Minijob neben der Altersvollrente: Was Rentner wissen sollten!

Altersvollrentner können sich mit einem 450-Euro-Minijob etwas hinzuverdienen. Dabei wird die Rente nicht gekürzt, im Gegenteil: Rentner haben die Möglichkeit, mit eigenen Rentenversicherungsbeiträgen aus dem Minijob ihre Rentenhöhe zu steigern. Was zu beachten ist, wenn Altersvollrentner einen 450-Euro-Minijob aufnehmen, erklären wir in unserem Blog.

Der Verdienst aus einem Minijob führt nicht zur Kürzung der Altersvollrente

Hat ein Altersvollrentner die Regelaltersgrenze bereits erreicht, kann er unbegrenzt hinzuverdienen, ohne dass es sich auf die Höhe seiner Rente auswirkt. Vor Erreichen der Regelaltersgrenze sind Hinzuverdienstgrenzen zu beachten. Ein Minijob neben der Altersvollrente ist allerdings immer möglich, ohne dass die Rente gekürzt wird. Mehr zum Hinzuverdienst neben einer Rente erfahren Sie in unserem Blogbeitrag „Maximaler Hinzuverdienst zur Rente: 6.300 Euro nicht im Minijob (Nachgefragt #19)“.

Seit 2017 können Altersvollrentner mit einem Minijob ihre Rente erhöhen

Mit Einführung des Flexirentengesetzes können Altersvollrentner seit dem 1. Januar 2017 eigene Rentenversicherungsbeiträge aus dem Minijob zahlen. Abhängig davon, ob der Altersvollrentner bei Aufnahme des 450-Euro-Minijobs die Regelaltersgrenze bereits erreicht hat, sind – wie nachfolgend erklärt – Unterschiede zu beachten.

Tipp: In der Broschüre „Die richtige Altersvollrente für Sie“ informiert die Deutsche Rentenversicherung umfassend über Altersrenten. Dort können Sie u. a. nachlesen, wann Sie die Regelaltersgrenze erreichen oder was der Unterscheid zwischen einer Teil- und Vollrente ist.

Vor Erreichen der Regelaltersgrenze sind Altersvollrentner im Minijob rentenversicherungspflichtig

Nimmt ein Altersvollrentner vor Erreichen seiner Regelaltersgrenze einen 450-Euro-Minijob auf, ist er rentenversicherungspflichtig und zahlt damit eigene Beiträge zur Rentenversicherung. Der Eigenanteil beträgt 3,6 Prozent des Verdienstes (bei einem Minijob im Privathaushalt 13,6 Prozent). Der Altersvollrentner hat jedoch die Möglichkeit, sich von der Zahlung seines Beitragsanteils befreien zu lassen. Lässt er sich nicht befreien, besteht die Rentenversicherungspflicht bis zum Ablauf des Monats, in dem der Altersvollrentner die Regelaltersgrenze erreicht hat. Danach ist der Altersvollrentner ohnehin rentenversicherungsfrei.

Unabhängig davon, ob sich der Altersvollrentner von der Rentenversicherungspflicht befreien lässt, zahlt der Arbeitgeber immer den Pauschalbeitrag zur Rentenversicherung in Höhe von 15 Prozent des Verdienstes (5 Prozent bei Minijobs in Privathaushalten). Auch wenn nur der Arbeitgeberanteil zur Rentenversicherung gezahlt wird, wirkt sich dieser bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze rentensteigernd aus. Allerdings im geringeren Umfang, als wenn der Altersvollrentner zusätzlich eigene Beiträge gezahlt hätte.

Nach Erreichen der Regelaltersgrenze können freiwillig Rentenversicherungsbeiträge gezahlt werden

Nimmt ein Altersvollrentner nach Ablauf des Monats, in dem er seine Regelaltersgrenze erreicht hat, einen Minijob auf, ist er rentenversicherungsfrei und zahlt damit selbst keine Rentenversicherungsbeiträge. In diesem Fall muss nur der Arbeitgeber Pauschalbeiträge zahlen, die die Rente jedoch nicht mehr erhöhen.

Der Altersvollrentner kann aber seine Altersvollrente steigern, indem er auf Rentenversicherungsfreiheit verzichtet und Pflichtbeiträge zur Rentenversicherung zahlt. In diesem Fall stockt er zusätzlich den Pauschalbeitrag des Arbeitgebers um eigene Beiträge auf.

Altersvollrentner sollten sich bei dem für sie zuständigen Rentenversicherungsträger informieren, bevor sie sich für den Verzicht auf die Rentenversicherungsfreiheit entscheiden. Eine individuelle Beratung kann Aufschluss darüber bringen, inwiefern sich die Zahlung eigener Rentenversicherungsbeiträge lohnt. Das Service-Telefon der Deutschen Rentenversicherung erreichen Sie unter 0800 1000 4800.

WICHTIG: Altersvollrentner, die vor Erreichen der Regelaltersgrenze in einem Minijob die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht beantragt haben, können später in diesem Minijob nicht auf die Rentenversicherungsfreiheit verzichten.

Der Verzicht auf die Rentenversicherungsfreiheit gilt für die Dauer des Minijobs

Wenn ein Altersvollrentner nach Erreichen der Regelaltersgrenze eigene Rentenversicherungsbeiträge zahlen möchte, ist diese Entscheidung für die gesamte Dauer des Minijobs bindend. Den Verzicht auf die Rentenversicherungsfreiheit muss der Altersvollrentner schriftlich gegenüber seinem Arbeitgeber erklären. Der Verzicht kann nur für die Zukunft erklärt werden – nicht rückwirkend. Die Rentenversicherungspflicht beginnt frühestens einen Tag nachdem die Verzichtserklärung beim Arbeitgeber eingegangen ist. Auf unserer Internetseite finden Sie eine Vorlage für eine Erklärung zum Verzicht auf die Rentenversicherungsfreiheit bei Altersvollrentnern. Der Arbeitgeber muss die Erklärung dann anschließend in seinen Entgeltunterlagen aufbewahren.

