Minijobs 2020: Das sind die Änderungen im neuen Jahr

Das Jahr 2019 neigt sich dem Ende zu. Wir erklären, welche Änderungen es für Minijobs im neuen Jahr 2020 gibt. Im Einzelnen handelt es sich dabei um folgende Themen:

  1. Die neuen Fälligkeitstermine
  2. Das sind die Abgaben für Minijobs in 2020
  3. Der Mindestlohn steigt
  4. Verdienstgrenzen für die Pauschalbesteuerung von kurzfristigen Minijobs werden angehoben
  5. Neuer Online-Halbjahresscheck für Privathaushalte
  6. Neue sv.net Version 20.0

1. Die neuen Fälligkeitstermine

Für Arbeitgeber gibt es in der Sozialversicherung feste Termine für die Zahlung von Beiträgen und die Übermittlung von Beitragsnachweisen. Diese Termine sind auch für die Arbeitgeber von gewerblichen Minijobbern wichtig.

Generell gilt: Die Abgaben sind spätestens am drittletzten Bankarbeitstag des Monats fällig und die zugehörigen Beitragsnachweise müssen zwei Arbeitstage vor Fälligkeit der Beiträge bei der Minijob-Zentrale vorliegen. Welche genauen Fälligkeits- und Übermittlungstermine sich daraus für das Jahr 2020 ergeben, haben wir in unserem Beitrag „Alles auf einen Blick: Fälligkeiten und Abgaben im Jahr 2020“ zusammengefasst. Dort erklären wir auch, wie unser kostenloser Erinnerungsservice in Anspruch genommen werden kann.

2. Das sind die Abgaben für Minijobs in 2020

Im Jahr 2020 bleiben die Abgaben für Minijobs unverändert. Eine Übersicht der im Jahr 2020 zu zahlenden Beiträge finden Sie ebenfalls in unserem Blogbeitrag „Alles auf einen Blick: Fälligkeiten und Abgaben im Jahr 2020“.

Wichtig für Arbeitgeber:
Bleibt der Verdienst über einen längeren Zeitraum unverändert, reichen uns viele Arbeitgeber einen Dauer-Beitragsnachweis für ihre Minijobber ein. Da sich die Abgaben im Jahr 2020 nicht ändern, gelten die eingereichten Dauer-Beitragsnachweise auch über den Jahreswechsel hinaus.

3. Der Mindestlohn steigt

Zum Jahreswechsel wird der gesetzliche Mindestlohn erneut angehoben. Er steigt von 9,19 Euro auf 9,35 Euro pro Stunde. Davon profitieren nicht nur Vollzeitbeschäftigte, sondern auch Minijobber. Denn auch für Minijobs gilt der gesetzliche Mindestlohn – unabhängig davon, ob eine Beschäftigung im gewerblichen Bereich oder Privathaushalt ausgeübt wird.

Achtung: Erhalten Minijobber den Mindestlohn und liegt der Verdienst nahe der 450-Euro-Grenze, muss die Zahl der Arbeitsstunden eventuell angepasst werden. Nur dann bleibt der Minijob auch im Jahr 2020 weiterhin ein Minijob.

Alle Informationen und Tipps gibt es in unserem Beitrag „Mehr Geld für Minijobber: Mindestlohn wird 2020 angehoben“.

4. Höhere Verdienstgrenzen für die Pauschalbesteuerung von kurzfristigen Minijobs

Angehoben werden zum 1. Januar 2020 auch die Verdienstgrenzen für die Pauschalbesteuerung der kurzfristigen Minijobs. Die neuen Grenzen werden damit an die allgemeine Lohnentwicklung angepasst. Der durchschnittliche Verdienst pro Arbeitstag steigt von 72 auf 120 Euro, der durchschnittliche Verdienst pro Arbeitsstunde von 12 auf 15 Euro. Was das genau bedeutet, erklären wir in unserem Beitrag „Kurzfristige Minijobs: Neue Verdienstgrenzen für die Pauschalbesteuerung“.

5. Neuer Online-Halbjahresscheck für Privathaushalte

Wenn der Verdienst einer Haushaltshilfe schwankt, müssen private Arbeitgeber der Minijob-Zentrale am Ende jedes Kalenderhalbjahres die genauen monatlichen Beträge mitteilen. Mit dem neuen Online-Halbjahresscheck lässt sich diese Meldung noch schneller und einfacher erledigen.
Der Online-Halbjahresscheck kann auf der Website der Minijob-Zentrale aufgerufen werden. Wie der Online-Halbjahresscheck ausgefüllt wird, erklären wir in dem Blog-Beitrag „Neuer Online-Halbjahresscheck – So einfach ist der Verdienst einer Haushaltshilfe zu melden

6. Neue sv.net Version 20.0

Wichtige Info für alle sv.net Nutzer: Ab dem 2. Januar 2020 gibt es eine neue sv.net Version 20.0. Die enthaltenen fachlichen Anpassungen machen es dringend erforderlich, dass alle Arbeitgeber ab dem 2. Januar 2020 die neue sv.net Version nutzen. Diese wird ab dem genannten Stichtag unter diesem Link zur Verfügung stehen.

Wir wünschen Ihnen allen ein fröhliches Weihnachtsfest, einen guten Rutsch und viel Glück im neuen Jahr 2020!

3 Kommentare zu “Minijobs 2020: Das sind die Änderungen im neuen Jahr

  1. Hallo, ich habe eine Frage zum Pauschalbeitrag zur Krankenversicherung (in Höhe von 5%), die der Arbeitgeber bei einem Minijob im Privathaushalt zu zahlen hat. Fließt dieser Beitrag an die konkrete Krankenkasse (z.B. AoK usw.), bei welcher der Minijobber (z.B. aufgrund seines Hauptberufes oder aufgrund von freiwilliger Versicherung) versichert ist? Oder landen diese 5% in einem allgemeinen Topf, der dann auf alle Krankenkassen verteilt wird?

  2. Alles schön und gut, aber wie ist es mit den auf 500€ erhöhten MINIJOBLOHN: FRAGE muß ich von meinen Arbeitgeber die Erhöhung fordern oder ist er dazu verpflichtet dies freiwillig auszuzahlen??.

    • Hallo Herr Oestmann,

      die monatliche Verdienstgrenze für einen 450-Euro-Minijob liegt nach wie vor bei 450 Euro. Eine Anhebung der Minijob-Grenze wird durch den Gesetzgeber beschlossen. Dies ist bis dato nicht erfolgt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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