Alles auf einen Blick: Fälligkeiten und Abgaben im Jahr 2020

Für Arbeitgeber gibt es in der Sozialversicherung feste Termine, die bei der Zahlung von Beiträgen und bei der Übermittlung von Beitragsnachweisen beachtet werden müssen. Diese Fälligkeits- und Übermittlungstermine sind auch für Arbeitgeber von gewerblichen Minijobbern wichtig.

Das sind die Fälligkeiten für Minijobs in 2020

Die gesamten Abgaben für gewerbliche Minijobber sind spätestens am drittletzten Bankarbeitstag des Monats fällig, in dem der Minijobber die Beschäftigung ausübt. Damit die Beitragsnachweise rechtzeitig verarbeitet werden können, müssen diese spätestens zwei Arbeitstage vor Fälligkeit der Beiträge bei der Minijob-Zentrale vorliegen.

Für das Jahr 2020 gelten bei der Minijob-Zentrale folgende Termine:

Weitere Infos zu den Beitragsfälligkeiten gibt es auf unserer Internetseite.

Unser mobiler Service: So vergessen Sie keinen Termin

Sie wollen keinen Fälligkeitstermin und keinen Termin für das Einreichen der Beitragsnachweise verpassen? Nutzen Sie unseren kostenlosen Service: Laden Sie sich die monatlichen Beitragsfälligkeiten einfach auf Ihr Smartphone oder Tablet. Auf unserer Internetseite haben wir eine ICS-Datei zum kostenlosen Download bereitgestellt. Diese ICS-Datei ist sowohl für das Betriebssystem iOS als auch für Android geeignet.

So importieren Sie die Termine auf Ihr Smartphone oder Tablet:

Anleitung für Android-Nutzer

  • Laden Sie die ICS-Datei für 2020 herunter.
  • Öffnen Sie die Datei auf Ihrem mobilen Gerät und bestätigen Sie das Importieren der Termine.
  • Wählen Sie das Konto aus, in welches die Termine eingetragen werden sollen.
  • Sie können nun die Termine in Ihrer Kalender-App sehen.

Anleitung für iOS-Nutzer

Öffnen Sie die ICS-Datei für 2020 auf Ihrem iPhone bzw. iPad.

Nun können Sie:
a) mit einem Klick auf die Fläche rechts oben alle Termine in den Kalender importieren
oder
b) die Termine einzeln anklicken, etwa wenn Sie Ihren Minijobber erst ab Juli beschäftigen und die Termine des ersten Halbjahres nicht benötigen.

  • Haben Sie einen Termin angeklickt, erscheint eine Detail-Ansicht; klicken Sie hier auf “Hinzufügen”.
  • Wenn Sie nun eine farbige Markierung links neben den gewünschten Einträgen sehen, war das Importieren erfolgreich.


Das sind die Abgaben für Minijobs in 2020

Die Abgaben für Arbeitgeber und Minijobber verändern sich im Jahr 2020 nicht. Für Minijobs im gewerblichen Bereich fallen weiterhin die folgenden Abgaben an:

 450-Euro-MinijobsKurzfristige Minijobs
Pauschalbeitrag zur Krankenversicherung13 %keine Abgabe
Pauschalbeitrag zur Rentenversicherung15 %keine Abgabe
Beitragsanteil des Minijobbers bei Versicherungspflicht in der Rentenversicherung3,6 %keine Abgabe
Umlage für Aufwendungen bei Krankheit (U1)0,9 %0,9 %
Umlage für Aufwendungen bei Mutterschaft (U2)0,19 %0,19 %
Insolvenzgeldumlage0,06 %0,06 %
Steuer2 % Pauschsteuer oder individuell nach der Lohnsteuerklasse des Minijobbers25 % pauschale Lohnsteuer oder individuell nach der Lohnsteuerklasse des Minijobbers
Beitrag zur gesetzlichen Unfallversicherung (UV)individueller Beitrag an den zuständigen Unfallversicherungsträgerindividueller Beitrag an den zuständigen Unfallversicherungsträger

Tipp: Mit unserem Minijob-Rechner sind die Beiträge für 450-Euro-Minijobber schnell berechnet.

Hinweis zum Dauer-Beitragsnachweis

Bleibt der Verdienst und somit die Abgaben über einen längeren Zeitraum unverändert, reichen uns viele Arbeitgeber einen Dauer-Beitragsnachweis für ihre Minijobber ein. Die eingereichten Dauer-Beitragsnachweise gelten auch über den Jahreswechsel hinaus. Nur für den Fall, dass sich die Höhe des Verdienstes ändert, sind Arbeitgeber aufgefordert, einen neuen Beitragsnachweis zu übermitteln. Wenn Sie die Beiträge überweisen und zu diesem Zweck einen Dauerauftrag bei Ihrer Hausbank eingerichtet haben, passen Sie diesen bitte entsprechend an. Lesen Sie mehr zum >> Dauer-Beitragsnachweis und zum >> SEPA-Basislastschriftmandat auf unsere Internetseite.