41 Kommentare zu “Minijob neben der Altersvollrente: Was Rentner wissen sollten!

  1. Last Euch von der Rentenanstalt es schriftlich Bestätigung wie viel ihr zu verdienen könnt. mit Eurer Nummer( Rentennummer) sie schreiben euch.

  2. Hallo und guten Tag an das Team,
    es geht um Bezahlung von Überstunden bei einer Minijob-Beschäftigung.
    Bei mir wurden Überstunden, die wegen Krankheit von Kollegen im April Mai und Juni 2019 angefallen sind, auf ein Überstundenkonto gebucht .
    Diese wurden je nach Möglichkeit im Laufe des Jahres „abgebummelt“ so dass das Gehalt immer gleichbleibend bei 450€ blieb.
    Soweit so gut.
    Jetzt wird das Arbeitsverhältnis zum Jahresende beendet und meine restlichen auf dem Überstundenkonto befindlichen Stunden möchte ich mir auszahlen lassen, da es keine Möglichkeit gibt weiter abzubummeln..
    Obwohl damit dann einmalig die 450€ Grenze überschritten wird ist das meines Wissens zulässig wenn diese Grenze gelegentlich und unvorhergesehen (wegen Krankheit anderer Mitarbeiter) überschritten wird.
    ABER gilt das auch wenn die Ereignisse die zu der Überschreitung führen bereits im April, Mai und Juni 2019 eingetreten sind, also zu der Überstunden-Auszahlung zu Ende November in keinem zeitlichen Zusammenhang stehen?
    Schon mal vielen Dank für die Antwort und freundliche Grüße

    • Hallo Herr Chudy,

      Ihrer Anfrage entnehmen wir, dass Sie mit Ihrem Arbeitgeber ein Arbeitszeitkonto vereinbart haben. Sonstige flexible Arbeitszeitregelungen müssen neben dem Aufbau von Zeitguthaben auch deren tatsächlichen Abbau ermöglichen.

      Die noch nicht in Anspruch genommenen Überstunden sind bei Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses abzugelten. Diese Auszahlung der Überstunden fällt in den letzten Abrechnungszeitraum und wird im Rahmen des Minijobs verbeitragt. Wenn grundsätzlich die Möglichkeit zum Abbau der Überstunden besteht, führen diese Überstunden nicht zur Versicherungspflicht.

      Weitere Informationen finden Sie auf unserer Internetseite unter folgen Link http://t1p.de/MJZE-flexible-Arbeitszeitregelungen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      • Hallo liebes Team, vielen Dank.
        die Info für den Link war sehr hilfreich.

        „Wird ein Arbeitsverhältnis beendet müssen noch vorhandene Zeitguthaben in dem Kalendermonat ausgezahlt werden, der auf die Beendigung des Arbeitsverhältnisses folgt“

        Noch eine Frage dazu:
        Wenn ich ab diesem erwähnten Folgemonat (das wäre in meinem Fall Januar2020) dann einer neuen Beschäftigung auf Minijobbasis nachgehe, zählt dann der Betrag der ausgezahlten Überstunden des „alten“ Arbeitgebers mit zu der Höchstgrenze von 5400€/12 Monaten (bzw. 450€/monatlich) des „neuen AG’s?

        • Hallo Frank,

          da Sie beide Minijobs nicht zeitgleich ausüben, ist die Abgeltung der Überstunden bei der Beurteilung des durchschnittlichen monatlichen Arbeitsentgeltes bei Ihrem neuen Arbeitgeber nicht zu berücksichtigen.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  3. Hallo, wenn man bei minijob krank wird u.krankmeldung hat muss doch der Arbeitgeber die Zeit bezahlen,oder?

    • Hallo Frau Joos,

      für Minijobber gilt der Grundsatz der Gleichbehandlung. So dürfen Minijobber nicht schlechter behandelt werden als vergleichbare vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer. Dies gilt im Arbeitsverhältnis für alle Maßnahmen und Vereinbarungen, die Ihr Arbeitgeber mit Ihnen als Minijobberin trifft.

      Wenn Sie krank sind muss Ihnen Ihr Arbeitgeber Ihren Lohn (Entgeltfortzahlung) weiterzahlen. Sie haben Anspruch auf den Lohn, den Sie bekommenen hätten, wenn Sie nicht krank gewesen wären.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  4. Hallo Team,

    kurze Frage, kann man als Gewerbetreibenden zusätzlich einen Minijob ausüben?

    Danke und Grüße
    Petra

    • Hallo Petra,

      als Selbstständige (Gewerbetreibende) können Sie parallel auch 450-Euro-Minijobs ausüben. Hierbei ist zu beachten, dass die Verdienste aus allen 450-Euro-Mionijobs die durchschnittliche Grenze von 450 Euro im Monat nicht überschreitet.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    • Sofern die Regelaltersgrenze noch icht erreicht wurde, ist parallel zum Rentenbezug die Hinzuverdienstgrenze von 6.300,- / Kalenderjahr zu beachten.
      Bechten Sie, dass Arbeitseinkommen aus einem Gewerbebetrieb und Minijob im Rahmen der Einhaltung der Hinzuverdienstgrenze zusammengerechnet werden.

  5. 4.
    „Bei Beratung kam vor Ort heraus, jeder sollte für sich selbst persönlich in seiner Rentenakte schauen, ob evt. Zeiten ungeklärt sind wo evt noch Klärung besteht?
    Den Rentenscheid immer vom Fachpersonal vor Ort prüfen lassen und sich selbst vorher ein Fragenkatalog zusammen stellen, schriftlich sich die Aussagen vom Berater bestätiigen lassen!“

    Dem kam man nur beipflichten. Rentenrecht ist nunmal sehr kompliziert.

