als Arbeitnehmerin Sozialversicherungsbeiträge in dieser zweiten Beschäftigung an.

      Neben Ihrer Hauptbeschäftigung und dem 450-Euro-Minijob könnten Sie jedoch parallel noch einen kurzfristigen Minijob sozialversicherungsfrei ausüben. Vielleicht interessiert Sie hierzu auch unser Blogbeitrag: Hauptjob, 450-Euro-Minijob und kurzfristiger Minijob! Geht das? http://t1p.de/Blogbeitrag-Hauptjob-Minijob-kurzfristig

      Voraussichtlich wird die zeitliche Grenze für eine kurzfristige Beschäftigung vom Gesetzgeber noch in dieser Woche auf 5 Monate bzw. 115 Arbeitstage angehoben.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  28. Guten Tag ….

    wie sieht es denn mit der Sozialversicherung aus, wenn ein 450,-€ – Job besteht, dieser aber nicht ausgefüllt wird, und man aktuell einen weiteren 450,-€ – Job aufnimmt, und damit die 450,-€ überschreitet? Normalerweise wird der 2. 450,-€ – Job mit der Hauptbeschäftigung zusammengerechnet. Die Hauptbeschäftigung ist auf null (Kurzarbeit). Ist es dabei relevant, ob einer der Jobs in einem ’systemrelevanten Bereich‘ ausgeübt wird? 1. 450.-€ – Job im Einzelhandel, 2. 450,-€ – Job im Bereich yx …

    Ich freue mich auf eine Antwort. ;-)

    Mit freundlichen Grüßen

    • Hallo Nicole,

      die Regelung, dass neben einer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung nur ein 450-Euro-Minijob sozialversicherungsfrei ausgeübt werden kann, gilt nach wie vor. Da Ihre Hauptbeschäftigung während des Bezuges von Kurzarbeitergeld nur ruht und nicht beendet ist, wäre der zweite 450-Euro-Minijob sozialversicherungspflichtig zu Ihrer Krankenkasse zu melden.

      Neben Ihrer Hauptbeschäftigung und dem 450-Euro-Minijob könnten Sie jedoch parallel noch einen kurzfristigen Minijob sozialversicherungsfrei ausüben. Vielleicht interessiert Sie hierzu auch unser Blogbeitrag: Hauptjob, 450-Euro-Minijob und kurzfristiger Minijob! Geht das? http://t1p.de/Blogbeitrag-Hauptjob-Minijob-kurzfristig

      Voraussichtlich wird die zeitliche Grenze für eine kurzfristige Beschäftigung vom Gesetzgeber noch in dieser Woche auf 5 Monate oder 115 Arbeitstage angehoben.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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