Unabhängigkeit im Alter - Haushaltshilfen unterstützen Senioren der Silver Society

Unabhängigkeit im Alter – Haushaltshilfen unterstützen Senioren der Silver Society

Die Lebenserwartung der Menschen steigt und die Gruppe der über 65-Jährigen wächst beständig. Diese Entwicklung bezeichnen Experten als Silver Society, eine Gesellschaft, die demografisch altert. Eine aktuelle Forsa-Umfrage hat ergeben, dass ein Großteil der Senioren dieser „silbernen Gesellschaft“ so lange wie möglich selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden wohnen möchte. Im Gegensatz zu früheren Generationen zeigen die über 65-Jahrigen heutzutage ein anderes Konsumverhalten und auch die Bedürfnisse haben sich verändert. Die Ergebnisse der Umfrage haben wir in unserem Blogbeitrag zusammengefasst.

Was Seniorinnen und Senioren der Silver Society wichtig ist

Mit dem Ruhestand beginnt ein neuer Lebensabschnitt, in dem die Seniorinnen und Senioren zwischen 65 und 79 aktiv und gesund am Leben teilnehmen wollen. Erst im Alter von über 80 definieren sich ältere Menschen heutzutage als alt. Dabei beabsichtigen 99 Prozent der Befragten, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu wohnen, und 56 Prozent der Befragten leben mit ihrem Partner zusammen. Um auch im hohen Alter fit und gesund zu bleiben, halten sich die über 65-Jährigen sportlich fit, achten auf eine ausgewogene Ernährung und wollen auch im Alter weiter dazulernen, bestätigt Prof. Dr. François Höpflinger von der Universität Zürich in einem Experteninterview, das wir auf der Website der Minijob-Zentrale im aktuellen Trendreport zum Download bereitgestellt haben.

Freiräume und Entlastung durch Unterstützung im Haushalt

Um die Lebensqualität im Alter zu verbessern und mehr Zeit für die Familie und sich selbst zu haben, nehmen insgesamt 40 Prozent der über 65-Jährigen Unterstützung bei der Hausarbeit in Anspruch. Dabei unterstützen nicht nur Familie und Freunde oder professionelle Betreuer die Seniorinnen und Senioren. Mit 53 Prozent machen Haushaltshilfen den größten Teil an häuslicher Unterstützung aus und helfen vor allem beim Putzen, Bügeln und Wäschewaschen, während die Befragten sich um das Kochen und die Gartenarbeit selbst kümmern. Die Haushaltshilfen verbessern nicht nur die Lebensqualität von Seniorinnen und Senioren. 93 Prozent der Teilnehmer an der Forsa-Umfrage stimmen zu, dass eine Haushaltshilfe es auch ermöglicht, weiterhin alleine zu leben, und laut 81 Prozent machen Haushaltshilfen es möglich, sich anderen Dingen zu widmen, die den Rentnerinnen und Rentnern im Leben wichtig sind. Bei der Unterstützung im Haushalt zeigen sich bei den Befragten Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Frauen nehmen eher eine Haushaltshilfe in Anspruch, während Männer öfter von Familie und Freunden unterstützt werden. Mit zunehmendem Lebensalter steigt aber die Beschäftigung von Haushaltshilfen, wenn erwachsene Kinder zu weit entfernt leben oder nicht in der Lage zur Unterstützung sind und deswegen Aufgaben an eine Haushaltshilfe delegieren.

Heinz-Günther Held, Geschäftsführer der Knappschaft-Bahn-See

Haushaltshilfe anmelden und Vorteile genießen

Wie man als Arbeitgeber bei der Beschäftigung einer Haushaltshilfe von Steuervorteilen profitieren kann und wie man die Haushaltshilfe gegen Folgen von Unfällen absichert, fasst Heinz-Günther Held, Geschäftsführer der Knappschaft-Bahn-See, zu deren Verbund die Minijob-Zentrale gehört, in unserem aktuellen Radiobeitrag zusammen:

Und wer noch eine Haushaltshilfe sucht, wird auf www.haushaltsjob-boerse.de – dem kostenlosen Stellenportal der Minijob-Zentrale – fündig oder kann dort selbst eine Suchanzeige aufgeben.

4 Kommentare zu “Unabhängigkeit im Alter – Haushaltshilfen unterstützen Senioren der Silver Society

  1. Dafür zu werben, dass alles mit einem Minijob so einfach wäre, stimmt nicht. Hat die Minijobberin eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit, ist nur der erste Minijob ein Minijob, ob für 100€ oder 200 €. Der zweite Minijob ist sozialversicherungspflichtig mit Anmeldung zur Unfallversicherung, Anmeldung Finanzamt, Anmeldung Krankenkasse und Abführung von Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteilen und der Lohnsteuer.
    Welche/r über 70 Jährige kann diese Aufgabe eigenständig erledigen?

    • Guten Tag,

      das ist grundsätzlich richtig. Das vereinfachte Melde- und Beitragsverfahren über den Haushaltsscheck ist nur im Minijob möglich.

      Übt ein Arbeitnehmer jedoch eine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung aus, bleibt nur der erste Minijob sozialversicherungsfrei.

      Jeder weitere 450-Euro-Minijob wäre dann sozialversicherungspflichtig an die Krankenkasse zu melden. Das Haushaltscheck-Verfahren kann in diesem Fall nicht angewendet werden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  2. Wenn 56% in 2 Personenhaushalten leben und 44% in 1Pers-HH, dann ist das Verhältnis der Haushalte(!) 28:44 bzw. 39% : 61%

    „ein Großteil der Haushalte besteht aus zwei Personen“ stimmt also nicht, 61% der Haushalte sind 1 Personenhaushalte, nur 39% sind 2 Pers-HH.

    • Hallo Adam Riese,

      vielen Dank für den Hinweis und die freundliche Nachhilfe in Sachen logisches Denken. Abgesehen davon, dass weitere 6 Prozent mit Familienangehörigen zusammen leben, haben Sie natürlich Recht! Wir haben den Text angepasst.

      Viele Grüße und schönes Wochenende!
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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