    5.
    „Unterläßt er dies, können Sie davon aussgehen, die Beratung / Infos sind nicht ganz richtig, sorry hier selbst eigene Erfahrungen gesammelt.“

    Auch dies ist richtig und kann gar nicht oft genug betont werden. Wer keine oder nur allgemeine Fragen stellt, bekommt auch keine bzw. nur allgemein gehaltene Antworten.

    6.
    „Zudem kam auch herraus, ob man nun Alters Regelrente oder Schwerstbehinderetenrente bezieht, je nach dem was höher Brutto ausfällt beantragen. Das sagt so niemand.“

    Sie haben aber die Möglichkeit vor der Beantragung (und auch vor der Bescheiderteilung) sich eine Probeberechnung geben zu lassen und für sich selbst zu entscheiden, ob sich die Umwandlung in einer vorgezogene Altersrente (z.B. Altersrente für schwerbehinderte Menschen oder Altersrente für langjärhig Versicherte) lohnt.
    Spätestens mit Erreichen der Regelaltersgrenze erfolgt die Umwandlung in die Regelaltersrente.

  6. Und was ist vor der Regelaltersgrenze mit 450€ Minijob, wenn man die volle Erwerbsunfähigkeitsrente bezieht ? Habe mich nicht Befreien lassen, denke das war die richtige Entscheidung.
    Was hier niemand sagt, ab wann gilt z.Z die Regel Altersgrenze?
    Erhöht sich jetzt die Rente bei Altersrente oder nicht, zumindest anteilig minimal?
    Bei Beratung kam vor Ort heraus, jeder sollte für sich selbst persönlich in seiner Rentenakte schauen, ob evt. Zeiten ungeklärt sind wo evt noch Klärung besteht?
    Den Rentenscheid immer vom Fachpersonal vor Ort prüfen lassen und sich selbst vorher ein Fragenkatalog zusammen stellen, schriftlich sich die Aussagen vom Berater bestätiigen lassen!
    Unterläßt er dies, können Sie davon aussgehen, die Beratung / Infos sind nicht ganz richtig, sorry hier selbst eigene Erfahrungen gesammelt.
    Zudem kam auch herraus, ob man nun Alters Regelrente oder Schwerstbehinderetenrente bezieht, je nach dem was höher Brutto ausfällt beantragen. Das sagt so niemand.

    Auf positive leicht verständliche Antworten wäre ich sehr Dankbar ;-)

    • 1.
      „Was hier niemand sagt, ab wann gilt z.Z die Regel Altersgrenze?“

      Die individuelle Regelaltersgrenze ist dem Rentenbescheid zu entnehmen. In der Anlage, die sich auch mit dem Hinzuverdienst auseindersetzt. Denn bis zum Ende des Monats, in dem die Regelaltersgrenze erreicht wird, ist die Einhaltung der Hinzuverdienstgrenze zu beachten.
      Schauen Sie daher in Ihren Rentenbescheid.

      2.
      „Und was ist vor der Regelaltersgrenze mit 450€ Minijob, wenn man die volle Erwerbsunfähigkeitsrente bezieht ?“

      Die Versicherungs- und Beitragsrechtlichen Regelungen, welche die Minijob-Zentrale hier in dem Blog theamtisiert, unterscheiden sich nicht dadurch, ob jemand eine vorgezogene Altersrente bezieht oder eine Erwerbsminderungsrente.

      3.
      „Erhöht sich jetzt die Rente bei Altersrente oder nicht, zumindest anteilig minimal?“

      Sofern Ihre Erwerbsminderungsrente nahtlos in eine Altersrente umgewandelt wird, fließen in die Berechnung der Altersrente als die Zeiten zusätzlichen mit hinein, welche nach dem Leistungsfall der Erwerbsminderungsrente liegen. Ob und in wie weit sich das auswirkt, lässt sich hier nicht beantworten.
      Definitiv wird der Zahlbetrag der Altersrente nicht geringer ausfallen als die nahtlos zuvorgezogene Altersrente (sogenannter Besitzschutz), unabhängig davon ob Beschätigung, Pflege, oder was auch immer vorliegt.

    • 4.
      „Bei Beratung kam vor Ort heraus, jeder sollte für sich selbst persönlich in seiner Rentenakte schauen, ob evt. Zeiten ungeklärt sind wo evt noch Klärung besteht?
      Den Rentenscheid immer vom Fachpersonal vor Ort prüfen lassen und sich selbst vorher ein Fragenkatalog zusammen stellen, schriftlich sich die Aussagen vom Berater bestätiigen lassen!“

      Dem kam man nur beipflichten. Rentenrecht ist nunmal sehr kompliziert.

      5.
      „Unterläßt er dies, können Sie davon aussgehen, die Beratung / Infos sind nicht ganz richtig, sorry hier selbst eigene Erfahrungen gesammelt.“

      Auch dies ist richtig und kann gar nicht oft genug betont werden. Wer keine oder nur allgemeine Fragen stellt, bekommt auch keine bzw. nur allgemein gehaltene Antworten.

    • 6.
      „Zudem kam auch herraus, ob man nun Alters Regelrente oder Schwerstbehinderetenrente bezieht, je nach dem was höher Brutto ausfällt beantragen. Das sagt so niemand.“

      Sie haben aber die Möglichkeit vor der Beantragung (und auch vor der Bescheiderteilung) sich eine Probeberechnung geben zu lassen und für sich selbst zu entscheiden, ob sich die Umwandlung in einer vorgezogene Altersrente (z.B. Altersrente für schwerbehinderte Menschen oder Altersrente für langjärhig Versicherte) lohnt.
      Spätestens mit Erreichen der Regelaltersgrenze erfolgt die Umwandlung in die Regelaltersrente.