9 Kommentare zu “Alles auf einen Blick: Fälligkeiten und Abgaben im Jahr 2020

  1. Wir haben in der Firma einen Minijober für 400 Euro beschäftigt. Können wir ab 2020 den Betrag auf 450 Euro erhöhen? Welche Konsequenzen hat das für uns als Arbeitgeber (Beiträge usw.) und für den Arbeitnehmer?
    Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

    • Hallo Berndt,

      wir gehen davon aus, dass die Beschäftigung nach dem 01.01.2013 aufgenommen worden ist. Somit ist eine Erhöhung des Verdienstes auf maximal 450 Euro möglich.

      Durch den höheren Verdienst ändert sich für Sie als Arbeitgeber lediglich die Höhe der Pauschalabgaben. Diese sind im Rahmen des Beitragsnachweises anzupassen.

      Zahlt der Arbeitnehmer eigene Beiträge zur Rentenversicherung, steigt dieser Beitrag ebenfalls im Rahmen der Verdiensterhöhung.

      Um die Beiträge schnell zu ermitteln hilft Ihnen unser Minijobrechner: https://t1p.de/MJZE-Minijob-Rechner

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      • Vielen Dank für die schnelle Antwort. Die Tätigkeit wurde vor 2013 aufgenommen. Was können wir da unternehmen?

        • Hallo Berndt,

          bis zum 31.12.2012 waren alle Minijobber rentenversicherungsfrei. Durch die Erhöhung der Verdienstgrenze auf 450 Euro ab 01.01.2013 wurden Arbeitnehmer bei Neuaufnahme eines 450-Euro-Minijob oder Erhöhung des Verdienstes auf mehr als 400 Euro rentenversicherungspflichtig.

          Hatte Ihr Minijobber bis dato nur den Minijob bei Ihnen und keinen weiteren, galt aufgrund der Verdienstgrenze von 400 Euro noch das alte Recht. Durch die Erhöhung des Verdienstes auf 450 Euro findet jetzt die Rentenversicherungspflicht Anwendung. Ihr Arbeitnehmer hat die Möglichkeit, sich von der Rentenversicherungspflicht auf Antrag (https://t1p.de/MJZE-Befreiungsantrag-Rentenversicherungspflicht ) befreien zu lassen.

          An der Anpassung der Beiträge im Rahmen des Beitragsnachweises ändert sich nichts.

          Ausführliche Informationen zur Rentenversicherung im Minijob finden Sie unter folgendem Link: https://t1p.de/MJZE-Rentenversicherungspflicht-bei-Minijobs

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  2. Wenn ich eine Aushilfskraft beschäftigen möchte 28 std im Monat pro std 15,80 euro und sie arbeitet so 1 x pro Woche ca also bekommt sie ja unter 450 euro
    Kann ich die Kraft mit 2 % pauschalsteuer versteuern ? Und ihr noch fahrgeld pauschalversteuert zahlen ?

    • Hallo,

      als Arbeitgeber bestimmten Sie die Art der Versteuerung, Sie entscheiden, ob der Minijob pauschal mit 2% versteuert wird oder individuelle nach der Lohnsteuerklasse Ihres Minijobbers.

      Die Möglichkeit der Fahrtkostenerstattung für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte mit dem eigenen PKW, stellt bis zur Höhe von 0,30 Euro pro Entfernungskilometer kein Arbeitsentgelt dar, sofern der Arbeitgeber diesen Zuschuss mit 15 % pauschal beim Finanzamt versteuert und monatlich zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn zahlt. Bei der Beurteilung des 450-Euro-Minijobs bleibt der Fahrkostenzuschuss dann außer Betracht und zählt nicht zum Arbeitsentgelt hinzu.

      Bei Fragen zur Abführung der Pauschalsteuer (15%) wenden Sie sich bitte an das für Sie zuständige Finanzamt.

      Möchten Sie Ihren Arbeitnehmer mit einem Jobticket unterstützen, empfehlen wir Ihnen unseren Blog-Beitrag vom 14. Februar 2019: „Fahrtkosten im Minijob: Zählt das Jobticket zum Verdienst?“ – https://t1p.de/Blogbeitrag-Fahrtkosten-im-Minijob-Jobticket

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  3. Wir rechnen unsere kurzfristig Beschäftigten immer erst nach Ende des Monats ab, wie soll, kann ich damit umgehen mit den Fälligkeits- und Übermittlungsterminen. Es handelt sich in der Regel um wenige Euro pro Monat

    • Hallo Uli,

      grundsätzlich lassen die gesetzlichen Bestimmungen keinen Aufschub hinsichtlich der monatlichen Fälligkeit der Beiträge zu. Unabhängig davon, in welchem Turnus der Arbeitnehmer sein Arbeitsentgelt erhält, sind die Abgaben vom Arbeitgeber monatlich an die Einzugsstelle zu entrichten.

      Aus Vereinfachungsgründen lässt die Minijob-Zentrale für einen bestimmten Personenkreis einen anderen als den monatlichen Zahlungsturnus zu. Arbeitgeber, deren monatlich zu zahlender Beitrag unter dem Kleinstbetrag in Höhe von 7 Euro liegt. Hierfür ist schriftlich ein formloser Antrag bei der Minijob-Zentrale einzureichen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  4. Pingback: Minijobs 2020: Das sind die Änderungen im neuen Jahr | Die Minijob-Zentrale

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