    • 7.
      „Auf positive leicht verständliche Antworten wäre ich sehr Dankbar ;-)“

      Die Minijob-Zentrale, als Einzugsstelle der Minijobs, kann und wird Ihre Fragen nicht beantworten, weil die Berechnung von Renten bzw. die Auswirkungen der Beschäftigung auf die (individuell zu berechnende) Rente nicht in ihrer Hemisphäre liegt.

      ABER:
      Wenn Sie weitere Fragen zum Thema Rentenversicherung haben, gibt es ein sogenanntes „Expertenforum“ bei der u.a. MitarbeiterInnen der Rentenversicherung (und nicht der Minijob-Zentrale) Fragen beantworten.

      … kann leider keinen Link einfügen
      ihre-vorsorge . de -> oben Rechts „Expertenforum“

      –beim Kopieren des Links bitte die Leerzeichen zwischen dem Punkt entfernen.–

      Ich hoffe, ich konnte Ihnen ein wenig weiterhelfen.
      Gruß

    • Guten Tag Herr Güse,

      der Minijob-Zentrale als deutschlandweite zentrale Einzugs- und Meldestelle für alle Minijobs obliegt nicht das Recht der individuellen Rentenberatung.
      Wir können in unserer Funktion als Einzugsstelle lediglich allgemein zu rechtlichen Möglichkeiten informieren. Eine individuelle Rentenberatung darf nur Ihr zuständiger Rentenversicherungsträger vornehmen.

      Für einige Personen können sich jedoch Nachteile für ihre spätere Rentenleistung ergeben, wenn sie sich nicht von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen. Daher empfiehlt die Minijob-Zentrale Beziehern von:

      – Anpassungsgeld oder einer Knappschaftsausgleichsleistung eine individuelle Beratung bei der Auskunftsstelle der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft Bahn-See.

      – Erwerbsminderungs- oder Berufs-/Erwerbsunfähigkeitsrenten eine individuelle Beratung  bei den Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung oder den Versicherungsämtern.

      Bezüglich des Erreichens der Regelaltersgrenze gilt Folgendes:

      Für die Geburtsjahrgänge 1947 bis 1963 wurde die Altersgrenze für die Regelaltersrente von 65 auf 67 Jahre stufenweise angehoben. Geburtsjahrgänge ab 1964 können die Regelaltersrente erst nach Vollendung des 67. Lebensjahres beziehen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  7. Als Vollrentner, der schon Rente bekommt kann ich doch soviel Geld verdienen wie ich will. Bei einem 450 Job als Rentenbezieher kann ich nicht mehr in die Rentenkasse einzahlen. Meine Rente erhöht sich dadurch nicht. So hat es mir die Rentenversicherungs gesagt. Ich bin nun ganz verwirrt. Klären Sie mich bitte auf

    • Zum 01.01.2017 gab es eine Gesetzesänderung (sogenanntes „Flexirentengesetz“). Die hier dargestellte Themaik zum Versicherungs- und Beitragsrecht entspricht der heutigen Rechtslage.
      In drei Jahren kann das wieder anders aussehen.

    • Guten Tag Luise,

      Vollrentner, welche die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht haben, müssen von Seiten Ihres Rentenbezuges eine Hinzuverdienstgrenze von 6.300 Euro im Jahr beachten. Haben Sie die Regelaltersgrenze erreicht, können Sie unbegrenzt hinzu verdienen, ohne dass die Rente gekürzt wird.

      Unabhängig hiervon gelten jedoch auch für einen Rentner die Verdienstgrenzen im Minijob. Bei einem 450-Euro-Minijob kann ein Minijobber durchschnittlich im Monat bis zu 450 Euro verdienen. Arbeitet er ein Jahr lang durchgehend, darf er also 5.400 Euro verdienen (12 Monate x 450 Euro = 5.400 Euro). Wird diese Verdienstgrenze überschritten, liegt kein 450-Euro-Minijob mehr vor. Diese Regelung gilt auch für Alternsvollrentner, welche die Regelaltersgrenze bereits erreicht haben.

      Wenn der Jahresverdienst 5.400 Euro übersteigt, weil sich der Verdienst des Minijobbers in einzelnen Monaten auf mehr als 450 Euro erhöht, kommt es drauf an, ob dies regelmäßig oder gelegentlich und nicht vorhersehbar geschieht. Die Tätigkeit bleibt ein Minijob, wenn die Überschreitung nur gelegentlich und nicht vorhersehbar, d.h. bis zu drei Mal in einem Zwölf-Monats-Zeitraum, passiert. In diesem Fall darf der Jahresverdienst auch mehr als 5.400 Euro betragen. Als nicht vorhersehbar gilt z.B. die Krankheitsvertretung.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  8. Ganz so negativ wie der Vorposter Euler würde ich das Ganze nicht sehen. Der Verwaltungsaufwand beschränkt sich auf ein paar Klicks in den entsprechenden Programmen und lässt sich selbst von Kleinunternehmern beherrschen, wenn man sich etwas damit befasst. Ansonsten macht das der Steuerberater oder die Personalabteilung.
    Wer sich nach Erreichen der Regelaltersgrenze von der Versicherungsfreiheit befreien lässt und als Arbeitnehmer 3,6% an eigenen Beiträgen zahlt, dem kommen die vom Arbeitgeber ohnehin pauschal bezahlten 15% dann ja auch zugute. Soweit ich informiert bin, beträgt die damit zusätzlich erzielte monatliche Rente dann auch in solchen Fällen ca. 4,5 Promille der Beitragssumme. Das ergäbe dann nach meiner Rechnung einen zusätzlichen monatlichen Rentenanspruch von 5,27 EUR, das pro Jahr der Beitragszahlung bei voller Ausnutzung der Verdienstmöglichkeiten eines Minijobs von 14 x 450 EUR (6300 EUR x 18,6% x 4,5 Promille = 5,27 EUR). Hiermit erziele ich dann als Arbeitnehmer einen zusätzlichen jährlichen Rentenanspruch von 63,24 EUR , für den ich als Arbeitnehmer aber nur 226,80 als Beitrag für 1 Jahr als Eigenbeitrag (3,6%) gezahlt habe. Somit rechnet sich dies „Investition“ als Arbeitnehmer für mich bereits nach etwa 3,5 Jahren. Versuchen Sie mal, etwas Vergleichbares auf dem privaten Kapitalmarkt bei dem derzeitigen Nullzins-Umfeld zu finden.
    Auch ganz generell muss ich sagen, dass in den letzten Jahren einige sehr sinnvolle Verbesserungen betreffend die Mini-Jobs eingeführt wurden, so z.B. dass man bereits mit geringen Monatsverdiensten von 175 EUR durch die Zahlung eigener Beiträge als Arbeitnehmer (3,6%) seine erforderlichen Versicherungszeiten ansammeln kann, um dann auch vorgezogene Altersrente in Anspruch nehmen zu können und die dafür erforderlichen 35 Jahre voll zu bekommen.

  9. Der damit fällige Verwaltungs- und adminstrationsaufwand ist gewaltig und steht in keinem sinnvollen Verhältnis zum Aufwand. Ich hätte mir gewünscht dass in Ihrem Blog wenigstens eine Aussage zur Höhe der Steiegerungsbeträge enthalten gewesen wäre. Denn bei Beitragszahlung basierend auf 450,00 für 2019 kann man sehr wohl eine klare Aussage dazu treffen.
    Ich finde es nicht passend, dass hier Erwartungen geweckt werden, die bei näherem Hinsehen geradezu zu lächerlichen Ergebnissen führen.
    Viel wichtiger wäre m.E. dass die Minijobzentrale als „Abwickler“ der Minijobs sich für diese nicht gerade kleine Gruppe von mehr als 5 Millionen Beschäftige als Sprachrohr gegenüber der Legislative versteht. Leider Fehlanzeige bislang.
    Ein zu bemängelnder Punkt wäre z.B. warum Arbeitgeberbeiträge für Minijobwerker nach Erreichen der Reglealtersgrenze nicht zur Steigerung der Altersrente führen. Warum arbeiten diese Minijobber weiter?

    • „Ich hätte mir gewünscht dass in Ihrem Blog wenigstens eine Aussage zur Höhe der Steiegerungsbeträge enthalten gewesen wäre. Denn bei Beitragszahlung basierend auf 450,00 für 2019 kann man sehr wohl eine klare Aussage dazu treffen.“

      Die Minijob-Zentrale ist nur die Einzugsstelle, nicht der Rentenversicherungsträger. Es ist nicht Aufgabe der Minijob-Zentrale die Steigerungssätze/Rentabilität zu erklären.
      All das, was Sie hier lesen, ist nur Bonus.
      Vollkommen richtig verweist die Minijob-Zentrale auf IHREN Rentenversicherungsträger.
      Hier gibt es auch eine Broschüre, die die Rentensteigerung erklärt (Seite 14 f)
      https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/national/flexirente_das_ist_neu_fuer_sie.pdf?__blob=publicationFile&v=2

      Außerdem ist die Aussage <> nicht richtig. Die Höhe des aus den Beiträgen berechneten Zuschlages ist auch abhängig vom Lebensalters des Rentenbeziehers (Stichwort Zugangsfaktor).

      Beispiel: 1. Rentner geboren 1950. 2. Rentner geboren 1940.
      Beide üben im Jahr 2019 den gleichen Minijob aus. Beide verdienen das Gleiche. Beide entrichten Beiträge zur Rentenversicherung.

      Der Zuschlag, der ab 01.07.2020 für die Beiträge ab 2019 berechnet wird, ist beim Rentner mit Baujahr 1940 um 60% höher als der Zuschlag des Rentners mit Baujahr 1950.

      Eine klare Aussage ist daher nicht möglich, weil Renten – wie seit jeher auch – individuell berechnet werden müssen.

      „Viel wichtiger wäre m.E. dass die Minijobzentrale als „Abwickler“ der Minijobs sich für diese nicht gerade kleine Gruppe von mehr als 5 Millionen Beschäftige als Sprachrohr gegenüber der Legislative versteht. Leider Fehlanzeige bislang.“

      Tut sie doch gar nicht. Als Exekutive kommt sie in diesem Blog nur ihren Auskunfts- und Beratungspflichten nach, die über die eigentlichen Aufgaben gar hinausgehen. Alles nur Service on top.

      „Ein zu bemängelnder Punkt wäre z.B. warum Arbeitgeberbeiträge für Minijobwerker nach Erreichen der Reglealtersgrenze nicht zur Steigerung der Altersrente führen.“

      Rechtlicher Hintergrund ist, dass sonst die Arbeitgeber nur noch Rentenbezieher einstellen um so Lohnnebenkosten zu sparen.
      Aus Sicht der Arbeitgeber soll es daher keine Vor- oder Nachteile haben. Sie zahlen immer den Pauschalbetrag.
      Warum dies nicht zur Rentensteigerung führt: Zum einen sollten Sie dies Ihren Abgeordneten/die Legislative frage. Zum anderen findet eine Rentensteigerung statt, da die gesetzliche Rentenversicherung ein Umlageverfahren ist. Aus all den Beiträgen, die die Kasse füllen, werden doch letztlich auch die Renten bezahlt (zzgl. Rentenanpassungen).

      „Warum arbeiten diese Minijobber weiter?“
      Fragen Sie doch die Minijobber: Falsches Forum

      Kleiner Tipp: Manch eine/r arbeitet aus Freude. Geld oder der Gedanke „wie steigert das meine Rente“ ist dabei nicht immer der erste Gedanke.

      Wenn Sie Fragen zum Rentenrecht haben: Auch die Rentenversicherungsträger beteiligen sich mit Antworten in einem online-Forum.

      https://www.ihre-vorsorge.de/expertenforum/forum/action/show.html

    • 1.)
      „Der damit fällige Verwaltungs- und adminstrationsaufwand ist gewaltig und steht in keinem sinnvollen Verhältnis zum Aufwand.“

      Bitte mit Zahlen und/oder Quellen belegen. Sie stellen hier eine Behauptung auf, ohne Sie qualitativ zu belegen.

      2a)
      „Ich hätte mir gewünscht dass in Ihrem Blog wenigstens eine Aussage zur Höhe der Steiegerungsbeträge enthalten gewesen wäre. Denn bei Beitragszahlung basierend auf 450,00 für 2019 kann man sehr wohl eine klare Aussage dazu treffen.“

      Die Minijob-Zentrale ist nur eine Einzugsstelle. Sie informiert über das Versicherungs- und Beitragsrecht.
      Die Minijob-Zentral kommt hier ihrer Auskunfts- und Beratungspflicht nach. Alles andere ist nur Service on top.
      Welche Auswirkungen das auf den Bezug von bestimmten Sozialleistungen hat, ist bei den entsprechenden Sozialleistungsträgern zu hinterfragen. In Hinblick auf die Möglichkeit der Steigerung der Rente, verweist die Minijob-Zentrale im Artikel zu Recht auf die 16 Rentenversicherungsträger (genauso wenig wird Ihnen die Rentenversicherung sagen, wie viel Steuern sie von der Rente zahlen müssen. Da verweist man auf das Finanzamt. Jeder kann nur sein Metier abdecken.)

      Aus der Broschüre „Flexirente: Das ist neu für Sie“ (Seite 14 ff) können Sie entsprechende Informationen herauslesen

      https://deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/national/flexirente_das_ist_neu_fuer_sie.pdf?__blob=publicationFile&v=2

      2b)
      Denn bei Beitragszahlung basierend auf 450,00 für 2019 kann man sehr wohl eine klare Aussage dazu treffen.“

      Man kann nicht <>

      Beispiel:
      2 Rentner, Altersvollrenter.
      Einer ist Geburtsjahr 1940
      Der Andere ist Geburtsjahr 1950

      Beide über im Jahr 2019 den exakt gleichen Minijob aus. Beide verdienen exakt das Gleiche. Beide sind versicherungspflichtig und zahlen neben den Arbeitgeber Beiträge zur Rentenversicherung

      Und Sie glauben, dass beide den gleichen Zuschlag (und damit die gleiche Rentensteigerung) erhalten? Zumindest deutet dieser Gedanke auf Ihre „klare“ Formulierung hin.
      Mit Nichten ist dies der Fall. Für die Beiträge, welche im Jahr 2019 gezahlt wurden, werden zum 01.07.2020 Zuschläge ermittelt. Die Zuschläge erhalten einen Zugangsfaktor.
      Kurzum. Auch wenn beide die gleichen Beiträge gezahlt haben, bekommt der Rentner mit Baujahr 1940 einen Zuschlag, welcher 60% höher ist als der mit Geburtsjahr 1950.

      Renten werden individuell berechnet. Jeder Fall ist für sich allein betrachtet zu beurteilen. In einem Blog mit zig Möglichkeiten, kann man die Rentabilität von Beiträgen in Bezug auf die Rente nicht darstellen.

      3.)
      „Ich finde es nicht passend, dass hier Erwartungen geweckt werden, die bei näherem Hinsehen geradezu zu lächerlichen Ergebnissen führen.“

      Welche Erwartungen werden hier geweckt?
      Beim Lesen wurden bei mir zumindest keine Erwartungen geweckt.

      4.)
      „Viel wichtiger wäre m.E. dass die Minijobzentrale als „Abwickler“ der Minijobs sich für diese nicht gerade kleine Gruppe von mehr als 5 Millionen Beschäftige als Sprachrohr gegenüber der Legislative versteht. Leider Fehlanzeige bislang.“

      Die Minijob-Zentrale, als Exekutive steht m.E. nicht in der Pflicht ls Sprachrohr – in Ihrem Sinne – zu agieren. Sie sagen Fehlanzeige. Wissen Sie wie oft das BMAS und BMF Anfragen an die Minijob-Zentrale stellt? Wissen Sie, wie oft die Minijob-Zentale Stellungnahmen wahr nimmt?
      Belegen Sie Ihre Aussage mit „Leider Fehlanzeige bislang“.

      5.)
      „Ein zu bemängelnder Punkt wäre z.B. warum Arbeitgeberbeiträge für Minijobwerker nach Erreichen der Reglealtersgrenze nicht zur Steigerung der Altersrente führen. “

      Die Minijob-Zentrale als Exekutive ist hier der falsche Ansprechpartner. Stellen Sie Ihr Anfrage an die Legislative.
      Was wäre denn, wenn die Arbeitgeber bei Altersvollrentner keine Pauschalbeiträge abführen würden? Abeitgeber würden nur noch alte Menschen einstellen um Lohnnebenkosten zu sparen. Das wollte der Gesetzgeber – vollkommen legitim – verhindern. Daher zahlt der Arbeitgeber bei jeder geringfügig entlohnten Beschäftigung immer seinen Pauschalbeitrag von 15%.

      Das allein der Pauschalbeitrag nicht zu einer Rentensteigerung nach Erreichen der Regelaltersgrenze führt, ist – im System eines Umlageverfahrens – nicht ganz richtig. Denn die Beiträge fließen den Rentner zu Gute. Davon werden halt die Renten (und Rentenanpassungen) bezahlt.M

      6.)
      „Warum arbeiten diese Minijobber weiter?“

      Falscher Ort diese Frage zu stellen.
      Aber unter uns. Die Gründe, warum Minijobber weiter arbeiten ind vielfältig

      Beispielsweise hat man am Ende durch die Ausübung einer Beschäftigung immer noch mehr Geld im Portemonnaie als vorher. Ist ja nicht so, dass die Rente gekürzt wird.
      Darüber hinaus gibt es auch (älteren) Menschen die Möglichkeit sich noch „nützlich“ zu machen und den ganzen Tag in den eigenen vier Wänden zu hocken.

      Wenn Sie weitere Fragen zum Thema Rentenversicherung haben, gibt es ein sogenanntes „Expertenforum“ bei der u.a. Mitarbeitern der Rentenversicherung (und nicht der Minijob-Zentrale) fragen beantworten.

      https://www.ihre-vorsorge.de/expertenforum/forum/action/show.html

      Einen schönen Tag noch.

      P.S.: Ich bin weder MitarbeiterIn der Minijob-Zentrale noch ein/e „ExpertIn“

    • 1.)
      „Der damit fällige Verwaltungs- und adminstrationsaufwand ist gewaltig und steht in keinem sinnvollen Verhältnis zum Aufwand.“

      Bitte mit Zahlen und/oder Quellen belegen. Sie stellen hier eine Behauptung auf, ohne Sie qualitativ zu belegen.

    • 2a)
      „Ich hätte mir gewünscht dass in Ihrem Blog wenigstens eine Aussage zur Höhe der Steiegerungsbeträge enthalten gewesen wäre. Denn bei Beitragszahlung basierend auf 450,00 für 2019 kann man sehr wohl eine klare Aussage dazu treffen.“

      Die Minijob-Zentrale ist nur eine Einzugsstelle. Sie informiert über das Versicherungs- und Beitragsrecht.
      Die Minijob-Zentral kommt hier ihrer Auskunfts- und Beratungspflicht nach. Alles andere ist nur Service on top.
      Welche Auswirkungen das auf den Bezug von bestimmten Sozialleistungen hat, ist bei den entsprechenden Sozialleistungsträgern zu hinterfragen. In Hinblick auf die Möglichkeit der Steigerung der Rente, verweist die Minijob-Zentrale im Artikel zu Recht auf die 16 Rentenversicherungsträger (genauso wenig wird Ihnen die Rentenversicherung sagen, wie viel Steuern sie von der Rente zahlen müssen. Da verweist man auf das Finanzamt. Jeder kann nur sein Metier abdecken.)

      Aus der Broschüre „Flexirente: Das ist neu für Sie“ (Seite 14 ff) können Sie entsprechende Informationen herauslesen

      –Wenn ich den Link einfüge, wird der Kommentar nicht veröffentlicht–

    • 2b)
      Denn bei Beitragszahlung basierend auf 450,00 für 2019 kann man sehr wohl eine klare Aussage dazu treffen.“

      Man kann nicht <>

      Beispiel:
      2 Rentner, Altersvollrenter.
      Einer ist Geburtsjahr 1940
      Der Andere ist Geburtsjahr 1950

      Beide über im Jahr 2019 den exakt gleichen Minijob aus. Beide verdienen exakt das Gleiche. Beide sind versicherungspflichtig und zahlen neben den Arbeitgeber Beiträge zur Rentenversicherung

      Und Sie glauben, dass beide den gleichen Zuschlag (und damit die gleiche Rentensteigerung) erhalten? Zumindest deutet dieser Gedanke auf Ihre „klare“ Formulierung hin.
      Mit Nichten ist dies der Fall. Für die Beiträge, welche im Jahr 2019 gezahlt wurden, werden zum 01.07.2020 Zuschläge ermittelt. Die Zuschläge erhalten einen Zugangsfaktor.
      Kurzum. Auch wenn beide die gleichen Beiträge gezahlt haben, bekommt der Rentner mit Baujahr 1940 einen Zuschlag, welcher 60% höher ist als der mit Geburtsjahr 1950.

      Renten werden individuell berechnet. Jeder Fall ist für sich allein betrachtet zu beurteilen. In einem Blog mit zig Möglichkeiten, kann man die Rentabilität von Beiträgen in Bezug auf die Rente nicht darstellen.

    • 3.)
      „Ich finde es nicht passend, dass hier Erwartungen geweckt werden, die bei näherem Hinsehen geradezu zu lächerlichen Ergebnissen führen.“

      Welche Erwartungen werden hier geweckt?
      Beim Lesen wurden bei mir zumindest keine Erwartungen geweckt.

      4.)
      „Viel wichtiger wäre m.E. dass die Minijobzentrale als „Abwickler“ der Minijobs sich für diese nicht gerade kleine Gruppe von mehr als 5 Millionen Beschäftige als Sprachrohr gegenüber der Legislative versteht. Leider Fehlanzeige bislang.“

      Die Minijob-Zentrale, als Exekutive steht m.E. nicht in der Pflicht ls Sprachrohr – in Ihrem Sinne – zu agieren. Sie sagen Fehlanzeige. Wissen Sie wie oft das BMAS und BMF Anfragen an die Minijob-Zentrale stellt? Wissen Sie, wie oft die Minijob-Zentale Stellungnahmen wahr nimmt?
      Belegen Sie Ihre Aussage mit „Leider Fehlanzeige bislang“.

    • 5.)
      „Ein zu bemängelnder Punkt wäre z.B. warum Arbeitgeberbeiträge für Minijobwerker nach Erreichen der Reglealtersgrenze nicht zur Steigerung der Altersrente führen. “

      Die Minijob-Zentrale als Exekutive ist hier der falsche Ansprechpartner. Stellen Sie Ihr Anfrage an die Legislative.
      Was wäre denn, wenn die Arbeitgeber bei Altersvollrentner keine Pauschalbeiträge abführen würden? Abeitgeber würden nur noch alte Menschen einstellen um Lohnnebenkosten zu sparen. Das wollte der Gesetzgeber – vollkommen legitim – verhindern. Daher zahlt der Arbeitgeber bei jeder geringfügig entlohnten Beschäftigung immer seinen Pauschalbeitrag von 15%.

      Das allein der Pauschalbeitrag nicht zu einer Rentensteigerung nach Erreichen der Regelaltersgrenze führt, ist – im System eines Umlageverfahrens – nicht ganz richtig. Denn die Beiträge fließen den Rentner zu Gute. Davon werden halt die Renten (und Rentenanpassungen) bezahlt.

    • 6.)
      „Warum arbeiten diese Minijobber weiter?“

      Falscher Ort diese Frage zu stellen.
      Aber unter uns. Die Gründe, warum Minijobber weiter arbeiten ind vielfältig

      Beispielsweise hat man am Ende durch die Ausübung einer Beschäftigung immer noch mehr Geld im Portemonnaie als vorher. Ist ja nicht so, dass die Rente gekürzt wird.
      Darüber hinaus gibt es auch (älteren) Menschen die Möglichkeit sich noch „nützlich“ zu machen und den ganzen Tag in den eigenen vier Wänden zu hocken.

      Wenn Sie weitere Fragen zum Thema Rentenversicherung haben, gibt es ein sogenanntes „Expertenforum“ bei der u.a. Mitarbeitern der Rentenversicherung (und nicht der Minijob-Zentrale) fragen beantworten.

      … kann leider keinen Link einfügen
      ihre-vorsorge . de -> oben Rechts „Expertenforum“

      Einen schönen Tag noch.

      P.S.: Ich bin weder MitarbeiterIn der Minijob-Zentrale noch ein/e „ExpertIn“

      Und Entschuldigung für die gestückelten Antworten. Meinen ganzen Beitrag in einem Kommentar zu verfassen und zu veröffentlichen, wird systemseitig nicht umgesetzt (max Zeichenzahl?).

    • Guten Tag Herr Euler,

      wir verstehen Ihre Verärgerung, jedoch obliegt der Minijob-Zentrale als zentrale Einzugs- und Meldestelle für alle Minijobs nicht das Recht der individuellen Rentenberatung.

      Wir können in unserer Funktion als Einzugsstelle lediglich allgemein zu rechtlichen Möglichkeiten informieren. Eine individuelle Rentenberatung jedoch – wozu auch die Höhe der individuellen Rentensteigerung gehört – darf nur Ihr zuständiger Rentenversicherungsträger vornehmen.

      In unserem Blogbeitrag verweisen wir daher auch darauf, dass Altersrentner sich vor einem Verzicht auf die Rentenversicherungsfreiheit bei ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger informieren sollten. Das Service-Telefon der Deutschen Rentenversicherung erreichen Sie unter 0800 1000 4800.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  10. Hallo erstmal geehrtes Team,

    Kann ich bei vorgezogenen Rentenbezug zwei Minijobs annehmen?
    Zurzeit verdiene ich in einem Minijobs zwischen 218 – 287€.
    Fahrtkostenersatz zählt nicht zum Verdienst!
    Gruß
    Michael (Obba)

    • Hallo Michael,

      ja, das können Sie.

      Achten Sie bitte jedoch darauf, dass der durchschnittliche monatliche Verdienst aus allen Beschäftigungen 450 Euro nicht überschreiten darf, um den Minijob nicht zu gefährden.

      Überschreiten Sie diese Verdienstgrenze, können diese Beschäftigungen auch für Sie als Rentner versicherungspflichtig werden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  11. Unbeantwortet bleibt die Frage, ob bei einem Altersvollrentner, der nach Erreichen der Regelaltersgrenze auf die Versicherungsfreiheit verzichtet, die Pauschalbeiträge des Arbeitgebers dann rentenwirksam werden oder weiter/dennoch die Rente nicht erhöhen.

    • Ich habe mich als Altersvollrentner bereits 2017 für eine Verbeitragung meiner geringfügigen Beschäftigung entschieden. Es ist nur die Beitragsdifferenz zwischen dem Pauschalbeitrag des AG und dem Beitragssatz zu entrichten. Der Pauschlabeitrag des AG wirkt sich dann auch rentensteigernd aus.
      Nach dem sich meine Rente inzwischen erhöht hat, haben sich meine vorher vorgenommen Überlegungen bestätigt.
      Der AN-Anteil fließt durch die Rentenerhöhung innerhalb von 3 – 4 Jahren zurück.

      • Hallo Herr Kolb,

        das ist korrekt. Entschließt sich ein Alternsvollrentner nach Erreichen der Regelaltersgrenze dazu, auf die Rentenversicherungsfreiheit im Minijob zu verzichten, wirken sich sowohl die eigenen als auch die Arbeitgeberbeiträge rentensteigernd aus.

        Freundliche Grüße

        Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    • Das steht doch im Artikel
      “ In diesem Fall muss nur der Arbeitgeber Pauschalbeiträge zahlen, die die Rente jedoch nicht mehr erhöhen“

      • Es geht um den umgekehrten Fall bei meiner Anmerkung/Frage, die im Text nicht beantwortet wird: Wenn Rentner zahlt/versicherungspflichtig ist, ist der AG-Beitrag dann rentenwirksam?

        • Hallo Herr Bucksch,

          ja, das ist er.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    • Guten Tag Herr Bucksch,

      verzichtet ein Altersvollrentner nach Erreichen der Regelaltersgrenze auf die Versicherungsfreiheit, wirken sich sowohl die sonst wirkungslos bleibenden Arbeitgeberanteile, als auch der eigene Beitragsanteil in Form einer Rentenerhöhung aus.

      Die in einem Kalenderjahr aus den Pflichtbeiträgen erworbenen zusätzlichen Rentenanwartschaften werden im Folgejahr in einer Rentenneuberechnung rentensteigernd berücksichtigt.

      Zu individuellen Beratung bitten wir Sie jedoch, sich an Ihren zuständigen Rentenversicherungsträger zu wenden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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